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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anne Rice



Benihana
10.06.2004, 20:16
Anne rice ist für mich die beste autorin, als ich dass erste mal "interview mit einem vampir" im tv vor vielen jahren gesehen habe, und dann dass buch lesen durfte, seitdem bin ich ein fan davon, hab schon einige der vielen bücher

-nachtmahr
-hexenstunde (neulich gekauft, aber leider noch keine zeit zum durchlesen gehabt) §jam
-armand der vampir
-engel der verdammten

hab viel mehr bücher gelesen als ich hab, aber bin dabei mir die restlichen 17 bücher zu komplettieren.
:p

habt ihr schon einige bücher von ihr gelesen? oder habt ihr schon "interview mit einem vampir" oder "königin der verdammten" gesehen?

Bimp Lizkit
10.06.2004, 20:49
anne rice, oder eher "gespraech mit dem vampir" hat mich davon abgehalten, rechtzeitig fuer mein abi zu lernen!

ich konnte einfach nicht aufhoeren, dieses buch zu lesen, da ich es wirklich sehr interessant war. ich mochte den schreibstil und die thematik der erzaehlung - wie vorhersehbar, dass ich danach direkt "fuerst der finsternis" gelesen habe. auch dieses buch hat mir sehr gut gefallen - und diesmal war es auch nicht so kurz! ich hatte schon lange keine buecher gelesen, die mich derart gefesselt haben.
das dritte buch der vampir-chronik, "die koenigin der verdammten", folgte bald, doch diesmal war etwas anders - eigentlich hatte ich das buch die meiste zeit ueber genossen, doch gegen ende trat die langeweile ein - langsam wurde es mir zuviel lestat...er wurde zu stark angepriesen. schliesslich kam das ende, welches mir ziemlich missfiel. im vergleich zu der gesammten geschichte war es einfach viel zu kurz und auch ansonsten nicht nach meinem geschmack.
schade. ich war enttaeuscht.

letztens habe ich dann nach laengerer zeit "nachtmahr" gelesen - und ich glaube, dass ich nun von anne rice geheilt bin. der reiz ist verflogen. ich moechte nicht auf jeder zweiten seite lesen "ich bin der vampir lestat, der schoenste und staerkste von allen, dazu auch noch rebellisch. niemand kann mir etwas anhaben".
das fand ich wirklich sehr nervig - denn langsam war mir schon bewusst, dass lestat toll ist und von allen geliebt wird (auch ein interessanter aspekt. ein vampir trifft einen anderen und schon heisst es "ich liebe ihn"). jedenfalls wurde diese aussage so aufdringlich vermittelt, dass mir der lesespass genommen wurde.

in meinem schrank stehen jetzt noch "memnoch der teufel" und "armand der vampir" (ich hatte die letzten 3 buecher alle zusammen bestellt), aber ich glaube nicht, dass ich sie in naechster zeit lesen werde, und dass obwohl ich eigentlich auf "armand, der vampir" hingearbeitet hatte, da er meine lieblingsfigur darstellt. aber selbst armands geschichte scheint sich allzu stark um lestat zu drehen...

insgesamt finde ich insbesondere die ersten zwei buecher der vampirchronik sehr lesenswert, aber weiteres rueckt die ganze geschichte nur in schlechteres licht!

was die verfilmungen angeht, so mag ich "interview mit einem vampir" (der roman nennt sich auch "gespraech mit dem vampir") - diesen film kann ich immer wieder sehen.
"koenigin der verdammten" ist allerdings ein sehr, sehr schlechter film, den man sich, wenn ueberhaupt, nur der musik wegen ansehen sollte. der film aehnelt dem buch kaum, was sehr bedauerlich ist.

La Cipolla
11.06.2004, 02:10
Ich kann mir nicht helfen, Anne Rice ist eine Autorin, mit der ich einfach nichts anfangen kann. Der Anfang von "Ramses der Verdammte" war noch spannend, aber sobald die Mumie ihre Bandagen verloren hatte, war es für mich eher wie eine große Soap... Ausserdem mag ich es nicht, wenn weibliche Autoren die halbe Männerwelt als homosexuell darstellen (ich hab nichts dagegen, kann aber auch nichts damit anfangen). Ich habe nicht allzu viel gelesen, aber auch das Interview mit einem Vampir gefiel mir nicht besonders, ist halt Geschmackssache.

No0b
11.06.2004, 03:21
Früher hab ich gerne Anne Rice gelesen. habe die komplette vampirchronik durchgelesen (inklussive the vampire armand, und pandora auf englisch) aber mittlerweile muss ich der zwiebel (nicht böse nehmen hehe) zustimmen. irgendwie schafft sie es nicht IMO spannung aufzubauen. vieleicht mit ausnahme von "der fürst der finsterniss".

wenn ich mittlerweile einen "horror"roman lesen will greif ich lieber zu clive barker oder stephen king. barker ist brutal und king schafft es seine figuren "lebendig" werden zu lassen wie kein anderer autor. natürlich ist das alles nur meine meinung. denn geschmäcker sind verschieden.

Lonegunman81
12.06.2004, 20:22
King, ja, King!! King ist der King!! Der hat viel mehr drauf, als es seine etlichen verkauften Bücher vermuten lassen würden!! Der hats nicht verdient, als "Fast-Food" -Autor bezeichnet zu werden!
Ich meine, "Der dunkle Turm" find ich echt etwas zu abgedreht für Mainstream! Aber zurück zu Rice!
Ich hab sie auch alle gehabt, den Lestat, den Armand, den Memnoch und wie sie alle heißen. Sie waren auch großartige Liebhaber in einer Zeit, in der alle Gefühle stärker als jemals wieder zu sein schienen. Aber dann machte das Leben einen älter und etwas "entfühlter", und man konnte nicht mehr soviel mit solch überschwenglicher Gefühlsduselei anfangen.
Ist halt mehr was für Leute, die gerade die Gothic-Phase durchmachen oder in der Pubertät sind (was beides ja auch zur gleichen Zeit geschehen kann)!!
Okay, dann geb ich noch der Zwiebel recht! Sind ja nicht ALLE Männer schwul! Aber vielleicht alle Vampire!?;)

Benihana
12.06.2004, 20:29
Original geschrieben von Lonegunman81

Ist halt mehr was für Leute, die gerade die Gothic-Phase durchmachen oder in der Pubertät sind (was beides ja auch zur gleichen Zeit geschehen kann)!!


trifft eigenlich nicht auf mich zu, aber mag die vampir-chronik trotzdem. :)

Ianus
12.06.2004, 20:40
Original geschrieben von Lonegunman81

Okay, dann geb ich noch der Zwiebel recht! Sind ja nicht ALLE Männer schwul! Aber vielleicht alle Vampire!?;) Ich hoffe doch sehr? Das war mein Grund, mir die Bücher durchzulesen und ich habe mich jedesmal gelangweilt, wenn keine überwänglichen und garantiert unmissverständlichen Anspielungen auf *sehr* brüderliche Gefühle kamen. Hmm, Badeszenen:D .

Ich mag ihre Bücher, aber eine Offenbarung stellt sie sicherlich nicht dar, nur Produkt und Futter der amerikanischen Slasherszene verbunden mit einer interessanten Methode der stückweisen Offenbarung der Handlungshintergründe.

La Cipolla
13.06.2004, 17:29
Ich mag ihre Bücher, aber eine Offenbarung stellt sie sicherlich nicht dar, nur Produkt und Futter der amerikanischen Slasherszene verbunden mit einer interessanten Methode der stückweisen Offenbarung der Handlungshintergründe.
Das nenne ich Fachchinesisch...:rolleyes: (Stimmt aber) :D

Und mit der Gothicbewegung haben (soweit ich das aus dem freundeskreis weiß) nur sehr wenige was mit der Frau am Hut, weil sie die Themen manchmal seltsam verkitscht.

meditate
16.06.2004, 09:27
ist ja schon ne weile her, dass ich die gelesen habe, aber sie haben meinen weg in die gothic-scene schon irgendwie beeinflusst. ich fand sie zuerst auch langweilig, bis dann eine freundin immer saurer wurde und ich sie mir vorgenommen hab. irgendwann so im 2. band oder so war dann doch der sog da und ich musste alles lesen, was ich von ihr in die hände bekam.

sie ist schon eine wichtige schreiberin und die gothic-scene hat sich von ihr auch inspirieren lassen.

Cherubim
16.06.2004, 16:30
hab bis jetzt 'gespräch mit einem vampir', 'fürst der finsternis', 'die königin der verdammten', 'nachtmahr', 'memnoch der teufel' und 'armand' gelesen

meine lieblinge sind die ersten drei romane. die sind einfach nur genial und mitreißend. nachtmahr ist zwar noch interessant udn lesenswert, aber lestat konnte ich seit dem buch nicht mehr leiden. er übertreibt es mit seiner egozentrik einfach.... memnoch war da schon besser, aber nicht wegen lestat. bei armand hatte ich das gefühl, das gerade die interessanten stellen aus seinem langen leben ausgelassen wurden...

²Bimp Lizkit. kann deine abneigung gegen lestat verstehen. memnoch kannst du bei gelegenheit ja trotzdem versuchen. letsat ist zwar immer noch unser nerviger erzähler, tritt aber etwas in den hintergrund, wenn memnoch in erscheinung tritt und wir dessen geschichte erfahren. und memnoch ist wirklich ein interessanter charakter. zudem enthält das buch einige interessante gedanken, aber ich will ja nichts verraten

zum thema schwule vampire: die sind doch nicht schwul. die lieben einfach alles und jeden. oder ist euch jemals aufgefallen, dass in jemandem nichst wunderschönes, liebenswertes entdeckt hätten?

Lonely Wolf
17.06.2004, 17:19
zum thema schwule vampire: die sind doch nicht schwul. die lieben einfach alles und jeden. oder ist euch jemals aufgefallen, dass in jemandem nichst wunderschönes, liebenswertes entdeckt hätten?

Das stimmt. Wenn mans genau nimt, sind sie Bisexuel. Eine Frau kann sie genauso erregen, wie ein Mann (wenn man bei Vampiren von Erregung sprechen kann ^_^)

Ich habe mit "Gespräch mit einem Vapir" angefangen und war hellauf begeistert, sodass ich gleich darauf "Fürst der Finsternis" gelesen habe. Dann kam halt "Die Königin der Verdammten". Fand ich immernoch gut, aber es konnte mich nicht mehr so mitreißen, wie die ersten Zwei. Zuletzt habe ich "Nachtmahr" gelesen, und war ziemlich enttäuscht. Es war stellenweise schon recht spannend, und man sieht Lestat mal aus einem etwas anderen Blickwinkel, es ist aber nicht mehr als eine kleine nette Geschichte und ich muss Bimp Lizkit voll zustimmen. Lestat kann alles!! Kein Vamir ist so toll wie Lestat; egal was die anderen Vampire auch gerne tun würden, Lestat hat es schon getan; Lestat, Lestat, Lestat >:( !!! Mittlerweile mag ich ihn schon garnicht mehr. Lediglich das letzte Kapitel konnte mich doch wieder ein wenig dazu bringen, ihn so zu sehen, wie ich ihn im ersten Buch gesehen habe. Böse halt.

Was ich an dem Buch aber viel schlimmer fand, waren die ewigen philosophischen Diskussionen darüber, ob Gott nun existiert oder nicht, was denn nun der Göttliche Plan ist, ob es den Teufel gibt oder nicht, was man tun muss, um nicht im Fegefeuer zu landen, was wäre, wenn es Gott, jedoch nicht den Teufel gäbe, ob der Teufel teil des Göttlichen Plans ist und bla bla bla :rolleyes: ! Ich habe nichts gegen Philosophie, und ich bin auch gläubig, nur ich muss nicht in jedem zweiten Kapitel was darüber hören; wenn ich das will, kann ich auch in die Kirche gehen :o .
Auch hat es mich genervt, dass mein absoluter Liebling Louis etwas als Trottel dargestellt wird. Naja, liegt wahrscheinlich daran, dass Anne Rice Louis nicht wirklich mag :)
Auch wenn mich das letzte Buch enttäuscht hat, werde ich die Chronik der Vampire bis zu Ende lesen. Soweit ich gehört habe, soll es wieder besser werden.

Was ich an der Chronik der Vampire mag, ist, dass die Vampire "menschlich" und "realistischer" sind. Sie können sich nicht in Rauch, eine Fledermaus oder einen Werwolf verwandeln, und ihr Schatten fürht auch kein Eigenleben (wie es bei einem anderen uns bekannten Vampir der Fall ist; wer errät, wen ich meine, kriegt von mir eine Tüte Gummibärchen)

Nun zu den Filmen: Interview mit einem Vampir find ich gut, dieser Film war es auch, der mich zu Anne Rice brachte, Königin der Verdammten ist jedoch nicht soooo der Knaller :( . Auch da muss ich Bimp Lizkit voll zustimmen, die Musik ist ganz gut.

Ianus
18.06.2004, 01:03
Original geschrieben von Cherubim

zum thema schwule vampire: die sind doch nicht schwul. die lieben einfach alles und jeden. oder ist euch jemals aufgefallen, dass in jemandem nichst wunderschönes, liebenswertes entdeckt hätten?
Das stimmt. Wenn mans genau nimt, sind sie Bisexuel. Eine Frau kann sie genauso erregen, wie ein Mann (wenn man bei Vampiren von Erregung sprechen kann ^_^) Ihr habt beide recht, Anne Rice schildert die Vampire am ehesten noch als Asexuell oder platonisch. In einer Stelle in "die Königin der Verdammten" bemerkt Lestate das seine Geschlechtsorgane ihre Funktion schon seit längerem verloren hätten, und in "Der Fürst der Finsterniss" weist mehr als einer der älteren Vampire Lestat darauf hin, dass er mit der Zeit eine unbegreifliche Liebe für seine Opfer entwickeln wird.
Ihre Art, diese Liebe zu beschreiben scheint mir stark von der mittelalterlichen Literatur beeinflusst zu sein, die stark auf das spätantike Freundesschaftsbild aufbaute.
Wenn dort z.b. Mönche über ihre Freunde schrieben ist man sich nie ganz sicher, ob sie wirklich nur eine tiefe Liebe empfinden oder ob nicht mehr abging. Man muss wohl einfach das Spiel mit der Ambivalenz genießen, denn erfahren werden wir es nie. :)

Aber es ist interessant zu beachten, das Anne Rice Frauen in ihren Vampirwerken eher negativ schildert - man Bedenke, dass die Mutter aller Vampire ein äußerst grausames Wesen ist und Pandora in ihrem ersten Auftritt ihrer eigenen Autobiographie geradezu als vom Alter korrumpiert dargestellt wird, als sie ihrem Opfer das Herz herausreißt um nur zwei Beispiele zu nennen. Verdammt schwer, hier nicht allzusehr zu spoilern ^_^. Besonders Pandora scheint mir gutes Material für die Argumentation zu bieten.


Mir persönlich gefiel "Engel der Verdammten" von all ihren Werken am besten. Ich mag es, wenn meine Fantasygeschichten ein wenig von der Welt enthoben sind, ich mag das antikisierte Setting während des halben Buches und Asrael stellt sich einmal als Bartträger dar:D . Vermutlich kam auch noch hinzu, dass ich wegen der Fiebererkrankung, an der sein Biographe während der Erzählung leidet die ganze Zeit an Minami Ozaki's "Zetsuai" denken musste;)

Edit: Welche Eltern würden ihre Tochter allen Ernstes Pandora nennen, shess. Mit so einem Namen lädt man sich die Pupertätsrevolte geradezu ins Haus ein.

Benihana
18.06.2004, 01:11
Engel der Verdammten habe ich auch gelesen, ist auch wirklich genial geschrieben, ich mag es wie anne rice in der vergangenheit schreibt, wie mittelalter, altes venedig, babylon, paris etc. sie schreibt so als wäre sie selbst dort gewesen, ;)

es soll anscheinend eine neue Vampir chronik geben, also neue vampire wie zb, die ich bereits im laden gesehn hab, vittorio der vampir und pandora die soll ja auch zur neuen chronik dazugehören. dh es gibt vermutlich bald mehr davon, hoff ich doch, obwohl ich noch lang nicht alle durchgelesen bzw. gekauft hab. :D

Lonegunman81
18.06.2004, 03:20
@ cherubim: In Nachtmahr finden sie glaub ich den Kerl nicht so toll, der Lestat die Unsterblichkeit raubt. So weit ich mich erinnere, war der kein anbetungswürdiges Wesen. Aber sonst...
Ich meinte mit schwul auch nicht unbedingt sexuell schwul, das kann sich doch auch rein in Gefühlen ausdrücken, oder? Und da haben die Frauen in der Chronik der Vampire wirklich keine so große Rolle gespielt!
Übrigens fand ich immer mit am besten in Rice´ Romanen diese Vereinigung, wie hieß sie noch... die die Unsterblichen immer beobachteten? Habs vergessen, aber durch die gabs sogar leichte Crossovers zwischen den Vampir- und den Hexengeschichten (die ich übrigens besser fand)... das war irgendwie cool!

Lonely Wolf
18.06.2004, 03:48
Original geschrieben von Lonegunman81
Übrigens fand ich immer mit am besten in Rice´ Romanen diese Vereinigung, wie hieß sie noch... die die Unsterblichen immer beobachteten? Habs vergessen, aber durch die gabs sogar leichte Crossovers zwischen den Vampir- und den Hexengeschichten (die ich übrigens besser fand)... das war irgendwie cool!

Du meinst die TALAMASCA. "Detektive des Übersinnlichen. Wir wachen und wir sind immer da. London - Amsterdam - Rom"
Die fand ich auch cool.


Wenn dort z.b. Mönche über ihre Freunde schrieben ist man sich nie ganz sicher, ob sie wirklich nur eine tiefe Liebe empfinden oder ob nicht mehr abging

hmm, von der Seite habe ich das noch gar nicht betrachtet. Danke.


man Bedenke, dass die Mutter aller Vampire ein äußerst grausames Wesen ist...

Naja, sie ist grausam, aber ihre Motive waren garnicht mal so unehrenhaft. Versteht mich jetzt um Gottes Willen nicht falsch, ich würde es niemals gut heißen, wenn jemand sowas machen würde, aber eigentlich wollte sie der Menschheit doch nur gutes tun. Naja, sollte sich tatsächlich mal eine lebendig gewordene Statue auf machen, das männliche Geschlecht auf 10% der Weltbevölkerung zu reduzieren, können wir nur auf einen Supervampir wie Lestat hoffen :D

Ianus
18.06.2004, 18:35
Ich habe gerade beim Foren abgrasen herausgefunden, dass Anne Rice auch noch unter einem Pseudonymen weitere Bücher veröffentlicht hat.

Genannt wurde die "Sleeping Beauty" Serie, eine *hüstel* sehr lebendige *hüstel* Neubearbeitung des Dornrößchenstoffes, den sie unter dem Namen A.N. ROQUELAURE veröffentlichte und eine Reihe von Romanen mit ähnlicher Thematik. Outet sich jemand, diese nach Aussage von Verrückten "verrückt und perversen" Bücher gelesen zu haben?;)


Naja, sie ist grausam, aber ihre Motive waren garnicht mal so unehrenhaft. Versteht mich jetzt um Gottes Willen nicht falsch, ich würde es niemals gut heißen, wenn jemand sowas machen würde, aber eigentlich wollte sie der Menschheit doch nur gutes tun. Die Frage ist blos, ob man wirklich eine friedlichere Welt schaffen kann, wenn man circa fünfunvierzig Prozent der Weltbevölkerung abschlachtet oder ob man wegen der geringeren Bevölkerungsdichte blos seltener die Gelegenheit für Gewaltaten hat.;)
Ich fand ihre Lösung eher an den Haaren herbeigezogen und jemandem, der dreitausend (?) Jahre nur mit Nachdenken und zuhören verbracht hat unwürdig.


Ich dachte, ich füge noch einen Auszug aus Sankt Anselm's von Canterbury Briefen an einen seiner Mitmönche hinzu:

"To Gondulf, Anselm ------ I put no other or longer salutations at the head of my letter, because I can say nothing more to him whom I love. All who know Gondulph and Anselm know well what this means, and how much love is understood in these two names." . . . "How could I forget thee? Can a man forget one who is placed like a seal upon his heart? In thy silence I know that thou lovest me; and thou also, when I say nothing, thou knowest that I love thee. Not only have I no doubt of thee, but I answer for thee that thou art sure of me. "

Lonely Wolf
20.06.2004, 03:30
Ich habe gerade beim Foren abgrasen herausgefunden, dass Anne Rice auch noch unter einem Pseudonymen weitere Bücher veröffentlicht hat.

Auf www.annerice.de sind alle Bücher von ihr aufgelistet, auch die, die unter einem Pseudonym veröffentlichtb wurden. Ich selbst habe (noch) keines dieser Bücher gelesen, habe aber auch gehört, dass sie ziemlich pervers sein sollen. Naja, dass war Nachtmahr stellenweise ja auch.

Die Frage ist blos, ob man wirklich eine friedlichere Welt schaffen kann, wenn man circa fünfunvierzig Prozent der Weltbevölkerung abschlachtet oder ob man wegen der geringeren Bevölkerungsdichte blos seltener die Gelegenheit für Gewaltaten hat.
Glaub ich mal eher auch nicht, dann würden Frauen nämlich Kriege anzetteln, und zwar ziemlich heftige, man denke doch nur mal an all die Zickenkriege :D

Ich fand ihre Lösung eher an den Haaren herbeigezogen und jemandem, der dreitausend (?) Jahre nur mit Nachdenken und zuhören verbracht hat unwürdig.
Das stimmt, nach all den Jahren hätte man schon was besseres erwarten können, aber hey, sie war doch gerade erst aufgewacht und vielleicht noch ein bisschen benebelt. Nein, Scherz bei Seite! Gut möglich, dass sie nach 3000(?)Jahren halt zu keinem anderen Schluss gekommen ist, wie gesagt, sie wollte der Menschheit ja nur helfen. Die "ideale" lösung wäre gewesen, die Menschheit komplett auszurotten (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) und einen kompletten Neuanfang zu wagen. Aber dass wollte sie ja offensichtlich auch nicht, da sie ja (siehe oben) die Menschheit retten will.
Naja, ihr ganzer Plan war jedenfalls ein Schuss in den Ofen und was mit ihr passierte wissen wir ja alle.

Ianus
20.06.2004, 03:41
Original geschrieben von Lonely Wolf
Die "ideale" lösung wäre gewesen, die Menschheit komplett auszurotten (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) und einen kompletten Neuanfang zu wagen. Aber dass wollte sie ja offensichtlich auch nicht, da sie ja (siehe oben) die Menschheit retten will.
Naja, ihr ganzer Plan war jedenfalls ein Schuss in den Ofen und was mit ihr passierte wissen wir ja alle. -_-' Das Problem, welches ich mit diesen ganzen "Neuanfang"-Lösungen habe, ist das sie das eigentliche Problem nur vorübergehend verkleinern. Egal wie viele Menschen auch das Zeitliche segnen, die übrigen werden dadurch kein Stück besser - niemand lernt durch den Tod anderer. Sonst wären wir Lebenden angesichts der Legionen von Toten schon längst zu Supermenschen oder ähnlichem geworden.


Oder etwa nicht?:rolleyes:

Lonely Wolf
23.06.2004, 20:01
Das Problem, welches ich mit diesen ganzen "Neuanfang"-Lösungen habe, ist das sie das eigentliche Problem nur vorübergehend verkleinern

Es würde das Problem nicht verkleinern, man hätte wirklich für ein paar Jahre Frieden. Das ganze würde aber nur hinausgezögert werden.
Naja, schluss mit der idealen Lösung zur Ausrottung der Menscheit und kommen wir nun zurück zu Anne Rice. Der neueste Roman aus der Chronik der Vampire ist (glaube ich) "Blackwood Farm". Hat den schon einer von euch gelesen?

akira62
23.06.2004, 22:38
Bisher habe ich von Anne Rice nur die erste Chronik der Vampire gelesen sprich die um Lestat und zwar in der Richtigen Reihenfolge. Ich finde ihren schreibstill bzw. die Deutsche Übersetzung ziemlich gewöhnungsbedürftig zu lesen. Die Storys sind recht gut und sehr spannend und fesselnd aber ich brauche gegenüber anderen Büchern ziemlich lange um mich reinzuversetzten.

Die Hexen Romane und die neue Chronik der Vampire lese ich zur zeit nicht da ich von verschiedenen Rezessionen auch von Fans gehört habe sie soll nicht die Klasse der ersten Chronik erreichen deshalb beschränke ich mich zur Zeit auf Pratchett, King und Hohlbein.

Shi
15.11.2004, 22:02
Bis jetzt habe ich von Anne Rice "Queen of the Damned" und "Blood and Gold" aus der Vampire Chronicles Reihe gelesen und noch "Servant of the Bones".
Die beiden Chronicles Bücher haben mir so ganz gut gefallen (allerdings fand ich die Gedichte von ihrem Ehemann in "Queen of the Damend" ... unpassend und strange), allerdings bin ich nicht so der Vampir Fan und ich muss zugeben, wenn sie ihre Charaktere beschreiben lässt, wie wunderschön und vollkommen Vampire doch aussehen (fällt mir extrem bei "Blood and Gold" auf, allerdings passt es auch auf den Charakter von Marius, der die Geschichte erzählt), dann geht's einem doch irgendwann auf die Nerven.
Man merkt sie versucht ein anderes Bild von Vampiren zu zeichnen und ich finde Autoren die versuchen etwas Vorhandenem eine neue Seite zu verleihen immer faszinierend, allerdings merkt man das sie auch geradezu vernarrt in ihre Charaktere ist.