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Laguna
26.04.2004, 03:08
Gespaltene Gefühle
Eine Ranma 1/2 Fanfiction von Laguna


Kurzes Vorwort:

Das ist meine allererste Ranma Fanfiction. Ich möchte an dieser Stelle noch nichts über die Story verraten, außer das es sich in erster Linie um Ranma und Ryoga drehen wird. Falls irgendwo Fehler bezüglich des Ranma Universums in der Geschichte auftauchen, so mögen Ranma ½ Kenner mir dies bitte nachsehen. So, jetzt sollte ich aber wirklich anfangen!


Hinweise:


*Die weibliche Form von Ranma wird mit dem Kürzel -chan bezeichnet


*Mit den japanischen Namen der Kampfattacken bin ich nicht bewandert


*Die Story spielt zu dem Zeitpunkt wo Ryoga in Band. 7 gerade die Technik des Felsenspalters gemeistert und gegen Ranma im Zweitkampf verloren hat.




„Ryoga du Schwachkopf…“


Ranma wälzte sich unruhig im Bett von einer Seite auf die andere. Obwohl der Wecker drei Uhr Nacht zeigte, und es kaum mehr zwei Stunden bis zur Morgendämmerung waren, hatte er noch kein Auge zugetan. Normalerweise plagten solche Beschwerden den Jungen Aquatranssexuellen nur in Ausnahmefällen. Er war es wirklich nicht gewohnt keinen Schlaf zu finden, wenn er gerade nicht von Bauchschmerzen oder dem harten Training der alten Amazonenhexe- Shampos Großmutter geplagt wurde. Mürrisch, setzte sich Ranma im Bett auf und ballte seine Hände zu Fäusten. Innerlich verspürte er einen Klotz von gestauter Wut, und irgendwo mischten sich da auch mehr oder weniger bewusste Schuldgefühle dazu. Das seine Hände durch das Übermaß an Kraft das er ihnen zukommen ließ, langsam anfingen zu bluten, nahm er nur ganz am Rande war. Eigentlich war Ryoga an allem Schuld. Natürlich war er das nicht zum ersten Mal, und auch Ranmas Ärger auf ihn kam dem Jungen nur zu wohlbekannt vor. Dennoch richtete sich Ranmas Zorn dieses Mal nicht allein auf Ryoga, sondern mindestens zur Hälfte auch auf sich selbst. Die beiden hatten wieder mal gekämpft, und selbstverständlich ging es wieder um Akane. Es war aber auch wirklich ein Kreuz mit den beiden. Sie würde wohl niemals begreifen was der orientierungslose Kerl für sie empfand, und genauso wenig würde es Ryoga wohl fertig bringen ihr endlich seine Liebe zu gestehen. Was Ranma seit Monaten unheimlich ärgerte, war die Tatsache das Ryoga in ihm nicht mehr die Art von einem Rivalen sah, den es zu überflügeln galt. Seit Wochen hatte er wirklich nur noch Augen für dieses bescheuerte Machoweib. Ihr hatte seine komplette Aufmerksamkeit gegolten. Am Anfang war es Ranma ziemlich egal gewesen, das musste er sich auch selbst eingestehen. Irgendwo in seinem inneren war er auch froh nicht immer zu lächerlichen Herausforderungen, die wegen Ryogas Unpünktlichkeit meistens um mindestens drei Wochen verschoben wurden, eingeladen zu werden. Sollten sich das Machoweib und er doch schöne Augen machen. Das konnte ihm doch ganz egal sein. Immerhin hatte sich Ryoga Ranma gegenüber noch nie als ebenbürtig erwiesen, und ständig hatte er am Ende eines Kampfes den kürzen gezogen und den Kopf im Sand stecken gehabt. In letzter Zeit jedoch schien sich seine Aufmerksamkeit immer mehr und mehr auf Akane verlagert zu haben. Außerdem musste sich Ranma verärgert eingestehen, vermisste er ihre gemeinsamen Trainingskämpfe, wenn sie gerade mal nicht auf Kriegsfuß standen- oder gerade die Art von Zweitkämpfen die es eigentlich nur gab wenn er Ryoga mal richtig auf den Ringelschwanz getreten war. Im Grunde war es Ranma immer egal gewesen ob Ryoga nun besser oder schlechter in Form gewesen war. Die Kämpfe mit ihm machten einfach Spaß. Wenn sie sich vom Aufwärmtraining langsam bis zum kritischen Höhepunkt ihres Kampfes hinarbeiteten, und sämtliche ihre Spezialtechniken in einer einzigen Attacke ausspielen konnten, war in den Augen beider Jungs immer ein Funkeln von Kampfgeist gewesen. Als Ranma nun Monate nichts mehr von Ryoga gehört hatte, und plötzlich den Brief mit der Herausforderung bekam, war er zuerst Feuer und Flamme gewesen. Doch noch vor dem Kampf hatte Ranma begreifen müssen das Ryoga ihn doch bloß wahrgenommen hatte, weil er sich mal wieder furchtbar mit Akane, ihres Zeichens die größte Feindin der weiblichen Rasse auf Erden, gestritten hatte. Die Technik des Felsspalters die Ryoga von Shampos Großmutter gelernt hatte, hatte Ranma zuerst mächtig imponiert. Doch dann entpuppte sich während des Kampfes etwas, das den Jungen mit einer so mächtigen Gewissheit ins Gesicht traf, so das Ranma nicht mehr wie üblich gegen seinen alten Schulkameraden weiterkämpfen konnte. Ryoga hatte diese Technik gemeistert, doch nicht um ihn besiegen zu können, sondern um in Akanes Gunst aufzusteigen. Plötzlich war Ranma unheimlich schlecht gewesen. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte der Junge Martial-Art Kämpfer weiche Knie und ein Gefühl von überschwappender Übelkeit bekommen. Sein Kampfgeist war verwirrt, und Ryoga bemerkte erst viel zu spät das sich Ranma nicht mehr wie üblich verhielt, und seine Aura eine aggressive Farbe annahm. Ranma hatte ihn gnadenlos nieder geprügelt und zusammengeschlagen. Ryoga, der natürlich nicht die geringste Chance hatte sich zu wehren, oder in diesem Moment einfach viel zu überrascht war, sah wieder mal Sterne. Und gerade in diesem Moment war natürlich wieder Akane, das Machoweib an seiner Seite. Sie hatte nichts Besseres zu tun als Ryoga all ihre Fürsorge zu schenken und den bösen Ranma in einer Hölle aus Beschimpfungen und Beschuldigungen schmoren zu lassen. Ranma war geflüchtet, so schnell war er wahrscheinlich noch nie in seinem ganzen Leben gelaufen. Das war das erste Mal das er vor Akane den Schwanz eingezogen hatte. Aber das schlimmste war das auch Ryoga es mitbekommen hatte. Auch wenn sich Ranma bei näherem überlegen dann doch nicht wirklich sicher war ob dieser inzwischen wieder die Welt von oben gesehen hatte.


„Verdammt Ryoga! Warum siehst du nur Sie…?“


„Was muss ich tun damit du mich wahrnimmst? Ich möchte wieder mit dir streiten, ich möchte wieder mit dir kämpfen, ich möchte dich als RIVALEN und FREUND wiederhaben, nicht als Akanes Schoßhündchen!“


Ranma spürte plötzlich heiße Tränen auf seiner Wange. Dieses Gefühl war so ungewohnt. Es passte gar nicht zu ihm auf ein Mädchen eifersüchtig zu sein. Schnell drehte sich der Junge auf den Rücken, um die stark in den Augen brennende Flüssigkeit unter seinem Kopfkissen zu begraben. Das Kissen war weich und fühlte sich flaumig an. Ryogas Hemden hatten sich zwischen seinen Händen immer recht ähnlich angefühlt. Sie waren sich zwar nur in den Kämpfen so nahe gewesen, das sie gegenseitig miteinander in Berührung kamen, doch Ranma hatte immer ein angenehmes Gefühl verspürt, wenn Ryoga ihn mit seinen Schlägen in Ausnahmefällen doch mal erwischt hatte. Es hatte ihn auch irgendwo stolz gemacht wenn der Junge plötzlich wie aus heiterem Himmel einen unerwarteten Treffer gegen ihn landete. Da Ryoga und Ranma sich schon in ihrer Kindheit jeden Tag in die Haare bekommen hatten, hatten sie viel Zeit zusammen verbracht. Und Ryogas Interesse galt damals noch allein Ranma. Es war nicht so, dass es einen oder eine Nebenbuhlerin gab. Mit der Zeit hatten sich ihre gemeinsamen Interessen dann auch geändert. Die zwei raufenden Jungs wurden älter, und vor allem bei Ranma konnte man sagen, dass sein Wesen nach dem Unfall mit den Jusenkyo Quellen ziemlich gelitten hatte. Immerhin hatte er jetzt zusätzlich zu seinen männlichen Bedürfnissen noch mit einem Frauenkörper zu kämpfen. Besonders am Anfang hatte ihn seine weibliche Seite regelrecht angeekelt. Erst später hatte er gelernt sich damit abzufinden das er so schnell nicht zurückverwandelt werden würde. Im Laufe der Jahre hatte er dann auch gelernt mit seiner weiblichen Hälfte zu Leben. Und momentan schien es fast so, als würde ihn seine weibliche Hälfte regelrecht übermannen. Am Anfang war es so schwer für Ranma gewesen Frauenunterwäsche zu tragen. Die ersten Monate ging er trotz gelegentlicher Frauenkleider, immer in Boxershorts und Jungenhemden zur Schule. Einige Jungs aus seiner Klasse hatten ihn irgendwann darauf aufmerksam gemacht, dass sie weibliche Form von Ranma ziemlich niedlich fänden. Ranma-chan fand dass natürlich gar nicht witzig, vor allem als einige Jungs mehr oder weniger Ernsthaft schon den Gedanken geäußert hatten, wie es wohl wäre mit ihr auszugehen oder sie im Bett zu haben. In diesem Moment hatte Ranma begriffen warum selbst Machoweiber wie Akane so ein Thema um Jungs machten.


„Jungs sind doch nichts anderes als ein kranker Haufen Perverser…“


Ranma wälzte sich wieder im Bett herum und kniff zornig die Augen zusammen. Aber Ryoga war anderes. Er war nie mit solchen Gedanken beschäftigt gewesen. Selbst als er herausgefunden hatte das Ranma jetzt zur Hälfte ein Mädchen war, hatte er keine große Sache daraus gemacht. Es war ihm nicht mal peinlich gewesen gegen Ranmas weibliche Hälfte zu kämpfen- ob nun ihm Training oder bei einer Herausforderung. Und sein Griff war so stark wie immer gewesen. Augenscheinlich schien er nicht die geringste Rücksicht auf Ranma zu nehmen, selbst als er wusste das Ranma-chan um einiges kleiner war als ihre maskuline Hälfte. Er wurde weder Rot, noch gab er ihr Handicaps oder hielt seine Stärke zurück. Die Schläge die Ranma-chan als Mädchen einstecken musste waren härter und schmerzhafter als als Junge. Doch sie hatten sie auch glücklich gemacht. Sehr glücklich. Bei Ryoga bekam Ranma nicht das Gefühl seltsame Blicke zugeworfen zu bekommen. Er bemaß ihren weiblichen Körper auch nicht mit Blicken die ihn schon förmlich auszogen. All das hatte Ranma wirklich sichtlich genossen. Ryogas Gesellschaft war einfach wie Balsam ihn gewesen, selbst wenn sie beide sich am laufenden Bande gezankt oder geprügelt hatten. Zum Schluss führte es meistens dazu das Ryoga halb Tod vor Erschöpfung auf dem Boden lag, und Ranma über ihm, nicht minder erschöpft. Ranma mochte besonders diese Momente, waren es doch die einzigen wo sich die beiden nahe sein konnten, ohne das man gleich annahm intim miteinander werden zu wollen. Wobei Ranma, obgleich er den Gedanken immer wieder ins Hinterstübchen seines Gehirns verdrängen wollte, nicht umhin kam zuzugeben das Ryogas Brust sehr gemütlich, und sein Besitzer ziemlich niedlich und anziehend auf ihn wirkte. Das dachte jedenfalls seine weibliche Hälfte. Das Problem war nur, selbst wenn er gerade nicht Ranma-chan war, musste er in letzter Zeit immer häufiger an Ryoga denken. Und inzwischen war es ihm eigentlich gar nicht mehr recht, dass dieser mit der ahnungslosen Akane anbandeln wollte. Sicher waren es bestimmt nur die Trainingskämpfe die ihm fehlten. Warum sollte sich Ranma sonst plötzlich für einen Orientierungslosen Schwachmatten mit Kindheitstrauma interessieren?


„Aber selbst wenn du hundert Jahre suchst, du wirst wahrscheinlich nie einen Menschen finden mit dem du so intim warst wie mit ihm. Selbst wenn wir nur gekämpft haben…“


„Ich muss aber zugeben, für einen Mann sieht er verdammt gut aus. Und sein verschwitzter Oberkörper trägt dazu bei das mir jedes Mal das Herz höher schlägt…“


„Oh GOTT, was rede ich da eigentlich!? Ich liebe diesen Typen nicht, ich liebe ihn nicht!“


„Verdammt noch mal, ich bin doch eigentlich ein Mann, ich kann mich doch nicht plötzlich in einen Jungen verlieben. Selbst wenn es einer wie Ryoga ist!“


Doch Ranma war sich da inzwischen nicht mehr so sicher. Warum war er sonst während dem letzten Kampf so wütend geworden? So zornig war er in seinem ganzen Leben noch nicht gewesen. Nicht einmal auf Akane. Auch als sich Ranma zu Anfang auch ein wenig zu ihr hingezogen gefühlt hatte, sie beide waren einfach grundverschieden. Doch bei Ryoga und ihm spürte er das es etwas gab das sie verband. Wie ein unsichtbares Band. Es waren nicht nur die gemeinsamen Interessen. Auch wenn das durch den Schleier von ständigen Prügeleien und gespielter Arroganz nicht leicht zu erkennen war, Ranma mochte Ryoga, und Ryoga mochte Ranma. Nun das war vielleicht nicht ganz war. Ryoga mochte Ranma, doch Ranma empfand noch etwas mehr hinter dem Gefühl von ehrlich gemeinter Freundschaft. Nur war er bisher noch nicht darauf gekommen was es war. Ranma und seine weibliche Form hatten jedoch keinen Zweifel, dass sie es raus finden würden, sobald Ryogas Aufmerksamkeit wieder ihm alleine gelten würde. Und in dieser Nacht wurde auf den Boden eines Dojos, in einem japanischen Schlaffuton ein Entschluss gefasst und ein Plan entwickelt.



Fortsetzung folgt

Solacy
26.04.2004, 03:29
Hui! Ich finds total Spitze!!! http://www.multimediaxis.de/images/smilies/old/s_056.gif
Vor allem weil ich ein rießen Fan von Ranma bin.
Ein großes lob an die Autorin!:D Haste gut hin gekrigt. Auch ohne die Japanischen Bezeichnungen.

Medivh
28.04.2004, 12:23
ähm... Yaoi.... naja, erst mal lesen °___°a
...
...
...
najaaa, also ich find ganz interessant geschrieben, aber ich kann nunmal gar nix mit Yaoi anfangen °____°a

Wenigstens weiß ich jetzt, dass das Mödoratorschen männlich ist ^^ (ich war mir nie ganz sicher ^.^ )

Laguna
01.05.2004, 01:30
Original geschrieben von Medivh
ähm... Yaoi.... naja, erst mal lesen °___°a
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najaaa, also ich find ganz interessant geschrieben, aber ich kann nunmal gar nix mit Yaoi anfangen °____°a

Wenigstens weiß ich jetzt, dass das Mödoratorschen männlich ist ^^ (ich war mir nie ganz sicher ^.^ )

Das heißt aber nicht das ich auch Shonen Ai mag. Das ist ein Versuch, und nichts weiter. Es ist auch mal ganz interessant aus diesem Genre etwas zu schreiben :)