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Held
Kommt halt drauf an, in welchem Gebiet du als Fotograf arbeiten willst.
Wenn du Portraitfotograf werden, also in einem Studio arbeitend Menschen fotografieren willst, wirst du in einem solchen wohl oder übel eine Lehre antreten müssen. Dafür hast du dann auch gleich eine Arbeitsstelle.
Willst du die Fotografie in journalistischer Hinsicht ausüben - also für Zeitungen und Magazine, auch online, Bilder schießen -, musst du dich entweder um eine Anstellung bei dem entsprechenden Medium bewerben, oder aber auf freier Basis arbeiten, sprich, Fotos machen und dann an die Zeitungen verkaufen. Der Vorteil liegt darin, dass du keinen fixen Arbeitgeber hast und dein eigener Herr bist, andererseits könnte es auch schwierig sein, seine Bilder an den Mann zu bringen.
Und natürlich gibt's dann noch so Randgruppen, wie Fotografieren für einen Prospekt/ein Buch, medizinische Fachfotos, Werbefotograf usw.
Ich denke jedoch, dass du im Moment eher künstlerisch basierte Fotos schießt und dir das Spaß macht - kann ich verstehen, leider lässt sich damit nicht viel Geld verdienen. Kunstfotos zu verkaufen ist noch schwerer als ein Manuskript oder einen selbstproduzierten Film, weshalb ich das als Gewerbe eher vergessen würde. Die meisten Leute, die - durchaus auch anspruchsvoll - gerne dererlei Fotos machen, kommen selten auf die Idee, dies professionell zu betreiben, weil halt nicht wirklich ein Markt da ist. Wenn du wirklich gut bist, kannst du versuchen, einen Fotoband zu entwickeln und an einen Verlag schicken, oder auch eine Kunstaustellung zu innitiieren. Auf die Dauer kann das aber kein Berufsersatz sein.
Ganz generell musst du dir natürlich viel Wissen rund um Technik, Einstellungen, Stimmungen, Farblehre, Beleuchtung usw. aneignen. Dafür gibt's Hochschulkurse oder auch ganze Studien, wobei sich hier die Frage stellt, inwieweit sich die Sache lohnt. Ein Studium der Fotografie abzuschließen ist ganz bestimmt interessant, in 90% der Fälle würdest du allerdings wie der von Heaven and Hell beschriebene Klinikfotograf enden, weil Fotos von Körperteilen zu wissenschaftlichen Zwecken nun mal mehr gebraucht werden als solche von Sonnenuntergängen und atemberaubenden Landschaften.
Willst du die Sache aber wirklich durchziehen, wirst du um eine Spiegelreflexkamera sowieso nicht umhin kommen. Jeder ernstzunehmende Fotograf macht seine Bilder damit, wobei gerade die teureren Geräte ziemlich kompliziert in ihrer Handhabung sind. Mit der Wahl des richtigen Objektives hört die Sache ja nicht auf, und das bei so gut wie jedem Bild. Routine und ein gewisses Maß an Hintergrundwissen sind also unabkömmlich, soviel kann ich dir schon versprechen.
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