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Thema: [Obl] Rollenspielthread # 3 (Signatur aus)

  1. #61

    Magiergilde von Leyawin

    Kamahl verließ die Magiergilde in Leyawin. Er hatte von Dagail den Auftrag bekommen, S'drassa, ein Gildenmitglied, das seit ein paar Tagen verschwunden war, zu suchen. Anfangs wollte sie ihm einen Test seiner Fähigkeiten unterziehen, bis ihr eingefallen ist, das der Khajiit-Alchimist seit ein paar Tagen nicht mehr aufgetaucht ist. Immerhin konnte sie ihm noch den Tipp geben, das er sich in einem Lager am Ostufer des Nibens mit ein paar Händlern treffen wollte, die ihm ein paar Steine für seine Sammlung verkaufen wollten. Er war froh, das er sich keiner Prüfung seiner Fähigkeiten unterziehen musste, da er seit er von einer der Ratten im Keller der Gilde in Bravil in den Arm gebissen wurde probleme mit dem Zaubern hatte. Entgegen seiner ersten Annahmen hatte er doch Probleme mit den Ratten gehabt. Die Tränke aus den ganzen zerbrochenen Flaschen im Keller hatten auf die Biester eine erstaunliche Wirkung gehabt. Sie waren etwa doppelt so groß wie normale Ratten und ihr Biss hatte die Stelle am Arm, an der er gebissen wurde, für mehrer Stunden in den unterschiedlichsten Farbtönen leuchten lassen und ihn seiner magischen Kräfte beraubt. Obwohl die Wirkung auf dem Weg nach Leyawin etwas nachgelassen hatte hatte er immer noch Probleme damit, Fernkampfzauber einzusetzen.

    Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte er das Lager. Zuerst wirkte es verlassen, doch dann bemerkte er gedämpfte Geräusche aus einem der Zelte. Beim nachsehen stellte sich heraus, das dort sein Gildenkamerad lag. Anscheinend hatten ihn seine Geschäftspartner ausgeraubt und gefesselt und anschließend im Zelt verstaut, damit er nicht so schnell bemerkt wurde. Nachdem Kamahl in befreit hatte ließ er seinem Zorn gegen sie Räuber erst einmal mit einem Schwall wüstester Beileidigungen freien Lauf, befor er sich dazu überreden ließ zurück in die Gildenhalle zu gehen. Dort erhielt er von dem Khajiit, der auf dem Rückweg seine Wunde aufgefallen war, eine Paste, die die Wundheilung beschleunigen würde und von der Gildenführerin das Versprechen, seine Empfehlung so bald wie möglich loszuschicken.

  2. #62

    Cyrodiil, Anga

    Xerxes konnte Nemadas fragende Blicke nur erwidern, Hermann allerdings hatte anscheinend eine Idee. Er spähte in den Raum und nahm eine Flasche aus seinem Rucksack und trank einen großen Schluck aus dieser. Anscheinend war dies ein Infravisionstrank. Xerxes hatte schon von Infravision gehört, hatte aber noch nie Erfahrungen mit ihr gemacht, das einzige was er wusste war, dass sie Sicht im Dunkeln beschaffte und die Khajiit diese Gabe hatten. Hermann spähte in die Halle und anscheinend gefiel ihm nicht was er sah. Er drehte sich zu Xerxes und Nemada: "Der Raum ist zwar schwach beleuchtet, allerdings befinden sich dort mindestens 6 Banditen die dort trainieren oder etwas ähnliches, ich bin mir jedoch auch ziemlich sicher, dass ihre Anzahl sogar über die 10 gehen könnte. Durch Kämpfen kommen wir da nicht durch". Er nahm zwei Flaschen aus seinem Rucksack und überreichte sie Xerxes und Nemada: "Trinkt dadraus. Seht ihr diesen Vorsprung dort, rechts von uns an dieser hohen Wand? Der ist unbeleuchtet, dort könnten wir vielleicht auf die andere Seite der Halle gelangen ohne, dass uns diese Banditen bemerken. Am besten kriechen wir bis zu diesen Steinen die vor der Wand stehen und springen von dort aus auf den Vorsprung. Wir müssen schnell und leise sein, denn die Wirkung des Trankes vergeht bald". Hermann sah die beiden an: "Noch Fragen? Nein? Dann los. Die Dame zuerst."

    Nemada kroch als erstes zu den Steinen, ihr folgte Hermann und ihm folgte Xerxes. Die drei schwangen sich über die Vorratskisten die vor dem Vorsprung standen auf diesen. Die drei waren so leise, dass man sie nur hören könnte, wenn im Raum Stille herrschen würde. Auf dem Vorsprung konnten sie sich ohne Probleme bewegen.
    Bis auf Xerxes. Seine großen Füße hinderten ihn auf dem Vorsprung schnell voranzukommen, weil er sonst ausrutschen würde. Außerdem war er oft recht tollpatschig, sodass er sich noch langsamer fortbewegte. Er setzte einen Fuß vor den anderen und achtete genau darauf, dass er nichts falsches tat. Dies half jedoch nicht. Xerxes geriet ins Taumeln und versuchte mit seinen Armen die Balance wiederherzustellen. Zum Glück für ihn bemerkte Hermann, dass er fast herunterfiel, hielt ihn fest und drückte ihn leicht an die Wand. Xerxes stieß einen Seufzer aus und ging wieder weiter. Leider musste er feststellen, dass ein Bandit ihn anscheinend gehört hatte. Er flüsterte zu der Gruppe: "Los, Beeilung. Die haben uns fast bemerkt."
    Xerxes begann nun so schnell zu laufen wie es auf diesem Vorsprung möglich war. Sie hatten das Ende des Raumes fast erreicht, als er erneut ins Taumeln geriet. Er beugte seinen Körper nach vorn und versuchte so lange wie möglich auf dem Vorsprung zu bleiben. Während die anderen bereits wieder auf dem Boden standen, stürzte Xerxes kopfüber gen Boden landete allerdings auf dem Bett eines Banditen. Erleichtert schlich Xerxes mit den anderen auf die Tür zu.

  3. #63

    Cyrodiil, Chorrol, Eiche und Krummstab

    Das Essen war bis auf ein kleines Detail störungsfrei verlaufen. Talasma hatte ihm eine Notiz von Naasira zu kommen lassen, die ein Bote vorbei gebracht hatte. Es war wirklich bedauerlich, aber sie hatte verlauten lassen, das sie wohl keine Zeit finden würde, die Verabredung zum Abendessen einzuhalten. Zu seinem Bedauern hatte sich dies auch tatsächlich bestätigt, denn die Frau war wirklich nicht in der Taverne aufgetaucht. Das einzige bekannte Gesicht das Abends in die Taverne kam, war Thorr gewesen. Tarrior war mit Tirian im Schlepptau gerade an der Treppe als der Nord in den Schankraum gepoltert kam. Doch der Dunmer hatte keine Lust sich mit seinem ehemaligen Gefährten zu unterhalten, stand ihm doch nun ein schwieriges Gespräch mit Tirian bevor. Natürlich hätte er es herauszögern können, aber das hätte den Jungen warscheinlich nicht interessiert. Dieser hätte nach der wahrhaft nachdrücklichen Geste zu verstehen gegeben, das er selbst noch um drei Uhr in der früh mit ihm darüber sprechen würde. Seufzend schlurfte er die Treppe hoch. Ein Gespräch mit dem Nord, wäre wirklich nur eine Belanglose Verzögerung gewesen, die Zeit wollte er da lieber dazu nutzen um sich eine passende Geschichte zurecht zu legen und zu entscheiden wie viel sein junger Begleiter wirklich erfahren sollte. Schließlich erklärt man selbst einem langjährigen Freund nicht einfach mal so:„Ich habe einem verbotenen apokalyptischen Kult angehört und habe unzählige Fremdländer und Dunmer in dessen Auftrag ermordet und werde nun erpresst.“ Er schüttelte den Kopf. „So ganz sicher nicht“: entschied er. Auf der Ebene der Gästequartiere angekommen trennten sie sich. Tirian würde ihm noch etwas Zeit lassen um in einer Stunde vor seiner Tür zu stehen und der Heiler war begierig nach Antworten. „Wäre nur dieser verfluchte Behram nicht gewesen. Er hat mein Leben vollkommen aus den Fugen gebracht“: knurrte er mürrisch die Tür vor sich an, öffnete sie schließlich und ging in sein Zimmer. Doch irgendwie konnte er auch nicht leugnen, das die Abenteuer die er hier in Cyrodiil erlebt hatte, äußerst belebend, um nicht zu sagen anregend gewesen waren. Vielleicht hätte er auch ohne Behrams Eingreifen einmal eine Reise hierher unternommen. Aber ohne den, vom Telvanni, festgelegten Weg wäre er vielleicht nie auf Thorr, Naasira und Joran getroffen, selbst die Bekanntschaft mit diesem seltsamen Asgar wollte er irgendwie nicht mehr missen. Und während er darüber nachdachte erschien ihm das ruhige beschauliche Leben, sah man von den manchen schweren Nächten und den wenigen Banditen ab, auf seiner Plantage irgendwie außerordentlich weit weg, irreal, als hätte er es nie gelebt. „Wie es wohl Gilluk gehen mag“: fragt er sich bei dem Gedanken an den Argonier, hatte er doch hier und dort Gerüchte über einen Bürgerkrieg aufgeschnappt. Da fehlte wirklich nur noch ein Krieg zwischen der Magiergilde und dem Haus Telvanni wegen diesem Hexer, beim Blick auf das was der Elf ihm vor seinem Tod anvertraut hatte. Und wieder waren seine Gedanken bei dem Gespräch mit Tirian angekommen.

    Wieder überlegte er hin und her, während er das Flackern der Kerze auf dem Tisch beobachtete und fragte sich ab und zu, ob die beiden Graumäntel ihn beobachten und was sie von der Offenbarung gegenüber seinem Freund halten würden. Aber eigentlich war das ebenso egal wie die Tatsache was er Tirian erzählen würde. Der Junge würde sich mit keiner halbwahrheitlichen Antwort abfinden und die Graumäntel würden am nächsten Morgen ein böses Erwachen erleben, dafür hatte der Alchemist schon gesorgt. Er war einfach aufgewühlt und immer noch nicht sicher was zu tun war. Innerlich fühlte er sich wie ein getretener Hund. Als es dann jedoch klopfte verflog alles, es fiel von ihm ab und machte einem erdrückenden Stress Platz. Egal was er sagen würde, nach diesem Gespräch würden sich ihre Beziehung zueinander verändert haben. Er erhob sich mit den langsam fahrigen Bewegungen eines Greises oder gebrochenen Mannes, schlurfte zur Tür und unterdrückte die Nervosität die stark in ihm aufloderte beim Gedanken an die folgenden Offenbarungen. Der Junge kam gleich zum Punkt: „Tarrior ich wollte das du mir erzählst was hier vor sich geht. Wenn du es mir erzählst dann hier und jetzt. Doch ich glaube ich habe mehrfach aus eigenem Missmut über diese Geheimniskrämerei unüberlegt gehandelt. Schließlich hast du sicher deine Gründe für dein Tun. Und sie müssen scheinbar sehr bedeutsam oder persönlich sein, also verstehe ich auch wenn du nicht darüber sprechen möchtest.“ Tarrior war überrascht, hatte er jetzt endlich einen Ausweg gefunden. Doch anders als erleichtert zu sein, stellte sich bei ihm ein jähes Gefühl von Ernüchterung ein. Es würde immer eine Spannung und ein Unverständnis zwischen ihnen liegen, wenn er diese Sache für die er und Tirian selbst, fast ihr Leben gelassen hatten nicht aufklärte. Er seufzte.

    „Nein es ist besser ich erzähle es dir. Du hast es verdient, außerdem bist du mein Freund. Daher hoffe ich auch das, das was Gesprochen wird unter uns Beiden bleibt“: begann er und sein Gegenüber nickte, scheinbar erleichtert das sein Freund es ihm doch erzählen würde. Der Anfang viel ihm sichtlich schwierig, er stotterte oft und verlor ebenso oft den Faden, doch als der schwierige Einstieg vorrüber war, sprudelte es nur so aus ihm heraus. Die Geschehnisse hier in Cyrodiil, wie gefährlich sie wirklich gewesen waren, von seinem heimlichen Ausflug in die Nekromantenhöhle bei der Taverne, von dem eigentlichen Grund in die Ayleiden-Ruine zu gehen und dem Auftrag für die Reise nach Oblivion. Er erzählte ihm von dem Luftschiff und dem Absturz bei Bruma und kam an die Stelle mit seiner Rekrutierung durch Behram in Balmora. Seine Stimme hatte mittlerweile einen keuchenden Ton angenommen. Er haderte damit Tirian zu erzählen womit Behram ihn erpresste. Dieser fragte jedoch, in der Annahme sein Freund habe einfach aufgehört, nach dem Womit. „Was ist so schlimm, dass dich ein Telvanni damit derart erpressen kann, das du das alles auf dich nimmst?“: wollte er wissen. Tarrior hatte das Gesicht des jüngeren Dunkelelfen ausführlich, während seiner Erzählung, gemustert. Vieles hatte Tirian erstaunt und erschreckt. „Nein er ist noch nicht bereit für die ganze Wahrheit“: entschied er. „Womit?“: hakte Tirian nochmals nach, sich bewusst das es vielleicht das bedeutsamste an der ganzen Geschichte sein mag. Blitzschnell liefen Gedanken durch seinen Kopf, sein intuitives Talent für Worte und Ideen, die in Haus Hlaluu gefragt gewesen waren ergriff die Kontrolle und erstellte blitzschnell eine glaubwürdige Lüge. „Er droht damit jemanden zu töten, wenn ich nicht tue was er verlangt“: antwortete er. „Wen denn?“: fragte er misstrauisch nach, noch hatte er ihn nicht ganz überzeugt. „Meine Tochter“: sagte er mit einem gespielten, äußerst echt klingenden, besorgtem Tonfall. Tirian setzte ein verärgertes Gesicht ein. „Ich dachte du wolltest ehrlich sein. Das ist eine so offensichtliche Lüge …“: schimpfte er. Doch Tarrior behielt eine undurchdringliche, traurig und besorgt wirkende Miene bei, er wusste wenn er auch nur eine falsche Geste machte, würde der Jüngere ihn als Lügner erkennen. Und tatsächlich seine Rechnung ging das Misstrauen bröckelte und schlussendlich glaubte er es ihm doch. „Aber du hast doch gar keine Tochter“: lenkte er in einem letzten Aufbäumen seiner Ungläubigkeit ein.

    „Ich bin mir auch nichtmal sicher. Ich habe einen von einer jungen Frau geschriebenen Brief vorgelegt bekommen und sie kurz gesehen. Ich bin mir nicht sicher ob sie meine Tochter ist oder nur eine x-beliebige Dunmerin. Vor Jahren, es scheint mir schon eine Ewigkeit her zu sein, jedoch habe ich mit einer hübschen Dunmerin das Bett geteilt. Es wäre durchaus möglich, dass sie mein Kind ist. Ich konnte das Risiko einfach nicht eingehen“: log er ihn an, zumindest war die Bettgeschichte wirklich passiert, wurde jedoch trotzdem bei jedem Wort innerlich kleiner, schließlich war das eine außerordentlich gewagte Geschichte, aber eine die die ganzen Strapazen rechtfertigen konnte. Jedoch war die Lüge erfolgreich. Man konnte Tirian ansehen wie sein Widerstand gegen die Unwahrheit gebrochen war, er setzte sogar einen Mitleid ausschüttenden Blick auf. „Ich kann ihm ja immer noch erzählen das der Telvanni sich das alles nur ausgedacht hat, sobald diese Sache vorüber ist“: flüsterte ihm sein Verstand skrupellos ein. Doch irgendwie war es ihm gegenüber nicht fair, diese Geschichte zu ersinnen, hatte er seinen Vater schließlich nie kennen gelernt, hatte er seine Mutter nur für eine Nacht in sein Bett genommen und war dann weg gewesen. Zumindest hatte er es ihm gegenüber mal vor einigen Jahren erwähnt. Doch es musste sein. Die Alternative wäre wirklich das offenbaren seiner weniger ruhmreichen Vergangenheit gewesen. Eine plötzliche Müdigkeit ergriff ihn und Tirian war von einer nachdenklichen Sprachlosigkeit erschüttert. „Du musst sicherlich über einiges Nachdenken. Am besten du gehst gleich ins Bett. Aber zuvor noch etwas. Ich muss noch Morrowind zurückkehren und ich denke es ist besser du kehrst auf den Schiff zurück. An der Ringstraße werden wir uns morgen trennen. Doch zuvor brauch ich deine Hilfe bei einer äußerst wichtigen Sache. Ich brauche jetzt deine Zusage. Ich kann jedoch noch nichts Genaueres darüber sagen. Ich habe dir vertraut, also bitte vertraue mir auch:“ sagte er dann. Tirian dem Anzusehen war, das alles ein bisschen viel gewesen war, nickte, stimmte zu und verschwand mit zerfurchter Stirn auf dem Zimmer, auf dem Gang war nur das Schließen der Tür seines eigenen Quartiers zu vernehmen. Tarrior schloss die Tür und kurz darauf auch seine Augen, nachdem er das Licht gelöscht, sich ausgezogen und ins Bett gelegt hatte. Noch eine Weile kreisten ihm ebenfalls die Gedanken wild im Kopf, dann verfiel er in einen unruhigen Schlaf.
    Geändert von KingPaddy (04.05.2008 um 11:09 Uhr)

  4. #64

    Bruma und Umland

    Während Elendil die Tage mit Lesen und Studieren verbracht hatte, war unmerklich auch in Bruma und den Jerall-Bergen der Frühling eingekehrt. Unmerklich deshalb, weil Frühling in dieser Region lediglich bedeutete: keine Schneestürme mehr und Temperaturen um ca. 5 Grad Minus anstelle von 20 Grad Minus. Doch der Magier wusste: weiter unten im Tal würden Blumen und Bäume blühen, die Sonne würde warm strahlen und Vögel würden in der lauen Frühlingsluft zwitschend hin- und herfliegen. Nester dürften längst gebaut sein. Kurz: Überall war wieder das Leben ausgebrochen, hier oben nur die Kälte etwas zurückgegangen. Zeit für einen vorübergehenden Ortswechsel in wärmere Gefilde.

    Die wenigen Dinge, die Elendil benötigte, waren rasch zusammengepackt. Nur wohin er gehen würde, war ihm noch unbekannt. Nun ja, der Weg war schließlich das Ziel. Der Weg aus Schnee und Kälte heraus und dorthin, wo es warm war. Wieder versiegelte er sein Haus mit magischen Siegeln, um mögliche Diebe und sonstiges Ungeziefer aus seinem Anwesen herauszuhalten, und dann verließ er kurze Zeit später das Tor zu Bruma und begab sich auf den Weg ins Tal. Er schritt zügig aus aus zweierlei Gründen: der erste war jener, sich warm zu halten und der zweite gründete darin, dass er so bald wie möglich in eine wirkliche Frühlingslandschaft zu kommen hoffte. Unwillkürlich sang er vor sich hin. Ein altes Lied aus Sumerset Isle. Und er sang ebenso laut wie falsch. Natürlich sang er falsch, denn er war Magier und Alchemist, kein Sänger, aber das störte ihn herzlich wenig. Schließlich hörte ihn hier oben niemand bis auf ein paar Bären und Wölfe, welche aber die Flucht ergriffen, wenn er näher kam. Ob dies an seinem grauenhaft falschem Gesang lag oder daran, dass sie instinktiv spürten, dass der Magier bei einem möglichen Angriff gemein werden konnte, wusste er nicht. Und auch das interessierte ihn nicht.

    Und so dauerte es nur wenige Stunden bis er er die ersten grünen Zweige sah, die Luft merklich wärmer wurde und am Wegesrand die ersten Blumen auftauchten. Einmal sah er in weiter Ferne ein großes rotes flackerndes Tor aufragen und schloss für einen Moment schaudernd die Augen, bevor er sich abwandte. Nein, heute wollte er seinen inneren Frieden nicht durch diese Gefahr durcheinanderbringen lassen. Er konnte es eh nicht ändern.

    Kurz überlegte er, ob seine Schritte ihn nach Chorrol führen sollten, aber Naasira wäre vermutlich wenig erfreut, wenn sie ihn jetzt schon wieder sehen sollte. Und hatte sicherlich auch besseres zu tun als ein Schwätzchen mit einem alten griesgrämigen Magier und Alchemisten zu halten, mochte dieser auch ihr Schüler gewesen sein. Und wer weiß, vielleicht war sie selbst ja auch nicht in Chorrol. Überhaupt: die südlichwestliche Küstengegend von Anvil dürfte jetzt am wärmsten sein. Wenn woanders Frühling war, dann würde es dort bereits sommerlich heiß sein. Also genau das, was er suchte. Und so bog er an der Kreuzung im Tal Richtung Anvil ab, nicht ohne zuvor noch einen heimlichen und doch sehnsüchtigen Blick auf das Schild, welches Chorrol anzeigte, geworfen zu haben.

  5. #65

    Cyrodil, Anga

    Den Infravisionstrank nahm sie ein, obwohl sie eigentlich auch selbst in der Lage war Infravisionszauber zu wirken. Sie hielt es für keine gute Idee, ihre Begleiter über ihre Wissen über die Illusionsmagie in Kenntnis zu setzen, da sie ihnen bereits ihr Können im Umgang mit Bögen gezeigt hatte.
    Hermans Idee hatten ihnen einen Kampf und unnötige Aufmerksamkeit erspart. Und zum glück war Xerxes auf einem der Betten der Banditen gelandet, als er vom Sims gefallen war. Und da die Banditen mit Kampftraining beschäftigt waren hatte keiner von ihnen etwas davon mitbekommen.

    Hinter der Tür führte eine Treppe weiter in die Tiefe. Am unteren Ende der Treppe führte ein Gang weiter in die Tiefe. Die Halle vor ihnen war großteils geflutet und nur in der Mitte war ein Weg. Dieser wurde allerding von Ayleiden-Kristallen ausgeleuchtet und irgendwie hatte Nemada dabei ein merkwürdiges Gefühl. Die beiden Männer wollten auf die Brücke zugehen, sie hielt sie allerdings zurück und flüsterte ihenen eindringlich zu: 'Wartet noch einen Moment. Ich habe hier irgendwie ein merkwürdiges Gefühl. Die Schatten hinter dem Licht der Kristalle sind nicht einzusehen und es ist möglich, das sich dort Wachen aufhalten. Ich würde es für klüger halten, zu schwimmen.'

  6. #66

    Cyrodiil, Grafschaft Chorrol, Festungsruine

    Aufmerksam lauerten zwei Augenpaare im dichten Gebüsch darauf, das ihre Ziele in die Falle tappen würde, die sie aufgestellt hatten. Wenn man den einfachen Plan, jemanden einfach aus dem Hinterhalt heraus zu überfallen, als Falle bezeichnen konnte. Doch auf jeden Fall würden sie schnell sein müssen, ansonsten hätten sie ihre Chance vertan und er selbst sein Leben vermutlich verwirkt. Sein Helfer wurde langsam ungeduldig, doch konnte er das jetzt nicht wirklich gebrauchen. Es war gerade einmal einige Minuten her, das sie sich mit Hilfe von Illusionen und Rauch schnell in die Wildnis geflüchtet. Tarrior war sich sicher, dass die Graumäntel sich zeigen würden um heraus zu bekommen wohin sie entkommen waren. Dafür würden sie die Spuren genau untersuchen müssen. Und das würden sie müssen, denn er selbst konnte sich gut vorstellen das der Telvanni es nicht dulden würde, wenn sie ihre Beute verlieren würden. Da stellte sich wieder dieses interessante Gefühl tiefer Ironie ein. Waren die Graumäntel bisher immer hinter ihm her gewesen und ständig in seinem Nacken, als wäre er gejagtes Wild, würden nun sie selbst die Beute sein. Allein schon aus dem Wunsch sich wegen dieser ganzen unsäglichen Aufträgen an jemanden zu rächen, wollte er sie jetzt in seiner Falle haben. Am liebsten wäre ihm Behram persönlich gewesen, aber der war leider nicht da, also mussten seine Schoßhündchen dafür her halten. Auf der anderen Seite würde er nicht nur Rache üben, sondern sie sich endlich für eine Weile vom Hals schaffen.

    Tirian druckste herum, entweder machte ihn die Spannung nervös oder er glaubte vielleicht nicht daran das es funktionieren würde. Doch der Dunmer hielt seinen Freund gerade rechtzeitig davon ab, sich zu verraten. Seit dem Morgen hatte er seinen Freund auf den Moment vorbereitet, an dem die beiden massigen Gestalten auf dem Hof der alten Festungsruine auftauchen würden. Er hatte ihm die Einzelheiten seines Planes während des ereignislosen Frühstücks dargelegt und war es auf dem Weg hierher nochmals mit ihm durchgegangen. Erst war der Junge mürrisch gewesen so früh schon Chorrol verlassen zu müssen, aber sie mussten das Zwielicht des Morgengrauens ausnutzen. Auch er hätte lieber noch einige Stunden ausgeharrt und sich noch von Thorr und Naasira verabschiedet. Doch stattdessen hatte er damit vorlieb nehmen müssen den beiden eine Nachricht zu hinterlassen.

    Es tut mir Leid, dass ich schon wieder so schnell weg muss, doch es gibt da eine äußerst wichtige Sache in meiner Heimat, die unbedingt geregelt werden muss. Macht euch keine Sorgen ich bin wenn ihr das hier lest sicher schon auf dem Weg nach Bruma und von dort aus Richtung Heimat

    Gez. Tarrior


    Er hatte es der pelzigen Wirtin gegeben mit dem Hinweis es doch Thorr auszhändigen, wenn sie ihn das nächste Mal zu Gesicht bekommt. Danach hatten sich unter den Blicken der rotunterlaufenden und mürrischen Augen der Torwachen aus der Stadt verkrümelt um den Plan umzusetzen. Und nun war es soweit da standen sie nun. Zwei große breitschultrige Gestalten in grauen Kapuzenmänteln, deren Gesichter und sichtbaren Gliedmaßen von einer Art wogenden Nebel verdeckt zu werden schienen. „Was sind das für seltsame Menschen?“: fragte Tirian, während die Graumäntel die verwirrende Ansammlung von Fußspuren musterten. „Ich bin mir nicht einmal sicher ob es überhaupt Menschen sind. Mich würde bei diesem Telvanni Hexer sowieso nichts mehr überraschen. Bist du bereit“: gab er zur Antwort. Auf die Frage hin nickte der Jüngere und beide stürzten mit einem gewagten Sprung aus dem Gebüsch auf die beiden Verhüllten zu. Sie wollten noch reagieren doch zu spät, sie stießen voll mit den beiden Dunmern zusammen. Jedoch anders als gedacht gaben die beiden nicht einfach nach, sondern gerieten und dem schweren Aufprall gerade einmal ins Wanken. Doch dieser eine Moment reichte um den plötzlich todesmutigen Tarrior und seinen Freund die Möglichkeit zu geben sich aufzurappeln und den beiden die Fäuste in die Nebelschwaden zu rammen, hinter denen sich vermutlich deren Gesichter verbargen.

    Man konnte ein unschönes Knacken hören und Tarrior fühlte wie die Knochen unter seiner Faust nachgeben, bevor selbige selbst zu schmerzen begann und langsam taub wurde. Es war fast so als hätte er gegen eine Mauer geschlagen, zumindest versuchten ihm die Schmerzen in seiner Hand das so klar zu machen. Die Mantelträger taumelten und Tirian gab ihnen mit einem Zauber den Rest. Erst der Zauber schaffte es sie Zauber zu werfen, wo sie dann auch zuckend liegen blieben. „Der Schlaf- und Schwächezauber wird sie einige Stunden ruhig halten und ihnen äußerst schlimme Alpträume bescheren“: sagte der Junge dann und fügte dann noch hinzu: „mich wunderts das du sie nicht gleich umbringst.“ „Wir inszenieren einen Überfall. Man würde ihren Tod oder ihr Verschwinden bemerken und man würde sofort mich verdächtigen. So werden sie glauben sie wären überfallen worden und wir haben Vorsprung“: erklärte er seine Gründe. „Aber sie haben uns gesehen? Außerdem dachte ich du wolltest auch nicht das sie diesem dreckigen Erpresser sagen, das du den Befehl verweigert hast um Naasira zu suchen“: fragte er sichtlich verwirrt nochmals nach. „Alles zu seiner Zeit“: antwortete Tarrior knapp und zog den Vergessenstrank hervor, der ihm so großzügig von Elendil zur Verfügung gestellt worden war. Das Geld was er dafür auf den Tisch gelegt hatte, würde sich gelohnt haben. „Ich habe mir von diesem Alchemisten Vergessenstrank herstellen lassen, die Dosierung müsse laut dem Alchemisten dafür sorgen, das sie die letzten zwei Tag einfach und beschwingt vergessen. Sie werden vielleicht misstrauisch sein, aber es dann doch ganz sicher als Folge des Kampfes abtun. Hoffe ich zumindest. Wenn nicht dann haben wir ein Problem“: erklärte er und ging zu den beiden Geheimnisvollen hinüber. Der Brustkorb unter den grauen Mänteln hob und senkte sich rhytmisch wie beim Schlaf üblich. Was der Dunmer jedoch seltsam fand, ist die Tatsache das der Nebel immer noch nicht verschwunden war. Hatte er es ja bisher für einen Illusionszauber gehalten. Aber die Tatsache das sie sich mit ihrer Aktion nur etwas Zeit erkauft hatten, holte ihn von dieser unwichtigen Nebenerscheinung zurück. Er setzte den Hals des Fläschchens dort an, wo er den Mund der Bewusstlosen unter den Schleiern vermutete. Das eindeutige reflexartige Schlucken, war ein gutes Zeichen und schnell hatten beide ihre Dosis des Trankes Intus und würden beim Aufwachen die letzten zwei Tage nicht einmal mehr schemenhaft in Erinnerung haben.

    Er schaute nocheinmal zu dem Knäuel aus grauem Stoff zurück, nachdem er sein Gepäck geschultert hatte und wandte sich wieder Richtung Rumare See. Schnellen Schrittes ließen sie die Länder von Chorrol und vor allem die Festungsruine hinter sich und gelangten nach einer weiteren Stunde Fußmarsch an die Kreuzung der Ringstraße. „Tirian von hier aus werde ich Richtung Bruma weiter reisen. Du kehrst am besten zu deinem Schiff und deiner Crew zurück. Du bist mein Freund daher sag ich es dir auch als selbiger. Das was ich da in Morrowind erledigen muss ist eine Sache bei der für dich kein Platz ist, die nur mich etwas angeht und diesen Telvanni, außerdem wird es dort gefährlich werden. Du hast ja sicher auch die Gerüchte von Bürgerkrieg gehört, also meide lieber die Häfen von Morrowind oder Vvardenfell“: wollte er sich verabschieden und legte sich vorsorglich einige Entgegnungen, Ausreden und Widersprüche und dergleichen zurecht um jedem Widerspruch Tirians begegnen zu können. Doch nichts geschah Tirian war einverstanden, was Tarrior im ersten Moment total überraschte. Scheinbar hatte er deutlich und eindringlich genug gesprochen. Zumindest verabschiedeten sie sich tränenreich, obwohl Tarrior bei Tirian einen gewissen Trotz spüren konnte. Er hätte zu gerne gewusst, was im Moment in seinem Freund vorging, doch er verkniff sich lieber den Versuch mit seinen mentalen Fähigkeiten einen Versuch zu unternehmen in seinen Traum einzudringen. Schlussendlich zogen sie dann in entgegen gesetzten Richtungen ihrer Wege. Während Tirian vermutlich auf dem Weg nach Anvil oder Bravil war um zur Crew und seinem Schiff zurück zu kehren, war Tarrior auf dem Weg hoch in die Berge um selbst ein besonderes Schiff zu besteigen um nach Hause zurück zukehren. Zumindest hoffte er das Aurek das Luftschiff wieder flott hatte machen können.
    Geändert von eissceda (18.05.2008 um 13:02 Uhr) Grund: Sig aus, Kollege

  7. #67

    Cheydinhal, Magiergilde

    Er hatte die Magiergilde in Cheydinhal und damit die letzte Gilde, in der er sich eine Empfehlung holen musste erreicht. Die Gildenführerin Deetsan schien sich über sein Auftauchen zu freuen. Und nach kurzem erfuhr er auch den Grund. Die Magiergilde in Cheydinhal hatte ein Paket aus Morrowind aufbewahren sollen, bis ein paar kaiserliche Kampfmagier es abholen und sicher in die Geheime Universität in der Kaiserstadt bringen konnten. Leider war das Paket aber verschwunden und jetzt sollte er sich auf die Suche nach dem Paket machen, da man der Stadtwache seit der Ernennung des neuen Hauptmannes nicht so ganz traute und er scheinbar der geeignetste Mann dafür war.

    Eine kurze Nachfrage bei dem Bettler, der sich in der Nähe der Magiergilde herumtrieb hatte ergeben, das ein Unbekannter mit einem Paket die Magiergilde vor ein paar Stunden verlassen hatte und sich bei ihm nach dem Weg nach zu dem Akatosch-Schrein Nahe Harlunswacht erkundigt hatte. Nachdem Kamahl das gehört rannte er los. Der Dieb hatte also vermutlich im Auftrag eines anderen gehandelt, ansonsten würde er nicht an einen ihm unbekannten Ort flüchten.

    Beim Schrein angekommen beobachtete er zwei Männer, einen in einer Lederrüstung und einen in einer schwarzen Robe, die sich über irgendetwas stritten. Anscheinend ging es um die Bezahlung der Dienste des Diebes und darum das sein Geschäftspartner erst verspättet aufgetaucht war. Plötlich hielt der Robenträger einen Dolch in den Händen und rammte ihn seinem Gegenüber in den Bauch, woraufhin dieser mit einem überraschten Gesichtsausdruck zusammenbrach. Da reichte es Kamahl, er zog seine Schwerter und rannte auf den Unbekannten zu. Dieser hob ein Hand und wie aus dem nichts erschienen vor ihm zwei mit Schwertern bewaffnete Skelette. Kamahl blockte die Schwertschläge, die auf ihn gerichtet waren mit den Klingen ab, während er an den Skelleten vorbeirannte. Der Beschwörer wollte gerade einen Zauber sprechen, als Kamahl in ihn krachte. Die Wucht des Aufpralls schleuterte ihn gegen eine Säule des Schreines und ließ ihn das gut einen Meter lange Paket verlieren, das er gerade vom Boden aufgehoben hatte. Es dauerte einen Moment, bis Kamahl sich wieder aufgerappelt hatte, der Nekromant allerdings blieb regungslos liegen. Anscheinend hatte er sich beim Aufprall auf die Säule das Genick gebrochen. Nachdem er die beiden Toten untersucht hatte hob Kamahl das Paket und machte sich auf den Rückweg zur Gilde. Die Frage, die ihm dabei im Kopf herumschwirrte war, warum die Nekromanten sich für das Paket interessierten.
    Geändert von eissceda (31.07.2008 um 16:22 Uhr)

  8. #68

    Cyrodiil, Choroll - Eiche und Krummstab

    Mit einem guten Happen und einem kräftigen Schluck Bier – Tasalma hatte neuerding Bier aus Bruma in ihrem Angebot – blätterte Thorr genüsslich in der Zeitung. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass er die Stunden sanfter Abwechslung einfach mal brauchte, bevor er seinem Auftrag weiter nachging.


    Zitat Zitat
    Institut für georaphische Wissenschaften
    Aus dem kaiserlichen Institut für Geographische Wissenschaften wurde heute bekannt gegeben, dass die Kaiserliche Geografische Gesellschaft für ihre Neuauflage des Tamrielalmanachs Tamriel neu vermessen hat. Uns Liegen bereits exklusiv die ersten Ergebnise vor.

    Das seit Krönung des Kaisers eingeführte kaiserliche Normgrundstück wurde mit seiner Größe von 4000 x 4000 Fingerbreiten unseres leider verstorbenen Kaisers festgelegt.
    In dem letzten wissenschaftlichen Kongreß wurde nun auch bestätigt, dass die größe eines kaiserlichen Normgrundstücks in der Provinz Morrowind eingeführt ist. Mit diesem revolutionären Schritt ist das kaiserliche Normgrundstück das erste offizielle Einheitsmaß in ganz Tamriel.

    Durch diesen revolutionären Schritt konnten sich die Normläufer und Normvermesser aufmachen ganz Tamriel neu zu vermessen. Dabei kam heraus, daß die Provinz Cyrodiil von der Grenze zu Skyrim bei Bruma bis zum Meer bei Leyawiin 1553 Normgrundstücke misst. Vom Westen Anvils bis zum östlichen Nibenay bei Chardinal misst die Provinz 1908 Normgrundstücke. Die längsten Straßen sind von Bruma nach Leyawiin 1800 Normgrundstücke und von Anvil nach Cheydinhal 1960 Normgrundstücke. Wir rechnen hier zum besseren Verständnis unserer Leser nun in das verständlichere Schrittsystem um. Um von Anvil nach Cheydinhal zu laufen, bedarf es 186 250 Schritt und um von Bruma nach Leyawiin zu laufen bedarf es 171 250 Schritt. Die Gesamtfläche Cyrodiils beträgt 1 630 886 Normgrundstücke.

    Ziehen wir nun einmal geografische Karten von Tamriel zu rate.

    Der Distrikt Vvardenfell misst somit von den nördlichsten Punkten der Sheogorad Region bis zum Tempel von Vivec 1525 Normgrundstücke und vom westlichen Gnisis bis Sadrith Mora 2540 Normgrundstücke. Doch jetzt liegen Brandaktuell die neuen geodätischen Vermessungsergebnisse:
    Die Straßenvebindung von Blcklight nach Silnion Vale ergab eine Länge von 1684 Normgrundstücken oder für das bessere verständnis unserer Leser 159 980 Schritt.
    Dieses Ergebnis führte zu einer großen Diskrepanz, denn die Dunmerischen Wissenschaftler hatten nach Ihrer Karte eine Länge von 2250 Normgrundstücken erwartet.
    So wurde eine zweite Normvermessung durchgeführt. Diesmal von Silnion Vale nach Firewatch. Die nach der Kartografie erforderliche Länge waren 1725 Normgrundstücke, allerdings legten die vermesser nur 122 550 Schritt zurück und kamen auf eine Länge von 1290 Normgrundstücken.

    Diese Diskrepanz wurde während der Drucklegung dieses Artikels noch heftig diskutiert. Während die früheren Festpunkte der Vermessung geringfügige Abweichungen haben, gehen die Längen- und Flächenverhältnisse zur Wirklichkeit weit auseinander. Eine Theorie besagt, dass durch die Macht von Lokarns Herz Vvardenfell gestaucht wird und deshalb beim durchwandern kleiner ist, als es von außen erscheint. Dies mag man glauben oder auch nicht. Andere wiederum meinen, dass das rießige aufgeblähte Dumnmerische Ego derart viel Platz benötigt, dass für die restlichen Kontinente nicht mehr viel übrig geblieben ist. Sicher ist nur dass es mehrere Theorien gibt, die alle noch heiß umstritten sind, vor allem die Dunmerische Deligation zweifelt die Messergebnisse der kaiserlichen Normvermesser gewaltigt an. Ihr Hauptargument beruht darauf, dass bei dieser Expedition der Kaiserlichen Geografischen Gesellschaft keine Khajiit oder Argonischen Sklaven benutzt wurden und somit ein erheblicher Teil der geografischen Daten nicht genügend dokumentiert und ausgewertet worden sein kann.

    Wir Melden uns, sobald neue Informationen über die Debatte vorliegen
    Ihr Rappenkourier
    Die Zeitung hatte Thorr ermüdet, oder war es der Wein, zu dem Thorr nach dem sechsten Bier gewechselt hatte? Leich betrunken wankte der Nord in sein Schlafgemach und gab sich süßen Träumen hin.

    Thorr erwachte ungewöhnlich früh. Er wusste nicht, was ihn geweckt hatte, aber erfühlte sich fit und ausgeschlafen. Tasalma hatte für ihn schon Frühstück gemacht und übergab ihn einen Zettel:

    Zitat Zitat
    Es tut mir Leid, dass ich schon wieder so schnell weg muss, doch es gibt da eine äußerst wichtige Sache in meiner Heimat, die unbedingt geregelt werden muss. Macht euch keine Sorgen ich bin wenn ihr das hier lest sicher schon auf dem Weg nach Bruma und von dort aus Richtung Heimat

    Gez. Tarrior
    Die Nachricht beunruhigte Thorr ein wenig. Er hatte den Dunkelelfen kämpfen sehen und wusste durchaus, was er für ein Draufgänger war. Seine Probleme waren um welten Größer als Thorr es sich auch nur annähernd ausmalen konnte. Bei seinem letzten Wiedersehen hatte er ganz vergessen Tarrior zu fragen, was er mit dem Hammer der Vollendrung gemacht hatte. Offensichtlich war der kleine Dunkelelf, auch wenn er nicht wirklich kleiner war eher schmächtiger, mit seinen Auftraggebern auf Konfliktkurs gegangen, diese hatten ihn einst zu der Reise nach Cyrodiil gezwungen hatten. Einen seltsamen Nachgeschmack hinterlies die Nachricht auf jeden Fall, denn Thorr konnte sich daran erinnern, wie Tarrior hier gelandet war – im wahrsten Sinne des Wortes – und welche Verzweiflung er damals ausstrahlte.

    Thorr begrub vorerst die Gedanken, nach Bruma war es weit, die Schneeschmelze machte Bergstraßen zu reisenden Flüssen, nur Ausländer würden von Choroll um diese Zeit nach Bruma stapfen, waden, oder wie immer man das bezeichnen würde. Tarrior würde zwar nix passieren, aber schnell würde er auch nicht vorankommen.

    Thorr verspührte keine Sorge mehr nach Tarrior, es war noch zu früh ihm zu folgen. Auch Dunkelelfen besaßen Stolz und ein Kindermädchen für Tarrior könnte das Ansehen des Dunkelelfen vor seinen Freunden schmälern. Thorr musste bei dem Gedanken vor sich hin lachen und begab sich in ein neues Abenteuer
    Geändert von Thorr (19.05.2008 um 08:58 Uhr)

  9. #69
    Eine Frage der Ehre

    Nach dem recht unterhaltsamen Tagen im Hause Nassira, der kessen Bretonin, und dem guten Essen in der Herberge Eiche und Krummstab begab sich Thorr zur Vormittagsstunde in Richtung alte Eiche, dem Wahrzeichen von Choroll und dem sich dahinter befindenden Haus der Kämpfergilde.
    An der alten Eiche trafen sich die Bürger der Stadt um Neuigkeiten und Trasch auszustauschen. Der Mord an dem Kaiser war noch immer Gesprächstoff Nummer Eins.
    Die Käpfergilde war eines der großen Häuser an diesem Platz. Es war direkt neben der Magiergilde. Die Banner der Kämpfergilde, ein Schwert auf roter Flagge, zierten die Hausfront. Das Haus war dreistöckig und unterkellert. Thorr betrat es durch eine schwere Eichentüre. Ein Altpunker und Dunkelelf langweilte sich im Aufenthaltsraum. Der Aufenthaltsraum war groß. Links ging es zu einem großen runden Tisch, an dem die Kämpfer sich von ihren Strapazen erholen und was essen konnten. Dahinter war ein großes Weinlager. Rechts waren Ausstellungsvitrinen von einzigartigen Waffenmodellen und besonders elegante Kleidungsstücke. Der Altpunk stellte sich in ziehmlich schroffer Tonlage vor:
    „Ich bin der Meister der Kämpfergilde. Modryn Oreyn. Ich glaube, wir kennen uns noch nicht.“
    Thorr überreichte ihm seine Empfehlungen und die Beitrittsurkunde.
    „Geht nach oben, Vilena Donton hat arbeit für Euch.“ sprach er mit versöhnlich klingender Stimme. Irgendwie musste ihn Thorrs stille Natur beeindruckt haben.
    Die Kämpfergilde war im inneren ein dunkles Gebäude. Trotz der Größe hatten die Architekten die Fenster vergessen. Kaum drang Licht hinein, so dass am helleichten Tag Kerzen brennen mußten, um ein bisschen Licht zu spenden.

    „Seid gegrüßt. Ich sehe schon, Ihr kümmert Euch um Arbeit. Das ist ja ganz toll. Ich denke es ist an der Zeit, dass Ihr einige Verpflichtungen für Eure Gilde übernehmt.“ begrüßte Vilena Donton Thorr. Wieso mussten alle von Pflicht und Ehre reden? Thorr konnte nicht ganz glauben, dass die sinil wirkende alte Frau in ihrem verrosteten Eisenschrott, die Anfühererin der Kämpfergilde war. Eine Frau die sich so gehen ließ und nicht mal Wert auf Rüstung legte, war mehr ein Armutszeugnis der Kämpfergilde als ein Idol. Immerhin war sie begeister, dass jemand überhaupt hier arbeitet.
    „Wenn es um Aufträge geht, meldet Euch bei Azzan in Anvil oder Burz gro-Khasch in Chardinal.“ Thorr war verwirrt. „Ähhm, räusper, da war ich schon, die haben mich zu Euch geschickt.“ sprach er sehr zurückhaltend. Leidet die Frau unter Alzheimer?
    „Wir sind eine Bruderschaft, eine Familie.“ Thorr hatte noch nie soviel Schmalz von Kämpfern gehört. „Was einen von uns betrifft, betrifft uns alle. Kämpfen, Trunkenheit, Vernachlässigung von Verpflichtungen werden nicht tolleriert.“ Thorr war verwirrt. In der Kämpfergilde durfte man nicht Kämpfen und Saufen? „Ich möchte, dass Ihr mit Modryn Oreyn sprecht.“ setzte die Frau ihren Monolog fort „Er wird Euch für anstehende Verpflichtungen einsetzen. Viel Glück.“ Wozu brauchte Thorr Glück bei den Pflichten der Kämpfergilde. Er war in dem Irrglauben der Gilde beigetreten, dass Kampffertigkeiten vollkommen ausreichend waren.
    Das Büro des Gildenbosses war genauso schäbig wie ihre Rüstung, dunkel, verfallen und altmodisch. Es gab nicht mal eine eigene Kammer, nur eine Treppe, ein paar Bücherregale, einen Schreibtisch und das ganze unterm Dach. Im Winter war es lauwarm, im Sommer sicherlich stickich-heiß. Dies war kein Ort, an dem Thorr freiwillig leben würde, geschweige denn so alt werden wollte.

    Im Erdgeschoß langweilte sich immer noch der Altpunk mit seinen dunkelelfischen roten Augen. Niemand hatte ihm gesagt, dass er zu alt für den Scheiß war. Thorrs seltsamer Blick, war ihm offenbar nicht verborgen geblieben. „Was wünscht Ihr?“ raunzte Modryn ihn an „Ich schätze ihr sucht Arbeit, hm?“ Thorr hätte ihm gern seine Meinung zu dem Gammeladen und der schlechten Bezahlung gesagt, aber er hielt sich zurück. In anderen Städten lachte man die Mitglieder der Kämpfergilde aus. Die Gilde hatte eigentlich die Aufagbe ihren ruinierten Ruf wieder aufzubessern, aber diese beiden Hanseln würden dazu nix beitragen. Thorr benickte nur die Frage des Dunkeelfen und dieser fuhr in seinem schróffen Ton fort:
    „Es gibt Arbeit. Schön. Ich werde langsam sprechen, damit Ihr mitkommt.“ Jetzt wurde der Punkopa unverschämt. „IIIIccchhh mmmöööccchhhttteee ddddaaaassss IIIIIhhhhrrrr mmmmiiiitttt MMMaaaggggllliiirrr KKKKooonnnttttaaakkkkttt aaaauuuuffffnnnneeeehhhmmmt. EEEErrrr iiiiisssssttt eeeeiiiinnn BBBBrrrruuuuddddeeerrr dddeeerrr KKKKäääämmmmppppfffffeerrrggggiiilllldddeee aaabbbbeeerrr eeerrrr hhhhhaaaatttt eeeeiiiinnnneennn AAAAAuuuuufffffttttrrrraaaagggg nnnniiiieeeecccchhhhtttt aaauuuussssggggeeefffüüüühhhhrrrrttt. DDDDaaaasssss kkkköööönnnnnnnnneeennnn wwwwiiiiieeeerrrrr nnniiiieeeecccchhhhtttt zzzzzuuuulllllaaaasssssssseeennn. DDDDaaaa sssseeeehhhheeennn wwwwwiiiiiieeeerrrrr aaaalllllllllleeee ssscccchhhhhhlllleeeeccchhhtttt aaaauuuussss.“
    „Welche Drogen hast Du in Deiner Jugend konsumiert?“ fragte Thorr nebensächlich.
    „Wie war das?“ schrie der Dunkelelf „Maglir hat einen Auftrag in Skingard nicht zu Ende gebracht. Das sollte mich eigentlich nicht überraschen. Er ist unerfahren, so wie Ihr.“ Da waren sie wieder, die haltenlosen Beschimpfungen eines Punkopas, der sich Meister nennt. „geht nach Skingard und findet heraus, was mit ihm los ist.“
    „Skingard?“ fragte Thorr ungläubig nach. Die Auftragerteilung war ihm extrem suspekt.
    „Ja. Skingard. Findet Maglir. Findet heraus, weshalb er nichts getan hat. Ich schwöre, dass ich schon Dinge unter meinem Stifeln gefunden habe, die schlauer waren als ihr.“
    Bei so einem Auftraggeber machte die Arbeit keinen Spaß. Hätte Thorr nicht politischen Druck und einen Sponsor, der die anfallenden Kosten deckte, würde er sich nicht mal ansatzweise die Mühe machen. Er fand es faszinierend, das es Typen gab, die für so eine Behandlung und so wenig Geld überhaupt arbeiteten.

    Sein Aufenhalt in der Gilde hatte etwas über eine Stunde gedauert und einen faden Nachgeschmack hinterlassen. Thorr kramte in seinem Rücksack holte eine Flasche Cyandrilbranntwein raus und kippte sie mit dem Frust runter.
    Geändert von Thorr (19.05.2008 um 13:31 Uhr)

  10. #70

    Cyrodiil, Kaiserstadt

    „Aufstehen“ rüttelte Melian an Kyokaan. Soviel Temperament hatte der Argonier schon lange nicht mehr bei seiner Begleiterin gesehen. Sie ließ keine Zeit verschwenden und half dem Agonier bei Packen. „Heut gehen wir in die Kaiserstadt“ summte sie dabei vor sich hin.

    Es war ein kühler schöner Morgen, als Kyokaan und Melian die Herberge verließen. Kyokaan hatte sich überreden lassen in der Kaiserstadt zu Frühstücken. Die beiden gingen die Monumentale Brücke zur Kaiserstadt entlang. Die Brücke war einige hundert Meter lang und verband die Insel, auf der die Kaiserstadt gegründet war mit dem Festland. Die Brücke wurde von gigantischen Pfeilern getragen, die sich in Triumphbögen über ihren Köpfen schlossen. In der Ferne erhob sich die Kaiserstadt auf einem Hügel in gigantische Höhe. Die Riesigen Mauern aus weißem Marmor wurden von drei Türmen überragt. Der Größte von ihnen, der Weißgoldturm und musste einige Hundert Meter hoch sein. Ihn konnte man fast von überall in Cyrodiil aus sehen und genauso fantastisch musste die Aussicht von dort oben sein, dachte sich Kyokaan.

    Der Aufstieg zum Stadttor war steil und lang, doch Melian schien den Berg fast hinauf zu fliegen. Oben angekommen öffnet sich den Beiden das gigantische Stadttor. Am frühen Morgen betraten sie den Talosplatzbezirk der Kaiserstadt. Die Kaiserstadt ist die unglaublichste Metropole des Imperiums.
    Diese Noble Gegend hier ließ jedem Neuling den Mund offen stehen. Prunk und Glanz zeugten vom Wohlstand des Kaiserreiches und ließen jeden Bürger in eine fantastische Welt eintauchen. Am Hauptplatz des Bezirkes standen einige Händler, die die eben erwachte Stadt mit Frühstücksleckereien versorgten. Kyokaan und Melian kauften sich ein paar Früchte und köstliche Backwaren. In diesem Stadtbezirk gab es die reichsten Bürger und Nobelsten Hotels. Die Häuser waren gigantisch groß und einige reiche Bürger hatten noch zusätzlich Wachpersonal um ihr Hab und Gut zu beschützen.

    Vom Talosplatzbezirk aus betraten die beiden das Zentrum der Kaiserstadt, den Palastbezirk des Kaisers.
    Im Zentrum der Palastanlage war der Weißgoldturm, der so hoch hinausragte, das Kyokaan beim nach oben blicken einen Nackenkrampf bekam. Dieser Turm wurde von dem Palast umschlossen, der wiederum von weißen Ziersäulen umschlossen wurde. Im äußeren Ring der Runden Plastanlage befanden sich die Gräber der Ahnen. Zum Teil waren es einfache Grabsteine, zwischen denen Pilze wucherten, aber auch kunstvolle historisch bedeutende alte Gruften.
    „Schön Euch zu treffen.“ wurde Kyokaan freundliche von einer Stadtwache in edler Uniform begrüßt. Die Stadtwache musste der Uniform zu urteilen, der Kaiserpalastwache angehören.
    „Mir scheint, als hätte ich in letzter Zeit einige neue Gesichter gesehen.“ verwickelte die Wache Kyokaan in ein Gespräch. „Wie meint ihr das?“ fragte Kyokaan unschuldig. „Seit dem Kaisermord sind düstere Zeiten in Cyrodiil ausgebrochen. Viele suchen in der Kaiserstadt zuflucht vor den Unruhen im Umland. Das bringt jede Menge Leben in die Stadt, lässt die Grundstückspreise in die Höhe schnallen, lockt aber auch Diebe an. Habt ihr schon vom Graufuchs gehöhrt?“
    „Das soll ein legänderer Dieb sein, der in Bravil den Grafen beraubt hat, oder?“ sprach Kyokaan abfällig.
    „Er ist nur ein Dieb. Es heißt er sei der Kopf der Diebesgilde, hoho, klasse Witz.“ Kyokaan viel in das Lachen der Wache mit ein „der ist echt gut, Ein Haufen Diebe, hoho, die sich in einer Gilde zusammenraufen und beklauen hoho.“
    Etwas ernster fuhr die Wache mit flüsterndem Ton fort. „Der Adel haßt ihn, aber die Bauern und Bettler lieben ihn, besonders im Hafenviertel.“ Kyokaan lauschte wissbegierig den Worten der Wache.
    „Kann man vordem Kanzler vorsprechen?“ fuhr Kyokaan in ritterlichem Ton fort, „wir kommen aus Leyawiin und könnten unsere Dienste anbieten.“
    „Der Kanzler Ocato empfängt keine Besucher. Er ist durch den plötzlichen Tod des Kaisers damit beschäftigt, das Reich als ganzes zu erhalten. Die Kammer des Ältestenrates ist während dieser Notlage für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Aber der Palast kann immer noch betreten werden, solange ihr Euch ruhig verhaltet.“ Kyokaan und Melian betraten leise die Hallen des Kaiserpalastes. Es war sehr dunkel in den Gängen des Plastes. Fenster ließen kaum Licht rein, so dass überall Kerzenständer und Fackel rum standen. Trotzdem langte es nicht aus, die hohen Räume ausreichend zu beleuchten. Etliche Wachen liefen hier rum und waren an jeder Türe postiert. die Hallen selber waren kalt und kahl. Lediglich ein Teppich schmückte die Vorhalle aus.

    Vom Kaiserpalast gingen die beiden zum Tempelbezirk. Vom Zentrum aus waren die Wege in die Randbezirke der Stadt schnell und gut zu erreichen. Im Tempelbezirk stand im Zentrum des Viertels ein riesiger runder Tempel mit Kuppelbau, der Akatosch gewidmet war. Die Kaiserlichen nannten ihn Tempel des Einen, wobei dies auf Ihren Glauben und den Gott Akatosch bezogen war. Im Tempelbezirk gab es eine Herberge und ein Tor zum Hafen. Zwei andere Tore verbanden den Tempelbezirk mit dem Talospaltzbezirk und dem Arboretum. Im Tempelbezirk tummelten sich viel Leute. Einige gingen zu den Predigten im Tempel, andere kamen von dort. Viele sprachen lautstark über den Glauben, der momentanen politischen Situation und andere Hinterfragten die Existenz der Götter, so wie immer.

    Das Arboretum war eine riesige Parkanlage, in der sich die Bürger der Kaiserstadt erholten und Ruhe vom Alltagsstreß suchte. Ein steinerner Pavilion zierte das Zentrum des Parkes und glorreiche Kaiser hatten hier ihre Ebenbilder in Stein aufstellen lassen. Vom Arborentum führen vier Wege weg. Einer ging ins Zentrum, der andere aus der Stadt hinaus zur geheimen Universität der Magiergilde. Wobei sich Kyokaan fragte, was an der Universität geheim war, wenn jeder wusste wo sie sich befand? Ein weiterer Weg führte in den nächsten Bezirk, die Arena.

    Die Arena war ein riesiger runder Bau mit Burgähnlichen Mauern. Sperre zierten die Außenwände und zeugten von Gewalt, Blut und Tod. Der Süße Duft von Angst, Schweiß, Blut und Wein konnte Kyokaan sogar vor dem Eingangstor wahr nehmen. Vor der Arena war ein Wettbüro. Hier wurde viel Geld auf den Sieger des bevorstehenden Kampfes gesetzt.
    „Seid gegrüßt! Willkommen in der Arena!“ wurden Kyokaan und Melian freundlich begrüßt. „Ich habe Euch noch nie hier gesehen. Ich kenne alle Stammgäste.“ erklärte der kleine Waldelf hinter dem Schalter. „Wenn ihr die Arena als Kämpfer betreten wollt, müsst Ihr den Gang hinunter in das Schlachthaus gehen und mit einem Kerl namens Owyn reden. Er ist vom Rang her Waffenmeister. Wollt ihr jedoch nur zusehen und auf einen Kampf wetten, so seid Ihr bei mir goldrichtig!“ erklärte der Waldelf mit feucht-tränigen Augen und einem lächeln im Gesicht.
    „Ich will wetten?“ fragte Kyokaan mehr, als dass er es sagte. „Ah, ausgezeichnet!“ lobte der kleine Elf „Ich wusste doch gleich, dass Ihr ein Spieler seid! Nun ihr könnt entweder auf das gelbe Team oder das blaue Team wetten. Die Teams sind in etwa gleich stark, die Gewinnquote beträgt 1:1. Auf welche Team wollt ihr setzen?“
    „Ich setze 100 Septime auf das blaue Team.“ sprach Kyokaan und schob das Gold gleich rüber.
    „Nun gut.“ sprach der Waldelf mit hoffnungsloser Mine „Ihr habt 100 Goldstücke auf das Blaue Team gesetzt.“ und notierte es in sein Buch „Ich wünsche Euch viel Glück und genießt den Kampf – für Stammkunden ist der Eintritt frei und solltet Ihr gewinnen, dann sucht mich auf und ich zahle Euch den Gewinn aus!“

    Kyokaan und Melian betraten die Areana. Als Stammkunden standen ihnen Logenplätze zu. In der Arena war die Stimmung bereits angeheizt und über ein gigantische Sprachrohr erhallte eine Ansagerstimme, die die Dramatik des bevorstehenden Kampfes betonte und Ankündigte. Die Tore wurden geöffnet und ein Krieger in Gelber Rüstung und ein Krieger in blauer Rüstung stürmten aufeinander zu. Chancengleich hatte der Typ im Wettbüro gesagt, hallte es durch Kyokaans kopf, als er die beiden Kämpfer betrachtet. Das Gelbe Team war waffentechnisch weit unterlegen. Der Käpfer hatte eine leichte Rüstung an und war mit einem Dolch bewaffnet, während das blaue Team in leichter Rüstung mit Schild und Helm und Streitkeule gegenüber stand. Kyokaan konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. Der Sieg des blauen Teams war vorhersehbar.
    Gut Teilte der Krieger des blauen Teams aus, doch hatte der Messerkämpfer ein paar Triks auf lager, die Kyokaan zweifel brachten. Tief schlug das Messer auf die wenig geschützten Beine und hinterlies blutige Spuren. Bekäme der Messerkämpfer so seinen Gegner zu fall, wäre er eine leichte Beute. Doch auch der Keulenschwinger wusste zu kämpfen und hebelte die Angriffstechnik des gelben Teams durch geschickte Schildeinsätze und die größere Reichweite der Waffe aus. Es dauerte nicht lange und der Krieger des gelben Teams ging schwer verletzt zu Boden. Einen Abschluß- oder Todestoß teilte das blaue Team nicht aus, aber so schnell würde der Krieger des gelben Teams nicht mehr kämpfen.
    „Der Sieger des Kampfes ist das blaue Team“ verkündete der Ansager. Kyokaan schaut befriedigt zu Melian. Ihr schien das blutige Spektakel nicht so zugesagt zu haben. „Immerhin haben wir 100 Septime gewonnen.“ versuchte Kyokaan die Aktion zu rechtfertigen.
    „Blutgeld“ motzte sie nur zurück.
    „Welches wir im Marktviertel mehr ausgeben können.“ konterte Kyokaan. Ihr Gesicht fing an zu strahlen, denn nun kamen die beiden ins wilde Geschäftstreiben der Kaiserstadt und dem eigentlichen Ziel von Melian.

  11. #71
    Der Alkoholpegel machte den Ritt nach Skingard leichter. Zu später Abendstunde erreichte Thorr ohne nennenswerte Zischenfälle die Ställe von Skingard. Am Stadttor erkundigte er sich nach Maglir. „Oh, der. Er ist Stammgast in unserer Ausnüchterungszelle.“ sagte die Wache am Tor „Zur Zeit hängt er in der „Westebene“ rum, mit der Nase tief in einer großen Flasche Bier.“

    Die „Westebene“ war das einzig brauchbare in Skingard. Ein Luxushotel zu erschwingbaren Preisen. Es lag unmittelbar in der Nähe des Westtores.

    Maglir war ein kleiner Waldelf, der am Tresen der Westebene sich vollaufen ließ. „Hallo Bruder“ begrüßte ihn Thorr. „Was gibt es …“ Maglir drehte sich zu Thorr „Bruder? Sie haben Euch geschickt, mich zu finden?“
    Thorr bestellte eine Flasche der besseren Skingardweine und zwei Gläser. Goß Maglir was ein und begann die Situation aufzulockern, indem er fragte: „Wie kann man in einer solchen Stadt nur Bier trinken?“
    „Ach“ begann Maglir zu jammern, als er das Weinglas absetzte „Für diese Aufgabe werde ich nicht gut genug bezahlt. Ich sollte das Tagebuch von Brenus Astis suchen.“ begann er zu reden und kippte Wein nach. „Sie sagen, das war in der Fallfels-Höhle. Seid ihr jemals dort gewesen?“ Thorr kramte in seiner Tasche und holte eine Karte hervor und begann darauf zu suchen. „Fallfels-Höhle … die liegt westlich von Skingard.“ blickte dann wieder auf und sagte zu Maglir. „Höhlenforschung ist nicht mein Ding. Wollen wir gemeinsam hin?“
    Maglir zuckte zusammen und kippte das ganze Glas Wein in einem Zug runter, schenkte sich noch mal ein und schluckte noch mal kräftig.
    „Noch eine Fasche Wein.“ rief Thorr lautstark zur Wirtin, dann schaute er ihn fragend an.
    „Ich geh nicht mehr zurück. Das war mehr, als ich erwartet hatte.“ sein Gesicht wurde weiß und sein Blick starr gerade aus, mehr zu sich selbst sprach er weiter: „Nicht für sowenig Geld.“ „He!“ riß Thorr ihn aus seinem Traum. Maglir schaute ihn fassungslos an. „Wenn es Euch so viel bedeutet, geht los und sucht selbst. Es ist Euer Auftrag. Das ist das Geld nicht wert, was die Kämpfergilde Euch zahlt. Ich muß an meine Familie denken.“ dann wand er sich beleidigt von Thorr ab und ging mit der Weinflasche in eine andere Ecke der Kneipe.
    Der Letzte Satz irritierte Thorr. Was hatten sein Brüder und Schwestern und Eltern mit seinem Leben in der Kämpfergilde zu tun?

    Nicht desto trotz verspürte Thorr eine unbefriedigte Neugier, die er nicht bis zum Morgengrauen aufschieben wollte. Die Fallfels-Höhle war eine halbe Stunde Fußmarsch von Skingard entfernt. Thorr machte sich noch in der späten Abenddämmerung oder besser in der jungen Nacht auf den Weg. Vorbei an den Weingütern der Suriell-Brüder führte ein kleiner, nur für Pfadfinder sichtbarer Pfad, zu der Höhle.

    Im Schein der Fakel, wirkte der Höhleneingang wie der Schlund eines riesigen Ungetüms. Thorr stieg langsam den Höhlenweg hinab. Ein feuchter modriger und muffliger Gestank stieg ihm dabei in die Nase. Im Lichtschein der Fakel wurden eingestürzte Höhlenteile erkennbar. Menschen wurden einst unter den Steinen begraben und ihre Überreste ragten zwischen den den Steinen hervor. Thorr fragte sich, ob es wirklich das Aufgabengebiet der Kämpfergilde sei, in maroden Höhlen Tagebücher zu suchen?
    In einem der Gänge stand eine große Truhe. Als Thorr das Schloß betätigte sprang diese auf. In ihr waren ein hochwertiger Orkschild, Heiltränke und Gold. Die Truhe musste einem Krieger gehört haben, der von den Steinen erschlagen wurde. Thorr nahm alles mit.

    Tiefer ging es in die Höhle hinein. Der muffelnde faule Gestank wurde dabei immer schlimmer. Ein ordentlicher Schluck Schnaps ließ ihn wieder erträglicher wirken. Nach der Nächsten Kurve erschloß sich der Weg in eine Große Aushöhlung. Plötzlich tauchte vor Thorr eine schwarze schwebende Gestalt auf, die ihren nun grünleuchtenden Arm hob und eine grüne Glubbersabbe auf Thorr schleuderte. Schnell war der Nord zur Seite gesprungen und der Grüne Sabber lief die Höhlenwand hinunter. Erneut hob die düstere Gestalt langsam ihren Arm und schleuderte weiter mit grüner Pampe, die auf die Höhlenwände klatschte. Dann ging dem Unhold die Grüne Sabber aus und es schleuderte mit Feuerbällen nach Thorr – ahh Magier, schoß es durch Thorrs Kopf, der die düstere Gestalt kaum wahr nahm. Er zog sein Schwert, wartet einen Feuerball ab und stürmte auf den Feind.

    Der Magier war nicht sonderlich fit oder Treffsicher. Als Thorr auf den Feind einschlug, merkte er, dass das Wesen nicht menschlich war und auch nicht allein! Sein Schwert hiebte nach ihm und Feuerbälle und Frostbälle flogen durch die Gegend. Giftige Dämpfe stiegen in seine Nase, als er weiter auf die Gestalt ohne Beine in der Luft einhiebte. Dann kam ein aufheulender Schrei und die Gestalt löste sich auf.

    Die Zweite hatte ein Zwergenkurzschert in der Hand. Schnell war der angreifende Schlag geblockt und das schwebende Wesen wirkte benommen. Ein Frostball traf Thorr. Er hiebte nur noch besessen auf die schwebende Gestalt ein, bis diese aufheulend sich in Luft auflöste. Thorr fühlte sich erschöpft, müde, verbrannt und erfrohren. Schüttelanfälle durchzuckten ihn von den giftigen Dämpfen und er kramte schnell einen Heiltrank hervor. Irgendetwas verursachte tierische Schmerzen in seinem Kopf. Dann erkannte er noch einen weiteren Feind. Eindeutig ein Magier mit einer leuchtenden Hülle und Zauberstab. Er sprach gerade einen Zauber auf Thorr, der seinen Mund seltsam verkleben lies. Schnell stürmte Thorr auf ihn und hiebte mit seinem Schwert drauf, das es nur so krachte, als würden alte morsche Knochen brechen. Dann war alles Dunkel. Thorr musste bei dem vielen Staub husten. – Scheiß Luft hier unten – dachte er sich.

  12. #72

    Cyrodiil, Chorrol, Eiche und Krummstab, Naasira's Haus

    Dem Geruch nach war das Abendessen gerade fertig geworden. Tarik suchte sich einen Platzetwas Abseits des Tavernen Betriebs und setzte sich hin.”Nun, dann bin ich also wieder in Chorrol”, dachte er mit einem Schmunzeln. Ihm viel das Abenteuer mit Tarrior wieder ein.”Er ist hoffentlich der einzige der von meiner ehemaligen Aktivität als Assassine der Dunklen Bruderschaft weiß. Sollte dem nicht so sein werde ich es bald heraus finden. Ich muss unbedingt herausfinden wer mich jagt und wie viele davon wissen. Und ob die Dunkle Bruderschaft nach mir sucht oder ob es nur wenige privat machen. Je nach dem werde ich handeln müssen, sehr schnell handeln müssen”, dachte Tarik. Er bestellte sich Met und etwas von dem Abendessen bei der Wirten und lauschte dann den Gesprächen in der Taverne.
    Das Essen kam wenig später. Während Tarik seinem Magen wieder Arbeit gab viel ihm ein das er ja etwas vor hatte.”Ich muss mich unbedingt nach einem Heiler erkundigen. Aber wer könnte so etwas wissen?”, fragte er sich. Plötzlich wehte ihm ein Gesprächsfetzen ins Ohr:”.......die neue Heilerin macht ihren Job wirklich gut.” “Ja und dazu sieht diese Bretonin auch noch gut aus......”. Tarik musste bei der einen Bemerkung des Mannes unwillkürlich grinsen.”Immerhin hat Chorrol eine Heilerin. Jetzt muss ich nur noch herausfinden wo sie wohnt. Und wenn es um das unauffällige Beschaffen von Informationen geht, war meine Zeit bei der Dunklen Bruderschaft sehr lehrreich”, dachte er.
    Tarik bezahlte seine Rechnung und mietete sich ein Zimmer für die Nacht. Müde ließ er sich in die weichen Kissen fallen und übergab sich der nächtlichen Ruhe. Morgen würde er diese Heilerin aufsuchen.

    Tarik wachte früh auf. Er blinzelte kurz und zog sich dann an. Unten war noch gar nicht los, jedoch huschte die Wirtin schon umher und ging ihrer Arbeit nach.”Die hat es aber eilig”, dachte er. Tarik bestellte sich ein Frühstück und ließ sich auf einen freien Stuhl fallen.”Ich kann mir die Suche nach einem Bettler ersparen wenn die Wirtin frage”, überlegte der Kaiserliche. Als die Wirtin das Frühstück servierte sprach Tarik sie an:”Wissen sie wo diese bretonische Heilerin in Chorrol wohnt?” Auf den misstrauischen Blick der Wirtin fügte Tarik hinzu:”Ich muss ihre Dienste in Anspruch nehmen. Die Wirtin grübelte kurz, sagte Tarik aber dann das was er hören wollte. Er nickte und bezahlte gerade das Frühstück wobei er ihr ein paar Septime mehr gab. Die Wirtin verschwand wieder und Tarik wandte sich seinem Essen zu.

    Wenig später verließ der Kaiserliche”Eiche und Krummstab” und machte sich auf den Weg.”Hoffentlich bildet sich auch Leute aus, ich könnte das Wissen gut gebrauchen”, dachte er. Tarik erreichte das Haus und klopfte dreimal an die Tür.”Mal sehen wie sie auf unerwarteten Besuch reagiert”, dachte der Kaiserliche.

  13. #73

    Chorrol, Naasiras Haus

    Die Tage nach Elendils Aufbruch vergingen in der üblichen Routine einer mittelgrossen Stadt. So langsam erwarb sie sich einen Ruf in der Gegend und sie konnte bald nicht über mangelnde Arbeit klagen.
    Die morgendliche Routine erledigte die Bretonin meist noch im Halbschlaf. Die Herstelle säubern und mit frischem Holz bestücken, das Feuer unter dem Kessel anfachen, Wasser erhitzen und schliesslich das Frühstück richten. Erst nach dem starken Tee wurde Naasira richtig wach und widmete sich dem Studium Ihrer Unterlagen. Bevor der Rest der Stadt erwachte und die ersten Leute sie aufsuchten. An diesem Tag erwartete sie einen der Wachmänner, der regelmässig vorbeikam um seine kranke Schulter behandeln zu lassen.

    'Heute ist er aber früh dran?' Dachte die Heilerin bei sich, als es direkt 3x an der Tür klopfte. "Seid Ihr am verbluten oder warum bearbeitet Ihr meine Tür so energisch?" fragte die Bretonin mit einem zwinkern als sie die Türe öffnete. Doch anders als erwartet stand keiner der Dorfbewohner vor Ihr, sondern ein fremder Mann.

    Ein junger, unauffällig wirkender Kaiserlicher stand vor Ihrer Tür. "Oh, ihr seid eindeutig nicht derjenige, den ich erwartete. Was kann ich für Euch tun?"

  14. #74

    Cyrodiil, Straße nach Bruma/ Bruma

    Tarrior war froh als er endlich in größere Höhenlagen kam und der Schnee hier wieder als geschlossene Decke lag. Der Weg hier herauf hatte ihn Stunden gekostet, da die Schneeschmelze die Straße in einen klumpigen braunen Fluss auf Schlamm verwandelt hatte. Der Weg war äußerst beschwerlich gewesen. Er hatte sich den Berg regelrecht hoch gekämpft. Er war froh gewesen die Kältegrenze überschritten zu haben. Erst war die Qualität des Weges wieder besser geworden, zum anderen war er dann auch bald wieder in den Bereich gekommen in dem ganzjährig Schnee lag. Die Straße war entsprechend begehbar gewesen, bzw. der mit Schnee verwehte Weg, von dessen Existenz nur noch die Fußabdrücke unzähliger Menschen zeugten die sich wie er auf den weiten Weg nach Bruma gemacht hatten. Leider hatte das erreichen dieser Höhengefilde auch seine Nachteile wie er recht schnell bemerkte. Hatte er zuvor eher nur die beißenden kühlen Bergwinde bemerkt, so strahlte die in verschiedene Nuancen von weiß getauchte Landschaft die Kälte regelrecht aus. „Schon wieder dieser abartige Kälte“: murrte Tarrior und errichtete einen Flammenschild um sich zu wärmen. Als ihm jedoch der Gedanke kam, dass das ganze bei seiner Rückreise über die Jerall-Berge noch viel schlimmer werden würde, resignierte er. Doch es musste getan werden. Er hatte zumindest die Wahl er konnte durch Himmelsrand fliegen und die Kälte in Kauf nehmen, oder halt einen Absturz riskieren in dem er den Weg über Süd-Morrowind einschlug. Jedoch wenn er es recht bedachte war er ja auf Grund technischer Mängel auch auf der Route durch Himmelsrand abgestürzt. Solche Gedanken und Gedanken die um Behram und Morrowind kreisten, schwirrten ihm durch den Kopf, als er an einer äußerst großen Schneewehe am Straßenrand vorbei ging.

    Die flammende Wand des Schildes schnitt durch den Schnee und ließ den Teil der sich im Schild befand augenblicklich schmelzen. Dann dampfte es und Tarrior fielen eine im Schnee fast unsichtbare weiße leicht bläulich schimmernde Haare auf in denen das Schmelzwasser verdampfte. Blitzschnell löste er den Feuerschild auf und konzentrierte die Magie in seinem Körper darauf, den Schneehaufen zu schmelzen. „Bei Fürst Dagoth, vermutlich ist hier jemand verschüttet worden“: dachte er und legte noch etwas mehr Energie in seinem Zauber. Langsam schmolz der Schneehaufen und bildete unzählige Rinnsale die sich den Weg langsam hinab schlängelten und einige Meter weiter wieder erstarrten. Es lag nun mehr von der verschütteten Person frei. Die langen Haare ließen auf eine Frau schließen, als er die für einen Dunmer typische aschgraue Haut bemerkte, legte er sich noch mehr in Zeug und der Schnee war in Windeseile geschmolzen und das Schmelzwasser hatte den Weg etwas unterhalb ihrer Posititon in eine tödliche glatte spiegelnde Fläche verwandelt, auf der das Licht des Tages glänzte. Die Dunmerin lag nun frei. Anders als ihre auffällig weißen Haare vermuten lassen hatten, war die Frau jung und sehr schön. Jedoch war jetzt auch klar, dass sie nicht von einer Lawine erfasst worden war. Ihre Todesursache war mehr als eindeutig wenn man den Pfeil bedachte der sich tief in ihren Körper gebohrt hatte und das viele Blut das die schreckliche Wunde umgab. Sie mochte mindestens seit dem letzten Winter hier liegen. Zumindest hatte der Schnee ihren Körper konserviert und vor den hungrigen Wölfen geschützt die sich sonst über die arme Seele hergemacht hätten. Sie musste tot sein. Behutsam hob er die Frau hoch, sie war zum Glück nicht besonders schwer. „Ich kann sie nicht hier lassen. Ein Dunmer verdient eine anständige Bestattung. Vielleicht kennt sie jemand in der Stadt. Ich weis zwar nicht welchem Glauben sie anhängt, aber im Zweifelsfall ist wohl die Kapelle von Bruma entsprechend angemessen. Er stapfte hoch erhobenen Kopfes durch den wieder tiefer gewordenen Schnee. Als ihm das zu schwierig wurde, weitete er seinen Flammenschild wieder aus und ließ den Schnee vor sich einfach schmelzen, bald hatte er die Straße wieder freigelegt. Die Strecke hinter ihm gefror jedoch wieder rasch und der Weg wurde bald zu einer tödlichen Rutschbahn für jeden unachtsamen Reisenden. Der nächste arme Teufel der dort lang ging konnte von Glück reden, wenn bis dahin wieder etwas Schnee gefallen war, der das Eis entsprechend abdecken konnte. Doch im Moment sah es nicht danach aus. Der Himmel war blau und klar.

    Schnell überwand er die letzten Meter und langte an der hohen steinernen Mauer der Stadt Bruma an. Als die Stadtwachen die blutverschmierte Leiche in seinen Händen sahen, zogen sie ihre Schwerter. Der Dunmer beruhigte sie. „Schnell einen Heiler“: rief der eine. Mit traurigem Blick jedoch hielt Tarrior den Wächtern zurück der gerade selbigen holen wollte. „Es nützt nichts mehr. Ich habe sie in den Bergen gefunden. Scheinbar Banditen, sie muss schon eine Weile tot sein. Ich wollte nicht das sich die wilden Tiere über ihren Leichnam hermachen“: erklärte er. Die Wachen traten ehrfürchtig einen Schritt zur Seite und öffneten das Stadttor. Er trat hindurch, in die engen Häuser gesäumten Gassen Brumas hinein. Instinktiv schaute er einen Moment um sich, dann lenkte er seine Schritte eilig zu dem großen unübersehbaren steinernen Gebäude mit den in den Himmel ragenden Türmen. Die Kapelle. Wenn jemand die Unbekannte kannte, dann wohl doch einer der Priester. Weiterhin eine Spur frierenden Schmelzwassers hinter sich herziehend stapfte er darauf zu. Die Stadt hatte sich kaum verändert. Es waren immer noch viele Nords hier. Noch immer lag Schnee und noch immer was es kalt in den Gassen. Und immer noch brannten unaufhörlich Kohlebecken in den Straßen um den Frierenden Wärme zu spenden. Er hatte zum Glück seinen Flammenschild der ihn auch vor kalter Luft und den Winden schützte. Die Leute die er hier sah zuckten unter dem Einfluss der schneidenden Gebirgswinde, selbst am Feuer zusammen. Nur die Nord unter ihnen schienen nicht das Geringste davon zu bemerken. Aber allgemein sagte man den Nord ja auch nach, in ihren Adern würde Met fließen anstatt Blut, der sie immer warm hielt. Weshalb die Nords auch schwüle und heiße Regionen lieber mieden, oder halt nur mit Lendenschurz bekleidet aufzutreten pflegten. Wie er einst einige Exemplare im sommerlich heißen Gramfeste gesehen hatte. Allgemein gingen ja auch Erzählungen in Vvardenfell um, die allgemein davon sprachen, das Nords in Unterwäschen zu bedeuten hatten, dass sie einer Hexe auf den Leim gegangen sind.

    Noch immer gerne erinnert er sich an eine Geschichte zurück, die ihm ein unscheinbarer Reisender in Schenks Schaufel in Caldera erzählt hatte. Während er über die Geschichte eines fast unbekleideten Nords, einer Axt mit Namen Wolkenspalter und einer jungen Zauberin nachsinnierte legte er den restlichen Weg zu Kapelle zurück. Und da ragte sie nun vor ihm auf die große Kapelle von Talos dem Drachengeborenen, dem ersten der Septim-Linie. Mit der Toten auf dem Arm betrat er das mächtige fast schon furchteinflößende Gebäude und fand sich in einer großen Halle wieder, dessen Decke sich weit über ihm im Dunkel des Kapellraumes verlor. Als sie die Dunmerin sahen stürmten die Priester auch schon herbei. Tarrior legte sie auf eine Bank und befragte die Geistlichen ob sie die junge Frau kennen würden. Einstimmig verneinte man. Zwar boten die Geistlichen an, ihr eine anständige Beerdigung in den Grüften der Kapelle zu kommen zu lassen, doch irgendwie wollte der Dunmer es nicht. Dies hier war nicht ihre Gemeinde, daher lebte sie nicht hier. Wenn sie Familie besaß, so war diese gewiss dann auch nicht hier. Er schüttelte Kopf. Wenn sie schon irgendwo fremd beigesetzt werden müsse, dann doch wohl in Morrowind. Morrowind war die Heimat aller Dunmer. Mögen die Vorfahren das Land aus welchen Gründen auch immer verlassen haben. Das wilde und schöne Land steckte in ihnen allen. In der einen Sekunde auf die andere entschied er, sie einfach mit zu nehmen. Aurek würde schon eine Möglichkeit finden, den Zerfall während der Reise zu stoppen. Also verließ er die Kapelle wieder mit der Toten auf dem Arm, sehr zur Verwunderung der Priester.

    „Hmm ich muss Aurek finden, wo kann er bloß stecken“: fragte er sich entschied sich dann erstmal den Ort aufzusuchen an dem er ihn das letzte Mal untergebracht gesehen hatte. Doch in der Kämpfergilde konnte man ihm nicht weiterhelfen. Nachdem er ebenfalls die Magiergilde und einige Händler abgeklappert hatte stand er vor Olafs Bräu und Streu. Die Dunmerin hatte er vorsorglich auf einen Schneehaufen hinter der Kapelle gebettet, da es äußerst viel Aufsehen erregt hatte, eine Leiche durch die Stadt zu tragen. Das letzte was er gebrauchen konnte, war das er vielleicht noch als Nekromant gelyncht wurde. Er wollte gerade eintreten als ein Dunmer gerade gemessenen Schrittes die Taverne verließ, dabei einen dicken Bund mit verschiedenen Nahrungsmitteln unter den Arm geklemmt. Langsam erkannte er den Mann wieder. Gesicht und Arme waren mit Narben übersät er war einer derjenigen die bei dem Absturz des Luftschiffes schwer verletzt worden waren. „Warte“: brüllte er dem jungen Mann hinter her. Dieser blieb stehen und drehte sich um. Die Muskeln offensichtlich angespannt als rechne er mit einem Überfall. Doch als er Tarrior erkannte hellte sich sein Blick auf und er entspannte sich. „Herr wie schön euch wieder zu sehen“: begrüßte der Matrose ihn. „Ja es ist schon eine Weile her. Ich suche Aurek, weißt du wo er ist?“: fragte er dann. „Ihr meint Meister Lichbrand, ja er hat eine Weile auf euch in der Taverne gewartet, aber ist dann schon mal zurück zum Schiff gegangen. Ich bin der letzte hier, ich sollte auf euch warten. Ich wollte mir nur schnell noch eine Waffe kaufen, ich wusste nicht, dass ihr jetzt eintrefft. Verzeiht“: erklärte der junge Mann. „Kein Problem. Dann können wir ja zum Schiff zurück. Aber geh ruhig vorher deine Waffe kaufen“: sagte er und der Matrose flitzte Richtung Schmiede. Tarrior nutzte die Zeit um den Leichnam der Dunmerin zu holen und sie trafen dann fast zeitgleich am Stadttor zusammen. Der Matrose hatte sich eine kleine einhändige Axt zugelegt und erbleichte als er die Tote in den Armen seines Begleiters sah. Den Pfeil hatte er mittlerweile entfernt. Ein einfaches dreckiges Stück Eisen mit üblem Widerhaken. Er hoffe wirklich die Frau hatte nicht lange gelitten. An den Weg konnte er sich selbst kaum noch erinnern. Es war jetzt solange her und außerdem war er damals noch total aufgewühlt gewesen, aufgrund des Absturzes. Doch sein Führer brachte ihn schnell einen ausgetretenen offensichtlich sehr oft benutzen Hohlpfad hinauf auf das Plateau wo diese schaukelnde Dwemer-Konstruktion damals zerschellt war. Doch anders als damals war die Hochebene nicht mehr mit Maschinen und Wrackteilen übersät, sondern schimmerte vom Feuer des brennenden Lagers rot.

    Das Luftschiff schwebte mitten drin. Ein Künstler hätte aus dieser Szene ein Meisterwerk schaffen können. Vom vergangenen Absturz selbst zeugte nichts mehr. Nur noch die herunter gebrannten Holzreste des notdürftigen Lagers würden daran erinnern das sie überhaupt jemals hier gewesen waren. Mühsam erklommen sie die metallene Rampe und betraten den massigen einige Meter über dem Erdboden schwebenden Koloss aus dwemerischem Stahl. Oberhalb der Rampe wurden sie von Aurek bereits empfangen. Der Matrose wurde mit den Lebensmitteln schnell und energisch an die Arbeit gescheucht und Aurek umarmte Tarrior wie einen guten alten Freund. Als er die Tote bemerkte machte sich ein sorgenvoller Ausdruck in seinem Gesicht breit. Tarrior der es schon lange aufgegeben hatte zu verstehen wie es Aurek möglich war mit der schwarzen Augenbinde zu sehen beruhigte ihn: „Keine Sorge Aurek. Ich habe sie auf dem Weg nach Bruma gefunden. Sie wurde scheinbar von Banditen getötet. Ich wollte ihr eine entsprechende Beisetzung in Morrowind verschaffen. Morrowind ist die Heimat aller Dunmer und sie verdient es im Land ihrer Ur-Ahnen bestattet zu werden, als in den Bergen von Cyrodiil von hungrigen Bestien in Stücke gerissen zu werden. Ich brauche jedoch noch eine Möglichkeit den Zerfall während der Reise zu stoppen.“ Aurek schien einverstanden begriff er vermutlich, dass es wohl keinen Sinn haben würde, den Dunmer von seinem Vorhaben abzubringen. „Wir haben Eis zum frisch halten der Nahrungsmittel geladen. In dem Raum ist es sehr kalt. Die Temperatur dürfte bis Vvardenfell sehr niedrig sein“: erklärte er. Tarrior nickte zustimmend. Ein Vorratsraum nicht unbedingt angemessen, aber immerhin. Ein Pfiff Aureks und zwei Matrosen eilten herbei um die Dunmerin in das Lager zu bringen und sie auf Eis zu betten. Tarrior begab sich mit Aurek wieder auf die Brücke, wo erneut wieder geschäftiges Treiben herrschte. Der neugierige Nord wollte alles erfahren. Und während sie sich in ein Gespräch vertieften und das Schiff abhob und über die schneebedeckten Gipfel, Richtung Vvardenfell glitt, machte sich weit entfernt jemand anders auf dem Weg. Im Hafen von Anvil setzte ein Schiff Segel und Kurs Richtung Vvardenfell. An Bord ein junger Dunmer der seinen Freund niemals im Stich lassen würde.

  15. #75

    Cyrodiil, Chorrol, Naassira's Haus

    “Ihre Dienste werden wohl stark in Anspruch genommen”, dachte Tarik. Er musterte die Bretonin kurz dann sprach er:”Ich nehme an sie sind die Heilerin von der die ganze Stadt spricht. Lehren sie auch andere Leute in den Heilkünsten?” “Ich hoffe sie sagt ja”, dachte er."Und was wenn sie nein sagt? Was machst du dann?", fragte ihn eine zweifelnde Stimme."Dann werde ich es in der nächsten Stadt probieren", antwortete Tarik der Stimme.

  16. #76
    Thorr entfachte eine neue Fackel und nahm einen zweiten Heiltrank zu sich. Seine schweren Verletzungen heilte er mit dem Zauberspruch, den Nassira ihm beigebracht hatte, nur von den Nebenwirkungen in Form von Kopfschmerzen hatte sie nix gesagt. Die waren schlimmer als nach einen extremen Saufgelage. Was Thorr im Schein der Fakel erblickte war schon mehr als Makaber. Der Magier schien schon seit Jahrhunderten Tod gewesen zu sein. Sein Umhang bestand Teilweise nur noch aus vermoderten Resten. Er hatte einen Helm getragen, der vollkommen mit dem Schädel verwachsen war. Seine Hände hatten nur noch Fetzen von Haut und waren vermodert und mit Pilzen befallen. Käfer krochen durch seinen Körper. Hätte jemand Thorr erklärt, dass das Wesen vor paar Minuten noch Kampfeslustig war, er hätte diesen jemand für Verrückt gehalten – mit Ausnahme von Elendil – hatte er ihn nicht schon für verrückt gehalten? Ein kleines Lächeln zeichnet sich auf den Lippen des Nord bei diesem Gedanken. Sein Zauberstab allerdings war außergewöhnlich schön und anmutsam. Von den anderen beiden war nur noch leuchtendes plastisches Gelee und das Zwergenkurzschwert übrig. Thorr pakte die Essenzvolle Substanz ein, dann suchte er sich erstmal eine ruhige Ecke, um den seltsamen Kampf, die Schmerzen und den Schock zu „verdauen“.

    Verdauen, das war das richtige Wort. Er durchsuchte seine Fläschchen und kippte in seinen Mund wonach ihm war. Thorr beeinträchtigte mit den Tränken allerdings seine Sinne gewaltig, so verlor er jegliches Zeitgefühl, Müdikeitsgefühl und Schmerzempfinden, fühlte sich in der Höhle aber auch glücklich. Neu Motiviert ging er tiefer in das Höhlensystem. Vor ihm tauchte wieder einer dieser maroden Magier auf. Leuchtend und humpelnd bewegte er sich hin und her und schien Thorr noch nicht bemerkt zu haben. Thorr löschte die Fackel, zog sein Schwert und nähert sich erst langsam seinem Feind. Dann stürmte er auf den Magier los. Dieser drehte sich ihm zu und beschwor etwas mit seiner knorrig hohlen Stimme. Thorrs Schwert hiebte schnell und gnadenlos auf die Gestalt ein, was der Magier beschworen hatte, wusste Thorr nicht, da es in seinem Rücken stand und an seiner schweren Rüstung schabte. Der Magier wehrte sich nicht sonderlich, entweder hatte die Beschwörung zuviel Kraft gekostet, oder er war schon zu Marode. Nach kurzem Kampf war der Spuk vorbei und Thorr stand wieder im Dunkeln. Er entfachte seine Fackel und betrachtet die vergammelten Überreste seines Feindes. Auch dieser hatte einen ungewöhnlich schönen und edlen Zauberstab, den er zu Thorrs Glück nicht im Kampf eingesetzt hatte.

    Tiefer und immer Tiefer drang Thorr in die Höhle vor. Wenn die Drogen ein bisschen nachließen, fragte er sich, was ihn eigentlich dazu trieb, sich durch eine stinkende Höhle mit makaberen Monstern zu quälen. Manchmal wurde die Höhle von seltsamen Mineralien ausgeleuchtet, die alles in grün-weißes Licht tauchten. Wieder kam Thorr an eine große Aushöhlung, bei der die Felswand nach oben und unten weit entlang lief. Ein schmaler Steg und eine natürlich Brücke führten über eine Schlucht. Auf der anderen Seite bewegten sich zahlose Schatten. Einer schleuderte wieder Grüne Sabber nach Thorr. Thorr wich weit zurück in die Höhle, aus der er gekommen war. Ein Keuchender Schrei zeugte davon, daß der Sabberwerfer in die Schlucht gefallen war. Ein anderer Unhold allerdings war nicht so ungeschickt. Schlürfend kam der verfaulte Körper eines ehemaligen Menschen auf Thorr zu. Thorr lies die Fackel fallen und zog sein Schwert. Sein Neuer Feind war langsam, schien aber ansonsten recht robust gebaut. Ihm fehlte ein Arm, das Gesicht war entsellt und ein Bein bestand nur aus Knochen. Unbeholfen hiebte das klumpige Wesen gegen Thorrs Schild. Thorrs Schwert schnitt Fleischstücke aus dem seltsam vor sich hin stönenenden Untoten. Schmerz kannte es nicht, allerdings war es auch nicht Kampfgewandt. Zwei andere Gestalten gesellten sich mit in den Kampf. Thorr schlug ihnen auf die Finger und ihre Silberwaffen flogen im Lichtschein der Mineralien davon. Nach gewohnter Nahkampfmanie und durch seine reiche Kampferfahrung hatte er die Drei schnell zu Boden geknüppelt. Es ging doch nichts über ein gutes scharfes Schwert.
    Nach dem Kampf schliff Thorr erstmal sein Schwert. Treffer hatte er seit dem ersten Kampf in der Höhle kaum eingesteckt. Sein Daedraschild lieferte ihm vor allem bei dem letzten Kampf in den schmalen Höhlengängen hervorragenden Schutz.
    Geändert von Thorr (26.05.2008 um 09:11 Uhr)

  17. #77
    Der Tode, oder nun endlich wirklich Tode, sah fürchterlich aus. Die Knochen der Wirbelsäule waren schon zu erkennen, teilweise hingen ganze Fleischstückchen herum, der Kiefer war vollkommen ausgerengt, wobei Thorr nicht sagen konnte, ob es sein Werk gewesen war. Das eine Bein musste von Ratten angenagt wurden sein und bei näherer Betrachtung stank das Vieh wie vergammeltes Fleisch, der Körper war halb aufgelöst und wabberte bei Berührung. Von den anderen beiden waren nur Staub und Knochen übrig. Kein schöner Anblick, aber bei weitem nicht so abstoßend wie der vergammelte, einst menschliche Kadaver. Die Silberwaffen, die die Skelette getragen hatten, waren hochwertige Waffen und einige Septime wert.

    Thorr ging den schmalen Pfad entlang auf die andere Seite der Schlucht. Mineralien erleuchteten Teilweis die Aushöhlung. Ein Wesen mit grün leuchtender Aura bewegte sich durch die Dunkelheit. Der Kampf gegen den Untoten war recht kurz. Dieses Exemplar war bei weitem nicht so widerstandsfähig wie sein Vorgänger und seine Bewegungen waren noch globiger und langsamer. Schnell war der Untode hinüber. Thorr ging den Höhlengang weiter. Ein Holtern und Poltern ließ die Höhle erzittern. Schnell sprang Thorr zurück und riesige Felsbrocken brachten den Höhlengang zum Einstürzen. Jetzt wusste Thorr wieder, warum er Höhlen haßte, sie waren meist baufällig, einsturzgefärdet, muffelig und mit Wesen gefüllt, die Besucher nicht mochten.

    Schleimiger Staub und Dreck verbreitet sich durch den Gangeinsturz und Thorr suchte verzweifelt nach einer Möglichkeit, dem unausweichlichen zu entkommen. Die Schlucht! – so bescheuert der Gedanke auch war – Thorr musste springen. Er nahm noch schnell einen Heiltrank zu sich, dann sprang er die Schlucht hinunter …

    und knallte in kaltes Wasser. Schmerzen und Kälte breitet sich in seinem Körper aus. Nur nicht ohnmächtig werden, dachte er jetzt. Die schwere Rüstung zog ihn nach unten. Glücklicher weise war das Wasser nicht tief. Als er an dem Ufer auftauchte höhrte er schon ein entsätzliches Röhren. Noch mehr von diesen Viehschern. Wut machte sich in ihm breit und er hiebete auf die grün leuchtenden Gestalten wie bessen und von Wahnsinn erfüllt drauf. Zitternd sackte Thorr in der Dunkelheit zusammen. Er war von dem Sprung und dem Kampf so erschöpft, dass er sich erstmal nicht mehr bewegen konnte. Zitternd und schwer schnaufend dachte er:
    - Das ist das Ende! -
    - Verreckt für die Kämpfergilde und eine Hand voll Septime! –

    Im Dunkeln durchwühlte er seine Taschen. Der Inhalt einer Flasche Wein beruhigte ihn erstmal. Keine Fakeln und in absoluter Dunkeheit überlegte er wie es weiter ging. Er erinnerte sich daran, wie er mit Elendil über Zauber gesprochen hatte und das er einst einen Zauberspruch gelernt hatte, mit dem er Licht herbeizaubern konnte. Es war ein kompliziertes elfisches Wort, dass ihm ums verrecken nicht einfiel. In der Dunkelheit sitzend, hörte er plötzlich die Worte Elendils in seinem Kopf:
    Es gibt Leute, die schreien jedesmal "Feuer", wenn sie einen Feuerball schleudern, was aber eigentlich völlig unnötig ist. Diese Leute besitzen nur schwache magische Kraft und nutzen ein Wort sozusagen als Machtfokus. Um ihre Gedanken zu kanalisieren. Ebensogut könnten sie Akatosh oder Bruma schreien. Sie nutzen ein Wort, was für sich völlig machtlos und unnötig ist.
    „Sternenlicht“ schrie Thorr in die Dunkelheit. Dabei hob er seine Hand zum Himmel und dachte an das Leuchten, des einstig gelernten Zauberspruches. Sofort begann es um ihn herum in grünen hellen Farben zu Leuchten und er konnte seinen Weg erkennen, der weiter und tiefer in die Höhle hinein führte.
    Geändert von Thorr (28.05.2008 um 07:28 Uhr)

  18. #78
    Durchs Wasser watend hatte Thorr seinen moralischen Tiefpunkt erreicht. Es gab Jobs und es gab Drecksarbeit und es gab das hier!
    Durch die Höhle hallten seelenlose Stimmen, röhren und stöhnen und heulen. Es fehlte nur noch, daß er Schwimmen und Tauchen musste. Bis zur Brust durchs Wasser watend kam er in eine Gruftartige Höhle. Untote oder Plagegeister gab es hier keine. Neben einem Sarg waren eine Truhe und daneben ein verwittertes Buch. Die Truhe barg ettliche Goldstücke, das Buch konnte Thorr als das gesuchte Tagebuch gerade noch entziffern. „Benus Astis Tagebuch“ gab das Sternenlicht preis. Dieser Benus Astis war Gelehrter und studierte die Fauna Cyrodiils. Große Teile des Buches waren von Zeit und Feuchtigkeit unleserlich geworden. Teilweise war das Papier schon verfault, wie der Rest der Umgebung. Thorr selbst war stinksauer für die Suche nach einem Haufen verfaulten Papiers solche Gefahren aufnehmen zu müssen. Alles was in dem Buch lesbar war, war aus uralten Zeiten und entsprach dem Wissensstand eines heute Elfjährigen Bauernjungen.

    Dem Sternenlicht folgend suchte Thorr einen Weg aus der Höhle. Es kam wie es kommen musste. Das Sternenlicht lockte die Bewohner der Höhle an und Thorr hiebte sich mit seinem Schwert durch. Ihm war nicht klar, was ihn eigentlich Antrieb, am ehesten war es der Gedanke diesen feuchten, modrigen, schaurigen und grusligen Ort mit seinen hässlichen Bewohner zu verlassen.

    Es war helllichter Tag, als Thorr den Ausgang erreichte und seine Verfolger sich in die Dunkelheit zurückzogen. Diejenigen die nicht die Verfolgung aufgaben, fielen dem Hunger seines Schwertes zum Opfer. Mit kaltem Schauer und dem Gefühl als hätte er etwas verloren lief Thorr nach Skingard zurück. Als Thorr die Stadttore Skingards erreichte wurde er mit einem „Bei Akatosch, was ist den mit Euch pasiert!“ begrüßt. Thorr schaute zum ersten Mal seine Rüstung an. Sie war durchnässt und mit Schlamm, vermoderten Fleisch und klebrigen ekligen Substanzen verschmiert. Den Geruch, den er verbreitet, konnte er nicht wahrnehmen. Viel eher nahm er die Frische klare Luft wahr. Er würde als erstes sich Waschen und seine Sachen reinigen müssen.

    Thorr betrat die Westebene, das beste Hotel in Skingard. Er sah zum Fürchten aus und verbreitet einen Gestank, als würde er schon Jahrhunderte vor sich hinrotten.
    Die Wirtin hatte noch nie einen so schmutzigen Gast gehabt, doch kümmerte sie sich fast schon Mütterlich um Thorr. In einem heißen Bad mit ein paar guten Flaschen Skingards bester Weine, kehrten die Lebensgeister in Thorrs Körper zurück. Verdrängt wurden die ausdruckslosen Gesichter längst gestorbener Menschen, denen Thorr in der Fallfels-Höhle begegnet war und sanft fiel Thorr in das Bett seines Zimmers.
    Geändert von Thorr (29.05.2008 um 07:32 Uhr)

  19. #79
    Ungewöhnlich ruhig hatte Thorr die Nacht verbracht, es war in seinen Träumen so, als wären ihm die ruhelosen Geister dankbar gewesen, nun ihren Frieden gefunden zu haben. Thorr putzte nach dem Frühstück seine Rüstung und reparierte ein paar kleine Schäden. Dann ging er zu Maglir. Der lag besoffen in einer unscheinbaren Ecke des Gastraumes. „Ihr lasst Euch ganz schön zulaufen, wenn Ihr an Eure Familie denkt“ sprach Thorr zu ihm, als er ihn mit einem Fußtritt weckte. „hmmm, Eure Suche war erfolgreich? - Gut dann geht zurück zu Oreyn. Er kann Euch euren Lohn für den Auftrag geben. Erzählt ihm über mich, was Ihr wollt.“ sprach Maglir noch benommen und dehte sich dann von Thorr ab um weiter zu schlafen.

    So machte sich Thorr mit frischer Lebenskraft auf den Weg nach Choroll. Die Reiseroute Skingard Choroll hatte er in letzter Zeit, für seinen Geschmack zu oft, zurückgelegt. In seinem Herzen sehnte er sich zurück nach Bruma, einem geselligen Abend in warmen Hütten und mit viel Spaß. So Gedankenversunken erreichte Thorr am frühen Nachmittag Choroll. Nichts hatte sich dort verändert. Die Bettler laberten ihn am Eingangstor an und alles schien darauf hinzudeuten, daß das verschlafene Städtchen an diesem warmen Frühlingstag ruhig und friedlich blieb.

    Thorr betrat die Kämpfergilde und der Dunkelelf mit Namen Modryn Oreyn lief ungeduldig hin und her.
    „k-m mhh – Hüstel“
    „Warum sprecht Ihr mit mir? Solltet Ihr nicht Maglir aufspüren?“ raunzte Modryn Thorr an.
    „Ich war in Skingard und habe Maglier gefunden.“ antwortet Thorr und führte den Satz in Gedanken weiter – Du verkalkter Opa -.
    „Also, ich nehme an, Ihr habt schon mit Maglir zu tun gehabt.“ sprach Modryn und Thorr fragte sich dabei, ob er nicht schon intelligentere Dinge von seinem Stifel abgekratz hatte, manche Sprüche von Modryn waren doch ganz gut. „Erzählt mir, warum er seinen Auftrag nicht erledigt hat.“ Thorr dachte plötzlich daran ganz langsam zu sprechen:
    „DDDaaasss TTTaaagggeeebbbuuuccchhh …“
    „Ihr habt das Tagebuch. Gut.“ fiel Modryn Thorr ins Wort, vermutlich war er es gewohnt, dass man ihn so verarschtet. „Was ist in Skingard passiert?“
    Thorr war sich nicht sicher, ob der Dunkelelf wirklich die Geschichte hören wollte.

    „Maglir hatte ich besoffen in der Westebene von Skingard gefunden. Er war nervlich total am Ende. Neugierig darüber was den kleinen Waldelfen so in Angst und Schrecken versetzt hatte, machte ich mich auf die Suche nach der Höhle. Die Fallfels-Höhle war voll von Monstern, Untoten und Totenbeschwören, die nicht natürlich sterben wollten. Eigentlich war das eher ein Auftrag für die Magiergilde, als für die Kämpfergilde. Genauso das Tagebuch – total verottet und inhaltlich wertlos. Erwähnte ich auch schon, dass die Bezahlung für die aufgenommen Gefahren unter aller Sau ist?“ berichtet Thorr Modryn.
    „Ihr habt es getan?“ beantwortet Modryn Thorrs Frage „Ich brauche keinen Feigling, der auf einen anderen Feigling aufpasst.“ brüllte er Thorr an. Die Antwort machte Thorr wütende und er wollte dem Dunkelelfen gerade eine reinhauen, als dieser mildtägig mit Worten und Gestig die Situation entschärfte. „schon gut, wenigsten ist die Arbeit getan. Gut gemacht. Hier ist euer Lohn. Wir haben große Schwierigkeiten in Leyawiin. Das wirft kein gutes Licht auf uns.“ sprach Modryn nun väterlich besorgt.
    „Leyawiin?“ knurrte Thorr, „das liegt am Arsch der Welt, da muß man durch die ganze Provinz reisen!“
    Modryn ließ sich von dem Einwand nicht abschrecken und erzählte ernsthaft weiter. „Einige Eurer Brüder sind in der einheimischen Taverne handgreiflich geworden. Ich habe damit kein Problem, wenn es mal kracht, aber ich mag es nicht, wenn wir alle schlecht dastehen.“ sprach Modryn wieder in rage geratende. „Sucht die Mitglieder der Kämpfergilde von Leyawiin und findet heraus was los ist!“ und mehr zu sich selbst enttäuscht sagend fuhr er traurig fort „Ich hatte noch nie Probleme mit ihnen.“ und ging wieder nervös und grübelnd auf und ab.

    Ja, dachte sich Thorr, als er die Kämpfergilde verließ. Mit der Gilde geht es schroff bergab. Vielleicht liegt es an den Auftraggebern? Leyawiin war nicht wirklich Thorrs nächstes Ziel. Er brauchte etwas Ruhe, neue Ausrüstung und den Spaß am Leben. So reiste er nach Bruma in sein beschneides Zuhause.

  20. #80

    Cyrodiil, Anga

    "Na toll, schwimmen. Wir könnten doch eigentlich einfach die Wachen umbringen." War das erste was Xerxes durch den Kopf ging, als Nemada ihn und Hermann daran hinderte weiter zu gehen. Ihm fiel allerdings recht früh wieder ein, dass er nur schwach bewaffnet und nur eine schwache Rüstung trug. Also hielt auch er es vorerst für das beste dem Rat der Bosmer zu folgen, auch wenn er noch nie besonders gut im Schwimmen gewesen war. Auch Hermann schien lieber kämpfen zu wollen, aber auch er ging in das Wasser um zu schwimmen. Nach einer kurzen Zeit konnte Xerxes auch die Wachen sehen. Sie schienen nicht besonders aufmerksam zu sein, warscheinlich dachten sie, dass niemand durch das Wasser schwimmen würde. "Moment mal", schoss es Xerxes durch den Kopf, "Einar war immer wachsam und seine Freunde auch. Also würden seine Wachen immer aufmerksam sein, es sei denn sie würden denken, dass keine Gefahr ausgeht. Und wenn sie das denken musste irgendwas im Wasser sein."
    Xerxes tauchte kurz unter und er konnte schon den Blick Hermanns in seinem Rücken spüren, der sich warscheinlich fragte was er tat.
    Doch einige Sekunden reichten Xerxes schon um seinen Verdacht zu bestätigen. Im Wasser befanden sich Schlachtfische.

    Xerxes schwomm langsam zu Hermann und Nemada und versuchte so leise zu sprechen wie er nur konnte, damit die Wachen ihn nicht hörten, was bei seiner Stimme nicht einfach war: "Ich würde sagen wir beeilen uns lieber mit dem Schwimmen, hier sind einige Schlachtfische im Wasser."
    Hermann antwortete darauf schnell: "Ach Blödsinn, da unten sind keine Schlachtfische, die hätte ich sicherlich bemerkt", aber auch er tauchte kurz unter um Xerxes' Behauptung zu überprüfen.
    Xerxes konnte sich ein Lachen nur schwer verkneifen als Hermann mit einem leicht ängstlichen Blick wieder auftauchte und musste Hermann ebenso sofort antworten: "Du hättest es natürlich bemerkt. Aber lass uns jetzt lieber von hier verschwinden, bevor die noch bemerken, dass wir hier sind."
    Nemada, Hermann und Xerxes schwommen nun wesentlich schneller und machten sich weniger sorgen, dass die Wachen sie bemerken würden, als dass die Schlachtfische sie bemerken würden, da das zweite wesentlich warscheinlicher war. Kurz bevor sie wieder aus dem Wasser aussteigen konnten, fühlte Xerxes, dass ihm einige Schlachtfische auf den Fersen waren.
    Hermann und Nemada waren bereits aus dem Wasser gestiegen und auch Xerxes war kurz vor dem rettenden Ufer, als ein Schlachtfisch sich an seiner Ferse festbiss. Er entfernte ihn so schnell er konnte mit seinem Silberdolch, allerdings lockte das Blut jetzt nur noch mehr Schlachtfische an, außerdem konnte er durch die Schmerzen nicht mehr so schnell schwimmen.
    Xerxes stieg aus dem Wasser hinaus und sah noch wie ein Schlachtschiff versuchte sich an seinem Bein festzubeißen. Zum Glück war Xerxes allerdings schon weit genug vom Wasser entfernt.
    Er drehte seinen Kopf in Richtung seiner Ferse und sah erst jetzt wie schlimm die Wunde eigentlich war. Zudem nahmen jetzt noch die Schmerzen zu, da vorerst keine Gefahr mehr drohte. Hermann nahm erneut eine Flasche aus seinem Rucksack und gab ihn Xerxes: "Du schaffst es doch auch immer wieder dich in Schwierigkeiten zu bringen. Der Trank müsste helfen, richtig laufen wirst du aber einige Zeit nicht mehr können. Am besten sehe ich mich hier erstmal ein wenig um solange du nicht laufen kannst. Du bleibst am besten mit Nemada hier. Ich komme sofort zurück."
    Xerxes nahm einen Schluck aus der Flasche die Hermann ihm gab, lehnte sich an eine Wand an und versuchte sich so wenig wie möglich zu bewegen.

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