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Nein. Ich habe nicht nur einmal gesagt, dass sie die Geschichte um den in den Krieg verwickelten Sigurd dreht, der sich an Caedo rächen will.
Naja, da bleibt immer noch das Problem des Nachschubs an allem: Für die Angreifer ist dieses ziemlich akkut, wie es scheint. Sie müssen immerhin ein Meer unter beträchtlichen Schwierigkeiten überqueren, blos schon um einmal Leute von einem Kontinent zum anderen zu bringen. Allzu groß wird ihre Streitmacht allein aufgrund der Distanz nicht werden können. Außerdem kennt der Feudalismus blos eine auf kurze Zeit beschränkte Wehrpflicht. Man wird nur Mittellose aus allen Ständen dazu bringen können, übers Meer zu fahren. Für den Rest der Bevölkerung ist der Anreiz zu klein und das Risik zu groß. Diese Mittellosen werden allerdings gerne gehen oder vom König und den Fürsten sogar auf die Schiffe verladen und weggeschickt werden. Wegen ihnen muss man im Feudalismus keinen Coup anstreben.

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Nenn mir die Stelle, wo ich geschrieben habe, dass nicht jeder Mensch dort der Magie kundig ist und ich verbessere sie. Es ist lediglich in der Stärke der Magie zu unterscheiden, denn ein normaler Bürger kann keinen Feuersturm beschwören.
Ich dachte, herausgelesen zu haben, dass Magie erstens vom Besitz dieses Materials und zweitens vom Kenntnis entsprechender Techniken abhängig sei...nehmen wir mal an, dass Ablagerungen des Materiales verbreitet genug sind...wie kann vernünftigerweise jeder einzelne Bürger in einer feudalen Gesellschaft an dieses Wissen kommen? Sofern es nicht gerade in der Kirche gelehrt wird? Welches Interesse hat ein feudaler Staat daran, solches Wissen zu verbreiten, welche Möglichkeiten hat er dazu überhaupt? Ich erinnere mich daran, dass es in China z.B. durchaus philosophische Strömungen gab, welche gegen den Einsatz von selbst einfachsten Hebemaschinen war. Andererseits verbreitete man in zumindest einer Dynastie Bilderbücher, welche auch Leseunkundigen verbesserte Reisanbau- und Bewässerungstechniken lehren sollten.

In Europa wurde die Verbreitung von Maschinen durch die Klöster vorangetrieben. Sie benötigten Geräte, welche die Mönche von alltäglichen Arbeiten entlasten konnten. Für Bauern war körperliche Arbeit durchaus nutzbringend und ihres Standes gemäß. Das gesamte Feudalsystem baut darauf auf, dass die einzelnen Stände ihre Funktion innerhalb der Gesellschaft erfüllen. Wie packt man Magie da hinein, mit der jeder potentiell alles tun kann? Was sagt man den Bauern, wenn ein Städter daherkommt und den Weizen im Frühjahr erntereif reifen lässt? Die Bauern würden den Mann von sich aus aus rein ökonomischen Überlegungen heraus auf der Stelle erschlagen. Er untergräbt schließlich das Fundament ihres Standes.

Vielleicht verwechselst du einfach Feudalismus mit einer Monarchie? Feudalismus zerbricht, wenn der Ertrag eines Lehnes durch den Einsatz von Magie irrational gesteigert werden kann. Der Magier wird seinen Lohn eher in Geld einziehen als in Land. Land kann er überall nutzbar machen, macht er Geld wird man ihn der Fälschung anklagen.

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Da musste ich schmunzeln. Ich muss zugeben, vielleicht bin ich darüber nicht halb so gut informiert wie du. Uns hat man zumindest in der Schule Videos vorgeführt, in denen die Japaner zu Pferd zu sehen waren, wie sie kläglich versuchten gegen Panzer anzukommen. Sicher hatten sie auch technische Möglichkeiten und davon nicht wenige, denn Pearl Harbor haben sie nicht zu Pferd angegriffen, schon richtig. Aber ich meine, Japan hat trotz ihrem technischen Fortschritts sehr traditionell gekämpft.
Du musst Filmen gegenüber skeptisch sein. Was du als "traditionell" betrachtest ist ein Revival aus ideologischen und praktischen Gründen. Nach dem eher erfolglosen Russo-Japanischen Krieg war es für die japanischen Militärs offensichtlich geworden, dass sie zukünftige Konflikte nicht ohne eine totale Mobilisierung führen können würden. Tanaka Gi'ichi reformierte im Auftrag der Ministerien das interne Regelment des Heeres zu der "traditionellen Variante", mit der man sich dann durch den Krieg schlug. Der Rest des Staatsapparates verbreitete den dort kreierten Ethos dann unter dem Rest der Bevölkerung. Die Ideologie erwies sich auf dem Schlachtfeld als nicht gerade praktisch, aber für den gesamten Krieg war sie sehr wirksam da sie die Moral der Zivilbevölkerung aufrecht erhielt. Es war praktisch ein erfolgreicher Versuch, die gesamte Gesellschaft "ritterlicher" zu machen. Die Edozeit hatte schon erfolglos am gleichen Projekt gearbeitet, scheiterte aber notwendigerweise an den Ständen, die aufrecht erhalten werden mussten.

Die Sache mit den Panzern...ja, die gab's wirklich. Ein Spaßvogel hat entsprechende Stellen aus den Trainingsmanualen mit Barbie-Puppen und alten GI-Joes nachgestellt. Die deutschen Panzerbekämpfungs-Strategien ohne Kanonen waren bis zur Erfindung der Panzerfaust allerdings auch nur geringfügig besser, d.h. es kommen keine Schwerter und ein bischen weniger BANZAI vor.

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Auch hier muss ich sagen, dass ich das nicht wusste, tut mir Leid. Ich ging davon aus, dass das jeweilige Land nicht zu Testzwecken eine Atombombe ins eigene Land jagt.
Mussten sie leider. Die Materialen für den Bau einer Atombombe sind nicht leicht zu bekommen. Man konnte es sich nicht leisten, per Hetz und Gaudi mal Uran über Japan abzuwerfen und auf eine Explosion zu hoffen. Die Herstellung ist aufwändig an Material und Zeit - Schweres Wasser wurde damals z.B. weltweit nur in Schweden hergestellt und Uran war auch nicht gerade reichlich verfügbar. Die Theorie der Atomexplosion musste ebenfalls ausgearbeitet und erprobt werden, bevor man eine Bombe damit bauen konnte.