Ergebnis 1 bis 20 von 35

Thema: Wertungen

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Zitat Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
    Was eben traurig ist. Für die Vergleichbarkeit muss man definitiv keine Wertung haben. Man schreibt ganz einfach "Spiel X ist mit Spiel Y zu vergleichen, erreicht aber dessen Qualität nicht, weil...". Man hat als Journalist ziemlich viele Möglichkeiten. Heikel wird es eben erst, wenn man Punkte für angeblich objektive Dinge abzieht. Das ist, wie wenn man bei einem Film die Kameraführung beurteilen würde. Das machen aber Filmkritiker selten. Sterne verteilen sie auch meist nicht zum Vergleich, sondern für jeden Film einzeln (zumindest meistens).
    Also traurig ist das nicht . Aber stimmt natürlich, Zahlen sind erstmal die einfachste Vergleichsmöglichkeit und ich möchte sie auch gar nicht missen (vor allem für sowas wie audiovisuelle Qualität darzustellen, in erster Linie natürlich die technische Seite, wobei das auch wieder Erbsenzählerei ist, aber besser als Seitenlang über Tearing und Anisotropische Filter zu referieren oder zu offenbaren dass man lieber The Who hört als den Soundtrack des Spiels nton: - wie man es bei Filmen auch teilweise macht, ob da nun Techno oder Klassik läuft, passen muss es, stören tut es irgendwie jeden, also Techno jedenfalls oder auch nicht). Nehmen wir mal Call of Duty 4, das hohe Wertungen bekam (und noch bekommt) u.a. auch Höchtswertungen mit 5/5 und 10/10. Das Spiel ist also (für den zuständigen Redakteur) eine Offenbarung und bietet alles was er sich von einem Egoshooter anno 2007 erwartet, mittelmässige KI, ein 4 - 5 Stunden langer Offline Modus, ein phantasieloses Setting und einen unausbalancierten Onlinemodus. Hätte es jetzt nach objektiver Sicht Abzüge dafür verdient oder verbietet sich einfach ein Vergleich mit anderen Spiele anhand der Wertung *Fragezeichen*

    Zitat Zitat von Marth
    Das hat von mir 9.0 bekommen.
    Und Wind Waker ?

    Nee quak also, das Spiel hat jeden Punkt verdient, nur wenn man die Vorgänger sieht gibt es viel was TP hätte besser machen können weswegen sich aber die Wertungen auch nicht so "verschieben" wie man das z.B. bei Sport- oder Rennspielen machen müsste.

  2. #2
    "Objektiv" ist es ja handwerklich in Ordnung. Aber genau die Uninspiriertheit (welche nunmal Shooter in letzter Zeit bieten) lässt sich recht gut einfach in einem Text abhandeln. Leider (oder zum Glück?) besitze ich das Spiel nicht, ansonsten könnte ich dir ein Beispiel machen.

    Wenn Kinokritiker solchen Mist schreiben, dann sind sie keine guten Kritiker. Dasselbe gilt dann für Spielekritiker. Was man z.B. schreiben kann, ist (um beim Musik-Beispiel zu bleiben), dass dem Kritiker die Musik bei den Dynasty Warrior-Spielen nicht gefällt, da er lieber einen OST hätte, welcher zum Setting passt, sprich: orchestrale Schlachtenmusik / traditionell-chinesische Töne. Sowas lässt sich schlecht mit Zahlen abbilden.

    Und ja, ich finde es schade. Ein gutgeschriebenes Review hat doch einen höhren "intellektuellen" Anspruch als 85%, 1/4 Seite Spielmechanikbeschrieb, 1/4 Versuch, subjektives Missfallen in objektive Skalen zu pressen, und übergrosse Screenshots. Natürlich, werten kann man schon, aber dann sowas wie diese Sternewertungen, eben rein subjektiv. Denn auch so kann man "objektive" Dinge abkanzeln.

  3. #3
    Zitat Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
    "Objektiv" ist es ja handwerklich in Ordnung. Aber genau die Uninspiriertheit (welche nunmal Shooter in letzter Zeit bieten) lässt sich recht gut einfach in einem Text abhandeln. Leider (oder zum Glück?) besitze ich das Spiel nicht, ansonsten könnte ich dir ein Beispiel machen.
    Naja, uninspiriert, CoD ist ja mehr eine Kriegssimulation oder besser gesagt eine Simulation militärischer Kriegsoperationen, ich denke aber auch subjektiv ist es sicher ganz gut dass man sich z.B. mal vom zweiten Weltkriegs Setting gelöst hat aber die Kritikpunkte bleiben ja, womit ich das Spiel nicht schlecht reden wonnte, nur ist es schon bezeichnend wenn ein Spiel die Höchstwertung bekommt ohne ansatzweise Perfektion auszustrahlen, was ja die Endwertungen(en) schon ein bisschen blöd aussehen lässt weil sich ja auch die meisten Redakteure in ein entsprechendes Korsett zwingen lassen müssen (und das es "nur" ein weiterer Egoshooter ist lässt sich ja anhand der 4 Stunden dauernden Kampagne es des immer (so man es will) endlos motivierenden Online Modus auch schwer vermitteln, so dass es bei hartgesottenen Genrefans "in keiner Sammlung fehlen darf" wenn man mehr als 1 - 2 Egoshooter pro Jahr braucht/kauft, nur das hätte man dann wie du schon sagtest eher im Text vermittlen sollen als in einer sehr hohen Wertung.

    Uninspiriert ist aber ein ein gutes Stichwort, ich denke schon dass man bei einem überdurchschnittlichen Spiel schon auch ein bisschen Begeisterung vermitteln muss, schliesslich sind Videospiele auch ein audiovisuelles Feuerwerk und die Auswirkungen des Gameplays wesentlich höher als einzelne Elemente eines Films. So sucht zum Beispiel kein Mario Fan bei Mario Galaxy nach irgendwelchen "Fehlern" oder Sachen die nicht passen sondern lässt alles eher wie einen Film auf sich einprasseln und so wirken dann Dinge plötzlich positiver als sie sind (was ja auch gut so ist schliesslich soll ein 3D J&R zunächst mal Spaß vermitteln )

  4. #4
    Meiner Meinung nach ist das größte Problem von den Prozent Wertungen ja das sie einfach nicht transparent sind.
    Das Problem ist doch das die die Wertung einfach unter die Nase gerieben wird und selbst wenn du im Test natürlich nach lesen kann was gut und was schlecht war weiß man ja doch nicht wieso es jetzt genau so bewertet wurde.
    Aber eine lange Erklärung zur Wertung ist ja auch nicht gerade die beste Lösung...wirklich sehr kompliziert das ganze.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •