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Thema: Der Albtraum eines jeden Schülers

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  1. #1
    Zitat Zitat von Anjalex Beitrag anzeigen
    Manche meinen, nur weil sie Lehrer sind, könnten sie mit den Schülern machen, was sie wollen.
    Andere sind ungerecht, was das Zeug hält.
    Wenn man bei einem Lehrer unbeliebt ist, gibt er automatisch schlechte Noten, obwohl man alles weiß.
    Wieder andere verbieten einem die freie Meinung.
    Die wenigen, die ok sind, können sich leider nicht gegen die Mehrheit durchsetzten.
    Mh, Lehrer in Deutschland müssen ja echt einen an der Waffel haben, wenn das stimmt, was du hier schreibst. Ich selber komme mit den meisten Menschen, die "über mich gestellt" sind, also die mir in irgendeiner Form irgendwas befehlen können, meist sehr ungut zurecht. Aber so habe ich das noch nie erlebt, obwohl Lehrer zu allen anderen als zu meinen Freunden zählen.

    Ich glaube, ich muss dir in allen Punkten widersprechen. Ausser bei Punkt zwei, einige (wenige) Lehrer sind wirklich etwas ungerecht. So einen gab's bei mir mal in der Grundschule, der hat immer nur die Mädchen bevorzugt (na ja, der Typ war auch 'nen Pädo).

    Ich war bei vielen Lehrern unbeliebt und hab' deswegen nie schlechtere Noten kassiert. Meine Meinung konnte ich immer im Unterricht frei präsentieren. Einer meiner Kumpel sagte sogar einmal laut und dem Lehrer in's Gesicht: "Ich bin der Meinung, sie sind ein verdammtes Arschloch!" Der Lehrer nur: "Zur Kenntnis genommen." Passiert ist genau nichts, obwohl der sich doch recht aufgeregt hatte...

    Die Lehrer, die sich bei uns durchsetzen (gibt natürlich auch solche die's nicht können), machen das, indem sie auf die Schüler zukommen und einen gewissen Humor an den Tag legen. So einer Person hört man viel lieber zu, als wenn da ein langweiliger Typ mit Stock im Arsch 2 Stunden eine öde, trockene Kacke verzapft, immer in derselben Tonlage.

    Mittlerweile habe ich gelernt, die Lehrer einigermassen zu respektieren und mit ihnen auszukommen. Mit einigen komm' ich sogar sehr gut aus. So ist es zum Beispiel vor der Deutschlektion zu einer Art Ritual geworden, eine Tüte Chips zu kaufen und danach gemütlich ins Zimmer (immer hinterste Reihe) zu chillen, damit man während dem Unterricht ordentlich was zu futtern hat (ist natürlich verboten im Schulzimmer zu essen ). Ausserdem penn' ich nach dem Essen immer. Lehrer kommt dann immer rein:
    "Tach zusammen. Herr [die Namen 'nem ich besser raus, hab' Verfolgungswahn ], noch nicht am Schlafen?"
    Ich: "Nein, Herr []. Aber warten Sie noch 'ne halbe Stunde."
    Solche Sprüche findet der voll lustig. Er hat mich nur einmal geweckt, aber da hab' ich zu laut geschnarcht.

    Na ja, was soll's, so lang ich 'ne 5 (in der Schweiz ist die 6 die beste Note) im Schnitt in Deutsch bei ihm schaffe, hat er gesagt, sei es ihm auch egal ob ich penne. So muss ein Lehrer denken!

    Ich könnte dir noch etliche Beispiele mehr nennen. Natürlich gibt's doofe Lehrer, die man nicht gern hat und sie einem auch nicht, aber das sie aufgrund dessen einem schlechte Noten geben, hab' ich noch nie erlebt oder gehört. Bestes Mittel dagegen ist wohl: Lehrer bei der Schulkommission "anklagen" und wenn das nichts nützt, einfach mal komplett durchdrehen! (hat bei mir auch geholfen, als ich bei 'ner total bescheuerten Praktikumsstelle angetanzt bin und so schnell wie möglich wieder weg wollte )

    Und noch eine Frage zum Schluss: Wenn das wirklich so schlimm ist in Deutschland (oder wo auch immer du herkommst), hast du dir schonmal überlegt: Wärst du denn ein besserer Lehrer?

    Geändert von deserted-monkey (09.02.2008 um 03:27 Uhr)

  2. #2
    Prinzipiell gehts eh so: Je älter man wird, umso mehr versteht man sich mit den Lehrern. Klar, in der achten Klasse oder so sind die Lehrer noch fast alle doof. Irgendwann rafft man dann, dass die Lehrer einem ja nur helfen und dann gehts Berg auf. (Das passiert natürlich nicht bei allen . Vllt so ab 10-12. Klasse zum Abi hin)

    Lehrer sind auch nur Menschen. (ja, das is schon ein Satz, den viele Schüler verneinen würden)
    Der Job ist nicht wirklich dankbar, die Lehrer werden teilweise von den Schülern arg fertig gemacht... nicht wirklich schön.

    Von der Hand zu weisen sind teilweise ungerechte Benotungen nicht. Doch passiert sowas auch nicht immer absichtlich. Nicht immer muss eine böse Absicht hinter den um 1 verzählten Punkten liegen. Dazu führt das eigene handeln natürlich zu Konsequenzen. Stört man nur, sollte man sich nicht wundern, dass man schlechter benotet wird.

    aus meiner Schulzeit: Es gab auch bei mir teilweise ungerechte Lehrer. Das bezog sich meistens auf die ruhigen fleißigen Mädchen, die mündlich trotzdem gute Noten bekamen, obwohl sie nie was gesagt haben... Die Lehrer sind da teilweise nicht hart genug, um da gerecht zu sein. Das hieß aber nicht gleichzeitig, dass die Lehrer(innen) dann gleich miserabel waren...
    Auch ich wurd zwischendurch mal nicht fair benotet, aber das Leben an sich ist nun mal nicht wirklich fair. Auch jetzt in der Uni ist die Strenge der Korrektoren noch verschieden. Da muss man sich irgendwie mit abfinden.

    Fakt ist jedoch: Wenn man das Fach kann, dann kann einem keiner das Gegenteil mit ner Note zeigen. Hat man z.B. in Mathe den richtigen Lösungsweg und das richtige Ergebnis, dann kriegt man auch die Punkte dafür.. (darum mag ich eigentlich auch die Naturwissenschaften )

  3. #3

    .blaze Gast
    Zitat Zitat von Kiru Beitrag anzeigen
    Fakt ist jedoch: Wenn man das Fach kann, dann kann einem keiner das Gegenteil mit ner Note zeigen.
    Find ich auch, aber leider wird in diesem System hier viel zu viel Wert auf "Noten" gelegt. Das sind nur ein paar Zahlen, Tinte mehr nicht und trotzdem bestimmt es dein ganzes Leben. Und die schlausten Schüler können schlechte Noten schreiben, weil sie die Lehrer nicht mögen, weil sie andere Probleme haben, weil sie nicht als Streber gelten wollen.... usw.

    Die meisten Schüler heute gehen doch auch nur in die Schule um gute Noten zu schreiben, auch wenn sie das nicht schaffen (wollen). Lernen will irgendwie kaum einer was, und WENN, dann kann man das Meiste sowieso viel besser aus dem Internet lernen.... Oder von Privatunterricht.

    Dann hat mir mal jemand erzählt, die Schule soll einem eigentlich nur zeigen WIE man lernt, den Rest muss man selber tun - Den Ansatz find ich toll, aber wieso gibt es dann Noten?
    Jetzt zur unfairen Behandlung:
    Die Noten geben NUR Auskunft darüber wie man sich in der Schule verhält - werden aber behinderterweise mit Leistungsfähigkeit usw. betitelt.
    Und darüber denkt halt niemand nach, weder Lehrer, Arbeitgeber oder Schüler, in dieser dummen Gesellschaft.

    Das ist eigentlich mein einziger Kritikpunkt am Schulwesen.
    Gäbe es effiziente Methoden die Intelligenz bzw. das Verständnis der Materie des Unterrichts zu messen, könnte man diesen Wert getrennt von Sozialverhalten, Hausaufgaben usw. ausgeben. So würden die faulen Menschen wenigstens auch nur als faul, und nicht als dumm gelten.
    Bei diesem System hat man ja als Faulpelz in allen Fächern schlechte, bzw. mittelmäsige Noten, selbst wenn man eigentlich Ahnung hat.

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