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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Cuzco] #curiousaboutjrpgdevelopment Challenge 2019 (1/8)



Cuzco
07.02.2019, 15:47
Hallo,

es geht weiter: In die zweite Runde. Endlich bin ich dazu gekommen, den Thread für dieses Jahr zu eröffnen.

Nachdem ich letztes Jahr "nur" 8 Spiele durchspielen konnte, werde ich mir dieses Jahr ebenfalls 8 Spiele vorknöpfen. 12 schaffe ich nicht, da die meisten Spiele doch über 50 Stunden Spieldauer gehen. Aber 8 Spiele sind realistisch.

Ich werde diesmal häufiger posten und auch Zwischenstände und Erfahrungsberichte zu den Spielen bringen, dafür werde ich die Tests deutlich abkürzen und erhoffe mir mehr Diskussionen und Austausch. Ab und zu werde ich auch im Discord unterwegs sein.

Da ich so ein Statistikenfuchser bin, erst mal kurz einen Rückblick zur Challenge 2018:


JRPG-Challenge 2018:



Gesamte Spieldauer:
514 Stunden, 6 Minuten


Durchgespielte Spiele:
8,75


Durchschnittliche Spielzeit/Spiel:
58 Stunden, 45 Minuten


Durchschnittliche Erwartung:
➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut


Durchschnittliche Bewertung:
➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉+ okay, Tendenz gut



Ich finde JRPGs tatsächlich nur okay - das war früher anders. Was ich allgemein am Genre im jetzigen Zustand auszusetzen habe, könnt Ihr in meinem "Essay" nachlesen. Viele werden - denke ich - teilweise ihre eigenen Ansichten wiederfinden. Über eine angeregtere Diskussion würde ich mich zudem sehr freuen: Hier findet Ihr Essay und Abschluss-Fazit zu meiner Challenge 2018 (https://www.multimediaxis.de/threads/144811-Cuzco-makejrpggreatagain-Challenge-2018-%288-Spiele%29-Jetzt-mit-Abschluss-Fazit?p=3385047&viewfull=1#post3385047)
Kurz zusammengefasst stören mich folgende Punkte:

• Langweilige leere Gebiete ohne Eigenheiten, durch die man nur durchlaufen muss und dort nur kämpfen kann.
(Dragon Quest 11, Trails of Cold Steel, Lost Sphear, Ni No Kuni 2, Star Ocean 4, Dragon Quest 7, Octopath Traveler, Radiant Historia)

• Übertriebene Charakterzeichnungen, seltsames Verhalten in der Helden-Party und Animeklischeefiguren.
(Zum Teil: Trails of Cold Steel, Ni No Kuni 2, Xenoblade Chronicles 2, Dragon Quest 11, Radiant Historia. Richtig fies mit Fremdscämeffekt: Secret of Mana Remake, Star Ocean 4, Lost Sphear)

• Eintöniges, redundantes Missions-Design.
(TRails of Cold Steel, Ni No Kuni 2, Star Ocean 4, Dragon Quest 7, Radiant Historia, Octopath Traveler, Dragon Quest 11)

• Redundantes Gameplay und Kampfsystem.
(Trails of Cold Steel, Lost Sphear, Secret of Mana Remake, Star Ocean 4, Dragon Quest 7, Radiant Historia, Octopath Traveler, Adventure of Mana, Dragon Quest 11)

• Unfokussierte, wenig mitreißende Handlung und beliebige stimmungslose Spielewelt:
(Lost Sphear, Star Ocean 4, Dragon Quest 7, Radiant Historia, Octopath Traveler)

• JRPGs wirken - bis auf Ausnahmen - wie ein spielerisches Abstellgleis. Sie sind teilweise zu langweilig, zu lieblos und zu stiefmütterlich. Teilweise wenig überzeugende Fantasywelten.

• Lost Sphear hat ein so schlechtes Storytelling, dass es schwerfällt, dieses Spiel für voll zu nehmen. Andere Spiele kranken ebenfalls an lieblosen Einfällen oder umfokussierten Abschnitten.

Das klingt jetzt harscher als es gemeint ist. Denn es gab auch immer wieder Lichtblicke und ich habe einige ikonische Spiele bzw. Spielereihen zudem noch gar nicht getestet. Um einen noch besseren Überblick zu bekommen und weil ich dennoch mit einigen Spielen auch schöne Stunden verbracht habe und da JRPGs i.d.R. leichte Kost sind, hab ich mich entschlossen, das Genre noch weiter zu ergründen. Da ich nicht 12 im Durchschnitt 60 Stunden-Spiele durchspielen kann (mir fehlt einfach die Zeit und manchmal auch die Lust), werde ich mir dieses Mal nur 8 (!) Spiele vornehmen. Die da wären:



Titel
System
Erscheinungsjahr
Drahtzieher
Fertiger
begonnen
durchgespielt
Spieldauer
Einschätzung
Wertung


Xenoblade Chronicles 2 - The Golden Kingdom of Torna
NSW
2018
Big N
Monolith
14.9.2018
-
4:00
➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut



The Legend of Heroes - Trails of Cold Steel 2
VITA
2016
NIS America
Nihon Falcom
28.12.2018
-
34:35
➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut



The Legend of Heroes - Trails of Cold Steel 3
PS 4
2019
NIS America
Nihon Falcom



➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut



Tales of Vesperia - Definitive Edition
NSW
2019 (2009)
Bandai Namco
Namco Tales-Studio
16.1.2019
17.2.2019
56:36
➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut
➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉+ okay, Tendenz gut
Review (https://www.multimediaxis.de/threads/145452-Cuzco-curiousaboutjrpgdevelopment-Challenge-2019-%280-8%29?p=3386115&viewfull=1#post3386115)


The Last Remnant Remastered
PS 4
2018 (2008)
Square Enix
Square Enix



➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut



Town
NSW
2019
Big N
Gamefreak



➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut



Kingdom Hearts 3
PS 4
2019
Square Enix
Square Enix



➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut



Persona 5
PS 4
2017
Atlus
P-Studio



➊➋➌➍➎➏➐➑➒➉ hervorragend




Zudem habe ich noch als Ersatz im Backlog:



Titel
System
Erscheinungsjahr
Drahtzieher
Fertiger
begonnen
durchgespielt
Spieldauer
Einschätzung
Wertung


Tales of Hearts R
VITA
2013 (2008)
Bandai Namco
Namco Tales-Studio
28.12.2018
-
1:31
➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay
finde ich nach dem Anspielen eher schwach


Rogue Galaxy
PS4 VC
2015 (2007)
Sony
Level-5



➊➋➌➍➎➏➐➑➒➉ hervorragend
noch nicht angespielt


Dark Chronicle
PS4 VC
2016 (2003)
Sony
Level-5



➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut
noch nicht angespielt


Star Ocean - The Last Hope 4K
PS4
2017 (2009)
Square Enix
tri-Ace
20.2.2018
-
06:41
➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay
nicht weitergespielt, da bisher sehr fade


Dragon Quest VII - Fragmente der Vergangenheit
N3DS
2016 (2000)
Square Enix
Enix
25.6.2018
-
22:03
➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay
nett, konnte mich aber bisher nicht abholen


Dragon Quest V - Hand der Himmelsbraut
NDS
2009 (1992)
Square Enix
Enix



➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut
noch nicht angespielt


Suikoden III
PS4 VC
2015 (2002)
Konami
Konami



➊➋➌➍➎➏➐➑➒➉ hervorragend
noch nicht angespielt


Project Octopath Traveler
NSW
2018
Square Enix
Acquire
13.7.2018
-
20:53
➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay
Lässt mich kalt.


Ever Oasis
N3DS
2017
Big N
Grezzo



➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay
Lässt mich kalt.


Shiness: The Lightning Kingdom
PS4
2017
Focus Home Interactive
Enigami (F)



➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay
Erste Stunde beim Anspielen wirkte abschreckend


Skies of Arcadia Legends
NGC
2003
Sega
Overworks



➊➋➌➍➎➏➐➑➒➉ hervorragend
Gamecube verschollen


EarthBound
SNES mini
1995
Big N
HAL Laboratory



➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut
noch nicht angespielt


Monster Hunter Stories
N3DS
2017
Capcom
Capcom



➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay
Lässt mich kalt.


Tales of Graces
PS3
2012
Bandai Namco
Bandai Namco



➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut
Noch nicht angespielt.


Lufia - Curse of the Sinistrals
NDS
2010
Natsume
Neverland Company



➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut
Vor ein paar Jahren ein paar Stunden gespielt - ich fand es nicht gut.




Normale Noten
➊➋➌➍➎➏➐➑➒➓ legendär
➊➋➌➍➎➏➐➑➒➉ hervorragend
➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut
➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut
➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay
➊➋➌➍➎➅➆➇➈➉ durchwachsen
Unterirdische Noten:
➊➋➌➍➄➅➆➇➈➉ Spiel artet in "Arbeit" aus ohne Spaß zu machen
➊➋➌➃➄➅➆➇➈➉ gravierende Mängel
➊➋➂➃➄➅➆➇➈➉ unspielbare Passagen
➊➁➂➃➄➅➆➇➈➉ Spiel stürzt immer wieder an der gleichen Stelle ab
➀➁➂➃➄➅➆➇➈➉ Spiel startet gar nicht


Greetz,
Cuzco

Sylverthas
08.02.2019, 18:26
Schön, dass Du mit den Berichten weitermachst. Habe Dir zwar nicht immer zugestimmt, aber zumindest waren sie ausführlich genug, dass man nen guten Eindruck bekommt.



• Langweilige leere Gebiete ohne Eigenheiten, durch die man nur durchlaufen muss und dort nur kämpfen kann.
(Dragon Quest 11, Trails of Cold Steel, Lost Sphear, Ni No Kuni 2, Star Ocean 4, Dragon Quest 7, Octopath Traveler, Radiant Historia)

• Übertriebene Charakterzeichnungen, seltsames Verhalten in der Helden-Party und Animeklischeefiguren.
(Zum Teil: Trails of Cold Steel, Ni No Kuni 2, Xenoblade Chronicles 2, Dragon Quest 11, Radiant Historia. Richtig fies mit Fremdscämeffekt: Secret of Mana Remake, Star Ocean 4, Lost Sphear)

• Eintöniges, redundantes Missions-Design.
(TRails of Cold Steel, Ni No Kuni 2, Star Ocean 4, Dragon Quest 7, Radiant Historia, Octopath Traveler, Dragon Quest 11)

• Redundantes Gameplay und Kampfsystem.
(Trails of Cold Steel, Lost Sphear, Secret of Mana Remake, Star Ocean 4, Dragon Quest 7, Radiant Historia, Octopath Traveler, Adventure of Mana, Dragon Quest 11)

• Unfokussierte, wenig mitreißende Handlung und beliebige stimmungslose Spielewelt:
(Lost Sphear, Star Ocean 4, Dragon Quest 7, Radiant Historia, Octopath Traveler)

• JRPGs wirken - bis auf Ausnahmen - wie ein spielerisches Abstellgleis. Sie sind teilweise zu langweilig, zu lieblos und zu stiefmütterlich. Teilweise wenig überzeugende Fantasywelten.

• Lost Sphear hat ein so schlechtes Storytelling, dass es schwerfällt, dieses Spiel für voll zu nehmen. Andere Spiele kranken ebenfalls an lieblosen Einfällen oder umfokussierten Abschnitten.
Irgendwie bin ich ja fast offended, dass Xenoblade 2 in so wenigen Kategorien vertreten ist (eigentlich nur in der, in die man es reintun MUSS), obwohl es praktisch in jedes Fettnäpfchen tritt und extrem viel falsch macht. Radiant Historia scheint für Dich hingegen fast schon ein Beispiel für ein J-RPG zu sein, was Du nicht sehen willst, dabei fand ich das damals doch ziemlich unterhaltsam :D

Deiner Kritik, dass J-RPGs häufig zu wenig Abwechslung bieten, kann ich voll zustimmen. Habe das schon oft erwähnt, aber ich glaube das resultiert einfach daraus, dass die meisten Spieler wirklich ungerne Abwechslung wollen. Wie oft werden Segmente in Spielen kritisiert, in denen man eben nicht mit den Standardmethoden unterwegs ist / komplett umdenken muss? Da werden dann Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung, die nicht straight forward sind, schon mal gerne wegrationalisiert und am Ende hat man ein Game, was niemanden wirklich stört, aber vermutlich auch niemanden gameplaytechnisch lange in Erinnerung bleiben wird.
Liebe ich Minispiele? Nein, sicher nicht. Dennoch werde ich Sachen wie die Verteidigung vom Fort in FFVII niemals vergessen, weil es einfach so einzigartig war und den Spielfuss aufgefrischt hat.

Aber übrigens ist das oben geschriebene nicht nur meine Einstellung zu J-RPGs, sondern auch zu so großen Blockbustern wie dem neuen God of War oder der Tomb Raider Reihe. Die haben zwar mehr gameplaytechnische Abwechslung, aber das ist auch alles Abwechslung, die schon in hunderten anderer Spieler erprobt und geschliffen wurde, um dem Spieler eine möglichst standardisierte Erfahrung zu geben. Aber will mal nicht total derailen *g*

Ob es ein spielerisches Abstellgleis ist? Keine Ahnung, die Aussage ist so grob, dass man da schwer argumentieren kann. Habe auch Dein Fazit durchgelesen und irgendwie kam mir das eher wie ein Sammelsorium der anderen Punkte vor. Da sich extrem viele Indie RPGs am östlichen Stil orientieren würde ich aber spontan erstmal zu einem "das stimmt so nicht" tendieren *g*

Cuzco
09.02.2019, 09:59
Hey,

danke Dir. ;) Ich finde es schön, dass wir über gewisse Dinge diskutieren können. Das eröffnet mir auch verschiedene Sichtweisen und Argumente. :)


Irgendwie bin ich ja fast offended, dass Xenoblade 2 in so wenigen Kategorien vertreten ist (eigentlich nur in der, in die man es reintun MUSS), obwohl es praktisch in jedes Fettnäpfchen tritt und extrem viel falsch macht.

Wie schon gesagt: Ich finde Xenoblade 2 wirklich sehr sehr gut und es hat mich auch total mitgerissen. Das größte Problem waren für mich eher die Bugs und der teilweise sehr ungeschliffene Spielfluss (was sicherlich z.T. der kurzen Entwicklungszeit geschuldet ist). Das Spiel ist für mich jedoch richtig schön erzählt und gerade die Details und die Spielwelt sind richtig schön herausgearbeitet. Aber ich kann natürlich auch verstehen, dass es polarisiert. Alleine schon durch sein extrem gewöhnungsbedürftiges Kampfsystem, wobei ich es besser finde als in vielen anderen JRPGs. Außerdem reißt einen das Kampfsystem nicht aus dem Spielgeschehen, da sich keine Kampfarena aufbaut und man quasi im Feld kämpft.


Radiant Historia scheint für Dich hingegen fast schon ein Beispiel für ein J-RPG zu sein, was Du nicht sehen willst, dabei fand ich das damals doch ziemlich unterhaltsam
Ich fand es schon interessant. Die Zeitreisen-Mechanik hat mich letzten Endes überzeugt, da so etwas in der Form kaum vorher vorkam. Unterhaltsam war es auch. Allerdings hätte ich mir eine bessere Spielwelt, eine etwas interessantere Geschichte und auch bessere Dialoge und Charaktere gewünscht. Außerdem waren die Gebiete total leer und man besucht diese auch mehrere Male, das Kampfsystem war uninspiriert und und und... Aber für mich immer noch ein gutes Spiel, trotz seiner kastrierten Möglichkeiten.


Deiner Kritik, dass J-RPGs häufig zu wenig Abwechslung bieten, kann ich voll zustimmen. Habe das schon oft erwähnt, aber ich glaube das resultiert einfach daraus, dass die meisten Spieler wirklich ungerne Abwechslung wollen. Wie oft werden Segmente in Spielen kritisiert, in denen man eben nicht mit den Standardmethoden unterwegs ist / komplett umdenken muss? Da werden dann Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung, die nicht straight forward sind, schon mal gerne wegrationalisiert und am Ende hat man ein Game, was niemanden wirklich stört, aber vermutlich auch niemanden gameplaytechnisch lange in Erinnerung bleiben wird.
Liebe ich Minispiele? Nein, sicher nicht. Dennoch werde ich Sachen wie die Verteidigung vom Fort in FFVII niemals vergessen, weil es einfach so einzigartig war und den Spielfuss aufgefrischt hat.

@Abwechlsung: Mir kommt das teilweise wirklich so vor. Ich wundere mich auch, warum hingerotzte Smartphone-Spielchen, die keine Abwechslung bieten, so erfolgreich sind. Aber viele Menschen scheinen wirklich keine spielerische Abwechslung zu wollen. Das ist übrigens auch in Geschichten so. Gerade bei Blockbustern wird immer die gleiche Geschichte erzählt. Da merkt man dann, dass es fast nur ums Geldverdienen geht. Dieses Phänomen scheint auch in Japan so zu sein. Wirklich abwechslungsreiches Storytelling scheint auch dort eine Nische zu sein. Eine meiner Exfreundinnen war regelrechte Anime- und Manga-Fanatikerin. Leider waren die Stories allesamt "gleich". Das hatte ich als Kind schon bei Sailor Moon gemerkt, da jede Episode in etwa gleich aufgebaut war. Ich habe dann viel lieber Lady Oscar geschaut. Ebenso habe ich lieber Alfred J. Kwak geschaut als Dragonball Z. Nicht weil Alfred so viel coolere Fighting Moves draufhatte als Son Goku, sondern da die Stories und Charaktere bei Alfred einfach vielschichtiger und abwechslungsreicher waren.

@Minispiele-"Trick": Das mit den Minispielen früher, die auch teilweise einfach plötzlich ohne Grund kamen, fand ich auch ganz cool. Diese waren meistens nicht besonders anspruchs-, dafür aber stimmungsvoll. Das mit dem Fort war schon ziemlich cool. Oder kannst Du Dich noch an Final Fantasy IX erinnern wo man am Anfang den Schaukampf macht und wo man je nach Abschneiden eine bestimmte Menge Geld zugeworfen bekommt. Oder wo man später an so einem Monster vorbeischleichen muss und zwar als Frosch. Und wenn sich das Monster umdreht muss man noch mal von vorne beginnen. Das sind schon tolle Momente, die das Geschehen ebenfalls deutlich aufwerten ohne irgendwie anspruchsvoll zu sein. Eigentlich ein genialer Trick. :)


Aber übrigens ist das oben geschriebene nicht nur meine Einstellung zu J-RPGs, sondern auch zu so großen Blockbustern wie dem neuen God of War oder der Tomb Raider Reihe. Die haben zwar mehr gameplaytechnische Abwechslung, aber das ist auch alles Abwechslung, die schon in hunderten anderer Spieler erprobt und geschliffen wurde, um dem Spieler eine möglichst standardisierte Erfahrung zu geben. Aber will mal nicht total derailen *g*


Ich muss jetzt leider zugeben, dass ich Tomb Raider (die neuen Teile) nicht gespielt habe, ebenfalls nicht God of War. Aber klar: Auch westliche Releases sind natürlich von solchen Problemen geplagt. Ich erinnere an "Infamous - Second Son", das ich eigentlich ganz gut fand, aber das mich irgendwann einfach aufgrund des faden Spielablaufs nicht mehr bei der Stange halten konnte. Und alle Stadtviertel vom DUP zu befreien, um überhaupt weiterzukommen ist doch ziemlich redundant, weil alles immer exakt gleich abläuft. Das hat sich nach Arbeit angefühlt. Hingegen Spiele wie Witcher 3, Kingdom Come oder auch die Uncharted-Reihe schaffen es, auch langweiligere Missionen durch eine gewisse Art von Einzigartigkeit so in das Spiel zu integrieren, dass man da nicht dieses Gefühl hat. Sondern dass man das Gefühl hat mit seinem Handeln im Spiel die Story voranzutreiben und nicht auf der Stelle tritt. Gerade frühe RPGs haben ja ein ziemlich uninspiriertes Quest-System gehabt. Spätere Ableger übrigens auch: Bei Dragonage 2 bin ich erschrocken wie fade das Spiel auf einmal wurde. Und das uninspirierte Drakensang hat kein Gefühl von Aventurien aufkommen lassen beim Spielen, sondern eher die 100. Iteration von Gothic.


Ob es ein spielerisches Abstellgleis ist? Keine Ahnung, die Aussage ist so grob, dass man da schwer argumentieren kann. Habe auch Dein Fazit durchgelesen und irgendwie kam mir das eher wie ein Sammelsorium der anderen Punkte vor. Da sich extrem viele Indie RPGs am östlichen Stil orientieren würde ich aber spontan erstmal zu einem "das stimmt so nicht" tendieren *g*


Das klingt ja auch ein bisschen hart. Außerdem wird ja von einigen Entwicklern wirklich versucht wieder "modernere" JRPGs zu zaubern. Der letzte Versuch, der mir einfällt, war Final Fantasy XV. Es ging so vieles in die richtige Richtung, aber insgesamt ging das Vorhaben dann doch gewaltig in die Hose. Allerdings erfüllt das Spiel keinen Tatbestand der von mir angesprochenen Genre-Kritik, sondern es ist einfach vorne und hinten nicht fertig. Vielleicht hätten die Entwickler wirklich noch einmal 10 Jahre gebraucht.

Auf jeden Fall bin ich schon gespannt, was die Spiele dieses Jahr bringen. Von Vesperia bin ich allerdings total ernüchtert, dafür gefällt mir Trails of Cold Steel 2 momentan um Welten besser als ich ursprünglich erwartet habe. Es bleibt also spannend. Teil 3 wird auf jeden Fall mitgenommen, da ich angefangen habe, die Figuren ins Herz zu schließen und die Legend of Heroes - Trails - Spielewelt sehr interessant zu finden.

Cuzco
13.02.2019, 21:13
Ich bin gerade in dem wohl letzten Dungeon in Tails of Vesperia. Also im Grunde fast durch. Leider stürzt das Spiel wiederholt (mittlerweile 4x) immer im ersten Kampf nach dem Kampf mit Zagi ab. Heute vormittag und jetzt auch. Ich hab das Problem gegoogelt, scheint öfter vorzukommen. Es scheint nur die Switch-Version betroffen zu sein und auch nur die Partridge-Version. Konnte jemand von Euch die Switch-Version (Cartridge) durchspielen? Ich denke mal, da es immer an der gleichen Stelle passiert, ist das Spiel hier für mich erst einmal vorbei - zumindest bis zu einem Patch der das behebt.

Ich habe das Spiel ja an sich fast durch, sodass ich mein Review schon schreiben kann. So viel kommt da ja nicht mehr. Da ich im Moment krank im Bett liege, werde ich das morgen in Angriff nehmen.

Den Abspann schau ich mir evtl. als YouTube-Video an.

Shieru
14.02.2019, 15:45
Das klingt aber doof. Ich hoffe, das wird noch gepatcht, denn ich wollte mir eigentlich ebenfalls die Switch-Version holen.

Gute Besserung. :)

Cuzco
14.02.2019, 16:00
Gute Besserung.
Danke Dir.

Ich habe es jetzt eben gerade wieder getestet, auch mit Switch mal komplett aus, gekuckt, ob das Spiel auf dem aktuellen Stand ist. Und leider schmiert es mir wieder an der gleichen Stelle ab. Ich denke mal, dass das Save-File korrupt ist. Ich versuche heute Abend mal noch mal mit einem älteren Save weiterzuspielen. Wenn es funktioniert, teile ich es sofort mit.

Cuzco
17.02.2019, 09:37
Also, ich konnte jetzt Tales of Vesperia endlich beenden. Gesamtspielzeit laut Zähler fast 57 Stunden. Also ganz schön lange - vor allem für ein Tales. Damit rangiert das Spiel von den mir gespielten Tales-Spielen von seiner Spielzeit her auf dem ersten Platz:

(Die Zeitangaben wurden immer aufgerundet)

Vesperia (Switch) - 57 Stunden
Abyss (3DS) - 55 Stunden
Berseria (PS4) - 48 Stunden
Symphonia (PS3) - 43 Stunden
Zestiria (PS4) - 35 Stunden
Xillia (PS 3) - 33 Stunden

(noch) nicht zu Ende gespielt:
Xillia 2 (PS3) - nach 10 Stunden
Hearts R (PS VITA) - nach 1 Stunde
Symphonia - Dawn of The New World (PS3) - nach 15 Stunden

im Besitz, aber (noch) nicht ausprobiert:
Graces (PS3)


Nicht im Besitz:
[SNES, GBA] Phantasia (1995) in Europa nur für GBA erschienen
[PS, PS2] Destiny (1998) in Europa gar nicht erschienen, Playstation2-Remake nur in Japan
[PS, PSP] Eternia (2000) 2006 in Europa nur auf PSP gelandet
[PS2, PSP] Destiny 2 (2002) hat kein westliches Release erfahren
[PS2, PSP] Rebirth (2004) hat kein westliches Release erfahren
[PS2] Legendia (2005) nur in Japan und Nordamerika erschienen
[NDS, PS VITA] Innocence (2007) hat kein westliches Release erfahren


Ich konnte jetzt doch einen Absturz am Schluss vermeiden: Der Trick war, nach dem Kampf mit Zagi zum letzten Endgegner zu laufen ohne zu kämpfen. Also so einen Trank nehmen, damit einen die Gegner in Frieden lassen, dann funktioniert es. Denn das Spiel stürzte bei mir immer ab, wenn ich in einen normalen Kampf verwickelt wurde. Der Endkampf ging dann ohne Absturz und ich konnte dem Abspann sehen, wobei ich den Endkampf (der zweiteilig ist) einmal verloren habe und dadurch noch einmal den ganzen Weg laufen musste. Rechnet man das Scheitern mit ein und legt eine gesunde Balance zwischen Kämpfen, Erkunden und Hauptstory folgen zu Grunde, wird einen Vesperia wohl ca. 60 Stunden lang beschäftigen. Für mich bisher das umfangreichste und längste Tales, das ich gespielt habe.

Ich werde jetzt dann noch mein Review zu dem Spiel verfassen. Das folgt dann wahrscheinlich heute Nachmittag.

Wurde Tales of Vesperia seinen Erwartungen als "Tales mit der besten Story" (laut Werbung) gerecht? War es das Juwel von der Xbox 360, das jeder erwartet hat. Heute Nachmittag - meine bescheidene Meinung dazu!

Cuzco
17.02.2019, 20:36
Einleitung
Die Tales-Of-Serie ist mittlerweile eine der größten Franchise japanischer Rollenspiele. Ähnlich wie die Final-Fantasy-Reihe landete die Serie aber mit großer Verspätung in Europa. Das allererste Tales-Of-Spiel hierzulande war "Tales of Phantasia", allerdings nicht in der Urform für das SNES, sondern als Port auf dem Gameboy Advance. Und da es auch erst im März 2006 erschien, ging es... nicht nur... an mir vorbei. Da half auch die deutsche Übersetzung nichts. Tales of Phantasia war sogar das allererste Tales-Spiel - 1995 auf dem SNES. Es fand auf einer 48 MBit (6 MB) Cartridge Platz. So war es neben Star Ocean 1 das größte Super-Nintendo-Spiel (von der Datenmenge).

Seit Teil 1 bietet die Tales-Reihe folgende Merkmale:

Kampfarenen in Echtzeit. Ähnlich wie die Zufallskämpfe bei anderen JRPGs, die rundenbasiert ablaufen, baut sich hier jedoch ein actionreiches Echtzeitkampfsystem, das von Prügelspielen inspiriert ist, auf.
Große spielbare Heldengruppe und umfangreiche Dialoge und Beziehungen zwischen ihren Mitgliedern
Wiederkehrende Elemente - in diesem Fall z.B. Fruchgummis anstelle von Potions
Artes genannte Kampfkünste, die mit normalen Angriffen zu Kombos verschaltet werden sowie konfigurierbare QTEs.
Alle Tales-Spiele sind im klassischen Anime-Stil gehalten.


Ähnlich wie bei Final Fantasy bringt auch hier fast jede Tales-Iteration eine eigene Spielwelt mit, die auch jeweils in unterschiedlichen Epochen angesiedelt sind, von der Antike (Berseria), über das Mittelalter (Zestiria), ins Steampunk-Zeitalter (Vesperia, Abyss) bis hin zu einer Art Gegenwart (Xillia, Symphonia). Dabei fällt auf, dass die Gruppen der Helden immer sehr bunt zusammengesetzt sind. Oft sind Kinder dabei (mal mehr, mal weniger) und gekämpft wird überwiegend mit Hieb- und Stichwaffen. Die Story ist bei Tales-Spielen sehr im Vordergrund, was auch eine gewisse Dialoglastigkeit mit sich zieht. Es gibt viele optionale Gespräche, welche die Plaudereien innerhalb der Gruppe zeigen und so dem Spieler die Charaktere und deren Beziehungen nahebringen, um das Spieleerlebnis lebendiger zu gestalten.

Vesperia ist das zweite in Deutschland offiziell erschienene Tales-Spiel und zwar auf der Xbox 360 im Jahre 2009. Erst ab 2010 konnte sich die Playstation 3 so weit etablieren, dass sie die Xbox auch am JRPG-Angebot ausbooten konnte. Daher erschien auch dieses Tales erst einmal Xbox-exklusiv. Allerdings gab es in Japan zwei Jahre später eine erweiterte PS3-Version. "Vesperia" gilt bei vielen Kritikern, Fans der Serie und auch von einigen Leuten hier im Forum als das beste Tales-Of. Story und Charaktere werden lobend hervorgehoben und nachdem es nach über 10 Jahren in der erweiterten Fassung nun auch für Switch und PS4 als Remaster erscheint - wahrscheinlich zur Überbrückung bis zum nächsten großen Tales - waren meine Erwartungen enorm. Ich mag ja die Tales-Spiele recht gerne. Sie reißen mich zwar nicht vom Hocker - vor allem spielerisch sind auch die neuen Teile eher altbacken... äh konservativ, aber sie bieten solide Unterhaltung - so eine Art Assassin's Creed der japanischen Rollenspiele.


Auf dem Planeten Terca Lumireis hat eine uralte Zivilisation der Menschheit Blastia hinterlassen. Diese Blastia sind eine Art magische Apparatur, die sich für viele Dinge eignen. Man kann sie als Beleuchtung nutzen, als Motor für Schiffe oder als Energiebarriere in Städten um wilde Tiere fernzuhalten. Angetrieben werden diese Blastia von geheimnisvollen Kristallen und erforscht werden sie von Magiern. Die größte Macht ist dabei das Kaiserreich. Ansonsten existieren vor allem Stadtstaaten auf dem kleinen Planeten, die von Gilden der Union oder der Pallestralle (eine andere Art Union) geleitet werden.

Aus der kaiserlichen Hauptstadt Zaphias stammt Yuri Lowell, der Held der Geschichte. Er lebt bei den Armen in der Unterstadt, bis eines Tages ein Dieb den Kern der Wasserblastia stiehlt, woraufhin die ganze Unterstadt unter Wasser gesetzt wird. Yuri, der auch oft mit dem Gesetz in Konflikt gerät - vor allem den kaiserlichen Rittern, bei denen er selbst ein paar Monate gedient hat - beschließt den Dieb zu fassen und bricht in ein Haus in der Oberstadt ein. Anstelle des Diebes trifft er hier auf die Ritter und wird ins Verlies geworfen. Da er sich der Unterstadt verpflichtet fühlt - Yuri hat einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn - beschließt er auszubrechen und begegnet auf seiner Flucht einer jungen naiven Adeligen namens Estellise.

Ab da beginnt Yuris Odyssee als Kinderpfleger der Kindergarten... äh Heldengruppe "Heldenmutige Vesperia" quer durch Terca Lumireis. Die Gruppe erlebt auf ihrer Odyssee einiges an Abenteuern und findet Stück für Stück die wahre Bestimmung ihrer Reise und die wahren Gegner, die sich erst sehr spät im Laufe der Handlung zu erkennen geben. Teilweise beeinflussen auch Yuris Entscheidungen, Selbstjustiz ähem, den weiteren Ausgang der Handlung. Aber der Bösewicht wird sich im Laufe der Geschichte ein halbes Dutzend mal ändern, so viel sei verraten.

Insgesamt ist die Geschichte jedoch überraschend langweilig und uninteressant. Das liegt nicht zuletzt an der Spielwelt, aber irgendwie ist die Story trotz ihrer langen und verschiedenen Abzweigungen stinklangweilig. Es geht hauptsächlich um die Blastia-Thematik und die Folgen für die Zukunft, allerdings fand ich das Setting sehr austauschbar und die Rahmenhandlung wenig stimmungsvoll. Irgendwann haben mich dann die ganzen Hintergründe überhaupt nicht mehr interessiert. Das liegt wohl daran, dass die eigentliche Handlung nur Mittel zum Zweck gewesen ist. Ich widerspreche hier jedem, der sagt, Tales of Vesperia hätte eine geniale Geschichte. Ich finde sie absolut austauschbar und mit den einzelnen Episoden der Heldenreise auch gar nicht so verknüpft. Sehr schade, aber dieses Tales hat für mich die gleichgültigste und langweiligste Geschichte.




https://i.imgur.com/CtLuROb.jpgZaphias, die kaiserliche Hauptstadt. Gegliedert in Unterstadt, Mittelstadt und die Oberstadt, in der nur Adelige leben.
https://i.imgur.com/L7Uzt8I.jpgDie sehr schön gestalteten Ortschaften im Spiel sind leider meist nur pure Kulisse.



Gut, wenn die Geschichte schon so langweilig ist und die Handlung trotz einiger Wendungen sich eher lauwarm oder seicht anfühlt: Dann müssen es die Charaktere richten, oder?

Wo ich mit fast allen übereinstimme ist, dass der Kindergärtner der Kindergartengruppe "Heldenmutige Vesperia", Yuri Lowell, einen sehr guten Job macht. Die Figur entwickelt sich, es steckt nicht so viel Klischee in dem Charakter. Obwohl er immer ruhig bleibt und den Coolen mimt, gibt es jedoch auch Situationen, wo er sehr angespannt und auch sehr natürlich rüberkommt. Zudem ist er sehr sehr unrechtsbewusst und neigt auch sehr zu Selbstjustiz. Seine Verbrechen versucht er zu verdrängen, was ihm jedoch nur bedingt gelingt. In der Gruppe ist er wirklich sehr pädagogisch unterwegs und "erzieht" vor allem die naive Adelige Estellise oder den 12jährigen tschechischen Bengel Karol, der ständig große Töne spuckt, aber sogar vor jeder Maus davonrennt zu gefestigten Persönlichkeiten… Die kleine Patty ist übrigens bereits schon sehr reif und kommt ganz gut zurecht. Mit der hochgbegabten Rita Mordio hat Yuri aber so seine Schwierigkeiten, aber auch hier schafft er es durch sein pädagogisches Geschick, die Akzeptanz seitens Rita für ihn zu steigern. Als Altenpfleger ist Yuri jedoch nicht ganz so geschickt wie im Umgang mit Kindern, was Raven betrifft. Raven hat immer einen bissigen Kommentar auf den Lippen und scheint sich über alles lustig zu machen. Für die Gruppe ist der (ich denke Mal) Mittsechziger daher etwas anstrengend. Flynn ist hingegen selbst Kindergärtner, auch wenn bei der Nachbargruppe "Kaiserlichen Ritter". Er ist der beste Freund von Yuri, was er auch immer wieder raushängen lässt. Last but not least ist da noch Judith. Einfach Judith. Sie ist das ruhigste Kind in der Gruppe, mischt sich aber trotzdem in vieles ein und macht auch gern mal - zum Ärger der Gruppe - was kaputt.

Die Dialoge tendieren dabei von kindisch über abwechslungsreich bis hin zu bedeutungsschwanger. Das liegt nicht an der Übersetzung. Diese liest sich vernünftig und hält sich penibel an den englischen Text. Manchmal wirken die Formulierungen etwas sperrig. Da aber wirklich alles (!) vertont ist, lese ich meistens gar nicht mehr mit, sondern höre die englischen Originalsprecher an. Die Dialoge sind - wie in allen Tales-Teilen - flott geschrieben und daher von guter Qualität.

Insgesamt bin ich mit den Charakteren aber nur bedingt einverstanden. Die Gruppe nimmt gerade wirklich ernste Ereignisse nicht ernst. Die albern im Angesicht des Todes oder des Weltuntergangs immer noch zu sehr rum. Yuri ist ein spitzen Charakter, der nachvollziehbar handelt. Aber die Kinder aus seiner Gruppe eine etwas laxe Einstellung zu einschneidenden Ereignissen. Teilweise sind emotionale Einschnitte nicht mit der Konsequenz beschieden, die sie benötigen, um nachvollziehbar zu sein. Ein Beispiel: Einmal wird Karol ganz trotzig, als sein Idol stirbt. Yuri wendet dann den pädagogischen Kniff an, ihn zu verletzen, um ihn zu motivieren. Das klappt etwas zu gut und Karol steckt das dann einfach so weg. Einfach so. Hier hätten mehr die Selbstzweifel durchscheinen müssen, um weiterhin überzeugend zu sein. Schade.




https://i.imgur.com/DbHqP8X.jpgDie Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern werden mit den als "Plaudereien" bezeichneten Dialogszenen Tales-typisch erzählt.
https://i.imgur.com/UiVq8u8.jpgEs gibt jede Menge dieser Dialoge. Sie retten manchmal über die teilweise arg zähen Spielabläufe und sind in der Regel sehr amüsant.
https://i.imgur.com/knkKM9a.jpgYuri obliegt dabei die Leitung der Kindergartengruppe "Heldenmutige Vesperia".




https://i.imgur.com/S2rBxh0.jpgMit pädagogisch zweifelhaften Methoden...
https://i.imgur.com/RZulzts.jpg...kümmert sich Yuri auch um Senioren.



Hier haben wir schon das nächste Problem! Dieses Spiel ist einfach s p e r r i g. Das Kampfsystem bietet relativ wenig. Gleichsam wird man mit durch Erfahrungspunkte lernbare Spezialfähigkeiten erschlagen. Jede der gefühlt 150000 Waffen bringt zwei oder drei Vorteile mit, die man durch die Ausrüstung dann lernen kann. Nachdem eine Fähigkeit gelernt hat, kann man diese equippen. Dafür besitzt man eine Anzahl an Punkten. Wer Final Fantasy IX kennt: Es ist genau das Gleiche wie mit den blauen Kristallen. Nur dass hier die Fähigkeiten und die Möglichkeiten wesentlich balancierter sind als bei Tales of Vesperia. Es gibt halt ungefähr 100 Mal ausweichen nach hinten geht schneller oder HP+300, HP+500, etc. Yuri hat bei mir 132 Talente gelernt, ausrüsten konnte ich wegen meiner Fertigkeitspunkte halt nur 20. Aber egal.

Das Waffensystem ist dabei auch unüberschaubar. Man kann sich Waffen (auch Rüstungen und sogar Items) selbst schmieden, wenn man bestimmte Gegenstände, die die Gegner im Kampf fallen lassen, dabei hat. Im Spiel nennt man das "Synthetisieren". Nicht dass es besonders innovativ ist, aber es gibt schätzungsweise über 1000 Dinge, die man synthetisieren kann. Weit mehr als man jemals anwenden möchte.

Das Kampfsystem ist, wie schon gesagt, sehr einfach gestrickt. Wie bei Tales üblich läuft man in einen sichtbaren Gegner und eine Kampfarena startet. Man macht drei normale Angriffe hintereinander und danach muss der Held durchatmen oder man nutzt ein Arte. Dann entsteht eine Kombo. Wichtig ist einfach diese Reihenfolge: Ein Basis-Arte, danach ein Arkan-Arte und dann eventuell ein explosives Arte... Arte ziehen TP ab. Um Lebenspunkte oder Technikpunkte aufzuladen gibt es ebenfalls verschiedene Arte oder Gegenstände wie die berüchtigten Fruchtgummis. Man steuert im Kampf immer nur einen Helden seiner Wahl (wahrscheinlich Yuri - geht leicht von der Hand), den Rest übernimmt die KI. Das macht sie sogar sehr zuverlässig. Ist Estellise in der Gruppe besteht (fast) nie ein Problem mit den richtigen Heil-Artes. Jede noch so verrückte Statusänderung wird innerhalb von Sekunden zuverlässig von Estellise kuriert. Auch um die Lebenspunkte muss man sich fast nie Sorgen machen, außer bei sehr starken Kontrahenten.

Leider läuft jeder Kampf relativ ähnlich. Es gibt kaum Abwechslung. Gegner in der Luft sind schwieriger zu treffen, aber das war's auch schon fast. Einmal eine Strategie überlegt und man kommt spielend durch. Das fällt vor allem negativ auf, weil man in diesem Spiel sehr sehr oft kämpft. Ähnlich monoton wie die Kämpfe sind auch die Levels. Es gibt zwar tatsächlich ab und zu mal Rätsel. Diese kann man jedoch an einer Hand abzählen und sie funktionieren alle recht ähnlich. Neben Blastia-Aktivieren (Schalterrätsel, haha!) gibt es noch ein Wasserstandsrätsel oder später im Spiel muss man auch Kisten an die richtigen Stellen schieben oder diese fallen lassen.

Was mich aber am meisten gestört hat, ist, dass die Dungeons monoton und sehr sehr weitläufig sind und bis auf die unterhaltsamen optionalen Plaudereien passiert fast gar nix. Das liegt vor allem an den vielen Kämpfen. Die Dungeons sind mit Monstern gespickt. Dazu kommt, dass jeder zweite Dungeon nach Besiegen des Endgegners noch einmal zurückgelaufen werden muss. Und die Gegner sind dann auch wieder da. Man kann zwar einen Trank nehmen, damit einen die Monster meiden, aber dann levelt man ja nicht.

Dieser Ablauf setzt sich in den Städten fort. Die Handlung ist eh nicht besonders spannend und dann wird fast jede der dutzend Städte gleich abgehandelt. Es gibt keine Überraschungen oder Besonderheiten in den Städten. Erst einmal sind selbst Zaphias und Dahngrest winzig klein und dann gibt es nur Laden und Inn. Sonst nix. Gut in Dahngrest gibt es noch das Gilden-Hauptquartier, eine Kneipe mit echter Schlägerei und ein Pornokino... äh Kochstudio, aber in der Regel erreicht man eine neue Stadt und kann dann - wegen der Handlung - aus irgendwelchen Gründen da nicht weg. Also trennt sich Yuri von seiner Kindergartengruppe und erkundet die Stadt, indem er jeden seiner Schützlinge anspricht und ein kurzes Gespräch führt. Hat er das mit allen gemacht, findet die Gruppe wieder zusammen und es geht weiter. Selbst außergewöhnliche Ereignisse werden auf diese Weise abgehandelt. Das hatte Tales of the Abyss Jahre zuvor schon viel besser gelöst. Hier hat man die Städte einfach öfter betreten und musste immer zwischen bestimmten Städten hin und her. Eine Stadt hatte ein Fon-Labor, die andere eine technische Werkstatt, wiederum die andere beherbergte die Schwester eines Protagonisten als Bürgermeisterin in einer Villa. Das ist bei Vesperia anders. Bis auf die Unterstadt bestehen null Beziehungen zwischen den Charakteren und den Städten. Weshalb jede Stadt immer den gleichen Ablauf mitbringt und man sehr selten mal in einer Stadt zweimal ist.




https://i.imgur.com/AVtedj4.jpgDas Rezeptefinden ist leider genau so uninspiriert wie die Rezepte selbst.
https://i.imgur.com/Ik7ifFQ.jpgIn den Dungeons warten gelegentlich kleinere Rätseleinlagen, die aber nicht schwer sind.



Dieses monotone Spielprinzip wirkt sich dabei vor allem auf die Atmosphäre aus. Und es ist der Grund, warum ich mit Vesperia nicht warm geworden bin, Wie schon gesagt haben die Orte im Spiel null Beziehung zur Heldengruppe. Man läuft einfach durch. Das sorgt für Gleichgültigkeit und das geht auf Kosten der Glaubwürdigkeit der Spielwelt und das wiederum ist der Atmosphäre abträglich.

Jetzt ist das Blastia-Dings eh nicht besonders spannend und die ganzen Hintergründe (später dann die Bedrohung... mehr sei hier nicht verraten) schon irgendwie 0815. Und dann kommt die sehr 0815-Spielwelt auch noch dazu. Insgesamt fand ich alles extrem durchschnittlich. Yuri und sein Gewissenskampf ist noch richtig gut inszeniert und auch die Sache mit Flynn finde ich noch sehr gelungen. Aber diese Sache mit den Gilden und dem Imperium und der Glaubwürdigkeit der Spielwelt mit den Entelexeia und so, ist schon sehr irgendwie. Schade eigentlich. Die anderen Tales-Spiele konnten glaubwürdige Spielwelten, die auch teilweise abgefahren waren, erzeugen. Hier ist es eher nicht so.

Auch einige Orte sind wieder total überdreht. So gibt es den surrealen langen Dungeon in lila (der Turm) auch in diesem Spiel. Und er dauert mindestens drei Stunden. Auch kein Pluspunkt und ein weiteres erfülltes JRPG-Klischee.




https://i.imgur.com/BwBmMKn.jpgDie Spielwelt ist trotz Weltkarte und langer Spieldauer relativ überschaubar. Die starre Kamera bietet dafür einige schöne Ausblicke.
https://i.imgur.com/Oshj1Af.jpgEin kletternder Hund. Repede ist spitze!



Auch hier sind eine Reihe von Dingen, die mich persönlich stören.

Erst einmal kommt es in dem Spiel zu willkürlichen Abstürzen. Es gibt ein paar Glückliche, die es ohne Absturz durchspielen, aber auch viele, die das Spiel dank des altmodischen Speicherpunkt-Speichersystems durch einen Absturz mehrere Spielstunden zurückwirft. Ich meine, das Spiel ist 10 Jahre alt. Ich selbst hatte ein Problem mit Abstürzen, konnte es aber umgehen und bei mir waren es auch nur 20 Minuten Spielfortschritt, die mich dieser Absturz gekostet hat. Aber einem so alten Spiel sollte so etwas eigentlich nicht vorkommen.

Dass es 10 Jahre alt ist, sieht man auch an der Grafik, zumindest wenn man näher hingeht. Das Spiel ist durch seinen Cel-Shading-Look relativ gut gealtert. Allerdings wirkt die Umgebungsgrafik teilweise blass und verschwommen. Städte sind grundsätzlich malerisch und sehen stellenweise auch richtig gut aus. Dann ruckelt's aber... Wobei ich hier jetzt nur für die Switch-Version sprechen kann. So ruckelt das Spiel an manchen Stellen schon arg. Es läuft grundsätzlich IMMER mit BIS ZU 60 Bildern pro Sekunde. Glücklicherweise werden diese immer im Kampf erreicht, weshalb das Ruckeln in den Gebieten den Spielspaß nicht beeinträchtigt, da es im Kampf einwandfrei läuft. Die polygonarmen Kampfarenen laufen mit butterweichen 60 Frames im Handheld wie im TV-Modus. Die Kamera ist dabei frei beweglich.

Das ist sie im normalen Spiel nicht. Die eingeschränkten Kamerawinkel wirken stellenweise sehr altbacken, rücken aber oftmals Schauplätze in ein schönes Licht. Dennoch habe ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich versucht habe, die Kamera nachzujustieren. Vergebens! Und teilweise sind Dinge verdeckt oder man wird von Gegnern ertappt, was den Spielfluss immer wieder unangenehm unterbricht. Schade, vor allem, da ja Final Fantasy XII schon drei Jahre zuvor eine fantastische Grafik plus eine frei justierbare Kamera hatte. Ich denke 2009 hätte so etwas schon möglich sein können.

Auch eine Mini-Karte fehlt. Da die Dungeons sehr weitläufig sind und man teilweise schon arg im Kreis läuft, wäre eine zumindest optional zuschaltbaren Minikarte schon eine Riesen Hilfe und ein angenehmer Komfort gewesen, den man ja nicht hätte zuschalten müssen. Aber so ganz ohne Karte. Das Spiel hat mega unübersichtliche Gebiete und teilweise lächerliche Beschränkungen dieser (Blumenkästen zum Beispiel!). Mit einer Minikarte hätte ich nicht minutenlang versucht, durch die enge Lücke von zwei Blumenkästen durchzulaufen.

Die Tales-Reihe hat in der Regel nicht so eine ikonische Musik wie Final-Fantasy-Reihe. Auch Abyss war da keine Ausnahme, wobei die Musik von Abyss sehr solide war und mir persönlich gut gefallen hat. Bei Vesperia hingegen wirkt die Musik wie das Spiel ebenfalls nicht besonders berauschend. Ich war überrascht wie langweilig und vor allem ideenarm der Soundtrack geraten ist. Das liegt auch nicht daran, dass die Musik fast ausschließlich am Computer entstanden ist, sondern eher daran, dass einfach viele musikalischen Themen zu "billig" geraten sind. Der Titelsong ist ja noch ganz nett. Aber im Spiel selbst gab es ganz wenige Stücken, die mal einen Ohrwurm oder ein interessantes bieten. Ich glaube, es waren zwei, eines davon war das erste Luftschiff-Weltkarten-Thema, das sehr an Lufia 2 erinnert. Auch das finde ich sehr schade. Es wäre gerade in diesem Spiel möglich gewesen mehr mit Leitmotiven für einzelne Figuren zu arbeiten. So etwas gibt es aber kaum. Auch die Musik in Städten wirkt eher passiv. Dahngrest klingt wie die Verbrauchertipps-Hintergrundmusik von ZDF WISO, Aspio vegetiert auf den immer selben zwei Dschingiskahn-Akkorden herum und Halure ist halt einfach irgendwie nett...


Also, ich hab einfach mehr erwartet. Viel mehr! Das laut Werbung "Tales mit der besten Story" kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Tales of Vesperia ist ein absolut durchschnittliches Rollenspiel - mit viel Potenzial. Ich hatte so etwas wie Abyss erwartet, das definitiv Parallelen hatte, aber eine ganz ausgezeichnete Umsetzung der Geschichte aufweist. Auch wenn mich einige jetzt schlagen wollen, aber ich finde auch Zestiria ingesamt besser. Zestiria finde ich sogar entgegen so vieler Meinung recht gut, denn es erzählt seine sehr klassische Geschichte auf eine atmosphärische Art und Weise und die Geschichte mit Seraph und dem Hirten finde ich deutlich interessanter. Auch die Charaktere waren gut, die "Bromance" zwischen Miklio und Sorey mal was Neues und die düstere stimmungsvolle und sogar tragische Reise hat meinen Nerv einfach getroffen. Daher finde ich Zestiria auch trotz langweiliger Dungeons richtig gut und Vesperia trotz einer wendungsreichen Handlung nur durchschnittlich. Schade, weil ich Yuri Lowell als einen echt hervorragend geschriebenen Charakter betrachte, der sein volles Potenzial aber, in diesem ja nicht schlechten Spiel, leider nicht voll ausschöpfen konnte.



https://i.imgur.com/0IYn81Q.jpgAuch in diesem JRPG darf der traditionelle lilafarbene abstrakte Dungeon nicht fehlen!
https://i.imgur.com/ejVcUbf.jpgUnd erst recht nicht: Quotendeutscher (Yaeger), Zauberschwert und natürlich "Rundungen"...





https://i.imgur.com/w4dBV7Q.jpg



WERTUNG:

Handlung, Charaktere und Dialoge: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: Einzelne Charaktere super, Dialoge flott, aber Handlung lässt Spannung vermissen.
Gameplay und Kampfsystem: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: In Ordnung, man hat sich in einigen Dungeons was überlegt, aber das leider nur an wenigen Stellen.
Spielwelt und Atmosphäre: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: Relativ durchschnittliche Spielwelt, die Eigenständigkeit vermissen lässt. Alle Städte bestehen nur aus zwei Häusern. Insgesamt aber toll designte Orte.
Technik und Präsentation: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: Achtung! Absturzgefahr. Leicht verwaschene Umgebungsgrafik, Ruckler, sehr schlichte Grafikwiedergabe.
Musik: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: Passend zum Spiel, aber bis auf wenige Stellen sehr unspektakulär.


https://i.imgur.com/gB7y693.jpg
https://i.imgur.com/f89vEZ1.jpg



Gesamtwertung: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉+ Okay mit Tendenz zu gut! Durch willkürliche Spielabstürze ein Eiertanz durch ein durchschnittliches, aber unterhaltsames Rollenspiel mit der kunterbunten Kindergartentruppe von Yuri Lowell.

StarOceanFan
17.02.2019, 20:50
Haha, deine Einschätzung zu Vesperia deckt sich fast zu 100% mit meiner. Sogar die Wertung hatte ich auch. :D

Die Abstürze hatte ich zum Glück nicht, hätten aber meine Wertung noch deutlich runtergeschraubt. Für mich ein totaler gamebraker, hatte ich zuletzt beim (ansonsten auch so beschissenen) Secret of Mana PS4 Remake.

Jetzt bin ich umso mehr gespannt wie du Persona 5, Xenoblade 2 Torna und Cold Steel 2 findest. Für mich waren das als JRPG Enthusiast absolute Feinkost, um hier mal einen sinnlosen Vergleich zu verwenden.

Ὀρφεύς
17.02.2019, 22:00
Ich mag ja die Tales-Spiele recht gerne. Sie reißen mich zwar nicht vom Hocker - vor allem spielerisch sind auch die neuen Teile eher altbacken... äh konservativ, aber sie bieten solide Unterhaltung - so eine Art Assassin's Creed der japanischen Rollenspiele.

Diesen Vergleich habe ich auch mal gebracht. Erschreckend, ich weiß!

Was die Party betrifft.
Yuri & Repede retten da eine Menge.
Ansonsten war besonders Rita eine riesige Nervensäge und auf der Xbox 360 ist ein wenigstens Patty erspart geblieben.
Die Handlung war - wie hier bereits erwähnt - ziemlich austauschbar, aber rein von der Grafik und vom Spielspaß her, zähle ich Vesperia zu den besseren Ableger der Reihe (2009 war mein Standard allerdings ein anderer).
Von daher überrascht mich die Kritik hier nicht, besonders dann nicht, wenn man bereits Berseria kennt.

Zu deiner restlichen Liste, Cuzco: Man ist die mies.:B
Da würde ich direkt zur Ersatzbank wechseln und Rogue Galaxy starten.

Cuzco
18.02.2019, 11:56
Haha, deine Einschätzung zu Vesperia deckt sich fast zu 100% mit meiner. Sogar die Wertung hatte ich auch. :D
Cool, dann bin ich doch nicht der einzige. Ich habe witzigerweise noch kein Review gefunden, dass die Geschichte als... naja... durchschnittlich bezeichnet. :)


Jetzt bin ich umso mehr gespannt wie du Persona 5, Xenoblade 2 Torna und Cold Steel 2 findest. Für mich waren das als JRPG Enthusiast absolute Feinkost, um hier mal einen sinnlosen Vergleich zu verwenden.
Jo, das bin ich auch. In Cold Steel 2 bin ich bei der Hälfte. Dieses habe ich für 8 Euro im PSN für die VITA bekommen und da mir ja Teil 1 auch schon (stellenweise) richtig zugesagt hat und ich bisher bei Teil 2 immer mehr Interesse und Spannung habe, freue mich darauf, es weiter in Angriff zu nehmen. Zwar haben mir die Klischees, die schlechten Dungeons und die typisch-japanisch-überdrehte Mechageschichte am Ende dann nicht so zugesagt, dennoch muss ich zugeben, dass Teil 2 gerade richtig stark ist. Bereits die "Landung" am Anfang, das Sich-Durchs-Gebirge-Schlagen und Nicht-Wissen-Wie-Es-Weitergeht ist erzählerisch unglaublich stark inszeniert. Und bei den Wiedersehen und der Suche sind mir die Klassenkameraden wieder derart ans Herz gewachsen, dass ich momentan glaube, dass die Cold-Steel-Serie mir doch noch richtig gut gefallen könnte. Im Gegensatz zu Tales of Vesperia sind die ganzen Hintergründe interessant, die Spielwelt glaubwürdig (bis auf die Mecha) und das Abenteuer mitreißend. Genau das, was ich bei Vesperia so schmerzlich vermisse.

(Mir graut nur wirklich davor, wenn Rean ein Harem gründen soll... das passt nicht zu ihm. Gut, er ist gerade aus der Pubertät raus und kann sich nicht für eine der vielen Damen entscheiden. Er kann auch Seitensprünge haben und seine eigenen Liebeserfahrungen sammeln... aber bitte doch nicht in dieser Animu-Waifu-Hentai-"Manier"... Aber ok, vielleicht ist das optional und ich kann das vielleicht ausblenden. Freue mich auf jeden Fall schon Cold Steel 3!)



Diesen Vergleich habe ich auch mal gebracht. Erschreckend, ich weiß!
Cool.


Was die Party betrifft.
Yuri & Repede retten da eine Menge.
Ansonsten war besonders Rita eine riesige Nervensäge und auf der Xbox 360 ist ein wenigstens Patty erspart geblieben.
Die Handlung war - wie hier bereits erwähnt - ziemlich austauschbar, aber rein von der Grafik und vom Spielspaß her, zähle ich Vesperia zu den besseren Ableger der Reihe (2009 war mein Standard allerdings ein anderer).
Von daher überrascht mich die Kritik hier nicht, besonders dann nicht, wenn man bereits Berseria kennt.
BErseria ist vom Storytelling her schon noch ne ganz andere Nummer als Vesperia. Allerdings hat mir Vesperia auch wegen seiner langwierigen Dungeons und dem teilweise immer gleichen Aufbau des Spiels nicht unbedingt Spaß gemacht. Bei mir hängt der Spielspaß immer auch ein wenig an der Stimmung beim Spielen. Übrigens fand ich Patty gar nicht so schlimm. Sie liebt zwar Yuri (wie Eiko Zidane), aber lässt das glücklicherweise nicht zu oft heraushängen. Das Problem an ihr ist eher: Man merkt, dass sie nachträglich eingefügt wurde.


Zu deiner restlichen Liste, Cuzco: Man ist die mies.
Da würde ich direkt zur Ersatzbank wechseln und Rogue Galaxy starten.
Ich weiß nicht. Bis jetzt habe ich viele populäre Spiele genommen, um einen Überblick zu bekommen, wie das Genre so läuft, um einfach auch mitreden können. Nur deshalb ist Kingdom Hearts drin. Dann die Cold Steel Reihe ist persönliches Interesse und auch wegen Geheimtipp und bestem JRPG usw. Am ehesten würde ich Last Remnant Remake noch gegen Rogue Galaxy tauschen. Aber Last Remnant sieht so nach klassischem Mittelalter-RPG aus und das findet man zuweilen im JRPG-Genre nur noch sehr selten.

Sylverthas
18.02.2019, 12:24
Berseria ist vom Storytelling her schon noch ne ganz andere Nummer als Vesperia.
Vesperia ist in einem Wort einfach langweilig. Die Story hat wenige Höhepunkte und zu viele Parteien, die alles eher verwaschen wirken lassen als Grautöne darstellen (was vermutlich die Intention war, mit den Gilden). Dass der "große Böse" ewig wechselt sollte auch für Komplexität sorgen, aber da hat das Team halt einfach in die Scheisse gegriffen. Ich schätze, die Geschichte war vielleicht zu ambitioniert für die Storywriter?

Da hat es Berseria einfacher, weil es seinen Fokus sehr klar macht und auch auf der Linie bleibt. Es zieht auch sehr klare Linien zwischen den einzelnen Gruppierungen. Für manche vielleicht wieder zu sehr, weil das Spiel in der Hauptstory eigentlich recht starr ist. Aber immer noch besser, sich ab und zu zu langweilen, wenn mal Leerlauf ist, als die ganze Zeit, weil alles nur ein großer Matsch ist, der keine Form annehmen will *g*



Ich weiß nicht. Bis jetzt habe ich viele populäre Spiele genommen, um einen Überblick zu bekommen, wie das Genre so läuft, um einfach auch mitreden können. Nur deshalb ist Kingdom Hearts drin. Dann die Cold Steel Reihe ist persönliches Interesse und auch wegen Geheimtipp und bestem JRPG usw. Am ehesten würde ich Last Remnant Remake noch gegen Rogue Galaxy tauschen. Aber Last Remnant sieht so nach klassischem Mittelalter-RPG aus und das findet man zuweilen im JRPG-Genre nur noch sehr selten.
Last Remnant ist ziemlich speziell und spielt sich wie kein anderes RPG, was ich kenne - würde das eher nicht mit "klassischem Mittelalter RPG" bezeichnen wollen *g*
Es kann durchaus spaßig sein, durchgespielt habe ichs aber nicht. Das Spiel hat leider kein ordentliches Tutorial um einem die ganzen teils doch recht komplexen Subsysteme beizubringen. Wenn man sich da reinfuchst hat es viel Tiefe, auch was das Leveln der Truppe angeht.

Bei KH3 hattest Du glaube ich erwähnt, dass das Dein erster Teil der Reihe wird. Das ist - unabhängig davon, was man an sich von Teil 3 hält - nicht die beste Entscheidung. Dafür baut das Game einfach viel zu sehr auf den Vorgängern auf. Wenn Du es trotzdem in Erwägung ziehst, dann solltest Du Dich nicht wundern, dass du von Anfang an nichts kapierst - und sich das bis zum Ende so durchzieht. Im ernst, das Spiel setzt eigentlich vorraus, dass man die Charaktere kennt (und mag). Obwohl das Spiel regelmäßige Information Dumps abliefert wird man ohne eine vage Kenntnis der Ereignisse immer noch planlos zurückgelassen, einfach, weil man in der Kürze der Zeit nicht greifen kann, was erzählt wird (KH ist ziemlich... naja, sagen wir mal, "esoterisch" :D)

Klunky
18.02.2019, 13:32
Ich habe ja schon seit längeren vor Tales of the Abyss für den 3DS mal irgendwann endlich zu spielen. (hoffentlich kann man das immer noch günstig bekommen)

Von den wenigen Eindrücken die ich von der Tales of Serie hatte, bin ich bislang zu dem Fazit gekommen dass man die älteren Teile den neueren vorziehen kann. Jetzt war ich mir bei Abyss nicht sicher dass es so zwischen dem alten und neuen Paradigma der Serie steht. Ich hatte da nie große Erwartungen weil man von vielerorts hört das Vesperia der beste Tales of Teil sein soll, zumindest im direkten Vergleich mit Tales of Smyphonia konnte ich diese Einschätzung nicht teilen. Dein Review macht mich doch etwas optimistischer gegenüber Abyss, da sich dein Eindruck zu Vesperia mit meinem deckt.

StarOceanFan
18.02.2019, 15:33
Jo, das bin ich auch. In Cold Steel 2 bin ich bei der Hälfte. Dieses habe ich für 8 Euro im PSN für die VITA bekommen und da mir ja Teil 1 auch schon (stellenweise) richtig zugesagt hat und ich bisher bei Teil 2 immer mehr Interesse und Spannung habe, freue mich darauf, es weiter in Angriff zu nehmen. Zwar haben mir die Klischees, die schlechten Dungeons und die typisch-japanisch-überdrehte Mechageschichte am Ende dann nicht so zugesagt, dennoch muss ich zugeben, dass Teil 2 gerade richtig stark ist. Bereits die "Landung" am Anfang, das Sich-Durchs-Gebirge-Schlagen und Nicht-Wissen-Wie-Es-Weitergeht ist erzählerisch unglaublich stark inszeniert. Und bei den Wiedersehen und der Suche sind mir die Klassenkameraden wieder derart ans Herz gewachsen, dass ich momentan glaube, dass die Cold-Steel-Serie mir doch noch richtig gut gefallen könnte. Im Gegensatz zu Tales of Vesperia sind die ganzen Hintergründe interessant, die Spielwelt glaubwürdig (bis auf die Mecha) und das Abenteuer mitreißend. Genau das, was ich bei Vesperia so schmerzlich vermisse.

(Mir graut nur wirklich davor, wenn Rean ein Harem gründen soll... das passt nicht zu ihm. Gut, er ist gerade aus der Pubertät raus und kann sich nicht für eine der vielen Damen entscheiden. Er kann auch Seitensprünge haben und seine eigenen Liebeserfahrungen sammeln... aber bitte doch nicht in dieser Animu-Waifu-Hentai-"Manier"... Aber ok, vielleicht ist das optional und ich kann das vielleicht ausblenden. Freue mich auf jeden Fall schon Cold Steel 3!)


Also gerade als Kind der 90er (Evangelion, Xenogears etc.) bekommt mich ja ein JRPG mit SciFi Setting (oder wie hier zumindest mit Mech-Einschlag) sofort. :D
Aber gerade die von dir angesprochene Glaubwürdigkeit der Spielwelt und stark geschrieben Dialoge und das damit verbundene lieben lernen der Charaktere ist eine riesige Stärke vom Entwickler Falcom. Fällt mir gerade wieder auf, da ich mit Zero No Kiseki auch ein Spiel aus dem Trails-Kosmos Spiele. Das gefällt mir sogar persönlich noch besser als die Trails in the Sky Trilogie (und die war schon genial), aber dazu später mehr in meiner Challenge *schleichwerbung*. Der von dir angesprochene Harem Kram finde ich persönlich eine ganz schlimme Entwicklung im JRPG-Genre, aber damit kann man wohl als verhältnismäßig kleiner Entwickler (wie Falcom) noch ein bisschen mehr aus den Verkaufszahlen rausholen. Wenn es hilft als Studio zu überleben kann ich damit leben, aber schön finde ich die Entwicklung überhaupt nicht. :rolleyes:

Kael
18.02.2019, 16:39
Jetzt war ich mir bei Abyss nicht sicher dass es so zwischen dem alten und neuen Paradigma der Serie steht. Ich hatte da nie große Erwartungen weil man von vielerorts hört das Vesperia der beste Tales of Teil sein soll, zumindest im direkten Vergleich mit Tales of Smyphonia konnte ich diese Einschätzung nicht teilen. Dein Review macht mich doch etwas optimistischer gegenüber Abyss, da sich dein Eindruck zu Vesperia mit meinem deckt.
Ich erinner mich nur noch dunkel an Symphonia, aber Abyss ist eigentlich gar nicht so schlecht. Mich hat das damals zwar auch ziemlich in den Bann gerissen, aber gerade der Einstieg ins Spiel ist echt seltsam und regelrecht zäh. Falls du's spielen solltest, wirst vermutlich sehen, was ich meine, weil das Spiel erst später wirklich enorm Fahrt aufnimmt. Mit Berseria vergleichen könnte ich's nicht, weil berseria noch relativ aktuell und Abyss ein paar Jahre jetzt her ist, wenn du das stattdessen gespielt hast.


Da hat es Berseria einfacher, weil es seinen Fokus sehr klar macht und auch auf der Linie bleibt. Es zieht auch sehr klare Linien zwischen den einzelnen Gruppierungen. Für manche vielleicht wieder zu sehr, weil das Spiel in der Hauptstory eigentlich recht starr ist. Aber immer noch besser, sich ab und zu zu langweilen, wenn mal Leerlauf ist, als die ganze Zeit, weil alles nur ein großer Matsch ist, der keine Form annehmen will *g*

Ja gut, so kann man's natürlich auch zusammenfassen. :D

Cuzco
18.02.2019, 19:33
Ich bin überwältigt, wie viele meine Meinung über das Spiel teilen. Im Internet finde ich nur gute Kritiken, die das Spiel in den Himmel loben wie kein Zweites. Übrigens: Review ist jetzt endlich bebildert. ;)


Vesperia ist in einem Wort einfach langweilig. Die Story hat wenige Höhepunkte und zu viele Parteien, die alles eher verwaschen wirken lassen als Grautöne darstellen (was vermutlich die Intention war, mit den Gilden). Dass der "große Böse" ewig wechselt sollte auch für Komplexität sorgen, aber da hat das Team halt einfach in die Scheisse gegriffen. Ich schätze, die Geschichte war vielleicht zu ambitioniert für die Storywriter?

Da hat es Berseria einfacher, weil es seinen Fokus sehr klar macht und auch auf der Linie bleibt. Es zieht auch sehr klare Linien zwischen den einzelnen Gruppierungen. Für manche vielleicht wieder zu sehr, weil das Spiel in der Hauptstory eigentlich recht starr ist. Aber immer noch besser, sich ab und zu zu langweilen, wenn mal Leerlauf ist, als die ganze Zeit, weil alles nur ein großer Matsch ist, der keine Form annehmen will *g*
Absolut. Kann ich genau so unterschreiben. Du bringst es - finde ich - exakt auf den Punkt. Andere Spiele haben das beileibe besser gelöst. Irgendwie wirkt diese scheinbare Komplexität auch irgendwie aufgezwungen.


Bei KH3 hattest Du glaube ich erwähnt, dass das Dein erster Teil der Reihe wird. Das ist - unabhängig davon, was man an sich von Teil 3 hält - nicht die beste Entscheidung. Dafür baut das Game einfach viel zu sehr auf den Vorgängern auf. Wenn Du es trotzdem in Erwägung ziehst, dann solltest Du Dich nicht wundern, dass du von Anfang an nichts kapierst - und sich das bis zum Ende so durchzieht. Im ernst, das Spiel setzt eigentlich vorraus, dass man die Charaktere kennt (und mag). Obwohl das Spiel regelmäßige Information Dumps abliefert wird man ohne eine vage Kenntnis der Ereignisse immer noch planlos zurückgelassen, einfach, weil man in der Kürze der Zeit nicht greifen kann, was erzählt wird (KH ist ziemlich... naja, sagen wir mal, "esoterisch" )
Vielleicht lasse ich Kingdom Hearts auch weg. Ich warte sowieso auf eine Gelegenheit, das Spiel günstig zu bekommen. Last Remnant sah für mich so ein wenig nach Vagant Story/ Last Story (die ich beide sehr gemocht habe) aus, daher dachte ich, dass es im Stil auch mehr in Richtung traditionelles Mittelalter-Fantasy geht.


Ich habe ja schon seit längeren vor Tales of the Abyss für den 3DS mal irgendwann endlich zu spielen. (hoffentlich kann man das immer noch günstig bekommen)

Von den wenigen Eindrücken die ich von der Tales of Serie hatte, bin ich bislang zu dem Fazit gekommen dass man die älteren Teile den neueren vorziehen kann. Jetzt war ich mir bei Abyss nicht sicher dass es so zwischen dem alten und neuen Paradigma der Serie steht. Ich hatte da nie große Erwartungen weil man von vielerorts hört das Vesperia der beste Tales of Teil sein soll, zumindest im direkten Vergleich mit Tales of Smyphonia konnte ich diese Einschätzung nicht teilen. Dein Review macht mich doch etwas optimistischer gegenüber Abyss, da sich dein Eindruck zu Vesperia mit meinem deckt.
Interessant, dass so viele Leute mit mir übereinstimmen, was Vesperia betrifft. Insofern hoffe ich, dass du mit Abyss Deinen Spaß haben wirst. Ich finde, Abyss bewegt sich nahe am Meisterwerk. Sehr sehr nahe. Es hat zwar auch einen etwas zähen Einstieg und nicht die besten Dungeons, aber eine wesentlich straight-forwardene Story, hervorragende Charaktere und eine etwas glaubhaftere Spielwelt, die zwar nicht größer als bei Vesperia, dafür aber homogener ist. Leider scheint es das Spiel nicht im eShop zu geben. Aber bei Amazon ist es wohl noch zum normalen Neupreis von 40 Euro erhältlich.


Also gerade als Kind der 90er (Evangelion, Xenogears etc.) bekommt mich ja ein JRPG mit SciFi Setting (oder wie hier zumindest mit Mech-Einschlag) sofort.
Aber gerade die von dir angesprochene Glaubwürdigkeit der Spielwelt und stark geschrieben Dialoge und das damit verbundene lieben lernen der Charaktere ist eine riesige Stärke vom Entwickler Falcom. Fällt mir gerade wieder auf, da ich mit Zero No Kiseki auch ein Spiel aus dem Trails-Kosmos Spiele. Das gefällt mir sogar persönlich noch besser als die Trails in the Sky Trilogie (und die war schon genial), aber dazu später mehr in meiner Challenge *schleichwerbung*. Der von dir angesprochene Harem Kram finde ich persönlich eine ganz schlimme Entwicklung im JRPG-Genre, aber damit kann man wohl als verhältnismäßig kleiner Entwickler (wie Falcom) noch ein bisschen mehr aus den Verkaufszahlen rausholen. Wenn es hilft als Studio zu überleben kann ich damit leben, aber schön finde ich die Entwicklung überhaupt nicht.
Auf die Crossbell-Teile wäre ich auch neugierig. Leider werde ich nicht die Zeit haben, die Trails in the Sky-Spiele zu spielen, aber eventuell schaue ich mir die Storysequenzen mal an. Die Crossbellteile wären auf jeden Fall auch mal spannend. Ich finde halt die Spielwelt Zemuria einfach richtig gelungen und voll interessant. Ich habe heute schon mal die Screenshots in Deinem Thread bewundert. Sehen irgendwie putzig aus, aber das Spiel ist ja auch schon ein Weilchen älter als das eher realistisch anmutende Trails of Cold Steel.
Die Dialoge und Charaktere sind wirklich toll. Man merkt das erst gar nicht. Und doch fühlt man gerade bei den Reunions in CS2 richtig mit den Figuren mit. Man lernt sie wirklich kennen. Ich finde auch Sarah extrem klasse. Vor allem die Charakterbeschreibung im Spiel: "Attraktiv, zumindest bis sie den Mund aufmacht...". Es ist einfach herrlich. Das mit den Figuren, der Spielwelt und der Immersion macht Falcom wirklich hervorragend. Daher ist auch die Harem-Sache umso bitterer. Aber ok: Ich werde - sollte das Harem kommen - es einfach ignorieren. Ab er es ist schon so eine Facepalm-Sache.
Als Kind der 80er mag ich eher Low-Fantasy und etwas realistischere Szenarien. Und Mecha sind einfach nicht realistisch. Kein Mensch würde Riesen-Roboter-Ritter hinstellen und dann damit ganze Städte überfallen. Ich versuche es aber, einfach zu akzeptieren. Auch wenn mir die Sache mit Valmar und der alten Kultur aus der er stammt (womit wir schon fast wieder bei den Blastia wären) noch am wenigsten gefällt. Das ganze Drumherum mit den Hexen (Katze und ...) finde ich irgendwie aber cool. Is irgendwie eine Mischung aus Kikis Lieferservice, Bibi Blocksberg und Meine Mutter ist eine Hexe. Und das finde ich stark. :D
Übrigens super Review zu Vesperia. :A


Ich erinner mich nur noch dunkel an Symphonia, aber Abyss ist eigentlich gar nicht so schlecht. Mich hat das damals zwar auch ziemlich in den Bann gerissen, aber gerade der Einstieg ins Spiel ist echt seltsam und regelrecht zäh. Falls du's spielen solltest, wirst vermutlich sehen, was ich meine, weil das Spiel erst später wirklich enorm Fahrt aufnimmt. Mit Berseria vergleichen könnte ich's nicht, weil berseria noch relativ aktuell und Abyss ein paar Jahre jetzt her ist, wenn du das stattdessen gespielt hast.
Ich muss zugeben, dass ich jetzt auch kein großer Fan von Symphonia bin. Das fand ich insgesamt zwar noch ein Stück runder und die Story besser, aber von der Spielbarkeit her war es nicht so gelungen. Die Story zeigt relativ viele Parallelen zu Xillia 1.

Shieru
18.02.2019, 20:15
Ich glaub, das Problem ist einfach, dass es eines der ersten Tales-of-Teile war, die in den Westen gekommen sind, und deshalb maßlos overhypet war. Das ist BTW auch einer der Gründe, aus dem Tales of Symphonia so überbewertet ist, obwohl das Spiel in Wahrheit ein Stück vergammelter Brokkoli ist, wobei Vesperia 1000x besser als Symphonia ist.

Sylverthas
18.02.2019, 20:48
Ich glaub, das Problem ist einfach, dass es eines der ersten Tales-of-Teile war, die in den Westen gekommen sind, und deshalb maßlos overhypet war. Das ist BTW auch einer der Gründe, aus dem Tales of Symphonia so überbewertet ist, obwohl das Spiel in Wahrheit ein Stück vergammelter Brokkoli ist, wobei Vesperia 1000x besser als Symphonia ist.
Die Console Wars nicht zu vergessen. Man muss es doch den Playstation Spielern, die zu PSX/PS2 Zeiten im J-RPG Schlaraffenland gelebt haben, aufs Brot schmieren, dass der NGC / X360 Exclusives einer lang laufenden Reihe hat. Denn wir wissen ja: ein Spiel wird erst dann richtig gut, wenn andere es nicht haben können :p

Eigentlich müsste ich mir Symphonia heute noch mal geben. Damals mochte ichs sehr gerne und es hatte noch das oldschool Dungeon Design, bei dem man nicht einfach langweilige Höhlen voller Mobs durchquert sondern auch mal kleine Puzzles machen muss. Aber da mich fast alles an Dawn of the New World angekotzt hat, könnten meine guten Erinnerungen an Symphonia nur Nostalgie sein^^


edit:

Vielleicht lasse ich Kingdom Hearts auch weg. Ich warte sowieso auf eine Gelegenheit, das Spiel günstig zu bekommen. Last Remnant sah für mich so ein wenig nach Vagant Story/ Last Story (die ich beide sehr gemocht habe) aus, daher dachte ich, dass es im Stil auch mehr in Richtung traditionelles Mittelalter-Fantasy geht.
Sölf hatte glaube ich mal empfohlen, dass Du mit Teil 1 starten könntest. Finde das Spiel hat sich auch noch ganz gut gehalten, gibt auch bald(tm) nen Bericht von mir dazu (shameless plug - obwohl das Game ja eh schon fast jeder kennt *g*). Ist halt die Frage, wie viel Suspension of Disbelief Du mitbringen kannst. Aber wenn Du mit der Idee, dass da J-RPG Animu-Chars mit Disney Figuren zusammen rumeiern und Prinzessinen vor den bösen Herzlosen retten, irgendwas anfangen kannst... dann sollte das für Teil 1 zumindest reichen *g*

Ὀρφεύς
23.02.2019, 15:17
Abseits vom Gameplay hat The Last Remnant ein tragendes Problem und zwar den Protagonisten.
Habe das vor Jahren keine zwei Stunden ausgehalten.
Dieser naiv dümmliche Junge ist ab der ersten Minute eine Last.

Und was finden viele an Tales of Abyss so gut?
Story ist wie in den meisten Teilen völlig belanglos, man wird ab Stunde 13 wieder und immer wieder durch alle bereits bekannten Orte gejagt und der Cast ist eine einzige Katastrophe.
Luke, Natalia und allen voran Anise bereiten mir noch heute Alpträume.

Na ja, jeder wie er mag. :p

Meine Liste für Cuzco: Skies of Arcadia Legends, Dark Chronicle und Rouge Galaxy.
Den Rest kenne ich nicht oder ist *******.

Winyett Grayanus
23.02.2019, 17:04
Magst du überhaupt irgendwelche Ost-RPGs?:p

Kael
23.02.2019, 17:41
Und was finden viele an Tales of Abyss so gut?
Story ist wie in den meisten Teilen völlig belanglos, man wird ab Stunde 13 wieder und immer wieder durch alle bereits bekannten Orte gejagt und der Cast ist eine einzige Katastrophe.
Luke, Natalia und allen voran Anise bereiten mir noch heute Alpträume.

In Prinzip wegen Lukes Entwicklung und wie das Ganze drumherum aufgebaut ist. Einzig und alleine der Antagonist ist mir negativ in Erinnerung geblieben, aber auch nur deswegen, weil ich mir nicht mehr ganz sicher bin, was seine Aufgabe war. Ich hab nur noch eine dunkle Vorahnung. Der Vorteil von Abyss zu Berseria wäre für mich auch z.B. der Zeitpunkt, wo man merkt, dass aus dem hauptcharakter was brauchbares wird. Bei Berseria passiert das.... nunja, ziemlich spät, bei Abyss eben nicht. Ich würde aber nicht sagen, dass Abyss besser oder schlechter ist als Berseria z.B.. Haben mich beide ähnlich gepackt, waren beide insgesamt aber auch keine schlechten Spiele. :p

Auf der anderen Seite empfiehlst du dann sowas wie Dark Chronicle (oder Rogue Galaxy, was ich auch mal spielen wollte) - Ich meine, wer das für die Story spielt, ist selbst schuld und Dark Cloud (der Vorgänger!) war auch insgesamt ziemlich witzig, hatte aber auch definitiv seine Schwächen - und zwar nicht nur in Sachen Story. xD

Cuzco
26.02.2019, 20:22
Ich glaub, das Problem ist einfach, dass es eines der ersten Tales-of-Teile war, die in den Westen gekommen sind, und deshalb maßlos overhypet war. Das ist BTW auch einer der Gründe, aus dem Tales of Symphonia so überbewertet ist, obwohl das Spiel in Wahrheit ein Stück vergammelter Brokkoli ist, wobei Vesperia 1000x besser als Symphonia ist.
Ich weiß nicht. Ich finde Symphonia jetzt eigentlich besser - weil die Geschichte klarer erzählt wird. Das Spiel mag als angeblich bestes Gamecube-RPG überbewertet sein, aber schlecht ist es nicht. Damals gab es noch ansprechende Rätsel in den Dungeons und einen wirklichen Konflikt in der Story. Vesperia ist - wie bereits häufig angesprochen - einfach in allen Belangen "verwässert". Es kommt nicht richtig in Fahrt. Da hilft auch ein wirklich gut geschriebener Protagonist nicht mehr viel.


Aber da mich fast alles an Dawn of the New World angekotzt hat, könnten meine guten Erinnerungen an Symphonia nur Nostalgie sein^^
Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass es vor allem von den Dialogen her total kindisch war. Obwohl ich die Idee eigentlich gut finde, einen traumatisierten Jungen, der paktiert, als Hauptfigur zu wählen. Aber gerade die wirklich starken Charaktere von Tales of Symphonia waren alle plötzlich so farblos. Dazu kommt, dass der Schwierigkeitsgrad dieses Tales sich in Sphären bewegt hat, die für mich nicht mehr zu schaffen waren, weshalb ich damals den Rest auf YouTube angekuckt habe. Und auch etwas enttäuscht war: Auch von Lloyd, der meiner Meinung nach ein wirklich glaubwürdiger Protagonist im ersten Teil war, der vollkommen zu unrecht als Dummkopf verspottet wurde. Lloyd war - glaube ich - einer der schlauesten JRPG-.Charaktere, nur in gewissen Dingen etwas "faul". Der Lloyd in Dawn of the New World war dann zusätzlich noch zu analytisch, zu arrogant und auch einen Ticken zu launisch. Und sein Synchronsprecher war eine Katastrophe. Aber ich schweife ab... Ich finde allerdings Symphonia Eins im Gesamten auch overhypet. Maßlos. Ich finde es nur im Zusammenhang gelungener als Vesperia, weil die Geschichte, die es erzählt, "besser" ist. Nicht schöner, aber "besser".


Sölf hatte glaube ich mal empfohlen, dass Du mit Teil 1 starten könntest. Finde das Spiel hat sich auch noch ganz gut gehalten, gibt auch bald(tm) nen Bericht von mir dazu (shameless plug - obwohl das Game ja eh schon fast jeder kennt *g*). Ist halt die Frage, wie viel Suspension of Disbelief Du mitbringen kannst. Aber wenn Du mit der Idee, dass da J-RPG Animu-Chars mit Disney Figuren zusammen rumeiern und Prinzessinen vor den bösen Herzlosen retten, irgendwas anfangen kannst... dann sollte das für Teil 1 zumindest reichen *g*
Hm! Ich schau mal, ob ich Teil 1 noch irgend unterbringe. Wenn er mir dann nicht gefällt, werfe ich Teil 3 aus der Liste. Mich hätte der Teil nur interessiert, weil er zur Zeit DAS Spiel im JRPG-Sektor ist, was auch die breite Masse erreicht.


Abseits vom Gameplay hat The Last Remnant ein tragendes Problem und zwar den Protagonisten.
Habe das vor Jahren keine zwei Stunden ausgehalten.
Dieser naiv dümmliche Junge ist ab der ersten Minute eine Last.


Na ja, jeder wie er mag. [/QUOTE]

Oh ich befürchte, dass Last Remnant doch ganz anders ist, als ich es mir vorstelle. Ich dachte, es tendiert so in die Richtung Vagant Story. Das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.


Meine Liste für Cuzco: Skies of Arcadia Legends, Dark Chronicle und Rouge Galaxy.
Den Rest kenne ich nicht oder ist *******.
Auf Skies of Arcadia Legends hätte ich wirklich richtig Lust. Ich muss mal die Wii meiner Schwester in die Finger bekommen, die kann noch Gamecube-Discs abspielen. Dann brauche ich wohl noch eine Memory Card. Das Spiel habe ich noch (mal auf einem Flohmarkt gebraucht gekauft, ist ja kaum mehr erhältlich).

Dark Chronicle und Rogue Galaxy reizen mich grade weniger, wobei ich das Setting von Rogue Galaxy wunderschön finde und den Anfang habe ich damals schon angezockt. Ein Kumpel hat aber gemeint, das Spiel wäre insgesamt sehr actionreich. Momentan habe ich kaum die Zeit, ein Spiel auf einer stationären Konsole zu spielen. Und die VITA-/PS4-Streaming-Lösung über WLAN im Zug funktioniert leider auch nicht, weil die PS4 mehr Strom benötigt, als die Steckdose im ICE liefern kann.


Und was finden viele an Tales of Abyss so gut?
Story ist wie in den meisten Teilen völlig belanglos, man wird ab Stunde 13 wieder und immer wieder durch alle bereits bekannten Orte gejagt und der Cast ist eine einzige Katastrophe.
Luke, Natalia und allen voran Anise bereiten mir noch heute Alpträume.
Also Anise ist ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig. Aber abgesehen davon finde ich Tales of the Abyss richtig richtig gut. Die Story war konkret genug, um durchgehend nachvollziehbar zu unterhalten und das Schöne: Es ändern sich ständig die Umstände und zwar auch aufgrund der Handlungen der Helden. Das heißt, die Figuren gestalten die Handlung selbst und werden nicht nur in ein Gewirr äußerer Umstände geworfen, so wie es beispielsweise in Vesperia der Fall war. Ich glaube Karl beschreibt es ganz gut:


In Prinzip wegen Lukes Entwicklung und wie das Ganze drumherum aufgebaut ist. Einzig und alleine der Antagonist ist mir negativ in Erinnerung geblieben, aber auch nur deswegen, weil ich mir nicht mehr ganz sicher bin, was seine Aufgabe war. Ich hab nur noch eine dunkle Vorahnung. Der Vorteil von Abyss zu Berseria wäre für mich auch z.B. der Zeitpunkt, wo man merkt, dass aus dem hauptcharakter was brauchbares wird. Bei Berseria passiert das.... nunja, ziemlich spät, bei Abyss eben nicht. Ich würde aber nicht sagen, dass Abyss besser oder schlechter ist als Berseria z.B.. Haben mich beide ähnlich gepackt, waren beide insgesamt aber auch keine schlechten Spiele.

Dito. Ich mochte Abyss aufgrund einer etwas wendungsreicheren Handlung und aufgrund des Colonels (:bogart:) noch etwas lieber.


Wegen den Heldengruppen:
Ich finde, dass sich kein Tales-Spiel mit Ruhm bekleckert, was die Figuren betrifft. Alle Tales-Spiele teilen sich sehr starke Figuren mit teilweise kindischen oder komischen Figuren. Berseria ist da keine Ausnahme (Magilou), aber vielleicht einen Ticken erwachsener. So schlimm wie in Star Ocean ist es jedenfalls meistens nicht, außer wenn man die Dialoge zwischen Marta und Emil aus Dawn of the New World nimmt... Einen wirklich guten Cast hat Dragon Quest XI wie ich finde. Selbst Kindercharaktere wie Veronika sind eher erwachsen und Figuren wie Sylvando (*best girl*) an sich ganz erfrischend und definitiv glaubwürdig. Ich finde die ausgeflippte Art an sich ganz ok, denn er ist nur leicht überzeichnet. Da kann man auch den formelhaften Spielaufbau verzeihen, der sich in der ersten Hälfte meistens (ab Onzen) durch das Spiel zieht. Nur die Musik zieht das Spielgefühl gewaltig herunter. Und ab der zweiten Hälfte nervt mich die plötzlich sehr klischeehafte Anime-Art von Jade (nach dem Kasino). Aber das konnten sich japanische Spiele noch nie verkneifen.

Selbst mein absolutes Lieblingsspiel, Final Fantasy IX schlägt einige weirde Wege ein. Dass Eiko auf Zidane abfährt ist aber irgendwie noch charmant, da es damals noch ein eher neues Element war. Und Quina verbuche ich jetzt mal unter "Ausblenden ist möglich". Ansonsten ist der Cast von FF IX aber so stark, lebensecht und glaubwürdig präsentiert, dass dieses Spiel nach wie vor als Maßstab auch für die Figurenzeichnung von JRPGs herhält. Allerdings zeigten sich die Heldengruppe in (fast) jedem FF als ziemlich gelungen. Vaan und Penelo hatten wohl eher das Problem mit der "Limited Screentime" und die Bromance-Gruppe aus FF XV fand ich auch richtig gelungen. Ich mochte auch Noctis richtig gerne, weil er seine Charakterisierung einfach gut geschrieben war und er keine Stereotype war. Er hat sowohl liebenswerte Züge, Marotten, Ideale... Nur FF VIII und XIII waren jetzt nicht so geil von der Heldengruppe her. XIII fand ich sogar richtig furchtbar.

Ὀρφεύς
26.02.2019, 21:49
@Winyett Grayanus

Natürlich.:p

@Kael

Dark Chronicle & Rogue Galaxy sind pure Nostalgie.
Was ich Rogue Galaxy hoch anrechne ist zum einen das Weltraum-Setting, wo mir innerhalb der JRPGs gerade nur Xenosaga einfällt (Star Ocean zähle ich nur bedingt mit) und die außerirdischen Gruppenmitglieder.
Auf mich wirkten die damals - trotz Klischees - glaubwürdig genug und sind die in etwa so schön bunt, wie die aus Final Fantasy IX.
Doch wie schon erwähnt, ist lange her.

@Cuzco

Dann verabschiede dich schnell von der Vagant Story-Vorstellung.
Weiter können beide RPGs nicht voneinander entfernt sein.
Außerdem ist Baten Kaitos Origins das beste Gamecube-RPG.:bogart:

Wegen der Tales-Reihe:
Die kann halt anstrengend sein.
Symphonia habe ich damals verschlungen und würde das heute nicht mehr anpacken wollen.
Versperia, Berseria und Abyss haben wir bereits erwähnt.
Womit ich ja in jüngster Vergangenheit solide mit unterhalten wurde, war Xilia.
Irgendwie konnte ich das damals gemütlich zocken.
Nichts davon war besonders, noch hat es mich sonderlich genervt.
Xilia 2 war da schon anstrengender und über Zestiria & Graces schweige ich lieber.
Die restlichen Teile wären vielleicht mal ein Blick wert?
Und nach Berseria bin ich neugierig, was als nächstes kommen mag?

Sylverthas
27.02.2019, 13:01
Dazu kommt, dass der Schwierigkeitsgrad dieses Tales sich in Sphären bewegt hat, die für mich nicht mehr zu schaffen waren, weshalb ich damals den Rest auf YouTube angekuckt habe.
Gut, das hat die Pokemon-Formel hier wohl an sich. Wenn man keinen Bock hat, sich mit den Monster zu beschäftigen, wird das Game ne Ecke schwerer. Wobei ich zugegebenermaßen auch nicht so~ oft gewechselt habe, weil... naja, ich das Pokemon-Prinzip nicht mag *g*
Ehrlich gesagt kam bei Symphonia 2 so viel zusammen, was sich ergänzt hat und es für mich zu einem der schlechteren Teile macht. Die Dialoge zwischen Marta und Emil konnte ich ja noch mit nem Augenzwinkern als "so bad it's good" hinnehmen :D


Obwohl ich die Idee eigentlich gut finde, einen traumatisierten Jungen, der paktiert, als Hauptfigur zu wählen.
Ehrlich gesagt ist der nicht mal innerhalb der Reihe so besonders. Würde die Tales-Mainchars grob in drei Kategorien packen: generisch (z.B. Eternia, Symphonia, Graces), badass (Vesperia, Berseria) und Shinji (Symphonia 2, Abyss, Innocence). Wohlgemerkt von den Teilen, die ich gespielt habe. Abyss kann man sich streiten, weil Luke am Anfang ne andere Persönlichkeit hat, passt aber sonst IMO gut.

Zu Last Remnant: Ja, der Mainchar ist ein ziemlicher Trottel. Das Spiel ist aber sowieso eher gameplaylastig, so dass man darüber wohl hinwegsehen kann. Und das Gameplay spaltet die Gemüter. Muss man einfach mal ausprobieren. Ob einem die Grundidee gefällt wird man wohl schnell merken, aber wie gesagt - da ticken doch einige Subsysteme im Hintergrund und selbst das Leveln bzw. Erlernen neuer Fähigkeiten ist nicht straight forward. Also was ich so lese glaube ich nicht, dass es was für Dich ist, Cuzco. Aber man weiß ja nie.

Frage mich, wie gut Skies of Arcadia gealtert ist. Fand bei der NGC Version die Encounter-Rate viel zu hoch, was absolut im Widerspruch zu dem Erkundungsaspekt steht, den das Spiel eigentlich fördern will. Und in der Version wurde sie ja sogar schon reduziert! Noch schlimmer, weil die Kämpfe auch alle langsam sind. Hatte immer das Gefühl, dass man hier von der Prämisse (Sky Pirates und Luftschiffe) geblendet werden soll, weil es sonst erstaunlich generisch ist.

~Jack~
27.02.2019, 14:57
Frage mich, wie gut Skies of Arcadia gealtert ist. Fand bei der NGC Version die Encounter-Rate viel zu hoch, was absolut im Widerspruch zu dem Erkundungsaspekt steht, den das Spiel eigentlich fördern will. Und in der Version wurde sie ja sogar schon reduziert! Noch schlimmer, weil die Kämpfe auch alle langsam sind. Hatte immer das Gefühl, dass man hier von der Prämisse (Sky Pirates und Luftschiffe) geblendet werden soll, weil es sonst erstaunlich generisch ist.
Es ist zumindest kein JRPG das ich nochmal spielen würde, zumal ich das ja erst vor zwei Jahren das erste Mal getan habe. Mag zwar teilweise ganz unterhaltsam sein und die Story wird auch gut präsentiert, aber es ist halt nur eine generische Sammelquest mit größtenteils nicht ernst zu nehmenden Antagonisten die sehr klischeehafte Ziele haben. Da kann auch das interessante Settings nicht viel rausreißen. Die Kämpfe haben mich dank Emulation aber zumindest nicht so sehr gestört :D Sie werden später aber viel zu einfach, weswegen ich eigentlich nur so lange Probleme hatte, wie es keine ordentliche Möglichkeit gab Charaktere wiederzubeleben. Anfangs funktioniert die Wiederbelebung ja nur mit einer geringen Chance, was einfach mal Bullshit war :-O

Cuzco
27.02.2019, 18:43
Dann verabschiede dich schnell von der Vagant Story-Vorstellung.
Weiter können beide RPGs nicht voneinander entfernt sein.
Außerdem ist Baten Kaitos Origins das beste Gamecube-RPG.:bogart:

Stimmt, Baten Kaitos war da ja noch. Habe ich aber leider nie gespielt. ^.^


Wegen der Tales-Reihe:
Die kann halt anstrengend sein.
Symphonia habe ich damals verschlungen und würde das heute nicht mehr anpacken wollen.
Versperia, Berseria und Abyss haben wir bereits erwähnt.
Womit ich ja in jüngster Vergangenheit solide mit unterhalten wurde, war Xilia.
Irgendwie konnte ich das damals gemütlich zocken.
Nichts davon war besonders, noch hat es mich sonderlich genervt.
Xilia 2 war da schon anstrengender und über Zestiria & Graces schweige ich lieber.
Die restlichen Teile wären vielleicht mal ein Blick wert?
Und nach Berseria bin ich neugierig, was als nächstes kommen mag?

Xillia ist wirklich ein solider Titel. Und definitiv kein schlechtes Spiel. Hat mir auch recht Spaß gemacht. War in allen Belangen halt normal gut. Die Geschichte war ähnlich wie in Symphonia, nur ein wenig einfacher und direkter und ohne zuviel Pseudotiefgründigkeit. Teil 2 hat mich dann aber mit der ganzen Dimensions- und Hin- und Her-Komplexität und der sehr stark nervig-japanisch-lauten Dialogrichtung eher genervt, denn unterhalten und daher habe ich es auch nicht zu Ende gebracht. Fühlte sich ganz anders an als Teil 1.

Zestiria mochte ich persönlich. Es war sehr in sich gekehrt und kommt spät in Fahrt, aber die Over-All-Handlung, die Düsternis der Welt und das melodramatische Ende fand ich stimmungsvoll, auch wenn Zestiria sich den Titel "Spiel ohne Wendungen" gefallen lassen muss. Und so weit ich weiß, haben da auch einige Kinder genervt.

Graces muss auch noch gespielt werden. Das kam mit Symphonia 1 und 2 quasi im Paket. Vorher kann ich mich nur noch zu Hearts R etwas äußern, das ich gestern vor dem Einschlafen zur Hand genommen habe, da ich mich für Sen no Kiseki 2 zu müde fühlte. Es wird nicht besser. Bisher ist die Spielwelt absolut generisch und die Geschichte mit den Soma und Spiria unterbietet sogar die Blastia. Und ist nach knapp drei Stunden das absolut top uninteressanteste und langweiligste Spiel der ganzen Reihe - gefühlt. Kann sich aber vielleicht noch steigern! Aber es gibt... Zufallskämpfe. In einem Tales! Igitt!

Berseria und Abyss waren für mich zwei sehr gute Spiele. Abyss an der Grenze zum Meisterwerk und Berseria auf jeden Fall sehr gut. Da Abyss auch noch mein erstes Tales war und ich zum Zeitpunkt des Durchspielens noch nicht wusste, dass es so eine große Reihe ist, hatte ich das Gefühl, ein Ausnahmespiel in Händen zu halten. Derweil handelt es sich ja um einen Ableger von Namco Bandais persönlicher Final Fantasy-Serie. Ähnlich wie bei FF sind die total verschiedenen Spiele ja vergleichbar, auch weil man im Gegensatz zu Square Enix noch keinen wirklichen Stilbruch (MMORPG) vorfindet, obwohl es auch einige der Spin-Offs etwas darauf anlegen, wie...


Gut, das hat die Pokemon-Formel hier wohl an sich. Wenn man keinen Bock hat, sich mit den Monster zu beschäftigen, wird das Game ne Ecke schwerer. Wobei ich zugegebenermaßen auch nicht so~ oft gewechselt habe, weil... naja, ich das Pokemon-Prinzip nicht mag *g*
Ehrlich gesagt kam bei Symphonia 2 so viel zusammen, was sich ergänzt hat und es für mich zu einem der schlechteren Teile macht. Die Dialoge zwischen Marta und Emil konnte ich ja noch mit nem Augenzwinkern als "so bad it's good" hinnehmen :D
Kann sein, dass ich mich mit den Monstern zu wenig beschäftigt habe. Leider haben die ja meistens überlebt... im Gegensatz zu Marta und Emil... und dann heißt es "Game Over". :hehe:


Ehrlich gesagt ist der nicht mal innerhalb der Reihe so besonders. Würde die Tales-Mainchars grob in drei Kategorien packen: generisch (z.B. Eternia, Symphonia, Graces), badass (Vesperia, Berseria) und Shinji (Symphonia 2, Abyss, Innocence). Wohlgemerkt von den Teilen, die ich gespielt habe. Abyss kann man sich streiten, weil Luke am Anfang ne andere Persönlichkeit hat, passt aber sonst IMO gut.
Ich fand nur die Tatsache cool, mal eine traumatische und bipolare Persönlichkeit einzubauen. Aber Du hast recht, dass er wesentlich interessanter geschrieben hätte werden können.
Wegen der Einteilung: Eternia und Graces habe ich leider nicht gespielt, aber mit generisch meinst Du wahrscheinlich Shounen-Standard, oder? Da würde Lloyd schon hineinpassen, wobei ich ihn sehr gerne mochte und seine Person schon komplex, liebenswert und glaubwürdig ist. Wobei sich das ja nicht ausschließt. Ich würde da noch Kor Meteor (Hearts) ergänzen - ein generischer Anime-Kasper. Bei Badass würde ich Dir zustimmen, bei Shinji meinst Du wahrscheinlich Shinji Ikari, wo ich Dir auch zustimmen kann.


Zu Last Remnant: Ja, der Mainchar ist ein ziemlicher Trottel. Das Spiel ist aber sowieso eher gameplaylastig, so dass man darüber wohl hinwegsehen kann. Und das Gameplay spaltet die Gemüter. Muss man einfach mal ausprobieren. Ob einem die Grundidee gefällt wird man wohl schnell merken, aber wie gesagt - da ticken doch einige Subsysteme im Hintergrund und selbst das Leveln bzw. Erlernen neuer Fähigkeiten ist nicht straight forward. Also was ich so lese glaube ich nicht, dass es was für Dich ist, Cuzco. Aber man weiß ja nie.
Ich werde auf jeden Fall mal vorsichtig sein. Ich habe ja eine ziemlich lange Ersatzbank.


Frage mich, wie gut Skies of Arcadia gealtert ist. Fand bei der NGC Version die Encounter-Rate viel zu hoch, was absolut im Widerspruch zu dem Erkundungsaspekt steht, den das Spiel eigentlich fördern will. Und in der Version wurde sie ja sogar schon reduziert! Noch schlimmer, weil die Kämpfe auch alle langsam sind. Hatte immer das Gefühl, dass man hier von der Prämisse (Sky Pirates und Luftschiffe) geblendet werden soll, weil es sonst erstaunlich generisch ist.
Diese Random-Encounter-Sache ist eine typische 90er-Sache, an denen relativ lange noch viele festgehalten haben. Ich habe Skies of Arcadia vor sehr langer Zeit mal angespielt. Insgesamt finde ich das Setting, die Charaktere und die Handlung recht geil. Ein Spiel, auf das ich jetzt auf jeden Fall Lust bekommen habe. Bitte bringt es für die Switch!!! 8-)


Es ist zumindest kein JRPG das ich nochmal spielen würde, zumal ich das ja erst vor zwei Jahren das erste Mal getan habe. Mag zwar teilweise ganz unterhaltsam sein und die Story wird auch gut präsentiert, aber es ist halt nur eine generische Sammelquest mit größtenteils nicht ernst zu nehmenden Antagonisten die sehr klischeehafte Ziele haben. Da kann auch das interessante Settings nicht viel rausreißen. Die Kämpfe haben mich dank Emulation aber zumindest nicht so sehr gestört Sie werden später aber viel zu einfach, weswegen ich eigentlich nur so lange Probleme hatte, wie es keine ordentliche Möglichkeit gab Charaktere wiederzubeleben. Anfangs funktioniert die Wiederbelebung ja nur mit einer geringen Chance, was einfach mal Bullshit war :O
Das hört sich sehr grindlastig an. Dann würde ich es wirklich lieber auf einer mobilen Plattform spielen...

Cuzco
27.05.2019, 18:59
Ich hole den mal nach vorne. Sonst find' ich den das nächste Mal nicht mehr oder nehme versehentlich wieder den alten.

Ich komme momentan halt leider überhaupt nicht zum Spielen. Die Challenge wird auch dieses Jahr nicht geschafft, ich bin froh, wenn ich vier Spiele schaffe. Mit Cold Steel 2 werde ich aber wahrscheinlich noch in der ersten Jahreshälfte fertig. Das Spiel dauert auch schon wieder über 60 Stunden... :(