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Thema: Story - Black Sunset³

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Da merke ich erstmal, wie schlecht ich eigentlich informiert bin. Vielleicht sollte man sich doch nicht auf alles verlassen, was einem der Geschichtslehrer so einbläut.

    Zitat Zitat von Ianus
    Naja, da bleibt immer noch das Problem des Nachschubs an allem: Für die Angreifer ist dieses ziemlich akkut, wie es scheint. Sie müssen immerhin ein Meer unter beträchtlichen Schwierigkeiten überqueren, blos schon um einmal Leute von einem Kontinent zum anderen zu bringen. Allzu groß wird ihre Streitmacht allein aufgrund der Distanz nicht werden können. Außerdem kennt der Feudalismus blos eine auf kurze Zeit beschränkte Wehrpflicht. Man wird nur Mittellose aus allen Ständen dazu bringen können, übers Meer zu fahren. Für den Rest der Bevölkerung ist der Anreiz zu klein und das Risik zu groß. Diese Mittellosen werden allerdings gerne gehen oder vom König und den Fürsten sogar auf die Schiffe verladen und weggeschickt werden. Wegen ihnen muss man im Feudalismus keinen Coup anstreben.
    Hm, gibt mir zu denken auf.
    Wie gesagt, es ist erstmal eine fiktive Welt, man sollte vielleicht nicht alles schlechthin mit unserer Welt vergleichen. Und auch das mit dem Nachschub ist leichter, als du es dir vielleicht vorstellst: Die Leute sind der Magie kundig und können mehr Leute transportieren, nicht nur 20 Mann auf einem Schiff. Und auf die "ultimative" Armee werden die Leute auch nicht treffen, wenn sie den Westkontinent angreifen - Denn ein Staat, in dem alles prächtig läuft, wird es keine 10.000-Mann-Armee geben, die ständig einsatzbereit ist, wozu auch?

    Zitat Zitat von Ianus
    Ich dachte, herausgelesen zu haben, dass Magie erstens vom Besitz dieses Materials und zweitens vom Kenntnis entsprechender Techniken abhängig sei...nehmen wir mal an, dass Ablagerungen des Materiales verbreitet genug sind...wie kann vernünftigerweise jeder einzelne Bürger in einer feudalen Gesellschaft an dieses Wissen kommen? Sofern es nicht gerade in der Kirche gelehrt wird? Welches Interesse hat ein feudaler Staat daran, solches Wissen zu verbreiten, welche Möglichkeiten hat er dazu überhaupt? Ich erinnere mich daran, dass es in China z.B. durchaus philosophische Strömungen gab, welche gegen den Einsatz von selbst einfachsten Hebemaschinen war. Andererseits verbreitete man in zumindest einer Dynastie Bilderbücher, welche auch Leseunkundigen verbesserte Reisanbau- und Bewässerungstechniken lehren sollten.
    Behalte im Hinterkopf, dass ich von einem bestimmten Grad der Magie gesprochen habe. Der Großteil der Bevölkerung ist eben dem niedrigen Grad der Magie mächtig, d. h. es reicht aus, um ihre Maschinen in Gang zu setzen, diese Maschinen schnell mit einem Zauber zu reparieren, usw. Kein normaler Bauer kann (wie ich schon erwähnt habe) einen Feuersturm beschwören, oder auf seinem Feld mal eben einen Wald an Rüben wachsen lassen. Und gelehrt wird es nicht direkt in der Kirche, sondern in einfachen Magieschulen in den jeweiligen Städten. Dort leben vom König beauftragte Priester, die genau wissen, was sie seine Bürger lehren dürfen, und was nicht. Logisch, dass dann die Leute in der Armee etwas stärker gelehrt werden.

    Zitat Zitat von Ianus
    Vielleicht verwechselst du einfach Feudalismus mit einer Monarchie? Feudalismus zerbricht, wenn der Ertrag eines Lehnes durch den Einsatz von Magie irrational gesteigert werden kann. Der Magier wird seinen Lohn eher in Geld einziehen als in Land. Land kann er überall nutzbar machen, macht er Geld wird man ihn der Fälschung anklagen.
    Hm, das Land wird von dem König regiert (mithilfe der Bürgermeister der einzelnen Regionen), ist also quasi eine Monarchie. Wenn ich Feudalismus geschrieben habe, muss ich da entweder ausversehen was falsch gemacht haben, oder ich meinte den Westkontinent. Dass ich da etwas verwechsle, kann durchaus sein, ich bin vielleicht doch nicht 100% informiert, wenn ich mir das alles hier durchlese...

    Zitat Zitat von Ianus
    Mussten sie leider. Die Materialen für den Bau einer Atombombe sind nicht leicht zu bekommen. Man konnte es sich nicht leisten, per Hetz und Gaudi mal Uran über Japan abzuwerfen und auf eine Explosion zu hoffen. Die Herstellung ist aufwändig an Material und Zeit - Schweres Wasser wurde damals z.B. weltweit nur in Schweden hergestellt und Uran war auch nicht gerade reichlich verfügbar. Die Theorie der Atomexplosion musste ebenfalls ausgearbeitet und erprobt werden, bevor man eine Bombe damit bauen konnte.
    Ich kann es nicht oft genug sagen: Ich wusste es nicht, ganz ehrlich.

    Ich danke dir mal für diese ausführliche Erklärung, hat bei mir ein wenig Licht ins Dunkel gebracht. Ich werd die Story wohl noch mal ein bisschen überarbeiten müssen, mal sehen was sich da noch verbessern lässt.

  2. #2
    Zitat Zitat von Blank Beitrag anzeigen
    Hm, gibt mir zu denken auf.
    Wie gesagt, es ist erstmal eine fiktive Welt, man sollte vielleicht nicht alles schlechthin mit unserer Welt vergleichen. Und auch das mit dem Nachschub ist leichter, als du es dir vielleicht vorstellst: Die Leute sind der Magie kundig und können mehr Leute transportieren, nicht nur 20 Mann auf einem Schiff. Und auf die "ultimative" Armee werden die Leute auch nicht treffen, wenn sie den Westkontinent angreifen - Denn ein Staat, in dem alles prächtig läuft, wird es keine 10.000-Mann-Armee geben, die ständig einsatzbereit ist, wozu auch?
    Sieh dir mal die Daten zur Sao Gabriel an: http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A3o_Gabriel

    60 Mann Besatzung, 100 Tonnen Ladefähigkeit.

    Das Flaggschiff von Kolumbus trug nur 60 Tonnen, schaffte es zu einem Zeitpunkt aber locker Waren plus Mannschaft plus 90 Siedler zu transportieren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ni%C3%B1a

    Die Kapazitäten ware doch ganz beachtlich für die Zeit. Mit Holz hat man in Europa Segelschiffe bis etwa 50m Länge gebaut, in Stahl bis 140.
    Wegen der Armeestärke in einem friedlichen Land...das hing von der Philosophie und den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Staaten ab. Schlussendlich ist es hier aber deine Entscheidung.

    Zitat Zitat
    Behalte im Hinterkopf, dass ich von einem bestimmten Grad der Magie gesprochen habe. Der Großteil der Bevölkerung ist eben dem niedrigen Grad der Magie mächtig, d. h. es reicht aus, um ihre Maschinen in Gang zu setzen, diese Maschinen schnell mit einem Zauber zu reparieren, usw. Kein normaler Bauer kann (wie ich schon erwähnt habe) einen Feuersturm beschwören, oder auf seinem Feld mal eben einen Wald an Rüben wachsen lassen. Und gelehrt wird es nicht direkt in der Kirche, sondern in einfachen Magieschulen in den jeweiligen Städten. Dort leben vom König beauftragte Priester, die genau wissen, was sie seine Bürger lehren dürfen, und was nicht. Logisch, dass dann die Leute in der Armee etwas stärker gelehrt werden.
    Hier ergibt sich für mich das Problem, dass du "Magie!" sagst. "Magie" kann vieles sein. Das reicht von "Sachen funktionieren halt" bis zu irgendwelchen aus irgendwelchen Texten gezogenen elaborierten Systemen. Deine Beschreibung ist in diesem Stadium noch nicht sehr detailiert, darum habe ich mal ungefragt ein paar Annahmen getroffen und fabuliert. Ich könnte auf diesen Sätzen auch weiterfabulieren, aber es ist deine Geschichte.

    Zitat Zitat
    Hm, das Land wird von dem König regiert (mithilfe der Bürgermeister der einzelnen Regionen), ist also quasi eine Monarchie. Wenn ich Feudalismus geschrieben habe, muss ich da entweder ausversehen was falsch gemacht haben, oder ich meinte den Westkontinent. Dass ich da etwas verwechsle, kann durchaus sein, ich bin vielleicht doch nicht 100% informiert, wenn ich mir das alles hier durchlese...
    Monarchie ist vieles. Wird die Legitimität durch Erbfolge gereicht, wird sie durch die Versammlung der Freien/Bürger vergeben, ist sie durch das "Mandat des Himmels" oder durch sonst eine Variante des Rechtes des Stärkeren legitimiert? Solche Dinge definieren den Stil einer Herrschaft und auch den Stil einer Rebellion.

    Zitat Zitat
    Ich kann es nicht oft genug sagen: Ich wusste es nicht, ganz ehrlich.
    Ich entschuldige mich, wenn ich Schulmeisterlich klang.

  3. #3
    Zitat Zitat von Ianus
    Ich entschuldige mich, wenn ich Schulmeisterlich klang.
    Selbst wenn, es war vielleicht gut so.
    Jetzt sehe ich ein bisschen besser durch als vorher, da du ja reichlich und ausführlich erklärt hast, wie es wirklich war.

    Ich danke dir auf jeden Fall für die ausführliche Kritik, werde ich mir zu Herzen nehmen und das Ganze etwas umgestalten, soweit es mir nicht das Konzept durcheinander wirft.

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