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Thema: [Obl] Rollenspielthread # 3 (Signatur aus)

  1. #81

    Cyrodil, Anga

    Irgendwie hatte Nemada ein mulmiges Gefühl. Hermann war schon viel zu lange weg.
    Und noch immer keine Bewegen in der Ruine, wenn man mal von gelegentlichen Bewegungen im Wasserbecken absah. Nach etwa einer Stunde kamen mehrere Männer aus den inneren Kammern und von der Treppe her war das Geklapper von Eisenstiefeln zu hören.

    Nemada spannte alle Fasern ihres Körpers an. Insgesamt befanden sich jetzt 12 bewaffnete Banditen in ihrer Nähe und wenn sie jetzt entdeckt werden würden hätten sie keine Chance. Oder hatte Herman sie verraten und die Banditen wussten bereits, wo sie steckten?

    Aber die Worte des Anführers der Männer aus der inneren Kammer beruhigten sie:
    'Jungs ihr könnt wieder umdrehen. Wir haben den Mann den Harald geschickt hat schon erwischt. Der lernt nie aus seinen Fehlern. Will möglichst wenige seiner Männer riskieren, selbst wenn er weiß, das einer alleine keine Chance hat. Auf jeden Fall haben wir heute mal alle frei. Einar wir den Gefangenen in aller Ruhe befragen.'
    Diese Worte wurden mit einem fröhlichen Grölen der Männer beantwortet, die sich daraufhin alle nach oben begaben.
    Geändert von Sturmsceda (07.06.2008 um 22:58 Uhr)

  2. #82

    Cyrodiil, Anga

    "Wieso war das so offensichtlich?", murmelte Xerxes. Diese Situation erinnerte ihn an einen Vorfall vor drei Jahren. Hermann hatte sich von den Wachen erwischen lassen und Xerxes waren im wahrsten Sinne des Wortes die Hände gebunden. Einar konnte Hermann allerdings befreien und den Schlüssel von Xerxes' Handschellen erlangen indem er sich an den Wachen vorbeischlich, sich eine ihrer Rüstungen anzog in der sich gkücklicherweise die Schlüssel befanden. Nur war jetzt nicht mehr Einar auf seiner Seite sondern Nemada.
    Außerdem konnte Xerxes seine Hände zwar nutzen, seine Beine aber nicht. Das Problem war, dass Einar keine Elfen einstellte und er außerdem alle seine Schlüssel bei sich trug, die Wachen besaßen keine Schlüssel. Zum Glück hatte Einar aber auch immer einen Ersatzschlüssel in der Nähe, der zwar immer gut versteckt war, aber nicht unmöglich zu erreichen war. Es war Xerxes zwar unangenehm, aber er musste sich jetzt voll und ganz auf die Künste Nemadas verlassen und abwarten was passierte. Doch obwohl es ihm unangenehm war, sagte er ihr: "Hoffentlich macht es dir nichts aus wenn du alleine gehen musst, aber ich würde dir nur eine Last sein. Einar müsste, so wie ich ihn kenne, irgendwo dort wo er Hermann gefangen hält, einen Schlüssel zu Hermanns Zelle haben. Er hat ihn sicherlich gut versteckt, aber wenn du weißt wo er ist, dürfte es kein Problem sein an ihn zu gelangen. Die Zelle müsste schlecht bewacht sein, Einar glaubt ja schließlich, dass Hermann alleine hier ist.
    Hoffentlich wartet Einar noch ein wenig mit der Befragung."

  3. #83

    Cyrodil, Anga

    Ein Schatten bewegte sich den dunklen Gang hinunter. An dem Torbogen aus Licht in den Gang strahlte blieb er stehen. Die bedächtigen Schritte, blieben stehen und an ihrer Stelle sprach eine Stimme, in der Verbitterung und unterdrückter Zorn mitschwangen.
    'Harald verträgt es allso immer noch nicht zu verlieren. Wegen eines wertlosen Amulettes hetzt er dich auf mich. Und mein Tod soll nur eine Zugabe sein? Das glaubst du doch selbst nicht.' Während Einar weiterredete hebt Nemade ihren Unsichtsbarkeitszauber auf zog ihren Dolch aus ihrem Gürtel und näherte sich ihm von hinten. Gerade als sie zustechen wollte drehte Einar sich um packte sie am Handgelenk. 'Dachte ich es mir doch, das noch ein zweiter Mann dabei ist. Und es ist ja so viel einfacher ihn zu fangen, wenn er denkt, das ich nicht von ihm wüsste' Nemada ließ ihre Klinge so fallen, das die Schneide Einar am Handgelenk verletzte. Dieser verzog sein Gesicht und zerrte Nemada in eine Ecke und kettete ihre rechte Hand an die Wand. Sie wehrte sich mit aller Kraft konnte gegen den Nord allerdings nichts ausrichten. Er hatte ihre linke Hand auch schon fasst festgemacht, als er plötzlich nach vorne kippte und auf ihr liegen blieb. Sie nahm den Schlüßelring den der Nord am Gürtel trug an sich und öffnete damit dass Schloß an ihrere rechten Hand. Anschließend ging sie zu Herman und öffnete dessen Fesseln. Sie schickte ihm zu Xerxes und teilte ihm mit, das sie lieber hier bleiben wollte, nur für den Fall, das die Wirkung des Müdigkeitsgiftes frühzeitig nachlassen sollte.

  4. #84

    Cyrodiil, Kaiserstadt

    Das Marktviertel der Kaiserstadt! Hier gab es alles was das Herz begehrte. Kyokaan gab Melian die 100 gewonnen Septime und sagte. „Bau keinen Mist und vergnüg Dich ein bisschen. Ich gehe zuerst in die Hauptzutat hier auf der Straße. Wir treffen uns in zwei Stunden bei der göttlichen Eleganz.“ Melian zischte los noch ehe Kyokaan fertig gesprochen hatte. Sie würde sich wahrscheinlich die ganzen zwei Stunden in der göttlichen Eleganz aufhalten, Cyrodiils bekanntester Modeboutique.

    Regenwolken waren aufgezogen und verkündeten von einem ersten Sommergewitter. Schnell begab sich Kyokaan in das Haus mit dem verheisungsvollen Alchemieschild. Der Besitzer des Ladens stellte sich als Ogier Georick vor. Er war Kaiserlicher, sehr charmant und begierig auf jede Zutat und hatte ein unglaublich vollständiges Arsenal an Pflanzen, Samen und tierischen Überresten.
    „Was ist das?“ fragte Kyokaan. So ein ungewöhnliches Herz hatte er noch nie gesehen.
    Fast flüsternd sprach der Kaiserliche zu ihm „Das ist das Herz eines Daedawesens, soweit ich weiß von einem Dremora. Äußerst wertvoll und brauchbar für, sagen wir, Problemlösungstränke.“ So düster hätte Kyokaan den Händler gar nicht eingeschätzt.
    „Sagt was habt ihr noch für Zutanen von den Daedras?“ fragte Kyokaan
    Der Händler lächelte und wusste er könnte nahezu jeden Preis verlangen, solange er nicht zu exorbitant war.
    „Ich habe Blutgras, Clanfear-Klauen, dieses Daedraherz, Seide von Daedraspinnen, Daedrothzähne, Feuersalze und Frostsalze, Skamphäute, Spiddal-Stock und Harrada. Wieviel soll ich Euch einpacken? Die Preise sind nicht verhandelbar!“ sprach der Händler wohlwissend, dass Kyokaan nicht nein sagen konnte.
    „Alles!“ sagte Kyokaan begeistert.
    „Nun denn, das sind 6 mal Blutgras 18 Septime, 2 Clanfear-Klauen 150 Septime, ein Daedraherz 50 Septime, 2 mal Spinnenseide 150 Septime, 3 Daedrothzäne 150 Septime, 3 Feuersalze 60 Septime, 2 Frostsalze 120 Septime, 6 Skamphäute 78 Septime, 5 Spiddal-Stock 25 Septime und 6 Harrdra 30 Septime macht zusammen 831 Septime.“ Kyokaan schluckte ein wenig. Soviel Kohle konnte man mit Zutaten machen. Er kramte in seinem Geldbeute und übergab dem Händler das Geld.

    Es regnete in Strömen, als Kyokaan die Hauptzutat verließ. Mit gemischten Gefühlen spurtet er durch den Regen in das nächstliegende Geschäft. Das Geschäft was er betreten hatte wirkte irgendwie ausverkauft.
    „Besonders viel verkauft ihr ja nicht.“ Bemerkte Kyokaan zum Händler.
    „Verdammter Dieb.“ jammerte der Händler „Ich hoffe, sie knüpfen ihn auf, wenn sie ihn kriegen. Aber Diebe entwischen ihnen immer wieder.“ „Wer der Graufuchs?“ fragte Kyokaan.
    „Die Wachen sagen, es war nicht der Graufuchs, eher ein Amateur. Sie wollen ihn erwischen, wenn er die Schmucksteine verkaufen will. Besonders viel Hoffnung hab ich eigentlich nicht. Wollt ihr etwas kaufen?“
    In einer Vitrine lagen mit Edelsteinen bestückte Gold- und Silberketten, Schmucksteine und ein paar seltene Ringe.
    „Warum hat der Dieb das nicht mitgenommen?“ fragte Kyokaan ein bisschen gelangweilt.
    „Weil er das Schloß nicht aufbekommen hat!“ raunzte ihn der Händler an „Der Graufuchs hätte es geknackt und den Inhalt mitgenommen. So war das Hauptargument des Wachoffiziers.“ bemerkte der Händler wütend.
    „Ich habe momentan kein Interesse an Schmuck“ sprach Kyokaan und verließ das Geschäft. Die zwei stunden waren bereits um, aber Kyokaan war sich sicher, dass Melian im Marktviertel nicht langweilen werden würde und er sie noch eine Weile warten lassen könnte.

    Es hatte augehört zu Regnen und die Sonne erfischte die nassen Straßen. Ein angenehmer Gruch lag in der Luft, beinahe wie frische Bergluft. Er schlenderte durch die Gassen und an den verschiedensten Geschäften vorbei.
    „Viator Accius hat eine gute Auswahl von Schilden in seinem Geschäft Steinmauer-Schilde“
    „Ja da habe ich mir auch schon eines gekauft hervorragende Qualität.“
    „Wenn Du eine gute Rüstung brauchst, musst Du zu Varnado und Maro Rufus gehen in das Geschäft Beste-Verteidigung“
    „Varnado und Maro? Die verstehen sich nicht, aber ihr Rüstungsschmied Gin-Wulm versteht viel von der Schmiedekunst.“

    Die Beste-Verteidigung, laß Kyokaan auf einem Schild. Dieses Trug als Wappen einen schweren Harnisch. Die Türe war wie jede andere in den Marktgassen und da die Geschäfte keine Schauläden hatten, konnte man sie nur durch ihre Schilder unterscheiden. Kyokaan betrat das Geschäft. In diesem Laden herrschte eine seltsame Aufteilung. In der einen Ecke waren viele Leichte Rüstungsteile, in der anderen viele Schwere. Eine Mauer aus Rüstungen und Möbeln schien das Geschäft in zwei Zonen zu teilen. Der Laden hatte an seiner Hinterwand riesige Fenster und wirkte durch die Belichtung einladend und freundlich, allerdings waren die Waren zum Teil mitten im Raum gestapelt, so dass es wider erdrückend wirkte.
    „Guten Tag werter Herr.“ wurde Kyokaan von einem Mann in leichter Rüstung begrüßt.
    „Pahh.“ drang es aus der anderen Ecke „ihr sucht leichte Rüstung? Warum einen Kuschelanzug tragen, wenn Ihr eine echte Rüstung haben könnt?“ fragte eine Gestalt in schwerer Rüstung mit dunkler Haut, schwaren Haaren und braunen Augen.
    „Nicht jeder versteckt sich hinter einer Haut aus Stahl. Leichte Rüstungen sorgen für Beweglichkeit im Kampf, werter Herr.“ sprach der andere mit einem lächeln zu Kyokaan.
    „Idiot.“ brummelte es aus der anderen Ecke.
    „Ihr tragt eine sehr schöne Rüstung, werter Herr. Sagt was ist das für ein Wappenschild? So etwas habe ich noch nie gesehen.“
    „Das ist das Wappenschild der fahrenden Ritter aus Leyawiin. Ich bin der Ordensmeister und suche eine ausgefallene gut leichte Rüstung.“ sprach Kyokaan, seine Standpauke gut beherrschend.
    „Ohh, Elfenharnisch, Mithrilhandschuhe, Mithrilhosen, Mithrilschuhe und Helm, leider habe ich meine magischen Rüstungen schon verkauft. Die nächste Lieferung erhaltet ich erst nächsten Monat. Wenn ihr wollt werde ich ein besonders schönes Stück für Euch zurücklegen?“
    „Nun gut, dann komme ich in einem Monat wieder.“
    Enttäuscht verließ Kyokaan das Geschäft.

    Die Sonne verkündete bereits den ausklang des Tages, als Kyokaan wieder die Straße betrat. Er machte sich nun auf Melian zu suchen. Diese fand er in dem Geschäft Göttliche-Eleganz, in der sie aufreizende Kleidung anprobierte. Als Agonier sehnte sich Kyokaan lieber nach seines gleichen, als das was er war, sah er Melian als Werkzeug für spezielle Angelegenheiten. Er kaufte ihr ein paar Kleidungsstücke, die aufreizend waren, aber nicht zuviel zeigten. Schließlich sollten sie eine gewisse Spannung schaffen und im passenden Augenblick für Ablenkung sorgen können.

    Melian war über den kauf zufrieden und Kyokaan musste sie nicht zum Mitkommen auffordern. Sie schlenderten weiter durch die Stadt, diesmal auf der Suche nach einer angemessenen Unterkunft. Kyokaan stach dabei ein immer wiederkehrender Steckbrief auf:

    Zitat Zitat
    „Graufuchs
    Gesucht wegen Diebstahls, Unterschlagung, Fälschung, Taschendiebstahls, Falschmünzerei, Einbruchs, Verabredung zum Diebstahl, Raubes, Steuerhinterziehung, Verleumdung, Betrugs, Verrats und übergroßer Frechheit.

    Beschreibung: Trägt einen grauen Umhang, der seine Erscheinung verbirgt. Wahrscheinlich männlich und aus Colavia. Größe zwischen 1,50 und 1,80 m. Gewicht: normal. Haar- und Augenfarbe: unbekannt.

    Alle Bürger mit Informationen sollten sich an Wachhauptmann Hieronymus Lex wenden.“
    Sie schlenderten weiter durch die Stadt, bis Melian von sich gab:
    „Ich bin Müde, können wir nicht irgendwo einkehren.“ Die Beiden befanden sich wieder im Tempelbezirk und in einer Seitengasse war eine Herberge, die die Allerheiligen-Herberge genannt wurde.
    „Gut, kehren wir hier ein.“ sprach Kyokaan auf das Herbergeschild zeigend zu Melian.
    Die Herberge war nicht sonderlich stark besucht und Kyokaan bekamen hier ein großes Doppelzimmer für 15 Septime. Die Kammer war ziehmlich groß und gemütlich eingerichtet. Melian legte sich gleich zu Bett. Kyokaan begab sich an den Tisch und bereitet ein Abendessen vor. Melians Mahlzeit versetzte er mit einem Schlafmittel. Es war zwar nicht unbedingt nötig, aber Kyokaan wollte unangenehme Fragen vermeiden, für das was er in dieser Nacht vorhatte. Melian aß die Leckereien und schlief dabei schon ein. Sanft legte Kyokaan sie ins Bett…
    Geändert von Kyokaan (25.06.2008 um 09:45 Uhr)

  5. #85

    Cyrodiil, Bruma

    Selbst die großen Straßen wurden von den Wassern der Frühjahrsschneeschmelze heimgesucht. Thorr ritt abseits der Straße querfeldein. So kam er zwar nicht so schnell wie auf einer trockenen Straße vorran, aber schneller als auf der zum Bach umfunktionierten Straße.

    Brumas Kathedral, das höchste Bauwerk der Stadt, ragte hinter den Berghängen hervor. Langsam ritt Thorr der immer noch leicht verschneiten Stadt entgegen. Obwohl der Sommer schon längst in ganz Cyrodiil verkündet war, erreichte er Bruma nie wirklich. Allein die Nord konnten die Jahreszeiten in Bruma einschätzen. Für alle anderen war es in Bruma immer Winter. Für Nords verkündeten die Ausfallenden Schneefälle und Temperarturen im unteren Bergland der Region über 0° C vom Sommer. Manchmal schaffte es ein heißer Sommertag die Temperaturen in Bruma auf 5° C klettern zu lassen. Manchmal!

    In Bruma hatte sich seit Thorrs letztem Aufbruch kaum was verändert. Die Stadtwachen gingen ihrem gewöhnlichen trott nach und die Fremden die kamen, gingen auch wieder. Es tat gut zu wissen, dass man ein beständiges zu Hause hatte. Thorr ging in seine Hütte und lud erstmal seine Schätze von der Reise auf den Tischen ab. Eine grobe Bilanz sagte ihm, dass er mehr Geld verbraucht hatte, als er verdient hatte - schlecht für die Gräfin!

    Er betrachtet sein Beutegut. Da waren ein kostbarer Ebenholz-Dolch, den er behalten würde, ein Vulkanglas-Claymore und ein Vulkanglas-Langschwert, die gut ihre 1400 Septime einbringen würden, zwei Zauberstäbe, einer für Blitze, der andere für Feuer, sein alter Dienstclaymore, von dem er sich nie trennen würde, ein Zwergenkurzschwert und jede Menge Silberwaffen. Dann hatte er noch die Rüstungen der Banditen aus Anvil, einen Orkschild und dieversen Krempel aus Kisten. Thorr pakte ein, was er verkaufen wollte und begab sich zu den entsprechenden Händlern.

    Es war kurz vor Mittag, als er sein Haus verließ. Das war die Beste Zeit für Geschäfte. Die Händler hatten schon einen guten Umsatz gemacht und waren Hungrig. Zu dieser Zeit waren sie bereit einen besseren Preis zu zahlen und weniger energisch und zeitfressend zu verhandeln.

    Die Händler waren nachgiebieger als sonst gewesen. Lag es an den tollen Sachen die Thorr ihnen verkauft hatte? Oder lag es an seinen gewonnen Erfahrungen im handeln? Woran es lag interessierte Thorr nicht wirklich, das Ergebnis war beeindruckend. Er hatte 3208 Septime für seine Wertgegenstände bekommen und nicht mal alles verkauft, was er mitgebracht hatte.

    Zufrieden begab sich Thorr zu Olafs Streu und Bräu, seiner Stammkneipe. „oh man hab ich Dich vermisst Thorr“ begrüßte ihn der Wirt. „Ja ich war im Auftrag der Gräfin unterwegs und musste einiges erledigen.“ „HoHo streng geheimer Kram wohl, hier trink was, das geht aufs Haus.“ Olafs Bier war mit abstand das Beste in ganz Cyrodiil. „Was hast Du heut zu essen?“ fragte Thorr den Wirt. „oh unser Wanderer hat einen kleinen Hunger mitgebracht. Da hab ich genau das richtige für Dich Wildrague mit Preiselbeermarmelade. Laß es Dir schmecken.“
    Zur Mittagszeit war es in Olafs Kneipe ruhig. Die Kernzeit der Gäste war abends bis nachts. Thorr wusste gar nicht, dass Olaf eine so gute Küche hatte. Die Nords zogen es vor Mittags eigentlich wo anders zu essen.
    „Mmhhh, lecker!“ lobte Thorr Olafs Kochkünste. „Ja“ sagte der Wirt strahlend „die neue wirtschaftliche Lage hat es ermöglicht einen echten Koch einzustellen. Es ist unglaublich wer sich wegen des alten Krempels im Schloß alles auf den Weg nach Bruma macht.“ „Das lockt doch sicher auch Diebe an?“ fragte Thorr. „Oh die Sicherheitsanlagen wurden im Schloß modernisiert. Unknackbare Schlösser soll die Gräfin angeschafft haben!“ sprach Olaf begeistert und fast flüsternd. „Unknackbar?“ Thorr musste lächeln „unsere Gräfin will die Dinge auch berühren, somit hat sie einen Schlüssel und damit gibt es auch eine Schwachstelle.“ „Du willst doch die Artefakte nicht stehlen?“ Olaf wurde kreidbleich bei dem Gedanken, irgendjemand würde die Gräfin berauben. „Nein!“ antwortet Thorr kurz und zackig. Der erleichterte Gesichtausdruck von Olaf war einen Brüller wert. „Man hast Du mich erschreckt.“ Sprach er zu Thorr. „Darauf trinken wir einen kurzen.“ „Auf die Gräfin und ihre Artefakte“ …

  6. #86

    Cyrodiil, Bruma

    Thorr erwachte mit einem leichten Kater in seinem Bett. Er war länger in Olafs Kneipe geblieben, als er wollte. Ursprünglich wollte er nur was Essen und dann zur Gräfin gehen. Als Ritter von Bruma brauchte er nicht mal eine Formale Einladung, um bei ihr vorzusprechen. Doch dann kam alles anders. Erst gab es ein Willkommenstrunk und dann den nicht gesoffenen Winterschnaps, der auf das Wohl der Gräfin und ihre Artefakte getrunken wurde. Und dann … kam Skortja. Sie hatte Thorr auch vermisst und nach einem geselligen Abend mit zu ihm nach Hause abgeschleppt. Ja sie hatte Thorr in sein eigenes Haus abgeschleppt. Er fragte sich wo sie eigentlich wohnte und wie? Sein Haus war groß, fast zu groß für einen allein…

    Thorr genoß die Morgenstunden mit ihr und setzte sie nicht wie die letzten Male im Morgengrauen vor die Tür. Die Frau konnte sogar kochen! Zur späteren Vormittagsstunde trennten sich die Zwei. Sie faselte so was wie bis heute Abend zum Abschied. Thorr stapfte durch den Schnee, der heute einen leichten Hang zum „ich möchte schmelzen“ hatte. Die Sonne schien Sommerhaft heiß über Bruma und alle schienen bester Laune zu sein. War das ein guter Tag?

    Die Gräfin war hocherfreut Thorr zu sehen. Sie hatte heute keine nennenswerten Amtstätigkeiten und sah in Thorr einen willkommenen Zeitvertreib.
    „Ich bin ja so froh Euch zu sehen“ begrüßte sie ihn. „Sagt wie geht es mit Euerer Mission in der Kämpfergilde vorran?“
    „Die Kosten haben sich verdreifacht“ begann Thorr besorgt zu jammern
    „Ich komme für alles auf, wenn Erfolge zu verzeichnen sind.“
    „Ich bin zum Gesellen der Kämpfergilde befördert worden. Eigentlich sollte man stolz darauf sein, leider heißt das aber, dass man die Drecksarbeit der Gilde macht, für die die Meister sich zu fein sind und die Anfänger zu blöd.“
    „Armer Thorr“ bemitleidet die Gräfin mit ihren Rehbraunen Augen ihren Ritter. „Ich werde mit der Magiergilde reden. Für Eure weiteren Anstrengungen sollt ihr nicht nur mit Gold, sondern auch mit Ausergewöhnlichen Gegenständen belohnt werden. Sagt meinem Kämmerer, was ich Euch schuldig bin.“ Thorr war über soviel Großzügigkeit begeistert. Er könnte dem Kämmerer jede belibige Summe nennen, offenbar vertraute die Gräfin auf Thorrs Erlichkeit. War er erlich? Hatte er Ehre?
    „Die Magiergilde verlangt in letzter Zeit unverschämt viel für ihre Tränke.“ sprach Thorr zum Beamten „Wieviel?“ fragte er schroff.
    Thorr holte seine Bilanznotizen hervor. Er hatte seit Beginn dieser Mission nicht wirklich was verdient. Nassiras Haustür und die Tränke der Magier hatten alles verbraucht. Trotzdem wollte er den Bogen nicht überspannen. „5.000 Septime“ Der Kämmerer übergab die Summe anstandslos und notierte es in sein Ausgabenbuch.
    „Na denn, mach ich mich mal auf den Weg.“ verabschiedete sich Thorr.
    „Och ihr solltet noch ein bisschen bleiben, meine Akavirisammlung bestaunen und von Euren Abenteuern berichten. Ich speise so ungern allein.“ hielt ihn die Gräfin auf.

    Ein Dinner zu zweit? – schoß es Thorr durch den Kopf.
    Ihm war aufgefallen, dass die Gräfin mit keinem Wort den gestrigen Abend erwähnt hatte. Ihr war es bestimmt nicht verborgen geblieben, was am Vortag in Olafs Streu und Bräu passiert war. Hatte sie es aufgegeben ihrem Ritter manieren beizubringen? Oder war das eine neue Taktik?

    „Wohin führen Euch Eure weiteren Aufgaben in der Kämpfergilde?“ fragt die Gräfin neugierig.
    „Nach Leyawiin, ans andere Ende der Privinz!“ antwortet Thorr lustlos. „Nach einer Studie, die ich erst neulich gelesen habe, sind es 171 250 Schritt, eine 3-4 Tage-Reise.“
    „Werdet Ihr über die Kaiserstadt reisen?“ fragte die Gräfin.
    Thorr kramte seine Karte hervor und bereitet sie vor der Gräfin aus.
    „Nein über die Kaiserstadt kostet mich zuviel Zeit. Ich werde in der Roxy-Herberge an der roten Ringstraße zuerst Übernachten. Dann geht es einen Flotten Ritt bis zur Grünen Straße südlich der Kaiserstadt nach Bravil. Sollte der Weg zuweit sein werde ich in der Herberge Faregyl, hier auf der Karte, übernachten. In Bravil wird dann noch mal Rast gemacht, da es zwischen Bravil und Leyawiin keine Übernachtungsmöglichkeit gibt und mein Pferd ein wenig Ruhe braucht. In Leyawiin erwarten mich dann weitere Probleme der Kämpfergilde. Meinen Informationen nach soll dort auch der Hauptsitz der Dunkelforstrotte sein. Inwieweit die Konkurrenz Probleme macht wird sich zeigen.“
    „Ich erwarte Eure Heile Rückkehr! Leider habe ich keine guten Kontakte zum Grafen von Leyawiin, so dass ihr auf Euch allein gestellt seid.“ sprach die Gräfin aufrichtig und besorgt zugleich. „Ihr werdet mich jetzt entschuldigen müssen, aber wichtige Amtsangelegenheiten bedürfen meiner Aufmerksamkeit. Viel Glück bei Eurem Unterfangen Ritter.“
    „My Lady!“ verabschiedete sich Thorr.

    Der Besuch bei der Gräfin hatte gut getan. Im Gegensatz zur Kämpfergilde fühlte sich Thorr bei seinem nächsten Auftrag nun wertgeschätzt und wichtiger. Für die Reise würde er sich besser vorbereiten. Irgendwie war er in letzter Zeit leichtsinniger geworden. Doch ein kleiner Aufenthalt in Olafs Streu und Bräu hatte noch keinem Nord geschadet….
    Geändert von Thorr (07.07.2008 um 07:59 Uhr)

  7. #87

    Söldnerlager

    Nachdem Arai den Angreifern ihr Gold abgenommen hatte, horchte er und vernahm schnelle Schritte die auf ihn zu kamen.
    Er schnappte seine Sachen und lief sofort los um die Verfolger abzuschütteln.
    Doch irgendwann gaben seine Beine nach und er brach zusammen. Irgendwann erwachte er an einen Stuhl gefesselt in einer dunklen Hütte.
    Arai zog an den Fesseln, doch plötzlich rammte ihm jemand den Griff einer Schaufel in die Magengrube.

    Arai zuckte unter den Schmerzen zusammen un hob seinen Blick. Doch wen er vor sich sah, brachte ihn zum Grinsen, es war Ma gro-Tor. "Was hast du mit meinen Leuten gemacht?", fragte er Arai, doch dieser ignorrierte ihn und versuchte seine Fesseln zu lösen. Plötzlich vernahm er das Sausen welches entstand, wenn man mit einem Schwert zuschlägt. Arai trat aus und stürtzte samt Stuhl um und die Klinge fuhr ins Leere. Arai hat großes Glück, den beim Sturz landete er genau mit den Fesseln auf einem scharfen Stück Metal. Er versuchte nochmals die Fesseln zu durchtrennen und es gelang. Er riss sich los, doch es war zu Spät, der Claymore des Orks hatte ihn bereits erwischt. Die Wucht des Aufschlags riss Arai von den Füßen und schleuderte ihn gegen die Wand. Auf seinem Arm tat sich ein klaffende Wunde auf.
    "Verdammt!!! Warum ist der Kerl so stark?", fragte sich Arai, als ihn der Ork packte und auf den Boden schmetterte. Knapp neben seinem Kopf entdeckte Arai einen kleinen Dolch. Als der Ork zu einem weiteren Angriff ansetzte, schnappte Arai sich den Dolch rollte zur Seiten und warf den Dolch in Ma gro-Tor's Richtung. Ein Schrei ertönte. Arai traf den Ork genau im Gesicht. Doch der Ork holte zu einem letzten Schlag aus bevor er starb und verwundete Arai sehr schwer.

    Arai schleppte sich aus der Hütte, doch er wünschte sich er wären darin geblieben. Er befand sich mitten in Ma gro-Tor's Söldnerlager. Der Hauptmann stürmte mit gezogener Klinge auf ihn zu und rammte sie in Arai's Brust...
    Der Boden färbte sich rot mit Arai's Blut, sein Körper sank zu Boden und mit letzter Kraft murmelte er: "I..Ich...ko..mm..e .. wi." Bevor er den Satz beenden konnte hatte ihm der Söldner mit einem Dolch die Kehle durchtrennt.

    Die Söldner schnappten sich seinen Körper und verscharrten ihn in einer Höhle, ganz in der Nähe.
    Geändert von Dagon (15.10.2008 um 17:29 Uhr)

  8. #88

    Geheime Universität

    Kamahl war gerade auf den Inhalt des Buches, das er gerade las, die Pflanzenwelt Cyrodils, konzentriert, als hinter ihm ein Ruf ertönte. Raminus Polus wollte ihn sprechen. Was es wohl diesmal sein würde. Ein Alchemist, der zu faul war, um seine Pflanzen aus dem Kräutergarten der Geheimen Universität selbst zu holen, oder der alte Magier, der ständig wissen wollte, ob das Buch, das er sich in der Erstausgabe bestellt hatte, nun endlich angekommen war?
    Seitdem sich Kamahl geweigert hatte seine Rüstung gegen eine Lehrlingsrobe zu tauschen teile Raminus Polus all diese Idiotenaufgaben Kamahl zu. Anscheinend hatte er es sich mit ihm verscherzt. Aber egal, er war nicht die erste ranghohe Person in einer Organisation, die er sich zum Feind gemacht hatte. Einen Ratsherren hatte er mitgeteilt, das er seine hässliche Tochter nicht heiraten würde, was dieser ihm Anscheinend übel genommen hatte. Und auch der Ratsherr, dessen Sohn er während einer Patrolie zur Schnecke gemacht hatte konnte ihn nicht mehr so wirklich ausstehen.

    Na endlich, sein erster richtiger Auftrag. Er sollte eine hochrangige Magierin zu einer Ayleidenruine begleiten. Er sollte sie morgen in aller frühe an der Wawnet Herberge treffen. Aber irgendwie hatte er bei der Sache ein blödes Gefühl. Raminus Polus wirkte zu fröhlich, als er ihm den Auftrag gegeben hatte. Und am nächsten Morgen sollte er auch erfahren wieso.

  9. #89

    Cheydinhal, Neuland-Schenke

    Sie war ein Abenteuer mehr nicht. Gendrek traf sie in der Neuland-Schenke in Cheydinhal, jung, hübsch, grazil, und ein Abenteuer. Sie war eine Dunmerin und kam direkt von Vvardenfell, >> Aileen, ich darf euch doch Aileen nennen? << fragte Gendrek mit einem freundlichen Lächeln. Sie war gut gebaut, eine Traumfigur, >> Nur wenn ich euch auch Gendrek nennen darf << erwiderte Aileen und betonte ihre Aussage mit einem leichten kichern.
    >> Sicher dürft ihr das, nun um zu meiner Frage zurück zu kommen, was hat euch dazu bewegt nach Cyrodill zu kommen? << Eine wunderbare geschwungene Nase, und ein verführerisches Lächeln thronte auf ihrem zartem Gesicht.
    >> Ihr scheint sehr wissbegierig zu sein Gendrek << >> Wie kommt ihr darauf? << >> Wir sitzen hier schon seit 25 Minuten, und ihr scheint nur wissen zu wollen wer ich bin, und was ich mache<< setzte Aileen nach.
    Eine zarte angedunkelt graue Haut, >> Verzeiht, es gehört zu meiner Natur wissen zu wollen mit wem ich die Ehre habe << >> Die Ehre? Oh ihr schmeichelt mir, dabei bin ich doch nur eine einfache Magierin die gerade erst ihre Ausbildung angefangen hat <<.
    Hüftlanges silbriges Haar, glitt ihren Rücken herunter und umrahmte ihr Gesicht, >> Ich nehme an ihr seid dann hier in Cyrodill weil euch die Geheime Universität interessiert, richtig? << fragte Gendrek, obwohl er die Antwort schon wusste. >> Ja das entspricht den Tatsachen, ich will hier die Magie studieren und dafür eignet sich die Geheime Universität am besten <<.
    Ihre Augen waren bezaubernd, wie zwei Rubine, Gendrek setzte zur nächsten Frage an. >> Wann wollt ihr aufbrechen? << >> Wollt ihr mich etwa loswerden? << >> Was? Nein, ich meinte doch nur… <<, Aileen konnte ein kichern nicht unterdrücken >> Beruhigt euch, ich wollte euch nur necken <<.
    >> Es tut mir leid, ich wollte nicht unhöflich erscheinen << >> Gott du versaust es dir, bleib ruhig << >> Macht euch keine Sorgen Gendrek, ihr wart nicht unhöflich es gehört doch zu eurer Natur << .
    >> Eine letzte Frage, wieso habt ihr euch zu mir an den Tisch gesetzt? Ich meine, ich sehe schon von weitem nicht besonders freundlich aus <<, >> Warum glaubt ihr das? Wegen eurer Narbe? << >> Die Narbe trägt ihren Teil dazu bei, ich bekomme oft zu hören das es Leuten unangenehm ist mit mir zu reden. Sie nehmen dabei kein Blatt vor den Mund, aber wieso sollten sie auch? Immerhin könnten sie es mir übel nehmen wenn ich ihnen sage das sie ihren fetten Wanst niemals in eine Rüstung zwängen können << >> Es ist gut direkt zu sein, so wissen die Leute wenigstens wie sie sich bessern können <<.
    Gendrek horchte auf, dieses Gespräch nahm andere Züge an wie sonstige. >> Flirtet ihr? << >> Ein wenig, ist es euch unangenehm? << >> Nein das ist es nicht, es bezieht sich mehr auf meine anfängliche Frage von der ich abgewichen bin <<, >> Ihr meint wieso ich gerade mit euch flirte, wo es doch Leute gibt die freundlicher aussehen als ihr? << >> Ja das meinte ich << >> Ihr seht freundlich aus, ihr seht es nur nicht <<.
    >> Ihr meint das ernst oder? Wenn ja wie wollt ihr erkannt haben das ich freundlich bin? << Gendrek war erstaunt darüber das jemand so bezauberndes, ihm ernsthaft sagen wollte das er nett sei. >> Ich weiß nicht, ich sehe so etwas einfach <<, >> Und was wäre wenn ich ein unfreundlicher Arsch wäre? << >> Nun dann hätte ich mich geirrt, aber sowas kann doch passieren nicht wahr? <<
    >> Ihr setzt euch an meinen Tisch, flirtet mit mir, sagt ich sei freundlich, ich dachte schon ihr glaubt an Liebe auf den ersten Blick <<, >> Nein sowas ist nichts für mich, ich verlasse mich lieber auf den zweiten Blick << .Aileen wirkte beim aussprechen dieser Worte noch ernster und nachdenklicher, doch auf ihrer Haut bildete sich kein Fältchen sie blieb perfekt.
    >> Was meint ihr damit Aileen? << >> Nun ich denke man sollte sich nicht von den ersten 5 Minuten beeinflussen lassen << >> Von wie vielen sollte man sich denn beeinflussen lassen? << >> Man sollte erst nach 50 Minuten seine Entscheidung treffen <<.
    >> Es sind bereits 55 Minuten vergangen << >> Und wie habt ihr euch entschieden? << >> Ihr seid schwierig Gendrek, aber nicht in dem Sinne das es schwer ist euch auszuhalten. Nein ihr macht eine Entscheidung schwer, es ist als ob ich euch nicht richtig kennengelernt habe <<.
    >> Wie würde denn euer momentaner Eindruck ausfallen? << >> Ihr seid nett <<
    >> Sollte ich dann die Fassade die ihr erkannt habt fallen lassen? << >> Solange sich hinter dieser Fassade kein Oger befindet <<.
    >> Nun, manche würde mein Verhalten als paradox bezeichnen. Zu einem versuche ich freundlich und politisch korrekt zu bleiben, doch zum anderen bin ich ein leicht reizbarer aggressiver Dunmer << >> Und? Soll das schlimm sein? Jeder hat seine Fehler <<.
    >> Es wäre falsch nach euren Fehlern zu fragen, richtig? << >> Nein, aber ich werde euch trotzdem Antwort schuldig bleiben <<.

    Mehr als ein Abenteuer.

    Es war bereits Nacht und ihre Lippen trafen sich, die Welt um sie herum verschwand, wurde verbannt, sie erschufen sich ein eigenes Universum. >> Bist du dir sicher Aileen? << >> Was rede ich da? Die ganze Zeit über war sie für mich ein Abenteuer, und jetzt will ich ihr alles ausreden? << >> Wenn ich mich in dir nicht getäuscht habe bin ich mir sicher <<.
    Während sie ihre Lippen wieder mit Gendreks vereinte, glitten seine Hände über ihren Körper. Er hielt sie fest, und führte sie langsam zum Bett hinüber. >> So schnell? Wir sollten die Zeit genießen <<, >> Wie würdest du die Zeit lieber verbringen? <<
    Aileen zog sich langsam ihre Robe über den Kopf, die Robe war fein bestickt und bestimmt ein Vermögen wert. Sie stand in Unterwäsche vor ihm drückte sich an seinen Brustkorb, und fing an leise zu flüstern >> Zier dich nicht <<.
    Er schlang seine Arme um sie, griff nach ihrem BH und öffnete ihn geschickt. Der BH fiel lautlos zu Boden, nun wanderten Gendreks Hände weiter nach unten Aileens Atem wurde schneller. Das letzte Stück Stoff welches Aileens Haut bedeckte fiel zu Boden, sie hatte eine zarte, makellose Haut. Er umrundete sie, seine Finger erkundeten ihren Körper. Seine Hände blieben auf ihrem Bauch liegen, und trennten sich. Eine Hand glitt langsam nach oben, bewegte sich zwischen ihren Brüsten. Seine linke Hand umkreiste ihre linke Brust, seine Hand bewegte sich langsam auf ihre Brustwarze. Die andere Hand rutschte weiter nach unten, sie erkundete ihren Bauchnabel, ihre Hüften und Beine. Langsam glitt seine Hand nun zwischen ihre Schenkel, sie stöhnte leise auf und reckte den Kopf nach oben. Seine linke Hand setzte ihr Werk fort, sie ergriff die Brustwarze, Gendrek fing an Aileens Hals zu küssen. Er drehte die Brustwarze zwischen seinem Daumen und Zeigefinger, während seine rechte Hand weiter zwischen ihren Schenkel ruhte und Aileen in Erregung versetzte. Gendrek nahm den Geruch von Telvanni-Käferschmoschus wahr, sie war unwiderstehlich.
    Gendrek führte Aileen langsam zu dem Bett, er drückte sie sanft auf ihren Rücken. Er zog sich aus und legte sich neben Aileen, er nahm den Geruch vom Moschus immer intensiver wahr. Seine Lippen bewegten sich auf Aileens rechte Brustwarze zu und umschlangen sie. Gendrek legte sich auf Aileen, und sein Mund traf abermals auf Aileens Lippen. Sie umschlangen sich gegenseitig, und küssten sich voller Leidenschaft. >> Du willst es wirklich? << >> Verdammt was rede ich da? Sie ist so perfekt << >> Ja ich will es, wieso willst du mir diesen Moment ausreden? << >> Weil ich glaube das es nicht richtig ist <<, >> Wieso sollte eine Liebensacht mit der Person die man mehr als nur gern hat aufhalten? <<
    Mit diesen Worten spreizte Aileen ihre Schenkel >> Worauf wartest du noch? <<

    Weit mehr als ein Abenteuer...
    Geändert von eissceda (02.08.2008 um 14:07 Uhr)

  10. #90

    Cyrodill, Bruma

    Es war Nacht, tiefste Nacht. Der Mond wurde von dicken Wolken verborgen die kein Licht durschienen ließen. Und obwohl Gendreks Atem zu kleinen Wölkchen gefror, schwitzte er.
    Nachdem er Aileen verabschiedete, erhielt er von der Dunklen Bruderschaft den Auftrag einen Nord in Bruma zu töten. Und Gendrek hasste Bruma, im Norden Cyrodills war es ihm viel zu kalt.
    Nun schlich er seinem Mordopfer hinterher, es war ein hochgewachsener paranoider Nord der sich ohne seinen gewaltigen Zweihänder nicht aus dem Haus traute.
    Gendrek verringerte den Abstand zwischen sich und dem Nord, sein Herz schlug immer schneller. Nur noch ein paar Schritte trennten seinen Dolch von der Kehle des Nords.
    Er richtete sich auf, legte die Hand auf den Griff seine Dolches und lies ihn lautlos aus der Scheide gleiten.
    Adrenalin pulsierte durch Gendreks Venen und schärfte seine Sinne aufs äußerste. Er richtete die Klinge seines Dolches gen Boden, und hob ihn in die Höhe des Halses des Nords.
    Der Tod kam schnell und still. Gendrek drückte seine Handfläche auf den Mund des Nords, zog ihn zu sich heran, stieß die Dolchklinge seitlich in den Hals zwischen einen Nackenwirbel und zog die Klinge wieder hinaus. Dampfendes Blut pulsierte aus der Wunde, lief über Gendreks Hand und färbte den Schnee Brumas rot. Die Luft war geschwängert vom Geruch des Eisens im Blut, und die Sicht war leicht vernebelt durch die Blutschwaden die durch die Luft waberten.
    Für ihn war es ein Hochgenuss der ihn taub für seine Umwelt machte, und das war sein Verderben.
    >> Waaaaaacheeeen, hier ist ein Mörder! <<, [I] >> Nein! Wieso treibt sich jetzt noch jemand auf den Straßen rum? <<
    Gendrek wirbelte herum und erspähte einen jungen Nord der will mit den Armen rumfuchtelte, um den Wachen zu zeigen wo er sich befand. >> Elender Bastard <<
    Gendrek hatte keine Zeit wie angewurzelt stehen zu bleiben, nun musste er flüchten. Zwei Wachen stürmten bereits mit gezogenen Waffen auf ihn zu. Er machte auf dem Absatz kehrt, steckte den Dolch in die Scheide und sprintete los.
    Glücklicherweise war er schneller als die Wachen, die sich in ihren schweren Rüstungen nur langsam bewegen konnten. Doch sein Unglück sollte anhalten, vor ihm tauchten gleich 4 Wachen auf. Nun gab es nur noch einen Ausweg für Gendrek, den Sprung von der höchsten Eben Brumas auf ein Dach.
    Er wendete sich nach links, nahm einen kurzen Anlauf und sprang auf ein Haus. Das Blatt sollte sich nicht wenden, unter Gendreks Gewicht rutschte eine Dachschindel weg und er rutschte aus. Er stürzte vom Dach, und beim Aufprall brach er sich ein Bein.
    Das laute knacken des Knochens erschütterte seinen Körper, ließ ihn vor Schmerz aufschreien. >> Kampflos werde ich mich niemals ergeben <<
    Trotz höllischer Schmerzen richtete er sich auf und zog sein Sax, >> Kommt her ihr Schweine, mich werdet ihr nie kriegen! <<
    Immer mehr Adrenalin rauschte durch Gendreks Adern. Die 6 Wachen kreisten Gendrek ein, dieser stellte sich vor die Wand des Hauses von dem er gestürzt war um nicht komplett eingekreist zu werden. Gendrek begab sich in Kampfposition, wobei er sein Sax schützend vors Gesicht hielt.
    Die erste Wache stürmte auf Gendrek zu, ein klobiger dicker Kerl der fast schon aussah wie ein Würfel. Würfelchen griff Gendrek an und versuchte ihn mit einem Hieb von oben erwischen.
    Gendrek allerdings blockierte die Klinge und schlug sie seitlich weg, er ergriff die Gelegenheit machte einen Schritt nach vorn und schlug Würfelchen mit dem nietenbesetzen Handschuh gegen die Schläfe.
    Die Nieten verfehlten ihr Ziel nicht, Würfelchen kippte seitlich weg und landete bewusstlos im Schnee. Doch der nächste Fein preschte schon voran.
    Nun griffen alle Wachen gleichzeitig an, für Gendrek war es vorbei. Der erste Klinge traf ihn seitlich am Kopf, glücklicherweise war es die flache Seite. Allerdings taumelte er vom harten Schlag und wurde unaufmerksam, so konnte ihn der nächste Treffer unvorbereitet erwischen.
    Gendrek fiel zu Boden, er wusste dass er keine Chance hat doch sich ergeben kam für ihn nie in Frage. Letztlich fiel er durch den unbarmherzigen Schlag von Würfelchen, der sich wieder hochrappeln konnte, ihn Ohnmacht.

    Sein Schädel fühlte sich dumpf und schwer an, seine Augenlider wollten sich seinem Befehl sie zu öffnen nicht gehorchen. Er stank nach Urin, Urin und Erbrochenem. Gendreks Augenlider öffneten sich langsam, blieben aber nicht lange offen.
    Er befand sich eindeutig in einem Kerker, die Gittertür war ausschlaggebend. Genauso wie die Kälte, die das dunkle Gemäuer um ihn herum förmlich versprühte. Danach sanken seine Augenlider wieder herunter.
    >> Gendrek? Bist du es? << Er kannte die Stimme, doch woher? >> Wer bist du? Ich weiß das ich dich kenne <<, >> Öffne deine Augen dann weißt du es <<.
    Etwas verlieh ihm Kraft, Kraft die es leicht machte dem Befehl der Stimme Folge zu leisten. Er sah Umrisse einer Person, und er bemerkte sofort die Rubinroten Augen, und das silberne Haar.
    Sein Blick war verschwommen, er erinnerte sich nur schwer daran was ihm zugestoßen war. Er erinnerte sich an Blut, Geschrei und das Aufblitzen von Metall.
    Seine Lider öffneten sich weiter, und die Umrisse der Person wurden langsam schärfer. Er konnte weiche Kurven sehen, perfekt geschwungene Rundungen.
    >> Na Gendrek, kannst du mich jetzt erkennen? << >> Jetzt schon, wieso bist du hier Aileen? << >> Und das alte Fragspiel beginnt erneut << Aileen konnte sich ein neckendes kichern nicht verkneifen.
    >> Spiel einfach mit Aileen, mein Schädel brummt zu stark um meine freundliche Fassade aufrecht zu erhalten <<, >> Na schön, ich bin hier weil mich die verdammte Magiergilde nicht in ihre Universität lassen will. Sie sagen ich bräuchte erst die Empfehlung der hier ansässigen Gildenhäuser wovon sich jeweils eins in jeder Stadt befindet, übrigens deine Kleidung erinnert mehr an umfunktionierte Kartoffelsäcke <<
    Erst jetzt fiel Gendrek auf das ihm seine Ausrüstung genommen wurde, und er in Sackleinen Kleidung gesteckt wurde.
    >> Jaja sehr lustig, doch warum bist du hier im Kerker? << >> Er gibt Gerüchte über einen Mord, ein Nord soll einen anderen Nord totgeschlagen haben. Allerdings gibt es noch ein zweites Gerücht, indem ein hässlicher Dunmer einen Nord zerstückelt haben soll <<, Gendrek wurde hellhörig.
    >> Ich möchte dich etwas fragen Gendrek, welches Gerücht stimmt und warum bist du hier? << Trotz seines brummenden Schädels schoss Gendrek eine Idee durch den Kopf, >> Barschlägerei, der Idiot hätte mir nicht auf die Schuhe kotzen sollen <<.
    >> Ist das die Wahrheit? << >> Ja Aileen, das ist sie <<, er wurde nervös. Aileen durfte nicht rausfinden was wirklich passierte >> Gott habe ich viel Glück das sich Gerüchte so schnell vermischen können << .
    >> Dann wird ich dir Glauben schenken, übrigens du kannst hier raus ich hab mich um deine Kaution bereits gekümmert <<
    Was? Sie hat bereits bezahlt? Aileen hätte mich egal was passiert wäre freigelassen? << Gendrek versuchte aufzustehen doch brach sofort wieder ein, sein Bein schmerzte höllisch. >> Aileen? Könntet ihr mir helfen? Ich glaub mein Bein ist gebrochen <<
    Aileen rief den Kerkerwächter herbei der auf ihren Befehl die Zellentür öffnete. Sie ging auf Gendrek zu, der mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Bauch lag.
    >> Welches Bein ist es? << >> Das Linke, aber sei bitte vorsichtig Aileen <<, Aileen krempelte vorsichtig das Linke Hosenbein von Gendrek hoch >> Ich hab noch niemals zuvor ein Bein gesehen das so verdreht aussieht <<
    >> Und was soll ich jetzt machen? So kann ich hier niemals raus << >> Du meinst wohl eher „Was machst du jetzt mit mir?“ Die Antwort darauf würde lauten, dich hier raus zur Magiergilde schleifen <<, >> Das bedeutet dann wohl Schmerz, sehr viel Schmerz <<
    Sie zog ihn auf die Beine und legte linken Arm um ihre Schulter >> Übrigens Aileen, woher hast du soviele Septime um meine Kaution bezahlen zu können? << Er humpelte gestützt von Aileen Richtung Ausgang, >> Ach Gendrek, unterschätze nie die Macht einer Frau <<, >> Du hast doch nicht wirklich… << >> Gendrek du denkst zu weit, ich würde nie mit einem dieser Kaiserlichen schlafen, ich bin viel zu sehr auf dich fixiert <<.
    Aileen hatte Gendrek mittlerweile schon in die Eingangshalle geschleppt, die beiden befanden sich nur noch ein paar Meter vom Eingangstor entfernt.
    >> Auf mich fixiert? Wie genau darf ich das verstehen? <<>> Ganz einfach Gendrek, ich will nur dich sonst niemanden <<
    Gendrek und Aileen öffneten das Eingangstor und traten in die eisige Kälte Brumas
    >> Eigentlich sollte ich mich unheimlich glücklich schätzen, doch bei dir klingt das mehr danach als müsste ich an irgendwas arbeiten <<, Aileen blieb ruckartig stehen >> Hast du wirklich die Wahrheit gesagt? <<
    >> Woher der plötzliche Sinneswandel Aileen? << >> Beantworte meine Frage <<, >> Aileen, ich schwöre bei allem was mir heilig ist, ich habe die Wahrheit gesagt <<.
    Ein merkwürdiger kalter Schauer lief durch seinen Körper und lies seine Nackenhaare zu Berge stehen, vielleicht war es aber auch nur die Kälte die in seine Knochen kroch.
    Aileen ließ eine Art befreienden Seufzer los, und begann wieder Gendrek stützend durch Bruma zu tragen.
    Während sie durch Bruma liefen sprachen sie kein Wort mehr mit einander und endlich nach einer Ewigkeit wie es ihm vorkam, kamen sie an der Magiergilde an. Aileen klopfte drei Mal gegen die schwere massive Holztür, und ein paar Sekunden später wurde sie mit lautem knarren geöffnet.
    >> Ach Aileen du wie…Moment, wer ist der Kerl? << >> Sehr freundliche Begrüßung, Aileen würdest du uns bekannt machen? << >> Jeanne darf ich vorstellen, das hier ist Gendrek <<
    >> Gendrek? Ach das ist? << >> Ja Jeanne das ist er <<, >> Wie ich sehe scheine ich ja eine kleine Berühmtheit zu sein, könnten wir jetzt trotzdem rein? Hier draußen ist es verdammt kalt <<.
    >> Natürlich kommt rein <<, innerhalb der Gilde war es angenehm warm.
    >> Wo darf ich ihn unterbringen Jeanne? << >> Unten, was ist den eigentlich mit ihm nicht in Ordnung? << >> Er hat sich ein Bein gebrochen, deshalb stütze ich ihn auch <<, >> Dann nimm dir am besten ein Zimmer was nicht belegt ist <<
    >> Meine Damen ich würde mich jetzt gerne irgendwo und irgendwie hinlegen, in mir steigt das Gefühl auf das ich mir das Bein abschneiden muss wenn ich noch lange stehen muss <<, >> Danke für alles Jeanne, ich werde Gendrek jetzt die Treppe runterbringen << >> Mach das, ich werde derweil schauen was wir für deinen Freund tun können <<.
    Aileen hievte Gendrek ein Stück weiter über ihre Schultern, und begann langsam Richtung Treppe zu laufen. Der Gang ins Kellergeschoß erwies sich als schwierig, doch es war machbar. Minuten vergingen, und nach einer abermals gefühlten Ewigkeit durfte sich Gendrek endlich in ein weiches Bett legen und sein Bein schonen.
    Aileen setzte sich auf die Bettkante und streichelte zärtlich sein Gesicht, >> Danke Aileen, ohne dich würde ich immer noch im Kerker sitzen <<, >> Es gibt Dinge in Leben die lassen einen einiges überwinden <<.
    >> Und was wären das für Dinge? << >> Auf manche Sachen muss man sich selbst eine Antwort geben können <<.
    >> Aileen ich gehöre eher zu den Leuten die sich Antworten geben lassen, und nicht zu denen die sich selber Antworten geben <<, >> Dann habe ich einiges zu ändern <<
    Mit diesen Worten beugte sich Aileen über Gendrek und gab ihm einen leichten Kuss auf die Stirn, >> Ich lass dich jetzt lieber ein wenig schlafen, schließlich musst du wieder zu Kräften kommen <<, >> Der Austausch von noch mehr Zärtlichkeiten würde mir aber mehr zusagen <<. >> Gendrek, dein Bein ist gebrochen, hohen Blutdruck kannst du nicht noch zusätzlich gebrauchen << Diese Worte konnte Aileen nur mit einem Zwinkern und einem mädchenhaften Kichern unterlegen.
    Sie erhob sich von der Bettkante, und schritt gemütlich zur Türe, öffnete sie und blickte noch einmal zu Gendrek zurück >> Schlaf schön <<. Danach zog sie die Türe hinter sich zu und ließ Gendrek alleine im Zimmer zurück.
    Er sackte wie ein nasser Sack zusammen, schloss die Augen, und schlief kurze Zeit später ein.
    In dieser Nacht träumte er von den Dingen die ihn am meisten Freude bereiteten, seiner Pfeife, den Morden und Aileen.
    Geändert von Gendrek (24.08.2008 um 21:36 Uhr)

  11. #91

    Cyrodiil, Anga

    "He, wo bist du?", hallte es durch den Gang.
    Xerxes war sofort klar, dass nur Hermann in einer Höhle voller Banditen seine Position verraten konnte. Er stütze seine Hände auf sein Knie und stand mit einem kleinen Luftholen auf. Auf dieses folgte der Satz: "Du weißt schon, dass du nur frei bist. Nicht, dass die Banditen schon alle weg sind".
    Hermann drehte seinen Kopf zu Xerxes und hob seine Hände: "Hier sind die doch sicherlich schon alle tot, so wie ich dich kenne"
    Xerxes erwiderte einen Seufzer und humpelte zu Hermann: "Natürlich. Ich bin ein Meister im Kampf wenn ich verletzt und ohne Waffen gegen einen gut gerüsteten Banditen kämpfe. Wo ist eigentlich Nemada?"
    Sichtlich erfreut, dass das Thema gewechselt wurde, antwortete Hermann auf die Frage: "Sie hat Einar ein Müdigkeitsgift verabreicht und bleibt erstmal da, um sicher zu stellen, dass er nicht frühzeitig aufwacht. Wir gehen am besten schonmal los."
    Hermann warf Xerxes eine Flasche zu: "Oh, und schütte das auf deine Wunde. Es wird dein Bein zwar leicht lähmen, aber du wirst besser laufen können als jetzt"
    Während Xerxes das Lähmungsgift auf seiner Wunde verteilte antwortete er: "Lass uns lieber einen anderen Weg gehen, ich habe keine Lust noch einmal gebissen zu werden."
    Hermann nickte und richtete seinen rechten Zeigefinger auf einen Seitengang hinter ihm. "Der Weg dort müsste zurück gehen. Jedenfalls ist es der einzige andere Weg der nicht zu meiner Zelle führt."
    "Dann lass uns dort lang gehen"

    Zu Xerxes' Glück war dieser Weg im Gegensatz zu allen anderen in dieser Ruine gut beleuchtet, allerdings bekam er nach kurzer Zeit Probleme, da er immer enger wurde. Die Fackeln die an den Wänden des Raumes waren, gerieten immer mehr an seinen Körper, er musste sogar seine Arme hinter seinem Rücken halten um sie nicht zu berühren. Am Ende des Ganges jedoch verschwand die Beleuchtung endlich, wodurch Xerxes Platz für seine Arme bekam. Nun hatte er allerdings das Problem, dass der Gang vollkommen finster war und Hermann keine Infravisionstränke mehr dabei hatte. Einige Zeit lang ging er halb träumend den Gang weiter, bis ein lautes "Mist!" und das Geräusch eines in die Tiefe stürzenden Hermanns ihn aus seinem Traum rissen.

  12. #92

    Cyrodiil, Anga

    Nachdem Hermann gegangen war schaute Nemada sich etwas genauer in dem Raum um. Rund um den Raum befanden sich Nischen, deren Zweck sie nicht erraten konnte. Außerdem gab es noch ein Loch in der Wand in etwa zwei Metern Höhe, hinter dem sich im Schein der Leuchtkristale eine steile Rutschbahn erkennen ließ. Sie schaute sich die Nischen etwas genauer an. In der größten von ihnen befand sich eine merkwürdig aussehende Steinplatte. Sie fragte sich, wozu die wohl gut sein sollte. Und da sie nicht darauf kommen wollte stellte sie sich auf die Platte, die daraufhin in den Boden einsank. Außerdem war ein Kratzgeräusch zu hören, als ob sich eine Steinplatte verschoben. Sie rannte auf den Ausgang zu und wollte ihre Begleiter davor warnen, das sie möglicherweise eine Falle ausgelöst hatte, allerdings stürzte kurz bevor sie die Treppe ins obere Stockwerk verlassen hatte in ein Loch, rutsche eine Bahn nach unten und stürzte aus dem Loch in zwei Metern Höhe in die Kammer, die sie gerade verlassen hatte.

    Nachdem sie einige Zeit gewartet hatte waren Geräusche von oben zu hören, bevor sie allerdings rufen konnte war von Oben ein Schrei zu hören und Hermann purzelte aus dem Loch. Von oben war die erklang die besorgt klingende Stimme von Xerxes: "Bist du unverletzt?", woraufhin Hermann mit einem Lauten "Ja." antwortete. Einen Moment später war auch Xerxes aus dem Loch erschienen. Nemada blickte ihre zwei Begleiter ernst an und stellte ihnen die zwei Fragen, die sie im Moment am meisten plagten: "Wie kommen wir jetzt hier raus und was stellen wir mit Einar an? Wir sitzen jetzt in dem Sklavenbereich der Ruine fest, hoffen wir, das sie noch einen Notausgang für die Wachen angelegt haben.

  13. #93

    Cyrodill, Bruma, Magiergilde

    Leere umgab seinen Körper, nichts an das er sich hätte halten können. Nichts außer den vielen Wolken, die sich schlierig und verwirbelt über unendliche Strecken hinweg zogen. Viele winzige Lichter blinkten in weiter Entfernung auf. Sein Blick schweifte ziellos umher und wie aus dem nichts erschien vor ihm ein See, ein tiefblauer See umgeben von Felsen, Bäumen und Erde. Er flog wie eine Insel durch die unendlichen Weiten, und zog ihn an wie die Motte das Licht.
    Als seine Füße den Boden berührten sah er sie, ein Wesen von unvergleichlicher Ausstrahlung mitten im Wasser. Das Wesen drehte sich um, verzauberte ihn, zog ihn in seinen Bann, und seine Beine bewegten sich ohne dass er es ihnen befahl. Seine Schritte führten ihn näher zum nassen Blau hin, doch er schreckte zurück selbst hier konnte er seine Phobie nicht überwinden. Er blickte die Gestalt vor ihm an, und sie blickte starr zurück, mit einem kalten Befehl in den Augen.
    Er bewegte sich weiter, weiter zum Wasser, sein Verstand rebellierte. Panik ließ seinen Körper erschaudern, doch dafür war es bereits zu spät. Seine Füße waren von lauwarmem Wasser umgeben, und trotz seiner Angst empfand er es als angenehm. Er ging tiefer ins Wasser hinein, näher an die Gestalt heran. Seine Brust war von Wasser umgeben und er stand endlich vor dem Wesen, vor der Gestalt die ihn magnetisch anzog. Die Gestalt streckte einen Arm aus und berührte mit dem Zeigefinger seine Brust, im Moment der Berührung fuhr ein stechender brennender Schmerz durch seine Brust.
    Er fiel tief, durch den See hindurch zurück in die unendliche Weite. Er blickte das Wesen an, auf dessen Gesicht ein diabolisches Grinsen prangte. Immer noch fallend, streckte er die Arme aus, er wollte nicht fallen, er wollte sich festhalten können. Tränen flossen sein Gesicht hinunter und verloren sich in der Unendlichkeit.


    Schweißgebadet schreckte Gendrek hoch, ein Schrei entfuhr seinen Lippen. Sein Bein pochte, und Schweiß floss ihm wie ein Wasserfall die Stirn hinunter. Es war dunkel in seinem Zimmer, Aileen musste die Kerze die neben ihm auf einem Nachttisch stand gelöscht haben. Er hörte eine Tür auffliegen, gleich darauf schwang auch seine Türe auf, im Türrahmen stand Aileen bekleidet mit einem seidigen Mantel und in der linken Hand eine Kerze.
    >> Gendrek was ist los? Du hast geschrien wie am Spieß <<, >> Nichts, es ist nichts, ich hab schlecht geträumt <<
    Das Licht der Kerze warf viele Schatten, und Gendrek hatte das Gefühl das sie Schatten lebendig seien, das sie nach ihm griffen.
    Aileen setzte sich auf die Bettkante zu ihm und stellte die Kerze auf den Nachttisch.
    >> Ich hab wohl nur ein wenig Fieber, nichts schlimmes <<
    Aileen beugte sich über ihn hinweg, und tastete mit ihrem Handrücken Gendreks Stirn ab.
    >> Ja etwas warm, aber nicht schlimm. Was hast du den geträumt? << >> Ich weiß es nicht, es war sehr seltsam. Ich war irgendwo in einer Unendlichkeit von Raum gefangen, und da wann da dieser See. Irgendein…Ding, hat mich dort rein gelockt und dann verletzt oder getötet <<.
    >> Soll ich bei dir bleiben? << >> Wozu? Ich meine es würde nichts an meiner Situation ändern <<, >> Vielleicht nicht an deiner, aber ich würde mich besser fühlen wenn ich in deiner Nähe wäre <<, >> Dann werde ich doch wohl nicht davon abhalten können <<.
    Aileen stand auf und legte ihren Mantel auf einen Stuhl der vor einem Schreibtisch stand, danach schlüpfte sie nackt wie sie war zu Gendrek ins Bett, und löschte die Kerze.
    >> Schläfst du immer nackt? << Aileen beantwortete die Frage mit einem knappen >> Ja << und legte danach eine Hand auf seine Brust.
    Er lag noch da und starrte die Decke an, ein paar Minuten später schüttelte er den Kopf gab Aileen einen Kuss und schlief ein.
    Und während er seine Lider schloss, glaubte er kurz die Gestalt mit dem dämonischen Grinsen zu sehen.

  14. #94

    Cyrodiil, Anga

    "Ähm, was wir mit Einar anstellen?", Xerxes hatte noch nie über diese Frage nachgedacht. Normalerweise entschied er immer spontan, doch nun, wo er sich damit auseinandersetzen musste, wünschte er sich, er hätte schon früher daran gedacht. "Ich würde sagen wir legen ihn einfach um", merkte Hermann an. "Das wäre doch viel zu einfach", erwiderte Xerxes "Harald will bestimmt, dass wir mitdenken. Wir müssen hier nur den Notausgang finden und Einar zu ihm schleppen". "Also ich werde ihn ganz bestimmt nicht tragen", antwortete Hermann, "und ich bin mir ziemlich sicher, dass Nemada das auch nicht will. Du kannst dich ja damit abplagen ihn in die Kaiserstadt zu bringen.". "Ganz ruhig", Xerxes zeigte mit einer beruhigenden Geste an, dass das Thema vorerst unwichtig war, "warscheinlich wird Harald uns draußen schon erwarten. Wir müssen nur durch den Notausgang rauskommen. Zur Not können wir ihn ja immernoch umbringen". "Und wo ist der Notausgang", fragte Nemada, deren Stimme trotz der Diskussion zwischen Hermann und Xerxes immer noch ruhig war.
    "Nun ich würde mal schätzen in seinem Privatraum", behauptete Xerxes "und den finden wir indem wir... Moment ich komme gleich wieder". Hermann warf Nemada einen fragenden Blick zu. Sie schien aber zu verstehen worum es ging, denn eine kurze Zeit später konnte man hören, wie etwas gegen eine Wand in der Ruine krachte. Xerxes rieb sich seine Hände leicht und kam wieder zum Vorschein "Von hier aus müssen wir dem großen Gang links folgen danach eine zerfallende Treppe hinauf und rechts in einem größeren Raum nach einer Tür suchen, die uns in Einars Privatraum führt. Hat zumindest die Wache behauptet und die schien mir vertrauenswürdig zu sein. Wir sollten jedoch auf eine große Menge Banditen gefasst sein.
    Und, Hermann? Wärst du so freundlich Einar auf die Schultern zu nehmen? Du musst wissen... mein Bein"
    Hermann gab nur ein Grummeln von sich und nahm Einar auf die Schultern. Während des Hinausgehens viel ihm der reglose Körper an der Wand auf. "Achso", murmelte er leise.

  15. #95

    Cyrodiil, Anga

    Sie hatten den Raum in dem sich der Zugang zu Einars Privaträumen befinden sollte erreicht. Die große Menge Banditen bestand aus zwei Männern die vor diesem Raum Wache gestanden hatten, sich nach ein paar leichten Schlägen auf den Hinterkopf auf den Weg ins Traumland gemacht hatten. Die Suche nach der Tür war dann schon eher schwieriger. Nach einer halben Stunde erfolglosen Suchens war es reines Glück, das sie auf die Tür gestoßen sind. Hermann lehnte sich erschöpft gegen eine Wand und als diese hinter ihm nachgab fiel er praktisch in den gesuchten Raum. Während Hermann Einar, den er für die Suchaktion abgelegt hatte, nachholte untersuchten Nemada schon einmal den Raum. Ihr fiel der Bogen samt Köcher auf, der in der einen Ecke lehnte. Es war eine wundervolle Arbeit aus Eibenholz die mit Mithril beschlagen war. Sie schnappte sich den Bogen und die Pfeile, drehte sich zu den Männern um und sagte zu ihnen: "Der Bogen gehört mir. Den Rest könnt ihr haben wenn ihr wollt."

  16. #96

    Nachts in Chorrol

    Seht öffnete das Fenster in seinem Zimmer und blickte auf die Straße hinunter. Keiner da. Er sprang aus dem Fenster und landete auf dem Boden. Es fing an zu regnen. "Gut! Keiner will bei Regen drausen sein." Er schlich auf ein Gebüsch nahe der Straße zu, um sich verstecken zu können, falls doch noch jemand auftaucht.Als er am Gebüsch war, schaute er sich die umliegenden Häuser an."Genau das! Ein wirklich edles Haus! Man kann damit zwar bei den Nachbarn angeben, aber sicher scheint es..." Eine Wachenpatrullie kahm vorbei. Seht sprang ins Gebüsch und wartete bis sie vorbei war. Endlich. Er sprintete über die Straße zum nächsten Busch und schmiss sich auf ihn. Er musste einen Schrei unterdrücken. "Rosen! Verdammte Dunkelheit!" Als er sich aus dem Rankenwirwar befreit hatte, schlich er auf das reiche Haus zu und kletterte auf´s dach.
    "Hier muss doch ein Fenster sein... ah da. Mist, verschlossen." Seht hohlte einen Ditrich raus und versuchte das Schloss vor dem Fenster zu knacken. Mit erfolg. Langsahm öffnete er das Fenster und schlich sich hinnein."Perfekt.Der Speicher." Seht suchte wertvolle Sachen zum entwenden. Er mochte die Wörter Stehlen und Klauen nicht. Entwenden höhrte sich wesentlich harmloser an. Ihm stieg ein fauliger Duft in die Nase.Etwas stöhnte hinter ihm.Er drehte sich langsahm um. Hinter ihm stand ein Zombie.Ohne zu zögern stach Seht ihm ins Herz.Der Zombie schlug ihn mit dem Arm weg."Ah ja, du bist ja schon tod! Na gut, komm, ich warte!" Wie auf Befehl lief der Zombie auf ihn zu. Der Argonier nutzte die Gelegenheit und wich dem Untoten aus und brachte ihn zum stollpern. Der Zombie stand jedoch rasch wieder auf und lief wieder auf Seht zu. Er versuchte auszuweichen, doch der Zombie trat ihm auf den Schwantz. "Arghh! Verdammt! Ahh! Nimm das du stinkendes stück Fleisch!" Seht leif auf die andere Seite des Speichers und zog seinen Bogen und einen Pfeil hervor.Der Zombie lief ihm hinterher und bekahm einen Pfeil in den Kopf, doch das schiehn ihn nicht zu hindern weiterzulaufen. Seht trat dem Zombie gegen den Kopf, der dadurch kurtz taumelte. Er schlug mit seinem Dolch auf die wandelnde Leiche ein, bis der Zombie endlich zu fall kahm."Puhh..." Seht rann der Schweis über die Schuppen. Plötzlich dröhnte eine Stimme von unten: "Hey!!! Wer ist da? Was ist da Los?" Seht griff sich ein Säckchen Gold und verschwand aus dem Fenster. Der Rest seines Raubzugs verlief zwischenfalls los, und er war sehr Erschöpft als er wieder durch sein Zimmerfenster stieg und sich hinnlegen konnte.

  17. #97

    Cyrodiil, Anga

    Xerxes und Hermann nahmen Nemadas Worte nur allzu wörtlich. Direkt nachdem sie ihren Satz beendet hatte, lag Einar mit einem Knall auf dem Boden und der kleine Gang in sein Privatzimmer war von zwei Nord, die versuchten in den Privatraum zu gelangen, verstopft.
    Als die beiden in den Raum stürzten und unsanft auf den Boden fielen, hatte sich Nemada an die Wand gestellt und wartete darauf, dass die beiden Nord zur Vernunft kamen. Es schien aber, dass sie darauf lange warten musste. Denn Xerxes und Hermann kämpften gegeneinander, wie zwei Brüder um eine Süßigkeit. Hermanns Versuche aufzustehen, wurden von dem an seinen Beinen hängenden Xerxes schnell beendet, während der ungeschützte Rücken von Xerxes durch den kalten, rauen Boden langsam zu schmerzen begann. Xerxes erkannte, dass er durch diese Methode Hermann nicht aufhalten konnte, weshalb er seine Armee griff und begann mit ihm zu ringen. Doch nachdem die beiden sich mehrmals gegenseitig auf den Boden warfen und wieder aufstanden kamen beide auf die Idee aufzuhören. Xerxes sprang aus dem Kampf heraus und umarmte eine Truhe die an der linken Wand des Raumes stand, während Hermann mit seinen Händen nach einem Schmuckkästchen griff, dessen Inhalt er auch gleich in seine Tasche schüttete.

    Xerxes kümmerte sich derweil um die Truhe, welche, zu seinem Pech, abgeschlossen war. Er hatte auch nur drei Dietriche dabei, mit welchen er jetzt versuchen musste das Schloss zu öffnen. Er legte sich vor die Truhe und schaffte es mit dem ersten Dietrich in das Schloss zu gelangen. Doch da er zu ruckartig versuchte den ersten Stift zu verankern, brach der Dietrich ab. Mit dem zweiten Dietrich hatte er mehr Glück. Er schaffte es zwei Stifte zu verankern und es schien auch, als würde er den letzten auch verankern können.
    Doch sein Arm wurde bei dem Versuch durch einen Tritt nach oben gerissen. Xerxes drehte seinen Kopf nach oben und sah das Gesicht eines grinsenden Hermanns, der versuchte ihn mit den Worten: "Keine Angst, das mache ich nicht noch mal" zu beruhigen.
    Schweißtropfen liefen ihm über das ganze Gesicht, da er nach dem Inhalt der Truhe gierte und ihn unbedingt für sich haben wollte.
    Zusätzlich hatte er noch Angst, dass er es aufgrund seiner nassen Hände nicht schaffen würde den Dietrich festzuhalten. Er wischte sich die Hände an seinen Beinen ab und startete den Versuch, das Schloss zu öffnen.

    Doch aus einem ihm nicht erklärbaren Grund schaffte er es ohne Probleme Stift für Stift zu verankern.
    Seine Hände zitterten, da er etwas sehr wertvolles in dieser eigentlich unbedeutenden Truhe vermutete. Während er den Truhendeckel langsam anhob näherte er sich mit seinem Gesicht der Truhe und spähte hinein. Die Gegenstände in der Truhe waren noch nicht ganz beleuchtet, allerdings konnte er sie bereits erkennen.
    Es waren ein Dolch aus Ebenholz und 6 Flaschen Gifte. Er verstaute sie in seinem Rucksack und stand wieder auf, wobei er "Danke für deine Großzügigkeit, Hermann" zischte. Hermann antwortete mit seinem angeborenen sarkastischen Unterton nur "Danke" darauf.
    Xerxes wollte weitersprechen wurde aber schon vorher von Nemada unterbrochen. "Seid ihr jetzt fertig?", fragte sie. "Ähm... natürlich, ich wollte grade den Ausgang suchen", antwortete Xerxes und begann damit die Wände Stück für Stück abzutasten. Hermann verließ den Raum, packte Einar und trug ihn in seinen Privatraum. "Vielleicht sollten wir ja ihn hier fragen", merkte Hermann an, während er Einar auf den Boden absetzte, "der scheint mir gleich aufzuwachen."

  18. #98

    Morrowind, Solstheim, Wald bei Skaal

    Der unter den Bäumen zum Glück nur knöchelhoch liegende, weiße Pulverschnee knirschte unter seinen schweren Schritten. Die hellen, weichen Lederstiefel, die seine Füße wärmten, sanken bis auf den gefrorenen Erdboden ein und hinterließen eine trotz des starken Schneefalls lange sichtbare Spur hinter ihm. Nicht zuletzt lag es wohl an der schweren Holzkiepe auf seinem Rücken, die randvoll mit Feuerholz aus den Wäldern geladen war. Er befand sich bereits auf dem anstrengenden Rückweg seiner kleinen Tour. An seinem Ledergürtel baumelte eine kleine Handaxt, die schon leicht eingeeist war und in der Kiepe steckte zusammen mit dem Holz eine größere Holzfälleraxt. Und obwohl es klirrend kalt war, schwitzte er, wie ein Tier. An sich hätte er wohl kein Problem damit gehabt seine dicke Jacke auszuziehen. Ebenso wie die Mütze. Allerdings wäre er dann wohl schnell erfroren. Also ertrug er lieber die Hitze. Der Wind war inzwischen etwas stärker geworden und spielte mit seinem halb weißen, halb schwarzem Bart und den Enden der Haare, die unter der gefütterten Mütze hervor lugten. Er kühlte außerdem seine glühende Haut. Wobei er sich dabei nicht sicher war, ob das Brennen von seiner inneren Hitze oder der äußeren, beißenden Kälte und den, durch die Geschwindigkeit, spitzen Schneekristallen kam und der halte Wind seine Haut nur taub machte. Vielleicht auch beides. Der unangenehmere Teil war dabei, dass ihm die Flocken auch in die Augen flogen und sie tränen ließen und als Folge daraus seine ohnehin schon karge Sichtweite noch weiter einschränkten.

    Er schloss die behandschuhten Finger fester um die Riemen der Kiepe und stemmte sich noch stärker gegen den Wind, der ihm direkt entgegenwehte. Er senkte den Kopf ein wenig, damit die Mütze und die Haare einen Teil des Schnees abhielten und er besser sehen konnte. Es war eigentlich nicht mehr sehr weit bis zu seiner Hütte, aber der immer stärker werdende Schneesturm machte ihn langsamer und langsamer. Er brachte wohl inzwischen Stunden damit zu von dem Ort, an dem er sein Holz gehackt hatte, wieder zurück zu seinem Heim zu laufen. Und die Nacht dämmerte bereits, wie er nur schwer durch die Bäume und die darüber liegenden Wolken erkennen konnte. Letztendlich war er gezwungen von Windschatten zu Windschatten der Bäume zu laufen, um weniger anstrengt mit gleicher Geschwindigkeit voranzukommen. Im Schatten eines etwas dickeren Stammes legte er dann eine Rast ein. Das Holz stellte er neben sich und lehnte sie gegen den Baum. Er setzte sich seinerseits in den Schnee und langte mit der Linken unter seine dicke Jacke und holte einen kleinen Beutel mit Pökelfleisch und etwas Brot hervor. Es war unter der Kleidung schön warm und weich geblieben, wenn auch ein wenig zerdrückt. Aber Hauptsache eine kleine Mahlzeit. Das Wandern machte ihm mit der schweren Last auf dem Rücken weitaus weniger Spaß. Allerdings war das Holz nötig gewesen, sonst wäre seine Hütte in Kürze ebenso kalt, wie der Wald gewesen.

    Als er wieder aufstand und seine Holzladung schulterte lag das Weiß bereits bis zu den Knien und bereitete ihm noch mehr Mühe. Nach einer gefühlten Ewigkeit schälten sich dann aber endlich doch noch die Umrisse seines kleinen Hauses aus dem Schneetreiben. Durch das kleine Fenster auf seiner Seite drang schwach Lichtschein nach draußen und im Näherkommen konnte er dann auch die extrem verwehte Rauchfahne aus dem Schornstein erkennen, die in einem krassen Winkel in den Wald geblasen wurde und sich schon nach wenigen Metern mit dem Schnee vermischte. Vor der kleinen Tür angekommen konnte er noch schwach Fußspuren eines Menschen zum und wieder vom Haus weg erkennen. Er kniete sich neben sie und strich mit der rechten Hand ein wenig darüber. Der Spuren waren tief und fast vollkommen mit frischem Schnee gefüllt. Es war also bereits eine Weile her, dass diese Person sein Haus besucht hatte. Vermutlich um die Zeit, als er sein Holz gehackt hatte. Er hegte leise Hoffnungen, dass es Neuigkeiten aus dem Dorf gab. Oder vielleicht sogar wieder eine größere Jagd anstand. Eigentlich brauchte er nicht viel hoffen, denn das waren fast die einzigen Nachrichten, die er aus dem Dorf bekam, wenn sich ein Besucher zu ihm verirrte, der nicht lange blieb.

    Er trat also vor die Tür und schlug die Stiefelspitzen ein paar Mal dagegen, damit der gröbste Schnee von ihnen fiel. Dann drückte er die kleine, dunkle und vor allem dicke Holztür nach innen auf. Sofort schlug ihm wohlige Wärme entgegen und ließ bereits jetzt seine Wangen kribbeln. Die Holzkiepe stellte er neben sich und schloss rasch die Tür hinter sich, um nicht zu viel Kälte hineinzulassen. Der der recht bescheidenen Größe seines Heims hatte er es sich nicht nehmen lassen einen kleinen Eingangsbereich für Tage, wie diesen, einzurichten. Links und rechts des Eingangs hatte er bis zur etwa zweieinhalb Meter hohen Decke Holzwände hochgezogen, die etwa zwei größere Schritte in den Raum hineinragten. Am anderen Ende des kleinen Korridors hatte er dann dicke Pelze einem Zelteingang ähnlich angebracht, damit der Wind nicht so stark hineinblies oder die Wärme nicht so schnell entwich. Zwischen den dicken Fellen schien der flackernde Schein eines kleinen Feuers hindurch und unter seinen Füßen befanden sich massive Holzdielen, die das Haus nach unten hin zusammen mit darunter gelagertem Stroh abschirmten. In seiner kleinen Eingangshalle klopfte er nun den letzten Rest des Schnees von seinen Stiefeln und dem Rest der Kleidung, dann schob er mit einem Arm einen der Pelze zu Seite und trat in den wohl sehr gemütlich eingerichteten Wohnbereich seiner Hütte ein. Die Kiepe ließ er erst einmal im Eingangsbereich stehen bis der Schnee geschmolzen war und er es dann zum vortrocknen vor das Feuer im Kamin stellte. Solange reichten seine anderen Holzreserven alle mal noch aus. Er nahm die kleine Handaxt von seinem Gürtel und reinigte sie liebevoll vom bereits tauenden Eis und Schnee. Anschließend trocknete er sie noch mit einem kleinen Lappen und hing sie dann zu den anderen fein säuberlich sortieren Waffen an der Wand neben dem Kamin. Das Gleiche wiederholte er mit der großen Holzfälleraxt aus der Kiepe und hing sie in ihre Lücke neben seinem Stahlschwert, der Armbrust, dem Speer und diversen Messern.

    Danach zog er sich bis auf die leinen Hose und das Leinenhemd unter der dicken Lederkleidung aus und kümmerte sich dann um sein Abendbrot. Wildschweinfleisch mit diversen Pflanzen. Während er so über dem Kochen war, trocknete sein Bart wieder und auch das wohlige Kribbeln in seinen Wangen verschwand allmählich wieder und wich der gewohnten Wärme. Erst nach einer ganzen weile fiel sein Blick auf den kleinen Brief, der neben der kleinen Kochecke auf einem Tischchen lag. Er hatte ganz vergessen nach einer Nachricht zu suchen. Während sein Fleisch in der Suppe mit einigen Gemüsesorten über dem Feuer köchelte nahm er sich den Brief und setzte sich in die kleine, mit vielen Pelzen ausgelegte Schlafecke, die er zwischen einer der Eingangsholzwände und der Außenwand des Hauses eingerichtet hatte. An sich glich es mehr einer kleinen Höhle. An den umliegenden Wänden hingen ebenfalls weiche Felle und Weitere waren als eine Art Vorhang davor angebracht. Sie dienten der Abdunkelung in der Nacht, denn das Feuer auszumachen, kam nicht in Frage. Er lehnte sich also gegen die Wand und öffnete den Brief. Es war ein einfaches Pergament, das leicht durchfeuchtet war. Er begann zu lesen:

    Grüße dich Thorin,
    die Zeit der Jagd ist wieder einmal näher gerückt. Wir wollen in zwei Tagen wieder aufbrechen und dieses Mal in die nordwestlicheren Regionen vordringen. Das heißt, wir wollen dieses Mal auf der anderen Seiter der Moesring Berge jagen. Wir wissen, dass es dort besonders viele Ricklinge gibt, aber dafür gibt es umso mehr Eiswölfe und Eisbären, die es zu jagen lohnt.
    Wir treffen uns am Abend in zwei Tagen am Nordufer des Fjalding Sees. Ich hoffe wir können, wie immer, auf die zählen. Wenn du diesen Brief liest, heißt das, dass ich dich leider nicht angetroffen habe, also sehen wir uns hoffentlich in zwei Tagen.
    Bis dahin mein alter Freund,
    Brândil.


    Brandil war einer der älteren Männer aus seiner Jagdgruppe und Thorin sah ihn fast als eine Art Ziehvater an. Mit seinen fast sechzig Jahren konnte man fast meinen, er wäre zu alt für die gefährliche und anstrengende Jagd, aber er überraschte mit ausgesprochener Stärke und Ausdauer. Er legte den Brief zur Seite auf einen kleinen Sims, der unter dem vielen Fell hervorschaute und stand dann erschöpft und mit den müden Gliedern kämpfend auf und schaute nach seinem Fleisch mit Suppe. „Wenn ihr in diese Regionen vorstoßen wollt, könnt ihr erst recht auf mich zählen“, murmelte er vor sich hin und hatte somit seine Entscheidung gefällt. Jagd, das bedeutete für ihn alles. Freunde und derbe Späße am Feuer, Freiheit und Tod auf der Pirsch. Und vielleicht auch neue Hinweise auf den Verbleib des Mörders seiner Eltern, den er immer noch suchte und hasste. Er setzte sich in einen gepolsterten Stuhl und nahm sich etwas von seiner warmen Mahlzeit zusammen mit einem Schluck Met.
    Nicht einmal eine Stunde später trug er das gehackte Holz im Schlaftaumel in die Nähe des Feuers und ließ sich dann müde in sein Bett fallen. Mit dem leisen Knistern des Feuers hinter ihm, dem gedämpft zu ihm dringenden Tosen des Sturmes draußen als Begleiter schlief er dann auch fast augenblicklich ein …
    Geändert von Bahaar (05.10.2008 um 23:01 Uhr)

  19. #99

    Straße nach Chorrol - Chorrol, Krummstab und Eiche

    Erde, Kies und anfänglich auch Schnee schleuderten die Hufe des Rappen durch die Luft, doch nun war es nur noch Erde und Kies.
    Der Mann der auf dem Rücken des Rappen saß wurde ordentlich durch geschleudert, trotz seiner langjährigen Erfahrung als Bote. Seine Nachricht war recht wichtig, das wurde ihm nicht zu knapp von einer bezaubernden Dunmerin eingebläut. Sein Weg führte nach Chorrol, zu einer Heilerin.
    >> Wie hieß die nochmal? Irgendwas mit Na…Nari…Nase, nein das war es nicht. Die Bürger können mir bestimmt Auskunft geben <<
    Der Bote musste schon in der gestrigen Nacht aufbrechen, nun dämmerte es bereits und er hatte mehr als 3/4 der Strecke zurückgelegt. Gelegentlich sah er bereits die Mauern der Stadt, wenn sie nicht gerade von Bäumen verdeckt wurden.
    Bei sich trug er gerade mal den Brief, 20 Septime, eine Feldflasche und einen kleinen Beutel mit etwas Käse und Brot.
    Er gab dem Pferd die Sporen und trieb es zu noch höheren Geschwindigkeiten an, neben ihm rauschte ein Bauernhof vorbei. Kurze Zeit später auch die Weynon-Priorei.
    Der Wald lichtete sich, und vor ihm erhoben sich die Mauern von Chorrol. Es dauerte nur Minuten bis er vom Rücken des Pferdes abgestiegen war, und es fest in den Ställen angebunden hatte.
    Der Bote betrat Chorrol und machte sich auf den nächstbesten Weg in eine Taverne, >> Eine Taverne, eine Taverne…also wenn mir da keiner helfen kann diese Nemila oder wie sie auch immer heißt zu finden dann wohl keiner <<.
    Er lief durch die Straßen Chorrols und hielt nach einer vielversprechenden Taverne Ausschau, die er letztlich auch fand.
    >> „Krummstab und Eiche“? Mhh hört sich nicht schlecht an hoffentlich kann mir einer hier helfen <<, er betrat die Schenke leicht und ging schnurstracks zum Wirt.
    >> Guten Tag mein Herr, sagt kennt ihr eine Heilerin? Ihr Name fängt mit einem N an <<, >> Ein N sagt ihr? Na wahrscheinlich meint ihr Naasira, die könnt ihr jeden Abend hier finden. <<
    Der Bote vollzog innerliche Freudensprünge, >> Danke mein Herr! <<
    Sein Ziel fast erreicht überlegte er nun was er anstellen könnte, der neue Tag war hereingebrochen und Naasira würde erst gegen Abend eintreffen…
    Geändert von Gendrek (09.10.2008 um 15:29 Uhr) Grund: Verwechselter Name

  20. #100

    Solstheim, Hütte im Wald, Skaal-Dorf

    Das Toben des Sturmes draußen hatte nachgelassen, als er langsam aus seinem tiefen, aber dennoch wenig erholungsreichen Schlaf erwachte. Er fühlte sich, wie immer matt und niedergeschlagen, allerdings legte sich das üblicher Weise mit der Zeit wieder. Das Feuer in seinem Kamin war stark niedergebrannt, aber die Glut verströmte immer noch wohlige Wärme und reichte aus, um ein Neues zu entfachen. Die letzten Scheite seines Vorrates, die neben dem aus groben, grauen Steinen gemauerten Feuerplatzes gestapelt waren, schichtete er kreisförmig gegeneinander gelehnt auf der Glut und machte sich dann daran das neue Holz in den für es vorgesehen Bereich zu platzieren. Es dauerte eine Weile, bei der Menge des Holzes, aber wenigstens vertrieb er so die Schlaffheit in seinen Gliedern und war am Ende wieder munter. Er wandte sich dem Frühstück zu, das nur aus ein wenig Brot und einigen getrockneten Früchten bestand. Es gab wichtigeres zu tun, als ein ausgedehntes Frühstück. Beispielsweise Waffen vorbereiten und die Rüstungen entstauben.

    Als erstes widmete er sich der Eisbärenpelzrüstung, die, bis auf den Helm, in einer alten, hölzernen Truhe auf der anderen Seite des kleinen Eingangsbereiches lagerte. Mit einem leisen Knarren öffnete er die Truhe. Auch wenn man es ihr nicht ansah, war sie innen gut gepflegt und mit Tüchern ausgelegt, damit das, zwar abgeschliffene, aber dennoch spröde Holz der Rüstung in ihrem Inneren nicht schaden konnte. Den weißen, flauschigen Pelz konnte man schon durch die vielen Lagen von Stoff, in den er extra noch einmal eingewickelt war, spüren. Vorsichtig hob er das relativ leichte Bündel heraus und legte aus auf einen kleinen Tisch an der Wand, schob anschließend einen Holzschemel davor und machte sich ans Auspacken. Lage für Lage des Stoffes wickelte er die Rüstung aus und schließlich kam das weiße Schimmern zum Vorschein. Sie war sehr gut gefertigt und, nebst der Braunbärenpelzrüstung in einer anderen Kiste, sein ganzer Stolz. Die etwa fingerlangen Haare des Fells hingen glatt herab, als er einen Handschuh aus dem Bündel nahm. Her musste nicht viel machen, wie ihm auffiel. Die Haare waren nicht verdreckte oder in irgendeiner Form verfilzt oder etwas in der Art. Das ersparte ihm Zeit. Unter den Haaren befand sich dann die dicke, auf spezielle Art bearbeitete Haut. Sie war robust und vermochte auch vor Hieben mit Schwertern oder anderen Klingenwaffen Schutz zu bieten. Unter der äußeren Haut war noch einmal weiche Wolle als Polster angebracht und ganz innen kam dann noch eine dünne Lederschicht. Sie bot also nicht nur Schutz vor Waffen und den damit verbunden Wunden, sondern auch vor enormer Kälte. Nachdem er sorgfältig die Rüstungsteile durchgeschaut hatte, legte er sie wieder zusammen und ließ sie auf dem Tisch. Danach stand er auf ging zum Kamin, an dessen oberen Ende unter der Decke der Helm der Rüstung hing und in den Raum starrte. Auf den ersten Blick hätte man nicht gedacht, dass der komplette Bärenkopf Teil einer Rüstung ist, aber wenn man näher kam und von unten die Öffnung bemerkte, erschloss sich schnell der eigentliche Zweck. Mit der Rechten langte er nach oben und hob den Helm von seiner Halterung. Auch hier waren die Haare fingerlang. Der Unterschied zu den restlichen Teilen war, dass man die Knochen gelassen hatte und lediglich etwas den Unterkiefer bearbeitet hat, damit man besser sehen konnte. Sogar die Zähne hatte man gelassen. Nach innen war nicht anders gearbeitet und somit war der Helm nicht nur ein Schutz sondern auch eine Mütze. Auch hier musste er nicht viel tun und legte seinen warmen Kopfschutz zum Rest der Fellkleidung.

    Nun war die Armbrust an der Reihe. Sie musste etwas nachjustiert werden. Seit sie das letzte Mal genutzt wurde, war etwas Zeit vergangen. Da er sie nur beim Austesten einstellen konnte und gegebenenfalls auch die Sehne neu spannen konnte, hatte er gleichzeigt noch die Möglichkeit die Fellrüstung ein wenig passender einzustellen und einen Spaziergang zum Dorf zu unternehmen. Wenn genügend Zeit bis zur Dämmerung blieb. Er nahm seine Waffe samt Bolzen aus der Halterung und ging zurück zum kleinen Tisch. Als erstes legte er die Hosen an. Sie saßen eng, aber nicht unbequem. Eher das Gegenteil. Das Nächste waren die Jacke, die ihm bis auf die Oberschenkel ging und somit keinen Freiraum zwischen Hosenbund und ihrem unteren Rand bildete, und die hohen Stiefel, die bis knapp unter die Knie reichten. An ihren Sohlen waren kleine metallene Spitzen angebracht, die verhinderten, dass man auf Eis schnell ausrutschte. Zu guter Letzt kamen die Handschuhe, die ebenfalls die Armteile der Jacke weit überlappten und der Helm. Hier in der warmen Hütte begann er bereits jetzt zu schwitzen, also sah er zu, dass er ins Freie kam. Er schnappte sich seine Armbrust mit Munition und einigen Dingen zum Einstellen und begab sich nach draußen.

    Der Schnee war vor seinem Haus bis zur Hüfte hoch angeweht worden und wäre beinahe durch die offene Tür in sein Heim hineingefallen, wenn er sie nicht schnell wieder hinter sich geschlossen hätte. Mit den Beinen und Füßen schaufelte er einen einigermaßen breiten Gang durch den Haufen, bis das Weiß nurmehr bis etwa zu den Knien hoch lag. Durch die Baumwipfel konnte er den an diesem Tag nur leicht bewölkten Himmel sehen. Hin und wieder fiel ihm ein bisschen Schnee entgegen, das von einem Ast gerutscht war und vor seinem Mund bildeten sich weiße, feuchte Atemwolken und schlugen sich kurz darauf als kleine Eiskristalle an seinen Barthaaren und den beiden Hälften des Unterkieferknochens zu seiner Rechten und Linken nieder. Er ging um das Haus herum auf die Hinterseite, wo unter einem kleinen Verschlag für gewöhnlich ein paar gefrorene Schinken oder rohe Fleischkeulen hingen. Allerdings war dieser Vorrat ebenso zur Neige gegangen, wie sein Holz. Er hatte einiges zu tun. Das kam ihm nicht zum ersten Mal in den Sinn. Wenigstens seinen Fleischvorrat würde er bald wieder auffrischen können. Das Holz würde dann danach kommen. An einer der Wände des Holzschuppens hing eine kleine Scheibe mit aufgemalten Ringen und unzähligen Löchern darin. Seine Zielscheibe für Arbeiten, wie diese. Also begab er sich in etwa vierzig Meter Entfernung in Stellung. Spannte mit einer kleinen Kurbel die Sehne und legte einen Bolzen auf. Wobei er bereits wusste, dass sie nachgespannt werden musste, denn für gewöhnlich lockerte er sich ein wenig, wenn er die Armbrust eine Weile nicht brauchte. Allerdings konnte er nicht sagen, wie sehr. Er legte auf die Scheibe an und drückte die durch das Fell kaum merkliche Schulterstütze gegen seine rechte Schulter. Dann presste er die Metallspange an der Unterseite, die den Abzug darstellte, an das dunkle, glatte Ebenholz. Mit einem leisen Klicken wurde der Mechanismus ausgelöst und schon einen Lidschlag später sauste der Bolzen davon. Mit einem feinen Pfeifen durchschnitt er die Luft und schlug eine gute Handbreite unterhalb der Zielscheibe leise summend ein, obwohl er etwas über die Mitte gezielt hatte. „Viel Arbeit“, murmelte er leicht überrascht über die extreme Ungenauigkeit. Er klemmte die Schusswaffe zwischen seine beiden Oberschenkel und nahm ein kleines Werkzeug zum Spannen der Sehne. Dazu mussten zwei kleine Rädchen an den Enden des quergelegten Bogens, um die die Enden dieser gewickelt waren, nachgezogen werden. Es war ziemliche Gefühlssache. Nicht zu lasch, aber auch nicht zu straff. In diesem Fall konnte die Sehne schnell reißen. Er drehte ein wenig mit dem schlüsselartigen Metallstift und zog sie strammer. Spannte sie dann von neuem mit der größeren Kurbel und legte einen Bolzen ein.

    Diesmal saß das Geschoss eine Handbreite unter der Mitte. Schon besser, aber es ging noch genauer. Also noch ein letztes Mal nachjustieren und der dritte Schuss traf dann ins Zentrum bei immer gleich anvisiertem Punkt. Zufrieden packte er schließlich alles wieder zusammen und lief zur Scheibe, um die Bolzen herauszuziehen. Sie waren zum Glück so kreiert, dass die Spitzen nicht so schnell abbrachen und nicht so leicht in ihrem Opfer steckenblieben, wenn man sie herauszog. Das kam ihm zugute. Denn die Spitzen waren nicht komplett durch das Holz geschlagen und ließen sich mit etwas wackeln wieder herausziehen und hatten noch eine gute Qualität, sodass er sie zu den Anderen zurück in den ledernen Köcher stecken konnte. Auf dem Weg zurück zum Eingang, bei dem er den tiefen Spurrinnen von seinem Hinweg folgte, beschloss er trotz der bereits einkehrenden Spätnachmittagssonne – er hatte wohl länger, als gewollt geschlafen – noch einmal ins Skaal-Dorf zu gehen. Ein kurzer Besuch in der Halle der Skaal musste einfach mal wieder sein. Der Duft von süßem Met, frisch gebratenem Fleisch und einigen Gewürzen. Dazu der flackernde Schein von Feuer und derbe Späße in den Runden. Er hüpfte nur kurz zurück ins warme Innere seiner Behausung. Schaute nach dem Feuer, dass noch eine ganze Weile brennen würde, auch ohne Aufsicht, hing seine Schusswaffe zurück und schnappte sich ein paar Draken. Seine Rüstung behielt er gleich an, in der Nacht würde es noch um einiges kälter sein und mit Alkohol im Blut war es allgemein besser, wärmere Kleidung zu tragen. Er verließ die Hütte so schnell, wie er hineingegangen war, wieder und machte sich an den Aufstieg des Hügels zum Dorf hinauf.

    Nach einer ganzen Weile, während der er gegen den tiefen Schnee am Hang ankämpfte, erreichte er schließlich das in einem baumlosen Areal angelegte Skaal-Dörfchen. Aus den kleinen Schornsteinen der mal mehr, mal weniger großen hölzernen Hütten stiegen stetig dünne Rauchfahnen zum mittlerweile klaren Himmel empor. Er lief zwischen den Häusern hindurch und hielt auf das größte Gebäude zu. Es war wohl gut dreimal so groß, wie alle anderen in der Nähe. Und wohl auch am meisten geziert mit Schnitzereien an den tragenden Balken an der hohen Front. Das dunkle Holz bildete, wie bei allen anderen Hütten auch, einen starken Kontrast zum glänzenden, makellosen Weiß auf dem Boden und den Dächern. Durch das Eigengewicht des Schnees war der Dachfirst bereits wieder schneefrei. Und direkt unter den Enden der Dachfläche hatten sich größere, langgezogene Haufen gebildet. Eiszapfen zierten die jedwede Ecke. Auf dem Platz direkt vor dem großen, zweiflügligen Eingang befand sich keine Menschenseele, außer ihm. Weiter entfernt konnte er ein paar Gestalten sehen, die ihren Geschäftigkeiten nachgingen. Aber er interessierte nicht für sie und ging stattdessen auf den Eingang zur großen Dorfhalle zu.

    Er drückte einen Flügel auf und trat in den üblichen Eingangsbereich. Kurz darauf schloss er die Tür wieder, klopfte den Schnee von seinen Stiefeln und der Hose und schob die nächste hölzerne Tür auf. Mit einem Mal kamen ihm der intensive Duft von gewürztem Fleisch und der typische, süße Geruch von Met entgegen. Er erschlug ihn regelrecht. Dazu kam noch ein enormer Schwall an Wärme und er riss den Bärenkopfhelm regelrecht von dem seinen. Im nächsten Augenblick zog er die Handschuhe und die Jacke aus, sodass er nur noch seinen Leinenhemd obenrum anhatte. Nun war es etwas erträglicher. „Sehd wer uns mal wieder beerhd!“, lallte eine tiefe, brummende Stimme eines Mannes von der linken Seite. Hatte er noch kurz seinen Blick über die großen, in grobe Steinmauern gefassten, Feuerstellen schweifen lassen, um die in einigem Abstand lange Bänke angeordnet waren. Über den offenen Feuern brutzelten Schweine.

    Grinsend wandte er seinen Kopf zu dem Mann, der gesprochen hatte. Es war ein älterer Nord mit leicht grauem Vollbart und längeren, bereits silbrig glänzenden Haaren. Gekleidet in schlumprige, abgenutzte, braune Lederkleidung und einer qualmenden Holzpfeife im Mund. Der Met schwappte aus dem großen Humpen, als er ihm aus der kleinen Runde an einem Tisch zuprostete. Er hob die Linke zum Gruß, während die Rechte seine ausgezogene Kleidung hielt. Dann machte er sich auch schon auf den Weg zu den Männern, von denen immer wieder Gelächter zu ihm drang. Auch aus den anderen Ecken des Hauses schnappte er gelegentlich Gesprächsfetzen auf. „Und da hadd er dem Braunbären gesagd: Dich krieg ich schneller von hinten, als du brüll’n kannsd!“, war nur einer davon.

    „Guten Abend, Brândil Morgenstern“, grüßte er den älteren Mann und grüßte der Reihe nach die drei anderen Männer der Runde. Gondrim Prankenfänger, ein stämmiger Mann mittleren Alters, kurzem, braunem Haar, gefährlich wirkenden, grünen Augen und einem kurz gehaltenen Kinnbart, war der Erste. Rulmgar Eisennagel, der mit seinen zwanzig Jahren jüngste in der Runde, mit seinen dunklen, braunen Augen, langen, blonden Haaren und eher dünnen Glieder, der Zweite. Zu guter Letzt folgte dann noch Hulfgar Schmiedhammer, der gräftigste Mann der Runde. Rotbraune Haare, die zusammen mit dem durch Zöpfe gezierten Bart bis auf die Brust hingen und das Gesicht mit seinen hellblauen Augen umrahmten. Alle zusammen prosteten ihm mit schwappenden Humpen zu und machten eine Lücke für ihn und seine Kleidung frei. „Noch ‘n Humb’n für uns’ren Jagdgefährden!“, brüllte Rulmgar und reckte dabei seine rote Schnapsnase in die Luft und schlug mit der freien Hand auf den massiven, dunklen und alten Holztisch. Es dauerte auch nicht lange, dann kam schon ein Großer für ihn und er packte ihn mit beiden Händen. Setzte ihn an seine Lippen und kippte den Met in einem Zug in seinen Rachen. Gefolgt von einem langgezogenen, bärengleichen Brüllen, dass seine Backen aufblähte und sowohl ihn, als auch die anderen am Tisch in lautstarkes Gelächter ausbrechen ließ. „Noch’n Krug!“, rief diesmal Gondrim und leerte danach auch seinen Krug. Praktisch prophylaktisch kamen gleich fünf neue Humpen an ihren Tisch. Für jeden einen. Es war immer der schönste Teil der Jagdvorbereitungen. Das Trinkgelage vor dem Aufbruch. Auch das nächste Gefäß voll mit Met leerte er in einem Zug und ließ ihm bereits jetzt etwas wärmer werden, als ihm durch die dicke Hose und die Stiefel ohnehin schon war.
    „Wie lange seit ihr schon hier?“, fragte er in die Runde und erntete Gelächter.
    „‘n ganzen Nachmiddag!“, kicherte Brândil. Es würde wohl ein sehr langer und vor allem lustiger Abend werden, dass stand fest. Dann wurde ihm auch schon der nächste Humpen und auch ein wenig zu Essen gereicht …

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