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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nayuta no RPG: Trails of 2019 [06/16] Beendet: TLoH: Trails in the Sky SC (PSP)]



Nayuta
10.12.2018, 17:14
Hier gehts zur ♪ Encore ♫ Spieleliste



Nayuta no RPG: Trails of 2019
~ To boldly go where no man has gone before! ~

https://up.picr.de/35592130yv.png




Challenge Stand:
06 / 16





Willkommen zu meiner JRPG Challenge 2019! :)

Während ich mich letztes Jahr hauptsächlich darauf konzentriert habe, Altlasten in Form von zuvor abgebrochenen Spielen abzubauen, möchte ich dieses Jahr neue Wege gehen und Serien ausprobieren, die ich bisher noch nicht angerührt habe. Disclaimer: das können aber auch Sub-Serien sein bei denen mir andere Ausläufer oder die Hauptserien bereits bekannt sind. Allerdings nehme ich mir das Recht heraus eine Serie, sollten mir die Vorgänger nicht zugesagt haben, komplett aus der Challenge zu streichen und durch eine andere zu ersetzen.
Da dieses Jahr seit langer Zeit mal wieder keine aktuellen RPGs erscheinen die mich dringend interessieren, hebe ich die Anzahl der Titel für die Erfüllung der Challenge leicht an. Ich setze mir die Grenze aber nicht zu hoch, da ich noch etwas Luft für spontane Titel freihalten möchte die ich wieder als Encore einschiebe. Dieses Mal wird das wohl aber etwas unregelmäßiger ablaufen, da sich unter den Challenge-Titeln einige massive Brocken befinden die ordentlich Zeit verschlingen werden (die klügsten Mathematiker unserer Zeit haben nach jahrelanger Forschungsarbeit die Formel "Spielzeit von Winyett Grayanus * 4" erarbeitet^^).


Prolog
Den Auftakt machen vier Spiele die ich mir bereits 2018 zugelegt habe, allerdings noch nicht angehen konnte und wohl auch keine Zeit mehr dazu finden werde. Bei .hack//G.U. geht es dabei aber nur um das neu hinzugekommene, vierte Kapitel. Einen Sonderfall stellt Ni No Kuni 2 dar, bei dem es rein um die Erweiterungen und nicht mehr um das Hauptspiel geht. Allerdings warte ich hier zuerst einmal ab bis irgendwann im Laufe des Jahres die letzte Erweiterung veröffentlicht wird bevor ich alle am Stück angehe.


Hauptchallenge
Über The Legend of Heroes hört man immer nur Gutes, darum muss ich endlich auch auf den Zug aufspringen. Da ich ein großer Fan der Xenosaga bin und mir Xenogears in der letztjährigen Challenge ebenfalls sehr gefallen hat, steige ich nun in die Xenoblade Chronicles-Serie ein um zu sehen, ob diese qualitativ mithalfen kann. Persona mag vielleicht etwas geschummelt sein, da ich bereits die Teile 3 bis 5 durchgespielt habe, aber da deren Vorgänger in ihrer Aufmachung doch etwas anders sein sollen drücke ich hier ein Auge zu. ;) Und als letztes gesellt sich die Devil Summoner-Serie hinzu. Diese ist für mich eine komplette Wildcard. Außer einer kurzen Anspielsession weiß ich nicht wirklich was konkret auf mich zukommt und lasse mich daher einfach mal überraschen. :)



Die Regeln

Playstation 1 und ältere Spiele werde ich auf Emulatoren zocken, den Rest auf originaler Hardware.
Savestates beißen nicht, daher werde ich regen Gebrauch davon machen.
Dafür werde ich die Titel aber komplett in Originalgeschwindigkeit spielen (von kürzeren Ladezeiten aufgrund der Emulation mal abgesehen).
Die Spiele sollten im Geiste verwandt mit JRPGs sein, das schließt Spiele anderer Regionen aber nicht aus.
Bei zuvor abgebrochenen Spielen werden die originalen Spielstände nicht direkt verwendet. Stattdessen wird neu angefangen und wenn die gleiche Stelle erreicht wurde eventuell auf den originalen Spielstand gewechselt.
Bei einem Add-On wird der originale Spielstand fortgeführt.
Pokemon- und Kingdom Hearts-freie Zone! :p


Meilensteine

Zwischenfazit [TODO]
Abschlussfazit [TODO]




Spieleliste

Mobile: ←L/R→ wischen für mehr Details


#
Pic
Titel
System
Typ
Status
Wertung /
Einschätzung


01
https://up.picr.de/34546981oe.png
Cosmic Star Heroine
http://up.picr.de/31412163yg.png
PS4
Basisspiel

★★☆☆☆
(2/5)


02
https://up.picr.de/34546987xt.png
Brave Battle Saga: Legend of the Magic Warrior
https://up.picr.de/34546941dt.png
SMD
Basisspiel

★☆☆☆☆
(1/5)


03
https://up.picr.de/34546991op.png
.hack//G.U. Last Recode
Vol. 4//Reconnection
http://up.picr.de/31412163yg.png
PS4
Erweiterung

★★★★☆
(4/5)


04
https://up.picr.de/34547044vs.png
Devil Summoner: Raidou Kuzunoha vs. The Soulless Army
https://up.picr.de/31412161ds.png
PS2
Basisspiel

★★★☆☆
(3/5)


05
https://up.picr.de/34547007ax.png
The Legend of Heroes: Trails in the Sky
https://up.picr.de/31412164zw.png
PSP
Basisspiel

★★★☆☆
(3/5)


06
https://up.picr.de/34547008wi.png
The Legend of Heroes: Trails in the Sky SC
https://up.picr.de/31412164zw.png
PSP
Basisspiel

★★★★☆
(4/5)



https://up.picr.de/32698693qm.png
Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs
Add-Ons
http://up.picr.de/31412163yg.png
PS4
Erweiterung

Nett



https://up.picr.de/34547009hy.png
The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel
https://up.picr.de/31412162um.png
PS3
Basisspiel

Sehr gut



https://up.picr.de/34547010px.png
The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 2
https://up.picr.de/31412162um.png
PS3
Basisspiel

Sehr gut



https://up.picr.de/34547011ei.png
Xenoblade Chronicles
https://up.picr.de/34546922mn.png
Wii
Basisspiel

Sehr gut



https://up.picr.de/34547012vz.png
Xenoblade Chronicles 2
https://up.picr.de/33267685ps.png
NS
BasisspielErweiterung

Sehr gut



https://up.picr.de/34547013pd.png
Xenoblade Chronicles X
https://up.picr.de/34546926nd.png
Wii U
Basisspiel

Gut



https://up.picr.de/34547039hc.png
Persona
https://up.picr.de/31412164zw.png
PSP
Basisspiel

Gut



https://up.picr.de/34547041wm.png
Persona 2: Innocent Sin
https://up.picr.de/31412164zw.png
PSP
Basisspiel

Gut



https://up.picr.de/34547042tc.png
Persona 2: Eternal Punishment
https://up.picr.de/31412160wd.png
PS1
Basisspiel

Gut



https://up.picr.de/34547045yb.png
Devil Summoner 2: Raidou Kuzunoha vs. King Abaddon
https://up.picr.de/31412161ds.png
PS2
Basisspiel

Gut




Ersatzbank

Alternative Serien mit denen ich die Liste bei Bedarf erweitern oder ersetzen kann.

Bravely
Dark Cloud
Golden Sun
Legaia
Magna Carta
Nier
South Park
Valkyrie Profile
White Knight Chronicles
Xanadu
Zwei!!





✓ : Beendet

► : Aktiv

▐▐ : Pausiert

■ : Noch nicht begonnen

✖: Abgebrochen


★★★★★ (5/5) "Ausgezeichnet!": Super, hat mich völlig in seinen Bann gezogen
★★★★☆ (4/5) "Äußerst positiv": Sehr gut mit einigen kleinen Macken
★★★☆☆ (3/5) "Positiv": Gut aber konnte mich nicht völlig überzeugen
★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv": Nett aber sticht in keinem Bereich wirklich hervor
★☆☆☆☆ (1/5) "Verhalten": OK aber es gibt doch einige Dinge die mich gestört haben
☆☆☆☆☆ (0/5) "Langweilig bis schlecht": Hat mir nicht wirklich zugesagt, eine weitere Unterscheidung hätte für mich keinen Mehrwert



https://starvingartist.deviantart.com/art/Antiseptic-Videogame-Systems-23217105
https://jaffacakelover.deviantart.com/art/Pixel-Gaming-Machine-Icons-413704203





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Nayuta
10.12.2018, 17:15
Nayuta no RPG: Trails of 2019
♪ Encore ♫

https://up.picr.de/31557349vk.png


https://up.picr.de/33742645ue.jpg (https://up.picr.de/33742647kx.jpg)



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LittleChoco
11.12.2018, 11:34
Sehe gerade den zweiten Titel und lache erst mal laut los, denn 1x darfst du raten, was ich gestern angefangen habe. :hehe: Da ich partout keine Lösung im Netz gefunden habe, wird das mal wieder ein Spiel, durch das ich mich allein durchwurschteln muss. Schockschwerenot!
Ich freu mich jedenfalls jetzt schon auf einen Gedankenaustausch. ;)

Nayuta
11.12.2018, 15:40
Wie heißt es so schön, zwei Dumme, ein Gedanke.^^ Ich zähle auf deine Expertise falls ich mal nicht weiterkommen sollte. ;):A

Nayuta
01.01.2019, 05:00
Wie letztes Jahr bereits angedroht folgt nun die Bekanntgabe der nominierten Titel für meine JRPG Challenge 2019.

Über The Legend of Heroes hört man immer nur Gutes, darum muss ich endlich auch auf den Zug aufspringen. Da ich ein großer Fan der Xenosaga bin und mir Xenogears in der letztjährigen Challenge ebenfalls sehr gefallen hat, steige ich nun in die Xenoblade Chronicles-Serie ein um zu sehen, ob diese qualitativ mithalfen kann. Persona mag vielleicht etwas geschummelt sein, da ich bereits die Teile 3 bis 5 durchgespielt habe, aber da deren Vorgänger in ihrer Aufmachung doch etwas anders sein sollen drücke ich hier ein Auge zu. ;) Und als letztes gesellt sich die Devil Summoner-Serie hinzu. Diese ist für mich eine komplette Wildcard. Außer einer kurzen Anspielsession weiß ich nicht wirklich was konkret auf mich zukommt und lasse mich daher einfach mal überraschen. :)

Winyett Grayanus
01.01.2019, 16:52
Hui, du bist mutig, dass du dir die alten Persona-Spiele antun willst. Ich bin mal gespannt, was du dazu zu berichten hast.

Nayuta
01.01.2019, 17:27
Mutig würde ich eher die Shin Megami Tensei Hauptserie nennen, da konnte ich bisher mit keinem Teil etwas anfangen. Bei Persona, mal sehen, ich erwarte nicht die Qualität von Teil 3 aufwärts. Denke mal der erste wird "am schlimmsten".^^

Ὀρφεύς
02.01.2019, 16:19
Bei Persona 2 würde ich mich vielleicht sogar anschließen.
Erhoffe mir nämlich nicht die Qualität von Persona 5.-_-'

Ansonsten hast du halt viele Reihen in deiner Liste.
Viel hochwertiges Zeugs mit bei wie eben Devil Summoner und Xenoblade (abgesehen von Teil 2).

Narcissu
03.01.2019, 12:25
Mutig würde ich eher die Shin Megami Tensei Hauptserie nennen, da konnte ich bisher mit keinem Teil etwas anfangen. Bei Persona, mal sehen, ich erwarte nicht die Qualität von Teil 3 aufwärts. Denke mal der erste wird "am schlimmsten".^^

Tatsächlich sind die älteren Persona-Spiele gar nicht so weit von der Hauptserie entfernt. Ich habe fünf Stunden Persona 1 für PSP gespielt und bei dem Remake wurde leider sehr versäumt, die Spielsysteme zu modernisieren. Besonders die Kämpfe sind leider nicht sehr spaßig. Allerdings ist es auch kein Spiel, das heute unspielbar wäre. Wünsche dir jedenfalls viel Erfolg mit dem Spielen. Persona 2 soll in einigen Punkten schon richtig gut sein, vom Gameplay leider weniger. Bin schon gespannt auf Berichte.

Nayuta
13.01.2019, 11:23
Cosmic Star Heroine
~ Ersteindruck ~

https://up.picr.de/34547001bj.png


Nach einer kleinen Pause fange ich nun endlich mit der diesjährigen Challenge an. Wie bereits erwähnt möchte ich zuerst die Spiele die ich letztes Jahr gekauft aber noch nicht gespielt habe angehen. Eröffnet wird das Ganze mit Cosmic Star Heroine, welches Ende letzten Jahres in physischer Form von Limited Run Games veröffentlicht wurde. Das Spiel konnte ich jetzt eine Weile anspielen und möchte einen kleinen Ersteindruck geben.

Positiv ist erst einmal die Grafik hervorzuheben. Diese ist qualitativ hochwertig und unglaublich detailliert, obwohl ich mir zugegebenermaßen bei solch einer Art von Pixel-Stil auch einen optionalen Weichzeichenfilter wünschen würde. Das Kampfsystem ist ebenfalls äußerst interessant, da die meisten Fähigkeiten nur einmal eingesetzt werden können und man anschließend eine Runde aussetzen muss um sie zu erneuern. Dadurch wird man dazu motiviert wirklich alle aktuell ausgerüsteten Fähigkeiten einzusetzen, um das Maximum aus seinen Runden herauszuholen, bevor man alle zusammen wiederherstellt.

Allerdings gibt es auch einige negative Punkte. Darunter fällt leider die Geschichte, die nicht wirklich gut erzählt wird und sehr wie eine aus den Fingern gesaugte Fanfiction wirkt. So kommt z.B. das Ereignis, welches nach dem Prolog die eigentliche Handlung in Gang setzt, urplötzlich und die Charaktere sind ohne großartig darüber nachzudenken bereit, ihr bisheriges Leben wegzuwerfen. Außerdem gibt es einige unschöne Bugs, wie z.B. dass man in der Levelarchitektur stecken bleibt oder Sequenzen die nicht starten - in beiden Fällen hilft nur ein Neustart des Spiels.

StarOceanFan
14.01.2019, 20:05
Auf die Eindrücke zu der Trails Reihe und Xenoblade bin ich extrem gespannt. Beide Reihen habe ich sehr ins Herz geschlossen und zähle für mich zum Besten, was ich die letzten Jahre im JRPG Sektor gezockt habe. Eine Warnung zu Sky 1 und Cold Steel 1 mal vorweg. Beide Spiele fangen sehr gemächlich an und nehmen sich viel Zeit um ihre Charaktere einzuführen. Ist nicht jedermanns Sache. Allerdings wird man später mit einem großartigen Worldbuilding (ich hasse diese Begriffe) belohnt, was ohne diesen ruhigen Beginn bei beiden Spielen imho nicht funktionieren würde. Auch ist der Entwickler Falcom ein Meister in Sachen Foreshadowing (und wieder diese Begriffe), also lohnt es sich sehr die Dialoge aufmerksam zu lesen. :)

Und zu Xenoblade noch ein kleiner Tipp am Rande. Es gibt von Fans HD Texturen für den Emulator Dolphin. Macht den Titel zu einem gefühlten HD-Remaster. Wenn ich es heute nochmal durchspielen würde dann definitiv damit. Hier (https://forums.dolphin-emu.org/Thread-xenoblade-chronicles-hd-texture-pack-v8-52-august-21-2018) der Link falls es dich interessiert.

Nayuta
15.01.2019, 16:51
Eine Warnung zu Sky 1 und Cold Steel 1 mal vorweg. Beide Spiele fangen sehr gemächlich an und nehmen sich viel Zeit um ihre Charaktere einzuführen. Ist nicht jedermanns Sache. Allerdings wird man später mit einem großartigen Worldbuilding (ich hasse diese Begriffe) belohnt, was ohne diesen ruhigen Beginn bei beiden Spielen imho nicht funktionieren würde.
Ich weiß ja dass die verschiedenen Sub-Serien in unterschiedlichen Ländern mit jeweils nur wenigen Jahren Differenz spielen, daher erwarte ich etwas ähnliches wie in Suikoden, sprich jeweils eine lokale Geschichte mit einigen Referenzen zu den Nachbarstaaten. Lasse mich aber auch gerne überraschen wenn die Sub-Serien noch weiter als erwartet untereinander verzahnt sein sollten.


Auch ist der Entwickler Falcom ein Meister in Sachen Foreshadowing (und wieder diese Begriffe), also lohnt es sich sehr die Dialoge aufmerksam zu lesen. :)
Die Autoren von Falcom sind aber auch Meister darin jedem unwichtigen NPC eine Persönlichkeit und massig Dialoge nach jedem kleinsten Ereignis zu geben, daher mal schauen ob mir die wirklich wichtigen Dinge auffallen und ich die Hinweise über die Stunden/Tage/Wochen hinweg im Hinterkopf präsent halten kann.^^


Und zu Xenoblade noch ein kleiner Tipp am Rande. Es gibt von Fans HD Texturen für den Emulator Dolphin. Macht den Titel zu einem gefühlten HD-Remaster. Wenn ich es heute nochmal durchspielen würde dann definitiv damit. Hier der Link falls es dich interessiert.
Danke für den Tipp, allerdings spiele ich es stilecht auf der originalen Hardware an einem Röhren-TV. :) (Auf meinem PC kann ich den Dolphin ohnehin nicht vernünftig laufen lassen.)
Denke aber dass es einige Mitleser geben könnte für die das echt hilfreich ist. :A

Nayuta
19.01.2019, 12:48
Cosmic Star Heroine

https://abload.de/img/cosmicstarheroine_201y5jso.png (https://abload.de/img/cosmicstarheroine_20109ki7.png)



Challenge #:
01


System:
Playstation 4 (US)


Version:
1.06



https://up.picr.de/31412163yg.png





► Zum Ersteindruck


Das Spiel
Noch vor einigen Jahrzehnten herrschte im Zevanii-System ein Krieg der es an den Rand der Vernichtung führte. Heute ist das System befriedet und die auf dem Planeten Araenu stationierte Agency for Peace and Intelligence, kurz API, sorgt dafür, dass dieser auch eingehalten wird, indem potentielle Gefahren frühzeitig eingedämmt werden. Als eines Tages eine Terrororganisation kurz davor steht, in einer wiederentdeckten Waffenfabrik auf dem Nachbarplaneten Rhomu eine Superwaffe zu bergen, schickt die API ihre beste Agentin - Alyssa L'Salle und ihr Team - los, um dieser zuvorzukommen.
Nachdem der Truppe um Alyssa klar wird, dass die Superwaffe eine Maschine zur Gedankenkontrolle ist und die API diese zur Unterjochung des gesamten Systems missbrauchen will, setzen sie sich mit dem Gerät ab und verschwinden in den Untergrund. Doch ist dies nur der Prototyp und die API ist durchaus in der Lage, mit genügend Zeit eine eigene Version herzustellen. Die Agency auf ihren Fersen, verbünden sie sich schließlich mit eben jener vermeintlichen Terrororganisation, Astrea, um gemeinsam eine Gegenmaßnahme zu finden.

Ihre Suche führt Alyssa und Konsorten auf die drei Planeten des Systems. Araenu ist ein Planet der von mächtigen Konzernen geführt wird und praktisch aus einer großen, hochtechnologisierten Stadt besteht. Rhomus Ökosystem wurde durch einem Atomkrieg völlig aus dem Gleichgewicht gebracht. Obwohl die Radioaktivität verschwunden ist, ziehen es die Bewohner vor, weiterhin in Städten im Untergrund zu leben. Nuluup schließlich ist ein tropisches Paradies und die Bewohner haben es fertig gebracht, nach dem Ableben ihren Geist einzufangen und in einen mechanischen Körper zu transferieren.



https://abload.de/img/collage1ptj5j.png (https://abload.de/img/collage11njcs.png) https://abload.de/img/collage299k9r.png (https://abload.de/img/collage20nj4n.png) https://abload.de/img/collage376kdl.png (https://abload.de/img/collage3nvkl4.png)


Das Spiel gibt sich viel Mühe, etwas Abwechslung in den RPG-Alltag zu bringen. So darf man z.B. relativ früh in einem Mech gegen ein riesiges Kaiju-Monster kämpfen. Auf einem Jahrmarkt vergnügt man sich, Chrono Trigger-artig, mit diversen Minispielen. Man schmuggelt sich in eine Villa um die Gäste aus doppelten Wänden heraus zu beschatten und später gilt es sogar, einen Mordfall aufzuklären. Die Handlung wird immer wieder durch leicht animierte Zwischensequenzen aufgelockert, was etwas an Ys 4: The Dawn of Ys erinnert.

Recht oberflächlich präsentiert sich hingegen die gesamte Geschichte, die Ereignisse relativ schnell abhandelt ohne dabei in die Tiefe zu gehen. So lässt sich Alyssa z.B. ohne großartig darüber nachzudenken oder die Fakten zu prüfen, nach einem kurzen Dialog davon überzeugen, ihr bisheriges Leben aufzugeben und sich auf der Flucht vor der API in den Untergrund zu begeben. An dieser Stelle entwickelt sich die Handlung einfach zu schnell und unglaubwürdig und das bleibt leider nicht der einzige Moment in dem alles überhastet wirkt.
Auf Charaktere wird dabei fast überhaupt nicht eingegangen. Sie schließen sich eben einfach der Party an, manchmal ohne einen besonderen Grund dafür zu haben. Wirkliche Persönlichkeit besitzt dabei kaum einer. Alle haben kecke Sprüche parat, legen dasselbe Verhalten an den Tag und nehmen ihre Umstände nicht sonderlich ernst. Wenn sie nicht unterschiedliche Grafiken hätten könnte man meinen, dass alle dieselbe Person wären. Sie unterscheiden sich praktisch nur in ihren Fähigkeiten. Der Hacker kann hacken, die Sängerin singen und der Detektiv löst Fälle etc. Gegen Ende gibt es optionale Charakter-Quests, in denen man bei einigen zumindest ein absolutes Minimum an Hintergrundgeschichte erfahren kann. Der Antagonist ist das totale Proto-Abziehbild eines Bösewichts der einfach nur den gewöhnlichen Weltherrschafts-/Befriedungsgelüsten frönt. Es gibt am Ende zwar noch einen Twist, dieser tröstet aber über die anderen Unzulänglichkeiten kaum hinweg.

Viel interessanter präsentiert sich da schon eher das Kampfsystem, welches mit einigen ungewöhnlichen Mechaniken daherkommt. So können die meisten Fähigkeiten z.B. nur einmal eingesetzt werden und sind danach gesperrt. Um sie wiederherzustellen muss eine Runde lang verteidigt werden. Da man natürlich nicht jeden zweiten Zug dafür verschwenden möchte führt dies dazu, dass man versucht, alle sieben Fähigkeiten pro Charakter möglichst effektiv einsetzen bevor man diese gebündelt in einem Rutsch wiederherstellt. Dadurch spammt man nicht immer dieselben Attacken sondern setzt auch mal etwas weniger effektive Attacken ein oder achtet mehr auf die damit verknüpften Buffs bzw. Debuffs die diese auslösen.
Gegenstände werden nicht verbraucht, sind im Kampf aber nur einmal einsetzbar, es sei denn man setzt bestimmte Fähigkeiten ein die den Verbrauch verhindern. Ebenfalls nur einmal einsetzbar, zumindest in den meisten Fällen, sind die so genannten Programme. Das sind zusätzliche Fähigkeiten die Charaktere durch die angelegte Ausrüstung erhalten.
Die meisten Fähigkeiten verleihen dem Charakter eine bestimmte Menge an Style. Je mehr er sammelt, desto höher wird seine Kampfkraft. Doch Vorsicht, auch Gegner sammeln Style und je länger der Kampf dauert, desto gefährlicher werden sie. Gerade Bosse können so extrem haarig werden wenn man sie nicht schnell genug erledigt. Der Clou am Style ist, dass wenn dieser über 50 liegt, der Charakter einen eigentlich tödlichen Treffer überlebt. Ist er wieder am Zug hat er nun in diesem Desperation Mode die Möglichkeit, entweder eine verstärkte, letzte Attacke auszuführen, bevor er schlussendlich stirbt, oder sich zu heilen und normal weiterzukämpfen. Der Style kann aber auch auf einen Schlag dazu verwendet werden besonders starke Burst-Attacken auszuführen die mit der Menge skalieren.
Zu dieser Mechanik gesellt sich eine weitere namens Hyper-Modus. Alle paar Runden werden die Charaktere in diesen versetzt, was ihre Stärke und die Möglichkeit, Statuskrankheiten zu verursachen, erhöht. Das Geheimnis eines erfolgreichen Kampfes liegt darin, darauf hinzuarbeiten, die Charaktere für eben diesen Moment zu stärken und die Gegner zuvor so zu schwächen, dass man mit den besten Angriffen enormen Schaden anrichten kann.
Daneben soll es noch irgendwelche Team-Attacken geben, allerdings habe ich keine Ahnung wie diese funktionieren.^^'
Das Kampfsystem hat mir wirklich viel Spaß gemacht und wenn ich etwas zu kritisieren habe dann nur, dass Buffs - im Gegensatz zu Debuffs - nicht angezeigt werden. So muss man sich immer merken wie lange ein Buff noch anhält und kann sich auch nie sicher sein, ob sich die Effekte gleicher Buffs addieren oder im Nichts verpuffen.



https://abload.de/img/collage106ked.png (https://abload.de/img/collage19ajjn.png) https://abload.de/img/collage2iek8d.png (https://abload.de/img/collage2w0jzx.png) https://abload.de/img/collage3igk1q.png (https://abload.de/img/collage35vjo1.png)


Im Gegensatz zu ihren Persönlichkeiten unterscheiden sich die Charaktere in ihren Kampffertigkeiten stark voneinander. So nutzt Arete z.B. ihre Drohne als fünftes Partymitglied, während sie sich selbst um den Support kümmert, durchaus aber auch angreifen kann. Clarke setzt suizidale Fähigkeiten ein um mächtige Angriffe zu starten und die Party sogar nach seinem Tod zu buffen und Z'xorv vergiftet sich selbst und kann im Nahtodzustand mächtige Angriffe einsetzen und dem Tod ein Schnippchen schlagen. Obwohl man nach einer Weile die Möglichkeit erhält, sich sein Team frei zusammenzustellen, gibt es immer wieder Stellen in denen die Partyzusammenstellung von der Handlung diktiert wird - teilweise ist man sogar mit mehreren Gruppen parallel unterwegs - weswegen im Endeffekt kein Charakter zu kurz kommt, immer schön viel Varianz im Gameplay besteht und man zu neuen Strategien ermutigt wird.
Zusätzlich zu den aktiven Partymitgliedern lassen sich auch weitere Charaktere rekrutieren, von denen einer als passives Partymitglied eingestellt werden kann und zusätzliche Effekte verleiht. Z.B. ein höherer Angriff, Resistenzen gegen Statuskrankheiten, mehr Erfahrung von Gegnern und vieles mehr. Die meisten schließen sich an indem man mit ihnen redet, manche erfordern aber die Durchführung einer Nebenquest.

In den wunderschön gestalteten Arealen, die qualitativ irgendwo zwischen Neo Geo und Playstation 1 liegen, laufen die Gegnerparties sichtbar, ähnlich wie bei Chrono Trigger, umher. So weiß man immer, mit was man es zu tun bekommt. Manche können sogar umgangen werden. Besiegte Gegner erscheinen dabei nicht wieder, was nachträgliches Erkunden der Dungeons recht angenehm gestaltet, da man sich nicht mehr mit Low-Level-Gegnern auseinandersetzen muss. Falls man sich doch mal zu schwach fühlen- oder das Bedürfnis nach Grinden haben sollte, können so genannte VR-Kämpfe gestartet werden, sobald man eine Karte komplett von Gegnern befreit hat. Die Gegner hier sind etwas stärker und geben weniger Erfahrung sowie Geld, doch das lässt sich mit den entsprechenden passiven Partymitgliedern relativieren.

Nett ist auch dass die Planeten jeweils eine kleine Miniaturweltkarte haben auf der die Charaktere durch kleinere Modelle, ähnlich zu Chrono Trigger, dargestellt werden. Diese Karten sind zwar nicht sonderlich groß, aber wie gesagt eine nette Ergänzung. Nach einiger Zeit erhält man ein Raumschiff welches als Basis und Rückzugsort fungiert. Die Besatzung und auch nachträglich rekrutierte Charaktere reagieren in jedem Kapitel auf die aktuelle Situation, wodurch eine gewisse Bindung zum Spieler aufgebaut wird. Ein Wermutstropfen ist aber, dass manche Charaktere bereits von Dingen sprechen, die erst in einem späteren Kapitel stattfinden.

Das Spiel liefert eine ganze Reihe an Referenzen zu diversen Filmen und auch zu anderen Spielen wie z.B. Resident Evil 1 und 2 - letzterem wird sogar ein gesamter optionaler Dungeon gewidmet - Phantasy Star 2, Chrono Trigger und den hauseigenen Zeboyd-Titeln Cthulhu Saves the World und Breath of Death VII. Außerdem gibt es einige Sidequests die man ganz am Anfang des Spiels starten kann und erst ganz am Ende eine Wirkung zeigen, wie z.B. ein freigeschalteter Schwarzmarkt für die "ultimativen" Waffen.

Obwohl die von mir gespielte Fassung bereits auf Version 1.06 gepatcht wurde, finden sich im Spiel noch eine Menge Bugs. So bin ich mehrfach in der Levelarchitektur stecken geblieben, wodurch ich neu laden musste. Bei einer Sequenz blieb das Spiel plötzlich stehen und ich musste sie überspringen, woraufhin ich natürlich noch mal den vorherigen Spielstand geladen habe um sie mir anzusehen - diesmal funktionierte sie dann auch. Dann gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Dinge, die zwar nicht kritisch, aber zumindest unangenehm sind. So poppen im Bild immer wieder kleine horizontale und vertikale Striche auf, in animierten Zwischensequenzen wabert das Bild bei horizontalem Scrolling, Musik wird nicht abgespielt, einige Soundeffekte im Kampfsystem sind viel zu laut, das gesamte Level scrollt bei Übergängen mit und offenbart die Hintergrundgrafik, in den Menüs kommt es zu Anzeigefehlern und generell haben sich doch einige Rechtschreibfehler eingeschlichen.

Der Soundtrack hat mich nicht sonderlich umgehauen. Manche Stücke sind noch einigermaßen nett, viele aber völlig generisches Gedudel.



https://abload.de/img/collagegxkoe.png (https://abload.de/img/collage7vkmr.png) https://abload.de/img/collage13xjza.png (https://abload.de/img/collage18bjlo.png) https://abload.de/img/collage28tj8s.png (https://abload.de/img/collage2dljn9.png)




Fazit
Neben der tollen Grafik hat mich das ungewöhnliche Kampfsystem am meisten an der Stange gehalten. Außerdem ist es immer wieder eine tolle Abwechslung wenn man ein Spiel bekommt welches sich komplett der Space-Opera-Schiene verschreibt und nicht mit Fantasy-Elementen verwässert wird, wie z.B. Star Ocean das regelmäßig macht. Die Geschichte hingegen wird recht oberflächlich abgewickelt, auch wenn es zumindest von der Idee her einige nette Momente gibt und die Charaktere besitzen keinerlei Persönlichkeit. Ein kurzes und nettes Spiel welches man sich durchaus mal für das spaßige Gameplay anschauen kann, man sollte inhaltlich aber nichts Großartiges erwarten.



Wertung: ★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv"


★★★★★ (5/5) "Ausgezeichnet!": Super, hat mich völlig in seinen Bann gezogen
★★★★☆ (4/5) "Äußerst positiv": Sehr gut mit einigen kleinen Macken
★★★☆☆ (3/5) "Positiv": Gut aber konnte mich nicht völlig überzeugen
★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv": Nett aber sticht in keinem Bereich wirklich hervor
★☆☆☆☆ (1/5) "Verhalten": OK aber es gibt doch einige Dinge die mich gestört haben
☆☆☆☆☆ (0/5) "Langweilig bis schlecht": Hat mir nicht wirklich zugesagt, eine weitere Unterscheidung hätte für mich keinen Mehrwert




https://abload.de/img/cosmicstarheroine_20105klm.png (https://abload.de/img/cosmicstarheroine_20183kqv.png)

► Zur Spieleübersicht

Sylverthas
19.01.2019, 13:50
Cosmic Star Heroine schien ja auch in den Challenges letztes Jahr eher durchwachsen aufgenommen worden zu sein. Interessant ist, dass sie durch die Space Opera vielleicht sogar Erwartungen wecken, die das Spiel gar nicht erfüllen kann / will? Zumindest ich erwarte mir da immer eine epische, vielschichtige Story mit spannenden Charakteren. Was hier anscheinend überhaupt nicht geboten wird.

Dass die Partymitglieder sehr divers sind ist ne gute Idee, genau wie die wechselnden Gruppen. Sonst versumpft man ja in RPGs eigentlich immer in dem Favorite Team - wobei man die Kehrseite natürlich auch sehen kann. Denn es gibt ja nen Grund, wieso Leute bevorzugte Teams bauen *g*
Btw. so als Frage am Rand: das Spiel scheint ja ein paar taktische Möglichkeiten zu bieten, aber braucht man die eigentlich auch? Oder ist der Schwierigkeitsgrad niedrig genug, dass man auch mit "Attack" durchkommt?

Das mit den Bugs ist aber etwas erschreckend. Das Spiel ist ja nicht mehr ganz neu und es wäre angemessen gewesen zumindest die größeren Gamebreaker zu fixen. Grafische Bugs finde ich in dem Sinne witzig, weil das Spiel ja immer für seine gute Optik gelobt wird. Da ist das irgendwie n bischen das Sahnehäubchen :D

Ave
19.01.2019, 16:31
Btw. so als Frage am Rand: das Spiel scheint ja ein paar taktische Möglichkeiten zu bieten, aber braucht man die eigentlich auch? Oder ist der Schwierigkeitsgrad niedrig genug, dass man auch mit "Attack" durchkommt?

Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad kann man ohne großartige Mühe die Kämpfe absolvieren. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden wird das Kampfsystem zu einem Art "Puzzle", welches man lösen muss. Ich glaube, am ersten Kampf, für das Achievement, bin ich über eine Stunde gesessen... :D

Nayuta
23.01.2019, 20:32
Brave Battle Saga: Legend of the Magic Warrior
~ Ersteindruck ~

https://up.picr.de/34547002cp.png


Brave Battle Saga hatte ich nun schon seit einiger Zeit auf dem Schirm. Mein Interesse geweckt hatte die extreme Ähnlichkeit des Kampfsystems und der Menüs zu Breath of Fire 2. Ursprünglich dachte ich, es handle sich um eine Modifikation von eben jenem Spiel aber nein, es ist ein komplett eigenständiges Werk des taiwanesischen Studios Chuanpu Technology (http://bootleggames.wikia.com/wiki/Chuanpu_Technology). Die Firma entwickelte unlizenzierte Spiele, hauptsächlich für das Mega Drive und bediente sich wohl hin und wieder an den Ressourcen anderer Spiele.
Nachdem Brave Battle Saga von Piko Interactive offiziell lizenziert und letztes Jahr veröffentlicht wurde, musste ich es mir dann doch mal genauer ansehen. Eigentlich wollte ich die Version von Piko am Emulator spielen, doch leider habe ich es selbst nach zwei Dutzend Versuchen nicht fertig gebracht, mit meiner Retrode ein funktionierendes ROM zu erhalten. Auf keinem Emulator wollte das Ding laufen. Eventuell ist hier eine Art Kopierschutz am Werk? Daher bin ich jedenfalls auf den ursprünglichen Patch von Djinn und SteveMartin umgestiegen, auf dem die Version von Piko basiert. Diese hatte sich Piko lizenziert und wollte sogar das Skript überarbeiten, allerdings hatte der ursprüngliche Übersetzer dafür keine Zeit (http://www.sega-16.com/forum/showthread.php?33751-I-reviewed-Piko-Interactive-s-Brave-Battle-Saga&p=827142&viewfull=1#post827142).
Ich habe das Spiel auf dem originalen Mega Drive aber mal kurz bis man das erste Partymitglied erhält angespielt, um zu vergleichen ob es irgendwelche Änderungen zwischen den beiden Versionen gibt, aber bis auf die entfernten Credits der Übersetzer im Startbildschirm und eine farblich angepasste Kampfgrafik des Protagonisten, damit die Farben seinem normalen Sprite entsprechen, sind mir keine Unterschiede aufgefallen.

Was sofort auffällt ist die gute Grafik. Zwar kann sie nicht mit späteren Square- oder Enix-Veröffentlichungen auf dem SNES mithalten, präsentiert sich aber trotzdem überraschend detailliert und bunt. Im Kampfsystem kommt dann wirkliches Breath of Fire 2-Feeling auf. Die ganzen Charaktergrafiken, die Animationen, die Effekte, alles erinnert an dieses Spiel. Zwar sehen sie anders aus, es wirkt aber so als hätten die Entwickler die originalen Grafiken aus dem Spiel gerippt und einfach drübergemalt.
Der größte Unterschied ist aber, dass jeder Charakter eine ATB-Leiste hat die zuerst aufgeladen werden muss damit er agieren kann. Zwar gibt es im Menü die Möglichkeit, dies auszuschalten bzw. eine Art Wartemodus zu aktivieren, allerdings hat diese Einstellung keinerlei Auswirkung. Die Zeit läuft also ständig weiter, auch wenn man in den Menüs eine Aktion oder das Ziel auswählt. Noch geht es aber ich könnte mir vorstellen, dass das später mit einer vollständigen Truppe doch recht chaotisch wird.^^'

Eine Story ist bisher noch nicht so richtig vorhanden. Der Protagonist wird für ein Verbrechen beschuldigt welches er nicht begangen hat, wird aber in dem Moment als er sich verteidigen will abgewürgt und ohne Anhörung von seinem eigenen Vater aus seinem Dorf verbannt. Äääähm OK... Nun streift er durchs Land und schaut wo er helfen kann.

LittleChoco
24.01.2019, 14:24
Zwar gibt es im Menü die Möglichkeit, dies auszuschalten bzw. eine Art Wartemodus zu aktivieren, allerdings hat diese Einstellung keinerlei Auswirkung. Die Zeit läuft also ständig weiter, auch wenn man in den Menüs eine Aktion oder das Ziel auswählt. Noch geht es aber ich könnte mir vorstellen, dass das später mit einer vollständigen Truppe doch recht chaotisch wird.^^'

So isses!
Einer meiner größten Kritikpunkte am Spiel (abgesehen von der Masse an Monstern, die sich in jedem Screen auf den Chara stürzen wie die Motten aufs Licht) ist der, dass man die Zauber und Beschwörungen nicht sortieren kann. Normalerweise packe ich mir Heilmagie immer ganz oben in die Liste, aber hier steht - je nachdem, wann und wo man die Sprüche gekauft / erhalten hat - alles durcheinander. Macht erwartungsgemäß mächtig Spaß, wenn man im Kampf ständig hin- und herscrollen muss. -_-

Toll, dass du das Spiel jetzt auch angefangen hast. Aber nicht, dass du mich noch überholst... :p

Nayuta
24.01.2019, 17:07
So isses!
Einer meiner größten Kritikpunkte am Spiel (abgesehen von der Masse an Monstern, die sich in jedem Screen auf den Chara stürzen wie die Motten aufs Licht) ist der, dass man die Zauber und Beschwörungen nicht sortieren kann. Normalerweise packe ich mir Heilmagie immer ganz oben in die Liste, aber hier steht - je nachdem, wann und wo man die Sprüche gekauft / erhalten hat - alles durcheinander. Macht erwartungsgemäß mächtig Spaß, wenn man im Kampf ständig hin- und herscrollen muss. -_-
Aber dass man sie frei sortieren kann ist doch gerade einer DER Pluspunkte des Spiels.^^ Funktioniert wie bei Final Fantasy. Das erste Mal anwählen und der Cursor blinkt. Wenn man jetzt den Cursor auf eine andere Position verschiebt werden die Inhalte getauscht. Funktioniert natürlich nur wenn man es über das Hauptmenü macht, im Kampf ist das nicht möglich (gut so, sonst würde man ja noch mehr Zeit verlieren^^').

Das mit den Gegnern ist wirklich so. Die sind zwar langsamer als der eigene Charakter, aber wehe man läuft mal in ne Sackgasse und schleppt ein Rudel hinter sich her, dann darf man gleich mal drei oder mehr Kämpfe direkt hintereinander machen. Schlimmer als Zufallskämpfe. :D


Toll, dass du das Spiel jetzt auch angefangen hast. Aber nicht, dass du mich noch überholst... :p
Herausforderung angenommen! >:)
Wie weit bist du denn gerade?



Nach einer weiteren Spielesession:
Mein Gott was ist denn mit dem Balancing in dem Spiel los? Anfangs war alles noch recht entspannt, auch wenn der Zufallsfaktor bei der Schadensberechnung manchmal etwas komisch war, so verursachte ein Gegner z.B. zwischen 1 und 10 Schaden und das zu einem Zeitpunkt wo man selbst nur ~50 HP hatte. Doch nachdem ich nun das erste Königreich verlassen habe setzen die normalen Gegner Techniken und Zauber ein die einen Charakter one-shotten können - oder zumindest so viel Schaden verursachen dass sein Leben am seidenen Faden hängt. Ihre Standardangriffe ziehen hingegen fast gar nichts ab. Irgendwelche Ausrüstung mit elementaren Verteidigungseigenschaften um mich davor zu schützen gibt es ebenfalls nicht. Zuerst dachte ich, ich wäre aus Versehen in ein High-Level-Gebiet gestolpert, aber nein, das ist anscheinend jetzt ganz normal... Zurzeit hängt es vom Zufall ab welche Angriffe die Gegner einsetzen ob ich einen Kampf überlebe. :D

LittleChoco
25.01.2019, 11:32
Aber dass man sie frei sortieren kann ist doch gerade einer DER Pluspunkte des Spiels.^^ Funktioniert wie bei Final Fantasy. Das erste Mal anwählen und der Cursor blinkt. Wenn man jetzt den Cursor auf eine andere Position verschiebt werden die Inhalte getauscht. Funktioniert natürlich nur wenn man es über das Hauptmenü macht, im Kampf ist das nicht möglich (gut so, sonst würde man ja noch mehr Zeit verlieren^^').

Wie's der Zufall so will, habe ich das gestern abend nach insgesamt rund 23-24 Spielstunden auch gerafft. :p
Irgendwie war ich völlig verplant, was die Bezeichnungen im Magie-Untermenü angeht (Use, Give, Drop). Ich dachte die ganze Zeit, 'Use' würde sich nur auf die Heilzauber beziehen, die man eben im Menü benutzen kann. Dass es gleichzeitig heißt, dass ich die einzelnen Zauber verschieben kann, ist an mir vorbeigerauscht. In anderen Spielen gibt's dafür öfter mal einen Punkt namens 'Sort' oder so, von daher... ¯\_(ツ)_/¯


Das mit den Gegnern ist wirklich so. Die sind zwar langsamer als der eigene Charakter, aber wehe man läuft mal in ne Sackgasse und schleppt ein Rudel hinter sich her, dann darf man gleich mal drei oder mehr Kämpfe direkt hintereinander machen. Schlimmer als Zufallskämpfe. :D

Schön ist es auch, wenn man mal mitten in der Pampa speichert. Beim Neustart geht's erstmal volle Kanne ohne Übergang mit einem oder mehreren Kämpfen los.
Da ich mir ja gerade provisorische Karten male (Kunst: 6), renne ich natürlich auch öfter durch die gleichen Screens, wenn es zum Beispiel verschiedene Ausgänge gibt. Und wirklich jedes verdammte Mal gibt's einen Monster-Run auf die Party! Das nervt! Selbst wenn man alle Monster in einem Screen besiegt hat: Kaum kommt man nach zwei Sekunden wieder, sind sie wieder da und schreien "Attacke!".


Herausforderung angenommen! >:)
Wie weit bist du denn gerade?

:eek:
Ich soll die vierte 'Plate' aus dem letzten Tempel holen und bin gerade in einem Örtchen des Königreichs Lear gestrandet, in dem ich erst mal auf Schildkrötenjagd geschickt wurde.


Nach einer weiteren Spielesession:
Mein Gott was ist denn mit dem Balancing in dem Spiel los? Anfangs war alles noch recht entspannt, auch wenn der Zufallsfaktor bei der Schadensberechnung manchmal etwas komisch war, so verursachte ein Gegner z.B. zwischen 1 und 10 Schaden und das zu einem Zeitpunkt wo man selbst nur ~50 HP hatte. Doch nachdem ich nun das erste Königreich verlassen habe setzen die normalen Gegner Techniken und Zauber ein die einen Charakter one-shotten können - oder zumindest so viel Schaden verursachen dass sein Leben am seidenen Faden hängt. Ihre Standardangriffe ziehen hingegen fast gar nichts ab. Irgendwelche Ausrüstung mit elementaren Verteidigungseigenschaften um mich davor zu schützen gibt es ebenfalls nicht. Zuerst dachte ich, ich wäre aus Versehen in ein High-Level-Gebiet gestolpert, aber nein, das ist anscheinend jetzt ganz normal... Zurzeit hängt es vom Zufall ab welche Angriffe die Gegner einsetzen ob ich einen Kampf überlebe. :D

Da hab ich auch geflucht. Sieh zu, dass du in die nächste Stadt kommst und dir den nächsten Schwung Ausrüstung holst, dann wird das schlagartig besser.


BTW: Sag mal, geht das nur mir so oder hat die Story Logiklücken? Entweder das oder die Übersetzer haben stellenweise geschlampt.
Beispielsweise wurde bei der Szene mit der Kette im ersten Schloss (Gespräch mit König) erst erwähnt, dass die Kette aus dem einen und dann einen Satz weiter plötzlich aus einem anderen Königreich stammt. Häh? :confused:

Wenn irgendwann bei dir die Szene kommt, in der der König von Galien mit dem Abgesandten von Zak redet (abgeschottetes Schloss), dann pass mal bitte ganz genau auf, was sie reden. Ich brauch da 'ne zweite Meinung...

Nayuta
25.01.2019, 20:57
Da ich mir ja gerade provisorische Karten male (Kunst: 6), renne ich natürlich auch öfter durch die gleichen Screens, wenn es zum Beispiel verschiedene Ausgänge gibt. Und wirklich jedes verdammte Mal gibt's einen Monster-Run auf die Party! Das nervt! Selbst wenn man alle Monster in einem Screen besiegt hat: Kaum kommt man nach zwei Sekunden wieder, sind sie wieder da und schreien "Attacke!".
Joa, das ist vor allem in dem Wald in dem man drei Feen finden muss, im Vulkan und in der Wüste lästig, wenn man alle Teleporter durchtesten will um versteckte Truhen zu finden. Im Vulkan sind die Gänge relativ eng und man gerät immer an Monster und in der Wüste steht ständig irgendein Hindernis herum an dem man hängen bleibt.
Respekt dass du in der heutigen Zeit noch Karten malst. Das habe ich zuletzt als Kind gemacht. Heutzutage notiere ich mir schlicht auf dem Smartphone die verschiedenen Teleporter und hake sie ab wenn ich durchgegangen bin. Ist nicht so schön aber effektiv genug.^^


Ich soll die vierte 'Plate' aus dem letzten Tempel holen und bin gerade in einem Örtchen des Königreichs Lear gestrandet, in dem ich erst mal auf Schildkrötenjagd geschickt wurde.
Ich bin am zweiten Tempel angelangt und habe nun das vierte Partymitglied sowie das Handy erhalten. Wurde auch Zeit, man wurde von der Errichtung der Barriere am Galien Schloss bis zu deren Einreißen wirklich heftig in der Gegend herumgescheucht. Wenn man vor jedem Tempel so viele kleine Nebengeschichten machen muss dann dürfte das Spiel noch eine ganze Weile dauern. :)


Da hab ich auch geflucht. Sieh zu, dass du in die nächste Stadt kommst und dir den nächsten Schwung Ausrüstung holst, dann wird das schlagartig besser.
Einige Stunden weiter geht es jetzt. Meine Strategie im Spiel, besonders in den Bosskämpfen, besteht aus einem nahezu undurchdringlichen Schild aus Heil- und Wiederbelebungszauber die auf allen Charakteren in den oberen Slots liegen. Zudem hole ich mir für jeden Bosskampf den effektivsten Elementarzauber nach oben in die Liste und spamme den Gegner damit zu.


BTW: Sag mal, geht das nur mir so oder hat die Story Logiklücken? Entweder das oder die Übersetzer haben stellenweise geschlampt.
Beispielsweise wurde bei der Szene mit der Kette im ersten Schloss (Gespräch mit König) erst erwähnt, dass die Kette aus dem einen und dann einen Satz weiter plötzlich aus einem anderen Königreich stammt. Häh?
Witzig, die Szene hatte ich gestern und war vom selben Sachverhalt verdutzt. Ich hatte mir das so erklärt dass die beiden Königreiche vielleicht irgendwie zusammenhängen, aber wenn dir das auch aufgefallen ist dann wird es wohl wirklich entweder ne Schwachstelle in der Story oder ein Übersetzungsfehler sein.
Wobei die Story, was die Logik betrifft, sowieso nicht sonderlich wasserdicht ist. Z.B. eben die Art und Weise wie Tim aus dem Dorf verbannt wurde. Oder siehe Mondtempel. Der König von Cruz entsendet einen Trupp ausgebildeter Soldaten die alle getötet werden. Celia hat dann die zündende Idee wie es doch klappen könnte, nämlich indem sie einfach zu dritt in den Tempel gehen und nichts anders machen als die Soldaten zuvor. :D

Was ich ganz nett fand ist die Miniquest mit dem Pärchen welches man verkuppeln kann und welche verschiedene Ausgänge hat. Bringt man den Typen mit dem Mädchen zusammen welches ihn wirklich liebt erhält man etwas Geld. Bringt man ihn mit der eifersüchtigen Nebenbuhlerin zusammen erhält man einen extrem wertvollen Gegenstand welcher die HP dauerhaft um 50 erhöht. Dafür muss man mit einem schlechten Gewissen leben.^^ Oder man vermasselt die Quest, der Typ bringt sich um und man geht leer aus. Ups.^^'

LittleChoco
26.01.2019, 20:22
Respekt dass du in der heutigen Zeit noch Karten malst. Das habe ich zuletzt als Kind gemacht. Heutzutage notiere ich mir schlicht auf dem Smartphone die verschiedenen Teleporter und hake sie ab wenn ich durchgegangen bin. Ist nicht so schön aber effektiv genug.^^

Die sind aber ehrlich gesagt ein heilloses Gekrakel ohne den geringsten ästhetischen Nennwert. :D (Mit viel 'Sch***, mein Blatt reicht nicht!'-Gefluche.)


Ich bin am zweiten Tempel angelangt und habe nun das vierte Partymitglied sowie das Handy erhalten. Wurde auch Zeit, man wurde von der Errichtung der Barriere am Galien Schloss bis zu deren Einreißen wirklich heftig in der Gegend herumgescheucht. Wenn man vor jedem Tempel so viele kleine Nebengeschichten machen muss dann dürfte das Spiel noch eine ganze Weile dauern. :)

Was mich zu der Szene bringt, bei der ich deine Meinung hören wollte. Ging das nur mir so, oder kam das so rüber, als wenn Ayrshire zu den Dämonen gehört? Hat er nicht zum König wortwörtlich gesagt, er solle mit den Dämonen kooperieren? Und kaum taucht Ray auf, quasselt er wieder davon, dass man den Dämonen zuvorkommen muss. Raff ich nicht...


Witzig, die Szene hatte ich gestern und war vom selben Sachverhalt verdutzt. Ich hatte mir das so erklärt dass die beiden Königreiche vielleicht irgendwie zusammenhängen, aber wenn dir das auch aufgefallen ist dann wird es wohl wirklich entweder ne Schwachstelle in der Story oder ein Übersetzungsfehler sein.
Wobei die Story, was die Logik betrifft, sowieso nicht sonderlich wasserdicht ist. Z.B. eben die Art und Weise wie Tim aus dem Dorf verbannt wurde. Oder siehe Mondtempel. Der König von Cruz entsendet einen Trupp ausgebildeter Soldaten die alle getötet werden. Celia hat dann die zündende Idee wie es doch klappen könnte, nämlich indem sie einfach zu dritt in den Tempel gehen und nichts anders machen als die Soldaten zuvor. :D

Zum ersten Punkt: Sag ich doch. O-Ton: "Woher hast du die Kette?" "Von meiner Mutter." "Stammt deine Mutter aus Lear?" "Wieso?" "Weil die Kette das Wappen von Galien trägt." :confused: Schräg...
Zum zweiten Punkt: Genau mein Gedanke!


Was ich ganz nett fand ist die Miniquest mit dem Pärchen welches man verkuppeln kann und welche verschiedene Ausgänge hat. Bringt man den Typen mit dem Mädchen zusammen welches ihn wirklich liebt erhält man etwas Geld. Bringt man ihn mit der eifersüchtigen Nebenbuhlerin zusammen erhält man einen extrem wertvollen Gegenstand welcher die HP dauerhaft um 50 erhöht. Dafür muss man mit einem schlechten Gewissen leben.^^ Oder man vermasselt die Quest, der Typ bringt sich um und man geht leer aus. Ups.^^'

Jetzt im Ernst? :eek:
Ich war lieb und hab die 'gute' Verehrerin genommen.


So wie's aussieht, wirst du mich in nicht allzu ferner Zukunft überholen, denn so viel trennt unsere Spielstände nicht mehr. Demnächst also bitte keine Spoiler mehr...
Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich heute z. B. hauptsächlich Atelier Iris gespielt habe. Das Spiel macht gerade mehr Spaß. :p

Nayuta
27.01.2019, 15:52
So, gestern war ich fleißig und bin nun auf dem Weg ins Königreich Lear, nachdem ich eine Stadt von einem Virus befreit und nach einer "kleinen" Odyssee Tims Unterbewusstsein gemeistert habe.


Was mich zu der Szene bringt, bei der ich deine Meinung hören wollte. Ging das nur mir so, oder kam das so rüber, als wenn Ayrshire zu den Dämonen gehört? Hat er nicht zum König wortwörtlich gesagt, er solle mit den Dämonen kooperieren? Und kaum taucht Ray auf, quasselt er wieder davon, dass man den Dämonen zuvorkommen muss. Raff ich nicht...
Ich kann mich nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern, glaube aber nicht dass er jemals so was gesagt hat. Er will den König von Galien eigentlich immer nur dazu überreden, die Steintafel aus dem Tempel zu holen damit sie versiegelt werden kann (wie auch immer er das machen möchte, die Tafeln befinden sich in den Tempeln ja bereits hinter Siegeln, hat das Königreich Zak hier etwas Besseres parat?).
Er versucht schon energisch seine Interessen durchsetzen, notfalls auch mit unlauteren Mitteln. Ob er zu den Dämonen gehört kann ich jetzt nicht sagen. Aber da das Zak-Königreich ja die größte und stärkste Nation sein soll und es in RPGs Usus ist dass solche Nationen nach noch mehr Macht streben denke ich mal, dass entweder er selbst oder der König von Zak ihr eigenes Süppchen mit den Tafeln kochen wollen. Nach dem Gipfeltreffen in Zak gibt es ja auch eine Szene in der Ayrshire und sein König etwas aushecken. Außerdem wird im Intro davon geredet dass die Menschen vor 1000 Jahren eine Waffe gebaut haben die die Welt vernichtete und jetzt kurz davor stehen diesen Fehler zu wiederholen. Würde jedenfalls für die böses-Imperium-Theorie sprechen.^^

Nayuta
31.01.2019, 21:16
Brave Battle Saga: Legend of the Magic Warrior

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Challenge #:
02


System:
Mega Drive [NTSC-AS] (Fanübersetzung / Emulator)


Version:
Djinn, SteveMartin 1.0 / Kega Fusion 3.64



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► Zum Ersteindruck


Das Spiel
Früher lebten die Menschen als ein Volk auf der Welt. Doch dann spalteten sie sich in zwei Fraktionen. Die einen bevorzugten Technologie, während sich die anderen der Magie verschrieben und fortan Dämonen genannt wurden. Dieser Status Quo konnte eine Zeit lang aufrecht erhalten werden, bis die Menschen eine Maschine entwickelten die außer Kontrolle geriet und die gesamte Welt nahezu vernichtete. Seitdem sind eintausend Jahre vergangen und die Menschheit steht kurz davor, ihre Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

Tim, der eines Verbrechens bezichtigt wird welches er nicht begangen hat und aus seinem Dorf verbannt wurde, durchstreift ziellos die Welt bis er schließlich auf Cherie trifft, die nach ihrer Mutter sucht. Da er nichts Besseres zu tun hat entschließt er sich, sie auf ihrer Suche zu begleiten. Die beiden retten Celia, die Prinzessin des Königreichs Cruz, vor einem Dämonenangriff und erfahren, dass die Dämonen es auf eine Steintafel im nahe gelegenen Tempel abgesehen haben. Zu dritt beschließen sie, diesen zuvor zu kommen, was sie auch schaffen, doch wird dabei die magische Barriere, welche die Tafel schützt, gebrochen und Naturkatastrophen breiten sich im Königreich aus. Ein Abgesandter aus dem mächtigen Königreich Zak besteht darauf, dass die Gruppe alle verbliebenen Steintafeln auf der Welt einsammelt um zu verhindern, dass sie in die Fänge der Dämonen geraten. Darüber hinaus stellt sich sogar heraus, dass Cherie die Gabe besitzt, durch die Barrieren zu schreiten ohne sie zu vernichten und somit Naturkatastrophen auszulösen, was sie zu einem idealen Werkzeug für das Unterfangen macht, um menschliche Verluste zu minimieren. Allerdings wird sie auch zum primären Ziel einer Hexe, die sich der Gruppe immer wieder in den Weg stellt.
Doch wozu benötigen die Dämonen die Steintafeln? Was hat das Zak-Königreich mit diesen vor? Und warum besitzt ausgerechnet Cherie diese einzigartige Fähigkeit?

Leider wird auf die Charaktere nicht großartig eingegangen - einer ist sogar nur dabei um die Party aufzufüllen - und sie lassen die Handlung eher über sich ergehen. Trotzdem bietet das Spiel immer wieder kleine Minigeschichten die zumindest nett sind, wie beispielsweise...

Cherie muss eine Prüfung zur Klerikerin bestehen um bei der Königin von Lear vorsprechen zu dürfen. Allerdings rasselt sie krachend durch. Also wendet sich die Gruppe an eine durchgeknallte, betrunkene Gelehrte die Cherie das benötigte Wissen vermitteln soll. Diese merkt aber schnell dass bei Cherie Hopfen und Malz verloren ist und bietet ihr stattdessen einen Zauber an um ihre Körper zu tauschen und selbst die Prüfung zu absolvieren.




https://abload.de/img/collagenij4t.png (https://abload.de/img/collageqzjr0.png)


Ziel ist es nun also, alle vier Steintafeln in den Tempeln der vier Königreiche auf der Welt zu bergen. Natürlich gelangt man nicht direkt zum nächsten Zielort sondern muss sich den Wehwehchen der hiesigen Bevölkerung annehmen, ehe man sich deren Vertrauen verdient und der Einlass gewährt wird. Oftmals geschehen auch unvorhergesehene Zwischenfälle und man wird von einem Ereignis zum nächsten weitergereicht bis man endlich sein Etappenziel erreichen kann. Der Spielablauf ist dabei äußerst linear. Zwar kann man einige Dungeons bereits bevor sie für die Handlung relevant werden betreten, der Rückweg zu den vorherigen Königreichen wird einem aber verwehrt, sei es nun weil der Weg eingestürzt ist, weil man den Kontinent verlässt oder weil die Charaktere an einem bestimmten Punkt schlicht meinen, dass sie nicht mehr zurück müssten und ein Weitergehen verweigern. Aus diesem Grund sollte man sich immer zuerst alle Accessoires oder Zauber die man haben möchte kaufen, ehe man mit der Story voranschreitet. Ganz zum Schluss kann man zwar nochmals die wichtigsten Dinge kaufen, aber bis dahin ist es ein weiter Weg.
Eine Miniaturweltkarte gibt es dabei nicht, vielmehr sind die Städte und Dungeons, wie bei Secret of Mana, durch Wiesen und Wälder direkt miteinander verbunden.

Die Dungeons sind größtenteils Irrgärten mit Teleportern, glücklicherweise aber nicht so übertrieben wie in Phantasy Star 2. Hin und wieder lassen sich Geheimgänge unter Wänden finden. Viel mehr gibt es darin aber nicht zu tun. Erst in einem der letzten Dungeons gibt es einige kleinere Schalterpuzzles. Leider ergibt das Layout manchmal keinen Sinn. So gibt es z.B. ein Schloss in dem man im unteren Stockwerk die untere Treppe nach oben nimmt und sich im oberen Stockwerk dann plötzlich auf der oberen Seite befindet. Nimmt man hingegen die obere Treppe befindet man sich oberen Stockwerk dann im unteren Bereich. Es gibt noch einige andere Dungeons bei denen man nach links läuft und plötzlich rechts heraus kommt etc. Schade ist auch, dass das Layout eines frühen Dungeons später für einen anderen Dungeon 1:1 kopiert und lediglich die Farbstimmung etwas angepasst wurde.

Gegner sind in den Gebieten sichtbar und tauchen erst wieder auf, wenn man ein Gebiet erneut betritt oder alternativ einen Spielstand lädt. Wer nun aber glaubt, er könne selbst entscheiden wann er einen Kampf eingeht und wann er lieber an Gegnern vorbeiläuft, der irrt gewaltig. Zwar bewegen sich die Gegner langsamer als der eigene Charakter, allerdings gibt es in den Dungeons genug Engstellen an denen man an einem Kampf nicht vorbei kommt. Außerdem bewegen sich sämtliche Gegner in der näheren Umgebung direkt auf den Helden zu und nehmen ihn in die Zange. Läuft man vor einer Meute weg und manövriert sich dabei in eine Sackgasse aus der man ohne Kampf nicht mehr heraus kommt, dann muss direkt hintereinander gegen jede Gegnergruppe antreten. Das ist dann fast schon schlimmer als Zufallskämpfe.^^. Mit etwas Geschick schafft man es dann aber doch, gerade in den etwas breiteren Gebieten, sich um Gegner herumzumogeln. Diese werden in unterschiedlichen Gebieten durch unterschiedliche Grafiken dargestellt, welche mit der eigentlichen Kampftruppe aber nichts gemein haben und lediglich Makulatur sind. So kann es sein dass die Kampftruppe eines Gegners, welcher als Fee dargestellt wird, aus lauter Schleimen- und die Truppe eines Wolfes aus lauter Skeletten besteht. Zudem gibt es nur wenige verschiedene Gegnertypen die bereits recht früh durch umgefärbte, stärkere Varianten ersetzt werden. Nur selten werden neue Gegner mit neuen Grafiken eingeführt.



https://abload.de/img/collagejjkca.png (https://abload.de/img/collagefukiq.png)


Auf den ersten Blick erinnert das Kampfsystem frappierend an Breath of Fire 2. Auch die Animationen und einige Zauber weisen deutliche Ähnlichkeiten auf. Eine kleine Änderung gibt es dann aber doch, nämlich die ATB-Leiste die das Kampfsystem um eine Echtzeitkomponente erweitert. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Zeit zumindest in den Menüs oder bei der Gegnerauswahl anzuhalten - obwohl es im Hauptmenü eine Einstellungsmöglichkeit gibt, die allerdings nicht funktioniert - und so steht man ständig unter Strom. Es ist daher ratsam, sich die wichtigsten Zauber und Gegenstände manuell an den oberen Positionen im Menü anzuordnen. Gerade mit vier Charakteren erinnert das ganze an schlimmste Final Fantasy 10-2 Zeiten (Moment, war das Spiel überhaupt irgendwann mal nicht schlimm? :D) und man ist heilfroh, wenn die Balken aller vier Charaktere gerade aufladen oder das Geschehen durch eine Zauberanimation zum Stillstand kommt, so dass man mal durchschnaufen und einen prüfenden Blick auf die aktuellen HP werfen kann. Letzteres ist äußerst wichtig, denn das Balancing in den Kämpfen ist ziemlich im Eimer. Während Gegner mit ihren Standardattacken so gut wie keinen Schaden verursachen, können sie, sollten sie eine Technik oder einen Zauber einsetzen, einen Charakter schon mal mit einem einzigen Angriff niederstrecken. Zumindest am Anfang, wenn man noch nicht so viel HP hat. Später tut es immerhin so weh dass man sofort gegenheilen sollte. Wenn man Pech hat greifen aber zwei Gegner direkt hintereinander denselben Charakter an und er ist erst mal tot. Solange man noch keine Wiederbelebungszauber besitzt ist das recht ärgerlich, wobei man fairerweise erwähnen muss dass gefallene Charaktere nach dem Kampf automatisch mit einem HP wiederbelebt werden. Diese Probleme im Balancing spiegeln sich allerdings nicht nur in den Angriffen der Gegner wieder, sondern auch in den Kampfbelohnungen. So erhält man von einigen Gegnern in denselben Dungeons, trotz vergleichbarer Stärke zu anderen Vertretern, ungleich mehr Erfahrung oder Geld.
Die Bosskämpfe unterscheiden sich lediglich in der Anzahl der HP von normalen Kämpfen. Im Grunde analysiert man einmal die Schwachstelle des Gegners und beharkt diesen dann mit dem entsprechenden Elementarzauber, während man sämtlichen Schaden immer wieder gegenheilt.
Wenn die ATB-Leisten mehrerer Charaktere gleichzeitig aufgeladen sind kann zwischen ihnen umhergeschaltet werden. Dabei ist mir aber aufgefallen dass man sie nicht in der Reihenfolge in der sie im Kampfmenü angeordnet sind wechselt, sondern in der Reihenfolge in der sie bereit waren. So kann es sein dass man nach links klickt um den linken Charakter auszuwählen, der Cursor aber nach rechts springt weil dieser Charakter vorher bereit war. Gerade wenn es im Kampf schnell gehen muss kann das verwirren und man fragt sich, warum die gerade geöffnete Zauberliste nicht so aussieht wie erwartet... alles während die Gegner im Hintergrund weiter agieren.^^'

Einige Kämpfe kann man sich durch Statuskrankheiten etwas erleichtern. Gerade Schlaf ist ziemlich übermächtig, weil das betroffene Ziel durch einen Treffer nicht wieder aufwacht, sondern erst nach einer bestimmten Zeit. Umgekehrt ist es mir aber auch schon passiert, dass meine gesamte Party eingeschläfert wurde und ich nur noch zuschauen konnte. Am Ende des Kampfes werden übrigens sämtliche negativen Zustände aufgehoben.
Da es möglich ist überall zu speichern und man bei einem Game Over, ohne jegliche Konsequenzen, zum letzten Speicherort zurückgesetzt wird, ist das aber nicht weiter tragisch.



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Es gibt einige sehr teure Accessoires die den Schaden bestimmter Elemente halbieren sollen. Nach einigen Tests muss ich aber leider sagen, dass sie überhaupt nicht funktionieren. Daher Finger weg, nicht kaufen, sie sind reine Geldverschwendung!

Magie kann gekauft oder in Schatztruhen gefunden und beliebig zwischen den Charakteren getauscht werden. Da man nur eine begrenzte Anzahl an Slots zur Verfügung hat muss man sich irgendwann von einigen Sprüchen trennen, die man dann aber beim Händler gegen Bares eintauschen kann. Analog dazu können auch Beschwörungen, ähnlich zur Final Fantasy-Serie, gefunden werden. Deren Schaden wird auf alle Gegner verteilt, sprich je weniger Gegner vorhanden sind desto höher fällt der Schaden am Einzelnen aus. Einige Beschwörungen stellen sich dem Spieler zuerst als optionale Bosse in den Weg, ehe sie sich der Gruppe anschließen.
Ansonsten gibt es, mit der Ausnahme eines Pärchens welches man zusammenbringen kann, keine weiteren optionalen Inhalte.

Was aber vorhanden ist sind eine Reihe von Bugs. So kann man einige eigentlich unpassierbare Hindernisse von bestimmten Seiten aus betreten und dann in ihnen umherwandern. Lustigerweise haben mir Gegner die auf mich zugekommen sind die betroffenen Stellen gezeigt. Attacken der Gegner verursachen generell keine Angriffsgeräusche und die Soundeffekte der eigenen Charaktere beim Angriff fallen manchmal aus. Da mir das auch auf der originalen Hardware passiert ist schließe ich ein Emulationsproblem aus. In seltenen Fällen werden im Kampf einige der Gegner oder Charaktere nicht oder nur teilweise angezeigt. Letzteres ist mir ebenfalls auf der originalen Hardware passiert, als ich einen Charakter in die hintere Reihe gestellt habe und es kam zu einem Flackern bei dem dessen Fuß mal angezeigt wurde und mal nicht.
Die Übersetzung scheint hin und wieder etwas inkonsistent zu sein. So wird die Währung meistens Gold, manchmal aber auch Yuan genannt. In einem Schloss stehen zwei NPCs direkt nebeneinander und reden von derselben Person. Während der eine NPC diese Person aber "Sunshine" nennt, betitelt der andere sie als "Sunrise".

Die Grafik präsentiert sich für ein Mega Drive-Spiel überraschend bunt und hochwertig. Sie kann zwar nicht mit späteren Square- oder Enix-Spielen auf dem SNES mithalten, spielt aber trotzdem recht weit oben mit. Wobei sie im Rohzustand unter dem Mega Drive-typischen Dithering leidet und man daher eher an einer Röhre spielen- oder am Emulator einen Weichzeichenfilter anwenden sollte, um den Effekt etwas abzuschwächen. Besonders hervorzuheben ist der pseudeo-3D-Effekt von der Außenansicht der Tempel.



https://abload.de/img/collage9vkvj.png (https://abload.de/img/collagegikkv.png)




Fazit
Brave Battle Saga ist kein schlechtes Spiel, allerdings auch kein wirklich gutes. Man merkt dem Spiel das Alter, aufgrund der mangelnden Tiefe was die Geschichte und Charakterentwicklung angeht, deutlich an. Das alleine würde zwar noch für ein nettes Spiel sprechen, doch da es beim Gameplay am nötigen Feinschliff hapert reicht es auch dazu nicht ganz. Um 1996 dürfte es sicherlich noch ein solides RPG gewesen sein, doch heute fällt meine Bewertung eher verhalten aus.



Wertung: ★☆☆☆☆ (1/5) "Verhalten"


★★★★★ (5/5) "Ausgezeichnet!": Super, hat mich völlig in seinen Bann gezogen
★★★★☆ (4/5) "Äußerst positiv": Sehr gut mit einigen kleinen Macken
★★★☆☆ (3/5) "Positiv": Gut aber konnte mich nicht völlig überzeugen
★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv": Nett aber sticht in keinem Bereich wirklich hervor
★☆☆☆☆ (1/5) "Verhalten": OK aber es gibt doch einige Dinge die mich gestört haben
☆☆☆☆☆ (0/5) "Langweilig bis schlecht": Hat mir nicht wirklich zugesagt, eine weitere Unterscheidung hätte für mich keinen Mehrwert




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► Zur Spieleübersicht

LittleChoco
01.02.2019, 10:58
Bin jetzt auch durch. :)

Und ich frag mich gerade ernsthaft, was ich in meine Rezi schreiben soll, das nicht wie 'n billige Kopie von deinem Text klingt... :( Sogar vier deiner Bilder sind fast genau die, die ich auch verwenden wollte...


Das mit der Umbennenung der Währung und dass man durch manche Hindernisse laufen kann, ist mir gar nicht aufgefallen.

Nayuta
01.02.2019, 21:12
Sauber! :A
Hey, solange deine Meinung die Gleiche ist wie meine ist es doch vollkommen OK wenn du das Gleiche schreibst. Und wer weiß, vielleicht fallen dir beim Verfassen noch Dinge ein die ich nicht bedacht habe. :)

Nayuta
11.02.2019, 03:30
.hack//G.U. Last Recode
~ Add-On: Vol. 4//Reconnection ~

https://s17.directupload.net/images/190211/64txbn56.png (https://s17.directupload.net/images/190211/gy497oyq.png)



Challenge #:
03


System:
Playstation 4 (DE)


Version:
1.01


Erweiterung:
Vol. 4//Reconnection



https://up.picr.de/31412163yg.png





Vorwort
Ursprünglich habe ich die .hack//G.U.-Trilogie 2008 auf der Playstation 2 durchgespielt. Da ich die .hack-Serie generell interessant fand und mir die Spiele gefallen hatten, habe ich mich gefreut dass dem Last Recode-Remake mit Volume 4//Reconnection sogar noch ein Epilog spendiert wurde.
Seit damals ist einiges an Zeit vergangen und meine Erinnerungen an die Handlung sind verblasst, weswegen ich mich mit einigen Videos auf Youtube und Wikieinträgen erst wieder auf den aktuellen Stand bringen musste.

Angefangen habe ich mit der quasi Prolog-Serie .hack//Roots. Da ich diese als äußerst zäh und mit vielen Fillern in Erinnerung hatte, habe ich mich für folgende Zusammenfassung entschieden:

Gleich mal vorweg, ich finde den Typen genauso unsympathisch wie z.B. einen Linkara, aber naja, man nimmt was man kriegt...

.Hack//Retrospective: .Hack//Roots Part 1
Shinta Reviews

https://www.youtube.com/watch?v=-8xvaC5ANcQ

.Hack//Retrospective: .Hack//Roots Part 2
Shinta Reviews

https://www.youtube.com/watch?v=56B9YbqqBro

.Hack//Retrospective: .Hack//Roots Part 3
Shinta Reviews

https://www.youtube.com/watch?v=-QKP3R04d6c
Anschließend habe ich mir die Videosequenzen aller drei Teile als Film angesehen.

.hack// G.U. vol.1 Rebirth - Game Movie | 1080p 60fps HD PS4 pro [English]
Dungeons & Caldo Verde

https://www.youtube.com/watch?v=jNTooZEXimA

.hack// G.U. vol.2 Reminisce - Game Movie | 1080p HD PS4 Pro [English]
Dungeons & Caldo Verde

https://www.youtube.com/watch?v=_sM6FDqIxBc

.hack// G.U. vol.3 Redemption - Game Movie | 1080p HD PS4 Pro [English]
Dungeons & Caldo Verde (wegen Urheberrechtsgequängel mussten hier leider viele Abschnitte stummgeschaltet werden)

https://www.youtube.com/watch?v=pIelV63JzWA
Rechne ich mal die Vorbereitung und die Spielzeit zusammen komme ich locker auf über 30 Stunden die für dieses Projekt draufgegangen sind.^^


Die Erweiterung
Wie im Hauptspiel schlüpft man auch dieses Mal wieder in die Rolle von "Guess I'll log out and go check my e-mail or something"-Haseo, einem Charakter den man bereits aus .hack//Sign kennt, auch wenn er dort unter einen anderen Pseudonym aufgetreten ist, nämlich...


https://s17.directupload.net/images/190211/wdv3es4o.jpg

Sora, unser allseits beliebter, zehnjähriger Player Killer, der weiblichen Spielern auflauert, deren Accountadresse erpresst und sie meuchelt wenn sie dem nicht beikommen. Nun, seit den Ereignissen in The World R:1 sind knapp sieben Jahre vergangen und er kann sich ohnehin nicht mehr an die damaligen Geschehnisse erinnern, seit er aus seinem Koma erwacht ist.
Naja, seinem Player Killer-Fetisch frönt er auch in The World R:2 als "Terror of Death" wieder. Außerdem darf er sich endlich seinen lange gehegten Traum aus R:1 erfüllen und baut sich nach und nach einen Harem auf.^^


https://s17.directupload.net/images/190211/w8zifvtl.png

Das hat für die Handlung zwar keine weitere Bedeutung, erklärt aber zumindest den ein oder anderen Charakterzug (naja "erklären" ist wohl etwas weit hergeholt, aber man akzeptiert es zumindest eher).

Seit Volume 3 sind knapp 15 Monate vergangen. The World R:2 wird zum Ende des Jahres abgeschaltet und es sind nur noch wenige Tage bis dahin. Mittlerweile haben bereits viele Spieler das Spiel verlassen und nur noch ein harter Kern hält die Stellung. Die Wartung wurde fast vollständig eingestellt, das Spiel steckt voller Bugs und die meisten Gebiete und Interaktionsmöglichkeiten wurden gesperrt. Doch Haseo hat noch eine einzige dringende Sache, die es zu erledigen gilt. Mitten in seinem Unterfangen trifft er ein mysteriöses Mädchen namens Kusabira die ihn bittet, ihren Bruder aus den Fängen eines gefährlichen Monsters zu befreien. Da sie ihm anbietet ihm bei seinem Problem behilflich zu sein und mit Informationen lockt, die ein normaler Spieler nicht wissen kann, willigt er schließlich ein.



https://s17.directupload.net/images/190211/efmkoq3y.png (https://s17.directupload.net/images/190211/vh3swzku.png) https://s17.directupload.net/images/190211/d2hmzjga.png (https://s17.directupload.net/images/190211/x7bmdh5x.png)


Da ich auf der Playstation 4 keine Spielstände der vorangegangenen Teile hatte, habe ich Volume 4 mit dem vorgefertigten Spielstand begonnen. Allerdings im normalen- und nicht im Cheatmodus. Eigentlich wäre man zu dieser Zeit Level 150, ich bin aber auf Level 135 gestartet. Daher habe ich zuerst das halbe Dutzend optionaler Dungeons absolviert um mich aufzustufen, bevor ich die Handlung vorangetrieben habe. Dadurch konnte ich noch einmal das Gameplay und vor allem das Kampfsystem verinnerlichen, ohne dass die Gegner bereits beim reinen Anblick umkippen.^^

Die Dungeons sind noch genauso generisch wie ich sie in Erinnerung hatte. Sie sind zwar nicht zufallsgeneriert, sehen aber so aus. Wahrscheinlich wurden sie ursprünglich sogar generiert und dann lediglich in dieser Form ins Spiel importiert. Wer die Dungeons der letzten Tales-Spiele schon generisch findet, der wird hier jedenfalls seinen Nemesis finden. :D
Natürlich wollen sich andere Charaktere immer in Dungeons mit einem treffen um Informationen auszutauschen, aber selbstverständlich nicht am Anfang am Warpportal, sondern im untersten Stockwerk. Der Durchmarsch ist gleich deutlich angenehmer geworden als ich den Ap Do Zauber für mich wiederentdeckt habe, der die Laufgeschwindigkeit verdoppelt.
In den Dungeons gibt es zahlreiche Truhen oder sonstige Gefäße, in denen alle der exakt gleiche Gegenstand enthalten ist. Man wird regelrecht damit überflutet. Selbst in der kurzen Spielzeit des Epilogs bin ich an die Grenzen des Inventars gestoßen.^^ Glücklicherweise gibt es noch ein Lager auf welches man an den großzügig verteilten Warpportalen zugreifen darf. Die Gegenstände kann man aber immerhin zum Tauschen mit NPCs verwenden und kann sich dadurch recht gute Heilgegenstände zusammenklauben. Da diese ihren Vorrat nach einem Besuch in einem Dungeon wieder auffüllen hat man so praktisch eine schier unerschöpfliche Quelle. Ich erinnere mich noch daran wie ich damals in den Hauptspielen nach jedem Dungeon erst wieder alle NPCs in den Städten abklappern musste um meinen ganzen Krempel loszuwerden und gegen bessere Sachen einzutauschen, denn verkaufen bringt nicht viel.

Kämpfe funktionieren immer nach dem gleichen Muster. Man greift den Gegner von hinten an um den ersten Treffer im Kampf zu erlangen. Anschließend versucht man noch zwei bis drei weitere Treffer unterzubringen ehe der Gegner mit seiner Attacke antwortet. Um nicht getroffen zu werden setzt man nun eine Technik ein, entweder eine gegen die der Gegner anfällig ist, was durch ein Blinken signalisiert wird und eventuell zu einem Wechsel der Waffe führen kann oder, wenn mehrere beieinander stehen, eine die alle Gegner trifft. Ab der vierten Form setzt man durch dem Skill Trigger mit einer weiteren Technik nach und während der Abklingphase beharkt man den Gegner mit normalen Attacken. Bis man wieder Skills einsetzen kann sollte der Gegner nun in eine Phase geprügelt worden sein in der er sehr anfällig gegen Techniken ist, woraufhin man wieder eine einsetzt und dieses mal mit einer so genannten Rengeki-Attacke besonders viel Schaden anrichtet sowie die Moral der eigenen Truppe erhöht. Ist die Moralleiste weit genug aufgeladen kann man in den Awakening-Modus schalten und, je nach Voreinstellung, entweder einen besonders starken Spezialangriff ausführen oder die Attribute aller Partymitglieder für eine gewisse Zeit verdoppeln.
Joa und mehr ist an dem Kampfsystem auch nicht dran. Die KI ist intelligent genug um automatisch zu heilen, negative Zustände aufzuheben oder mit Gegenständen die MP wiederherzustellen.
Gegen Ende erhält Haseo seine fünfte Form. Dadurch wird das Kampf- und auch das Fähigkeitensystem etwas simplifiziert, indem der Waffenwechsel komplett wegfällt. Stattdessen haben alle Techniken nun ein bestimmtes Waffenattribut. Sprich, ab diesem Zeitpunkt im Spiel spamt man eigentlich nur noch Techniken, wodurch das Kampfsystem noch trivialer wird als es ohnehin schon ist. Man fühlt sich total überpowert und naja, ich glaube ab dieser Phase ist das von den Entwicklern auch so gewollt, immerhin soll Volume 4 ein kleiner Bonus für Fans sein. Es gibt sowieso nur noch drei Dungeons die man in dieser Form bestreitet und lediglich der Postgame-Dungeon befindet sich auf dem Maximallevel, man würde also so oder so alle Gegner oneshotten.
Neben den normalen Kämpfen darf man aber auch noch einen Avatarkampf bestreiten, was für nette Abwechslung sorgt.



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An Städten sind lediglich Mac Anu und etwas später der Netslum verfügbar. Darin tummeln sich eine handvoll NPCs, aber auch die ganzen Charaktere die man im Verlauf der Handlung rekrutiert hat. Da ich mit einem vorgefertigten Spielstand angefangen habe fehlten mir einige der optionalen Charaktere. Mit diesen kann man ein Pläuschchen halten, handeln oder sie in die Party einladen und gemeinsam durch die Dungeons streifen.

Aus technischer Sicht merkt man dem Spiel sein Alter deutlich an. Die Grafik läuft mittlerweile zwar mit 60 Frames in der Sekunde, war damals aber schon nicht auf höchstem Niveau und heutzutage wirken die blockigen Charaktere und Hintergründe umso hässlicher. Außerdem wurden die Texturen durch einen hässlichen Schmierfilter gejagt. Auch dass sich die Lippen bei Dialogen nicht bewegen, keine Mimik vorhanden ist und Bewegungen abgehackt sind wirkt befremdlich. Und dann auch noch diese Affenpranken der Charaktere... :D Hin und wieder werden in Dialogen einige kurze Sequenzen mit detaillierteren Charakteren eingestreut bei denen diese Mankos nicht existent sind. Da diese Sequenzen aber deutlich sichtbar nur mit 30 Frames laufen schätze ich mal, dass es sich dabei um Videos handelt. Apropos, der Epilog bietet einige neue gerenderte Videosequenzen in einer Mischung aus Anime- und CG-Look, bei denen die Animationen und sogar Kamerafahrten aber extrem abgehackt- und überhaupt nicht stimmig sind. Man hat offenbar versucht den Stil der Berserk-Filme zu replizieren, ist dabei aber über das Ziel hinausgeschossen.

Es gibt noch zahlreiche Änderungen bzw. Einschränkungen gegenüber dem Hauptspiel, auf die ich hier aber nicht eingehen möchte. Stattdessen verweise ich auf folgenden Artikel: .hack//Wiki Last Recode (https://dothack.fandom.com/wiki/Last_Recode)



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Die meisten Stücke die im Hintergrund laufen sind recht stimmungsvoll, ruhig, mystisch oder mit einem orientalischen Touch versehen. Besonders an storyrelevanten Orten oder in den zahlreichen Zwischensequenzen dreht das Spiel mit einer ganzen Palette gesungener Lieder so richtig auf, seien es nun die choralen Melodien mit ihren Sopranistinnen und Tenören oder klassische Poplieder. Diese gehören mitunder zum Besten was es im Genre zu hören gibt und brauchen sich meiner Meinung nach stilistisch nicht vor Kompositionen von z.B. Yuki Kajiura verstecken. Zumindest wenn man mal von der teils recht eigenwilligen Interpretation der deutschen Sprache absieht. :D
Für Volume 4 wurden sogar eine ganze Reihe neuer Stücke aufgenommen, die größtenteils an die Qualität des Hauptspiels heranreichen. Ausgewählte Lieder des Soundtracks laufen bei mir schon seit Tagen die Playlist rauf und runter.

Flying Dawn ~Opening Loop Demo~

https://www.youtube.com/watch?v=Ck3ERYKDx-w

Gentle Hands
(Yasashii Ryoute [Japanese Version])

https://www.youtube.com/watch?v=pef9uSOg9WE

The Hope of Dawn

https://www.youtube.com/watch?v=rRWJYR2B67U

Beyond the Steep Mountains ~Opening Loop Demo 2~

https://www.youtube.com/watch?v=jxctMvmNCws

Come back to The World
Last Recode Vol. 4//Reconnection

https://www.youtube.com/watch?v=lYgxeHogjFY

Final Battle - Shadow Vegalta
Last Recode Vol. 4//Reconnection

https://www.youtube.com/watch?v=LQzI3qaAAHY

You Smiled Kindly

https://www.youtube.com/watch?v=5yxmvwhDpto



https://s17.directupload.net/images/190211/s4l2rcny.png (https://s17.directupload.net/images/190211/oruovb7w.png)

Haseo: "WTF wie konnte es nur dazu kommen?!?" :eek:
Ovan: "Heh..." 8-):herz:
Atoli: "W-w-wwwww-wa... was passiert hier?!?" :|
Alkaid: "*grrr* Na warte, Haseo!" >:(
Syllabus, Gaspard, Bo: "Yay, Haseo!" (*_*)
Endrance: "Welch Tragödie, mein Leben ist verwirkt, Haseeeooooo..." x_x
Aina: "Was hat er nun schon wieder ausgeheckt..." -_-'
Tabby: "Ein tolles Paar!" ^w^
Shino: "Meine Güte, das hätte ich nun nicht gedacht." :o
Kuhn: "Na wenn er drauf steht. Mehr Chicks für mich!" :A
Pi: "Hmm was hat er gegen ältere Frauen?" :%
Yata: "Faszinierend." :rolleyes:




Fazit
Alles in allem finde ich Volume 4//Reconnection einen gelungenen Epilog der die Handlung abrundet und zu einem zufriedenstellenden Finale führt. Das Spiel hat mich atmosphärisch sofort wieder gefangen, wobei es das hauptsächlich durch die Story und die Charaktere geschafft hat. Das Gameplay hingegen ist eher Mittelmaß und das Leveldesign lässt arg zu wünschen übrig, wobei das hier aufgrund des geringen Umfangs nicht so sehr ins Gewicht fällt. Dafür entschädigt sowieso der grandiose Soundtrack!
Einem weiteren Teil der Reihe stehe ich jedenfalls offen und positiv gegenüber, sollte es jemals dazu kommen. Im Spiel wurden einige Andeutungen in diese Richtung gemacht, doch ob die etwas zu bedeuten haben steht auf einem anderen Blatt.



Wertung: ★★★★☆ (4/5) "Äußerst Positiv"


★★★★★ (5/5) "Ausgezeichnet!": Super, hat mich völlig in seinen Bann gezogen
★★★★☆ (4/5) "Äußerst positiv": Sehr gut mit einigen kleinen Macken
★★★☆☆ (3/5) "Positiv": Gut aber konnte mich nicht völlig überzeugen
★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv": Nett aber sticht in keinem Bereich wirklich hervor
★☆☆☆☆ (1/5) "Verhalten": OK aber es gibt doch einige Dinge die mich gestört haben
☆☆☆☆☆ (0/5) "Langweilig bis schlecht": Hat mir nicht wirklich zugesagt, eine weitere Unterscheidung hätte für mich keinen Mehrwert


Mobile: ←L/R→ wischen für mehr Details


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Pic
Titel
System
Typ
Wertung


01
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.hack//G.U.
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PS2/PS4
BasisspielErweiterung
★★★★☆
(4/5)


02
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.hack (IMOQ)
https://up.picr.de/31412161ds.png
PS2
Basisspiel
★★★☆☆
(3/5)






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StarOceanFan
17.02.2019, 20:57
Jetzt hab ich wieder Lust bekommen meinen .hack GU Spielstand weiterzuspielen. Ich war irgendwo in Vol. 3, als dann die Nioh: Definitve Edition mich letztes Jahr mit besserem Gameplay gelockt und letztendlich verführt hat. Vielleicht lege ich es dieses Jahr nochmal rein, muss aber nochmal in die richtige Stimmung für dieses monotone Gameplay kommen. Die wenigen Zwischensequenzen waren aber immer ziemlich geil inszeniert, das habe ich noch abgespeichert.

Nayuta
18.02.2019, 00:59
Naja knapp 14 Stunden alleine für Storysequenzen in den ersten drei Volumes ist schon einiges, auch wenn es sich durch das gestreckte Gameplay vielleicht nach weniger anfühlt.^^






Devil Summoner: Raidou Kuzunoha vs. The Soulless Army
~ Ersteindruck ~

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Eigentlich bin ich kein Fan von Monsterfangspielen, da mir das zum einen zu lästig ist und ich zum anderen nicht viel mit solchen Viechern anfangen kann. Trotzdem wirkt die Shin Megami Tensei-Serie einen gewissen Reiz auf mich aus, hauptsächlich wegen der Szenarien. Jedenfalls wenn es um die Nebenserien wie Persona oder Digital Devil Saga (welches angenehmerweise auf das Monsterfangen verzichtet) geht. Mit der Hauptserie konnte ich mich bisher nicht sonderlich gut anfreunden, da mir diese zu archaisch ist, sei es nun im Gameplay oder in der Präsentation.
Die Devil Summoner-Reihe um Raidou Kuzunoha ist eine weitere Nebenserie auf die ich bereits länger ein Auge geworfen habe. Hauptsächlich wegen dem Setting im Japan der 1920/30er Jahre, aber auch wegen dem für die Serie ungewöhnlichen Action-Kampfsystem oder der Tatsache, dass es eines der wenigen Playstation 2 RPGs ist welches noch komplett auf vorgerenderte Hintergründe setzt.

Ich habe nun bis in das zweite Kapitel hineingespielt. Bisher muss ich leider sagen, dass ich noch nicht völlig von dem Spiel überzeugt bin. Das Nervigste ist definitiv, dass man beim Erkunden der Stadtteile ständig von Zufallskämpfen unterbrochen wird. Dabei wird man in dem Spiel ständig von A nach B geschickt, was die Sache nicht gerade angenehmer macht. Die Zufallskämpfe an sich sind insofern fragwürdig, da offenbar sämtliche Stadtteile in einer dunklen Version auch als Dungeons zweitverwertet werden. Wenn sie also ohnehin als Dungeons herhalten, wieso dann noch mal zusätzliche Zufallskämpfe in den normalen Varianten?
Das Kampfsystem ist jetzt auch nicht gerade der Hit. Hauptsächlich weil sich Raidou doch eher gemächlich bewegt und das Geschehen ebenfalls in einer vorgerenderten Arena spielt. Das kann schon mal zu Übersichtsproblemen führen, wenn man die hinteren Gegner angreift, diese allerdings von den Vorderen verdeckt werden. Außerdem können Gegner außerhalb des sichtbaren Bereichs landen und wenn man nicht aufgepasst hat wo sie sind muss man sie erst wieder suchen.
Zur Geschichte kann ich logischerweise noch nicht viel sagen. Bisher hat sie mich zwar noch nicht an den Haken genommen, allerdings bin ich noch recht früh im Spiel und das kann sich im weiteren Verlauf der Handlung ja noch ändern. Das Setting und die Atmosphäre wissen aber schon mal zu gefallen.

Nayuta
28.02.2019, 16:30
Devil Summoner: Raidou Kuzunoha vs. The Soulless Army

https://abload.de/img/devil-summonergwkho.jpg (https://abload.de/img/devil-summoner6wjlz.jpg)



Challenge #:
04


System:
Playstation 2 (NTSC-U)



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Das Spiel
Wir schreiben das fiktive Jahr 20 in der Taisho-Periode, was ungefähr den frühen 1930er Jahren entspricht und sich später als eine alternative Dimension herausstellt. Japan befindet sich im Zuge der Industrialisierung im Umbruch. Alte Traditionen werden zugunsten des schnellen Reichtums verdrängt und immer mehr Menschen strömen in die Städte, was die Balance zwischen der realen und der dunklen Welt stört. Das wiederum zieht Dämonen an, die durch Risse zwischen der reellen und der spektralen Welt schlüpfen und für viele Verbrechen verantwortlich sind.
Zum Schutze der "Hauptstadt" werden Dämonenbeschwörer vom Geschlecht der Kuzunohas eingeteilt. Der namenlose Protagonist erbt den Titel des vierzehnten Raidou Kuzunoha und hilft als Assistent und Nachwuchsdetektiv in der Narumi-Detektei dem gleichnamigen Inhaber Shouhei Narumi dabei, Fälle der etwas übersinnlicheren Art aufzuklären.
Eines Tages nimmt ein mysteriöses Mädchen mit den beiden Kontakt auf und konfrontiert sie mit der aberwitzigen Bitte, sie zu töten. Noch ehe die beiden Detektive verarbeiten können was von ihnen verlangt wird, tauchen vermummte Gestalten in roten Uniformen auf und entführen das Mädchen. Raidou stellt sich ihnen zwar in den Weg, unterliegt allerdings chancenlos. Von nun an versuchen Raidou und Shouhei herauszufinden, wer dieses Mädchen ist und welche Umstände sie umgeben. Schon bald finden sie heraus, dass sie an einer Sache dran sind die weit über eine einfache Entführung hinaus geht. Doch mitten in ihren Ermittlungen stellt sich ihnen ein weiterer, unbekannter Dämonenbeschwörer in den Weg.

Die meiste Zeit ist man nun damit Beschäftigt, Informationen über das Mädchen, welche sich als Kaya Daidouji, die Tochter einer reichen Familie mit Geldsorgen herausstellt, zu sammeln und über weitere Hinweise eine Verschwörung nationalen Ausmaßes aufzudecken. Dem stummen Protagonisten steht dabei der sprechende Kater Gouto zur Seite, der die Geschehnisse immer mal wieder kommentiert. Da dieser allerdings nur von Raidou und anderen übernatürlichen Wesen verstanden werden kann, fungiert er hauptsächlich als Vermittler zwischen dem Spieler und dem Spielcharakter und formuliert das in Worte, was sich der Spieler sowieso denkt und eigentlich von Raidou hören möchte. Andere Charaktere wie Shouhei Narumi oder die Reporterin Tae Asakura finden leider nur in einigen wenigen Ereignissen am Rande statt und erhalten allenfalls mal am Anfang und am Ende eines Kapitels einige Szenen. Im Grunde ist Raidou eine One-Man-Show. Wenn die Ermittlungen mal ins Stocken geraten kann man davon ausgehen, dass eine Begegnung mit einem Antagonisten folgt der dann, wie es sich gehört, brav ein paar kleine Brotkrümel des überspannenden Plans hinwirft, die die Geschichte etwas weiter vorantreiben, ehe er sich aus dem Staub macht und einen Dämonen-Endboss als Abschiedsgeschenk hinterlässt. Offenbar wussten die Autoren nicht, wie sie entsprechende Hinweise clever in die Ermittlungen integrieren konnten. Alles in allem ist die Geschichte zwar irgendwie interessant, wird aber auch recht oberflächlich und in nur wenigen Szenen fortgeführt. Sie lässt außerdem etwas an Spannung vermissen und gegen Ende werden viele Puzzlestücke, die zum Verständnis der Handlung benötigt werden, einfach in kurzen Dialogen von NPCs mit einem fürchterlichen Slang vermittelt.
Was mich am meisten gestört hat ist, dass am Ende viele Fragen, besonders bezüglich des eigentlichen Antagonisten, offen bleiben.

Bei diesem handelt es sich um einen Raidou Kuzunoha der aus der nicht näher konkretisierten Zukunft, höchstwahrscheinlich jenseits der 2050er Jahre, kommt. Er will den Lauf der Geschichte "korrigieren", da die Menschheit in der Zukunft wohl einen gewaltigen Fehler zu begehen scheint. Um was für ein Ereignis es sich dabei handelt, darauf wird nie näher eingegangen. Ich könnte mir vorstellen dass hier Bezug auf ein anderes Shin Megami Tensei-Spiel genommen wird, da einige ja in einer postapokalyptischen Zukunft spielen, bin mir aber nicht sicher.

Allerdings wurde offenbar Terminator-Rasputin von einer dritten Partei ebenfalls in die Vergangenheit geschickt, um den korrekten Verlauf der Geschichte sicherzustellen. Jetzt arbeiten aber beide auf die Erweckung des Seelenlosen Gottes und somit die Zerstörung der Hauptstadt/Japans/der gesamten Welt hin. Zukunfts-Raidou indem er Munakata das Blut von Kaya und den Energiestein für den Satelliten gibt und Rasputin indem er den reibungslosen Ablauf des Projekts sicherstellt und eventuelle Störquellen, wie den Raidou der Gegenwart, beseitigt. Ich finde es komisch dass beide offenbar dasselbe Ziel verfolgen, das ergibt keinen Sinn. Irgendein Puzzlestück fehlt mir hier noch für das Verständnis.

Außerdem frage ich mich wie lange Zukunfts-Raidou bereits versucht seinen Plan umzusetzen. Er meint in einem Dialog, dass sich ein bestimmter Stadtteil seit der Edo-Periode kaum verändert hat. Also muss er bereits noch weiter in der Vergangenheit gewesen sein. Die verschüttete Shinzo-Statue, die den Energiestein trägt, soll bis auf die Gründungszeit der Stadt, mehrere hundert Jahre in der Vergangenheit, zurückreichen. Zukunfts-Raidou muss also bereits dort sein Unwesen getrieben haben, immerhin nennt er den Stein "EL 200", was ein recht futuristischer Name ist. Man kann daher wohl davon ausgehen, dass es sich nicht bloß um ein altertümliches Artefakt handelt und er ihn selbst in die Vergangenheit gebracht hat. Hat er also bereits seit hunderten von Jahren versucht, die Geschichte aktiv zu verändern und wurde aufgehalten, oder war das nur die Vorbereitung für die aktuellen Ereignisse und er springt munter in der Zeit umher?

War sich die Daidouji-Familie darüber im Klaren und tötet deswegen bereits seit Generationen die weiblichen Nachkommen bei Erreichen des sechzehnten Lebensjahres? Weil der Zukunfts-Raidou - oder Dämon, wie sie ihn nennen - von seinen Vorfahren nur unter diesen Voraussetzungen Besitz ergreifen kann?

Woher hat er am Ende plötzlich einen zweiten Seelenlosen Gott und wieso funktionierte dieser augenscheinlich ohne die Energie des Satelliten bzw. des Energiesteins? War bei diesem die Energiequelle bereits integriert? Kam dieser Gott aus einer anderen Dimension? Warum ändert er dann dort nicht den Verlauf der Geschichte, anstatt sich darüber zu ärgern dass es in dieser nicht funktioniert hat? Warum kann er den Gott nicht mehr in dieser Zeit sondern nur im Arkanen Korridor einsetzen? Und warum hat er angeblich "alles verloren" und springt nicht einfach in der Zeit zurück um es erneut zu versuchen?

Möglicherweise wird hier im Nachfolger etwas Licht ins Dunkel gebracht. In der Endsequenz wird Raidou von einem Raben beobachtet und das ist ja meist ein Indiz für eine weitere Partei die ihre Finger mit im Spiel hat.




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Das Spiel ist eines der wenigen JRPGs auf der Playstation 2, welches fast komplett auf vorgerenderte Hintergründe setzt. Lediglich das Zimmer der Detektei und der Fusionsraum sind komplett in 3D ausmodelliert. Ich finde das etwas komisch, zwar finden in der Detektei einige Szenen statt und es ergibt durchaus sinn den Raum aufgrund unterschiedlicher Perspektiven in 3D zu modellieren, allerdings gibt es auch andere Schauplätze mit vorgerenderten Hintergründen, die aus mehreren unterschiedlichen Sichtwinkeln gezeigt werden.
Jedenfalls sorgen die Hintergründe dafür, dass genügend Rechenzeit übrig bleibt um dutzende NPCs gleichzeitig auf dem Bildschirm darzustellen und so eine belebte Stadt zu simulieren. Die unterschiedlichen Kleidungsstile, von traditionellen Kimonos bis hin zu westlichen Anzügen und Kostümen, umherlaufende Rikschafahrer und überproportional viele Ausländer im Hafenviertel, fahrende Autos auf den Straßen und Straßenbahnen die artig anhalten wenn man sich davor stellt, sorgen für die Vermittlung der nötigen Stimmung der vorherrschenden Epoche. Und wenn ein Mädchen in Schuluniform neben einem hochgewachsenen, galanten Frackträger mit Pfeife und Zylinder herläuft, kann wohl jeder vermuten, wie der Hase läuft. Eine Interaktion mit dieser Menschenmenge ist aber nicht möglich, eine Kollisionsabfrage gibt es nicht, was in dem Getümmel wohl auch besser ist.^^ Lediglich die NPCs die herumstehen sind ansprechbar und erhalten innerhalb eines Kapitels mehrmals nach bestimmten Ereignissen neue Dialoge. Es ist cool wenn man sich immer wieder mit ihnen unterhält, versteht wie sie ticken und sie dann, wenn sie mal ihre Position wechseln und in einem anderen Stadtteil auftauchen, anhand ihrer Art und Themen, sofort wiedererkennt um wen es sich handelt, obwohl sie keine Namen haben und manchmal unterschiedliche Kleidung tragen.
Leider können nur ganz ganz wenige Gebäude betreten werden und wenn es mal möglich ist, dann bestehen die meisten Zimmer aus statischen Hintergründen die man aus der Egosicht betrachtet und auch nicht weiter darin interagieren kann. Ebenso enttäuschend ist die Weltkarte, die die verschiedenen Stadtteile miteinander verbindet. Hier steuert man lediglich eine nicht animierte "Mensch ärgere dich nicht"-Figur über ein Netzwerk aus Linien und trifft hin und wieder auf andere, farblich abgehobene "Mensch ärgere dich nicht"-Figuren, die NPCs darstellen sollen, mit denen man auch interagieren kann. Das mag vielleicht traditionell für die Shin Megami Tensei-Reihe sein, macht es aber nicht besser. Alternativ dazu kann man, gegen einen Obolus, die Straßenbahn nutzen und erhält später die Möglichkeit zur Überquerung der Wasserwege.

Die Geschichte ist in mehrere Kapitel aufgeteilt, die von reinen Umherlauf-Kapitel bis hin zu reinen Dungeon-Kapitel reichen. Meistens ist es aber eine gesunde Mischung aus beidem. Gerade dass man aber oft von A nach B über C geschickt wird kann nervig werden, da man dabei nie ungestört ist. Bis auf wenige Ausnahmen kommt es nämlich überall in der Stadt zu Zufallskämpfen. Das ist in neuen Gebieten jetzt nicht sonderlich schlimm, nervt aber besonders wenn man durch ältere hindurch muss - und sei es nur der kurze Weg von der Detektei bis zum Antiquitätenhändler, bei dem man sich ausrüsten und Dämonen fusionieren kann. Noch unverständlicher macht diese Tatsache, dass sämtliche Stadtteile ebenso in einer dunklen Variante 1:1 als Dungeons zweitverwertet werden, es zusätzlich zu den dedizierten Dungeons also wirklich genug Möglichkeiten zum Kämpfen gibt und es in der Stadt nun echt nicht hätte sein müssen. Immerhin kann man die Zufallskämpfe durch bestimmte Gegenstände oder Fähigkeiten der Dämonen reduzieren oder ganz verhindern, wenn das eigene Level höher ist als das der Gegner und so die Zähigkeit etwas reduzieren, zumindest wenn man nach den ersten paar Kapiteln genügend Kapital angespart hat um sich die Sachen zu leisten.



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Die Dämonen, die man fangen oder fusionieren kann, unterscheiden sich nicht nur in ihren Statuswerten oder Kampffähigkeiten voneinander, sondern besitzen auch Fähigkeiten die zur Interaktion mit anderen NPCs oder der Umgebung genutzt werden können. So kann man Hitzköpfe beruhigen, Niedergeschlagene aufmuntern, Leute betören oder ihre Gedanken lesen, um so an weitere Informationen für seine Ermittlungen zu gelangen - oder auch einfach nur so zum Spaß. Kleine Dämonen können sich durch enge Öffnungen zwängen, fliegende zu unerreichbaren Orten gelangen und starke Dämonen Hindernisse aus dem Weg räumen. Zusätzlich zu einer ausgewogenen Kampftruppe sollte man also auch Dämonen mit diesen Fähigkeiten in petto haben, was besonders zu Beginn, wenn man noch nicht über genügend Slots für diese verfügt, gar nicht mal so leicht ist.

Eine Sache die mich am Spiel wohl am meisten gestört hat ist, dass es unglaublich geschwätzig ist. Für jede Kleinigkeit müssen teilweise zig Textboxen weggeklickt werden. Man setzt die Fähigkeit eines Dämonen ein: Textbox wegklicken. Man schickt einen Dämon auf Reisen: Textbox wegklicken. Man kehrt mit dem Dämon zurück: Textbox wegklicken. Man öffnet eine Schatztruhe: Textbox die fragt ob man die Truhe wirklich öffnen will. Immer und jedes Mal. Auch wenn man es schon zum tausendsten Mal macht. Und das sind jetzt nur einige wenige Beispiele von dutzenden.

Wie bereits erwähnt werden die Stadtteile in dunklen Varianten als Dungeons verwendet. Dort verhindern meist magische Barrieren, dass man direkt zum Ziel laufen kann und verwandeln diese somit in kleine Hindernisparcours. Daneben gibt es aber auch eigenständige Dungeons, in denen es hin und wieder ein kleineres Puzzle zur Auflockerung gibt. Alle haben gemein, dass sie angenehm kurz und nicht so übertrieben lang wie in anderen Shin Megami Tensei-Ablegern sind. Man stößt hier auch immer wieder auf andere NPC-Dämonen mit denen man interagieren kann und die teilweise in die Lösung der Puzzles integriert sind. Manche Barrieren können nur von Dämonen durchschritten werden. Diese kann man eigenständig losschicken und steuern, während Raidou an Ort und Stelle verweilt. Doch Vorsicht, während dieser Ausflüge kommt es nach wie vor zu Zufallskämpfen, in denen der Dämon dann auf sich alleine gestellt ist. Der Spieler kann den Dämon wie Raidou steuern, ich selbst bin aber lieber aus dem meisten Kämpfen geflohen und habe es gar nicht erst auf einen möglichen Tod ankommen lassen. Es gibt auch immer wieder Tore, die sich nur durch bestimmte elementare Angriffe zerstören lassen. Da diese meistens immun gegen Raidous Elementarpatronen sind, ist es wichtig eine vielseitige Dämonenparty dabei zu haben, da man auf deren Elementarangriffe zurückgreifen muss. Zwar streifen in der Umgebung immer Dämonen mit der passenden Eigenschaft umher die man einfangen kann, aber wenn man gerade keinen freien Slot zur Verfügung hat und daher einen anderen Dämon, den man noch nicht registriert hat, freilassen muss, kann das äußerst unschön sein.



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Im Kampf steuert man immer Raidou selbst. Zusätzlich kann einer aus den bis zu zwölf Dämonen, die man mit sich führt, beschworen werden. Ungewöhnlich für die Shin Megami Tensei-Reihe ist, dass es sich hierbei um ein Action- und nicht um ein rundenbasiertes Kampfsystem handelt. Dementsprechend kann das Press-Turn-System, bei dem man einen zusätzlichen Zug erhält wenn man die Schwachstelle eines Gegners ausnutzt, so nicht umgesetzt werden. Stattdessen werden Kampfteilnehmer bei solchen Angriffen für eine gewisse Zeit betäubt und man kann einen kritischen Treffer landen oder, im Falle gegnerischer Dämonen, diese einfangen, wenn man sie zuvor genug geschwächt hat und sie das eigene Level nicht übersteigen.
Der Kampf findet in vorgerenderten Arenen statt, was leider zu Übersichtsproblemen führen kann wenn man Gegner in der hinteren Reihe angreifen will und diese von anderen Figuren verdeckt werden. Es ist auch nicht immer so leicht die Entfernung und Position zum Gegner abzuschätzen, besonders wenn man sich weiter hinten in der Arena befindet. Außerdem kann es sein dass sich Gegner am Rand der Arena verstecken und man sie nicht sieht, da sie sich außerhalb des Blickfelds befinden. Hier hätte ich eine 3D-Arena wie bei den Tales-Spielen definitiv bevorzugt.
Kämpfe selbst gestalten sich äußerst statisch. Raidou bewegt sich sehr behäbig und kennt auch keine Manöver wie Ausfallschritte etc. Zur Verteidigung kann er lediglich eine Abwehrhaltung einnehmen, welche den erlittenen Schaden dann aber immerhin signifikant reduziert - meistens nur noch auf einen Schadenspunkt - und Statuskrankheiten verhindert. Er besitzt ein Katana und eine Pistole. Mit dem Schwert führt er eine Dreierkombo, eine Stichattacke bei der er einen größeren Abstand schnell überbrücken kann und einen Rundumschlag aus, der aber zuerst aufgeladen werden muss. Da Raidou nach einer Dreierkombo oder einem Spezialangriff erst einmal eine kurze Pause einlegt und Gegner ihn in der Zwischenzeit ungehindert angreifen können, muss man immer abwägen, ob man einen Angriff durchzieht oder lieber auf Nummer sicher geht und diesen abbricht, um sich rechtzeitig zu verteidigen. Seine Pistole ist eher schwach, kann dank unterschiedlicher, elementarer Munition aber die Schwachstellen der Gegner ausnutzen, ohne auf einen Dämon angewiesen zu sein.
Der Dämon wird hauptsächlich von der KI gesteuert, die ihren Job aber mehr schlecht als recht macht. Angriffe gehen meist ins Leere, er heilt sich obwohl er nur wenige HP verloren hat oder setzt Buffs am Ende des Kampfes ein. Man kann ihm aber auch manuell Befehle erteilen, die er dann dauerhaft ausführt. Indem Raidou viele Treffer landet oder die Schwächen der Gegner ausnutzt, erhöht sich die Moral des Dämons. Hat diese das Maximum erreicht, können beide eine Kombinationstechnik ausführen. Das können besonders mächtige Angriffe sein, sie können aber auch die Verteidigung gegen bestimmte Elemente oder Statuskrankheiten erhöhen. So hatte ich z.B. im letzten Drittel einen Dämon, dessen Kombotechnik mich immun gegen physische Angriffe gemacht hat und ich so einfach vor den Gegnern stehen und sie ungehindert der Reihe nach umhauen konnte.



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Dämonen können, serientypisch, miteinander fusioniert werden um neue Dämonen zu erschaffen. Dadurch erhalten diese einen Bonus auf die Statuswerte und es können sogar bestimmte Fähigkeiten vererbt werden. Toll ist, dass man bereits vor der Fusion sieht um welche Fähigkeiten es sich dabei handelt und nicht erst danach. So kann man einfach solange aus dem Menü rein und raus gehen, bis die gewünschten Fähigkeiten angezeigt werden. Eine Einschränkung gibt es allerdings. Die Dämonen lassen sich erst fusionieren wenn man sie zuvor im Kampf solange eingesetzt hat, bis ihre Loyalität das Maximum erreicht hat. Man kann sich also nicht mal eben schnell einen Dämon fangen, sondern muss ihn vorher trainieren. Komischerweise geben lediglich die Dämonen aus dem vierten Kapitel einigermaßen viel Loyalität, so dass man das Maximum in etwa fünf Kämpfen erreicht. Besitzt man einen Dämon, dessen Loyalität nicht das Maximum erreicht hat, man aber auch keine Lust hat diesen zu trainieren, so kann man diesen einem anderen Dämon opfern und somit einen Statuswert um einen Punkt erhöhen. Durch Sammeln von Loyalität erhält Raidou auch nach und nach mehr Slots für Dämonen, bis zu zwölf an der Zahl. Die meisten Dämonen können, bis auf einige Bossmonster und Spezialdämonen, im normalen Spielverlauf gefangen werden und müssen nicht unbedingt durch Fusion hergestellt werden, man muss dann aber eben auf die zusätzlichen Fähigkeitspunkte und artuntypischen, vererbten Techniken verzichten.
Was mich an diesem Dämonenfusions- bzw. Sammelprinzip am meisten stört ist, dass man seine Fähigkeiten nicht kontinuierlich ausbaut, sondern immer wieder durcheinander wirbelt. Da hat man einen Dämon mit einem Feuerzauber, fusioniert diesen und bekommt einen Dämon mit einem komplett anderen Elementarangriff. Da sich die Dämonen so oft ändern habe ich nie den Überblick, welche Fähigkeiten mir nun zur Verfügung stehen oder auf welchem Dämon diese liegen und muss immer die Liste durchgehen. Wenn ich dann mal ein bestimmtes Element oder eine Fähigkeit benötige und mir diese nicht zur Verfügung stehen, kann das schon ärgerlich sein.

Es gibt keine neuen Waffen oder Ausrüstung die man kaufen kann. Stattdessen kann man Dämonen mit Raidous Schwert verschmelzen, was nicht nur dessen Angriffskraft erhöht, sondern je nach Dämonentyp auch Bonus auf Raidous Statuswerte gibt und seine Resistenz gegenüber bestimmten Elementen erhöht.



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Theme

https://www.youtube.com/watch?v=IXkvn2ctcm4

The Lazy Detective Agency

https://www.youtube.com/watch?v=1DM2X9eV9U8

Formidable Foe

https://www.youtube.com/watch?v=LwJmwp8IwRE

Yatagarasu's Messenger

https://www.youtube.com/watch?v=QR_tgMFzxK0

Battle -Raidou-

https://www.youtube.com/watch?v=fvv9w6oij1o

Overcoming the Sadness

https://www.youtube.com/watch?v=9ZuVSlsFPVI

Murmur

https://www.youtube.com/watch?v=k4JgY-BDKe0



Fazit
Obwohl ich viel an dem Spiel zu kritisieren habe finde ich es alles in allem doch recht gut. Es gibt auf jeden Fall viel Verbesserungspotenzial. Die Geschichte könnte mitreißender und Charaktere stärker in die Handlung integriert sein, die unnötigen Zufallskämpfe in der Stadt dürften wegfallen und das Kampfsystem würde in einer 3D-Arena besser funktionieren und dürfte gerne etwas dynamischer sein. Das unverbrauchte Setting verströmt aber genug Atmosphäre, die NPCs wirken lebendig und beglücken den Spieler mit ihren Weisheiten und die Fähigkeiten der Dämonen zur Interaktion mit NPCs oder der Umgebung sowie der Möglichkeit, diese separat zu steuern, sind eine coole Idee. Und so vergebe ich dem Spiel, wenn auch knapp, eine positive Bewertung.



Wertung: ★★★☆☆ (3/5) "Positiv"


★★★★★ (5/5) "Ausgezeichnet!": Super, hat mich völlig in seinen Bann gezogen
★★★★☆ (4/5) "Äußerst positiv": Sehr gut mit einigen kleinen Macken
★★★☆☆ (3/5) "Positiv": Gut aber konnte mich nicht völlig überzeugen
★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv": Nett aber sticht in keinem Bereich wirklich hervor
★☆☆☆☆ (1/5) "Verhalten": OK aber es gibt doch einige Dinge die mich gestört haben
☆☆☆☆☆ (0/5) "Langweilig bis schlecht": Hat mir nicht wirklich zugesagt, eine weitere Unterscheidung hätte für mich keinen Mehrwert




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Bildquelle: Luisfe (https://lparchive.org/Shin-Megami-Tensei-Devil-Summoner-Raidou-Kuzunoha-vs-the-Soulless-Army/)

StarOceanFan
03.03.2019, 17:37
Der Titel steht bei mir auch schon länger auf der Liste. Damals beim US Release ist er mir irgendwie durch die Finger gegangen (und damit auch seine ominöse Limited Edition X\). Gerade wenn ich wieder deine Screenshots sehe werde ich einfach nicht müde zu erwähnen wie unfassbar gut mir das Megaten Artdesign gefällt. Dazu scheint es ein Catchy-Soundtrack zu haben, gefällt mir. Wenn ich mal wieder Lust auf einen Megaten Titel verspühre werde ich Devil Summoner 1 einlegen.

Wirst du noch den Nachfolger spielen?

Nayuta
04.03.2019, 00:30
Anfangs habe ich noch mit mir gehadert ob ich den Nachfolger nicht vielleicht durch ein anderes Spiel ersetze, da das Gameplay mit den vielen Kämpfen in der Stadt und dem Herumgerenne schon recht schlauchend ist. Sobald man dann aber genug Geld übrig hat um sich die Gegenstände zu kaufen die dies unterbinden oder Dämonen hat die die entsprechende Fähigkeit besitzen wird es schon viel angenehmer. Ich habe auch von mehreren Richtungen gehört dass der zweite Teil viel besser sein soll. Daher bin ich zuversichtlich dass ich diesen dann auch noch angehen werde.

Ὀρφεύς
04.03.2019, 18:30
Devil Summoner: Raidou Kuzunoha vs. The Soulless Army (was für ein Name) war für mich damals eine überschaubare Alternative zu den größeren MegaTen-Games.
Nichts umwerfendes, aber eine gekonnte Abwechslung mit vielen Schwächen.
Zufallskämpfe sind nervig, die erwähnten Textboxen, die den Spieler zumüllen und die nicht vorhandene Sprachausgabe, sind anstrengend und die Handlung hat mich zumindest nicht vom Hocker gehauen.
Soundtack war dafür nice, die Zeit etwas völlig eigenständiges in einem JRPG und die Interaktionen mit all den Dämonen war ne richtig coole Idee.
Würde von daher ebenfalls eine 3/5 vergeben und zocke bloß Devil Summoner 2: Raidou Kuzunoha vs. King Abaddon.
Bin da mit den selben Erwartungen wie für Teil 1 herangegangen und wurde eines besseren belehrt.
Besonders die Handlung und das Kampfsystem wurden deutlich aufgebohrt (sofern ich das noch richtig in Erinnerung habe), nur leider is DS2 nie in Europa erschienen.
Doch wofür gibt es den US PSN-Store der PS3?

Nayuta
05.03.2019, 15:50
Danke, das bestärkt mich jedenfalls in meinem Vorhaben. :)
Habe mal kurz reingeschaut (werde es jetzt aber noch nicht spielen) und hey, das Kampfsystem ist nun endlich in 3D und spielt sich auch insgesamt viel dynamischer.


nur leider is DS2 nie in Europa erschienen.
Doch wofür gibt es den US PSN-Store der PS3?
Och das stellte für mich kein Problem dar. Ich meine, wer hatte damals denn keinen Modchip in seiner Playstation 2?^^ Über die Hälfte meiner Sammlung sind US-Versionen, wobei einige Titel Jahre später auch als PAL-Version erschienen sind, aber das habe ich nicht mehr richtig verfolgt. Außerdem waren die Wechselkurse damals so gut dass man meistens noch gespart hat wenn man sich das Zeug importiert hatte.

Ὀρφεύς
06.03.2019, 11:30
Ich meine, wer hatte damals denn keinen Modchip in seiner Playstation 2?^^ Über die Hälfte meiner Sammlung sind US-Versionen, wobei einige Titel Jahre später auch als PAL-Version erschienen sind, aber das habe ich nicht mehr richtig verfolgt.

Ich nicht.:p
Habe mir damals direkt eine US PS2 importiert.

DS2 entfaltet sich aber erst relativ spät.
Die ersten 10-15 Stunden waren ein wenig more of the same und habe die US Version damals wieder verkauft.
Jahre später einen zweiten Versuch Dank PSN-Store gewagt und nach über 40 Stunden hätte ich mich für meine erste Entscheidung ohrfeigen können.
Denn besonders die Handlung hat mir gut gefallen.

Winyett Grayanus
06.03.2019, 13:57
Ich habe vier PS2s - zwei für PAL-Versionen und je eine für NTSC-US und NTSC-J.:p

Raidou Kuzunoha würde mich auch nochmal interessieren, ich hatte das Spiel nämlich irgendwann mal angefangen und dann nicht weitergespielt, bin aber auch kein Fan der Megaten-Spiele. Wieviele Stunden muss man denn da so investieren?

Ὀρφεύς
06.03.2019, 19:54
Devil Summoner kann man in unter 30 Stunden gut bewältigen.
Devil Summoner 2 war knapp über 40 Stunden lang.
Bin aber nicht der schnellste Zocker.

Nayuta
07.03.2019, 02:03
@Ὀρφεύς/Winyett Grayanus
Na gut, Touché. (ist doch alles das gleiche :p)


bin aber auch kein Fan der Megaten-Spiele
War Persona 5 nicht mal dein Spiel des Jahres?^^ Ist zwar nur ein Ableger, aber das ist Devil Summoner ja auch und alleine aufgrund des Kampfsystems und des Settings bietet es, ähnlich wie bei Persona, genug Abstand zur Hauptserie.


Wieviele Stunden muss man denn da so investieren?
Wie Orpheus schon sagte ist der erste Teil ein eher kurzes Spiel. Das hängt aber auch sehr stark von der Spielweise ab. Wenn du nur strikt der Handlung folgst und einmal mit den NPCs sprichst sowie das Fusionssystem ignorierst, dann wirst du es wahrscheinlich in etwas um die 20 Stunden herum beenden können. Es gibt ein Dutzend Kapitel und für jedes kann man Pi mal Daumen mit 2 Stunden rechnen. Es gibt aber z.B. auch eines in dem man nur herumrennt und mit Leuten spricht, das wird dann wesentlich schneller abgeschlossen sein.
Allerdings erhalten die NPCs pro Kapitel bis zu drei Mal neue Dialoge nach kleineren Ereignissen - und damit meine ich die normalen Dialoge und die die man ihnen mit den passenden Dämonen entlocken kann. Wenn du also alle Stadtteile immer wieder abklapperst um mit ihnen zu sprechen und wenn du versuchst immer die besten Dämonen zu fusionieren, dann kannst du schon mal 50 bis 60 Stunden daran sitzen. Gerade letzteres benötigt viel Zeit, da man bei den Dämonen zuerst deren Loyalität im Kampf maximieren muss bevor sie einer Fusion zustimmen. Aber im Grunde braucht man das nicht, da man 90% von ihnen im Spielverlauf sowieso normal fangen kann, dann aber meist in einer leicht schwächeren Variante.






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~ Ersteindruck ~

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Nachdem ich endlich, nach mehr als 16 Stunden, den schier nicht enden wollenden "Prolog" und danach das ebenso lange erste Kapitel abgeschlossen habe, will ich auch mal einen Ersteindruck von mir geben.

Mir gefällt der lockere und humoristische Erzählstil, der etwas an Grandia oder Lunar erinnert, außerordentlich. Die Charaktere sind zwar ziemlich klischeebeladen, aber auch wirklich liebenswürdig. Estelle wird als ziemlicher Dussel dargestellt. Somit stellt sie den Ankerpunkt für den Spieler dar, da ihr immer wieder alles erklärt werden muss und dem Spieler somit die nötigen Informationen über die Welt vermittelt werden. Joshua hingegen ist für den Fanservice zuständig. In jedem Hafen hat er eine ein Dutzend Verehrerinnen, die Palette reicht von Hausfrauen, über seine Vorgesetzte, bis hin zu kleinen Mädchen und selbst vor dem eigenen Geschlecht bleibt er nicht verschont. Würde mich nicht wundern wenn auch Estelle irgendwann mal auf den Trichter kommt dass sie eigentlich mehr für ihn empfindet. :rolleyes:

Das kurze Detektivsegment mit dem abschließenden Fragebogen am Ende des Prologs und auch das Segment im ersten Kapitel fand ich sogar noch intensiver umgesetzt als in Devil Summoner.

Die NPCs haben nach jedem kleinen Ereignis etwas neues zu erzählen und Leute kommen und gehen in und aus den Städten. Natürlich lese ich mir alles durch und klappere alle Gesprächspartner ab, selbst wenn ich dazu zum x-ten Mal bis zur abgelegensten Mine trotten muss. :) Es ist zwar etwas dämlich dass man die Orte nur zu Fuß erreichen kann und es keine Schnellreise gibt, da die Bewegungsgeschwindigkeit aber enorm hoch ist kann ich das verkraften. Lediglich Gegner können so ein Problem werden, wenn man sie zu spät erkennt und direkt in sie hinein rennt. Zwar gibt es am Ende des Prologs einen Quarz der Gegner auf der Minikarte anzeigt, das führt aber dazu dass ich nur noch auf den oberen rechten Bildschirmbereich schiele und mich gar nicht mehr auf das Gebiet selbst konzentriere. Und dann gibt es immer noch das Problem, dass Gegner nicht den führenden sondern irgendeinen der hintereinander herlaufenden Charaktere berühren müssen damit es zum Kampf und somit auch zu einem Vorteil für den Gegner kommt. Ganz toll wenn man mit einer Polonaise aus vier Charakteren umherläuft^^'

Das Spiel sieht wirklich hübsch aus und steckt voller Details. Nur der Kamerawinkel ist etwas ungünstig, da die Sicht oft durch Hindernisse verdeckt wird und man ständig am Drehen der Kamera ist. Besonders in Dungeons ohne Karte kann das verwirren.

Es ist auch witzig dass es jedes Mal eine individuelle, amüsante Mitteilung gibt, wenn man eine geleerte Schatztruhe erneut anklickt. Und verdammt, es ist so hypnotisierend wenn man einen langen Gang entlangläuft und Estelles Zöpfe dabei abwechselnd langsam auf und ab wippen. @_@

Ich habe öfter gelesen dass das Kampfsystem ziemlich langsam und zäh sein soll, aber dem kann ich mich bisher nicht anschließen. Es ist eigentlich ganz normal für das Genre. Lediglich die Animationsphasen einiger Buffzauber sind etwas zu lange geraten, aber die benötigt man bisher sowieso höchstens mal bei Bossen. Was mich eher stört ist die meiner Meinung nach überdurchschnittliche Anzahl an Angriffen, die daneben gehen. Dass man überall speichern kann, kann man auch ein bisschen für besondere Kämpfe ausnutzen. Z.B. Monster wie die Shining Poms, die besondere Accessoires mit sich tragen und vor denen man einfach so lange neu lädt bis man den erwünschten Gegenstand erhält.


Alles in allem ist das Spiel bisher auf einem sehr guten Weg. :)

Sylverthas
08.03.2019, 11:55
Cool, dass Du das Game auch gerade zockst :D


Mir gefällt der lockere und humoristische Erzählstil, der etwas an Grandia oder Lunar erinnert, außerordentlich.
Heh, den Vergleich wollte ich auch erst bringen, aber dann hätte ich das Spiel mit Grandia in einem Satz erwähnen müssen, was überhaupt nicht geht :D


Würde mich nicht wundern wenn auch Estelle irgendwann mal auf den Trichter kommt dass sie eigentlich mehr für ihn empfindet. :rolleyes:
Aber 100% - was wäre das denn sonst für eine Anime Story? *g*
Wäre aber nett, wenn einem das Game nen Curveball wirft und die beiden nicht zusammenkommen - und das nicht aus dramatischen Gründen (einer wird entführt / stirbt / hastenichgesehen), sondern, weil es sich einfach anders ergibt. Die Chance davon? Sehe ich bei fast Null, dafür macht das Spiel bisher nicht den Eindruck, als wäre es experimentell genug, sondern suhlt sich eigentlich ziemlich in Anime-Klischees.


Natürlich lese ich mir alles durch und klappere alle Gesprächspartner ab, selbst wenn ich dazu zum x-ten Mal bis zur abgelegensten Mine trotten muss. :)
OK, Du bist hardcore *g*
Dafür sind die meisten Gespräche dann IMO nicht interessant genug. Häufig klappere ich die Bewohner der aktuellen Stadt ab, manchmal auch nur die, die vorher was in irgendeiner Weise interessantes zu berichten hatten. Kann mir die vielen Namen sowieso nicht merken und insofern da keine wirklich gute Geschichte bei ist vergess ich die Leute eh sofort wieder. Komplett ignorieren sollte man aber auch nicht alles, weil einem sonst einiges an Lore entgeht und manche der kleinen, sich fortsetzenden Stories sind ganz nett.


Zwar gibt es am Ende des Prologs einen Quarz der Gegner auf der Minikarte anzeigt, das führt aber dazu dass ich nur noch auf den oberen rechten Bildschirmbereich schiele und mich gar nicht mehr auf das Gebiet selbst konzentriere.
Was für ein Glück, dass die Designer mitgedacht haben und die Oberweltgebiete alle vollkommen unspektakulär aussehen :D


Ich habe öfter gelesen dass das Kampfsystem ziemlich langsam und zäh sein soll, aber dem kann ich mich bisher nicht anschließen. Es ist eigentlich ganz normal für das Genre.
Finde ich auch seltsam, besonders, weil die "Encounterrate" ja nicht mal sonderlich hoch ist, selbst, wenn man jeden Gegner mitnimmt. Was gibts pro Karte? Vielleicht ~6 Gegner? Und wenn man auf normal spielt (wie die meisten) wird man die sicherlich auch extrem schnell wegbashen können.

Narcissu
08.03.2019, 12:55
Bald gibt’s auch ’nen Quartz, mit dem euch Gegner nicht mehr folgen. Damit seid ihr dann quasi komplett vor ungewollten Kämpfen sicher.

Und :A zum Raidou-Bereicht. Mich reizt das Spiel auch immer noch ungemein. Hatte mal so 7h reingespielt, aber wegen Zufallskämpfen und ein bisschen Trial&Error mit den Dämonenfähigkeiten abgebrochen. Will es aber definitiv irgendwann noch mal anfangen. :) Das Setting ist einfach toll und herrlich unverbraucht.

Nayuta
10.03.2019, 09:27
Heh, den Vergleich wollte ich auch erst bringen, aber dann hätte ich das Spiel mit Grandia in einem Satz erwähnen müssen, was überhaupt nicht geht :D
OK das kann ich jetzt sowohl positiv als auch negativ interpretieren.^^'


OK, Du bist hardcore *g*
Dafür sind die meisten Gespräche dann IMO nicht interessant genug. Häufig klappere ich die Bewohner der aktuellen Stadt ab, manchmal auch nur die, die vorher was in irgendeiner Weise interessantes zu berichten hatten. Kann mir die vielen Namen sowieso nicht merken und insofern da keine wirklich gute Geschichte bei ist vergess ich die Leute eh sofort wieder. Komplett ignorieren sollte man aber auch nicht alles, weil einem sonst einiges an Lore entgeht und manche der kleinen, sich fortsetzenden Stories sind ganz nett.
Das mit den Namen ergibt sich von ganz alleine wenn du nur oft genug mit ihnen sprichst.^^ Und hin und wieder bekommt man auch mal ein Buch geschenkt oder es eröffnet sich eine versteckte Quest. Außerdem:

Sind die beiden Fan Translations eigentlich vollständig? Wenn ja: man muss wohl echt den Hut vor denen ziehen, dass die so textgewaltige Spiele einfach mal so aus Bock übersetzen. War ja bei "gewöhnlichen" J-RPGs früher immer schon beeindruckt, dass sich da Leute finden (Seiken Densetsu 3 z.B.), aber die sind ja vom Textvolumen ein Witz hiergegen (jetzt mal von Sky 1 und dem, was man so hört, extrapoliert ). Sowas ist eine Hingabe, die man selten sieht.
Solch eine Hingabe muss gewürdigt werden, ob nun von Hobby- oder bezahlten Übersetzern.^^


Was für ein Glück, dass die Designer mitgedacht haben und die Oberweltgebiete alle vollkommen unspektakulär aussehen :D
Joa, aber immer noch besser als die drei Blautöne der Übersichtskarte. :D



Bald gibt’s auch ’nen Quartz, mit dem euch Gegner nicht mehr folgen. Damit seid ihr dann quasi komplett vor ungewollten Kämpfen sicher.
Jop, den hatte ich bereits zu Beginn des zweiten Kapitels nach einer versteckten Quest erhalten, die mir genügend Bracer-Punkte eingebracht hat. Lohnte sich für dieses Kapitel nur noch nicht wirklich, da man die meiste Zeit zu zweit herumläuft und man so den Gegnern eigentlich noch gut ausweichen kann.


Und :A zum Raidou-Bereicht. Mich reizt das Spiel auch immer noch ungemein. Hatte mal so 7h reingespielt, aber wegen Zufallskämpfen und ein bisschen Trial&Error mit den Dämonenfähigkeiten abgebrochen. Will es aber definitiv irgendwann noch mal anfangen. Das Setting ist einfach toll und herrlich unverbraucht.
Nach 7 Stunden solltest du eigentlich nicht mehr weit davon entfernt gewesen sein dir die Gegenstände zu kaufen, welche die Kämpfe verhindern, ohne dass es dir ein zu großes Loch in den Geldbeutel reißt. Das Fusionssystem kann man nutzen, habe ich jedenfalls gemacht, muss man aber nicht wirklich und betrachte ich rückwirkend auch als Zeitverschwendung meinerseits, da das Spiel eher auf der leichten Seite angesiedelt ist und man sich alles was man braucht auch im aktuellen Dungeon fangen kann. Man sollte lediglich hin und wieder einen aktuellen Dämon mit dem Schwert fusionieren um dessen Angriffskraft zu steigern. Insofern, gib dem Spiel noch mal eine zweite Chance, erwarte inhaltlich aber auch nicht zu viel.

Sylverthas
10.03.2019, 13:04
OK das kann ich jetzt sowohl positiv als auch negativ interpretieren.^^'
Dachte mein Ruf hätte sich da schon rumgesprochen :D
Nein, Grandia 1 geht überhaupt nicht. Hab mich durch den Kindergeburtstag bis zur Mauer durchgekämpft, dann abgebrochen. Wobei "durchgekämpft" auch relativ ist, hab die meiste Zeit nur Autokampf aktiviert gehabt, weil das für den meisten Trash und sogar manche Endbosse auch reicht *g*

Fand die Comedy in Grandia auch nicht wirklich witzig - wobei ich auch bei TitS zugeben muss, dass es mich eher zum Schmunzeln als Lachen bringt. Ach ja, Lunar hab ich auch abgebrochen, weil mir das Spiel zu langweilig war. Es ist eigentlich ein Wunder und zeugt von dem guten Writing, dass mich TitS immer noch hat :D

edit: Was die versteckten Bücher und Nebenaufgaben angeht. Da muss ich mir noch mein abschließendes Urteil bilden, weil ich finde, dass das hier im Spiel Vor- und Nachteile hat, wie diese eingebaut wurden. Größter Nachteil ist das teilweise absurd kleine Zeitfenster, in denen man manche Sachen kriegen kann.

Winyett Grayanus
10.03.2019, 16:09
War Persona 5 nicht mal dein Spiel des Jahres?^^ Ist zwar nur ein Ableger, aber das ist Devil Summoner ja auch und alleine aufgrund des Kampfsystems und des Settings bietet es, ähnlich wie bei Persona, genug Abstand zur Hauptserie.

Ja, war es. "Genug Abstand zur Hauptserie" klingt auf jeden Fall gut, denn von der habe ich zwar ein paar Spiele durch- bzw. angespielt, aber richtig Spaß gemacht hat mir keines davon, weil diese Spiele irgendwie immer in Arbeit oder wenig Abwechslung ausarten. Ich mag da eher Spiele, die einen größeren Fokus auf die Handlung und Charakterinteraktionen legen.

Übrigens: Grandia ist total gut.:-O

Nayuta
11.03.2019, 01:02
Dachte mein Ruf hätte sich da schon rumgesprochen :D
Nein, Grandia 1 geht überhaupt nicht. Hab mich durch den Kindergeburtstag bis zur Mauer durchgekämpft, dann abgebrochen. Wobei "durchgekämpft" auch relativ ist, hab die meiste Zeit nur Autokampf aktiviert gehabt, weil das für den meisten Trash und sogar manche Endbosse auch reicht *g*
Ah OK. Bei mir ist das gerade anders herum. Ich fand Teil 1 bis zur Mauer großartig, danach baut es aber stark ab. Gleiches gilt für den dritten Teil, bei dem ich nur den Prolog wirklich toll fand. Nur während sich Grandia 1 gegen Ende zumindest wieder etwas fängt, wird Grandia 3 immer schlimmer.^^' Lediglich der zweite Teil hat mich rundum überzeugt. :) Und Xtreme ist halt ein solider Dungeon Crawler der gleich (fast) komplett auf die Story pfeift.

Sylverthas
12.03.2019, 01:08
Zu Teil 1 muss ich sagen, dass ich über Justin und Sue (?) einfach nicht hinweggekommen bin, die beiden waren unheimlich nervig. Naja, einer davon verabschiedet sich ja irgendwann, so Lufia 2 Style *g*
Das andere Problem war, dass der Plot halt irgendwie zu nichts geführt hat und man nur rumgeiert ist. Weil das Kämpfen dann auch noch irgendwie langweilig (weil viel zu einfach) war konnte sich da echt nix aufbauen. Und bei der Mauer ist mir dann aufgefallen, dass mir eigentlich total egal ist, was auf der anderen Seite ist - dabei sollte das ja der große Moment des Games sein, worauf alles hingebaut hat. Abschließend können mich Geschichten, deren Hauptmotivation es ist, ein "Abenteuer zu erleben", sehr selten packen.

Grandia 2 hat mir viel besser gefallen. Es hat halt von Anfang an nen weniger nervigen Hauptcharakter und bietet mit Elena auch gleich ne recht... "dynamische" Begleiterin. Klar, danach eiert die Story auch irgendwie rum und den großen Twist am Ende sieht man meilenweit, aber war trotzdem noch gut genug, dass ichs durchspielen wollte. Glaube die Kämpfe waren auch etwas fordernder als in 1? Zumindest hatte ich hier Autokampf nicht die halbe Zeit an :D

Wo wir gerade von Grandia 2 sprechen... mich verwunderts in TitS ein wenig, dass das Spiel das Corrupt Church Trope bisher noch gar nicht benutzt hat. Das gehört doch eigentlich in ein klassisches J-RPG?! Ein fucking Schulfest gibts, aber das nicht? :(
Naja, hab ja noch ein Kapitel vor mir... und dann gibts noch gefühlt 100 andere Teile, die das auskosten könnten... Praise Aidios!

Narcissu
12.03.2019, 03:07
Glaube die Kämpfe waren auch etwas fordernder als in 1? Zumindest hatte ich hier Autokampf nicht die halbe Zeit an :D

Eher umgekehrt, glaube ich. Grandia 1 hatte zumindest ein paar fordernde Bosse, in Grandia 2 waren aber selbst die meistens ein Witz. Außerdem hat Grandia 1 imo das interessantere und motivierendere Skill-System. Wirklich herausfordernd war dann aber erst Teil 3 auch mal bei normalen Kämpfen, und die Spikes in den Bosskämpfen waren teils nicht mehr feierlich. ^^ Mag das Kampfsystem der Spiele sehr gern, aber die richtige Balance hat keins davon so richtig getroffen. Hätte gerne ein Spiel mit dem Skillsystem aus Teil 1, der Dynamik aus Teil 3 und einem gut balancierten Schwierigkeitsgrad. ^^

Sylverthas
12.03.2019, 10:35
OK, kann auch gut daran liegen, dass ich Grandia 1 nie durchgespielt habe. Oder da vermischen sich die Erinnerungen aus meinem Anspielen des Hard Modes von Teil 2 mit denen von früher *g*
Und ja, das Kampfsystem an sich ist gut, aber durch die niedrige Schwierigkeit wird halt das Potential überhaupt nicht genutzt - selbst der Hard Mode war (anfangs, habs ja nur angespielt) nicht schwer.

Narcissu
12.03.2019, 12:52
Hard Mode kam erst in der Anniversary Edition dazu, richtig? Habe nämlich nur die PS2-Fassung gespielt, da gab es iirc keine Schwierigkeitsgrade.

Sylverthas
12.03.2019, 12:57
Hard Mode kam erst in der Anniversary Edition dazu, richtig? Habe nämlich nur die PS2-Fassung gespielt, da gab es iirc keine Schwierigkeitsgrade.
Ja, genau. Ist auch nicht so~ schwer (zumindest am Anfang). Aber es gibt auch schon Mods, die das Spiel noch schwerer machen. Selbst für Grandia 1 scheint es ne von Fans gebalancete Version zu geben *g*

Nayuta
18.03.2019, 21:20
The Legend of Heroes: Trails in the Sky

https://abload.de/img/pic_0020x5k49.png (https://abload.de/img/pic_0020x5k49.png)



Challenge #:
05


System:
Playstation Portable (EUR-UK)


Version:
1.00



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► Zum Ersteindruck


Das Spiel
Seitdem Estelles Mutter im hunderttägigen Krieg zwischen dem Königreich Liberl und dem mächtigen Imperium Erebonia ums Leben kam, leben sie und ihr Vater Cassius alleine. Da Cassius durch seinen Beruf als Bracer, eine Art zivile Eingreiftruppe mit beschränkten Polizeibefugnissen, oft für mehrere Tage unterwegs ist, bleibt Estelle einsam zuhause. Als Ihr Vater eines Tages mit einem ziemlich übel zugerichteten Jungen auftaucht, staunt sie nicht schlecht. Die beiden beschließen, ihn fortan in der Familie aufzunehmen. Fünf Jahre später, im Liberl des Jahres 1202, sind Estelle und Joshua sechzehn Jahre alt und stehen kurz davor, ihre Prüfung als Junior-Bracer abzulegen, was ihnen unter der Führung ihrer Ausbilderin Scherazard, die für Estelle auch eine Art Ersatzschwester ist, meisterlich gelingt.
Doch die Freude hält nicht lange, als sie die Kunde von einem verschwundenen Passagierluftschiff erreicht, an Bord dessen ihr Vater war. Die drei nehmen sofort die Ermittlungen auf und kommen schließlich auf die Spur einer Bande von Luftpiraten, die mit den Geschehnissen in Zusammenhang zu stehen scheint. Leider können diese ihnen im letzten Moment entwischen und verschwinden in die westlich gelegenen Berge. Unbeeindruckt von ihrem Fehlschlag folgen sie den Piraten in die nächste Provinz und sammeln weitere Hinweise über deren Verbleib.

Die Jagd nach den Luftpiraten ist dabei nur den Aufhänger für eine Reise durch das gesamte Königreich Liberl, auf der Estelle und Joshua das Handwerk ihres Bracer-Berufs im Alltag erlernen wollen. Und so gestaltet sich der Ablauf des Spiels, nachdem die Sache mit den Luftpiraten bereits nach dem ersten Kapitel geklärt ist, recht behäbig. Pro Kapitel bereisen sie eine weitere der insgesamt fünf Provinzen des Landes, erledigen ihr Tagesgeschäft und stolpern dabei, mehr zufällig, über lokale Verschwörungen, die es aufzuklären gilt. Dabei stoßen sie auf weitere Charaktere, die sie jeweils für eine kurze Strecke ihres Weges, meistens bis zum Ende des aktuellen Kapitels, begleiten.
Ich muss gestehen dass das Spiel für mich, nach dem durchaus interessanten Anfang, nach dem ersten Kapitel in ein kleines Loch gefallen ist. Die Ereignisse waren zwar nett, aber auch nicht übermäßig interessant. Es gab aber zumindest immer kleine Häppchen für den allumspannenden Plot und es lieferte genügend Hinweise, um sich eigene Theorien zurechtzuspinnen. Gegen Ende dreht das Spiel aber noch mal, in einem ganz kurzen Spurt, auf.


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Die Charaktere sind alle recht liebenswürdig - wenn auch klischeehaft - und das Skript nicht bierernst gehalten. Estelle wird als aufgeweckt und impulsiv, aber auch als leichter Dussel dargestellt und ihr muss anfangs viel erklärt werden. Damit stellt sie das Bindeglied zum Spieler dar, der sich in dieser unbekannten Welt erst zurechtfinden muss. Joshua hingegen ist der besonnene Stratege, der sich andererseits vor Verehrern nicht retten kann, unabhängig vom Geschlecht, Alter oder der Rasse (Miau). Scherazard ist einerseits eine gute Freundin, andererseits Femme fatale und Olivier… tja, der kann bestenfalls von Rionaldo aus Dragon Quest 11 getoppt werden. :D Das Spiel erinnert in dieser Hinsicht stark an die Lunar- oder Grandia-Reihe, was ich durchaus sympathisch finde. Besonders beeindruckend finde ich, dass die beiden Protagonisten ihren Widersachern nicht unterlegen- sondern durchaus gewachsen und in der Lage sind, ihre Taten zu durchkreuzen, obwohl sie selbst noch völlige Frischlinge am Anfang ihrer Karriere sind. Das legitimiert das Spiel dadurch, dass den beiden immer ein erfahrener Bracer zu Seite steht und sie dadurch Gegenspieler gegenübertreten können, die eigentlich in einer anderen Liga spielen. Ebenfalls ganz nett finde ich die kurzen Detektivpassagen in den ersten beiden Kapiteln. Weniger gelungen finde ich die oftmalige Dissonanz zwischen dem Gameplay und dem Geschichtsablauf. So bezwingt man z.B. im Kampf eine Truppe Antagonisten - die einzelnen Kontrahenten bleiben sogar für die Dauer des Kampfes auf dem Boden liegen, wenn sie geschlagen wurden - nur damit sie nach beendeter Auseinandersetzung trotzdem wieder, putzmunter, die Oberhand gewinnen.


Aus den moderneren Ys-Spielen oder auch aus Nayuta no Kiseki ist mir Falcoms Detailverliebtheit bezüglich einer lebendigen Spielwelt bekannt. Trails in the Sky stellt hier keine Ausnahme dar und treibt das Konzept sogar noch auf die Spitze. So besitzen 99% der NPCs einen eigenen Namen, eine eigene Persönlichkeit und durchleben im Laufe eines Kapitels eine kleine Geschichte. Und sei es nur etwas Banales wie ein Ehepaar, welches tagsüber Touristen durch die Stadt führt, sich abends in den heimischen vier Wänden vom Stress erholt und am Wochenende die Schulfeier ihres Sohnes besucht. Einige NPCs reisen sogar durch das Land, so dass man in den verschiedenen Städten immer wieder auf sie trifft. Durch regelmäßige Gespräche lässt sich auch ein Bild über die aktuelle Situation skizzieren. So kommentieren die Personen aktuelle Ereignisse und liefern Hinweise über das Verhalten von Offiziellen. Andererseits kann man, wenn man einen bestimmten NPC partout nicht findet, daraus ableiten, dass etwas nicht stimmt. Natürlich erhalten sie nach jedem kleinen Ereignis neue Dialoge, die ihre Geschichten weiterspinnen. Teilweise führt bereits ein kurzes Storygespräch dazu.
Zusätzlich werden die aktuellen bzw. Vergangenen Ereignisse in einer Zeitung festgehalten, von der man sich jeweils am Anfang und kurz vor Ende eines Kapitels eine neue Ausgabe kaufen kann. In der Kultursparte gibt es sogar Vorschauen auf Orte die man in Zukunft betreten kann. Zu guter Letzt erhält man von NPCs immer wieder Ausgaben eines Romans geschenkt, der eine ganz eigene Geschichte erzählt, ähnlich dem Roman in Wild ARMs 3. Sammelt man den gesamten Band, kann man sich später entweder für Estelle oder Joshua die besten Waffen ertauschen, wobei diese nur unwesentlich stärker sind als die besten regulären Waffen.


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Das Spiel ist wie bereits erwähnt in Kapitel unterteilt und jedes Kapitel spielt in einer anderen Provinz. Eine Rückkehr zur Vorherigen ist nicht mehr möglich, man sollte sich also gut überlegen wann man die Story weiterführt. Wenn man sich die Zeit nimmt und nach jedem Ereignis alle NPCs anspricht, seien sie auch irgendwo im hintersten Winkel des aktuellen Spielareals versteckt, so muss man sich keine Sorgen machen etwas zu verpassen. Das setzt aber eine gewisse Disziplin und die Bereitschaft für langwieriges Backtracking und zum Lesen vieler Texte voraus. Da das bedeutet, dass sich die Spielzeit mitunter verdoppelt, kann ich verstehen wenn das nicht für jeden besonders ansprechend klingt. Ich persönlich fand es ganz interessant mit den Bewohnern von Liberl zu sprechen und es ist nie Langeweile aufgekommen. Lediglich das letzte Gebiet hat dann auch mich an den Rand des Belastbaren gebracht, da es hier seeehr viele NPCs und auch sehr viele kleine Storyfortschritte gibt, die die gesamten Dialoge aktualisieren.

Städte sind vergleichsweise umfangreich und es gibt eine Vielzahl betretbarer Gebäude, sowohl Geschäfte als auch ganz normale Wohnungen, um ein glaubwürdiges Stadtbild zu schaffen. Die Gebiete wie Städte und Dungeons sind über Verbindungsstraßen untereinander vernetzt, ähnlich wie in Secret of Mana. Eine Weltkarte oder eine Schnellreise gibt es leider nicht.

Auf den Verbindungsstraßen oder in Dungeons laufen die Gegner umher und verfolgen einen, wenn man in deren Sichtbereich gerät. Bei Berührung kommt es zum Kampf. Berührt man einen Gegner von hinten, erhält die Gruppe zusätzliche Züge, bevor die Gegner an der Reihe sind. Berührt einen hingegen ein Gegner von hinten oder von der Seite, so erhalten diese den Vorteil des ersten Zugs. Problematisch wird es dadurch, dass bereits die Berührung von Partymitgliedern, welch wie in einer Polonaise dem Anführer folgen, zum Kampf führt. Je länger diese ist, desto schwieriger gestaltet sich das Ausweichen. Glücklicherweise erhält man bereits kurz vor Ende des Prologs einen Quarz, der Gegner auf der Übersichtskarte sichtbar macht, so dass man rechtzeitig einen großen Bogen um sie machen kann. Etwa ein Kapitel später gibt es dann einen Quarz, wodurch Gegner einen nicht mehr aktiv verfolgen.


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Das Kampfsystem kann man wohl am besten als eine Mischung zwischen Lunar und Final Fantasy 10 beschreiben. Aus Lunar stammt die Möglichkeit, sich frei in der Kampfarena zu bewegen, lediglich durch die eigene Bewegungsreichweite und die Reichweite der Waffe beschränkt. Allerdings wurde das System etwas aufgebohrt und die Arenen sind wesentlich größer als in Lunar. Zauber und Techniken können sich ebenfalls auf den Raum in Form von kreisrunden oder linienartigen Flächen auswirken. Aus Final Fantasy 10 stammt die grafische Darstellung der Zugreihenfolge und Aktionen, die unterschiedliche Geschwindigkeitswerte besitzen. So ist man z.B., wenn man sich einfach nur bewegt ohne einen Angriff auszuführen, schneller wieder am Zug. Andererseits benötigen Zauber eine gewisse Vorbereitungszeit, in der unter Umständen der Gegner agieren kann. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist, dass diversen Zügen unterschiedliche Effekte per Zufallsprinzip zugewiesen werden, z.B. kritische Treffer oder die Heilung von Lebenspunkten. Diese werden ebenfalls in der Zugleiste angezeigt und wenn man clever taktiert, kann man seine eigenen Charaktere so positionieren, dass sie den Gegnern positive Effekte stehlen. Das ganze ist aber ein zweischneidiges Schwert, da es genauso gut vorkommen kann, dass man aus Versehen den Gegnern einen positiven Effekt zuspielt, wenn man nicht genau aufpasst. Neben den Energy Points, die zum Wirken von Magie benötigt werden, gibt es ebenfalls noch die Craft Points. Diese laden sich beim Austeilen und Einstecken von Treffern auf und ermöglichen den Einsatz spezieller, physischer Techniken. Sammeln sich 100 dieser Punkte an, so hat man die Möglichkeit, besonders starke Skill-Crafts auszuführen, die dann aber auch sämtliche Punkte verbrauchen. Spart man auf das Maximum von 200 Punkten, erhalten sie sogar einen zusätzlichen Schadensbonus. Das Besondere an diesen Skill-Crafts ist, dass man sie jederzeit, also auch außerhalb der regulären Zugreihenfolge, aktivieren kann. Diese Prozedur nennt sich dann Skill-Break und lässt sich über einen simplen Knopfdruck ausführen. Allerdings hat man hier nur Zugriff auf eine vor dem Kampf festgelegte Skill-Craft-Technik und nicht auf das gesamte Repertoire.
Das Kampfsystem ist eigentlich ganz nett, auch wenn die Animationen einiger unterstützender Zauber vielleicht eine Ecke zu lang geraten sind. Was dem System aber ein Bisschen das Genick bricht, ist die meiner Meinung nach unverhältnismäßig hohe Rate an physischen Angriffen, die ihr Ziel verfehlen. Das kann schon mal absurde Ausmaße annehmen. Bei einem Bosskampf hatte ich z.B. den Gegner auf 12 HP heruntergeprügelt und er hat zur entscheidenden Attacke angesetzt. Kein Problem denke ich mir, drei meiner Partymitglieder sind noch vor ihm am Zug. Nun, wie man sich denken kann haben alle der Reihe nach ihre Angriffe versemmelt und der Boss startete seinen Gegenangriff, der einen meiner Charaktere sofort getötet hat (ein Tod halbiert übrigens, selbst bei einer Wiederbelebung, die erhaltenen Erfahrungspunkte). Diese mangelnde Planbarkeit hat mich des Öfteren frustriert aus Kämpfen zurückgelassen, da sich das durch das gesamte Spiel zieht und nicht nur in einigen wenigen Situationen passiert.
Was ich ebenfalls vermisst habe ist die Möglichkeit zur Verteidigung, wenn man einen sicheren Treffer erwartet.


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Da es jederzeit möglich ist zu speichern, kann man dies nutzen um einen Rücksetzpunkt vor besonders starken Gegnern zu erstellen oder um bestimmte Gegner wie z.B. die Shining Poms solange durch Neuladen zu farmen, bis sie den gewünschten Gegenstand fallen lassen.

Das Magiesystem hat etwas Ähnlichkeit zu Final Fantasy 7. Jeder Charakter besitzt ein so genanntes Orbment, welches verschiedene Slots beinhaltet in die Sepith-Quarze, praktisch die Materia, eingesetzt werden können. Diese Quarze gehören zu unterschiedlichen Elementarkategorien und kommen mit passiven Fähigkeiten wie z.B. einem höheren Angriff oder einer schnelleren Geschwindigkeit daher. Der Clou daran ist aber, dass sie jeweils noch eine oder sogar mehrere Elementarwertigkeiten besitzen. Innerhalb des Orbments befinden sich die Slots auf diversen Linien. Die Wertigkeiten aller eingesetzten Quarze auf einer Linie werden aufaddiert und beim Erreichen bestimmter Vorgaben werden Zauber freigeschaltet. Dadurch ergeben sich recht komplexe Kombinationsmöglichkeiten. Theoretisch kann jeder Charakter jeden Zauber erhalten. Praktisch wird das aber dadurch eingeschränkt, dass verschiedne Orbments eine unterschiedliche Anzahl an Linien haben. Magier haben z.B. nur eine Linie, auf der recht hohe Werte erreicht- und damit besonders mächtige Zauber aktiviert werden können. Bei Kämpfern hingegen bestehen die Orbments aus vielen kurzen Linien, die lediglich für Grundzauber reichen. Außerdem sind manche Slots auf ein bestimmtes Element beschränkt, was die Vielfalt weiter reduziert. In diesen Fällen hätte ich mir gewünscht, dass es zumindest einen Bonus auf die entsprechende Elementwertigkeit gäbe. Außerdem hätte ich mir bei der Auflistung der Zauber eine übersichtlichere Darstellung gewünscht, da oftmals Zauber unterhalb des sichtbaren Bereichs hinzukommen oder entfallen, wenn man neue Quarze einsetzt bzw. austauscht, was man einfach nicht mitbekommt wenn man nicht ständig die Liste überprüft.

Nach Kämpfen erhält man kein Geld, sondern Sepith-Splitter unterschiedlicher Elemente, sowie Zutaten fürs Kochen. Die Sepith-Splitter können zum Freischalten von Orbment-Slots oder für die Herstellung von Quarzen eingesetzt werden. Sie können auch gegen Geld eingetauscht werden, wobei man sich das genau überlegen- und nur im Notfall davon Gebrauch machen sollte, da Quarze ziemlich teuer sein können. Ansonsten verdient man Geld hauptsächlich durch das Erledigen von Bracer-Aufträgen, die in ihrer Anzahl aber limitiert sind. Diese Beschränkung erinnert leicht an das "Taschengeldsystem" aus Final Fantasy 8, wenn auch nicht ganz so restriktiv. Da die erhaltenen Erfahrungspunkte, ähnlich wie in den Ys-Spielen, mit dem Level skalieren, erhält man recht bald im aktuellen Gebiet pro Gegner nur noch einen Punkt, wodurch ein Überleveln praktisch nicht möglich ist.

Die Übersetzung ist wirklich gelungen, auch wenn hier und da mal der ein oder andere Menütext über die Box hinausläuft oder doppelte Dialogboxen aufeinander folgen. Schmunzeln musste ich aber, als sich offenbar selbst die Übersetzer nicht über das Geschlecht von Elnan einig waren und ihn teilweise sowohl als "him" als auch als "her" bezeichneten. :D


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Musikalisch konnte mich das Spiel, im Gegensatz zu praktisch allen Ys-Spielen von Falcom, nicht sonderlich überzeugen. Das Meiste klingt nach Genrestandard und sticht kaum hervor. Gerade die diversen Kampfthemen finde ich sogar richtig schlecht, da komme ich mir immer vor als würde ich in einer Glücksspielhalle sitzen. Lediglich die hier aufgeführten Stücke konnten einen guten Eindruck hinterlassen.

How to Walk in Liberl

https://www.youtube.com/watch?v=WnlX39kvWwg

Defeat!!

https://www.youtube.com/watch?v=DkF1YfiWjeA

Peace Given by Darkness

https://www.youtube.com/watch?v=h1qD7Zp5XVE

Royal Castle

https://www.youtube.com/watch?v=fjNv1csojrc

Whereabouts of the Stars ~Full Version~

https://www.youtube.com/watch?v=4gYCrcAwgPo



Fazit
Trails in the Sky punktet bei mir hauptsächlich durch seine lockere Grundstimmung und sympathischen Charaktere der Marke Grandia oder Lunar. Auch die lebendige Welt mit ihrer Vielzahl an einzigartigen NPCs trägt stark zur Atmosphäre bei. Nach einem interessanten Start hat das Spiel in der Mittelphase allerdings einen Durchhänger und trumpft erst gegen Ende wieder auf, wenn es dann aber fast schon vorbei ist. Das Fertigkeiten- und Kampfsystem bietet interessante Mechaniken, die Ausführung von letzterem birgt aber, aufgrund der vielen Fehlschläge, ein gewisses Frustpotenzial.
Für mich stellt das Spiel einen soliden Start in die Serie dar, der - wenn er mich auch nicht völlig umgehauen hat - definitiv Lust auf mehr macht.



Wertung: ★★★☆☆ (3/5) "Positiv"


★★★★★ (5/5) "Ausgezeichnet!": Super, hat mich völlig in seinen Bann gezogen
★★★★☆ (4/5) "Äußerst positiv": Sehr gut mit einigen kleinen Macken
★★★☆☆ (3/5) "Positiv": Gut aber konnte mich nicht völlig überzeugen
★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv": Nett aber sticht in keinem Bereich wirklich hervor
★☆☆☆☆ (1/5) "Verhalten": OK aber es gibt doch einige Dinge die mich gestört haben
☆☆☆☆☆ (0/5) "Langweilig bis schlecht": Hat mir nicht wirklich zugesagt, eine weitere Unterscheidung hätte für mich keinen Mehrwert




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Sylverthas
22.03.2019, 16:43
Schön geschriebener Bericht :)


Wenn man sich die Zeit nimmt und nach jedem Ereignis alle NPCs anspricht, seien sie auch irgendwo im hintersten Winkel des aktuellen Spielareals versteckt, so muss man sich keine Sorgen machen etwas zu verpassen.
Liest sich ein wenig wie "wenn man mehrmals in jede Ecke schaut, dann wird man keine Items verpassen." *g*
Zugegeben, das Spiel hat wenige Rätsel oder *wirklich* versteckte Sachen. Die meisten versteckten Quests bekommt man, wenn man die Welt erkundet oder bei den Dialogen aufpasst (Reparatur in Zeiss z.B.). Zumindest, wenn man es immer *sofort* tut, denn was weiß man schon, wann die Entwickler es für sinnvoll befunden haben, ein Sidequest zu sperren. Gut, habe ja mehrfach erwähnt, wie ich dem gegenüberstehe, daher werd ichs hier nicht noch mal breittreten^^


Bei einem Bosskampf hatte ich z.B. den Gegner auf 12 HP heruntergeprügelt und er hat zur entscheidenden Attacke angesetzt. Kein Problem denke ich mir, drei meiner Partymitglieder sind noch vor ihm am Zug. Nun, wie man sich denken kann haben alle der Reihe nach ihre Angriffe versemmelt und der Boss startete seinen Gegenangriff, der einen meiner Charaktere sofort getötet hat
Dich muss der Zufall ja ganz schön gekriegt haben *g*
Dass man recht oft verfehlt ist mir zwar auch aufgefallen, aber habe hier überproportional viel mit Magie gekämpft. Schien mir in vielen Kämpfen auch die einzige gute Möglichkeit, ordentlich Schaden auszuteilen. Weiß nicht, ob es hier wesentliche Unterschiede in den höheren Schwierigkeitsgraden gibt, aber ich hatte schnell das Gefühl, dass normale Angriffe es im Vergleich zu Zaubern einfach nicht so bringen. Ein nicht zu verachtender Teil der Kohle ging daher auch für MP Items drauf *g*

Finds nebenbei auch interessant, dass es in gewisser Weise auch ein Softlimit für Geld gibt, weil man die richtig großen Mengen ja nur durch die Aufträge reinkriegt. Klar, man kann auch Sepith farmen und verkaufen, aber die braucht man ja in der Regel auch für... naja, Quartz halt^^
Hatte zwar selten Geldprobleme, aber ist zumindest ein theoretisch interessanter Ansatz, bei dem man ein klein wenig "Druck" bekommt, weil man nur bedingt beliebig viele Items kaufen kann.


Schmunzeln musste ich aber, als sich offenbar selbst die Übersetzer nicht über das Geschlecht von Elnan einig waren und ihn teilweise sowohl als "him" als auch als "her" bezeichneten. :D
Huh, das ist mir gar nicht aufgefallen. Entweder total übersehen, oder vielleicht wurde es in der PC Version gefixed? Auf jeden Fall ein witziger "Fehler" :D

Nayuta
23.03.2019, 10:29
Vielen Dank erst mal! :)


Liest sich ein wenig wie "wenn man mehrmals in jede Ecke schaut, dann wird man keine Items verpassen." *g*
Zugegeben, das Spiel hat wenige Rätsel oder *wirklich* versteckte Sachen. Die meisten versteckten Quests bekommt man, wenn man die Welt erkundet oder bei den Dialogen aufpasst (Reparatur in Zeiss z.B.). Zumindest, wenn man es immer *sofort* tut, denn was weiß man schon, wann die Entwickler es für sinnvoll befunden haben, ein Sidequest zu sperren. Gut, habe ja mehrfach erwähnt, wie ich dem gegenüberstehe, daher werd ichs hier nicht noch mal breittreten^^
Hey, man kommt da wenigstens durch akribisches Abgrasen des aktuellen Gebiets ran. Im Gegensatz zu manch anderem Spiel der Marke "Gehe mit Gegenstand (A) den du nur durch einen seltenen Drop von (B) erhältst zum Zeitpunkt (C) an Ort (D) und verweile dort für (E) Minuten um Gegenstand (F) zu erhalten, den du dann am Ende des Spiels gegen (G) eintauschen kannst, wenn du dazu wieder ganz an den Anfang des Spiels zu (H) gehst, welcher aber durch ein Monster versperrt wird, welches du nur nach 100 Stunden zusätzlichem Grinding besiegen kannst, um danach in ein hundertstöckiges Labyrinth zu gelangen in welches per Zufallsprinzip eine versteckte Wand ohne Hinweise generiert wird, hinter der schließlich (I) zu finden ist." ^^'

Ich persönlich sehe diese optionalen Dinge als Bonus für diejenigen an, die eben bereit dazu sind sich die Zeit zu nehmen um immer wieder mit allen NPCs zu sprechen. Und wenn man es so will sind sie auch eine Würdigung für die Autoren, indem die Entwickler den Spielern diese kleinen Anreize geben. Es sind ja jetzt auch keine storyrelevanten Dinge die man dadurch erhält sondern nur Kleinigkeiten. Den höchsten Junior-Bracerrang erhält man auch so, ohne die Punkte dieser optionalen Quests. Die Novelle ist nur eine separate Kurzgeschichte die mit der Haupthandlung nichts zu tun hat und die Waffe die man dadurch bekommt ist jetzt auch nicht so besonders.


Dich muss der Zufall ja ganz schön gekriegt haben *g*
Dass man recht oft verfehlt ist mir zwar auch aufgefallen, aber habe hier überproportional viel mit Magie gekämpft. Schien mir in vielen Kämpfen auch die einzige gute Möglichkeit, ordentlich Schaden auszuteilen. Weiß nicht, ob es hier wesentliche Unterschiede in den höheren Schwierigkeitsgraden gibt, aber ich hatte schnell das Gefühl, dass normale Angriffe es im Vergleich zu Zaubern einfach nicht so bringen. Ein nicht zu verachtender Teil der Kohle ging daher auch für MP Items drauf *g*
Ja, das Glück scheint mir in diesem Kampfsystem wirklich nicht hold zu sein... -.-
Im letzten Drittel habe ich auch verstärkt auf Magie gesetzt. Hauptsächlich Flächenzauber um die Gegnermassen schnell umzuhauen. In meiner Endparty waren dann Olivier und Kloe.

Sylverthas
25.03.2019, 21:58
Hey, man kommt da wenigstens durch akribisches Abgrasen des aktuellen Gebiets ran. Im Gegensatz zu manch anderem Spiel der Marke "Gehe mit Gegenstand (A) den du nur durch einen seltenen Drop von (B) erhältst zum Zeitpunkt (C) an Ort (D) und verweile dort für (E) Minuten um Gegenstand (F) zu erhalten, den du dann am Ende des Spiels gegen (G) eintauschen kannst, wenn du dazu wieder ganz an den Anfang des Spiels zu (H) gehst, welcher aber durch ein Monster versperrt wird, welches du nur nach 100 Stunden zusätzlichem Grinding besiegen kannst, um danach in ein hundertstöckiges Labyrinth zu gelangen in welches per Zufallsprinzip eine versteckte Wand ohne Hinweise generiert wird, hinter der schließlich (I) zu finden ist." ^^'

Ich persönlich sehe diese optionalen Dinge als Bonus für diejenigen an, die eben bereit dazu sind sich die Zeit zu nehmen um immer wieder mit allen NPCs zu sprechen. Und wenn man es so will sind sie auch eine Würdigung für die Autoren, indem die Entwickler den Spielern diese kleinen Anreize geben. Es sind ja jetzt auch keine storyrelevanten Dinge die man dadurch erhält sondern nur Kleinigkeiten. Den höchsten Junior-Bracerrang erhält man auch so, ohne die Punkte dieser optionalen Quests. Die Novelle ist nur eine separate Kurzgeschichte die mit der Haupthandlung nichts zu tun hat und die Waffe die man dadurch bekommt ist jetzt auch nicht so besonders.
Haha, ja - es ist sehr straight forward und es ist in dem Sinne nicht unbedingt ein Guide Spiel. Man muss halt wirklich immer alles untersuchen, da hast Du mit "Disziplin" schon Recht. Denn, wie gesagt: die Zeitfenster sind häufig pervers schmal, so kann man eine der Carnelia-Romane ja nur in der Nachtaktion finden, in einem Gebiet, was man normalerweise wohl nicht betreten würde.

Und Du hast Recht, dass es nicht nötig ist. Ich würde häufig sagen, dass einem Entwickler durch Nebenaufgaben und optionalen Kram zeigen, wie sie wollen, dass man das Spiel *wirklich* spielt. Da kann mans natürlich als Akt der Wertschätzung an die Schreiber sehen, dass die Entwickler hier tatsächlich die "Quatsche 100 Mal mit jedem"-Spielart forcieren möchten. Da aber hier so viel Gewäsch dabei ist, kommt das dann fast schon der Verschwendung der Zeit der Spieler gleich und kann daher für mich nicht die optimale Art sein, diese Games zu zocken.

Vielleicht wäre es besser, würden sich die Dialoge nicht so extrem häufig ändern, aber dafür substantielle? Ich meine, TitS räumt den meisten NPCs ja ohnehin schon längere Texte ein als die meisten J-RPGs (häufig kriegen die 1-2 Textboxen, hier meist 2-4). Glaube, wenn sich im Verlauf eines Kapitels die Texte sagen wir mal ~ 6 Mal ändern würden, und das dann schön "meaty" ist, dann würde sogar ich die Landstriche immer wieder abgrasen. Da gibts halt doch einen Sweetspot, und momentan erscheint es mir zu exzessiv. Da würde ich fast schon davon sprechen, dass hier auch die Schreiber irgendwie ihre Zeit verschwenden.

Nayuta
26.03.2019, 09:34
Haha, ja - es ist sehr straight forward und es ist in dem Sinne nicht unbedingt ein Guide Spiel. Man muss halt wirklich immer alles untersuchen, da hast Du mit "Disziplin" schon Recht. Denn, wie gesagt: die Zeitfenster sind häufig pervers schmal, so kann man eine der Carnelia-Romane ja nur in der Nachtaktion finden, in einem Gebiet, was man normalerweise wohl nicht betreten würde.
Gerade dadurch dass dieses Gebiet so stark eingeschränkt ist und man durch die Wachen geführt wird könnte ich mir vorstellen, dass dieser Band sogar der Meistgefundene ist, da man rein aus Neugier eher mal in den Flughafen reinschaut, als dass man "durch Zufall", wenn man zur richtigen Zeit mit dem richtigen NPC redet, eine Novelle geschenkt bekommt.^^

Nayuta
27.03.2019, 23:18
The Legend of Heroes: Trails in the Sky SC
~ Ersteindruck ~

https://up.picr.de/34547051us.png


Nachdem ich die ersten drei Kapitel beendet habe (Prolog bis Kapitel 2) wird es Zeit für ein kurzes Zwischenfazit.

Die Handlung von Second Chapter knüpft nahtlos an die Geschehnisse aus dem ersten Teil an und beginnt am Morgen danach. Da man seinen alten Spielstand importieren kann beginnt man mit den gleichen Leveln und Statuswerten wie zuvor. Allerdings verliert man seine Sammlung an Ausrüstung und die Orbments werden durch eine neuere, verbesserte Version ersetzt, was sie mit den alten Quarz inkompatibel macht. Ergo beginnt man auch hier bei Null. Die neuen Orbments haben nicht nur einen zusätzlichen Slot, sondern diese lassen sich auch verbessern, wodurch höherwertige Quarz eingesetzt werden können.

Nachdem man im Prolog in einem komplett neuen Gebiet unterwegs ist, kehrt man wieder in die bekannten Provinzen in Liberl zurück. Pro Kapitel ist man dabei, zumindest bis jetzt, auf ein Gebiet beschränkt. Bereits zu Beginn des ersten Kapitels muss man sich für einen von zwei Begleitern entscheiden. Das hat zur Folge, dass einige Szenen etwas anders ablaufen. Bei den meisten ändern sich aber lediglich die Dialoge geringfügig oder sind sogar exakt gleich, nur mit anderen Charakterbildern in den Textboxen. Auch die anderen Partymitglieder lassen sich nun in der Bracergilde auswechseln, was zu einer geringfügigen Varianz in bestimmten Szenen führt. NPCs erinnern sich an bereits erledigte Aufträge und erwähnen dies in einem kleinen Nebensatz. Die Kapitel selbst sind deutlich kürzer als noch im Vorgänger, was aber auch gut ist, da man sowieso durch dieselben, bereits bekannten Gebiete tingelt. Lediglich am Ende gibt es dann jeweils einen neuen Dungeon.

Etwas schade ist, dass viele Texte bei bereits geöffneten Schatztruhen gleich sind und nicht mehr eine so hohe Varianz wie beim Vorgänger vorhanden ist. Ob hier bereits im japanischen Original gespart wurde oder ob die Texte im Übersetzungschaos verschüttet wurden, kann ich nicht beurteilen. Jedoch lesen sich die Texte merklich holpriger als noch im Vorgänger und es sind mehr Rechtschreib- sowie Formatierungsfehler vorhanden. Witzig finde ich, wie Joshua am Ende des ersten Teils in einer Rückblende bei dem Jungen der aussieht wie Lorence den Namen "Loewe" erwähnt, am Ende des Prologs in Second Chapter selbiger, zuvor als Lorence bekannter Charakter den Namen "Loewe" in dessen Textbox trägt und am Ende des ersten Kapitels als Name in seiner Textbox dann aber plötzlich "Lorence?" angegeben wurde. Na wer könnte das wohl sein? :D

Wie bereits in First Chapter lässt sich auch hier in der Zeiss-Region vorzüglich grinden. Im ersten Teil waren es noch die heißen Quellen, die die Craft Points auf das Maximum gesetzt haben, wodurch man die benachbarten Shining Poms farmen konnte. Nun, die Poms laufen nun nicht mehr als eigenständige Instanz in der Gegend herum sondern tauchen zufällig bei anderen Gegnergruppen auf, was das Farmen erst einmal erschwert. Im Carnelia-Turm gibt es aber bestimmte, ballonartige Gegner, bei denen die Chance besteht, dass ganze sechs Shining Poms im Kampf auftauchen. Nun kommt das zweite Puzzlestück zum Zuge: steinharte Kekse. Diese Gegenstände, welche sich recht leicht zubereiten lassen, one-shotten einen Pom und treffen immer. Sie sind besser als S-Crafts. Somit ist es möglich, aus einem Kampf das Erfahrungsmaximum von 9999 Punkten herauszuholen. Das hat sogar einen ganz tollen Nebeneffekt; normalerweise skaliert die erhaltene Erfahrung ja mit dem aktuellen Level. Je höher der Level, desto weniger Erfahrung erhält man. Hier skaliert die Erfahrung also mit dem Level welches man zum Ende des Kampfes hat, für alle darüber hinaus erhaltenen Level bleibt die Skalierung aber gleich, man erhält daher effektiv viel mehr Erfahrung als wenn man nach jedem Kampf nur einen Levelaufstieg erhalten würde.
Anfangs musste ich schmunzeln, als mir das Spiel allen Ernstes Tita mit Level 40 in meine Level 53 Gruppe aufgezwungen hat. Nach einem Pom-Kampf und 11 Level später hatte sich das aber wieder relativiert.^^


Das Spiel gestaltet sich bisher recht gemächlich und unspannender als noch der Anfang des Vorgängers. Die Kapitel laufen ziemlich gleichförmig ab. Es gehen seltsame Dinge in der aktuellen Region vor sich, man untersucht mehrere Orte und stößt am Ende schließlich mit den Antagonisten zusammen. Diese Treffen bestehen aber lediglich aus einem kurzen Geplänkel mit anschließendem Bosskampf. Es bleibt abzuwarten wann die Geschichte wirklich an Fahrt aufnimmt.

Daen vom Clan
31.03.2019, 23:46
Ein super Bericht, vor allem weil ich mir diese Serie auch schon bald zu Gemüte führen werde! :)

Nayuta
01.04.2019, 22:30
Danke! :)

Ich muss dich aber vorwarnen, aufgrund der Levelskalierung lädt das Spiel nicht gerade zum Grinden ein, da man, wenn man regelmäßig kämpft, von Gegnern recht schnell nur noch einen einzigen Erfahrungspunkt erhält (kannst natürlich Shining Poms farmen, aber selbst die geben dann irgendwann nur noch einen Punkt wenn du den Bogen überspannst :D). Von den Sepith-Splittern bekommt man regulär auch genug, so dass sich das Farmen kaum lohnt.
Im (/In den) Spiel(-en) geht es hauptsächlich ums Lesen, weiß also nicht ob das auf dem Stepper auf Dauer wirklich das Wahre ist. Hm... wenn ich es so recht bedenke kann man doch grinden... man kann "NPCs grinden". :D





Ich nutze den Post mal für einen aktuellen Statusbericht.

Mich hat es total gewundert dass nach dem dritten Kapitel bereits der Discwechsel ansteht. Dabei hat man hier bestenfalls die Hälfte des Inhalts des Vorgängers hinter sich gebracht.
Also entweder fängt das Spiel jetzt erst so richtig, wartet mit haufenweise neuen Gebieten und Soundtracks auf und die Entwickler haben nur den ganzen bekannten Kram auf die erste Disc ausgelagert, oder sie haben lediglich aus dem Grund zwei Discs genommen, weil ein Video die Kapazität einer Disc nur um wenige Megabyte oder so überschritten hat und sie es nicht weiter komprimieren wollten. :D

Wer die Carnelia-Novelle aus dem ersten Teil verpasst hat kann diese hier übrigens in einer Bibliothek in voller Länge nachholen.



Das ganze, bereits im ersten Teil aufgebaute Putschkapitel wurde nun mit der Festnahme von Kanone und den restlichen Geheimdienstmitgliedern endgültig ad acta gelegt.

Offenbar können einige der Enforcer lebensechte Androiden kontrollieren. So ähnlich wie in der Novelle "The Doll Knight", nur das dort von Puppen gesprochen wird. Generell scheint in den Novellen doch ein Fünkchen mehr Wahrheit zu stecken und sie scheinen sich zumindest an reellen Gegebenheiten zu orientieren, wie eben den Androiden oder den, bisher noch nebulösen, 13 Factories. Eventuell wurden sie von einem Insider oder Aussteiger verfasst, der seine Erlebnisse darin verarbeitet.

Aufgrund der weit fortgeschrittenen Technik die Ouroboros einsetzt und aufgrund der Begrifflichkeiten denke ich, dass Ouroboros in irgendeiner Weise mit der Kirche in Zusammenhang steht, da diese bereits seit Jahrhunderten gefundene Artefakte verwaltet und wohl kaum in einem Safe verrotten lässt. Entweder handelt es sich um eine Bruderschaft innerhalb der Institution oder sie setzt sich in der Führungsetage zumindest aus ehemaligen Mitgliedern zusammen.

Es kristallisiert sich immer mehr heraus dass jedem Gruppenmitglied sein persönlicher Enforcer als Gegenspieler zugewiesen wird. Olivier vs. Bleublanc, Zane vs. Walter, Tita vs. Renne (wobei hier Estelle besser passen würde, immerhin zeigt Renne an ihr mehr Interesse, aber ich denke mal dass Estelle einem noch größeren Fisch gegenübergestellt wird) und bei Joshua wird es höchstwahrscheinlich Loewe sein.

Da es nun erst mal nach Bose geht wird der Fokus wohl auf Agate gesetzt werden...

Nayuta
11.04.2019, 21:14
https://up.picr.de/35490333tc.png

Irgendwie versucht dieses Spiel gerade das größte Arschloch der Welt zu sein. :D

Nicht nur darf ich erneut zu Fuß quer durch das ganze Land latschen, mir werden auch noch die besten Charaktere weggenommen und der verbliebene, traurige Rest muss einen Accessoire-Slot für Ausrüstung opfern, damit die Charaktere im Kampf überhaupt integrale Funktionen ausführen können. Da ich besagte Accessoires nach und nach abgeben muss, muss ich zuerst alle Regionen abgrasen und Bosse erledigen, ehe ich mit der Story weitermache, wenn ich in diesen Kämpfen nicht total untergehen will. Und zu allem Überfluss befindet sich nur jeweils eine Hälfte der Regionen auf einer Disc und für die andere muss ich (digitalen) Discjockey spielen.

Hach, dabei hatte die Handlung in den letzten beiden Kapiteln richtig an Fahrt aufgenommen und eine schöne Dramatik erzeugt, doch dann denken sich die Entwickler: "Nö, puh, das geht jetzt aber viel zu rasant vonstatten, davon bekommen wir und die Spieler noch einen Herzkasper. Wir brauchen dringend mehr Filler um wieder runterzukommen, davon hatte unser Spiel bisher sowieso viel zu wenig." ........ :rolleyes:

Zumindest gibt es ein Accessoire mit dem sich die Craft Points durchs Nichtstun (mit allen Charakteren im Kampf immer nur Move auswählen) automatisch aufladen und ich mir so, nach jedem Bosskampf, wieder recht schnell das Maximum holen kann, ehe es zum nächsten geht, um die weggefallenen Charaktere zumindest etwas auszugleichen.

Daen vom Clan
11.04.2019, 21:34
Spielspaßzerstöre-San strikes again!

Nayuta
18.04.2019, 11:17
Da ich kurz vorm Ende von SC stehe wollte ich mal ein paar Dinge bezüglich Trails in the Sky the 3rd in Erfahrung bringen.

Da das Spiel ein reiner Dungeon Crawler sein soll würde ich gerne wissen wie ich mir das vorstellen soll. Wenn ich das höre denke ich spontan sofort an den Altered Space, da sich dieser für so etwas wohl am sinnigsten eignen würde.

Bieten die Dungeons hier dann auch Puzzles oder interaktive Elemente oder sind sie, wie z.B. die Türme oder der Enddungeon in SC, reine Durchlaufkorridore mit generischer Copy & Paste Grafik mit jeweils einer anderen Farbe an den Tapeten und 1.000 Schatztruhen die mitten auf dem Gang stehen?

Gibt es da auch einige oder mehrere Städte (wie auch immer das zu realisieren wäre) oder hat man eine Art Basislager, so ähnlich wie in Ys 8? Gibt es dann auch weitere NPCs oder nur die Partycharaktere?

Und geht es in ähnliche Richtungen wie im Anfangs- und Endabschnitt von SC, wo man mit verschiedenen Charakterkonstellation herumspielen kann/muss? Also z.B. so etwas wie die Auswahl zwischen Scherazard oder Agate, wodurch sich einige Dialoge und Ereignisse etwas ändern oder so etwas wie der Schlusspurt, also der Kampf gegen die ganzen Enforcer, die jeweils auf ihren Gegenpart reagieren und nur dann deren Geschichte wirklich fortgeführt wird.

~Jack~
18.04.2019, 14:50
Bieten die Dungeons hier dann auch Puzzles oder interaktive Elemente oder sind sie, wie z.B. die Türme oder der Enddungeon in SC, reine Durchlaufkorridore mit generischer Copy & Paste Grafik mit jeweils einer anderen Farbe an den Tapeten und 1.000 Schatztruhen die mitten auf dem Gang stehen?
Copy & Paste trifft es ganz gut, nur dass ein Großteil aller Gebiete aus den Vorgängern recycelt wurde. Es gibt zwischendurch zwar auch komplett neue Orte, die sind vom Design her aber nicht sonderlich interessant. Das eine optionale Dungeon was es gibt ist in dieser Hinsicht allerdings noch schlimmer, da dort tatsächlich jeder Raum identisch ist. Einzig die Bosskammer sieht anders aus, wird dann aber auch für jeden Boss recycelt. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich das Dungeon Design aber nicht so sehr von den Vorgängern. Der Fokus liegt stattdessen auf vielen herausfordernden Bosskämpfen, während ein Großteil der Story quasi optional ist. Sollte man als Fan der Reihe aber natürlich mitnehmen, da diese sowohl als Epilog zu den Ereignissen in Liberl fungiert, als auch als erweiterte Hintergrundgeschichte für so manche Charaktere.


Gibt es da auch einige oder mehrere Städte (wie auch immer das zu realisieren wäre) oder hat man eine Art Basislager, so ähnlich wie in Ys 8? Gibt es dann auch weitere NPCs oder nur die Partycharaktere? Und geht es in ähnliche Richtungen wie im Anfangs- und Endabschnitt von SC, wo man mit verschiedenen Charakterkonstellation herumspielen kann/muss?
Es gibt ein Basislager, ja. Und da versammeln sich im Laufe der Zeit bis zu 16 Charaktere die du schlussendlich auch allesamt benutzen musst (+ einem NPC der mir gerade einfällt). Und genau deswegen würde ich dir auch dazu raten vor dem finalen Dungeon nochmal alle ordentlich auszurüsten und diese eventuell sogar auf Level 141 zu bringen, wobei man das grinden auch danach noch erledigen kann. Das hab ich persönlich nämlich nicht gemacht, weswegen ich teilweise ganz schöne Probleme hatte. Ich hätte zwar einen Spielstand vor dem Dungeon laden können, aber ich wollte mir nicht nochmal die ganze Sequenz anschauen. Wobei das mit dem Turbo Modus den es mittlerweile gibt ja kein Problem gewesen wäre.

Und ja, die Gespräche können sich je nach Charakterkonstellation natürlich ändern.

Nayuta
18.04.2019, 22:34
OK, also ist es weniger ein neuer Dungeon als vielmehr bekannte Gebiete die als Dungeon zweckentfremdet oder zweit-(bzw. in diesem Fall eher dritt-)verwertet werden, wenn ich dich richtig verstehe.

Ich spiele mit dem Gedanken mich in dem Spiel völlig auf die Story zu konzentrieren und mit verschiedenen Charakterkonstellationen herumzuspielen und im Gegenzug den Schwierigkeitsgrad auf leicht zu stellen, um mir in diesem Vorhaben möglichst wenig Steine in den Weg zu legen. Vermutlich kann mann dann zwar gar nicht mehr von einem "Spiel" reden (die ersten vier Kapitel in SC habe ich mit Agate im Schnelldurchlauf auf leicht nachgeholt und dieser "Schwierigkeitsgrad" hält wirklich was er verspricht, die Gegner können da gar nichts mehr^^), habe aber keine Lust auf eine zweite Leonhardt-huiii-ich-mache-mal-eben-fünf-Klone-Situation (sprich, es gibt in den Sequenzen danach Unterschiede, je nach mitgenommenen Charakteren, die aber hinter einem ziemlich harten Boss versperrt sind, was manche Konstellationen enorm schwierig und zeitaufwändig macht).^^'

Narcissu
20.04.2019, 15:01
So kann man das Spiel gut spielen, denke ich. Allerdings fand ich den Schwierigkeitsgrad auch auf normal sehr moderat, von 1-2 Kämpfen abgesehen. Man kann das System relativ leicht exploiten, sobald man die Accessoires bekommt, die SP herstellen, wenn man angreift (oder Schaden erleidet). Damit kann man dann sehr oft S-Breaks einsetzen, was die meisten Bosskämpfe zu einem schnellen Prozess macht.

Das, was gern zum letzten Dungeon gesagt wird, kann ich nicht bestätigen. Es ist sehr ineffektiv, vor dem letzten Dungeon zu grinden, da man im Dungeon selbst sehr viel schneller grinden kann und selbst mit schwachen Charakteren sind die normalen Gegner kein Problem. Man kann die Charaktere dort innerhalb von wenigen Minuten sehr hoch aufleveln, vorheriges Grinding oder besondere Vorbereitungen sind imo nicht nötig, zumal der letzte Boss auch nicht allzu schwer ist. Auf Leicht noch weniger natürlich.

~Jack~
20.04.2019, 15:48
Das, was gern zum letzten Dungeon gesagt wird, kann ich nicht bestätigen. Es ist sehr ineffektiv, vor dem letzten Dungeon zu grinden, da man im Dungeon selbst sehr viel schneller grinden kann und selbst mit schwachen Charakteren sind die normalen Gegner kein Problem. Man kann die Charaktere dort innerhalb von wenigen Minuten sehr hoch aufleveln, vorheriges Grinding oder besondere Vorbereitungen sind imo nicht nötig, zumal der letzte Boss auch nicht allzu schwer ist. Auf Leicht noch weniger natürlich.
Dass man das Grinden danach noch erledigen kann, hatte ich ja erwähnt. Aber bei jedem Charakter die Ausrüstung auf den aktuellen Stand zu bringen wäre schon ganz nützlich, schon um das Leveln zu erleichtern. Bei mir fand ich manche Charaktere nämlich erstmal komplett nutzlos bis ich die wieder hochgelevelt hatte. Und beim Bosskampf hat sich eine meiner Gruppen beinahe selbst vernichtet hätte da sie keine Ausrüstung besaßen die sie vor Statusverändungen beschützt hätten. Was nicht so toll ist wenn mein bester Kämpfer verwirrt wird, dessen Angriffe ebenfalls Statusveränderungen hervorrufen. Ich habs zwar trotzdem noch geschafft, aber da zu sterben wäre nicht so toll gewesen. Erst recht da ich für diesen Bossmarathon circa 40 Minuten gebraucht habe.

Nayuta
20.04.2019, 20:47
Das mit dem Aufleveln ist das was ich meinte was ich mir dieses Mal ersparen möchte. Ausrüstung kann man ja meistens zwischen den Charakteren wechseln, gleiches gilt für die Quarze, welche man zumindest bei den meisten Charakteren so anordnen kann, dass man die wichtigsten Supportzauber erhält. Bei den Angriffszaubern nehme ich sowieso meist die Niedrigstufigsten oder die mit der höchsten Reichweite. Alle anderen lohnen sich nicht, da deren zusätzlicher Schaden in Relation zur EP-Anforderung oder zur Ausführungszeit einfach zu schlecht ist.
Problematischer sind eher die Grundwerte für Angriff und Magie. Bis ein gewisser Grenzwert überschritten ist machen zu niedrige Werte einfach gar keinen Schaden. Auch der Geschwindigkeitswert ist bei den niedrigleveligen Charakteren meist so bescheiden, dass selbst ein Clockup EX nicht wirklich viel hilft und diese Charaktere mit ihren Aktionen immer einen Tick zu spät dran sind.

Habe Second Chapter jetzt durch und mal nachgeschaut ob es im Enddungeon überhaupt Shining Poms gibt. Ja die gibt es tatsächlich, ich bin ihnen aber kein einziges Mal begegnet, obwohl ich recht viel gekämpft und jede Gegnergruppe mindestens einmal mitgenommen habe. In den tetrazyklischen Türmen hingegen sind sie mir ständig im Sechserpack über den Weg gelaufen und sobald ich einmal von ihrer Existenz wusste, habe ich sie auch zum Powerleveln missbraucht.

Nayuta
23.04.2019, 22:08
https://abload.de/img/pic_0976uwjf7.png (https://abload.de/img/pic_0976uwjf7.png)








The Legend of Heroes: Trails in the Sky SC

https://abload.de/img/pic_0179g6jsd.png (https://abload.de/img/pic_0179g6jsd.png)



Challenge #:
06


System:
Playstation Portable (EUR)


Version:
1.00


Anime:
The Legend of Heroes: Trails in The Sky The Animation (OVA)



https://up.picr.de/31412164zw.png





► Zum Ersteindruck


Das Spiel
Alan Richards Putschversuch wurde vereitelt, doch noch ehe Estelle und Joshua ihren Triumph voll auskosten können, gibt Professor Alba, der sich als Georg Weissmann - einem Anführer der Terrorgruppe Ouroboros - zu erkennen gibt, Joshua seine unterdrückten Erinnerungen zurück. Es stellt sich heraus, dass er die ganze Zeit unterbewusst als Doppelagent für die Organisation gearbeitet- und heimlich Informationen weitergeleitet hat. Voller Reue und Wut, aber auch um Estelle nicht weiter in Gefahr zu bringen, taucht er unter um sich der Organisation alleine entgegenzustellen.
Anfangs versucht Estelle diese Tatsache noch zu leugnen und klammert sich an der Hoffnung fest, Joshua würde zuhause auf sie warten. Doch dort angekommen muss sie der Realität ins Auge sehen; Joshua ist fort und kommt wohl nie wieder zurück. Völlig am Ende mit ihren Nerven findet sie Trost durch den Priester Kevin Graham, ihrem Vater und Scherazard, die sie dazu ermutigen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und nach ihm zu suchen. Da Estelle dadurch zwangsläufig mit Ouroboros zusammenstoßen wird, empfiehlt ihr Cassius ein mehrwöchiges Training in einem Bracer-Bootcamp in La Locle im Staat Leman, wo sie im Überlebenstraining und den wichtigsten Grundlagen in der Terrorbekämpfung geschult wird.
Nun stellt sich aber die Frage, wie Joshua, ein Meister in verdeckten Operationen, zu finden ist. Dieses Problem wird ganz pragmatisch angegangen; zusammen mit einem Partner streift Estelle erneut durch Liberl um verdächtige Aktivitäten zu untersuchen, die wohlmöglich im Zusammenhang mit Ouroboros stehen könnten. Früher oder später werden sich die Wege der beiden dann zwangsläufig kreuzen.


https://abload.de/img/collagebyj7p.png (https://abload.de/img/collagebyj7p.png)


Und so beginnt das Abenteuer mit der Ausbildung im neuen Spielabschnitt La Locle. Dieser ist recht klein gehalten und obwohl es eine Karte gibt, auf der eine Verbindungsstraße eingezeichnet ist, kann man die entsprechenden Abschnitte nur über ein Menü anwählen. Danach führt die Reise wieder durch alle bereits bekannten Provinzen Liberls, in denen man auch erst einmal festsitzt, allerdings in einer leicht abgeänderten Reihenfolge. Nach dem Prolog wählt man seinen Partner zwischen Scherazard und Agate aus, der Estelle die ersten drei Kapitel über fest an ihrer Seite begleitet. Je nach Auswahl verlaufen eine handvoll Gespräche etwas anders, obwohl sie inhaltlich mehr oder weniger gleich bleiben. So kann es z.B. sein dass Scherazard ihr Gegenüber mit ihren Reizen überzeugt, während Agate auf Gewalt(-androhung) setzt. Bei den meisten Gesprächen wird allerdings exakt das gleiche gesagt, nur jeweils im Jargon des entsprechenden Charakters.
Zusätzlich können andere Mitglieder nun schon zu Beginn, sofern verfügbar, variabel in die Party aufgenommen werden. Diejenigen, die auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen, verweilen dabei in der jeweiligen Zweigstelle der Bracer-Gilde. Da sich bei der Erkundung, dem Erledigen von Quests und dem Vorantreiben der Story dadurch eine variable Zusammensetzung der Party ergibt, gibt es auch hier wieder Variationen in den Gesprächen. Kennen die NPCs ein Mitglied aus der Party, so reden sie dieses gezielt an. Nimmt man in Zeiss z.B. Tita mit, so halten die NPCs mit ihr ein kleines Schwätzchen, ansonsten entfallen diese Zusatzdialoge. Gegen Ende geht das sogar so weit, dass ganze Hindergrundgeschichten nur dann offenbart werden, wenn man die richtigen Charaktere zur richtigen Zeit mitnimmt. Aber keine Sorge, das Spiel markiert diese Stellen recht deutlich. Trotzdem wird in den meisten Situationen deutlich, dass gerade die optionalen, nicht von der Handlung diktierten Charaktere eher wie Anhängsel wirken, die ihren generischen Standardsatz herunterrattern und ansonsten nicht viel zur Situation beitragen. Gerade wenn man die gleichen Situationen mit unterschiedlichen Konstellationen spielt merkt man, wie generisch manche davon doch gehalten sind. Hier hätte ich es besser gefunden wenn einfach alle Charaktere immer dabei wären und sich organischer in die Szenen integrieren würden.
Trotzdem muss ich sagen dass die Dialoge meistens ein recht hohes Niveau haben und vor allem durch ihre Komik, manchmal aber auch durch ihre Dramatik, glänzen. Gerade Estelle ist ein wahnsinnig sympathischer Charakter und fügt sich locker in die Reihe der besten RPG-Protagonisten ein... wenn sie sich nicht gar an die Spitze setzt!

Die Geschichte an sich ist echt gut und hat einige Momente, verläuft über weite Strecken aber auch recht gleichförmig und vorhersehbar. So untersucht man die ersten fünf Kapitel über die Aktivitäten der Organisation in jeweils einer der bekannten Provinzen, ehe das Spiel diese Masche etwas aufbricht. Dabei stellen sich der Truppe die durchnummerierten Widersacher von Ouroboros in den Weg, die teilweise Hintergründe mit bestimmten Partycharakteren teilen. Selbstverständlich scheinen diese anfangs schier unbesiegbar und spielen nur mit der Party, bis man sie am Ende schließlich doch bezwingt. Doch gerade wenn die Story einen Höhepunkt erreicht, muss man plötzlich wieder zu Fuß und ohne Teleportmöglichkeit durch ganz Liberl reisen. Wahnwitziger noch, obwohl der Truppe praktisch ein Zeitlimit im Nacken sitzt, fragen sie an jeder Station schön brav nach, ob sie noch irgendwelche Dinge erledigen können, wenn sie doch schon mal in der Nähe sind. Ich verstehe schon dass man hier noch einmal die Verbundenheit mit dem Land und den Leuten hervorheben und festigen wollte, ehe es zum großen Finale geht, aber dramaturgisch ist diese Stelle ein Griff ins Klo, gerade weil der Grund für diese Reise so banal ist und von einer anderen Gruppe sogar Off-Screen durchgeführt wird.

Generell sind die einzelnen Kapitel und damit die Gegenden in denen man sich aufhält kürzer als im Vorgänger, was auch gut ist, da man die Orte ja bereits kennt und der Faden der Wiederverwertung somit nicht allzu sehr überspannt wird - mal von achten Kapitel ausgenommen. Dafür gibt es mehr Kapitel, das Spiel ist ungefähr um ein Drittel länger als der Vorgänger. Allerdings lädt es auch zum Experimentieren mit der Charakterkonstellation ein, wodurch man manche Situationen mehrfach durch Neuladen spielt, was zeitlich dann nicht aufgezeichnet wird. Spielt man die ersten drei Kapitel mit einem anderen Partner erneut, so ist die Spielzeit insgesamt um ungefähr die Hälfte länger. In den ersten fünf Kapiteln gibt es pro Region jeweils einen neuen, spielbaren Abschnitt. Bis auf Leiston Fortress werden praktisch alle Gebiete des Vorgängers wiederverwertet, wobei viele Dungeons rein optional sind und für Nebenquests herhalten. Lediglich in den nachfolgenden Kapiteln und im Prolog ist man in komplett neuen Gebieten unterwegs.



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Im Vergleich zu First Chapter sind einige NPCs mehr hinzugekommen, allerdings hat sich Falcom bei den meisten die Mühe gespart, diesen eigene Namen zu geben. Ansonsten werden die Geschichten der bekannten NPCs fortgeführt, wie z.B. das Liebespaar, der Schatzsucher, der unglücklich verliebte Glücksritter, das Ehepaar mit Eheproblemen oder der vom Pech verfolgte Luftschiffenthusiast. Zudem frage ich mich, ob man die erebonischen NPCs in Cold Steel wohl wieder antreffen wird, wie einige der Händler oder die Schülerin, für die eine Ehe arrangiert wurde. Die NPCs für die man im Vorgänger Nebenquests erledigt hat reagieren darauf und erwähnen das in einem kurzen Nebensatz. Das ist ganz nett, ich hätte aber etwas mehr erwartet.

Spielerisch hat sich gegenüber dem Vorgänger wenig getan. Wie bereits erwähnt kann man sich nun seine Party selbst zusammenstellen, im Vorgänger war dies nur im letzten Dungeon möglich. Mit vierzehn spielbaren Charakteren fällt die Auswahl durchaus beachtlich aus. Allerdings sind nicht immer alle verfügbar. Einige schließen sich nur für einen kurzen Abschnitt oder einen Kampf an, andere tauchen sporadisch immer wieder auf. Charaktere die im Kampf als unkontrollierbare NPCs agieren zähle ich hierbei nicht mit. Da der Charakterwechsel aber nur an bestimmten Stellen möglich ist, macht das gerade deren Management unnötig kompliziert. Will man ihnen neue Ausrüstung besorgen, so muss man entweder vorplanen oder immer wieder zwischen Basis und Geschäft pendeln. Auch beim Wechsel von Ausrüstung zwischen Charakteren muss man diese immer wieder in die Party hinein- und anschließend wieder herausnehmen. Dass man oftmals nur zwei oder gar nur einen Charakter frei wählen darf, macht die Sache noch mühseliger. Besonders der Enddungeon stellt die Geduld hier auf die Probe, da man für einige Bosskämpfe bestimmte Charaktere dabei haben sollte, um deren Hintergrundgeschichten voranzutreiben. Dabei gilt es nicht nur einen sehr weiten Weg bis zur Basis zurückzulegen - jeweils hin und zurück - dieser wird auch noch von zahlreichen Animationen wie Aufzügen etc. in die Länge gezogen. Im Dungeon selbst wird der Teleport zum aktuellen Stockwerk auch erst nach dem entsprechenden Bosskampf freigeschaltet, so dass man mit der neu zusammengestellten Truppe immer durch den entsprechenden Abschnitt laufen muss.

Man tauscht seine bewährten Orbments durch eine neue, verbesserte Generation aus, deren erforderliche Quarze mit denen der Vorgängerversion inkompatibel sind. Spielerisch bedeutet das, dass man wieder von Null anfängt. Dafür können die Slots dieser Orbments gleich mehrfach verbessert werden, was die Anzahl der Energy Points weiter erhöht. Außerdem hat jedes einen zusätzlichen, achten Slot. Die Zauber wurden ebenfalls verbessert, so heilt ein Tear nun nicht mehr nur 200 sondern gleich 1.000 HP. Das ist auch nötig, da man mit dem Level mit denen man den Vorgänger abgeschlossen hat startet, sofern man seinen Spielstand importiert. Ansonsten beginnt man mit Level 35. Leider wird keine der sonstigen Ausrüstung übernommen.



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Im Kampfsystem sind nun die so genannten Chain-Crafts hinzugekommen. Das sind Kettenkombos die mit bis zu vier Charakteren ausgeführt werden können. Lediglich der Charakter der die Kombo startet muss dabei am Zug sein, die anderen werden außerhalb ihrer Reihenfolge hinzugeholt. Jeder zusätzliche in die Kombo aufgenommene Charakter verbraucht dabei aber mehr Craft Points. Besonders effektiv sind diese in Runden in denen man kritische Treffer erhält. Leider wird zur Berechnung des Schadens der physische Angriff verwendet, was Magier in der Kombo so gut wie nutzlos macht. Am effektivsten fand ich die Chain-Crafts noch in der ersten Hälfte des Spiels. Danach kommt man mit Skill-Crafts und Magie meist besser voran. Etwas was auch für den Vorgänger gilt, ich dort aber versäumt habe zu erwähnen ist, dass ich es schade finde, dass höherwertige Zauber nur dann interessant sind, wenn sie die Reichweite erhöhen. Deren zusätzlicher Schaden fällt ansonsten so marginal aus, dass sie sich aufgrund des höheren Energy-Point-Verbrauchs und der längeren Ausführungszeit nicht lohnen. Ausgenommen davon sind Heilzauber. Das Limit an Sepith, welches man am Ende des Kampfes erhält, wurde nun von 70 auf 140 erhöht. Dadurch schwimmt man die meiste Zeit über darin und kann auch schon mal welches verkaufen, um an zusätzliche Geldmittel zu gelangen. Leider kann die Siegesanimationen am Kampfende nicht mehr abgebrochen werden.

Neben den Braceraufträgen, die schon mal in kleine Minigeschichten ausarten, erhält man durch den Dialog mit NPCs auch immer wieder Teile einer neuen Novelle. Eine weitere- und sogar die altbekannte Carnelia-Novelle aus dem Vorgänger können in diversen Bibliotheken am Stück gelesen werden. Selbstverständlich gibt es wieder die Liberl News, in der man, wie in einer Synopsis, die vergangenen Ereignisse komprimiert und schön aufbereitet nachlesen kann. Daneben gibt es noch weitere Nebenbeschäftigungen wie ein Kasino mit diversen Minispielen oder das Angeln. Estelle frönt ihrem Hobby dabei bedingungslos, selbst wenn das bedeutet dass sie ihren Fang aus der Kloake fischt. :D
Außerdem kann man wieder Rezepte für diverse Gerichte finden. Neu hinzugekommen sind Gerichte wie steinharte Plätzchen, mittels denen man Gegnern Schaden zufügen kann. Diese haben eine hundertprozentige Treffsicherheit und verursachen hohen Schaden, was bedeutet, dass man damit sehr gut Shining Poms farmen kann. Auch den ein oder anderen unfairen Boss kann man damit auf seine eigene "Teeparty" einladen (ja ich schaue dich an, Mr. 2-Löwen-Plus-5-Klone-Leonhardt >.>').

Musikalisch hat mich auch dieser Teil nicht vom Hocker gehauen. Der Großteil des Soundtracks entspricht dem Vorgänger. Beim Kampfthema hat man es sogar geschafft, das vorherige noch zu unterbieten. Das gute Oberweltthema wurde leider durch langweiliges Gedudel ersetzt. Dafür gibt es einige Bossmusiken und das zweite Kampfthema, welches aber nur während zwei Kapiteln gespielt wird, welche recht ordentlich sind.

Die Playstation Portalbe Version wird auf zwei Discs (bzw. Disc-Images, da das Spiel im Westen nur digital erhältlich ist) ausgeliefert. Da sich nur jeweils eine Hälfte der Gebiete auf einer Disc befindet bedeutet dies, dass es in Kapitel 8, in dem man sich frei im Land bewegen kann, mehrfach zum Discwechsel kommt. Verschlimmert wird das dadurch, dass man in besagtem Kapitel zuerst alle Nebenquests erledigen sollte, ehe man mit der Story voranschreitet, da man ansonsten enorme Probleme in Kämpfen bekommen wird. Man muss das Land daher mindestens zweimal umrunden.



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Der Anime
In der zweiteiligen Direct-To-Video-Serie The Legend of Heroes: Trails in The Sky The Animation wird die Geschichte von Second Chapter erzählt. Allerdings nicht in voller Länge sondern nur etwa bis zur Hälfte, also dem Ende von Kapitel 6 und somit der Wiedervereinigung von Estelle und Joshua. Wenn man denn überhaupt davon sprechen kann, denn wirkt die Serie anfangs noch wie ein Schnelldurchlauf bekannter Szenen, weicht sie recht früh vom Spiel ab, interpretiert Ereignisse neu und vermischt diese sogar mit Szenen die erst ganz am Ende des Spiels stattfinden. Die Schauplätze aus dem Spiel wurden fast 1:1 übernommen, was für einen schönen Wiedererkennungswert sorgt und der Humor wurde gut übertragen.
Trotzdem weiß ich nicht ganz für wen dieser Anime gedacht ist. Als Werbematerial für neue Spieler beinhaltet er zu viele Spoiler. Als Zusammenfassung für Kenner des Spiels taugt er aufgrund der Neuinterpretationen recht wenig. Und eigenständig funktioniert er nicht, da er mitten im Geschehen nach Teil 1 anfängt und die Geschichte mitten drin abbricht. Wenn ich mir die Veröffentlichungsdaten ansehe könnte ich mir höchstens vorstellen, dass er sich als Werbemaßnahme für die Veröffentlichung der Playstation 3 Fassungen an Fans der Serie richtet.
Jedenfalls muss man diesen Anime nicht gesehen haben, es sei denn man ist auf Entzug und möchte sich seine homöopathisch Dosis Trails in the Sky abholen.



https://abload.de/img/collage_sv1jr7.png (https://abload.de/img/collage7mja3.png)




Fazit
Trails in the Sky: Second Chapter besticht wie der Vorgänger durch seine lebendige Welt, liebenswürdige Charaktere und ein lockeres Skript. Gerade Estelle ist für mich einer der besten- wenn nicht sogar der beste RPG-Protagonist. Aber auch Olivier weiß immer wieder durch seine eigensinnige Art zu gefallen. Im Gegensatz zum Vorgänger nimmt hier die Story auch endlich an Fahrt auf und kann diese Geschwindigkeit halten, ohne dass das Spiel gleich wieder zu Ende ist. Leider ist sie gerade zu Beginn für lange Strecken ziemlich gleichförmig und kurz vor dem eigentlichen Finale wartet noch mal ein herbes Schlagloch. Außerdem ist sie oft ziemlich vorhersehbar und klischeehaft, überzeugt aber trotzdem sowohl mit lockeren als auch mit intensiven Szenen. Alles in allem eine ordentliche Steigerung im Vergleich zum Vorgänger.
(Hinweis: die Wertung bezieht sich ausschließlich auf das Spiel)



Wertung: ★★★★☆ (4/5) "Äußerst positiv"


★★★★★ (5/5) "Ausgezeichnet!": Super, hat mich völlig in seinen Bann gezogen
★★★★☆ (4/5) "Äußerst positiv": Sehr gut mit einigen kleinen Macken
★★★☆☆ (3/5) "Positiv": Gut aber konnte mich nicht völlig überzeugen
★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv": Nett aber sticht in keinem Bereich wirklich hervor
★☆☆☆☆ (1/5) "Verhalten": OK aber es gibt doch einige Dinge die mich gestört haben
☆☆☆☆☆ (0/5) "Langweilig bis schlecht": Hat mir nicht wirklich zugesagt, eine weitere Unterscheidung hätte für mich keinen Mehrwert




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