Ich würde mal sagen: Nein. Daß Windows nur 3 GiB unterstützt ist eine Limitierung im Kernel. Der Kernel ist das, auf dem alles aufbaut, deshalb wirst du unter Windows nie mehr Speicher zur Verfügung haben, als der Kernel unterstützt. Wenn du jetzt eine Ramdisk anlegst mußt du das immer noch durch den Kernel tun - ergo kann die Ramdisk nur in den ersten 3 GiB deines RAMs liegen und du hast keinen Vorteil.
Deine Idee könnte unter Umständen funktionieren - wenn du Windows als Gastbetriebssystem unter Virtualisierung laufen läßt (Achtung, erfordert einen ziemlich neuen Prozessor) und einen Hypervisor verwendest, der die oberen ($MAX - 3) GiB als Ramdisk verwaltet und dem Gast-OS transparent als Laufwerk präsentiert. Nur weiß ich nicht, ob es einen derartigen Hypervisor gibt.
(BTW, das Konzept der Ramdisk ist uralt; MS-DOS konnte das prima und bestimmte, nicht gerade seltene Konfigurationen von Linux verwenden beim Booten eine Ramdisk, um Treiber nachzuladen.)
Was Jeez sagt, ist nur so halb richtig.
Windows XP (wie auch Witzda) lassen von X GB lediglich 3.070 MB zur freien Verwendung zu (Windows, dessen Dinge und Anwendungen). Was die Differenz bis 4 GB betrifft, so schreibt Windows das kernelseitig mit Hardwareinfos zu, damit es lt. Microsoft keine Probleme bei der Hardwareadressierung gibt. Ob das letztlich stimmt ist ne andere Frage, nur... wie will man das nachprüfen?
Bei 32Bit-Windows-Systemen ist bei 4 GB RAM allerdings Schluss. Mehr unterstützen lediglich die 64Bit-Varianten.
Deine Idee mit den RAM-Drives hab ich testweise unter Vista probiert (hab das aktuell noch laufen... wenn meine georderte Platte kommt, ist Vista tot und Ubuntu das Haupt-OS) und da wurde der RAM-Bereich für die RAM-Disk von diesen oben genannten 3.070 MB RAM abgezweigt...
Anzumerken sei hier, dass meine Kiste lediglich über insgesamt 4 GB an RAM verfügt und halt bei 4 GB RAM - wie gesagt - bei einem 32Bit-Windows halt Schluss ist. Was drüber hinaus geht, wird vom 32Bit-Windows schlichtweg ignoriert, als sei es nicht da. Demzufolge bringt dir das mit einer RAM-Disk nichts weiter außer weniger RAM fürs Windows, da ja ein Betrag von X RAM für die RAM-Disk abgezweigt wird, ganz gleich ob die RAM-Disk nun genutzt wird oder leer ist.
BTW ist das Konzept einer RAM-Disk imo etwas recht nettes, das man in Zeiten von Rechnern mit viel RAM ruhig wieder einführen könnte... beispielsweise für allgemeine, temporäre Dateien, die nach einem Runterfahren der Kiste ohnehin nicht mehr gebraucht werden. Würde Müll auf der Platte vermeiden... wenn ich mir das nicht wieder etwas zu leicht vorstelle... naja... Jeez wirds sicher posten, wenn dem so sein sollte... oder nicht... oder beides^^
Man könnte beispielsweise /tmp auf eine Ramdisk legen. Gar kein Problem, einfach diese Zeile in /etc/fstab:
Da /tmp ohnehin keine permanenten Informatinen speichern soll hat man so ein selbstleerendes, extrem schnelles Verzeichnis - mit dem Nachteil, daß man entsprechend weniger Platz im RAM hat.
Natürlich geht das auch mit beliebigen anderen Verzeichnissen und Größen. Man könnte sich also auch einen eigenen temporären Ordner anlegen:
Linux ist eben toll. (Und unterstützt auf 32bit-Systemen bis zu 64 GiB, wobei allerdings jeder einzelne Prozess maximal 3 GiB verwenden darf.)