Danke für die Eindrücke :)
Liebäugle nun schon eine Weile mit der Serie – nun hast du mich endgültig überzeugt, mich näher damit auseinanderzusetzen!
Der aktuelle Teil sieht obendrein auch echt hübsch aus!
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Danke für die Eindrücke :)
Liebäugle nun schon eine Weile mit der Serie – nun hast du mich endgültig überzeugt, mich näher damit auseinanderzusetzen!
Der aktuelle Teil sieht obendrein auch echt hübsch aus!
Gerne!
Kann mir auch echt vorstellen, dass Dir das Game gefallen könnte, weil Du ja auch aufs Fotografieren stehst und Du solchen fantastischen und emotionaleren Geschichten nicht abgeneigt bist.
Die Reihe ist auch seltsam underground, dafür, wie qualitativ gut die Spiele sind. Hab gerade mal nachgeschaut, und die ersten drei Teile haben auf Steam alle so um die 1300 Reviews. Das ist natürlich nicht wenig für ein Indiespiel, aber auch kein Megaerfolg (wenn man z.B. bedenkt, dass Until Then nun schon fast 9000 hat).
Wobei ichs irgendwie witzig finde, dass die ersten drei Teile alle ähnliche Zahlen haben. Wirkt, als wären das alles die gleichen diehard Fans oder so :hehe:
Dabei hat Prism Peak deutlich mehr Reviews auf Metacritic als Echo of Starsong - ich frag mich, ob das Teil der Kooperation mit Shueisha ist, die SIGONO hat. Die wird auch etwas mehr Geld reingespült haben, dass die Entwicklung von dem Spiel überhaupt so möglich war.
Und dabei ists auch echt beeindruckend, was für einen Weg SIGONO hinter sich gebracht hat. Von einem Wimmelbildspiel fürs Smartphone, wo man auf Planeten tapped, zu einem Game bei dem man Fotos von schönen Landschaften schießt.
Wie dem auch sei, bin ja ein großer Fan der Reihe und fand schon The Day We Found Earth überraschend gut - gemessen daran, was für ein Spiel es halt ist (da muss man seine Erwartungen irgendwo justieren *g*). Vor allem hat die Firma halt son paar Markenzeichen, die sie in all ihren Spielen haben und ich finds da einfach superspanned, wie die Reihe sich aufspannt. Es ist keine kontinuierliche Story, es spielt immer mit anderen Charakteren an anderen Orten (und vermutlich zu anderen Zeiten), jeder Teil hat anderes Gameplay. Es gibt keine klaren wiedererkennbaren Elemente (wie Chocobos oder Slimes). Und mit Prism Peak ist sie nicht mal mehr Weltraum-Kram *g*
Was die Reihe zusammenhält ist irgendwie deutlich mehr meta, und mir fallen wirklich wenige Reihen ein, die so sind. Vielleicht die Quintet Games auf dem SNES (Actraiser, Soulblazer, Illusion of Time und Terranigma), welche auch eher von groben Themen und Flair zusammengehalten wurden.
Und trotzdem merkt man eine Serien-DNA von der OPUS-Reihe:
- Jedes Spiel hat einen stark pianolastigen OST. Finde die Soundtracks auch alle ziemlich stark.
- Die Spiele haben alle eine gewisse Melancholie und Nostalgie, etwas, was in der Vergangenheit liegt. Bei The Day We Found Earth ist das die Suche nach der Erde, welche schon lange in Vergessenheit geraten ist und um die sich nun nur noch Mythen ranken. Bei Rocket of Whispers sind es die Relikte der Zivilisation, die John und Fei so gut kannten, und die sie nun für Raketenteile ausschlachten. Bei Echo of Starsong ist alles ein Rückblick von Jun und die gesamte Reise wird aus der Linse betrachtet, dass er schon weiß, wie es verlaufen wird. Und nun hat man bei Prism Peak die Midlife Crisis, bei der Eugene lernen muss, seine Vergangenheit neu zu evaluieren - insbesondere die Menschen, die ihm etwas bedeutet haben und die er enttäuscht hat.
- Das Gameplay ist thematisch darauf abgestimmt, was die Story erzählen will. Die Spiele sind dadurch alle überraschend kohärent, selbst die simpleren.
- Die Hauptcharaktere haben und machen Fehler. Es geht hierbei fast immer um das Lernen, um das Wachsen daran. Manchmal noch rechtzeitig, manchmal nicht.
- Die Spiele fühlen sich recht roh an. Wenig Overacting.
- Jeder Teil hat einen emotionalen Kern.
- Wie im Bericht geschrieben, hat die Reihe ein stark mythisch geprägtes Bild des Kosmos, welches jeder Teil weiter ausbaut. The Day We Found Earth hatte ich nicht erwähnt, aber schon dort gab es ja Earthology - eine Religion, die daran glaubt, dass es die Erde gibt. Man merkt wirklich, wie sie das immer weiter gedacht haben. Vom großen Weltraum hin zu einem schneebedeckten Planeten, über eine Space Odyssey zu einer Fantasiewelt einer Person. Und es ergibt trotzdem Sinn.
Und dann hat man noch Songs wie diese, den ich wirklich atmosphärisch finde und der auch das Gefühl vom Spiel einfängt. Gerade dieses Esoterische kommt da gut durch, finde ich. Und die (übersetzten, weils ne Fantasiesprache ist) Lyrics kann man im Spiel auch freischalten und die passen auch so gut. Den hier finde ich auch toll:
Und der hier ist auch schön. Vor allem wie er zwischendurch aufdreht und dann direkt danach komplett ruhig wird.
OK, genug unprovoziert geblubbert darüber xD