Allgemein
News
News-Archiv
Partner
Netzwerk
Banner
Header
Media
Downloads
Impressum

The Elder Scrolls
Arena
Daggerfall
Spin-offs
Romane
Jubiläum
Reviews
Welt von TES
Lore-Bibliothek
Namens-
generator

FRPGs

Elder Scrolls Online
Allgemein
Fraktionen
Charakter
Kargstein
Technik
Tamriel-
Manuskript

Media

Skyrim
Allgemein
Lösungen
Tipps & Tricks
Steam-Kniffe
Review
Media
Plugins & Mods

Oblivion
Allgemein
Lösungen
Tipps & Tricks
Technik
Charakter
Media
Plugins & Mods
Kompendium

Morrowind
Allgemein
Lösungen
Tipps & Tricks
Media
Plugins & Mods

Foren
The Elder Scrolls Online
Hilfe & Diskussion

Skyrim
Hilfe & Diskussion
Plugins & Mods

Ältere TES-Spiele
TES-Diskussion
Oblivion-Plugins
Morrowind-Plugins

Community
Taverne zum Shalk
Adventures of Vvardenfell
Tales of Tamriel
Ergebnis 1 bis 20 von 71

Thema: Heiler-Lehre bei Naasira

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1

    Chorrol

    Bis Elendil schliesslich beim Verletzen ankam, hatte sich Naasira bereits in den Staub gekniet und war dem Verletzen mit den Händen sacht über den Oberkörper gefahren, der merkwürdig verdreht aussah. Das Geschrei war wirklich Ohrenbetäubend und so herrschte die Bretonin den Zimmerman an: "Ihr kreischt wie ein Waschweib. RUHE! Ich muss mich konzentrieren." Der Verletzte verstummte aprupt und starte die Heilerin entgeistert an. Genau in diese Pause des Geschreis hinein ertönte die murmelnde Stimme Elendils.

    Mit einem entrüsteten Schnauben fuhr Naasira herum. "Dafür braucht Ihr bei mir wirklich nicht in die Lehre zu gehen." Langsam stand die Heilerin auf und sagte nun wieder ganz freundlich...:"Ich werde Ihn sowieso nicht erlösen, das erledigt Ihr." Damit wies sie auf den Platz am Boden, an dem sie gekniet hatte.

  2. #2

    Chorrrol

    Zwar war Elendil höchst erleichtert, als Naasira schlichtweg das ohrenbetäubende Gekreisch "abstellte", verstand aber ihre Empörung über seinen Satz nicht. Zumal sie dann auch noch sagte, dass er den Verletzten tatsächlich erlösen solle. War das ihr Ernst? Bislang hatte er gedacht, dass Heiler die Leute wieder gesund machten, aber es schien Ausnahmen zu geben.

    "Feuer oder Eis? Was meint Ihr, ginge schneller? Oder zuerst einen Schlafzauber und dann Feuer oder Eis. Dann dämmert er hinüber und bekommt es nicht mit", meinte er daher verwirrt.

  3. #3

    Chorrol

    Sie konnte hören, wie der Mann am Boden entsetzt nach Luft schnappte und versuchte wegzukrieschen. Die Bretonin parkte einfach einen Fuss auf seinem Kittel und sagte ohne zu Ihm hinzusehen: "Ihr bleibt hier." Der Blick blieb weiter auf Elendil gerichtet: "Und Ihr...",seufzte sie, "habt noch ne Menge zu lernen. Ein Schlafzauber wäre in manchen Fällen bestimmt hilfreich, doch hier nicht. Ihr braucht den Mann wach, denn anders kann er Euch nicht sagen, wann alles wieder an seinem Platz ist. Und nein: Zerstörungszauber sind hierbei auch nicht hilfreich."
    "Und nun kniet Euch bitte neben den Mann. Ich würde ihn ja gerne auf einen Tisch legen, doch wenn wir Ihn bewegen verschlimmern wir nur noch alles. Fühlt mit der Hand über die Schulter und gleitet mit der Hand den Rücken hinunter. Fühlt Ihr den Höcker? Der gehört dort nicht hin. Das ist ein Schulterknochen. Er ist nicht gebrochen, sondern nur verschoben. Also muss er nur wieder in die rechte Position gebracht werden. Dafür braucht Ihr nur ein wenig Kraft und Geschick.....keine Magie."

  4. #4

    Chorrol

    Ach Du lieber Stendarr! Was hatte er denn nur verbrochen, dass er, der große Alchemist und Magier, hier im Staub kriechen und körperliche Arbeit verrichten sollte. Und überhaupt, wenn er dem Mann nun aus Versehen einen zweiten, nicht dahingehörenden Höcker verpasste? Dann ginge das Geschrei garantiert wieder los. Dabei hatte er wirklich geglaubt, dass Naasira ebenfalls für eine Erlösung sei. Wie schade, dass die Bretonin sich offenbar anders besonnen hatte. Und wieso sollte der Kerl ihm das mitteilen, wenn alles am rechten Platz war? Das würde er auch so merken.

    Seufzend kniete Elendil neben dem Mann nieder, erfühlte vorsichtig den Höcker. Nein, der gehörte da wirklich nicht hin. Kurz überlegte Elendil, wie ein normaler Körper beschaffen war, dann legte er dem Mann die linke Hand auf die obere verletzte Schulter von vorn und griff mit dem rechten Arm nach hinten. Holte tief Luft und schloss die Augen. Und wünschte sich im Augenblick ganz weit fort von hier. Am besten zurück nach Sumerset Isle oder nach Vvardenfell. Half alles nichts. Noch einmal holte er tief Luft und dann ein rascher, kräftiger Ruck. Der Höcker war weg, der Kerl aber fing leider wieder an zu kreischen. Und zwar ohrenbetäubend. Und so nervig, dass Elendil gar nicht auf die Idee kam zu schauen, ob besagter Höcker nun vielleicht an einer anderen Stelle aufgetaucht oder ob alles wieder am üblichen Platz war. Vollkommen entnervt sprang er auf: "Wenn Ihr weiter kreischt, erlöse ich Euch doch noch, aber auf meine Art", zischte er leise und zutiefst gereizt.

  5. #5
    Der Mann verstummte zum 2. Mal an diesem Tage ganz aprupt. "Habt Ihr das gehört?", fragte er mit weinerlicher Stimme die Bretonin. Dieser fiel aber erstmal nur auf, dass der Mann mit dem Arm, der an der vorher ausgekugelten Schulter hing, anklagend auf Elendil zeigte.
    "Ja ich habe es gehört. Doch trotz seinem Intensivem Wunsch sich Euch auf andere Art und Weise anzunehmen, hat er Euch letztlich doch geheilt. Schont Euren Arm in den nächsten Tagen und Ihr werdet schon bald keine Probleme mehr haben. Die Bezahlung müsst Ihr mit dem Herrn neben mir regeln."
    Dabei wies sie auf Elendil und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Wusste sie doch ganz genau, dass der Magier bei Verhandlungen über Hühner und Äpfel bestimmt wieder seine Geduld verlieren würde. Sie fragte sich almählich warum ein Magier wie er sich mit der Heilung von anderen beschäftigen wollte.
    Im gemächlichen Tempo ging es zurück zu Naasiras Haus, wo sie sich den Rest des Tages noch mit Theorie vertreiben sollten......

  6. #6

    Chorrol

    Elendil war gegen Abend nachhause gegangen. Erst hatten sie sich noch einige Zeit mit der Theorie beschäftigt, und dann war es plötzlich auch schon dämmrig gewesen. Der Bezahlung durch den eingerenkten Handwerker war er übrigens fluchtartig aus dem Weg gegangen, indem er getan hatte, als hätte er nichts gehört und sofort Naasira hinterher geeilt war. Es hätte ihm noch gefehlt, wenn der Mann ihm irgendwelche Hühner oder Holzbretter oder was auch immer hätte andrehen wollen.

    Kurz vor seinem Gehen hatte er noch unauffällig erneut 20 Septime auf ein Schränkchen an der Seite gelegt. Ja, es war immer noch zuviel. Aber er, Elendil, war alles andere als arm und die junge Heilerin sah aus, als könne sie es gebrauchen. Wahrscheinlich zahlten die meisten ihrer Patienten in Naturalien, damit aber konnte sie sich keine neuen Kleider kaufen, damit auch nicht die Miete bezahlen, sollte das Haus nicht wirklich ihres sein. Und Verbände, Reagenzien und all das Zeug, was man so brauchte als Heiler, war auch nicht gerade billig.

    Danach war er erneut in die Herberge zurückgegangen, hatte zu Abend gegessen und sich dann hingelegt.

    Und nun war es erstaunlicherweise schon wieder Morgen und er schon wieder auf dem Weg zu Naasira. Und merkwürdigerweise wurde sie ihm täglich sympathischer. Sie war kein schwaches Weibchen und auch glücklicherweise keine so sanfte, ach so mitleidige Seele, sondern eine Wissenschaftlicherin mit Feuer und eigener Meinung, die offenbar so schnell nichts fürchtete. Zudem erstaunlich klug und belesen, was er von menschlichen Frauen durchaus nicht gewohnt war. Wäre sie eine Altmer gewesen, er hätte sie sich glatt als Tochter gewünscht.

  7. #7

    Chorrol

    Als Naasira die Tür hinter dem Magier sorgfältig verschlossen hatte und sich an Ihren Tisch setze fiel Ihr Blick auf das Gold, dass auf dem Schränkchen lag. Wieder einmal hatte der Altmer Ihr viel zu viel Gold gegeben. Und wiedermal war sie so mit dem Unterrichten beschäftigt, dass sie es gar nicht wahrgenommen hatte und auch nicht dran gedacht hatte Ihm einen Preis für Ihren Unterricht zu nennen.

    Mit einem Kopfschütteln verstaute sie das Gold in einer Schatulle und schloss diese sorgfältig ab.

    Als der Morgen graute hatte die Bretonin bereits alles für Ihren Schüler gerichtet. So langsam schien sie sich an das frühe aufstehen zu gewöhnen. Doch von guter Laune war sie noch weit entfernt. Sie hatte sich einen ganzen Haufen Verbände gerichtet und vorher wollte sie ein paar Salben mit Elendil anfertigen. Danach würde er sie bei Ihrer Runde begleiten. Sie warf einen skeptischen Blick auf die langen Leinentücher die sie zum verbinden nutzte. Vieleicht sollte sie die Verbände noch kürzen......bevor Elendil heute noch einen Ihrer Patienten mit dem Verband erwürgte statt verband. Nach dem einrenken des Knochens gestern, fürchtete sie um das Wohl Ihrer Patienten, sollten diese zu laut werden...

    Vom Herd kam nun der angenehme Geruch von geschmolzenem Gänseschmalz in den sie später die Essenzen fügen wollte. Fehlte nur noch Ihr Schüler.

  8. #8

    Chorrol

    Elendil erreichte Naasiras Haus, klopfte einmal laut und deutlich und trat ein. Hah, das roch ja richtig gut. Wie Gänseschmalz. So ein Stück Brot mit Gänseschmalz käme ihm jetzt gerade recht. "Guten Morgen Naasira", grüßte er daher freundlich und fragte gleich weiter: "Wo ist das Brot? Am besten erwärmen wir das auch irgendwie. Warmes Brot mit frischem Gänseschmalz ist hervorragend als Muntermacher geeignet an so einem kühlen Morgen."

  9. #9

    Chorrol

    Naasira konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als sie den genieserischen Blick von Elendil sah. Sie schnitt Ihm ein Stück Brot ab, dass sie Ihm mit einem Messer und einem Tonteller reichte. "Allerdings muss Euch ein Stück genügen, den Rest brauchen wir für die Patienten." Als sie seinen Blick sah fügte sie noch schnell hinzu "Und nicht zum essen!"

    Sie hatte nun die verschiedenen Bestandteile auf dem Tisch vor sich ausgebreitet. Entzündungshemmende Sachen, Kräuter die auf der Haut wärme erzeugten, Kräuter die kühlten.........
    "Zwiebelsaft nimmt Giftstoffe auf die Entzündungen verursachen, wenn Ihr gegessen habt, dürft Ihr direkt das halbe dutzend Zwiebeln auspressen." Naasira genoss es so langsam einen Schüler zu haben, sie hasste das Zwiebel auspressen.
    "Viele Leute bekommen im Alter entweder steife Gelenke oder ständig Entzündungen. Bei der Steife hilft viel Wärme. Also verwenden wir Pulver vom Stahlblauen Rötling. Bei einer Salbe gegen Entzündungen hilft Kälte, also verwenden wir dafür Pulver vom Schuppigen Stielporling. Wenn wir die Salben fertig haben, gehen wir die Kranken besuchen."

    Während die beiden Arbeiteten, zählte Naasira Elendil noch andere nützliche Zutaten auf, die oftmals in der Alchemie für die Herrstellung von Giften verwendet wurden, hier aber als Heilmittel verwendet wurden.

  10. #10

    Chorrol

    Elendil seufzte. Hatte dieser jungen Bretonin niemals jemand gesagt, dass ältere Männer das Auspressen von Zwiebeln HASSTEN? Er hatte nicht die geringste Lust den ganzen Tag mit brennenden und vor allem tränenden Augen herumzulaufen wie so ein Weichei-Bosmer. Er war ein Altmer, verdammt. Das großartige Brot mit dem noch großartigeren Gänseschmalz hatte ihn allerdings in etwas versetzt, dass gemeinhin als gute Laune bezeichnet wurde und bei ihm höchst selten vorkam.

    Er lauschte dem Vortrag Naasiras über die Kräuter dabei. Er kannte sie alle, bei vielen allerdings eher die giftige Wirkung. Man sollte nicht glauben, wieviele Leute Tränke bestellten, die Gift enthielten. Elendil war es egal. Die Typen orderten, bezahlten anständig und bekamen ihre Gifte. Ob sie sich selbst oder irgendeinen Erbonkel damit ins Jenseits befördern wollten, war ihm herzlich gleichgültig. Sollte halb Tamriel entvölkert werden, dann wäre wenigstens mehr Platz für die Tiere vorhanden. Doch solche Gedanken sprach er nicht laut aus und zudem benötigte er auch das erweiterte Heilerwissen, denn immerhin konnte er es irgendwann vielleicht mal dringendst für sich selbst brauchen.

  11. #11

    Chorrol

    Am späten Vormittag waren die Salben fertig. Naasira packte alles in Ihren Korb und begab sich mit Elendil auf den Rundweg durch die Stadt.

    Der erste Patient war ein alter Bekannter. Der Zimmermann von gestern musste nochmal versorgt werden. Die Bretonin lies den Altmer nochmals die Schulter abtasten und zeigte Ihm genau die Stellen unter denen sich nun das Blut gesammelt hatte. Um den Druck zu verringern und die Heilung zu beschleunigen, lies die Heilerin das Blut mit einer dicken Nadel abfliesen. Unnötig zu erwähnen, dass der Patient wieder wie am Spies schrie. Nach dieser Behandlung lies Naasira Ihren Schüler noch den Mann mit der kühlenden Salbe einreiben.

    Danach zogen sie weiter zum Totengräber des Ortes. Der Mann war ebenfalls kaum jünger als die meisten seiner "Kunden" und mittlerweile war Ihm das Alter mächtig in die Knochen gefahren. Hier war eine kräftige Massage mit einer wärmenden Salbe angesagt. Naasira drückte und rieb, bis der Rücken des Mannes ganz rot war. Danach "durfte" Elendil noch ran und schliesslich verliesen sie den Mann mit glühend roten Händen.....die Salbe wirkte bei Patient und Heiler gut.

    Es war bereits später Nachmittag, als die beiden die letzte Patientin aufsuchten. Eine der Bauersfrauen hatte sich wohl den Arm verstaucht. Elendil sollte der Frau einen festen Verband anlegen.
    Beim 3. Versuch entfuhr der Bretonin so langsam ein genervtes Fauchen. "Nein, Nein, Nein!! Ihr sollt die Verbände drumlegen, nicht werfen. Sonst schlagen sie Falten und die arme Frau ist morgen noch zusätzlich Wundgerieben. Ausserdem sollt Ihr sie nicht festzerren, die Hand ist ja schon ohne Salbe ganz rot. " Das schlimme war, sie wusste genau, dass es der Altmer besser konnte. Nur stand ihm seine eigene Ungeduld im Weg.
    So langsam selbst ungeduldig sah Naasira Ihrem Schüler beim 4. Versuch zu......

  12. #12

    Chorrol

    Elendil hatte langsam die Nase voll. Ein Patient so nervig wie der andere. Erst dieser Kreischhansel von gestern wieder, dann die Sache mit der heißen Salbe und nun dieses noch. Himmel, er hatte diesen Verband nicht drübergeworfen, aber er war sich absolut nicht sicher, ob er damit nicht gleich entweder die Bäuerin oder Naasira, am besten aber gleich beide erwürgen würde.

    Doch endlich war die Bretonin zufrieden. Jedenfalls führte sie sich nicht mehr auf, als würde Elendil Verbände nur zu einem Zweck benutzen, nämlich, um sie, Naasira zu ärgern.

    Für heute war der Rundgang jedenfalls endlich beendet. Naasira verabschiedete sich und sie verblieben dabei, dass es am nächsten Morgen weitergehen sollte.

    Während Elendil zurück zur Herberge schritt, überlegte er, ob bei ungeduldigen Heilerinnen wohl ein Stille-Zauber der besonderen Art nutzte. Ein bißchen abgewandelt und schon konnte sie ihn nicht mehr entnervt anschreien. Mit Verbänden zu knebeln wäre natürlich auch eine Möglichkeit.
    Ach was, dachte er dann. Wer solches Gänseschmalz herstellt, darf sich auch mal aufregen. Zwar gab es zwischen den beiden Dingen keinen wirklichen Zusammenhang, aber das war dem Magier und Alchemisten egal. Er war schlichtweg müde für heute.

  13. #13

    Chorrol

    Wild fächerte Naasira mit der freien Hand um endlich die weissen Pulverschwaden zu vertreiben, die Ihr die Sicht nahmen. Eines der verfluchten Säckchen war Ihr aus dem Arm gerutscht und zu Boden gefallen. Natürlich war das Sackleinen alt und brüchig und natürlich musste der Sack aufplatzen und ebenso natürlich stand sie nun in einer weissen Staubwolke und spürte eine heftige Niesattacke kommen. Zwischen zwei besonders heftigen Niesern erkannte sie mit tränenden Augen eine Gestalt im Pulverdunst.
    Sie vermutete Ihren Schüler in dieser Gestalt und hob nur eine Hand, zum Zeichen das sie gleich für Ihn da war. Langsam senkte sich der feine Staub auf Tisch, Stuhl und Boden. Mit einem Seufzen schüttelte die Bretonin die letzten Reste aus Ihren Locken.

    "Wie werden heute....." HATSCHI..."...pulvern. Ähm, Pulver herstellen." Ich vermute mal Ihr habt Euch bisher nur mit Tränken beschäftigt. Diese sind wirklich schön und gut, doch wahnsinnig unpraktisch für unterwegs." Mit einem Seitenblick auf den verdreckten Boden fügte sie noch hinzu "Auch wenn sie Ihre Nachteile haben."

    Die Priesterin wies auf die verschiedenen Wurzeln und Blätter die sie gerichtet hatte. "Nicht alle Zutaten können wir zu Pulver verarbeiten, doch alle Pflanzen und Zutaten die von selbst schon sehr trocken sind, können wir hervorragend dafür verwenden. Wichtig ist das Trocknen an sich und auch die spätere Lagerung." Damit begann sie dem Magier zu erklären worauf er zu achten hatte, sollte er Wurzeln und Blätter oder Blüten trocknen. Sie holte verschiedene Kräutersträußchen vom Dachboden herunter, die sie dort an einem Deckenbalken zum Trocknen aufgehangen hatte. Wurzeln lagen auf den Fensterbrettern. Im Haus hing immer der Geruch von frischen Pflanzen.

  14. #14

    Chorrol

    Elendil war etwas fassungslos gewesen, als er ahnungslos hereinkam und eine von Kopf bis Fuß gepuderte Naasira erblickte. Er hatte zwar schon davon gehört, dass weibliche Wesen zur Verschönerung häufig Puder benutzten, jedoch hatte die Bretonin sowas eigentlich gar nicht nötig und zudem war ihm neu, dass man dafür solche Mengen benötigte. Frauen, wer konnte sie schon verstehen!

    Doch dann erklärte sie ihm, was es mit diesem pudrigen Zeug auf sich hatte. Praktisch? Sicherlich nur, wenn das Zeug in den Beuteln bliebe. Aber dann war es sicherlich viel leichter und angenehmer zu tragen als die ganzen Fläschchen.

    Er lauschte ihr sehr interessiert, während sie ihm erklärte, aus welchen Pflanzen und Wurzeln man Pulver herstellen konnte und die verschiedensten Wurzeln, Pflanzen und Kräuter herbeiholte. Das Haus roch bald nicht mehr nach Pulver, sondern frisch und angenehm. Gedankenverloren starrte er die ganzen Pflanzenteile an. "Wie sieht es mit Belladonna aus?" fragte er plötzlich. Belladonna, in ganz geringen Maßen, konnte Herzanfällen ihre Gefährlichkeit nehmen. Doch nur ein bißchen zuviel davon und der Patient würde im Grab landen. Es kam hier, wie immer in der Alchemie, auf die Dosis an. Doch er wollte es wissen. Er war ein ziemlich alter Elf und wer wusste, wann er selbst irgendwas gegen Herzkrankheiten benötigen würde.

  15. #15
    "Belladonna lasse ich nie einem Patienten zurück. Die Gefahr das er sich unabsichtlich damit tötet ist riesig. Die Früchte getrocknet und dann gepulvert sind sehr wirkungsvoll. Um ein Herzleiden damit zu behandeln müsst Ihr eine sehr kleine Menge dieses Pulvers auf eine sehr grosse Menge eines harmlosen Pulvers geben. Und auch die Verarbeitung ist schon sehr gefärhlich. Die kleinste Menge eingeatmet, dazu noch Pulver auf der Haut und Ihr bekommt bereits heftigste Beschwerden. Zweifelsohne ist es sehr nützlich, doch auch sehr gefährlich.

    Ich bevorzuge da eher Mutterkrautzweige. Bei leichteren Fällen helfen diese auch und das Belladonna ist für mich nur im schlimmsten Fall ein Mittel der Wahl."

    "Es gibt auch noch andere Pflanzen, die in kleinen Mengen nutzen und in Grossen schaden. Die Feuer- oder Frostsalze, Blutgras, Harradawurzeln.........leider sind sie auch nur unter grossen Gefahren zu erlangen. Ein rechtes Ärgerniss" fügte die Heilerin mit einem nachdenklichen Stirnrunzeln hinzu.......

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •