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Waldläufer
Chorrol
Elendil war gegen Abend nachhause gegangen. Erst hatten sie sich noch einige Zeit mit der Theorie beschäftigt, und dann war es plötzlich auch schon dämmrig gewesen. Der Bezahlung durch den eingerenkten Handwerker war er übrigens fluchtartig aus dem Weg gegangen, indem er getan hatte, als hätte er nichts gehört und sofort Naasira hinterher geeilt war. Es hätte ihm noch gefehlt, wenn der Mann ihm irgendwelche Hühner oder Holzbretter oder was auch immer hätte andrehen wollen.
Kurz vor seinem Gehen hatte er noch unauffällig erneut 20 Septime auf ein Schränkchen an der Seite gelegt. Ja, es war immer noch zuviel. Aber er, Elendil, war alles andere als arm und die junge Heilerin sah aus, als könne sie es gebrauchen. Wahrscheinlich zahlten die meisten ihrer Patienten in Naturalien, damit aber konnte sie sich keine neuen Kleider kaufen, damit auch nicht die Miete bezahlen, sollte das Haus nicht wirklich ihres sein. Und Verbände, Reagenzien und all das Zeug, was man so brauchte als Heiler, war auch nicht gerade billig.
Danach war er erneut in die Herberge zurückgegangen, hatte zu Abend gegessen und sich dann hingelegt.
Und nun war es erstaunlicherweise schon wieder Morgen und er schon wieder auf dem Weg zu Naasira. Und merkwürdigerweise wurde sie ihm täglich sympathischer. Sie war kein schwaches Weibchen und auch glücklicherweise keine so sanfte, ach so mitleidige Seele, sondern eine Wissenschaftlicherin mit Feuer und eigener Meinung, die offenbar so schnell nichts fürchtete. Zudem erstaunlich klug und belesen, was er von menschlichen Frauen durchaus nicht gewohnt war. Wäre sie eine Altmer gewesen, er hätte sie sich glatt als Tochter gewünscht.
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