Ohje jetzt wird es hier auch noch politisch, was hab ich nur angerichtet. §2pfeif

Naja, aber ich denke ich bin doch geneigt Dragonlady recht zu geben.
Die Anderlinge haben einen Punkt erreicht, an dem sie sich entscheiden müssen. Entweder friedlich, aber unterdrückt unter den Menschen zu leben und langsam, vielleicht über Jahrhunderte hinweg auszusterben. Oder aber aufzustehen, für ihre Rechte zu kämpfen und wenn sie bei dem Versuch sterben, dann wenigstens Stolz und Aufrecht.
Die Art wie dieser Freiheitskampf geführt wird, naja das ist wieder ein Thema für sich. Machen wir uns nichts vor, es werden immer Unschuldige leiden, ganz gleich aus welchen "edlen" Motiven ein Krieg geführt wird.
Der Banküberfall, war, meiner Meinung nach, gerechtfertigt. Immerhin wurde Vivaldi seine Bank abgenommen und er erhielt sie auf diesem Wege wieder zurück. Das Yeavin auch noch gleich Geld für die Ausrüstung seiner Truppen mitgenommen hat, ist doch verständlich und war vielleicht auch im Sinne von Vivaldi.
Die Geiselnahme ... hm ... entweder das oder der Tot. Wenn man überleben will, muss man vielleicht Dinge tun, die man sonst nicht tun würde. Die Frage ist, ob man es am Ende dann auch noch wert ist zu überleben. Ich maße mir da jedenfalls kein Urteil an, sorry.

Und das die meisten Bürger nichts gegen Anderlinge haben, ist ja gut und schön, aber wenn es hart auf hart kommt, wieviele Bürger stellen sich dann vor die Anderlinge und nehmen sie in Schutz?
Das war doch im 3. Reich auch so. Ich kann mir vorstellen das ein Großteil der Bevölkerung auch nichts gegen die Juden hatte. Aber wie viele haben sich getraut ihnen zu helfen, offen Stellung zu beziehen? Wenige. Man muss sich schämen und sagen; ganz ganz wenige.
Ich weiß das noch von meiner Großmutter. Sie erzählte mir das ein jüdischer Metzger hier im Dorf wohnte, der ein freundlicher, alter Mann war. Als ich fragte was aus ihm wurde, wandte meine Großmutter den Kopf ab und wurde ganz still. Das schweigen sagte alles.

Man schweigt aus Angst um das eigene Leben, das der eigenen Familie. Man ist still um nicht anzuecken, sieht lieber weg als hin zu sehen. Und so ist das auch mit den Menschen und den Anderlingen. Man hat vielleicht nichts gegen sie, aber im Ernstfall hält man sich lieber raus.
Entschuldigt bitte. Das war geschmacklos dieses unausprechliche Verbrechen der NS-Zeit mit den sozialen Problemen eines PC Games zu vergleichen, aber es lag nahe.