.
Hmm, formal klingt das etwas seltsam...
Aber ich mach ein paar Beispiele: Die Funktionhat die Ableitung
und die zweite Ableitung
. Für
ist
, das heisst, der Graph von
weist links der y-Achse eine Rechtskrümmung auf. Analog ist für
![]()
, das heisst, der Graph ist dort linksgekrümmt. Für
ist auch
, dort befindet sich also ein Wendepunkt.
Ok, das geht so: Nehmen wir wieder irgendne Funktion:Zitat
. Die erste Ableitung ist
und die zweite Ableitung ist
. Mögliche Extremstellen erhält man, wenn man die erste Ableitung null setzt:
. Diese quadratische Gleichung hat die beiden Lösungen
und
. Diese beiden Lösungen werden nun in die zweite Ableitung eingesetzt:
und
es handelt sich also je um ein lokales Maximum und um ein lokales Minimum.
Eine Gerade hat allgemein die FormZitat
, die erste Ableitung ist
, das heisst, nur wenn
ist, ist die Gerade "flach", d.h. parallel zur x-Achse. Die zweite Ableitung ist
, womit gezeigt ist, dass eine Gerade keine Krümmungen aufweist.
Ach ja, um noch auf die Fehler hinzuweisen:
Die zweite Ableitung vonist
, hat also eine konstante Krümmung.
Die zweite Ableitung vonist
.
--Electrodynamics:
Geändert von TheBiber (04.11.2007 um 18:51 Uhr)
Ich beantworte es dir trotzdem einfach mal. Wenn du z.B. ein Maximum ermitteln möchtest (was durchaus auch in der Realität praktisch sein kann!), setzt du ja die erste Ableitung gleich 0. Die Stellen, an denen f'(x)=0 ist, können aber sowohl Maxima, Minima als auch Sattelpunkte (also Punkte, an denen die Funktion vorher und hinterher steigt bzw. fällt und nur kurz waagerecht verläuft) sein. Um festzustellen, welcher dieser Fälle nun vorliegt, benutzt man die zweite Ableitung. Außerdem ermittelst du Punkte maximaler Steigung mit der zweiten Ableitung (weil sie da ja gerade die Krümmungsrichtung ändern und deshalb keine Krümmung haben).