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  1. #1
    Mit der sexuellen Orientierung ist es in der Erziehung meiner Meinung nach ein bisschen, wie mit dem Glauben: Man kann ads Kind vorher schlecht fragen, ob es Christ oder Atheist (oder Islamist, Jude, Buddhist, Hindu...) werden will und ebenso wenig, ob es hetero- oder homosexuell sein möchte (oder eben darauf programmiert ist). Die Gefahr besteht darin, dass die Erziehung einen erheblichen Teil des sexuellen Lebens vorgibt, so zumindest die wie schon erwähnt meiner Meinung nach sehr gut begründete These. Wenn man jetzt ein Kind, dass genetisch hetero veranlagt ist, so erzieht, dass es auch das Bild der Homosexualität immer im Hinterkopf hat, wird das denke ich nicht nur sexuelle Folgen haben, sondern auch psychisch verwirrend sein.

    Im Endeffekt muss ich sagen, dass es falsch wäre, auf "Minderheiten" (so fies das klingt) Rücksicht zu nehmen. Lieber ein heterosexuelles Kind, dass von klein auf die heterosexuelle Orientierung annimmt und ein homosexuelles Kind, dass in der Pubertät seine Neigung entdeckt und damit vielleicht ein wenig ins Straucheln gerät (ja, ich habe heute meinen fiesen Tag, sorry =/ ), als ein heterosexuelles Kind, das nicht weiß was es will und ein homosexuelles Kind, dass sich angesichts der doch großeren Mehrheit von Heterosexuellen trotzdem irgendwo 'anders' vorkommt.

    Übrigens ist diese Tabuisierung meiner Meinung nach sogar ganz richtig. Es ist in der Gesellschaft meiner Meinung nach weitaus schwieriger, als Homosexueller zu leben, als als Heterosexueller, obwohl ich darin natürlich keine Erfahrungen habe...
    Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich das ausdrücken soll, aber: lieber hetero, als homosexuell. Homosexuelle sind durchaus respektable Menschen, vielleicht sogar allein durch ihre sexuelle Orientierung besondere Menschen - allerdings ist hetero nunmal der von der Natur vorgesehene Normalfall. Und weil das noch nicht doof genug klingt, hier noch ein toller und unheimlich unpassender Vergleich: Es gibt auch impotente Männer oder Frauen, die aus welchem Grund auch immer keine Kinder mehr gebären können - das ist auch nicht der Regelfall, trotzdem werden die Menschen dadurch nicht unmenschlicher ... aber es sollte halt die Ausnahme bleiben.

    Oki, jetzt dürft ihr mich mit Sachen bewerfen =/...
    از جمادی مُردم و نامی شدم — وز نما مُردم به‌حیوان سرزدم / مُردم از حیوانی و آدم شدم — پس چه ترسم؟ کی ز مردن کم شدم؟
    حمله دیگر بمیرم از بشر — تا برآرم از ملائک بال و پر / وز ملک هم بایدم جستن ز جو — کل شیء هالک الا وجهه
    بار دیگر از ملک پران شوم — آنچه اندر وهم ناید آن شوم / پس عدم گردم عدم چو ارغنون — گویدم کانا الیه راجعون

  2. #2
    Zitat Zitat von Eynes'Prayer Beitrag anzeigen
    Homosexuelle sind durchaus respektable Menschen, vielleicht sogar allein durch ihre sexuelle Orientierung besondere Menschen - allerdings ist hetero nunmal der von der Natur vorgesehene Normalfall.
    Woher weißt du, was von "der Natur" vorgesehen ist? Würde die Natur keine Homos dulden, würde sie sie nicht produzieren. Das Gegenteil ist allerdings der Fall, auch unter Affen oder Flamingos gibt es Schwule, was offenbar ganz im Sinne der Natur ist. (Zumal das biologische Argument total scheiße ist.)

  3. #3
    Also ich hab nichts gegen Schwule. Ich würde zwar niemals mit einem anderen Mann/Jungen eine Beziehung eingehen, aber ich hab nichts gegen Schwule. Was ich allerdings gräßlich find sind so Transsexuelle, wie Frauen, die sich nen Penis oder Männer, die sich Titen anoperieren lassen, sich aber nicht komplett umwandeln lassen. Das find ich net so toll!

  4. #4
    Zitat Zitat von Eynes'Prayer Beitrag anzeigen
    Homosexuelle sind durchaus respektable Menschen, vielleicht sogar allein durch ihre sexuelle Orientierung besondere Menschen - allerdings ist hetero nunmal der von der Natur vorgesehene Normalfall
    *dich steinigen tu*

    was die fortpflanzung angeht ist heterosexualität zwar vorgeschrieben nur kennt niemand den sinn des lebens und kann damit auch nicht sagen ob es sinniger wäre jemanden aufrecht zu lieben als sich fort zu pflanzen. abgesehen davon betreibt die mehrheit der befölkerung diesen akt nicht mit produktivem hintergedanken

  5. #5
    Zitat Zitat
    allerdings ist hetero nunmal der von der Natur vorgesehene Normalfall.
    Der statistische Normalfall, aber seit wann haben Statistiken Relevanz für die Natur?
    Außerdem, die Entscheidung, keine Kinder zu haben kann ein Heterosexueller genau so fällen, ohne deswegen wider der Natur zu handeln. Du schreibst hier gerade so, als würden Homosexuelle Kinder fressen.

    Zitat Zitat
    Im Endeffekt muss ich sagen, dass es falsch wäre, auf "Minderheiten" (so fies das klingt) Rücksicht zu nehmen. Lieber ein heterosexuelles Kind, dass von klein auf die heterosexuelle Orientierung annimmt und ein homosexuelles Kind, dass in der Pubertät seine Neigung entdeckt und damit vielleicht ein wenig ins Straucheln gerät (ja, ich habe heute meinen fiesen Tag, sorry =/ ), als ein heterosexuelles Kind, das nicht weiß was es will und ein homosexuelles Kind, dass sich angesichts der doch großeren Mehrheit von Heterosexuellen trotzdem irgendwo 'anders' vorkommt.
    Ich frage mich sowieso, wie man Kinder "sexuell erziehen" kann? Man erzählt ihnen von Blümchen und Bienchen und davon, dass sich Mama und Papa sehr, sehr lieb haben (inklusive verwirrender Schnittdarstellung der Genitalien), aber das rief bei mir mehr Verwirrung als Klarheit hervor. Sinn zu machen begann der ganze Mist erst, als ich meinen ersten Ständer hatte.

  6. #6
    Wer als Homosexueller offen in Frage stellt, ob es sinnvoller wäre sich zu lieben, als sich fortzupflanzen, sollte sich mal fragen warum er auf der Welt ist.

    160.000 Jahre menschliche Geschichte basiert eben nicht darauf, dass ein Mann mit einem Mann knutscht oder eine Frau mit einer Frau - sondern dem Trieb der Fortpflanzung. Dass dieser Trieb gegenüber dem Trieb des einfachen sexuellen Aktes gewichen ist, mag etwas mit der gesellschaftlichen Stellung vom Sex heutzutage (und besonders dem Mittelalter) zu tun haben, sicherlich aber nicht den biologischen und philosophischen Grundsatz, dass jedes Tier - auch wenn es "aus der Reihe tretende" Affen, Flamingos, Mäuse, Hunde gibt - nach Fortpflanzung im Generellen strebt, nichtig machen.

    Lustig ist, solche Äußerungen kommen in 99% der Fälle von Schwulen. Und warum? Weil es die letzte Bastion der Argumentation ist, um ihre Homosexualität vor biologischen Erklärungen zu verteidigen. Nein, Schwulsein trägt nicht zur Erhaltung einer Spezies bei, nein Lesben agieren nicht nachhaltig. Dass der Penis in die Mumu passt und da etwas passiert, ist kein verdammter Zufall. Und wenn Heterosexuelle sagen, dass sie keine Kinder wollen, hat das eben normalerweise andere Ursachen, als biologische Missstände dafür verantwortlich zu machen. Keine Lust auf diese Erziehungsscheiße, lieber auf Karriere konzentrieren, nicht in der heutigen Gesellschaft, nicht in diesem Umfeld, nicht in diesem Land ohne gesicherte Unterstützung, nicht bei diesem finanziellen Aufwand - etc.

    Und dennoch macht es Schwule und Lesben nicht zu schlechteren Menschen. Wenn es auf der Welt 10 Männer gebe, von denen 8 unfruchtbar und 2 stockschwul wären, würde ich vielleicht anders darüber denken. Aber bei 3 Milliarden Männern ist es mir schnurzegal, womit sie ihre Freizeit verbringen - wie aber schon so oft gesagt, geht mir diese Selbstdarstellung auf die Eier.

    Einie Homosexuelle regen sich darüber auf, dass sich Heterosexuelle (u.a.) in ihr intimes Leben einmischen mit Fragen nach der sexuellen Orientierung. Andererseits gibts aber auch genug Homosexuelle, die ihre Orientierung den anderen geradezu auf die Nase binden. Auf dem Silbertablett präsentieren. Weil mich das aber nicht interessiert, gehe ich auch nicht auf den CSD.

  7. #7
    Zitat Zitat von Viddy Beitrag anzeigen
    160.000 Jahre menschliche Geschichte basiert eben nicht darauf, dass ein Mann mit einem Mann knutscht oder eine Frau mit einer Frau - sondern dem Trieb der Fortpflanzung.
    Straßen - gebaut, um besser ficken zu können. Pyramiden - errichtet, um höher oben ficken zu können. Die Menschliche Geschichte: Ein Streben nach ficken. Es ist ziemlich blöd, den Erfolg einer Spezies mit so geringer Fertilität an der Fortpflanzung festzumachen. Wenn wir hier unter Insekten wäre, könnte man es ja noch gelten lassen, aber unter Menschen, die im Schnitt gerade mal ein einziges Kind in einem Jahr haben?
    Zitat Zitat
    Dass dieser Trieb gegenüber dem Trieb des einfachen sexuellen Aktes gewichen ist, mag etwas mit der gesellschaftlichen Stellung vom Sex heutzutage (und besonders dem Mittelalter) zu tun haben, sicherlich aber nicht den biologischen und philosophischen Grundsatz, dass jedes Tier - auch wenn es "aus der Reihe tretende" Affen, Flamingos, Mäuse, Hunde gibt - nach Fortpflanzung im Generellen strebt, nichtig machen.
    Im Mittelalter gab es in den Städten öffentliche Freudenhäuser, die von der Kommune betrieben wurden in ganz Deutschland. Dienten sicherlich zum Erhalt der Stadtbevölkerung und zur Hebung der Kinderzahl pro Frau.
    Du musst damit leben, dass die Natur zwar Geschlechtsteile verteil hat, die in bestimmter Weise funktionieren, aber mit Handlungsanweisungen sehr, sehr sparsam umging. Dementsprechen kann jeder "die Natur" als Blankoscheck für jeglichen Scheiß verwenden. Aber darauf hat schon de Sade vor ein paar hundert Jahren hingewiesen.

  8. #8
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Straßen - gebaut, um besser ficken zu können. Pyramiden - errichtet, um höher oben ficken zu können. Die Menschliche Geschichte: Ein Streben nach ficken. Es ist ziemlich blöd, den Erfolg einer Spezies mit so geringer Fertilität an der Fortpflanzung festzumachen. Wenn wir hier unter Insekten wäre, könnte man es ja noch gelten lassen, aber unter Menschen, die im Schnitt gerade mal ein einziges Kind in einem Jahr haben?
    Ich sprach nie über den "Erfolg" eine Spezies. Ich verstehe nicht einmal, was du damit meinst. Genau genommen verstehe ich deine ganze zynische Analogie in keinster Weise.
    Und besser 1 Kind pro Jahr, als 1 Kind in vier Jahren, wie es unsere Verwandten hinbekommen haben.

    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Im Mittelalter gab es in den Städten öffentliche Freudenhäuser, die von der Kommune betrieben wurden in ganz Deutschland. Dienten sicherlich zum Erhalt der Stadtbevölkerung und zur Hebung der Kinderzahl pro Frau.
    Du musst damit leben, dass die Natur zwar Geschlechtsteile verteil hat, die in bestimmter Weise funktionieren, aber mit Handlungsanweisungen sehr, sehr sparsam umging. Dementsprechen kann jeder "die Natur" als Blankoscheck für jeglichen Scheiß verwenden. Aber darauf hat schon de Sade vor ein paar hundert Jahren hingewiesen.
    Mal abgesehen davon, dass ich von de Sade recht wenig halte - ich schrieb doch, dass Sex besonders im Mittelalter in erster Linie eine Befriedigung der Lust und Freude war. Genau das, wie Sex auch heutzutage dargestellt wird (natürlich moderner). Sex wird angepriesen, Sex wird hoch gestellt - klar, ist auch eine schöne Sache, habe ich auch gern. Aber ich verkenne nicht, dass das Ziel von Sex irgendwann ist, Nachkommen in die Welt zu setzen. Nicht mal, damit ich sagen kann, dass ich etwas erreicht habe, sondern damit ich dafür sorge, wie Rübe so schön sagt "unbewusst die Spezies am Leben erhalten" will.

  9. #9
    Zitat Zitat
    Mal abgesehen davon, dass ich von de Sade recht wenig halte - ich schrieb doch, dass Sex besonders im Mittelalter in erster Linie eine Befriedigung der Lust und Freude war. Genau das, wie Sex auch heutzutage dargestellt wird (natürlich moderner). Sex wird angepriesen, Sex wird hoch gestellt - klar, ist auch eine schöne Sache, habe ich auch gern. Aber ich verkenne nicht, dass das Ziel von Sex irgendwann ist, Nachkommen in die Welt zu setzen. Nicht mal, damit ich sagen kann, dass ich etwas erreicht habe, sondern damit ich dafür sorge, wie Rübe so schön sagt "unbewusst die Spezies am Leben erhalten" will.
    Das war sicherlich nicht nur im Mittelalter so. Auch ohne die Menschheitsgeschichte gut genug zu kennen wage ich mal zu behaupten, dass die Leute schon immer neben der Fortpflanzung, die sicherlich oft unfreiwillig eintrat als Verhüttung noch nicht ganz so effektiv war, auch aus Spaß gepimpert haben. Und ist es außerdem nicht z.B. bei einigen Primaten üblich, Sex zur Pflege von Sozialkontakten einzusetzen? Ich meine, wenn du mit dem Posting sagen wolltest, dass die Natur beim Poppen letztendlich immer an Fortpflanzung denkt, dann widerspricht sie dir dabei selber. Niemand kann gegen die Natur handeln.

  10. #10
    Genau aus dem statistischen und aus dem biologischen Grund ist es doch etwas seltsam, von Eltern eine sexuell-ambivalente Erziehung zu erwarten. "Entschuldigung, wenn wir Enkel wollen. Entschuldigung, wenn wir unbewusst die Spezies am Leben erhalten wollen."
    .. also dito zu Viddy.

    Ansonsten: Wie weit hat den der Pseudointellektualismus schon um sich gegriffen, wenn man keine Scherze über irgendwelche Bevölkerungsgruppen mehr machen darf? Es gutmenschelt wieder mal gehörig. Wenn man nicht über sich selbst lachen kann, dann stellt man sich bewusst in eine Opferrolle. Und bevor ich hier was mit "du weisst gar nicht, von was du sprichst" höre: Als Dicker kämpft man mit ähnlichen, wenn nicht grösseren Problemen. Denn bei uns sieht man es. (Dafür müssen wir es dann aber auch nicht jedem erzählen.)

    Legt euch ne dickere Haut zu...

  11. #11
    Zitat Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
    Genau aus dem statistischen und aus dem biologischen Grund ist es doch etwas seltsam, von Eltern eine sexuell-ambivalente Erziehung zu erwarten. "Entschuldigung, wenn wir Enkel wollen. Entschuldigung, wenn wir unbewusst die Spezies am Leben erhalten wollen."
    .. also dito zu Viddy.
    Wirst du dich umbringen, wenn du das statistische durchschnittliche Maximalalter eines Mannes in der Schweiz erreicht hast und wirst du versuchen, mit deiner Angetrauten auch das 0,5te Kind von den 1,5 zu bekommen, die man durchschnittlich in einer Partnerschaft bekommt? Nein? Das geht nicht? Oh, aber die Statistik sagt doch...!

    Und die Biologie erklärt überhaupt nichts. In der Biologie ist es auch legitim, fleischfressende Larven in Lebewesen zu pflanzen und sein Leben damit zu verbringen, im Harnleiter von Lebewesen Blut zu saugen sofern man sich damit über die Runde bringt.
    Zitat Zitat
    Nur macht es Sinn, eine Erziehung, die zwangsläufig eine Heterosexualität des Kindes vorraussetzt, zu umzukrämpeln, dass das Kind vielleicht sogar aufgrunddessen automatisch homosexuell veranlagt wird?
    Das ist ausgemachter Blödsinn. Natürlich gibt es kulturelle Homosexualität, aber die beschränkt sich weltweit meines Wissens nach ausschließlich auf Päderasterie von ansonsten heterosexuellen Männern. Wir wissen einfach nicht, wie die sexuelle Prägung erfolgt.
    Zitat Zitat
    Mal abgesehen davon, dass ich von de Sade recht wenig halte - ich schrieb doch, dass Sex besonders im Mittelalter in erster Linie eine Befriedigung der Lust und Freude war. Genau das, wie Sex auch heutzutage dargestellt wird (natürlich moderner). Sex wird angepriesen, Sex wird hoch gestellt - klar, ist auch eine schöne Sache, habe ich auch gern. Aber ich verkenne nicht, dass das Ziel von Sex irgendwann ist, Nachkommen in die Welt zu setzen. Nicht mal, damit ich sagen kann, dass ich etwas erreicht habe, sondern damit ich dafür sorge, wie Rübe so schön sagt "unbewusst die Spezies am Leben erhalten" will.
    Für die Natur streiten zu wollen ist in meinen Augen etwa so überflüssig, wie Hitler zur Vernichtung von Juden und Slawen anzuhalten.
    Zum Mittelalter: Aha. Klar. Alles dasselbe wie heute. Nach einem großen Kreislauf stehen wir 2007 wieder wo wir um 1007 standen.

  12. #12
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    Das war sicherlich nicht nur im Mittelalter so. Auch ohne die Menschheitsgeschichte gut genug zu kennen wage ich mal zu behaupten, dass die Leute schon immer neben der Fortpflanzung, die sicherlich oft unfreiwillig eintrat als Verhüttung noch nicht ganz so effektiv war, auch aus Spaß gepimpert haben. [..]
    Nein, ich wollte eben damit nicht sagen, dass nur im Mittelalter aus Spaß an der Freude Beischlaf betrieben worden ist, sondern das Mittelalter als Beispiel dafür heranziehen, dass eben auch als Spaß an der Freude Beischlaf betrieben wird Das gabs immer, das wurde immer praktiziert - doch verhältnismäßig ist das schon heutzutage in der westlichen Kultur anders, als in anderen Kulturen - beispielweise. Dagegen habe ich ja auch gar nichts, nur ist dieser Sinn sicherlich nicht höher für die Fortsetzung der Spezies einzustufen, als der Fortpflanzungszweck. Darum ging es.

    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Zum Mittelalter: Aha. Klar. Alles dasselbe wie heute. Nach einem großen Kreislauf stehen wir 2007 wieder wo wir um 1007 standen.
    Geschichte wiederholt sich
    Ich mag den Zynismus nicht, darauf war das doch gar nicht ausgelegt

  13. #13
    Zitat Zitat von Viddy Beitrag anzeigen
    Geschichte wiederholt sich
    Ich mag den Zynismus nicht, darauf war das doch gar nicht ausgelegt
    Bleiben sie, wo sie sind. Eine Gruppe positivistischer Wissenschaftler wurde von ihrer Existenz in Kenntnis gesetzt und wird ihnen in Kürze zur Seite stehen.

    Zitat Zitat
    Lustig ist, solche Äußerungen kommen in 99% der Fälle von Schwulen. Und warum? Weil es die letzte Bastion der Argumentation ist, um ihre Homosexualität vor biologischen Erklärungen zu verteidigen.
    Wir hoffen inbrüstig, dass DIE WISSENSCHAFT sie gegen die Nazi-Feministinnen verteidigen wird, welche die letzen paar Jahrzehnte lang für Sex ohne Fortpflanzung und die Bikinimode eingetreten sind, aber wir zweifeln daran. Immerhin haben sie die Grundlage der Wissenschaft angegriffen.
    Unabhängig davon ist es interessant, wie viele Argumente die Homosexuellen heutzutage von der Frauenbewegung übernehmen.

    Inzwischen...
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  14. #14
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Wirst du dich umbringen, wenn du das statistische durchschnittliche Maximalalter eines Mannes in der Schweiz erreicht hast und wirst du versuchen, mit deiner Angetrauten auch das 0,5te Kind von den 1,5 zu bekommen, die man durchschnittlich in einer Partnerschaft bekommt? Nein? Das geht nicht? Oh, aber die Statistik sagt doch...!
    Was für eine überaus plausible Begründung für eine sexual-ambivalente Erziehung, gratuliere . Wenn man schon einen Vergleich von statistischen Daten macht, dann auch eine logische und nicht einfach eine, die man sich irgendwie aus den Fingern saugt um die eigene Dogmatik rechtzufertigen. Denn immerhin ist die Erziehung eine präkausale Angelegenheit, während das Durchschnittsalter eine postkausale Angelegenheit ist. Eltern erziehen vor dem Eintreten der Statistik, also bevor ein Kind überhaupt eine sexuelle Orientierung erkennen kann / erkannt hat. Die Entscheidung, ob man sich anhand des Durchschnittsalters ermorden soll, trifft man erst, wenn man selbiges auch erreicht hat.

    Zitat Zitat
    Und die Biologie erklärt überhaupt nichts. In der Biologie ist es auch legitim, fleischfressende Larven in Lebewesen zu pflanzen und sein Leben damit zu verbringen, im Harnleiter von Lebewesen Blut zu saugen sofern man sich damit über die Runde bringt.
    Falsch. Die Biologie erklärt, warum Eltern tendenziell Kinder eher heterosexuell erziehen, nämlich aus dem Grund, das sich die Sippe fortpflanzen soll. Biologie kennt keine Legitimität, das ist ein normativ-philosophischer Begriff und hat in dieser Argumentation überhaupt nichts zu suchen. Medizin, ja, die kann ethische Fragen enthalten, Biologie nicht, diese ist deskriptiv.

  15. #15
    @Ianus: Mal abgesehen, dass mich deine pseudointellektuellen, überhaupt nicht lustigen Kommentare, schon länger einfach nur nerven...

    Zitat Zitat von Ianus
    Wirst du dich umbringen, wenn du das statistische durchschnittliche Maximalalter eines Mannes in der Schweiz erreicht hast und wirst du versuchen, mit deiner Angetrauten auch das 0,5te Kind von den 1,5 zu bekommen, die man durchschnittlich in einer Partnerschaft bekommt? Nein? Das geht nicht? Oh, aber die Statistik sagt doch...!
    Damit beweist du, wie es bei dir mit der Statistik wirklich steht. Wenn es heisst, es gäbe statistisch ungefähr 10 mal mehr hetero-, als homosexuelle Individuen, dann wird wohl ersteres die Norm sein. Da Hetero- bzw. Homosexualität sich über die Menschheit diskret dual verteilt (man ist entweder das eine oder das andere oder beides), im Gegensatz zum kontinuierlichen Durchschnittssterbealter und der diskret abzählbaren Kindermenge, hinken deine Vergleiche obenderein gewaltig.

    Zitat Zitat
    Und die Biologie erklärt überhaupt nichts. In der Biologie ist es auch legitim, fleischfressende Larven in Lebewesen zu pflanzen und sein Leben damit zu verbringen, im Harnleiter von Lebewesen Blut zu saugen sofern man sich damit über die Runde bringt.
    Mein werter Herr Naturwissenschaftler, in der Biologie gibt es keine Legitimation. Es ist einfach ein Fakt, dass gelebte Heterosexualität den Fortbestand einer Spezies sichert, nicht mehr und nicht weniger.

    Solange du auf soziologisch-kultureller Ebene argumentierst, könnte man vielleicht noch deine Meinung nachvollziehen, aber bleibe mit deinem Unwissen doch bitte fern von exakten Wissenschaften, da tut einem ja der Kopf weh.
    Electrodynamics:

  16. #16
    @Eynes'Prayer: Ich werf dir doch gar keine Schwulenfeindlichkeit vor, in keinem Satz habe ich das getan. Ich hab nur was gegen deine Argumentationsweise, à la "Heterosexualität ist normal, weil es die Natur so will", und das ist nun mal total Unfug, denn nur weil etwas natürlich ist (was wir gar nicht wissen können), ist es nicht gleichzusetzen mit "gut", "richtig" oder "normal".

    Und seit wann ist theoretisch unendliche Fortpflanzung bitte sinnvoll? Hinter dem Erhalt einer Rasse oder einer Gattung steckt überhaupt kein Sinn, wäre ja noch schöner.

    Zitat Zitat von Rübe
    Die Biologie erklärt, warum Eltern tendenziell Kinder eher heterosexuell erziehen, nämlich aus dem Grund, das sich die Sippe fortpflanzen soll.
    Eltern können ihre Kinder auf eine bestimmte sexuelle Orietierung hinerziehen (bzw. tun das auch noch bewusst)? Meinst du das ernst oder hab ich da was falsch verstanden?

  17. #17
    Zitat Zitat von Lucian Beitrag anzeigen
    Eltern können ihre Kinder auf eine bestimmte sexuelle Orietierung hinerziehen (bzw. tun das auch noch bewusst)? Meinst du das ernst oder hab ich da was falsch verstanden?
    Darüber habe ich vorhin auch nachgedacht, konnte aber zu keinem Ergebnis kommen. Ich kenne halt zu wenig Kinder die in einer homosexuellen Eltern-Beziehung aufgewachsen sind (nämlich keine) und kenne auch keine Studien, die sich damit befassen.
    Fakt ist aber, meiner Meinung nach, das Erziehung grundsätzlich schon heterosexuell ist. Man hat einen Mutter, einen Vater. Vielleicht ältere Geschwister, die in der Regel auch heterosexuell sind und dies einem Vorleben. Man hört von Bienchen und Blümchen, nicht von Bienchen und Bienchen, Medien präsentieren überwiegend auch keine gleichgeschlechtliche Liebe. Von daher ist Erziehung in der Regel schon heterosexuell. Ob diese Erziehung dann aber auch Auswirkungen auf die spätere Sexualität hat - gute Frage.

  18. #18
    Das wäre noch interessant, mal eine Studie zu erstellen. Würde nämlich für adoptionswillige Homo-Paare vielleicht noch interessant werden.

    Die Behauptung war nicht orginär von mir, sondern von Mando Diao. Ich sehe das aber insofern ähnlich, dass Eltern durch die Erziehung die Kinder zwar nicht bewusst, hingegen aber unbewusst heterosexuell erziehen, eben aus einem biologisch "vorinstallierten" Grund.

    Zitat Zitat
    Und seit wann ist theoretisch unendliche Fortpflanzung bitte sinnvoll? Hinter dem Erhalt einer Rasse oder einer Gattung steckt überhaupt kein Sinn, wäre ja noch schöner.
    Lucian, ich hoffe, das meinst du jetzt nicht ernst, oder? Jedes Lebewesen vermehrt sich automatisch, die Umwelt verhindert normalerweise eine Überpopulation durch Seuchen, welche in zu grossen Populationen vorherrschen. Das ist grundlegende Biologie...

  19. #19
    Zitat Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
    Das wäre noch interessant, mal eine Studie zu erstellen. Würde nämlich für adoptionswillige Homo-Paare vielleicht noch interessant werden.

    Die Behauptung war nicht orginär von mir, sondern von Mando Diao. Ich sehe das aber insofern ähnlich, dass Eltern durch die Erziehung die Kinder zwar nicht bewusst, hingegen aber unbewusst heterosexuell erziehen, eben aus einem biologisch "vorinstallierten" Grund.
    Na ja, ich bin aber weiterhin der Meinung, dass Homosexualität nichts mit Erziehung zu tun hat und früher oder später jedes schwule Kind (meine Güte klingt das blöd) seine persönliche Gesinnung erkennt, auch wenn die Sexualkunde usw. auf heterosexueller Basis erfolgte.

    Zitat Zitat
    Lucian, ich hoffe, das meinst du jetzt nicht ernst, oder? Jedes Lebewesen vermehrt sich automatisch, die Umwelt verhindert normalerweise eine Überpopulation durch Seuchen, welche in zu grossen Populationen vorherrschen. Das ist grundlegende Biologie...
    Doch, doch, meine ich schon ernst. Und das was du da gesagt hast stimmt ja auch, allerdings kann ich immer noch nicht den Sinn hinter der Fortpflanzung erkennen... gut, sie ist natürlich, aber deswegen nicht gleich sinnvoll. Zudem das nicht bedeutet, dass ein gewisser Anteil an homosexuellen Lebewesen in einer Gesellschaft, egal welcher Art, unnatürlich ist.
    Es gab mal so eine Studie, in der aufgezeigt wurde, dass homosexuelle Affen sich ziemlich intensiv um den Nachwuchs der selbstverständlich heterosexuellen Frauen in einer Gruppe kümmerten, vor allem wenn diese, aus welchen Gründen auch immer, nicht verfügbar waren. Somit tragen auch sie ihren Teil zum Fortbestehen der Rasse bei, und können deswegen durchaus von der Natur "gewollt" sein.

    Zitat Zitat von gas
    erziehung legt norm und abnorm fest.
    Ja, moralische. (Wobei "festlegen" auch sehr gewagt ist, nur weil mir meine Eltern beigebracht haben dass es richtig ist, bei Tisch nicht zu lesen, muss ich es nicht automatisch ebenso für richtig halten. Zumindest nicht nach der Pubertät.) Was nichts an der sexuellen Gesinnung ändert, denn die ist biologisch verankert, und die Biologie scheißt sich was auf menschliche Normvorstellungen.
    Geändert von Broken Chords Can Sing A Little (01.10.2007 um 23:35 Uhr)

  20. #20
    Zitat Zitat von Lucian Beitrag anzeigen
    Na ja, ich bin aber weiterhin der Meinung, dass Homosexualität nichts mit Erziehung zu tun hat und früher oder später jedes schwule Kind (meine Güte klingt das blöd) seine persönliche Gesinnung erkennt, auch wenn die Sexualkunde usw. auf heterosexueller Basis erfolgte.
    Trotzdem ist die Erziehung an und für sich heterosexuell . Mehr wollte ich auch gar nicht sagen.
    Zitat Zitat
    Doch, doch, meine ich schon ernst. Und das was du da gesagt hast stimmt ja auch, allerdings kann ich immer noch nicht den Sinn hinter der Fortpflanzung erkennen... gut, sie ist natürlich, aber deswegen nicht gleich sinnvoll. Zudem das nicht bedeutet, dass ein gewisser Anteil an homosexuellen Lebewesen in einer Gesellschaft, egal welcher Art, unnatürlich ist.
    Es gab mal so eine Studie, in der aufgezeigt wurde, dass homosexuelle Affen sich ziemlich intensiv um den Nachwuchs der selbstverständlich heterosexuellen Frauen in einer Gruppe kümmerten, vor allem wenn diese, aus welchen Gründen auch immer, nicht verfügbar waren. Somit tragen auch sie ihren Teil zum Fortbestehen der Rasse bei, und können deswegen durchaus von der Natur "gewollt" sein.
    Ersteres: Biologisches Axiom. Ich hab die Naturgesetze nicht geschrieben, da kannst du doch gleich auch fragen, ob es sinnvoll ist, wenn Sonnen irgendwann implodieren. Ich glaube, bei solchen Dingen müssen wir uns von der Sinnfrage distanzieren.
    Und letzteres: Ist möglich, darauf wollte ich auch nicht zwingend heraus. Ich habe schon von Untersuchungen gehört, wonach prähistorisch homosexuelle Gesellschaftsmitglieder die Aufzucht von Waisen übernommen haben. Finde ich zwar fraglich, weil man wohl von grossen Familienverbänden ausgehen muss, aber trotzdem, wo der Sinn dahinter liegt, darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Mir ging es primär darum, dass Erziehung automatisch "heterosexuell" auftritt.

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