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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sylvertha's SunshineShow [2/12] (Ys Origin | To the Moon | Berseria)



Sylverthas
02.01.2018, 12:44
Regeln


Es sind 12 Spiele zu beenden
Per RNG (Google) suche ich aus der Backlogliste ein Spiel aus, welches dann durchgespielt wird
Bei der Plattform handelt es sich in der Regel um den PC, wenn nicht anders angegeben
Durchgespielt bedeutet die Credits zu sehen. Falls das Spiel mehrere Routen hat so sollte zumindest ein gutes Ende erreicht werden.
Angefangene Spiele in der Liste werden unterstrichen; wird etwas (aus guten Gründen) gecancelt so ist es rot; durchgespielt ist blau
Es wird immer hier im Thread bekanntgegeben, was (aus der Challenge) gespielt wird
Die "X"-Spiele, die am Ende der Liste auftauchen, sind außerhalb der Challenge


edit: Weil mir die Idee gut gefallen hat, eine Voreinschätzung für Spiele zu geben, mache ich das auch mit den Titeln in der Liste. Wird ein einfaches Tendenzsystem, bei dem "o" für mittelmäßig, "-"/"+" für negativ/positiv stehen.

Backlog


Aviary Attorney (+)
Finding Paradise (o)
Hate Plus (+)
I Am Setsuna (-)
Nier Automata (+)
Ori and the Blind Forest (+)
Root Double - Before Crime * After Days - Xtend Edition (+)
Tales of Berseria (o)
Tales of Zestiria (-)
Trails of Cold Steel (o)
The Sexy Brutale (+)
To the Moon (o)
Tokyo Xanadu ex+ (o)
Trails in the Sky (o)
Va-11 Hall-A: Cyberpunk Bartender Action (+)
Valkyria Chronicles 3 (o)
Valkyria Revolution (-)
Yakuza 0 (+)
Ys Origins (o)
Ys: The Oath in Felghana (o)
Ys: The Ark of Napishtim (o)
Tokyo Dark (+)
Rakuen (o)
Radiant Historia - Perfect Chronology (+)


Spieleliste



#
Titel
System
Beendet
Spielzeit [h]
Wertung

Zwischenberichte


01
Tales of Berseria (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylverthas-SalzStollen-1-12-%28Tales-of-Berseria%29?p=3361152&viewfull=1#post3361152)
PC
20.01.
79
08/10

01 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3359257&viewfull=1#post3359257) 02 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3359370&viewfull=1#post3359370) 03 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3359812&viewfull=1#post3359812) 04 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3360281&viewfull=1#post3360281) 05 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3360568&viewfull=1#post3360568) 06 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3360901&viewfull=1#post3360901) 07 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3360968&viewfull=1#post3360968)


02
To the Moon (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylverthas-SalzStollen-2-12-%28Now-To-the-Moon-Fin-Berseria%29?p=3362033&viewfull=1#post3362033)
PC
29.01.
5
10/10

01 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3361736&viewfull=1#post3361736) 02 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3361791&viewfull=1#post3361791)


03
Ys Origin
PC
26.02.
21
x/10

01 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3363142&viewfull=1#post3363142) 02 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3363342&viewfull=1#post3363342) 03 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3363706&viewfull=1#post3363706) 04 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3363937&viewfull=1#post3363937) 05 (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylvertha-s-SunshineShow-2-12-%28Ys-Origin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3364046&viewfull=1#post3364046)


04









05









06









07









08









09









10









11









12









X1
Soul Blazer (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylverthas-SalzStollen-0-12-%28Tales-of-Berseria-Soul-Blazer%29?p=3360727&viewfull=1#post3360727)
SNES
16.01.
10
05/10




X2
A Bird Story (https://www.multimediaxis.de/threads/144763-Sylverthas-SalzStollen-2-12-%28Fin-To-the-Moon-Berseria%29?p=3362224&viewfull=1#post3362224)
PC
03.02.
1.5
:confused:/10






Da das meine erste Challenge ist habe ich versucht eine Mischung aus Spielen zu nehmen, welche etwas kürzer sind und auch ein paar Sachen unterzumischen, welche sich im Backlog befinden, man aber definitiv nicht als J-RPGs bezeichnen kann. Bin mir trotzdem sicher, dass ich bis Ende des Jahres Valkyria Revolution würfeln werde ^_O
Mal schauen, wie sehr ich mir selber mit dem RNG-Kram geholfen habe - aber irgendwie muss der Backlog ja mal kleiner werden (besonders nach dem aktuellen Winter Sale >_>) und das Salt der Sunshine kommt eben nicht von alleine :D

Bin auf die Performance mancher Games am PC gespannt. Gerade über die Tales of Teile hat man ja nicht so viel Gutes gehört, was das angeht. Falls ich noch Zeit und Lust habe verschöner ich meinen Beitrag später noch mal (wird aber vermutlich nicht passieren^^°)

Change-Log:

29.01.: The Letter (10) durch Trails of Cold Steel
19.02.: Regeln entschlackt - gibt nur noch Backlogliste und alles, was daher nicht mehr relevant war, entfernt
05.03.: Tokyo Dark als Nr. 22, Rakuen als Nr. 23 und Radiant Historia - Perfect Chronology als Nr. 24 hinzugefügt

Sylverthas
02.01.2018, 19:09
So, der erste Roll war eine 8, womit der Anfangstitel dann wohl Tales of Berseria ist!

Bin einigermaßen gespannt und vorsichtig mit den Erwartungen hier. Tales ist schon immer extrem Anime und der letzte Teil (Xilia) hat mich recht gelangweilt. Dafür war Tales of Graces f echt unterhaltsam, weil es schon wieder übertrieben klischeelastig war und nebenbei ein richtig gutes KS hatte. Bin gespannt, in welche Richtung ToB eher geht. Nebenbei eine gute Möglichkeit zu sehen, wie der PC Port tatsächlich geworden ist ^_^

Narcissu
02.01.2018, 19:27
Bin auch auf deine Meinung gespannt und noch mehr noch auf meine eigene. :D Ich vermute mal, dass mein größtes Problem am Spiel Velvet sein wird, aber mal schauen. Ach ja, und nach dem doch (nicht zuletzt wegen Go Shiina) soliden Zestiria-OST soll Sakuraba mit Berseria wieder einen regelrechten Geniestreich an generisch-dudeligen Selbstkopien geliefert haben.

Ansonsten schöne Liste, besonders auch die Indies. Ich werde, denke ich, auch nicht ausschließlich JRPGs reinnehmen.

Ave
03.01.2018, 20:40
Bin gespannt auf deinen Bericht. Darf ich dich an der Stelle bitten am Anfang des Posts immer vorzuwarnen ob da krasse Spoiler kommen? ^^'' Ich will das Spiel in Zukunft gerne selbst noch spielen und nur deine Eindrücke lesen und nicht konkret inhaltliches.

Sylverthas
04.01.2018, 13:00
Wenn man sich die anderen Threads so anschaut ists mir fast peinlich, wie barebones meiner hier ist (was selbstredend nicht heißt, dass sich das groß ändern wird ^_O)

@Ave: Werde mich anstrengen, Spoiler zu vermeiden. Generell versuche ich in meinen Beiträgen immer um diese rumzutanzen, was hoffentlich auch die meiste Zeit erfolgreich ist^^

@Narcissu: Du machst echt keine Witze. Die Musik ist so ein generisches Gedudel, dass ich teilweise sogar meine eigene während des Zockens angeschmissen habe. Sakuraba ist echt ein Typ - ab und zu haut er mal nen OST raus, der gut ist, aber dann gibts auch wieder welche, die mal so *richtig* wenig Wiedererkennungswert haben.

So, damit zum

Tales of Berseria Zwischenbericht (12h)
Als Vorwort: Da ich nach Xilia keinen Teil mehr gespielt habe kann es gut sein, dass einige der Sachen, die ich erwähne, bereits in ToX2 oder ToZ (gabs noch mehr Teile dazwischen?^^) drin waren. Werde hauptsächlich aufs Gameplay und Charaktere (hier primär Velvet) eingehen.

Gameplay:
Es ist manchmal echt gut, wenn man zwischen To-Spielen ne längere Zeit vergehen lässt. Dadurch kommt einem alles so viel frischer vor, und so macht mir gerade das KS bisher enorm Spaß. Man hat hier ne Variante von dem aus ToG verwendet (ist das mitlerweile zum Standard der Reihe geworden?). Es ist schnell und actionreich, wenn man die Gegner mit seinem Button Mashin... ich meine natürlich, gekonnten Kombos, plattmacht. Hier auch der krasse Unterschied zu XC2: Kämpfe dauern zwischen 10-40s, nicht 40s+. Da ists mir auch ziemlich egal, dass die Gegnerdichte hier ne Ecke zu hoch ist, wenn alles so schnell läuft. Das Spiel hat auch ein tolles Feature, was man sonst selten sieht: Gegner respawnen nicht, wenn man den Raum wechselt. Erst bei dem Wechsel in ein komplett anderes Gebiet.

Es ist so: wenn Trashmobs sowieso keine Gefahr darstellen oder Taktik benötigen, dann habe ichs lieber, dass die Kämpfe schön schnell vorbei sind, als ne Minute auf irgendwas einzuprügeln, was sich eh kaum wehrt. Wobei das ein Ding ist, was manchen sauer aufstoßen könnte: man kann am Anfang nur bis "Hard" hochschalten, und die Gegner auf dem Schwierigkeitsgrad sind immer noch ziemlich lächerlich. Vielleicht bin ich auch überlevelt, meine Spielweise ist wie immer: jeder Mob in Dungeons wird mitgenommen. Habe letztens nen noch höheren SG freigeschaltet, mal schauen, ob die Gegner da reinhauen.

Das Spiel hat zwei Item Subsysteme: Erstmal kann man wie in FFIX Effekte von seiner Ausrüstung lernen. Die sind hier aber weniger essentiell und mehr im Stile "+5 Attack" oder "4% Fire Resistance". Wie schnell man diese lernt hängt davon ab, wieviel Grade (Kampfrating) man bekommt. Sprich: je schneller und mit längeren Kombos (und whatever da noch reinzählt) man die Mobs wegkloppt, umso schneller lernt man Skills. Kein Wunder also, dass ich die total langsam lerne *g*
Das andere System ist das Upgraden von Ausrüstung. Den Crap zum Aufrüsten gibts teilweise durch das Zerlegen von Ausrüstung. Und dementsprechend wird man im Spiel förmlich überschüttet mit immer gleichen Items. Hatte letztens irgendwie 10 Varianten vom selben Schwert dabei ^_O
Die Waffen selber können auch andere Affixe haben, z.B. gibt ein Schwert mal +5 Attack, ein anderes mal gar nichts oder +50HP beim Killen von nem Gegner.

Die Systeme interagieren deswegen, weil man häufig Charakteren Ausrüstung anlegen muss (wenn man die Equip Skills lernen möchte), welche nicht die beste ist. Was man aber ein wenig ausgleichen kann dadurch, dass man diese aufrüstet. Insgesamt ist das System in Ordnung, aber die Zeit, die man beim Händler und mit dem Zerlegen / Upgraden von Sachen verbringt ist nicht unwesentlich. Kann nicht sagen, wie essentiell es am Ende des Games wird, aber die Effekte davon wird man selbst bemerken, wenn es einem egal ist: Extrem volle Taschen mit 100 ähnlicher Items, welche sich vielleicht in nem Affix unterscheiden. Könnte Leuten gehörig auf die Nüsse gehen, die ungern viel Zeit bei Händlern verbringen.

Das Dungeondesign ist der größte Kritikpunkt bisher, weil sie 1. recht lang, 2. ziemlich einfallslos und 3. vollgestopft mit Monstern sind. Hat auch dazu geführt, dass ich das Spiel gestern erstmal ausschalten musste, weil auf einen Dungeon ein zweiter gefolgt ist, was ich mir nicht antun wollte. Aber glücklicherweise hat das Spiel ein Quicksave Feature, bei dem man überall speichern kann (was die festen Speicherpunkte im Spiel irgendwie redundant macht - keine Ahnung, was das soll^^)


Charaktere:
Der Mainchar vom Spiel ist natürlich Velvet. Man, XC2, SO macht man Animu Charakter Designs:


https://i.imgur.com/uKFFmxE.jpg


Wer braucht Charaktere in Hotspants oder mit nem Boob-Window... oh, wait. Aber immerhin sind ihre Brüste nicht größer als ihr Kopf, das MUSS doch für was zählen? Velvets Farbpalette gefällt mir aber ganz gut, auch wenn sie insgesamt irgendwie overdesigned aussieht. Btw. finde ichs hier ziemlich spannend: Wenn männliche Charaktere emo sind, dann packen sie sich in der Regel dick in schwarze Klamotten ein, bei weiblichen scheint das dann so auszusehen.
OK, genug von ihrer Persönlichkeit gesprochen... errrr. Ja, Velvet ist recht eindimensional. Mit ner Extraportion Edge. Ist mir aber immer noch liebe, als die ungerechtfertigt optimistischen Hauptcharaktere wie Rex oder die meisten aus To-Spielen. Mein Favorit unter den Hauptcharen aus der ganzen To-Reihe ist ja bekanntermaßen Luke aus TotA, weil der zu Anfang so ein unheimlicher Arsch war, nur um sich dann später zu etwas zu entwickeln, was viele Leute gleichermaßen nicht mögen. Velvet kommt trotz der Tatsache, dass sie soweit ich das sehe als "Anti Hero" beworben wurde aber nicht ganz an das Level ran. Würde sie eher als ne härtere Version von Yuri aus ToV mit mehr Edge ansehen. Wobei der Kniff, dass man ihre Vorgeschichte direkt zu Anfang zeigt dazu führt, dass man ihre Aktionen etwas mehr nachvollziehen kann - auch wenn ihre Einfältigkeit was ihr Ziel angeht sie nicht zu spannend macht.

Der restliche Cast ist bisher doch noch recht blass. Gerade die männlichen Charaktere finde ich fast schon langweilig. Was zusammen mit Velvet nicht gerade für die beste Partystimmung sorgt. Aber dann hat man natürlich noch den spunky Sidekick (Comic Relief?) Magilou , welche hier IMO bitter nötig ist, denn vielen Szenen, in denen sie sich nicht zu Wort meldet, fehlt irgendwie Dynamik. Sie sorgt in gewisser Weise für den "Spaß" in den Partychats und wäre der Charakter, welchen ich in Spielen mit einer etwas fröhlicheren Gruppe wohl hassen würde. Aber hier passt sie perfekt rein. Obwohl sie sich bisher noch nicht mal der Gruppe angeschlossen hat.
Selbstverständlich kann sie auch mit einem *richtig* heißen Charakterdesign punkten:


https://i.imgur.com/wmroN7k.jpg


Ich denke... 'nuff said.

OK, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Beitrag ist irgendwie viel länger geworden, als ich erwartet hätte, und ich muss hier echt mal lernen, mich kürzer zu fassen. Für alle, die das bis hierhin verfolgt haben: Vielen Dank ^^°

Narcissu
04.01.2018, 13:19
Es ist so: wenn Trashmobs sowieso keine Gefahr darstellen oder Taktik benötigen, dann habe ichs lieber, dass die Kämpfe schön schnell vorbei sind, als ne Minute auf irgendwas einzuprügeln, was sich eh kaum wehrt.
Definitiv! Deshalb habe ich bei Xillia 2 und Zestiria iirc später auch bei normalen Gegnern auf "Leicht" umgestellt, da der Unterschied bloß war, dass man ein paar Sekunden weniger Combos spammt. Das hat mich auch an XB1 schon gestört: Selbst Gegner in alten Gebieten waren noch massive Damage Sponges.


Wer braucht Charaktere in Hotspants oder mit nem Boob-Window... oh, wait. Aber immerhin sind ihre Brüste nicht größer als ihr Kopf, das MUSS doch für was zählen?
Haben sie eigentlich dieses Brüste-Wackeln, was in Xillia dezent bei Milla benutzt wurde (und daher eigentlich umso lächerlicher war, dass sie es überhaupt eingebaut haben), in Berseria wieder drin?


Axel aus TotA,
Meinst du Luke? :D

Sylverthas
04.01.2018, 13:33
Haben sie eigentlich dieses Brüste-Wackeln, was in Xillia dezent bei Milla benutzt wurde (und daher eigentlich umso lächerlicher war, dass sie es überhaupt eingebaut haben), in Berseria wieder drin?
Das Spiel nutzt in Cutscenes viele Möglichkeiten, Close-Ups aus... (un?)vorteilhaften Winkeln von ihr zu zeigen. Ist aber nicht so nervig wie bei Pyra in XC2. In jeder zweiten Cutscene musste ich über ihr Design lachen^^°



Meinst du Luke? :D
Damn, Du hast Recht. Ist fixed. Wieso Axel? :D

edit: OK, muss mich korrigieren, was das Jigglen bei Velvet angeht. Es ist tatsächlich vorhanden, aber nur bemerkbar, wenn man richtig drauf achtet. Also prinzipiell doch genau das, was Du angesprochen hast ^_O

Ὀρφεύς
04.01.2018, 18:13
Haben sie eigentlich dieses Brüste-Wackeln, was in Xillia dezent bei Milla benutzt wurde (und daher eigentlich umso lächerlicher war, dass sie es überhaupt eingebaut haben), in Berseria wieder drin?

Spiele bitte Xenoblade Chonicles 2, da hat man ständig was zum lachen.:hehe:

@Sylverthas

Hast wohl an Axel aus Kingdom Hearts gedacht.
Sehen sich beide recht ähnlich.

Und spielst du ein Spiel, womit ich jetzt knapp ein Jahr hadere und einen Kauf immer weiter aufschiebe.
Sieht in den Trailers ja ganz solide aus, aber Zestiria war ein solcher Tiefpunkt (dabei war davor nur jedes zweite Tales für die Tonne), da überlegt man sich einen Kauf 2x.
Aber "härtere Version" von Yuri klingt gut, denn Vesperia ist unter anderem wegen Yuri mein liebstes Tales-RPG, selbst wenn die Geschichte purer Standard gewesen ist.

Sylverthas
05.01.2018, 16:49
Und spielst du ein Spiel, womit ich jetzt knapp ein Jahr hadere und einen Kauf immer weiter aufschiebe.
Sieht in den Trailers ja ganz solide aus, aber Zestiria war ein solcher Tiefpunkt (dabei war davor nur jedes zweite Tales für die Tonne), da überlegt man sich einen Kauf 2x.
Aber "härtere Version" von Yuri klingt gut, denn Vesperia ist unter anderem wegen Yuri mein liebstes Tales-RPG, selbst wenn die Geschichte purer Standard gewesen ist.
Ich würde das Zusammenspiel der Party in XC2 und ToB etwa so vergleichen: in XC2 war Morag die Ausreisserin, weil der Rest der Gruppe recht hyper war. In ToB ist Magilou die Ausreisserin, weil die Gruppe insgesamt recht "toned down" ist. Also, alles natürlich relativ zu Anime Standards. Klischees findest Du auch in ToB genug, aber eben andere als in XC2.
Velvet ist halt edgier als Yuri und in ihrem Auftreten härter. Ich find sie bisher ganz in Ordnung, aber das Highlight ist wohl ihr Zusammenspiel mit Magilou, welches mich öfter mal zum Lachen gebracht hat.


Noch mal ein paar Worte zu anderen Aspekten:

Performance:
Gibt hier ehrlich gesagt recht wenig zu sagen. Das Spiel läuft gut, WENN man es im Fullscreen laufen hat - im windowed (Standardeinstellung) ist die Framerate teilweise ein Desaster. Weiß nicht, ob die Performance Probleme, von denen ich im Vorfeld gehört hatte, zu stark aufgeblasen waren, oder es seitdem ein paar Patches gab. Vielleicht gibts auch Probleme mit AMD Karten (hab selber ne Geforce)?

Schwierigkeit:
Für manche sicher interessant. Habe jetzt den höchsten Schwierigkeitsgrad aktiviert, welcher mir derzeit zur Verfügung steht (Evil). So zum Spaß hatte ich dann im letzten Dungeon mal die ganze Gruppe auf "Auto" gestellt, und anscheinend hat die KI wirklich wenige Probleme die Gegner zu zerlegen. Vielleicht bin ich überlevelt, oder das Spiel ist nicht darum gebalanced, dass man seine Ausrüstung auch tatsächlich upgradet und die ganzen Equipskills lernt. Andererseits zeigt dieser Difficulty Chart (https://www.gamefaqs.com/ps4/167071-tales-of-berseria/faqs/74291) dass die Entwickler sich nicht so wirklich viel Mühe gegeben haben. Auch der Bosskampf am Ende vom Dungeon konnte mit der KI Truppe problemlos gemeistert werden. Bin derzeit eher ein Manager, der ab und zu mal ein Item einsetzt *g*
Man kann stellenweise die Schwierigkeit noch dadurch ändern, dass man mehrere Gegner gleichzeitig angreift, was besonders die eigenen Heilmöglichkeiten reduziert (wenn man zwei Gegner angreift, verstärken diese sich nicht nur gegenseitig, sondern man bekommt auch Mali und besseren Loot).

Sylverthas
08.01.2018, 21:45
Erstmal: War ein wenig überrascht, dass es Tales of Berseria doch tatsächlich in die Top 100 Best Sellers (http://store.steampowered.com/sale/2017_best_sellers/) (was Umsatz angeht) auf Steam geschafft hat, wenn auch nur in die Bronze Kategorie. Damit ungefähr auf einer Ebene mit beispielsweise Hollow Knight, wobei ToB natürlich teurer ist :)


So, mittlerweile sind etwa 25h in das Spiel gesunken (ingame Zeit ist ne ganze Ecke höher, aber da ich am PC spiele tabbe ich ohnehin häufig durch die Gegend und das Spiel scheint da nicht korrekt zu pausieren^^)

Müsste jetzt an *der* Stelle angekommen sein, die extrem viele Tales of Spiele haben: das Besuchen von verschiedenen Elementargeistern und damit verbundene abklappern der Spielwelt. Quasi die Stelle, an welcher der Plot komplett zum Stillstand kommt und es höchstens noch Charakterinteraktionen gibt. Daher mal ein paar Eindrücke zu

Geschichte und Party
Die Story liegt von ihrer Komplexität eher bei ToG (also relativ simpel und vorhersehbar), während ich die Gruppe eher in Richtung ToS/ToV einordnen würde (für mich welche der besseren Parties aus der Reihe). Werde ein wenig mehr beschreiben, was ich meine und versuche dabei relativ vage zu bleiben (es werden keine konkreten Ereignisse geschildert), um stärkere Spoiler nach Möglichkeit zu vermeiden und eher einen Eindruck abzugeben.

Bei der Gruppe von ToB handelt es sich im Wesentlichen um Terroristen und sie besteht aus Misfits und "Verbrechern", von denen jeder seine eigenen Ziele und Gründe hat, sich gegen die Abbey aufzulehnen. Das Spiel stellt hierbei die Frage, ob der Zweck wirklich die Mittel heiligt - sowohl bei den Antagonisten als auch der eigenen Gruppe, denn Velvets Vorgehen ist in der Regel recht... Brute Force. Aber kein Problem, denn die Abbey scheint die Gruppe gar nicht für so voll zu nehmen und unternimmt sehr wenig gegen sie. In dem Sinne fühlt sich das Spiel die meiste Zeit eher wie ein typisches Tales Spiel an. OK, nachvollziehbar, so wie die Gruppenmitglieder aussehen und sich kleiden, kann das schon extrem schwer sein, die aufzuspüren^_^

Leider stagniert der Plot aber auch für eine lange Zeit bei dieser Prämisse und ich habe das Gefühl, damit nicht nur den Anfang des Games sondern so ziemlich mein bisheriges Erlebnis beschrieben zu haben. Natürlich passieren im Spiel viele Sachen, aber die haben meist eher mit den Charakteren zu tun und dienen nicht unbedingt dazu, die Story voranzubringen. Generell verbringt man wieder Unmengen an Zeit mit irgendwelchen Fillerquests. Zwar nicht unbedingt Tales untypisch, aber hier bekomme ich schon Flashbacks zu der Struktur von ToG oder ToV und hält den Plot davon ab, so gut wie ToS / TotA zu werden. Klar, diese Spiele hatten auch viel Filler, aber durchaus auch eine Menge an Content, welcher die Story vorangetrieben hat und nicht nur dazu diente, Charakter Arcs abzuarbeiten.

Wobei sich das Spiel selbst damit durchaus schwer tut. Vermutlich, weil die Gruppe eher lose zusammengewürfelt ist und die Motivation einiger Mitglieder schnell schwinden könnte, wenn ihr Arc zu früh beendet wäre. Die Charaktere sind hier dennoch das Herausstechende, insbesondere die Dynamik zwischen Velvet und Magilou und Velvet, Phi und Eleanor. Die verbleibenden beiden männlichen Chars würde ich als eher blass einstufen, deren Motivation für die Reise ist auch eher... fraglich.

Velvet könnte manche Leute sicher anpissen, gerade, was ihre recht starke Fokussierung auf ihr Ziel angeht. Sie hat zwar durchaus mehr Tiefe, aber die meiste Zeit über ist ihr Verhalten doch eher einfältig. Oder, wie Magilou es ausdrückt


https://i.imgur.com/62cArVL.jpg


Magilou hatte ich ja bereits erwähnt, und sie ist einerseits der Comic Relief, aber auch essentiell in dieser Gruppe. Sie nimmt praktisch nichts ernst und trollt jeden. Ohne sie wäre Velvets Broodiness nicht auszuhalten und sie dient als sehr gutes Gegengewicht. Nebenbei haben die beiden eine *unglaublich gute* Comedy Routine.

Zu der anderen Beziehung erwähne ich hier aus Spoilergründen nicht mehr. Diese ist aber ziemlich gut konstruiert, vor allem weil sie die Backgrounds von allen drei Charakteren beinhaltet und so eine interessante Dynamik (und selbstverständlich einiges an Drama ^_^) schafft.

Insbesondere ist Eleanor auch ein sehr sympathischer Charakter, welcher während der Handlung ein paar Wandlungen durchmacht und besonders mit Phi schöne Skits hat. Die Wandlungen sind zwar nicht wirklich überraschend und man kann das schon relativ früh vorhersehen, aber sie fügt sich viel besser in die Gruppe ein, als ich es am Anfang erwartet hätte.



Noch ein paar stray thoughts:

1. Hatte bei meinem ersten Post zum Gameplay gar nicht über Velvets Hand


https://i.imgur.com/yiO6dov.jpg


gesprochen. Im Wesentlichen funktioniert diese wie ein Trance Mode, durch welchen ihr Schaden beträchtlich steigt, je weniger HP sie hat. Der Modus verbraucht auch konsequent HP und kann durch eine Break/Mystic Art beendet werden. Beim Aktivieren der Klaue wird sie auch geheilt. Damit ist Velvet in der Regel der stärkste Charakter der Gruppe und sie auszuwechseln macht wenig Sinn. Im gleichen Zug fällt es mir immer schwer, wenn einen das Spiel zwingt einen anderen Char zu spielen, mit dem wirklich umzugehen, weil einfach die Klaue fehlt *g*

2. Kochrezepte lernt man hier über Voyage Missions, auf die man sein Schiff alle 30 Minuten schicken kann. Das Element ist IMO ziemlich überflüssig und ich hätte es lieber, wenn man diese in der Welt finden würde. Andererseits bringt einem das Schiff auch ewig die nötigen Zutaten mit, so dass Kochen ziemlich trivial ist und man immer die Zutaten für *irgendwas* haben sollte.

3. Das Ausrüstungssystem ist recht nichtlinear. Neue Ausrüstung, die man findet, muss nicht automatisch besser sein als alte - insbesondere, wenn man die alte schon upgegradet hat. Es scheint zwar durchaus so zu sein, dass Items, die man später findet, höhere Stats haben, aber das heißt nicht, dass das auch die *sinnvollsten* sind. Z.B. könnte eine Rüstung die Angriffskraft deutlich steigern, eine spätere hat aber mehr Verteidigung. Oder man muss bei Waffen abwägen, ob man mehr physische Angriffskraft oder magische haben möchte.
Finde so eine Art System grundlegend nicht schlecht, weil das lineare System was JRPGs häufig haben recht langweilig ist. Kann aber auch dafür sorgen, dass man im Inventar haufenweise alte Items rumfliegen hat, für verschiedene Situationen. Für das normale Durchspielen wird es aber wohl reichen, einfach immer das neueste Zeug anzulegen - vermute ich jetzt einfach mal.

Knuckles
08.01.2018, 22:47
Magilou hatte ich ja bereits erwähnt, ...

Magilou ist mMn einer der besten, wenn nicht der beste Charakter aus allen Tales of-Spielen, die ich bisher gespielt habe. War aber froh, als ich ihr endlich diesen doofen Hut abnehmen konnte.

Nayuta
09.01.2018, 00:35
3. Das Ausrüstungssystem ist recht nichtlinear. Neue Ausrüstung, die man findet, muss nicht automatisch besser sein als alte - insbesondere, wenn man die alte schon upgegradet hat. Es scheint zwar durchaus so zu sein, dass Items, die man später findet, höhere Stats haben, aber das heißt nicht, dass das auch die *sinnvollsten* sind. Z.B. könnte eine Rüstung die Angriffskraft deutlich steigern, eine spätere hat aber mehr Verteidigung. Oder man muss bei Waffen abwägen, ob man mehr physische Angriffskraft oder magische haben möchte.
Finde so eine Art System grundlegend nicht schlecht, weil das lineare System was JRPGs häufig haben recht langweilig ist. Kann aber auch dafür sorgen, dass man im Inventar haufenweise alte Items rumfliegen hat, für verschiedene Situationen. Für das normale Durchspielen wird es aber wohl reichen, einfach immer das neueste Zeug anzulegen - vermute ich jetzt einfach mal.
Für mich ist das Ausrüstungssystem eher ein erweitertes Fähigkeitensystem. Soll heißen, ich habe Waffen und Rüstung nicht angelegt um meine Angriffe bzw. die Verteidigung zu stärken, sondern um die passiven Fähigkeiten die sie mitbringen zu erlernen und dadurch meine Charaktere dauerhaft zu stärken (Ausnahme: Bosskämpfe). Daher habe ich die einzelnen Stücke immer zwischen den Charakteren hin und her rotiert und erst verkauft bzw. auseinandergebaut, wenn jeder die entsprechenden Fähigkeiten erlernt hatte. Upgegradet hatte ich sie, wenn ich mich recht erinnere, auch nie weil man sowieso ständig etwas Neues bekommt.

Sylverthas
10.01.2018, 23:14
Magilou ist mMn einer der besten, wenn nicht der beste Charakter aus allen Tales of-Spielen, die ich bisher gespielt habe.
Agreed.


https://i.imgur.com/hg4uYAu.jpg

Das Tolle an ihr ist, dass sie wahlweise Troll oder Fußabtreter sein kann aber trotzdem öfter richtig sinnvolle Kommentare ablässt :D
Bin auf ihren Background gespannt, da der noch offen ist.

@Nayuta:
Du sprichst da was Gutes an. Das Spiel hat ne Menge Komplexität in seinem Ausrüstungssystem (IMO aber immer noch überschaubar), aber braucht man davon überhaupt was? Für nen normalen Playthrough kann man vermutlich fast alles ignorieren, selbst das Auswechseln der Ausrüstung wie Du es beschreibst. Und das Crafting System beißt sich mit dem Drang, immer etwas angerüstet zu haben, was nen neuen Skill hat. Und dazu haben Items ja auch noch zufällige Suffixe, die einem aber auch meist egal sind und eigentlich nur das Inventar zumüllen.

Ich machs derzeit so, dass ich in Städten immer alles upgrade, was noch lernbare Skills hat. Über +2/3 gehts meist eh nicht hinaus, weil dann die "speziellen" Craftingsachen fehlen, die irgendwie nie bei der Desynthesis rauskommen. Ob das absolut nötig ist? Kann ich nicht beantworten, bisher ist das Spiel auch auf höheren Schwierigkeitsgraden größtenteils gut machbar. Außer, es sind zu viele Caster da, die können die Gruppe schon mal zerreissen *g*


edit: Noch ne Frage: Habe gehört, dass ToB das Prequel von ToZ sein soll. Da das Spiel ja später erschienen ist... spoil ich mir jetzt gerade wesentliche Plotpoints von Zestiria? Bin zwar nicht sicher, ob ich das überhaupt spielen werde, weil die Party mich mal gar nicht anmacht, aber gut zu wissen wärs ^_^

Narcissu
11.01.2018, 04:26
Ich habe jetzt beide nicht ausführlich gespielt, aber ToB spielt 1000 Jahre später oder so, wenn ich mich recht erinnere. Die Verbindung zu Zestiria ist vielleicht etwas deutlicher als die von Phantasia und Symphonia, aber letztlich klang das für mich mehr wie ein Marketing-Ding. Soweit ich weiß, trifft man ja auch keinen der Charaktere wieder. Mal abgesehen davon, dass mehrheitlich gesagt wird, dass die Story von Zestiria absolut lieblos erzählt ist, würde ich mir also keine großen Gedanken um Spoiler machen.

Ὀρφεύς
11.01.2018, 13:37
Ich würde das Zusammenspiel der Party in XC2 und ToB etwa so vergleichen: in XC2 war Morag die Ausreisserin, weil der Rest der Gruppe recht hyper war. In ToB ist Magilou die Ausreisserin, weil die Gruppe insgesamt recht "toned down" ist. Also, alles natürlich relativ zu Anime Standards. Klischees findest Du auch in ToB genug, aber eben andere als in XC2.
Velvet ist halt edgier als Yuri und in ihrem Auftreten härter. Ich find sie bisher ganz in Ordnung, aber das Highlight ist wohl ihr Zusammenspiel mit Magilou, welches mich öfter mal zum Lachen gebracht hat

Klingt alles gar nicht so übel.
Nichts gegen Klischees, aber die müssen gut präsentiert werden, was gerade Xenoblade Chronicles 2 (wenn wir schon munter vergleichen) fast gar nicht und Graces überhaupt nicht geschafft haben.
Vesperia und Xillia waren mir da wesentlich sympathischer und zähle ich die beiden Teile durchaus zu den ganz guten JRPGs.
Was an Berseria außerdem lobenswert ist, der Protagonist ist zur Abwechslung kein strahlender Jüngling, sondern eine Frau.

@Narcissu

Du meinst vorher, oder?;)

Knuckles
11.01.2018, 13:54
Ich habe jetzt beide nicht ausführlich gespielt, aber ToB spielt 1000 Jahre später oder so, wenn ich mich recht erinnere. Die Verbindung zu Zestiria ist vielleicht etwas deutlicher als die von Phantasia und Symphonia, aber letztlich klang das für mich mehr wie ein Marketing-Ding. Soweit ich weiß, trifft man ja auch keinen der Charaktere wieder. Mal abgesehen davon, dass mehrheitlich gesagt wird, dass die Story von Zestiria absolut lieblos erzählt ist, würde ich mir also keine großen Gedanken um Spoiler machen.

Leider muss ich dir da komplett widersprechen, denn Tales of Berseria ist tatsächlich die Vorgeschichte von Tales of Zestiria und klärt sogar manche Sachen auf bzw. wie es zu manchen Dingen gekommen ist, die in Tales of Zestiria sind, wie sie sind. Eizen, einer der Hauptcharaktere von Tales of Berseria ist der Bruder von Edna aus Tales of Zestiria. Wer Tales of Zestiria bereits durchgespielt hat, erlebt ggf. in Tales of Berseria einen tollen Moment, wobei es umgekehrt auch klappt. ;) Überhaupt hängen die Charaktere aus Tales of Berseria sehr stark mit der Welt aus Tales of Zestiria zusammen. Ich könnte das zwar alles noch ausführlicher gestalten, aber dann müsste ich beide Spiele spoilern und das will ich dann auch nicht.

@Sylverthas

Bin echt gespannt, was du dann von ihrer Background-Geschichte halten wirst. Ich fand es cool.^^
Tales of Berseria war definitiv eine Bereicherung zu Tales of Zestiria, egal was andere behaupten.

Sylverthas
11.01.2018, 23:54
@Knuckles: OK, das klingt so, als würde man dann in ToZ ein tieferes Verständnis für die Welt bekommen, wenn man ToB bereits gespielt hat. Was ja an sich ne coole Sache ist. Aber hoffe mal, dass das dann im Zweifelsfall nicht auch den ganzen Plot bereits spoiled *g*

Dass die Schwester von Eizen in ToZ auftaucht ist aber echt interessant. Jetzt hab ich ein wenig die Hoffnung darauf verloren, die in ToB überhaupt noch mal zu sehen, nachdem er so viel über sie gesprochen hat. Waren das alles nur Eastereggs? :(
Würdest Du denn Zestiria noch empfehlen? Scheint ja eher einer der umstrittenen Teile der Reihe zu sein. Wie gesagt, so ein grober Blick auf den Mainchar und die Party hat bei mir jetzt nicht *so* viele Hoffnungen geweckt.


Klingt alles gar nicht so übel.
Berseria ist bisher auch nicht übel. Abhängig davon, was noch passiert, vielleicht sogar einer der besten Tales Teile aus meiner Sicht. Wie vorher schon gesagt: mein größtes Problem ist, dass der Plot ... naja, sich nicht wirklich entwickelt: am Anfang des Spiels will Velvet Rache an Artorius, und nach 30h will sie immer noch Rache an Artorius, nur, dass ein paar "Komplikationen" beseitigt wurden - nicht mal ihre Beweggründe ändern sich sonderlich. Es werden in der Geschichte halt viele Roadblocks eingeführt, die dann genutzt werden, um mehr "Sidestories" zu machen. Es ist ein wenig, als wenn das Spiel sich eher als Ziel setzt, die Charaktere und die Welt zu beleuchten (was Knuckles vielleicht auch in seinem Beitrag gemeint hat?)

Was ich grundlegend nicht mal schlecht finde und im Gegensatz zu anderen Teilen der Reihe war ich hier bisher auch selten gelangweilt (eigentlich nur, wenn die Dungeons mal wieder zu lang werden ^_^). Die Tatsache, dass 4 der 6 Gruppenmitglieder IMO gut zusammen funktionieren trägt da auch sehr zu bei. Das Spiel hat auch ein paar ziemlich interessante Nebencharaktere. Man darf auch das Banter in den Skits bei Tales nie unterschätzen.


Nichts gegen Klischees, aber die müssen gut präsentiert werden, was gerade Xenoblade Chronicles 2 (wenn wir schon munter vergleichen) fast gar nicht und Graces überhaupt nicht geschafft haben.
Die beiden Spiele waren mit ihren Klischees aber so over the top, dass es halt schon wieder echt lustig wurde. Vor allem ToG hat da echt den Vogel abgeschossen, wie oft die Gruppe dem "Prinzen" auf den Leim gegangen ist *g*


Vesperia und Xillia waren mir da wesentlich sympathischer und zähle ich die beiden Teile durchaus zu den ganz guten JRPGs.
Mein Verhältnis mit der Tales Reihe ist etwas gespalten. Sie läuft halt schon so lange, ist im Wesentlichen ihren Wurzeln immer treu geblieben und definiert für mich fast schon, wie das gewöhnliche J-RPG auszusehen hat und die Reihe ist halt ein Garant für solide Rollenspielkost. Manchmal mit Abweichungen nach oben oder unten. Aber es gab bisher noch keinen Teil, den ich zu meinen Favoriten unter den J-RPGs zählen würde.



Was an Berseria außerdem lobenswert ist, der Protagonist ist zur Abwechslung kein strahlender Jüngling, sondern eine Frau.
Ja, Velvet ist ein ganz guter Mainchar. Auch wenn ich mich über ihr Design ein wenig lustig gemacht habe, ist es dennoch sehr... "striking" und, wie gesagt, die Farbpalette ist IMO gut gewählt. Die Freizügigkeit hätte nicht unbedingt sein müssen, aber wird im Spiel auch an einigen Stellen angesprochen, was bei mir immer ein paar Sympathiepunkte gibt. Ein paar Szenen von ihr hauen auch ganz gut rein, gerade wenn ihre "humanere" Seite näher gebracht wird die Rückkehr in ihr Heimatdorf . Die Reihe (und J-RPGs allgemein) hat definitiv viel schlechtere Mainchars gesehen, die deutlich weniger Motivation für ihre Handlungen hatten.

Knuckles
12.01.2018, 01:37
@Knuckles: OK, das klingt so, als würde man dann in ToZ ein tieferes Verständnis für die Welt bekommen, wenn man ToB bereits gespielt hat. Was ja an sich ne coole Sache ist. Aber hoffe mal, dass das dann im Zweifelsfall nicht auch den ganzen Plot bereits spoiled *g*

Es ist eigentlich so, dass sich beide Game irgendwie gut ergänzen. Sicherlich wäre es den Machern lieber, wenn die Leute zuvor ToZ gespielt hätten, aber auf umgekehrt ergänzen sich die beiden Spiele recht gut.


Dass die Schwester von Eizen in ToZ auftaucht ist aber echt interessant. Jetzt hab ich ein wenig die Hoffnung darauf verloren, die in ToB überhaupt noch mal zu sehen, nachdem er so viel über sie gesprochen hat. Waren das alles nur Eastereggs? :(
Würdest Du denn Zestiria noch empfehlen? Scheint ja eher einer der umstrittenen Teile der Reihe zu sein. Wie gesagt, so ein grober Blick auf den Mainchar und die Party hat bei mir jetzt nicht *so* viele Hoffnungen geweckt.

Bezüglich Edna (wirklich nur lesen, wenn du es nicht aushälst): Edna ist in ToB ganz kurz zu sehen... also ein Eater Egg.
ToZ hat manchmal das Problem, dass die Karten verdammt weitläufig und leer sind. Das war meiner Meinung nach auch der größte Kritikpunkt an dem Spiel (abgesehen von den manchmal mehr als dämlichen Gesprächen). Wirklich positiv überrascht hatte mich letztendlich tatsächlich Edna, denn eigentlich ist so ein junger weiblicher Charakter in JRPGs meistens sehr nervig. Hier ist es aber genau das Gegenteil, denn ihre Charakterzüge sind einfach der Hammer und ich liebte sie für nahezu alle Reaktionen, die sie im Spiel gebracht hat. So wie Magilou mir in ToB zusagte, nahm Edna diese Position zuvor in ToZ ein. Ob du ToZ gleich danach spielen solltest... ich denke nicht. Es macht aber Sinn, es zumindest zu spielen, solang du ToB noch gut in Erinnerung hast.

Und eine Sache noch... ein Charakter kommt übrigens 1:1 in beiden Teilen vor. ;)

Sylverthas
12.01.2018, 23:19
Ah, stimmt, Edna war das Mädchen in der Illusion von Melchior, oder? Irgendwie schon wieder ganz vergessen, weil das so ne kurze Szene war.
Mit dem wiederkehrenden Charakter meinst Du vermutlich diesen Kumpel von Eizen, dessen Name mir nicht einfällt? Der kommt ja in der Party aus ToZ vor. Würde zumindest erklären, wieso der überhaupt hier in der Story ist, denn den finde ich sonst recht überflüssig^^

Danke für Deine restlichen Eindrücke - da mir ToB ziemlich gefällt kommt ToZ zumindest mal nicht auf die Abschussliste und wird später noch gespielt - aber einen zweiten Tales-Teil würde ich direkt danach ohnehin nur ungern anfangen wollen. Das hatte mir bei Graces => Xillia schon nicht gutgetan und dazu geführt, dass Xillia abgebrochen wurde :/


Und... holy Shit, das waren jetzt ein paar gute Szenen. Manche Sachen davon hat man zwar kommen sehen, aber IMO nicht schlecht umgesetzt und aneinandergereiht. Vielleicht sogar das erste Mal, dass ich etwas in der Reihe als Suffer Porn beschreiben würde, was da mit Velvet abging. Zugegeben, dass die Gruppe
erst jetzt bemerkt, dass Velvet "leicht labil" ist, ist etwas krass. Dass man zwei Emotionen von Velvet haben wollte war natürlich eher aus dramaturgischer Sicht sinnvoll, aber der Mindbreak mit ihrem Bruder bzw. Innominat hat schon gut reingehauen - und führt ihre ganze Motivation ad absurdum. Was nicht unbedingt heißt, dass sie jetzt ein anderes Ziel hat, aber zumindest verfolgt sie ihr Ziel mit einem anderen Bewusstsein.


Btw. hab ich Artorius' VA seine Trauer über den Tod von Velvets Schwester nicht abgekauft . Dunno, das war nicht besonders gut gespielt und überrascht ein wenig bei der ansonsten guten (japanischen) Dub.

Auch ne ziemlich tolle Szene mit Phi (der Velvet ja prinzipiell vor sich selbst gerettet hat), welche deutlich über den gewöhnlichen "Kraft der Freundschaft" Bullshit rausgeht, welchen die Reihe sonst so zieht. Was nicht heißt, dass sowas nicht noch irgendwann kommen könnte *g*
Die letzten paar Stunden haben das Spiel auf jeden Fall für mich noch mal angehoben, auch wenn es für andere vielleicht "zu dick aufgetragen" sein könnte.

Knuckles
13.01.2018, 00:04
Ah, stimmt, Edna war das Mädchen in der Illusion von Melchior, oder? Irgendwie schon wieder ganz vergessen, weil das so ne kurze Szene war.
Mit dem wiederkehrenden Charakter meinst Du vermutlich diesen Kumpel von Eizen, dessen Name mir nicht einfällt? Der kommt ja in der Party aus ToZ vor. Würde zumindest erklären, wieso der überhaupt hier in der Story ist, denn den finde ich sonst recht überflüssig^^

Ja, genau das war Edna. Und ja, ich meinte damit Zaveid.
Bin letztendlich gespannt, was du von Magilous Background hälst. :)

Sylverthas
15.01.2018, 23:03
Vermutlich mein letzter oder zumindest vorletzter Beitrag, bevor ich durch bin. Werde noch ein wenig über die Charaktere und das ... Dungeonlayout... reden. Vorweg: ToB sollte man IMO vorwiegend wegen der Charaktere und deren Stories spielen, nicht, weil das Dungeondesign so unglaublich gut ist *g*


Ja, genau das war Edna. Und ja, ich meinte damit Zaveid.
Bin letztendlich gespannt, was du von Magilous Background hälst. :)
Erstmal, da dieser Thread bisher definitiv zu wenig Magilou hatte:


https://i.imgur.com/3ujh9y7.jpg

Zu Deiner Frage: Ich mag Magilous Background. Dass sie was mit der Abbey zu tun hatte war zwar nicht überraschend, weil sie ja irgendwo die Exorzistenkräfte herhaben muss, aber ihre Verbindung mit Melchior war ziemlich cool und hat ihr den nötigen Halt für die Story gegeben. Und auch auf ne geschickte Weise am Ende erklärt, wieso sie ein wenig... durch ist *g*
Vermute auch, dass sie älter ist als es man erst denkt - was auch echt gut mit einigen ihrer Kommentare zusammenpasst. Denn wenn sie mal gerade nicht off the rails geht, dann hat sie ja schon tiefe Einsichten (geliefert in schnittigen Bemerkungen) und kennt sich äußerst gut aus.

Stimme Dir zu, dass Magilou einer der besten Charaktere aus der Tales Reihe ist (bzw. von den von mir gespielten Teilen, was ja auch nur die Hälfte war^^). Alleine die Tatsache, dass sie relativ vielschichtig ist hebt sie von anderen ab, aber zusätzlich passt sie einfach so wunderbar perfekt genau in dieses Spiel rein, wie schon vorher an einigen Stellen erläutert.

Generell hat ToB einige gute Charaktere im Maincast. Phi gefällt mir auch ganz gut und geht ne Ecke über durchschnittliche Kindercharaktere hinaus (und hat gutes Zusammenspiel mit Velvet und Eleanor) und Eleanor passt viel besser in die Gruppe als ich erwartet hätte und macht nen schönen Arc durch. Beide sind in der Reihe zwar nicht unbedingt einzigartig, aber eine gute Vertreter ihrer Typen:D
Über Velvet hatte ich ja schon genug gesprochen - der Anti-Hero geht für mich nicht 100% auf, aber IMO ne ganze Ecke besser als Yuri. Der war ja eigentlich nur ein leicht düsterer Held, am Ende hat er eh jeden gerettet und allen geholfen, war nur manchmal ein wenig zynischer als der typische Tales Held. Da macht Velvet ne Ecke mehr her.

Generell macht das Spiel es gut, dass sowohl die Tätigkeiten der Gruppe als auch die der Antagonisten nicht in eine schwarz/weiß Ecke gestellt werden. Natürlich ist der Bias da, dass die Aktionen der Gruppe positiver und die der Gegner negativer dargestellt sind. Aber gibt schon ein paar Zeitpunkte, bei denen man sich fragen kann, ob das, was die Gruppe tut, tatsächlich "positiv" ist - und da spielt Velvets Charakter wesentlich mit rein.



Da ich mitlerweile vor dem letzten Dungeon stehe ist das ein ganz guter Zeitpunkt, noch mal das schlechte Leveldesign anzusprechen.
ToZ hat manchmal das Problem, dass die Karten verdammt weitläufig und leer sind.
Gut, dass sie von ihren Fehlern gelernt haben und die Karten immer noch leer sind. Und linear und monoton. Und voll von Monstern. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie die Tales Reihe so sehr beim Dungeon Design abkacken konnte. In ToS (und Teilen, die davor und um die Zeit rauskamen) hatte man noch Dungeons, welche einerseits ganz gutes (ästhetisches) Design hatten, andererseits aber auch ein wenig aufgelockert wurden durch Rätsel oder Interaktionsmöglichkeiten. ToG hatte schon ziemlich langweilige Dungeons, aber zumindest hatten ein paar noch Gimmicks und zumindest die Designs waren ein wenig abwechslungsreich (meist nem Element zugeordnet, z.B. Eispalast). Und jetzt bin ich bei ToB, welches voller komplett langweiliger Höhlen, Wälder, Steppen und Ruinen ist. Meist nur mit ner anderen Farbwahl.

Das ist so schlimm, dass eine Kanalisation sogar mit zu einem der etwas interessanteren Gebiete gehört, weil man dort WASSER ABLASSEN MUSS. Durch die meisten Gebiete rennt man ja nur von A nach B durch und hat nur Monster zu kloppen. Landmarks, die minimal was hermachen, kann man selbstverständlich knicken und so sieht jeder Raum aus wie der andere. Selbst die Themen sind ziemlich einfallslos und mir fällt nichts ein, was man nicht in einem anderen Spiel (wahrscheinlich sogar aus der Tales Reihe *g*) schon mal gesehen hat. Der grobe Aufbau ist auch immer nach dem gleichen Schema: dünne Gänge, welche etwas größere Räume verbinden, die dann so 3-6 Mobgruppen enthalten. Habe ich schon erwähnt, dass die Dungeons zu lang sind, dafür, dass sie nix zu bieten haben?

Zusätzlich sind die Gebiete ein wahrer Augenschmaus - kann das komplett verstehen, dass man bei so viel Einfallsreichtum, was das Map Design angeht, dann doch bei der Ästhetik sparen musste

https://i.imgur.com/Zdf2J5u.jpg

Sind übrigens Gebiete, die man im Lategame besucht... nicht, dass das auffallen würde *g*
Hoffe, dass sich die Entwickler der Reihe für den nächsten Teil mehr Mühe geben, interessante Gebiete zu entwerfen und diese dann auch mit ein paar netten Ideen zu füllen.

... so, jetzt fühle ich mich besser. Für eine Salzmine hatte der Thread bisher erstaunlich wenig davon ^_^

Sylverthas
16.01.2018, 11:18
Retro-Challenge Fail: Illusion of Gaia

So, wie im Retro-Challenge Thread geschrieben hab ich mich von Illusion of Gaia gelöst und es durch Soul Blazer ersetzt. Die englische Übersetzung des Spiels geht gar nicht und ich will mir meine Kindheitserinnerungen nicht durch das Skript zerballern lassen. Kleine Beispiele:


https://i.imgur.com/pXVBCDE.png


Na, zumindest Lili hat Spaß... aber wen soll man eigentlich nicht wütend machen? Den Geist vom alten Mann auf dem Berg? Oh shit. Und was hat die Verspätung jetzt noch mal damit zu tun, dass der Älteste Will seine Zukunft vorausgesagt hat? Ah, nicht so wichtig, wer braucht schon nen Sinnzusammenhang zwischen zwei Teilsätzen?^^

Dialoge sind total steif, ergeben häufig nicht mal Sinn oder klingen so, als würden zwei Charaktere komplett aneinander vorbeireden. Hab sogar nen Thread gefunden (https://www.terraearth.com/forums/viewtopic.php?t=1926), wo darüber diskutiert wird und jemand anscheinend das originale Skript zerlegt. Die deutsche Version ist da interessant - sie macht zwar z.B. nicht den Fehler mit Kristall/Komet, aber Oma Lola kocht immer noch abartige Speisen und Kara will dass der Soldat seinen Kopf verliert. Auch der fucking Translation Fail mit "Riverson" (statt Leviathan) ist drinnen. Scheint so, dass man sich an der englischen Version orientiert hat, aber das Skript ein wenig poliert und manche Sachen, die wenig Sinn ergeben, zumindest noch mal nachgeschlagen hat.

Also, selbst wenn man sich an der englischen Version orientiert hat, sind die Dialoge nicht ansatzweise so steif geschrieben und haben mehr Charakter. Hatte extra noch mal den Anfang auf Deutsch gespielt, um das zu verifizieren. Auch wenn die deutsche Übersetzung ebenfalls nicht immer Sinn ergibt - aber jetzt kann ich es ja auf die verhunzte englische schieben *g*



Mit Soul Blazer bin ich zwar nicht ganz so glücklich, weil es IMO der schwächste Teil der "Trilogie" ist, aber dafür ist man da auch einigermaßen schnell durch. Bin derzeit beim Endboss des 4. Levels.

Daen vom Clan
16.01.2018, 11:32
Oh Nein, das ist ein bisschen traurig zu hören, grade weil ich Illusion of Gaia/Time richtig genial fand. :D
Ich habe die deutsche Version als Kind gespielt, gesuchtet und geliebt und solche Kleinigkeiten sind mir nicht aufgefallen. :)

Ich habe mir aber schon sagen lassen, dass das Spiel schlecht gealtert ist und grade heute nicht mehr zeitgemäß sein soll, bzw. auch viel zu schwer mit einem sehr sperrigen Kampfsystem. ^^

Narcissu
16.01.2018, 11:51
Ich hab eigentlich die gegenteilige Erfahrung gemacht. Abgesehen von einem Dungeon, die ich relativ garstig fand, hat es sich für mich ziemlich locker gespielt. Da hilft es vielleicht auch, dass die Kämpfe generell nie so frustig oder schwer waren. Secret of Mana finde ich dagegen z.B. deutlich schlechter gealtert. Auch Soul Blazer mochte ich sehr. Denke mal, Terranigma wird sich da auch einreihen, wenn ich es mal spiele – und im Gegensatz zu den meisten denke ich, dass die drei Spiele bei mir auch ungefähr auf einem Level stehen würden. ^^

Loxagon
16.01.2018, 14:12
Zestiria ist ganz gut, aber einer der schwächsten Teile. Zudem kann der Oberschurke nicht überzeugen.

Mimimi, man hat im Krieg Frau und Kind von mir gekillt, also kille ich jetzt die ganze Welt. Hyahahahahahaha!

Den Grund wieso er zum Antagonisten wurde, kann man ja sehr gut nachziehen, aber den Rest? Nicht wirklich. Es ist schlimm, was ihm widerfahren ist, aber kein Grund mal eben die ganze Welt in Gefahr zu bringen.
Nicht dass der Typ aus Symphonia da besser war Mimimimi, man hat meine Schwester gekillt, also kille ich jetzt die ganze Welt.

Da sollte es schon etwas kreativer zugehen. So verkommen die Oberschurken leider zu Witzfiguren. Berseria hab ich nicht bisher nicht gespielt, aber es soll in allen Punkten besser sein, als der Vorgänger. Oder viel mehr "geistliche Nachfolger".

Sylverthas
16.01.2018, 14:49
Oh Nein, das ist ein bisschen traurig zu hören, grade weil ich Illusion of Gaia/Time richtig genial fand. :D
Ich habe die deutsche Version als Kind gespielt, gesuchtet und geliebt und solche Kleinigkeiten sind mir nicht aufgefallen. :)
Ja, ging mir absolut genau so. Und ich spiele das Game immer noch gerne! Aber nie wieder die US Version ^^°
Das Gameplay finde ich immer noch in Ordnung. Es ist vielleicht etwas simpel. Aber nach Jacks Impressionen zu Terranigma würde es mich auch nicht wundern, wenn man das Game aus heutiger Sicht auch eher als "antiquiert" betrachtet *g*

In der deutschen Version konnten Dir solche Sachen glücklicherweise auch nicht auffallen, weil die Texte kein zusammenhangloser Müll waren. Beispielsweise

US:
Lilly: "You're back so late, the Elder must have read your fortune. He said that you were floating alone on the sea. I was so surprised."
Deutsch:
Lilly: "Der alte Mann im Dorf sagte uns, wo Du zu finden bist. Er prophezeite, daß du allein auf dem Meer treiben würdest."

Hatte an dieser Stelle übrigens abgebrochen, weil ich gar nicht wissen wollte, wie sehr sie die tolle Szene mit Kara auf dem Floß (welche direkt danach kommt) in dem englischen Skript ruiniert haben >_<


und im Gegensatz zu den meisten denke ich, dass die drei Spiele bei mir auch ungefähr auf einem Level stehen würden
Ja, für mich stehen IoT und Terranigma etwas höher als Soul Blazer. Letzteres ist auch nicht schlecht, aber einerseits ist das Gameplay recht monoton und andererseits schwankt die Musik von "das ist awesome!" zu "man, das nervt!", häufig sogar während des gleichen Tracks.

Daen vom Clan
16.01.2018, 15:07
US:
Lilly: "You're back so late, the Elder must have read your fortune. He said that you were floating alone on the sea. I was so surprised."
Deutsch:
Lilly: "Der alte Mann im Dorf sagte uns, wo Du zu finden bist. Er prophezeite, daß du allein auf dem Meer treiben würdest."

Hatte an dieser Stelle übrigens abgebrochen, weil ich gar nicht wissen wollte, wie sehr sie die tolle Szene mit Kara auf dem Floß (welche direkt danach kommt) in dem englischen Skript ruiniert haben >_<


Keine Chance, die deutsche Fassung zu spielen? ^^
Oh ja, die Floßszene...sooo gut!

Sylverthas
16.01.2018, 20:58
Keine Chance, die deutsche Fassung zu spielen? ^^
Wollte was im Rahmen der momentan laufenden Retro-Challenge spielen (und war zu doof, die Achievements für die deutsche Version zum Laufen zu kriegen ^^°). Setze mich vielleicht tatsächlich noch später an die deutsche Version von IoT, denn irgendwie hab ich jetzt nach Soul Blazer wieder Blut an den Quintet Titeln fürs SNES geleckt :D

Der Bericht für Soul Blazer muss dann aber wohl erstmal noch geschrieben werden^^


Oh ja, die Floßszene...sooo gut!
Für mich eine der ikonischsten Szenen aus dem Spiel. Eigentlich auch die, die mir als erstes in den Kopf schießt, wenn ich an IoT denke ^_^

Shieru
16.01.2018, 22:16
war zu doof, die Achievements für die deutsche Version zum Laufen zu kriegen

Liegt nicht an dir. Die Emulatoren nehmen den Hash-Wert des Spiels und gleichen ihn mit ner Datenbank ab. Wenn der Hashwert nicht in der Datenbank auf retroachievements liegt, kannst du das Spiel auch nicht damit verknüpfen. Das ist leider eine Limitierung des Systems.

Daen vom Clan
17.01.2018, 08:35
Wollte was im Rahmen der momentan laufenden Retro-Challenge spielen (und war zu doof, die Achievements für die deutsche Version zum Laufen zu kriegen ^^°). Setze mich vielleicht tatsächlich noch später an die deutsche Version von IoT, denn irgendwie hab ich jetzt nach Soul Blazer wieder Blut an den Quintet Titeln fürs SNES geleckt :D

Der Bericht für Soul Blazer muss dann aber wohl erstmal noch geschrieben werden^^


Für mich eine der ikonischsten Szenen aus dem Spiel. Eigentlich auch die, die mir als erstes in den Kopf schießt, wenn ich an IoT denke ^_^

Oh Klasse!
Wenn ich nicht schon mit allen großen Titeln als Kind durchgewesen wäre, hätte ich die hier auch in die Challenge gepackt. ^^

An die Floßszene musste ich auch immer denken, wenn ich von diesem Spiel höre. :)
Ebenfalls eingebrannt hat sich für mich die - als Kind - supergruselige Atmo auf dem Totenschiff der Azteken, vor allem das Skelett auf dem Thron. Da schauderts mich heute noch. :D

Auch die Pyramide ist für mich trotz der fehlenden Zugänglichkeit irgendwie meeeega-atmosphärisch und ein echter Evergreen. :D

Musiktechnisch finde ich das Spiel auch durchaus gelungen, Stücke wie das Castle-Theme oder die Musik beim Endboss höre ich heute noch voller Begeisterung.
Und das Speicher-Theme gehört für mich zu den schönsten Musikstücken meiner Kindheit. ^^

La Cipolla
17.01.2018, 09:14
Ich verbinde mit diesem Spiel sehr komische Jugenderfahrungen.

Anfangs mochte ich es sehr, obwohl ich heute nicht mehr sagen kann, warum genau. Tatsächlich erinnere ich mich nur noch an ... das Farbschema eines Charakters und einen langen Gang mit Rampen, in dem man sich mehrfach drehen musste? Und an etwas Romanze? Und es gab Frösche? ODER IRGENDWIE SOWAS?! xD'' Wtf, Erinnerungen? Bin aber nie durchgekommen, ich glaube sogar durch den Schwierigkeitsgrad (war aber auch kein geduldiger Jugendlicher, was Spiele angeht, genau wie heute ;D).
Ironischerweise habe ich den Spieleberater besser in Erinnerung als das Spiel. Ich glaube, die Illustrationen waren auch eins der ersten Male, in denen ich mit der Zeit über mein pubertäres Ästhetikverständnis hinausgehen und Bilder wertschätzen konnte, die keiner meiner etablierten Vorlieben entsprachen.
Dass ich es damals auf dem Trödelmarkt in gutem Zustand für zu viel Geld gekauft habe (70DM oder €, KA!), könnte auch zu einem gewissen "Vertrauenszuschuss" geführt haben, denn wir mögen es bekanntlich nicht, übers Ohr gehauen zu werden. :p (So ein bisschen wie viele Leute mit Kickstarter-Spielen vor ein paar Jahren. :D)

Später habe ich relativ unkritisch die Skepsis der Rollenspiel-Community übernommen, die das Spiel damals im Schnitt weniger toll als bspw. SoM, Terranigma oder FFVI fand und das auch gut mit Argumenten untermauern konnte ...? Welche das waren, daran erinnere ich mich allerdings in etwa genauso gut wie an das Spiel selbst. xD'' (Und ich schiebe es teilweise auf Medivh, der das Spiel mit einer gewissen Hingabe gehasst hat, wenn ich mich recht entsinne. :p)
Ich glaaaaube, das könnte auch daran liegen, dass ich a) frustriert war und b) den Spieleberater damals schon besser als das Spiel fand und damit irgendwo enttäuscht vom Spiel selbst war. Das sind aber echt komische Erinnerungsfragmente.

Faszinierend, dass ich heute echt gar nichts mehr darüber sagen könnte, obwohl ich es nur kurz vor SoM oder anderen Rollenspielen der Zeit gespielt habe. Wäre vll. auch ein Kandidat für ein Replay, neben Terranigma, bei dem es mir ähnlich geht, gerade wenn ich hier eure Analysen lese. ^^ Dafür müsste ich mir aber wieder den Spieleberater holen, um zu gucken, wie der wirklich so war. :D

Daen vom Clan
17.01.2018, 09:22
Das ist der Retrobonus, Cipo, das vielleicht mächtigste Werkzeug der Spieleindustrie. :D

Nayuta
17.01.2018, 11:28
Mimimimi, man hat meine Schwester gekillt, also kille ich jetzt die ganze Welt.
Uhm kam zu dem Schwester Mimimi nicht auch noch die "Kleinigkeit" hinzu, dass er als Halbelf sein ganzes Leben lang immer ein Außenseiter war, diskriminiert wurde und, als seine Schwester getötet wurde, nun endgültig mit allem abgeschlossen hatte und eine Welt nach seinen Gutdünken kreieren wollte?

Sylverthas
17.01.2018, 13:26
Ich verbinde mit diesem Spiel sehr komische Jugenderfahrungen.
Awo :D
Aber total spannend zu lesen, dass es bei Dir anscheinend gar nicht hängen geblieben ist und wie der Werdegang Deiner Meinung dazu war *g*


Später habe ich relativ unkritisch die Skepsis der Rollenspiel-Community übernommen, die das Spiel damals im Schnitt weniger toll als bspw. SoM, Terranigma oder FFVI fand und das auch gut mit Argumenten untermauern konnte ...?
Kann ich komplett nachvollziehen. Hatte das im Terranigma Thread schon geschrieben, aber die Soul Blazer "Trilogie" hat deutliche Probleme (auch schon damals gehabt). Kann mir vorstellen, dass man die knappen Dialoge und das nicht besonders spannende Gameplay bei IoT definitiv ankreiden kann. Der Plot ist auch nicht so der Brüller. Es ist auch ein recht kurzes und sehr lineares Spiel.

Es geht eher darum, dass man die Reise der Gefährten und ihre Entwicklung mitverfolgt. Und mir fällt auch spontan kein J-RPG ein, was so aufgezogen ist, wie IoT. Es gibt zwar so einige J-RPGs, die eher ein Reisefeeling erzeugen (z.B. Grandia), aber selten, dass man prinzipiell schon mit der vollen Party startet, und diese sich dann erst auf der Reise so *richtig* gut kennen lernen und halt auf dem Weg dann auch hängenbleiben, weil sie ihren Platz in der großen Welt gefunden haben. Ist halt auch der Schachzug, dass die Partymitglieder eben nicht spielbar sind, einen aber trotzdem auf der Reise begleiten, der hier extrem viel Relevanz hat.

Dazu trägt auch bei, dass die Reise immer vorwärtsgerichtet ist. Während man bei der dringlichen Pilgerreise in FFX noch mal den Weg zurückrennen kann, wird man hier dazu gezwungen, immer weiter zu gehen. Muss man nicht mögen (wurde glaube ich von beispielsweise Enkidu hart kritisiert), aber halte ich in manchen Kontexten nicht mal für so falsch. Gut, dass damit spezielle Items für immer verpassbar sind und man dann das geheime Bonuslevel nicht freischalten kann ist ein ziemlicher Designschnitzer >_>

Insgesamt schätze ich die Quintet RPGs eher für die Gefühle, welche sie beim Spielen vermitteln, als wegen herausragendem Game Design. Und was Klunky zu Terranigma gesagt hat, stimmt auch hier: wenn man das Spiel im richtigen Alter spielt, ist es fast eine Offenbarung. Immer noch, wenn ich bestimmte Orte höre (z.B. Angkor Wat) muss ich an IoT denken, und wie es das Interesse an fremden Kulturen anspricht (und bei mir auch geweckt hat). Müsste 8-9 Jahre alt gewesen sein, als ichs damals gezockt hatte ^_^



Ebenfalls eingebrannt hat sich für mich die - als Kind - supergruselige Atmo auf dem Totenschiff der Azteken, vor allem das Skelett auf dem Thron.
Jau, vor allem, weil die musikalische Untermalung dazu auch richtig schön reinhaut



https://www.youtube.com/watch?v=OCC-fxMCKuM

Generell wird der Track im Spiel oft sehr effizient verwendet, und macht die Szene auf dem goldenen Schiff so schön creepy. Man weiß sofort, wenn man es betritt, dass was nicht stimmt.

Die Pyramide finde ich auch aus Gameplaysicht ziemlich cool. Leider der einzige Moment, in dem Shadow zum Einsatz kommt. Da fragt man sich ein wenig, ob mit dem noch mehr geplant war, aber das Spiel aus Zeitgründen kleiner ist, als es sein sollte. Oder sie fanden die Gameplaymechanik von Shadow so kompliziert, dass sie es lieber auf einen Enddungeon beschränkt haben *g*




Uhm kam zu dem Schwester Mimimi nicht auch noch die "Kleinigkeit" hinzu, dass er als Halbelf sein ganzes Leben lang immer ein Außenseiter war, diskriminiert wurde und, als seine Schwester getötet wurde, nun endgültig mit allem abgeschlossen hatte und eine Welt nach seinen Gutdünken kreieren wollte?


Und das ist ja nicht mal eine so seltene Motivation für Böse. Wird selbst in der Tales Reihe recht häufig verwendet und z.B. Seymour aus FFX hat ja eine Motivation, die nicht unähnlich ist.

Daen vom Clan
17.01.2018, 14:10
Oh ja, du sagst es.
Der Song wird ja auch im ersten Dorf, meines Wissens nach, benutzt und irgendwie habe ich immer diese Abfolge der Melodien im Kopf, wenn zuerst der Gruselsound kommt, dann der Flötenton und anschließend die Dorfmusik. Ach ja, das Game macht für mich persönlich so vieles richtig - aber auch hier natürlich ein dicker Retrobonus. ^^

Das Seth gefressen wird, hat mich damals mega mitgenommen, muss ich sagen. (und dabei ist er gar nicht tot, sondern mehr so ... Jona-Style im Wal verschlungen. )
Aber ich fand das so viel härter als beispielsweise Hagen aus SoM, dem es ja wirklich erwischt.

Rein gameplaytechnisch hat es mir als Kind auch vieles gefallen. Heute würde ich es wahrscheinlich anders sehen, aber da bin ich Klunky. :D

Sylverthas
17.01.2018, 17:14
Klar, das erste Spiel, über welches ich einen Report schreibe, gehört nicht mal zu meiner Challenge und war rein optional. Damit bin ich wohl immer noch bei 0/12 ^_O


Retro-Challenge Spiel: Soul Blazer (SNES, US Release: 1992)
Gestartet: 14.01.2018
Beendet: 16.01.2018
Spielzeit: Etwa 10h


Warum gerade dieses Spiel?
Durch die Retro-Challenge und Jacks Impressionen zu Terranigma wollte ich einen Teil der Soul Blazer Trilogie zocken. Da die englische Übersetzung von Illusion of Gaia aber kompletter Schrott ist bin ich auf diesen Teil umgeschwenkt.

Kontext:
Das Game kam Anfang 92 raus, zwischen Seiken Densetsu 1 und 2 (91 und 93). Damit sind zwei ganz gute Vergleichsspiele im Action RPG Bereich da. Ferner war der Release in Japan etwa 1.5 Jahre nach der Einführung des SNES. Final Fantasy IV kam 91 und Final Fantasy V Ende 92 raus.

Story/Charaktere:
Die Welt wurde durch die Erweckung des Dämonen Deathtoll vernichtet. Man spielt einen (von Gott) Auserwählten, der alles wieder gerade biegen soll. Dabei geht es primär darum, verschiedene Länder zu besuchen und durch das Versiegeln von Dämonentoren die Seelen der Bewohner zu befreien. So sorgt man dafür, dass aus den kahlen Landschaften wieder belebte Orte werden.


https://i.imgur.com/cn8mqiV.png

Die Story startet simpel und das ändert sich bis zum Ende auch kaum. Man ist hauptsächlich auf der Suche nach Dr. Leo und seinem Zoo (inklusive Puppe), weil diese die heiligen Steine besitzen, mit denen man in Deathtolls Welt gehen und ihn dort vernichten kann. Während der Reise lernt man recht oberflächlich einige Charaktere kennen und befasst sich mit Problemen der einzelnen Länder. Man kann auch mit allen Lebewesen sprechen und gelegentlich mit Türen und Schränken :D

Das Game ist recht barebones, aber hat ein paar interessante Ideen. So trifft man z.B. auf Zwerge, die nur ein Jahr leben und deren Alterungsprozess dementsprechend rasant abläuft. Das Spiel wirft hier ein paar interessante Fragen auf, beispielsweise wie lange man bei so einem kurzen Leben eigentlich mit einer festen Bindung warten soll bzw. ob man überhaupt die Chance hat, sich noch mal anders zu entscheiden.
Leider gelangen die guten Ansätze nie auf ein höheres Level, weil die Dialoge zu wenig Inhalt haben. Und ich würde sagen, dass Seiken Densetsu 1 eine bessere Geschichte und Präsentation davon hatte als dieses Spiel.

Beim Ending des Spiels merkt man, in welche Richtung Quintet sich entwickeln wird. Das hat nämlich schon einen leicht bittersüßen Beigeschmack, auch wenn dieser hier durch einen künstlichen und spontanen Liebes-Subplot erzeugt wird.


https://i.imgur.com/0TMOlhA.png

Gameplay:
Man geht in Dungeons und prügelt Monster aus ihren Höhlen. Dieses Action RPG kann man wirklich gut als Dungeoncrawler charakterisieren, denn gerade beim Betreten jedes Landes ist dieses komplett leer und muss erst mal durch ein wenig Spelunking bevölkert werden. Das Schließen von Monsterhöhlen befreit Lebewesen, öffnet neue Wege oder gibt Items / XP. Und, ehrlich gesagt - dieses stetige Freischaufeln von neuen Dingen ist unheimlich motivierend. Es ist wie ein weiterer Wachstumspfad im Spiel neben dem gewöhnlichen Leveln. Und es ist einfach toll zu sehen, wie ein Ort am Anfang der Reise aussah und was daraus am Ende geworden ist.

Das Dungeoncrawling ist aber recht repetitiv und hat mir langfristig nicht so viel Spaß gemacht. Dafür sind die möglichen Aktionen auch etwas zu gering. Man hat neben seinem Schwert eigentlich nur noch Magie zur Verfügung, und diese ist... sagen wir, etwas ungenau bzw. vom Timing abhängig. Denn es fliegt ein Orb um einen rum, und aus diesem Orb kommen die Zauber. Daher habe ich Magie eigentlich nur benutzt, wenn gerade viele Gegner im Bild waren oder man sie sonst nicht erreichen konnte.

Irgendwie fehlt dem Kampfsystem Tiefe, um längerfristig spaßig zu bleiben. Gerade, dass man nur eine Waffe und eine Hand voll Zauber hat, die nicht immer gut funktionieren, schränkt ein.

https://imgur.com/BcRzvFJ
https://imgur.com/BcRzvFJ

https://i.imgur.com/BcRzvFJ.png

Das Spiel hat ein paar Adventure-Ansätze. Man bekommt eine Vielzahl an Items, welche einem helfen, an neue Orte zu gelangen. Darunter auch neue Schwerter/Rüstungen, welche einem weitere Wege öffnen (z.B. Laufen über Lava, besiegen von Geistern). Backtracking ist aber kaum nötig, meist sind die Länder schon so strukturiert, dass man die Items schnell findet. Auch Rätsel gibt es praktisch keine.

Die Endbosse sind eines der Highlights. Einige Bosse sind gerade für die Zeit schon ziemlich groß und detailiert. Sie machen auch ordentlich was an Schaden, sind aber nie zu schwierig. Gerade der Endboss ist unverhältnismäßig einfach. Das Spiel gibt sogar ein Mindestlevel (24) vor, mit dem man ihn herausfordern kann. Da wäre besseres Balancing nötig gewesen (aber gut, dafür war Quintet ja nie so bekannt^^).

Präsentation:
Aufgrund des Zeitfensters des Releases würde ich sagen, dass das Spiel eine ordentliche Grafik hat. Gerade die wiedererweckten Länder fühlen sich bevölkert an und haben viele kleine Details. Das grafische Design der Dungeons ist auch abwechslungsreich und es ist von Vulkanen, Dschungeln, Laboren, Kerkern, Burgruinen eigentlich alles vertreten, was man so in einem J-RPG erwarten würde. Besonders interessant sind die Hintergründe, die man auf einigen Maps noch hat, z.B. sieht man in der Stadt der Meerjungfrauen in der Tiefe noch Ruinen, oder im Labor läuft man auf Rohren entlang und sieht weiter unten noch weitere Ebenen. Sprites sind auch recht klar designed. An Secret of Mana kommt die Optik aber nicht ran.

Die musikalische Untermalung ist eher Hit & Miss. Es hat ein paar gute Stücke, aber auch mindestens genau so viele, die ich auf Dauer nicht mehr hören konnte. Insgesamt tragen die Stücke auch nicht unbedingt zur Atmosphäre des jeweiligen Gebiets bei und haben eher ein Arcade-Feeling. Gerade letzteres sorgt dafür, dass ich nicht finde, dass die Atmosphäre im Spiel sonderlich stark ist. Mit einer konsistenteren musikalischen Untermalung hätte man vielleicht die schlimme Situation der Welt noch viel besser rüberbringen können. So fühlt es sich doch irgendwie "leer" an.

Fazit:
Soul Blazer ist meiner Meinung nach der schwächste Teil der Trilogie, insbesondere für narrativ orientierte Spieler. Die Prämisse ist definitiv stark, wie bei den meisten Quintet Games. Die Story ist aber ziemlich banal und viele Interaktionen wirken random. Insbesondere die Liebesgeschichte, welche einem am Ende aufgedrückt wird, ist nicht nachvollziehbar. Charakterinteraktionen finden fast gar nicht statt und sind extrem simpel. Könnte nicht mal beschreiben, was für Persönlichkeiten die wichtigeren Charaktere haben.

Und irgendwie fehlt auch der "Sinn" der Story hier. Die Gebiete sind sehr losgelöst voneinander und die Substories jedes einzelnen haben eher schwache Motive. Die Hauptaussage vom Game ist wohl "Wissenschaft darf nicht zu weit getrieben werden"?
Das Spiel schneidet interessante Themen an, behandelt diese aber nicht. Das Gameplay ist einerseits immens motivierend durch die stetige Veränderung der Länder, aber auch monoton durch das nicht so spannende Dungeoncrawling. Die potentiell möglichen Aktionen sind auch gering mit nur einer Waffenart und acht Zaubern, welche situationellen Charakter haben und gut getimed sein müssen.

Habe keine großartige nostalgische Bindung an das Spiel. Hatte es zwar als Kind, aber erst sehr viel später durchgespielt. Bzw. fands anscheinend schon als Kind nicht so~ heiß ^_^


​Wertung: 5/10

Sylverthas
19.01.2018, 17:16
Tales of Berseria - the Final Strech

Gestern flimmerte dann der Abspann über den Bildschirm. Das Ending war so ziemlich, was ich erwartet hatte und daher bin ich mit der Auflösung der Story sehr zufrieden.

Das Velvet von der Reise nicht zurückkehrt war abzusehen und wurde auch während des Spiels häufig genug angeteased. Am Ende muss man sich auch fragen, ob man überhaupt wollte, dass Velvet "erlöst" wird, denn sie hat, wie sie selber anmerkt, viele Verbrechen begangen. Daher ist hier die "Opferung" definitiv weniger ein Gimmick als bei anderen Spielen, die so enden. Die Kampfszenen und der Finishing Move auf Artorius sind auch ganz cool anzusehen. Gerade letzterer bringt auch einiges vom Drama noch raus, dass das Spiel aufgebaut hat.


https://i.imgur.com/2S44uZpl.jpg

Dass Phi zum Empyrean Maotelus wird hatte ich aber nicht kommen sehen und ist vielleicht auch ein Wink an Zestiria Spieler. Da hat er vermutlich ne größere Rolle? Kann mir auch vorstellen, dass der Titel "Lord of Calamity" noch Relevanz in Zestiria hat, aber Velvet selber auch?

Das "I love you" von Phi an Velvet ist für manche vermutlich zu kitschig, fands aber dennoch passend hier.


https://i.imgur.com/MruHMfxl.jpg

Vor allem, weil Velvet das ja erwidert, ich aber davon ausgehe, dass sie es eher wie eine Schwester an ihren Bruder meint.

Übrigens auch ein netter Aspekt vom Spiel: es hat keine (geteaste) Lovestory. Alleine dafür lohnt sich das Spiel schon: mal kein Teenager in der Hauptrolle, der bei jedem Gespräch mit dem female Lead rot anläuft, wie in... naja, fast allen Tales Teilen.

Insgesamt hat mir die Reise durch die Welt von Berseria sehr gut gefallen. Die Story ist, obwohl weltumspannend, sehr persönlich und bleibt stets einigen starken Kernthemen treu. Dazu tragen auch regelmäßige Flashbacks zu Velvets "Jugendzeit" bei, die einen geeigneten Kontrast schaffen zu dem, was im Spielverlauf passiert. Und natürlich den emotionalen Trigger ziehen sollen, weil man sieht, wie fragil alles ist.
Das Spiel hat zwar ein paar Strecken im Mittelteil ( Suche nach den Therions, nur, damit sich rausstellt, dass das irgendwie sinnlos war ^_O), wurde mir aber im Vergleich zu anderen Tales-Teilen nie langweilig. Was wohl daran liegt, dass immer irgendwas passiert, was entweder die Welt ausbaut oder jemanden der Charaktere betrifft. Gerade Velvet hat im späteren Teil des Spiels ein paar recht krasse Szenen bekommen. Schließlich sind auch die Gespräche mit Dorfbewohnern interessant und spiegeln wider, was man während der Reise getan hat und wie die Welt derzeit die Gruppe sieht - hier malt das Spiel nicht unbedingt schwarz/weiß. Was auch auf den generellen Ton der Geschichte zutrifft.


Vor dem Kampf gegen den Endboss hatte ich mich aber noch um ein paar der Sidequests gekümmert.
Irgendwie ist die Struktur des Games seltsam. Die meiste Zeit über hat man 1-2 Sidequests, und sobald man den Enddungeon freischaltet kommen haufenweise neue dazu. Scheint so, dass die Quests eher Backloaded sind. Kann mir vorstellen, dass viele Spieler an dem Punkt dann nicht mehr noch mal die Welt bereisen um alles zu machen, was echt schade ist. Eigentlich ists ein Zeugnis davon, dass mir Berseria gefallen hat, denn bisher hatte ich immer sehr wenig vom Lategame Kram bei Tales-Games gemacht.

Ich halte die Sidequests der Charaktere sogar fast für ein Muss. Da kommt noch einiges zusammen, was den Hintergrund von Charakteren angeht, sowohl für Hauptparty als auch wichtige NPCs. Magilous Menagerie sollte jeder Spieler machen, alleine wegen der lustigen Skits und der Erkenntnis


https://i.imgur.com/fRXc6jel.jpg

Auch sollte man mit möglichst vielen NPCs noch mal am Ende reden, sonst verpasst man ein paar wichtige Sachen, z.B. hatte ich wohl voreilig auf Knuckles Bemerkung zu Magilou geantwortet:
Hatte das Gespräch in der Kirche von Meirchio noch nicht gesehen gehabt, bei welchem einem der gesamte Hintergrund von Magilou erklärt wird. Mit der Verstoßung durch ihre eigene Familie, der Wandertruppe, der sie sich anschloss bis Melchior diese "verunglücken" ließ und natürlich dass sie von ihm fallengelassen wurde, weil sie den Test nicht bestanden hat.

Ein Kernthema von Berseria ist "Familie", und da hat Magilou dann doch einen sehr tragischen Background, weil sie eben nie eine richtige hatte. Finde ich toll und hat mein Wertschätzung für den Charakter noch mal gesteigert. Erklärt auch, wie sie so zynisch und distanziert geworden ist, dass sie eigentlich nichts ernst nimmt und an niemandem so richtig hängt. Macht ihren Dialog mit Melchior, in dem sie sagt "You can't break a heart that has already been broken." ziemlich stark.
Einzige Frage: Wieso konnte man sowas nicht in der Story erwähnen, sondern hat es in nen optionalen Dialog gepackt? Generell werden einige Character Arcs nur im Zusatzcontent abgeschlossen, z.B. Zaveid und Eizen ( muss man Eizen eigentlich in Zestiria killen?), Eizen und Edna, Eleanors Vergangenheit, etc.
Für Velvets Sidequest muss man sogar mit ihr Rank 20 im Kochen erhalten. Muss sich die Party über die 80 Parfaits gefreut haben, die sie an diesem Abend gezaubert hat *g*

Selbst den Background von Artorius bekommt man in einem optionalen Postgame-Gespräch erzählt. Hatte mich während des Spiels öfter mal gefragt, was es mit ihm und diesem Claudin genauer auf sich hatte. Und wieso Artorius eigentlich so des Lebens müde geworden ist, wie er präsentiert wird, bevor er Velvets Schwester kennenlernt. Postgame Content, denn who cares warum er eigentlich so depri war und warum Velvets Schwester für ihn wie eine Erlösung erschien, ne? ^_O

Sind die Heavenly Steps eigentlich der einzige Postgame Dungeon? Kommt mir irgendwie sehr mickrig vor, weil man ja häufig hört, wie viel Postgame Tales Spiele haben. Andererseits bin ich da noch nicht reingegangen, also kann sein, dass der meine Gruppe mit Level 77 durch die Mangel nimmt und wieder ausspuckt *g*

Ansonsten schiebt Berseria den ganzen Wahnsinn in seine Nebenmissionen gegen Ende des Games.

So vermöbelt man Penguins, welche sich als Milla und Jude aus Xillia heraustellen.


https://i.imgur.com/hfnZtOOl.jpg

Es geht in dem Kampf um das Bestehen der Welt (ist das ne Anspielung auf irgendwas, oder ists ganz normal, das son random Crossover Kram in Tales vorkommt? :D)
Hier hat Velvet aber ordentlich Charakterstärke (und vielleicht auch Dummheit?^^) bewiesen, als ihr angeboten wird, dass sie die Zeit zurückdrehen könne, es aber ausgeschlagen hat, weil sie "ihre Fehler nicht eliminieren will". Nayo, you do you, girl.

Man besucht die Insel der Normins und die Katz Korner,


https://i.imgur.com/XWMtqa5l.jpg

wo der White Turtlez ein wenig abdreht, nachdem man ihn immer um seine Gewinne beraubt hat.


https://i.imgur.com/s7ehogzl.jpg

Dafür hat mir das Schwein aber meine ganzen Items geklaut, darunter auch ein paar Elixiere. Penner :(

Glaube (bis auf die Heavenly Steps) habe ich etwa 8-10h für den Endgame Content gebraucht. Irgendwie kam mir das dann doch etwas mager vor, aber vielleicht ist man auch nur von den heutigen Spielen darauf trainiert, 50h+ an Sidecontent zu kriegen? Wie seht ihr das (falls jemand den Content gemacht hat), gerade im Vergleich mit anderen Teilen der Reihe?

Die Kämpfe sind auch nicht besonders schwer (auf Hard) und ein wenig antiklimaktisch hat sich das schon angefühlt. Vielleicht steckt auch die ganze Schwierigkeit in den Heavenly Steps, oder man muss den Schwierigkeitsgrad noch höher drehen - aber dann haben mir die Gegner ehrlich gesagt zu viel HP und die Kämpfe dauern zu lange. Berseria könnte also für Leute, die ihre Spiele gerne herausfordernder wollen, ohne sich selbst einschränken zu müssen, ein wenig schwach auf der Brust sein.

Dann muss wohl jetzt bald der Abschlussbericht geschrieben werden, nachdem ich mich noch ein wenig an den Heavenly Steps versuche ^_^


edit: Einen Kommentar noch: Die Musik im Spiel ist ja erstaunlich mittelmäßig. Habe mich gerade bei den stärkeren Szenen gefragt, was ein besserer OST doch beigetragen hätte. Aber, um nicht komplett negativ zu sein; zumindest Velvets Track ist ganz ok:



https://www.youtube.com/watch?v=beC6GUzySQw

Wird im Spiel auch recht häufig benutzt, aber wird wohl so ziemlich der einzige Track sein, den ich etwas mehr in Erinnerung behalte. Auch wenn der ein wenig all over the place ist und auch nicht *so* unique klingt. Man, hätte man Sakuraba nicht mal wen anders zur Seite stellen können, damit die emotionalen Szenen auch musikalisch gut untermalt werden?^^

La Cipolla
19.01.2018, 17:32
Hm, inhaltlich klingt das nicht schlecht. Ich weiß aber echt nicht, ob ich mir den SLOG an Bla antun will, den bisher alle Tales-Spiele für mich ausgemacht haben. Nicht schlecht, manchmal interessant, aber durchgängig irgendwie langsam und anstrengend.

Rusk
19.01.2018, 17:35
Gratulation zu deinem ersten Spiel, kommt noch eine richtige Zusammenfassung wie bei Soul Blazer?

Sylverthas
19.01.2018, 18:49
@Cipo: Yoah, also mit viel Bla Bla musste auch in Berseria leben. Das ist ja quasi n Staple der Reihe geworden. Wobei ich den Slog durch die Dungeons schlimmer finde. Für mich hatte Berseria genug interessantes zu erzählen, dass ich auch am Ende nicht gelangweilt davon war - auch wenn es ein paar Teile der Story gibt, die man hätte streichen können, ohne Kohärenz einzubüßen. Und ein paar Facepalm-Momente muss es selbstverständlich auch in der Story geben und manche Stellen sind leicht "convoluted". Aber das gehört (leider?) zum Standard der Reihe dazu.

@Rusk: Danke :)
Und klar, werde noch einen Bericht verfassen. Nutze den Thread ja sonst eher dafür, ein paar ausführlichere Eindrücke zu verschiedenen Elementen zu geben, weil die Zusammenfassung ja zumindest ein wenig "snappy" sein sollte - da kann man dann schlecht noch mal ins Detail gehen und mehrere Absätze zu Sidequests schreiben und so *g*

edit: Ach ja, und weil der Post zu wenig Magilou hatte



https://www.youtube.com/watch?v=M5JNqS2eiJo

Klunky
19.01.2018, 21:36
Einen Kommentar noch: Die Musik im Spiel ist ja erstaunlich mittelmäßig. Habe mich gerade bei den stärkeren Szenen gefragt, was ein besserer OST doch beigetragen hätte.

Oi! Das wundert mich ein wenig, weil ich das Opening Theme eigentlich als ziemlich catchy im Kopf habe. Auch wenn es vielleicht ein wenig sehr nach typischen Anime Opening klingt, weckt das Lied irgendwie Abenteuerlust und viele Emotionen im Zusammenspiel mit den Bildern.

Man muss jedoch dazu sagen, wenn es eines gibt was Tales of immer konsequent gut hinbekommen hat, dann sind es Intro Videos, bei denen man instant Vorfreude aufs Spiel bekommt. Das war mir auch damals schon bei Tales of Vesperia aufgefallen wo ich das Intro vor jeder playsession nie weg gedrückt habe. (manche tun das ja auch um sich nicht zu spoilern, aber ich finde solange man den näheren Zusammenhang nicht erschließen kann ist das egal.)

Narcissu
19.01.2018, 22:23
@Sylverthas: Hm, so lobende Worte zu einem Tales-Teil von dir? Fast bin ich enttäuscht, dass es so wenig Salz gibt. *g* Aber das setzt meine Erwartungen an Berseria tatsächlich ein bisschen höher. Scheint ja zumindest besser zu sein als die paar Vorgänger.

@Klunky: Die Openings haben ja wenig mit dem Soundtrack zu tun. ^^ Das sind ja immer irgendwelche japanischen Pop-/Rock-Bands, die die singen. Sakurabas Leistungen für die Tales-Serie sind aber imo fast immer mittelmäßig bis unterirdisch. Gibt durchaus ein paar tolle Stücke und auch Teile, die insgesamt besser klingen als andere, aber seine Musik erreicht bei Tales leider nie Höhenflüge und bei jedem Spiel gibt es einen ziemlich gewaltigen Pool an enorm austauschbarer bis nerviger Dudel-Musik. Wo ich gerade Destiny 2 spiele, fällt mir wieder Sakurabas typisches Danger-Theme wieder negativ auf, von denen es in so gut wie jedem Teil ein bis mehrere geben sollte.


https://www.youtube.com/watch?v=WQzLVAtL9qM

Die Openings der Serie finde ich leider auch meist zu austauschbar. Geht halt alles stark in Richtung Anime-Opening samt Choreografie. Fast immer J-Pop/J-Rock-Songs ohne große Wiedererkennungsmerkmale (wenn man ein paar davon kennt) und die typischen Opening-Szenen, wo alle Charakter der Reihe nach vorkommen, es ein paar actiongeladene Kampfszenen gegen andere Charaktere oder austauschbare Monster gibt und der Wind permanent stark zu wehen scheint. Bin gerade auf YouTube noch mal alle Openings der Serie durchgegangen. Berseria ist ein bisschen actiongeladener als der Rest, Zestiria hat ein vom Stil eher ungewöhnliches Lied, aber insgesamt sind die Videos fast alle ziemlich gleich aufgebaut und machen mir persönlich eher weniger Lust auf die Spiele – vielleicht auch, weil ich mich einfach an so was sattgesehen und -gehört habe. Imo würde die Serie massiv von profitieren, einen besseren Komponisten an Bord zu holen (wie Go Shiina schon 1,5mal bewiesen hat) – das ist möglicherweise sogar das, was mich am meisten an der Serie stört.

Gibt aber generell nicht so viele Anime-Openings von Videospielen, die ich richtig toll finden würde.

La Cipolla
19.01.2018, 22:27
Fette Openings waren auch cooler, als sie a) nicht jedes Spiel hatte und sie b) prinzipiell von der Technik her besser aussahen als der Rest des Spiels. :D Wild Arms wird da in der Gesamtwirkung immer mein Favorit bleiben (auch wenn es heute optisch nur noch alter Anime ist), aber die Tales-Openings habe ich auch gerne gesehen, und sei es nur, weil sie alleine durch das Medium mehr Charakter als die eigentlichen Spiele hatten.


https://www.youtube.com/watch?v=VVOFibwVMw0

Edit: Fuck, ich muss sofort ein Wild-Arms-Replay auf meine Ersatzbank setzen ...

Narcissu
19.01.2018, 22:33
Das Wild-Arms-Opening ist richtig geil, aber ich glaube, es würde ’ne Menge fehlen, wenn es nicht Michiko Narukes ikonisches „Into the Wild“ wäre, sondern irgendein Pop-Song. :D

Argh, jetzt krieg ich auch List. Vielleicht packe ich Alter Code F auf meine Liste. xD

Finde es übrigens nach wie vor viel cooler, wenn die Komponisten des Spiels das Opening machen (wie z.B. Falcom, Gust, Wild ARMs, Persona oder FF bis XII) und nicht irgendwelche gerade angesagten Mainstream-Künstler rangezogen werden. Auch bei Animes, übrigens. Fand schon immer, dass solche Songs oft nicht wirklich konsistent zum Rest sind und inhaltlich geben sie auch meist nichts her.

La Cipolla
19.01.2018, 22:40
Definitiv, da liegt alles am Lied. :D Ich mag zwar auch die Auswahl der Motive (gerade die Emotionalität), aber ohne das hätte es nicht mal einen Hauch dieser Wirkung. ^^

Gut, dass du Alter Code F ansprichst, das war afair einer der Gründe, warum ich es zu PS2-Zeiten nicht noch einmal gespielt habe – hier und anderswo gab es keinen wirklichen Konsens, ob das Original oder das Remake mehr Spaß machen, bzw. ob das Remake den Reiz des Originals einfängt.


Und nach 20 Minuten Youtube: Was ist da bitte mit den Nachfolgern passiert? O_ô Bei 2 sehe ich noch die Idee (klingt ein gutes Stück nach Ennio Morricone, ist nur kein besonders eingängiges Lied), aber alles danach ist völlig vergessenswert. Und tatsächlich habe ich 3 und 5 ja auch angespielt und mich nicht mal erinnert, dass die Anime-Openings hatten. Sehr schade.

Narcissu
19.01.2018, 22:44
Um den Thread noch etwas weiter zu derailen (auch wenn es eher in Klunkys passen würde), eines meiner liebsten JRPGs-OPs ist immer noch das hier:


https://www.youtube.com/watch?v=TFNkq5uRgq8

Passt zwar überhaupt nicht zu den typischen "Musik + Szenen"-Openings, sondern ist supercineastisch, aber imo a) extrem atmosphärisch und b) enthält die komplette Vorgeschichte zum Spiel. Btw. auch ein tolles Beispiel dafür, dass Sakuraba auch richtig stimmige Musik hinbekommen kann.

Sylverthas
20.01.2018, 11:26
Woah, über Nacht ist die Qualität hier im Thread erstaunlich angestiegen! Zeit, das wieder zu ändern ^_O

Das Wild Arms Opening ist natürlich richtig toll. Mein Konter ist



https://www.youtube.com/watch?v=923fVDDwaHo

Die Gänsehaut ist echt unglaublich, die mir der Anfang immer noch bereitet (der Text trägt auch total dazu bei) und bin so MASSIV hyped wenn der Track die Klimax erreicht. Untermalt von so vielen mysteriösen Szenen, die irgendwas Episches versprechen. Alleine die Szene mit dem Zoom in Kids Auge ist untermalt von dieser Musik einfach nur geil. Und dann erinnere ich mich daran, dass ich das Spiel gar nicht mal so toll fand und spiele lieber Chrono Trigger:p

@Narcissu: Ja, fühle mich richtig schlecht. Jacks Thread hat bei Terranigma so viel mehr Salt als meiner hier den ganzen Berseria Run über :|
Vielleicht hätte ich noch sowas wie Grandia oder Golden Sun reinnehmen sollen, damit der Salzlevel massiv ansteigt? Aber glaube das Forum kann auf mehr Gebitche von mir über diese Titel ganz gut verzichten *g*

Hätte vorher auch nicht erwartet, dass mir das Game tatsächlich gut gefällt. Besonders, weil meine letzten Tales-Titel Graces, Symphonia 2 und Vesperia waren und ich die alle nicht so~ prall fand. Und obwohl ich Abyss mag, hat das Spiel schon echt längere Stellen, an denen ich gelangweilt war (besonders, wenn man die Welt dann ein weiteres Mal abklappern darf). Symphonia hat immer noch das rundeste Gesamtpaket.
Denke mein Abschlussbericht wird nicht ganz so positiv klingen, weil nicht nur über Charaktere / Story wichtig sind. Und bei Dir bin ich mir immer noch nicht sicher, wie sehr Dir Velvet am Ende zusagen wird. Sie ist halt lange Strecken des Games relativ einfältig und wenn man mit ihr nicht mitfiebern kann dann fallen einige der emotionaleren Momente flach.

Die Tales Teams gibts nicht mehr, oder? Würde sonst Berseria eher dem Team Destiny zuschreiben, weil ich finde, dass es durchaus einige Parallelen in der Konstruktion des Spiels mit Graces hat, allen voran den starken Fokus auf ein Kernthema. Bei Graces war das z.B. Freundschaft. Auch die persönlichere Geschichte auf Kosten von Pomp und Storytwists ist in beiden da. Da hören die Parallelen aber dann auf, denn Graces hatte ne Party, die fucking retarded war und nen Bösen, den ich genau so wenig ernst nehmen konnte :D

@Klunky: Wow, super, dass Du das Opening noch mal ansprichst, hatte ich ja komplett vergessen. Als Referenz



https://www.youtube.com/watch?v=iAIBFAF6-mY

Glaube von der Struktur ist das ziemlich Tales typisch - Anfang mit Einführung der Charaktere, ein paar Konflikten, Übergang mit einer dramatischeren, ruhigen Szene (so eine Szene im Schnee wird doch häufiger verwendet, oder?), Vorstellung der Bösen und dann rein in die Action. Auch das Reisefeeling was Du ansprichst kommt definitiv rüber. Find den Track auch durchaus in Ordnung und man könnte den echt für ein Anime Opening verwenden *g*

Dennoch... würde nach Beendigung des Games sagen, dass Berseria gerade nicht so ein Opening haben sollte. IMO wäre ein ruhigerer, leicht traurig / melancholischer Track viel passender für dieses Spiel gewesen, als diese Action Musik. Nicht, dass sich das Spiel dermaßen stark von anderen Titeln abhebt - gibt natürlich in Berseria auch viel Anime Action, lustige Skits und abgefahrene Szenen. Aber irgendwie hat das Spiel bei mir von Anfang an so depri Vibes ausgelöst, von denen der Song sehr wenig hat.


So, im Spiel bin ich im Joke-Dungeon... ich meine, den Heavenly Steps fast durch. Wenn das wirklich der einzige richtig optionale Lategame Dungeon ist, dann hat das Spiel echt nicht viel zu bieten. Dachte eigentlich immer, dass Tales-Titel sehr viel optionalen Content anzubieten haben (den ich nie gemacht habe ^_O)
Heute Morgen Stockwerke 1-5 (von 6) gemacht.
Die Struktur des Dungeons ist irgendwie krass: Jeder Stock besteht aus 2 Räumen; einer zufällig und einer fest. Bei den zufälligen Räumen gibt es mehrere Möglichkeiten:

großes Cluster an Mobs
Schalterrätsel mit relativ vielen Gegnern, aber nicht geclustered
9 Schatztruhen und kein einziger Gegner (^_O)
ganz viele Katz Kugeln und keine Gegner (>_>)

Naja... zwei davon passen irgendwie nicht so rein. Der Clou: Man kann sich von jedem Stock zum Anfang (und wieder zurück) teleportieren und es wird neu ausgewürfelt, was der Zufallsraum ist. Ich... kapiers nicht. Fast, als hätte man die ersten beiden Arten von Räumen eingebaut für Leute, die noch ein wenig Grinden wollen. Dass der Dungeon größtenteils recycelte Gebiete aus dem Spiel nimmt muss ich vermutlich nicht mehr erwähnen.


edit: @Knuckles: Danke für die Verbindungen zu Zestiria. Hast vielleicht schon gemerkt, dass mich Spoiler nicht ganz so stören, daher ist gerade das mit Maotelus interessant. Und das mit dem wenigen Endgame Content ist einerseits schade, andererseits führts jetzt wohl dazu, dass ich zur Abwechslung mal den Content in nem Tales-Game mache - immerhin auch ein Vorteil^^


edit2: So, durch die Heavenly Steps durch. Auch Hyper Artorius noch mal besiegt - waren ja nur 15 Minuten der Kampf (was wohl zeigt, wie kacke ich in dem Game bin ^_^).
Der Dungeon war echt nicht so interessant, aber bietet interessanterweise noch ne Menge an Lore, insbesondere Grundlageninformationen zu der Welt, z.B. wieso Daemonen überhaupt existieren. Aber was es den Aufwand natürlich wert macht ist


https://i.imgur.com/osHHDZTl.jpg

Glaube Velvets normale Klamotten haben schon mehr Fanservice als die Badehausszene. Aber immerhin war sie lustig ^_^

Knuckles
20.01.2018, 11:49
@Sylverthas

Phi bzw. Maotelus wird in ToZ von "Böswilligkeit" langsam aufgefressen, was dafür sorgt, dass die Welt von Monstern bzw. Hellions heimgesucht wird. Diese Böswilligkeit entsteht durch die negativen Gefühle der Menschen (was glaube ich ja auch in ToB so war. Der Lord of Calamity taucht selbstverständlich auch auf, jedoch handelt es sich dabei nicht um Velvet, da sie sich ja schon geopfert hatte. Und was Eizen angeht... wie man schon in ToB befürchtet, ist er in ToZ inzwischen zu einem Drachen geworden, jedoch ist Edna bei ihm in der Nähe und bis dass man ihn dann "erlöst", dauert es dann doch ein bisschen.

Übrigens wird dir denke ich Edna ähnlich gut gefallen, wie es bei Magilou der Fall war. :)
Und wie du schon festgestellt hast, bietet Tales of Berseria kaum Endgame-Content. Die Side Quests, die du im Spoiler schon erwähnt hast, sind mitunter die interessantesten Sachen in dem Spiel (neben der Story).

Nayuta
21.01.2018, 05:02
Find den Track auch durchaus in Ordnung und man könnte den echt für ein Anime Opening verwenden *g*
Kommt nicht von ungefähr, Songs von FLOW wurden bereits mehrfach für Naruto Openings verwendet. Sehr gute J-Rock Band! :A


Dennoch... würde nach Beendigung des Games sagen, dass Berseria gerade nicht so ein Opening haben sollte. IMO wäre ein ruhigerer, leicht traurig / melancholischer Track viel passender für dieses Spiel gewesen, als diese Action Musik. Nicht, dass sich das Spiel dermaßen stark von anderen Titeln abhebt - gibt natürlich in Berseria auch viel Anime Action, lustige Skits und abgefahrene Szenen. Aber irgendwie hat das Spiel bei mir von Anfang an so depri Vibes ausgelöst, von denen der Song sehr wenig hat.
Weiß nicht, hätte mich hingegen eher gestört. Ich fand das Opening zu Ys 8 schon ziemlich unpassend und hätte dort lieber etwas fetzigeres gehabt. Sind halt beides, unabhängig von der Geschichte, recht actiongeladene Serien und die Intros sollten das auch wiederspiegeln.


Dachte eigentlich immer, dass Tales-Titel sehr viel optionalen Content anzubieten haben (den ich nie gemacht habe ^_O)
Also ich habe sicher 20 Stunden für den optionalen Kram benötigt, den man kurz vorm Ende freischaltet und zu dem auch nach dem Ende etwas hinzu kommt. Finde das schon mehr als genug, vor allem da er über das ganze Spiel durch vielfältige kleinere Quests verstreut ist und es sich nicht nur um einen einzigen Dungeon handelt durch den man sich stundenlang grinden muss um die Bosse besiegen zu können.

Klunky
21.01.2018, 09:41
Was mir an diesen typischen Tales Openings mitunter auch einfach gut gefällt, sind diese Shounen Vibes die es auslöst, obwohl man im Spiel sicherlich wenig davon wieder finden wird.

Als Beispiel seien da die Szenen beim Berseria Opening genannt wo die Gegenspieler gezeigt werden, da sieht man jedes zukünftige Partymitglied mit einem der Antagonisten 1 on 1 battlen, sowas wird in einem Spiel wo man eine Party steuert sicherlich nicht vorkommen, fand ich aber mitunter schon immer das interessanteste an actiongeladenen Shounens, denn Ich finde gerade bei Kämpfen zwischen 2 mehr oder minder stark charakterisierten Persönlichkeiten kommt die Charakterexposition immer unglaublich gut zur Geltung, zumindest schaffen das die besten Vertreter dieser Zunft, da ist das Verhältnis beider Kontrahenten fast schon spannender als der eigentliche Kampf. Als jemand der sich gerne in Charaktere einfühlt bin ich immer unglaublich gespannt darauf wie solche Begegnungen aussehen und wie sie inszeniert sind.


Übrigens ein Grund warum ich Dragon Ball oder Naruto in späteren Episoden nichts abgewinnen kann, da sie für mich zu sehr auf den Hauptcharakter fokussiert und zum teil leider wenig glaubwürdige Dialoge besitzen. Als Positivbeispiel würde ich da Hunter x Hunter nennen. (und da gibt es sogar kaum Kämpfe)

Sylverthas
22.01.2018, 13:18
Weiß nicht, hätte mich hingegen eher gestört. Ich fand das Opening zu Ys 8 schon ziemlich unpassend und hätte dort lieber etwas fetzigeres gehabt. Sind halt beides, unabhängig von der Geschichte, recht actiongeladene Serien und die Intros sollten das auch wiederspiegeln.
Kenn Ys 8 von der Story nicht, aber bei den alten Teilen stimme ich Dir da zu. In Ys grindet man sich ja eigentlich zu 90% nur durch Dungeons mit fetziger Mucke im Hintergrund und die Story steht eher im Hintergrund. Bei Tales sehe ich das anders. Es ist natürlich ein ARPG, aber Story und Charaktere sind hier viel relevanter - was man auch in der Menge an Dialogen sieht. Und da finde ich schon, dass das Opening nicht nur den Action Part wiedergeben sollte, sondern auch den Tenor der Story, welcher hier halt ein wenig düsterer und melancholischer ist.



Also ich habe sicher 20 Stunden für den optionalen Kram benötigt, den man kurz vorm Ende freischaltet und zu dem auch nach dem Ende etwas hinzu kommt. Finde das schon mehr als genug, vor allem da er über das ganze Spiel durch vielfältige kleinere Quests verstreut ist und es sich nicht nur um einen einzigen Dungeon handelt durch den man sich stundenlang grinden muss um die Bosse besiegen zu können.
Aber genau das ist doch nicht der Fall? Während der Story hatte ich drei Quests, die alle nur teilweise abgeschlossen werden konnten (Phis, Rokuros und Eizens). Wenn man den Enddungeon öffnet, dann bekommt man bestimmt noch mal fünf weitere und dann gibt es AFAIR noch zwei im Postgame. Die Quests sind eher backloaded. Was an sich nicht so problematisch wäre, aber gehe stark davon aus, dass viele Leute vor dem Enddungeon nicht noch mal halt machen und die neuen Quests in jeder Stadt abklappern. Und so verpasst man interessante Hintergründe und Lore.

@Klunky: Oh, es gibt durchaus ein paar 1 on 1 Kämpfe im Spiel. Ist immer sehr witzig, wenn man dann mit nem Moveset spielen darf, was man vorher nie benutzt hat. Sehen natürlich in Engine nicht so spektakulär aus als in der Opening Szene *g*


So, demnächst wird dann endlich der Abschlussbericht kommen. Besonders kurz wird der aber definitiv nicht, dabei hab ich schon ne Menge Sachen rausgestrichen, welche IMO ziemlich relevant sind :/

Sylverthas
22.01.2018, 17:55
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System: PC
Spielzeit: 79h
Angefangen: 02.01.
Beendet: 20.01.

Warum dieses Spiel?
Auch wenn die Tales Reihe selten richtig hochkarätige Spiele rausknallt so mag ich sie dennoch ganz gerne. Gerade der Fokus auf Charakterinteraktionen ist mein Ding. Habe daher beide Tales-Teile mit in die Challenge genommen, die es auf dem PC gibt und die ich noch nicht gespielt habe. Und bin sehr froh, dass der RNG mir dieses Spiel und nicht Zestiria vorgeworfen hat ^_^

Kontext:
Tales of Berseria wurde im August 2016 in Japan für die PS3 und PS4 veröffentlicht. Es ist ein Prequel zu Tales of Zestiria (Release: 01.2015) und spielt etwa 1000 Jahre zuvor.

Story / Charaktere:
Seit der Scarlet Night vor sechs Jahren wird die Welt Desolation von der Daemonblight heimgesucht. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, welche Menschen zu Dämonen macht. In dieser Nacht verlor auch Velvets Schwester ihr Leben.

Drei Jahre später wird Velvets Leben vollständig ruiniert, wieder an einer Nacht mit blutrotem Mond. Ihr Bruder wird getötet, sie von ihrem Schwager Artorius hintergangen, in einen Dämon verwandelt und schließlich in einen Kerker gesperrt. In den folgenden Jahren ist Artorius in der Abbey, einer religiösen Institution, die immensen Einfluss in der Welt hat, hoch aufgestiegen und zum Shepherd (sprich: Führer) der Menschheit geworden. Nach einem spielbaren Flashback der Ereignisse vor drei Jahren eröffnet das Spiel mit der Befreiung Velvets aus dem Kerker. So nimmt ihr Rachefeldzug gegen Artorius und die Abbey seinen Anfang.


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Wenn ihr euch jetzt denkt "Woah, das ist aber ziemlich dick aufgetragen, und wieso ist so viel EDGE in meinem Tales-Spiel?!" - viel subtiler wird das auch nicht. Aber wann waren Tales-Spiele das schon mal? Die (vergleichsweise) düstere Grundstimmung hat mir definitiv gefallen. Ich halte es dem Spiel auch zu Gute, dass sie mal einen komplett anderen Hauptcharakter eingebaut haben, als das, was einem die Reihe sonst so vorsetzt.

Mit ihrem brachialen, relativ rücksichtslosen und egoistischen Auftreten ist Velvet klar eine Antiheldin. Die Abbey wird von der Bevölkerung als eine wohltätige und friedensschaffende Organisation angesehen, und so haben die Aktionen der Party durchaus einen terroristischen Charakter. Trotz dieser Diskrepanz will das Spiel, dass man mit Velvet sympathisiert. Oder zumindest mitfiebert, wenn sie off the rails geht. Bei mir ist das geglückt, aber das ist der Punkt, der das Spiel für manche brechen wird.

Zusätzlich zu der Motivation, die sich für Velvet aus den oben geschilderten Ereignissen ergibt, liefert das Spiel noch weitere Gründe, um Velvets Aktionen für den Spieler vertretbar zu machen. Denn die Abbey ist eine kirchliche Organisation in einem J-RPG - wir wissen alle, was das bedeutet: ihre Ziele sind rechtschaffen, aber sie arbeitet mit äußerst zweifelhaften Methoden. Der Konflikt wird nicht schwarz/weiß gemalt, aber die Tendenz, dass die Position der Party die moralisch bessere ist, ist durchaus da. Dass die meisten Mitglieder der Gruppe, Velvet voran, persönliche Fehden mit der Abbey haben und wir nun mal die Geschichte aus ihrer Perspektive sehen, trägt sicherlich dazu bei. Auch Velvets Beziehung zu Artorius verleiht dem Spiel emotionales Gewicht.


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Die Party in Berseria hat mir sehr gut gefallen, was auch daran liegt, dass sie etwas bodenständiger und ernster ist, als in anderen Teilen der Reihe. Am Anfang hat sie eher den Charakter eines Haufens Ausgestoßener, welche alle ihre eigenen Ziele verfolgen aber miteinander kooperieren, um diese zu erreichen. Motivationen sind aber nicht unbedingt konsistent und manchmal ist es fraglich, wieso Charaktere überhaupt mit Velvet reisen. Später wächst die Gruppe zusammen und es bilden sich tiefe Verbindungen zwischen Charakteren. Hervorzuheben ist hier die von Velvet, Phi und Eleanor. Phi macht das meiste (persönliche) Wachstum während der Reise durch und hat einige starke Szenen im späteren Spielverlauf. Das Banter zwischen Velvet und Magilou ist erstklassig, denn letztere sorgt in der ernsten Gruppe für die nötige Zynik um Velvets einfältiges Verhalten zu kommentieren. Was gerade am Anfang für viel Dynamik und Humor sorgt. Ich sage da mal nur "Coo Coo" :D
Generell ist Magilou einer der hervorstechenden Charaktere hier im Spiel - sie ist relativ komplex und ihr Background stark. Lediglich Rokurou sehe ich als nicht essentiell an, aber er ist immerhin noch ein cooler Typ.

Berseria mag düsterer und melancholischer als andere Teile der Reihe sein, aber durch die exzellenten Skits und einiges an weiterer Auflockerung (z.B. die Gerüchte über die Gruppe, die immer abstruser werden) wird die Grundstimmung nie zu negativ. An manchen Stellen hätte ich mir sogar gewünscht, dass die Charaktere auf Ereignisse etwas betrübter reagieren, als sie es dann tun. Aber das hier ist schließlich immer noch ein Tales-Game, denke da sind das hier schon durchaus Schritte in die richtige Richtung.


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Trotz der Tatsache, dass es am Ende natürlich um das Schicksal der Welt geht, bleibt die Geschichte sehr persönlich. Dafür sorgen auch die Kernthemen des Spiels - Familie und Gefühle vs. Vernunft - welche sich durch viele Aspekte der Story und Charaktere ziehen. Velvet hat ihre gesamte Familie verloren und sinnt auf Rache an Artorius und ist bereit, jeden zu bekämpfen, der sich ihr in den Weg stellt. Rokurou kommt aus einer Familie von Schwertkämpfern und will seinen Bruder umbringen, um zu beweisen, dass er der Stärkere ist. Die Abbey verkörpert praktisch das Mantra, dass Vernunft über allem stehen muss. Die Liste kann man beliebig fortführen und es gibt wenige Charaktere, die nicht irgendeine Facette der Kernthemen widerspiegeln. Bei vielen Situationen im Spiel können so Parallelen zu Velvet aufgebaut werden, was ein weiterer Kniff ist, sie für den Spieler zugänglicher zu machen. Diese Kernthemen sind es meiner Meinung nach auch, warum die Geschichte effektiv ist und sich dicht anfühlt.

Denn der Plot ist eher statisch und hat einigen Leerlauf. Gerade in der ersten Hälfte verzettelt man sich öfter in Nebengeschichten, welche zwar interessant sind (z.B. neue Charaktere einführen oder die Welt vertiefen), aber die Handlung kaum weiterbringen. Das hat den Höhepunkt in einer Szene, bei der einem das Spiel fast direkt sagt, dass man die letzten paar Stunden verschwendet hat. Im Kontext der Story kann man sie aber vielleicht als ludonarrative Harmonie ansehen *g*
Dazu muss ich erwähnen, dass mich die Nebengeschichten hier selten gelangweilt haben. Einige der Plottwists sind ziemlich vorhersehbar und das Interessante ist eher zu sehen, wie die Charaktere darauf reagieren werden.

Als Prequel hat Berseria einiges an Foreshadowing für Ereignisse, die in Zestiria passieren. Das sehe ich nicht mal als negativ an für Leute, die Berseria zuerst spielen. Dadurch erscheint die Lore und Welt bereits in diesem Spiel komplexer, als es bei vielen anderen Teilen der Reihe der Fall ist.

Gameplay:
In den Kämpfen wird eine Variante des Linear Motion Battle Systems verwendet, welche aus Tales of Graces/Zestiria bekannt ist. Man reiht hierbei wie in einem Fighting Game verschiedene Angriffe aneinander um Kombos zu erzeugen. Für lange Komboketten gibt es Schadensmultiplikatoren und manche Spezialangriffe können nur bei geeigneter Kettenlänge benutzt werden. Das Buttonlayout der Kombos kann im Menu konfiguriert werden (was AFAIR in Graces noch nicht möglich war).
Wenn man nun so spielt wie ich Button-mashed man sich eigentlich nur durch die Monsterhorden durch. Was möglich ist, da das Spiel auf "hard" (4/6 Difficulty) nicht besonders schwer ist. Mit etwas mehr Finesse sind aber wie in jedem Tales-Titel sehr stylische Sachen und elendig lange Kombos möglich.

Velvet hat als spezielle Mechanik ihre Dämonenhand, welche man als einen Hyper Mode ansehen kann. Aktiviert man diese, so kann Velvet nicht sterben aber verliert konstant HP. Fallen diese auf eins so endet der Modus. Mit ihrer Hand kann sie lange Combo Chains aufrecht erhalten und Spezialangriffe (z.B. Mystic Artes) verwenden. Damit ist sie der vermutlich stärkste Charakter im Spiel und ein Ziel ist es, sie so lange wie möglich in diesem Modus zu halten - was mit der richtigen Ausrüstung auch möglich ist und sie fast broken macht. Bei mir hat das einfache Kombopotential und das Zerschreddern von Gegnern für viel Spaß gesorgt. Ein Hoch auf Dämonen Velvet!



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Ähnlich zu Final Fantasy IX kann man in Berseria durch die Ausrüstung Skills lernen. Daher wird man seine getragenen Items häufig wechseln und das Spiel ist recht menülastig. Zusätzlich wird man auch überworfen mit immer gleicher Ausrüstung, welche sich nur in zusätzlichen Boni unterscheidet - was Besuche bei Händlern nach einer langen Reise langwierig macht. Die Systeme beissen sich mit der Möglichkeit, die Items noch upzugraden - durch das stetige Wechseln wird man selten Sachen tragen, die stark verbessert sind.

Die Dungeons in Berseria sind monoton und langweilig. Es gibt nur wenige, in denen man mit der Umgebung interagieren kann, in den meisten Fällen muss man einfach nur von A nach B laufen und währenddessen Horden von Monstern verprügeln. Zu sagen, die Dungeons wären einfallslos, ist eine Untertreibung. Dass man auf dem Weg Schrott und Katz' Kugeln (für kosmetische Items) sammeln kann mildert das nur wenig.

An optionalem Content hat Berseria verschiedene Sachen zu bieten. Es gibt ein paar Sidequests, welche größtenteils erst am Ende des Spiels oder gar im Postgame verfügbar sind. Man kann auf speziellen Inseln verschiedene Gauntlets an Monstern bekämpfen. Im Postgame gibt es einen optionalen Dungeon. Insgesamt habe ich etwa 15h für den Content benötigt. Schließlich gibt es noch eine Reihe an Minispielen, von denen ich aber nichts mitgenommen habe, weil ich sowas in der Regel wie die Pest meide.

Präsentation:
Berseria sieht wie ein mittelmäßiges PS3 Spiel aus - was für den japanischen Release sogar zutrifft. Dies fällt vor allem beim detailarmen Umgebungsdesign und den simplen Texturen auf. Dungeons sind monoton und es gibt zu viele typische Wälder, Höhlen und Ruinen. Hier hätte das Art Team viel rausholen können, aber die Gebiete sind generisch und ohne Wiedererkennungswert. So gibt es sicherlich 4-5 Höhlen in diesem Spiel, welche sich größtenteils nur durch ihre Farbpalette unterscheiden und auch kaum interessante Features haben.


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Die Städte im Spiel kommen etwas besser weg, aber bis auf "Schneestadt" oder "Strandstadt" könnte ich auch keine besonderen Details wiedergeben. Das Charakter- und Monsterdesign ist der beste Punkt hier. Velvets Design ist ziemlich gut und die wichtigsten Charaktere haben einen einzigartigen Look. Für die Animeszenen zeichnet sich wieder Ufotable verantwortlich und diese sind durchgehend toll animiert. Das Spiel hat einige ganz ordentliche ingame Kampfszenen, aber nichts auf dem Niveau von beispielsweise Xenoblade Chronicles 2. In den Cutscenes sind die Modelle ausdrucksstark und können gut die gewollten Emotionen vermitteln.

Dazu trägt auch das exzellente japanische Voice Acting bei. Gerade Velvets und Magilous Sprecherinnen bringen viel rüber. Gleiches kann nicht von der musikalischen Untermalung von Sakuraba gesagt werden. Wenn einen jemand nach einem generischen J-RPG Soundtrack fragen würde, könnte man problemlos den von Berseria "empfehlen". Ein paar Songs sind ganz gut, wie beispielsweise Velvet's Theme oder The Will That Opposes Reason, aber viel von der Musik wird man wohl nicht im Kopf behalten. Letzterer Track gibt aber das Konzept von "Emotionen vs. Vernunft" zumindest namentlich (und durch die Art, wie er als Boss Battle Theme eingesetzt wird) wieder.

Fazit:
Durch seine sehr persönliche Geschichte, der düsteren Grundstimmung, der Dichte, mit der Kernkonzepte in viele Ebenen der Charaktere und Story verwoben wurden und der gelungenen Umsetzung von Velvet als Antiheldin ist Berseria für mich zum bisher besten Teil der Reihe aufgestiegen. Ich bin recht glücklich damit, es vor Zestiria gespielt zu haben. Letzteres sieht für mich sehr generisch aus, aber jetzt kann ich mir vorstellen, durch die Ereignisse aus Berseria dennoch meinen Spaß an Welt und Story zu haben.

Die Kernthemen von Familie und Emotion vs. Vernunft sind prävalent und werden in immer neuen Facetten hervorgeholt. Dadurch hat sich bei mir rückblickend ein sehr dichtes Bild des Spiels ergeben, auch wenn es einige Substories hat, die eher "lose" mit dem Rest zusammenhängen oder recht irrelevant sind. Hier kann ich aber verstehen, wenn Leuten das alles zu viel ist. Denn Berseria ist nie subtil und haut alle Themen mit dem Holzhammer durch.

Die Nebenmissionen würde ich jedem Spieler, der Spaß an der Geschichte hatte, ans Herz legen. Dort sind einige gute Backgrounds für Charaktere und Welt versteckt. So wird Artorius kompletter Hintergrund nur in einer Sidequest erzählt und auch Partymitglieder werden in optionalen Inhalten stärker ausgebaut.

Enttäuschend ist definitiv die Präsentation vom Spiel. Gerade musikalisch ist hier einfach zu viel Gedudel und das Spiel hat außer Velvet's Theme wenig, was die emotionaleren Momente unterstreichen kann.


​Wertung: 8/10

Narcissu
22.01.2018, 23:26
Also der Bericht motiviert mich doch sehr, Berseria nach Symphonia einzuschieben. Vielleicht auch nach Graces. Hatte die Serie eigentlich nach spätestens Zestiria/Hearts R als für mich uninteressant eingestuft, aber vielleicht kann mich Berseria ja doch etwas mehr begeistern als die neusten Iterationen der Serie, auch wenn ich Edgy-Velvet immer noch skeptisch gegenüberstehe. Kann man der eigentlich irgendwas anziehen (ohne teure DLCs oder Endgame-Content) oder muss die immer mit diesen Fetzen durch die Gegend laufen?

Was ich mir, wo ich Destiny 2 spiele, auch wünsche: Ein Spiel, dass man relativ locker spielen kann. Was bei den neueren Tales-Spielen zumeist der Fall war, da es keine Zufallskämpfe mehr gibt und das Kampfsystem generell flotter geworden ist. Denke mal, gerade in der zweiten Spielhälfte werden Destiny 2 und Symphonia mich mit ihren Zufallskämpfen doch sehr annerven. ^^

Sylverthas
22.01.2018, 23:34
Kann man der eigentlich irgendwas anziehen (ohne teure DLCs oder Endgame-Content) oder muss die immer mit diesen Fetzen durch die Gegend laufen?
Ne, gibt ne große Menge an Kostümen im Spiel. Hab den Chars nur nie was anderes angezogen weil... ok, einerseits bin ich Purist und nehme gerne das Standarddesign. Andererseits hab ich gar keinen Fashion Sense, was


https://i.imgur.com/LYM5QWEl.jpg

sicher bestätigt. Ehrlich gesagt hab ich komplett vergessen, dass es ein reichhaltiges Fashion System im Spiel gibt, was vielleicht erwähnenswert gewesen wäre^^°
Prinzipiell bekommt man das meiste Zeug ingame. Man sammelt z.B. solche Katz Punkte, die überall auf den Maps verstreut liegen und kann dann Katz Kisten damit öffnen. Da sind einige Accessoires drin. Viele Klamotten bekommt man durch Events im Spiel und Zusatzmissionen. Gibt aber selbstverständlich noch den DLC, den man sich auch kaufen kann ^^

Knuckles
22.01.2018, 23:39
Kann man der eigentlich irgendwas anziehen (ohne teure DLCs oder Endgame-Content) oder muss die immer mit diesen Fetzen durch die Gegend laufen?

Man kann auch ihr Kostüm aus den Rückblenden anziehen, nur habe ich vergessen wann und wie man es bekommt. Ich würde sie aber trotzdem in ihrem normalen Kostüm lassen. Vor allem die Farbvariante davon sieht meiner Meinung nach richtig super aus. Außerdem ist das einzig brauchbare eh Magilou ohne ihren Hut. :D

Zirconia
23.01.2018, 09:10
Man kann auch ihr Kostüm aus den Rückblenden anziehen, nur habe ich vergessen wann und wie man es bekommt. Ich würde sie aber trotzdem in ihrem normalen Kostüm lassen. Vor allem die Farbvariante davon sieht meiner Meinung nach richtig super aus. Außerdem ist das einzig brauchbare eh Magilou ohne ihren Hut. :D

Das Villager Kostüm stand mir glaube ich von Anfang an zur Verfügung.

Sylverthas
23.01.2018, 10:23
Ja, Villager Costume müsste direkt nach dem Flashback am Anfang freigeschaltet werden und ihre Lumpen (und damit mein ich nicht ihr Standardoutfit *g*) direkt nachdem sie sich ihre Klamotten aus der Truhe holt. Was man sich mal auf der Zunge zergehen lassen muss: sie hatte vorher Lumpen an, und zieht dann wieder Lumpen an :hehe:

Anscheinend kann man auch Outfits bei den Minispielen gewinnen, die ich konsequent ignoriert hatte. Da wäre dann vielleicht auch was dabei. Aber manche Klamotten sind halt eher funny und würde sagen, dass ihr Villager Outfit - obwohl es natürlich viel passendere Kleidung darstellt - dennoch irgendwie ne gewisse Dissonanz zu ihrem Auftritt erzeugen könnte. Wäre cool, wenn die Entwickler einfach ihr normales Outfit, aber weniger zerlumpt, eingebaut hätten.


auch wenn ich Edgy-Velvet immer noch skeptisch gegenüberstehe
Ay, das werden sicher viele Leute. Wie gesagt, die Entwickler versuchen auf einige Wege, dass man als Spieler zumindest mit ihr sympathisieren kann (nicht unbedingt sympathisch findet!). Manche Leute finden sie halt dennoch nicht nachvollziehbar, und anderen ist sie wiederum nicht böse genug. Ich denke, sie haben nen Punkt getroffen, der ihre Aktionen zu nem Gewissen Grad verständlich macht und ihre spätere Charakterentwicklung noch sinnvoll erscheinen lässt. Und ihr Gelaber, wie rücksichtlos und EDGE sie doch ist, wird halt häufig von Magilou durch den Kakao gezogen, also das Spiel ist schon Self Aware *g*
Das trifft übrigens auch auf ihre Klamotten zu, denn gerade in der ersten Hälfte gibts so einige Kommentare dazu. Eleanor bietet ihr ja sogar an, die Lumpen zusammenzunähen - auch wenn das für mich nahezu unmöglich erscheint, so wenig Stoff wie da ist ^_O

Nayuta
23.01.2018, 12:29
Also ich habe sicher 20 Stunden für den optionalen Kram benötigt, den man kurz vorm Ende freischaltet und zu dem auch nach dem Ende etwas hinzu kommt. Finde das schon mehr als genug, vor allem da er über das ganze Spiel durch vielfältige kleinere Quests verstreut ist und es sich nicht nur um einen einzigen Dungeon handelt durch den man sich stundenlang grinden muss um die Bosse besiegen zu können.
Aber genau das ist doch nicht der Fall? Während der Story hatte ich drei Quests, die alle nur teilweise abgeschlossen werden konnten (Phis, Rokuros und Eizens). Wenn man den Enddungeon öffnet, dann bekommt man bestimmt noch mal fünf weitere und dann gibt es AFAIR noch zwei im Postgame. Die Quests sind eher backloaded. Was an sich nicht so problematisch wäre, aber gehe stark davon aus, dass viele Leute vor dem Enddungeon nicht noch mal halt machen und die neuen Quests in jeder Stadt abklappern. Und so verpasst man interessante Hintergründe und Lore.

Sorry, ich habe mich unglücklich ausgedrückt. Ich meinte nicht "über das ganze Spiel" sondern "über die ganze Welt", also in allen Städten und manchen Dungeons.
Wobei das mit dem Abklappern ein generelles Problem ist. Denn ein Spieler der die Orte nicht nochmal besucht verpasst ja nicht nur die Quests, sondern auch die ganzen NPC-Dialoge, die sich auch während des gesamten Spielverlaufs über immer wieder anpassen. Für mich stellen diese Gespräche einen Großteil der Atmosphäre in RPGs dar und möchte sie daher nicht missen. Das wäre für mich ein noch dramatischerer Punkt als verpasste Quests.^^

Sylverthas
23.01.2018, 13:18
Guter Punkt. Hab sicherlich auch einige Dialoge mit NPCs verpasst, weil ich während der Story nicht immer wieder die ganzen Orte besucht habe. War gegen Ende sogar ziemlich überrascht, wie viel es eigentlich noch zu quatschen gab. Einige der Dialoge scheinen auch für Leute zu sein, die Zestiria gespielt haben. Glaube da hat irgendeiner davon erzählt, er wolle eine Stadt nach sich umbenennen - schätze, dass sich das dann auf nen Ort aus Zestiria bezieht. Was gut ist - denn wenn man die Worldmaps der beiden Games vergleicht, so sieht man kaum Ähnlichkeiten. Und so können Spieler von Zestiria das trotzdem irgendwie lokalisieren.

Und dann natürlich die geilen Dialoge, die die Aktionen der Gruppe massiv hochspielen und Gerüchte um Velvet, die im späteren Handlungsverlauf immer abstruser werden *g*

Zirconia
23.01.2018, 18:59
Außerdem schalten einige der NPC Gespräche auch die Class IV Inseln frei, auf denen man super Equipment/Fragments farmen kann durch die längeren Kämpfe. Ist ein netter Bonus.

Sylverthas
24.01.2018, 11:20
Ja - ehrlich gesagt hab ich jede davon nur ein Mal gemacht für das Achievement *g*
Spielst Du auf nem höheren Schwierigkeitsgrad (also über "hard")? Dann kann das durchaus sinnvoll sein, sich die Sachen auf den Inseln zusammen zu farmen um seine Ausrüstung stärker verbessern zu können. Hatte die meiste Zeit nur +2 oder ab und an +3 Dinger an und bis zum Ende hatte jeder Char noch Ausrüstung, von der er Sachen lernen konnte^^

one-cool
24.01.2018, 11:31
Du hast Berseria solo gespielt?
Wie repetitiv sind die Kämpfe solo? Hast du hauptsächlich mit Velvet gekämpft, oder auch mal die anderen Charaktere längere Zeit genommen?

Teilweise ist es ja, je schwerer du mit dem Schwierigkeitsgrad gehst, dass die Kämpfe länger werden und nicht härter, was ich immens nervig finde bei normalen Gegnern.

Sylverthas
24.01.2018, 11:54
Yo, habs solo gespielt. Da ich ziemlich viel in dem Spiel gekämpft habe würde ich sagen, dass sie recht repetitiv sind (würde das aber über jeden Tales Titel sagen^^). Wenn Du Graces gespielt hast, das Kampfsysten ist im Prinzip das. Aber trotzdem war das Gefühl in jedem Kampf, wenn man den Dämon rauslässt und dann damit abgeht, ziemlich cool. Dazu muss man sagen, dass es sich lohnen kann, viel auf Focus zu gehen (z.B. Titel zu nehmen, die das erhöhen), weil man so Gegner öfter stunned, so mehr Aktionspunkte bekommt, mit welchen längere Kombos möglich sind und auch Velvets Dämonenmodus verlängert werden kann. Sorgt schon für einen recht intensiven Flow, finde ich.

Habe mit Velvet gespielt und nur wenns nötig war mit nem anderen Charakter. Daher war es auch nur ne Vermutung von mir, dass sie der stärkste Char im Spiel ist, aber sie haut halt schon ziemlich rein und ist leicht spielbar. Da man die beiden inaktiven Partymember aber während des Kampfes einwechseln kann ists eigentlich kein Problem für Abwechslung zu sorgen, wenn Du gern mit mehr als einem Char spielst.

Mit den Schwierigkeitsgraden hast Du Recht. Es ist auch so, dass die Effizienz von Heilzaubern massiv reduziert wird, je höher man geht. Es gibt ein paar passive Boni, die man im Spielverlauf freischaltet, die nur auf höheren Schwierigkeitsgraden aktiviert werden. Gegner droppen gefühlt mehr Items (also längere Zeit, die man bei Händlern verbringen kann^^) und hatte gelesen, dass es manche Sachen nur auf höheren Schwierigkeitsgraden gibt.

Zirconia
24.01.2018, 12:49
Joa, ich spiele halt aufm höchsten Schwierigkeitsgrad und lauf da mit ner Glass Cannon Velvet rum :D Aber mein Bericht zu Berseria kommt eh noch in... vielleicht 2-3 Wochen. :D Die Class IV Inseln machen aber auch echt erst auf höheren Schwierigkeitsgraden richtig Sinn, weil du ansonsten auch mit wenig verbessertem Equip gut durchs Game kommst (wobei die Steine, die dir extra Aktionspunkte und Break Gauges für einen bestimmten Enhance-Wert geben schon ziemlich cool sind).

Sylverthas
24.01.2018, 13:03
Ay, das wird ziemlich interessant das zu lesen. Da kriegt man dann die Perspektive von jemandem, der mehr Wert auf hohe Schwierigkeit legt und da sind Deine Eindrücke zu Gameplay dann sicher ganz andere. Denn bei meinem Bericht sind Gameplay + Präsentation zusammen nicht mal so lang wie Story / Charaktere.

Sylverthas
26.01.2018, 12:33
So, der Würfel ist geworfen worden (der krumme, 21-seitige, courtesy of Google ^_O) und heraus kam die....


12


Bin noch nicht sicher, was ich von dem Game erwarten soll. Wird ja öfter gelobt, gerade für die kleine, aber emotionale Geschichte die es erzählt. Sonst hab ich mich wenig darüber informiert und weiß ehrlich gesagt nicht mal, was für ein Gameplay es besitzt und ob es überhaupt Kämpfe gibt?
Da es ein kurzes Spiel ist muss ich mir noch überlegen, welches Format verwendet wird. Vielleicht gibts nur einen Bericht nach einer Stunde und dann den Abschlussbericht? Vielleicht ne Serie aus Detailanalysen, die eh kein Schwein lesen will? Auf jeden Fall bin ich gespannt, ob sie es
https://i.imgur.com/5UCZRcx.jpg

schaffen :D

Gisulf91
26.01.2018, 12:36
Genieße das Spiel.
To the Moon ist wirklich etwas ganz besonderes und schönes.
Das Gameplay ist natürlich etwas anders wie in klassischen RPGs, aber es passt einfach. Lass' dich einfach überraschen.

Lynx
26.01.2018, 12:42
Ich hoffe, dass auch bei diesem Spiel dein Threadtitel ein falsches Versprechen bleibt. :D

~Jack~
26.01.2018, 12:43
Wenn es dir gefällt kannst du ja auch gleich den Nachfolger, Finding Paradise einschieben :D Beziehungsweise erst das Prequel, A Bird Story. Und es gibt auch noch zwei To The Moon Mini-Episoden die man sich vorher durchaus anschauen sollte.

Sylverthas
26.01.2018, 13:47
Meinst Du die Sigmund Minisode 1 & 2? Die sind jedenfalls hier als DLC dabei. Die sollte man vorher anschauen? Hätte das sonst eher nach dem Spiel gemacht, weil es als "DLC" verkauft wurde *g*


Ich hoffe, dass auch bei diesem Spiel dein Threadtitel ein falsches Versprechen bleibt. :D
Vielleicht sollte ich mal über ein Rebranding nachdenken, wenn mir das Game (Reihe?) gefällt :|

~Jack~
26.01.2018, 13:50
Meinst Du die Sigmund Minisode 1 & 2? Die sind jedenfalls hier als DLC dabei. Die sollte man vorher anschauen? Hätte das sonst eher nach dem Spiel gemacht, weil es als "DLC" verkauft wurde *g*
Ne, vor To The Moon natürlich nicht, weil die ja erst später veröffentlicht wurden. Aber vor Finding Paradise wären die durchaus sinnvoll.

Daen vom Clan
26.01.2018, 14:06
Ich bin wahrscheinlich der Einzige hier, der dem "To the Moon, Bird und Paradise" nichts abgewinnen kann, was? :D

one-cool
26.01.2018, 14:10
Joa, ich spiele halt aufm höchsten Schwierigkeitsgrad und lauf da mit ner Glass Cannon Velvet rum :D Aber mein Bericht zu Berseria kommt eh noch in... vielleicht 2-3 Wochen. :D Die Class IV Inseln machen aber auch echt erst auf höheren Schwierigkeitsgraden richtig Sinn, weil du ansonsten auch mit wenig verbessertem Equip gut durchs Game kommst (wobei die Steine, die dir extra Aktionspunkte und Break Gauges für einen bestimmten Enhance-Wert geben schon ziemlich cool sind).

Machen wir auch, aber einer meiner drei Mitstreiter ist ein Shopfetischist. (so n Diablo Freak)
Sobald man in irgendeine Stadt kam, konnte man ihm den controller für 1,5 Stunden minimum in die Hand drücken, während der Rest Bier kaufen gehen konnte.
Dann kam man wieder, und die Ausrüstung war bis ins letzte durchdesignt.

Dementsprechend konstant schwerste Stufe.

wobei das Spiel bei 4 Playern gleichzeitig mMn im Kampf nen ganz anderes ist. Couch Coop ist mMn auch das wirklich besondere an den Spielen. Vor Allem wenn der Heiler mal wieder mit allem möglichen beworfen wird, weil er den "falschen" wiederbelebt. HueHue



ansonsten: To the Moon steht auch massiv auf meiner Playliste. Seit Ewigkeiten.

~Jack~
26.01.2018, 14:27
Ich bin wahrscheinlich der Einzige hier, der dem "To the Moon, Bird und Paradise" nichts abgewinnen kann, was? :D
Wie immer bei solchen Fragen: nein, bist du nicht :D Und in Sachen Gameplay kann ich das durchaus nachvollziehen, weil weder To The Moon noch Finding Paradise sonderlich komplex oder anspruchsvoll sind. Und A Bird Story ist ja quasi nichts weiter als ein interaktiver Film. Da mich jedes einzelne dieser Spiele zu Tränen rühren konnte und imo wunderschöne Stories zu erzählen hat, ist mir persönlich das allerdings egal :) Und die Soundtracks sind allesamt fantastisch.
Andere mögen das Writing furchtbar und teilweise auch kindisch finden, aber es kann halt auch nicht jedem gefallen. Wer die Reihe mag, der sollte sich aber auch Rakuen (http://store.steampowered.com/app/559210/Rakuen/) von Laura Shigihara anschauen. Fand ich ebenfalls sehr emotional und es hat sogar ein bisschen mehr Gameplay zu bieten.

Sylverthas
26.01.2018, 15:47
Ne, vor To The Moon natürlich nicht, weil die ja erst später veröffentlicht wurden. Aber vor Finding Paradise wären die durchaus sinnvoll.
OK, klingt sinnvoll. Mal sehen, wenn TtM gefällt wird hieraus dann vielleicht einfach eine Sammlung der drei von Dir genannten Spiele. Dann hätte sich das Format auch irgendwie geklärt *g*


Machen wir auch, aber einer meiner drei Mitstreiter ist ein Shopfetischist. (so n Diablo Freak)
Sobald man in irgendeine Stadt kam, konnte man ihm den controller für 1,5 Stunden minimum in die Hand drücken, während der Rest Bier kaufen gehen konnte.
Hatte irgendwie nicht erwartet, dass man in der Tales-Reihe so viel Zeit mit optimieren verbringen kann *g*
Der dürfte dann in Berseria seinen Spaß haben, weil ja 1. so unglaublich viel Loot dropped, 2. jedes Stück zufällige Bonusattribute hat, 3. man Items upgraden kann. Vielleicht zum Leidwesen von euch anderen (andererseits könnt ihr dann mehr Bier kaufen*g*)

Couch Co-op ist sicher ein nettes Gimmick der Reihe, habs aber bisher nie als ein zentrales Element angesehen. Alleine, dass eigentlich nur in Kämpfen alle spielen können hat auch bei anderen, denen ich das damals (als ich noch in ner WG gewohnt habe^^) vorgeschlagen hatte, für nicht so viel Begeisterung gesorgt :D
Denke, da gibts Spiele, die man besser mit mehreren spielen kann und zumindest ich würde wohl auch einiges an Charakterinteraktionen, Atmosphäre und Story verpassen^^
Aber schon ziemlich cool, dass das bei euch gut funktioniert :A

Ave
26.01.2018, 17:10
To the Moon und A Bird Story fand ich toll... :herz: Auf Finding Paradise freu ich mich auch total, werd das sicher in dem Jahr noch spielen. :)

Narcissu
26.01.2018, 19:05
@Sylverthas: Achte auf die Credits, wenn du durch bist! Da steht mein Name drin. Zweimal, glaube ich. :D (Wobei, glaube da steht mein echter Name, also wirst du es eh nicht merken. xD)

Aber auf jeden Fall gute Fall. Sei dir aber im Klaren, dass es fast kein Gameplay im eigentlichen Sinne gibt, außer man zählt Herumlaufen dazu.

Nayuta
27.01.2018, 09:00
Sonst hab ich mich wenig darüber informiert und weiß ehrlich gesagt nicht mal, was für ein Gameplay es besitzt und ob es überhaupt Kämpfe gibt?
Es gibt einen Gag-Kampf, ansonsten hat das Spiel recht wenig mit einem RPG gemein.^^ Böse Zungen betiteln es als Walking-Simulator. :D


BTW, dass es da Zusatzepisoden gibt habe ich noch gar nicht mitbekommen. Danke an alle für die Info! :)

Sylverthas
27.01.2018, 17:22
@Sylverthas: Achte auf die Credits, wenn du durch bist! Da steht mein Name drin. Zweimal, glaube ich. :D (Wobei, glaube da steht mein echter Name, also wirst du es eh nicht merken. xD)
Hah, das sehe ich jetzt mal als Challenge :D


Böse Zungen betiteln es als Walking-Simulator. :D
Das hatte ich ungefähr extrapoliert von den bisherigen Beiträgen *g*
Hab aber grundlegend nichts gegen Walking Simulator. Hängt halt immer total vom Writing ab und von der Prämisse. Gibt auch viele Blender in dem Genre (was ich von TtM mal nicht erwarte^^) und einige, die extrem pretentious sind (da bin ich schon gespannter bei *g*). Muss mi dann auch überlegen, was aus der "Gameplay"-Sparte wird, wenn man da eigentlich fast nix zu schreiben kann :D

Winyett Grayanus
28.01.2018, 02:56
Sonst hab ich mich wenig darüber informiert und weiß ehrlich gesagt nicht mal, was für ein Gameplay es besitzt und ob es überhaupt Kämpfe gibt?
Ja, einen.
... mehr oder weniger.:p

Sylverthas
29.01.2018, 01:25
Ja, einen.
... mehr oder weniger.:p
War schon ziemlich episch "Schuh nach Eichhörnchen werfen und laut schreien" - "TIERQUÄLER!" :D

So, die ersten paar Sprünge hinter mir, und ein kleiner Zwischenbericht: Hab das Gefühl, dass das hier auf "Depression - the RPG" zulaufen könnte. Vielleicht wird die Message am Ende aber nicht ganz so düster, wie es momentan den Anschein macht.

Discount Scully und Asshole Mulder sind aber schon mal ein ganz cooles Paar an Hauptcharakteren. Frage mich, ob für die noch Entwicklung kommt, vor allem für Watts. Ist immer schwer zu sagen, bei älteren Charakteren die den Job schon länger machen. Gerade deswegen interessiert mich aber deren Hintergrund umso mehr. Da ich nicht wusste worums hier genau geht muss ich sagen, dass mir das Konzept gut gefällt. Bin vor allem auf den Part gespannt, bei dem sie sein jüngeres ich dann in andere Bahnen lenken wollen und was das dann aus seinem Leben macht.

Musik ist bisher ziemlich stark und wird effektiv eingesetzt, um die Atmosphäre zu unterstreichen. Das Main Theme ist hier besonders nice, wird auch ziemlich häufig eingesetzt und hat ja jetzt schon die emotionale Grundlage bekommen. Am Anfang waren die visuellen Details auch ganz cool, mit herumlaufenden Eichhörnchen, Vögeln, usw.

Über den Gameplay-Part werde ich mir keine großen Sorgen mehr machen, das Spiel hat ja doch *etwas* mehr anzubieten, als ich erwartet hätte. Gerade die kleinen Puzzles, wenn man zurückreist, waren unerwartet. Und da man Notizen über Sachen kriegen kann werde ich natürlich total paranoid und probiere alles auf dem Bildschirm anzuklicken. Wäre aber auch kein Problem gewesen, wenn man nur rumrennt und Dialoge liest, so lang die Geschichte und Charaktere es wert sind *g*

Bilder heb ich mir größtenteils für den Abschlussbreicht auf. Will den Post jetzt auch nicht mit vielen Bildern aufblähen. Nebenbei ist mir das Spiel (samt Rechner^^) schon mehrmals abgeschmiert bei dem Versuch, nen Screenshot in PS zu kriegen, weil das Steam Overlay hier nicht funktioniert :|

Btw. bei dem Screen (kommt direkt nach Spielstart)


https://i.imgur.com/jHzcnCjl.jpg

hatte ich mir wegen des Kraters unten links gedacht: "wow, das Game spielt ja schon auf dem Mond"! :D

~Jack~
29.01.2018, 01:46
Nebenbei ist mir das Spiel (samt Rechner^^) schon mehrmals abgeschmiert bei dem Versuch, nen Screenshot in PS zu kriegen, weil das Steam Overlay hier nicht funktioniert :|
Dass das nicht funktioniert ist dummerweise bei allen RPG-Maker Spielen der Fall. In solch einem Fall greife ich aber entweder auf Fraps oder die Screenshot-Funktion von Irfanview zurück. Dabei ist mir bisher zumindest noch nichts abgeschmiert.

Und ja, die Musik gehört eindeutig zu den absoluten Highlights des Spiels. Und das bleibt glücklicherweise auch beim Rest der Reihe so. Ohne wären die Stories zwar immer noch gut, aber ob sie einen dann auch zu Tränen rühren würden ist ne andere Sache, schon weil es hier ja keine Sprachausgabe gibt. Auf visueller Basis sind die folgenden Spiele auch nochmal ein bisschen besser, auch wenn man halt schon merkt, dass sie an die Grenzen des RPG-Makers gebunden sind. Aber zwischendrin auf eine andere Engine zu wechseln wäre vermutlich nicht so sinnvoll, zumal Kan Gao irgendwo mal gesagt hat, dass er sich halt jetzt schon so gut damit auskennt. Und wer weiß wie lange er brauchen würde wenn er noch mehr mit Animationen herumspielen könnte? xD

Narcissu
29.01.2018, 02:01
Tatsächlich gibt es To The Moon bereits auf einer anderen Engine – der Mobile-Port, um genau zu sein. Der wurde jedoch nicht von Kan gemacht, sondern von Chinesen (?) in Unity, wenn ich mich nicht irre. Da wurden auch die Umgebungsgrafiken angepasst, weil die (veränderten) RTP-Grafiken rechtlich nur kommerziell nur mit dem RPG Maker vertrieben werden dürfen. Allerdings denke ich nicht, dass Kan die Plattform noch wechseln wird, solange es keine größeren Probleme geben sollte – schließlich sind seit To The Moon sechs Jahre vergangen und Finding Paradise verwendet immer noch den RPG Maker XP. ^^

Sylverthas
29.01.2018, 23:33
Habe nicht geweint... nein, ganz sicher nicht... :(

So, mit den To the Moon und den zwei Zusatzeps fertig. Und muss schon zugeben - ziemlich beeindruckend, was hier aus der RPGM Engine durch Zusatz von nem richtig guten OST alles rausgeholt wurde. Hebe mir gerade die Sachen zu der Grafik und Gameplay dann doch lieber für den Abschlussbericht auf (sonst wird das zu viel Wiederholung), aber der Detailgrad einiger Umgebungen und Charakteranimationen ist schon erstaunlich.

Über die Story kann man aber schon ein wenig reden, weil das Spiel da genug zu bieten hat :D
Die Idee, in der Zeit immer weiter zurück zu reisen ist ziemlich clever hier. Das sorgt für einen komplett anderen emotionalen Eindruck als es eine lineare Erzählweise tun würde und gibt einem echt viele harte Gutpunches. Vielleicht an ein paar Stellen zu melodramatisch, aber es ist ja nicht so, als würde einen
die Tatsache, dass man Asperger hat davor bewahren, noch eine tödliche Krankheit zu kriegen. Wahrscheinlich Krebs.

Ist auch interessant, wie sich John im Verlaufe der Geschichte als... irgendwie ein Arsch herausstellt. Insbesondere natürlich durch seine Teenager-Szene und der Tatsache, dass zumindest für ihn die Beziehung zu River erstmal nicht mehr war als einfach nur "was ihn nicht langweilig macht". Dann bei der Szene, bei der River über ihr Störung erfährt und er nichts darüber wissen will.


Was an der Story dann aber richtig reinhaut waren die Implikationen bzw. der Kontext der Ereignisse:
z.B. ist das Ende natürlich sehr schön, aber natürlich nur eine Illusion für einen sterbenden Mann. Das ist ja alles nicht so passiert, sein Leben hat sich nicht verändert. River ist nicht mit ihm zum Mond geflogen sondern an ihrer Krankheit gestorben. Und sie hat ihn mit ihren Papierhasen auch nie erreicht, weil er sich nicht erinnert hat.
Und warum der Moment, an dem er ihr gesteht, aus welchen Gründen er sie eigentlich auf ein Date eingeladen hat, für sie extrem hart war. Da sorgt der clevere Aufbau auch für, welcher am bei der Szene, bei der sich die beiden die Sterne anschauen, alle Fäden zusammenlaufen lässt und man erst beim Erinnern an Szenen, die davor passiert sind, den kompletten emotionalen Eindruck bekommt.

Ein positives hat es aber: zumindest wird sich John am Ende an sein Versprechen mit River erinnern, denn durch dadurch, dass Joey nicht gestorben ist musste er (vermutlich?) auch keine Betablocker nehmen.
Habe sicher noch dutzende andere Momente vergessen, die einen treffen können. Oder, dass Autismus ein wichtiges Thema hier ist. Oder dass das Spiel trotz der sehr ernsten Themen immer noch nen lustigen Spruch drauf hat, der aber nicht fehlplatziert ist.

Abschlussbericht kommt dann später; werde das auch erstmal ein wenig sacken lassen, bevor der geschrieben wird. Vielleicht kann ich ja Narcissu doch noch in den Credits finden :D

Die Punchline ist vermutlich, dass das Spiel schon jahrelang auf meinem Steam Account abgammelt, weil irgendwann mal in nem Bundle oder so gekauft. Nie wirklich darüber informiert, was das eigentlich ist und erst irgendwann durchs Hörensagen mitbekommen, dass das gar nicht mal übel sein soll. Bin so blind in das Spiel gegangen, wie man nur gehen konnte ^_O

edit: Eine Sache noch:

River wollte keine Behandlung, damit John das Haus fertigstellen kann und so auf Anya, den Leuchtturm, aufpassen kann. Welchen sie als einen "Stern, dessen Freund sie geworden ist" ansieht. Erscheint mir jetzt erstmal ein wenig krass, dafür sein Leben aufzugeben. Man könnte natürlich auch sagen, dass sie den Turm als sowas wie ein Kind ansieht - dann würde das Leben "opfern" mehr Sinn ergeben. Was möglich ist da sie sich wohl eher mit den Sternen bzw. Leuchttürmen identifizieren kann als mit Menschen. Andererseits hatte sie vielleicht zu dem Zeitpunkt auch schon irgendwie die Kraft verloren? Immerhin hat sie John so stark versucht zu erinnern, aber das hat ja nicht geklappt. Auch mit dem letzten Hasen, welcher mehrfarbig war und er nichts darin wiedererkannt hat. Das war jetzt ein wenig rambly, aber irgendwie war das eine der Szenen, die mir nicht vollkommen erklärbar war.

Sylverthas
01.02.2018, 19:42
Diesmal ein leicht interaktiver Ansatz und zwei Musikstücke integriert. Viel Spaß :)



https://www.youtube.com/watch?v=R0EIaOEOLvs


System: PC
Entwickler: Freebird
Spielzeit: 5h

Warum dieses Spiel?
To the Moon lag bereits vier Jahre auf meinem Steamaccount und irgendwie hab ichs nie hingekriegt es mal zu spielen. Weil man eigentlich nur Gutes darüber hört entschloss ich mich, es für diese Challenge zu nehmen, um mich endlich mal zum Spielen zu bringen ^_^

Kontext:
To the Moon erschien im November 2011 für den PC. Zwei DLC Minisodes wurden 2013 und 2015 dafür rausgebracht. Das Spiel wurde in der RPG Maker XP Engine entwickelt.

Story/Charaktere:
Die Sigmund-Mitarbeiter Dr. Eva Rosalene und Dr. Neil Watts wurden zu einem Anwesen nahe eines Leuchtturms gerufen, dessen Besitzer John im Sterben liegt. Ihre Aufgabe ist es, die Erinnerungen von Menschen zu verändern um ihnen so - zumindest in ihren Gedanken - einen letzten Wunsch vor dem Tod zu erfüllen. Johns Wunsch ist es, zum Mond zu fliegen - auch wenn er nicht genau weiß, wieso eigentlich.
Die beiden müssen sich nach und nach in den Erinnerungen von John zurückhangeln, bis sie in seiner Kindheit ankommen. Dort wollen sie dann schließlich den Drang in ihm wecken, den Mond zu besuchen. Dafür müssen sie in jedem Zeitabschnitt, den sie bereisen, Objekte von größerer Bedeutung für ihn (so genannte Mementos) aufspüren, welche die verschiedenen Zeiten miteinander verbinden. Große zeitliche Sprünge sind nämlich nur schwer möglich.


https://i.imgur.com/y8aI4AF.jpg https://i.imgur.com/P5AQMCL.jpg

Diese nichtlineare Erzählweise nutzt den selben Effekt, der auch im Film Memento Verwendung gefunden hat: Spieler erleben das Resultat eines Ereignisses, bevor sie erfahren, wie es dazu gekommen ist. Diese Struktur nutzt To the Moon sehr effektiv, um emotionale Momente vorzubereiten - insbesondere durch die Streuung von Szenen, welche enorme Relevanz für John und seine Ehefrau River haben, man ohne Kontext aber schwer einordnen kann. Szenen sind so doppelt effektiv: sie wirken, wenn man sie das erste Mal sieht, und werden stärker oder ändern ihre Bedeutung, wenn man den Kontext kennt.

Obwohl Eva und Neil die Spielercharaktere sind, so dreht sich die Geschichte um John und River. Man sieht, wie sich ihr Verhältnis entwickelt hat, was für Menschen die beiden eigentlich sind und welche Probleme sowie glückliche Momente sie auf ihrem Weg hatten. Die Tatsache, dass man von Anfang an den Ausgang ihrer Geschichte kennt, sorgt dafür, dass jede neue Erinnerung ein weiteres Puzzleteil zur Charakterisierung der beiden wird.
Bei der Darstellung der Beziehung des Paares ist interessant, dass man vieles nicht sieht. Das Spiel lässt einige Dinge unausgesprochen und nimmt an, dass Spieler es sich erschließen können. Generell sind die Dialoge sehr kompakt geschrieben und es wird nie lange um den heißen Brei geredet. Auch wenn man als Spieler vielleicht noch mehr über die beiden erfahren möchte, so sind die gezeigten Szenen ausreichend, um ein gutes Bild von dem speziellen Verhältnis von John und River zu bekommen. Am Ende geht es ja darum, dass Eva und Neil ihren Job erledigen wollen. Die Hintergründe, die sie erfahren, sind eher ein Beiwerk.


https://i.imgur.com/oRusDl3.jpg https://i.imgur.com/S8Q2gvG.jpg

Ein starker Aspekt des Spiels ist die Behandlung des Themas Autismus (genauer Asperger-Syndrom), welches sehr behutsam angegangen wird. Außer einer Expositionsszene gibt es wenige Erklärungen. Das Spiel ist auch nicht belehrend. Das Zentrale ist eher, wie sich solche Störungen auf die Charaktere und deren Beziehungen auswirken. In dem Sinne ist es eine Geschichte mit Autismus als wesentliches Element, nicht darüber. Die Umsetzung ist nicht immer subtil, aber am Ende müssen ja auch Leute erreicht werden, welche wenig Erfahrung mit dem Thema haben.

An ein paar Stellen rutscht das Spiel etwas ins Melodramatische ab. Der Eindruck entsteht vor allem durch den Zeitraffer der Ereignisse: man erlebt Sachen, welche sich über bestimmt 70 Jahre abgespielt haben, innerhalb von etwa vier Stunden. Bei manchen Spielern könnte so das Gefühl aufkommen, dass die Handlung rückblickend etwas dick aufgetragen oder kitschig ist. Es werden auch viele Symbole verwendet, welche für John und River von großer persönlicher Bedeutung sind. Diese sind häufig wenig subtil und treten in vielen Szenen auf - was einerseits sicherlich wegen der komplexen Thematik, andererseits wegen der nichtlinearen Struktur so gemacht wurde. Manchmal wird meiner Meinung nach die Bedeutung von Symbolen auch überstrapaziert - zum Beispiel vom Leuchtturm.

Obwohl die Geschichte einen tragischen Unterton hat gibt es viele positive und auch lustige Momente. Gerade Eva und Neil sorgen mit ihrer Scully - Mulder - Dynamik immer wieder für sehr unterhaltsame Szenen. Die humorvollen Einlagen sind selten deplaziert und kommen manchmal direkt vor oder nach einem emotionalen Gutpunch. So wird dafür gesorgt, dass die Atmosphäre nicht schon früh zu deprimierend wird. Lediglich eine Szene kurz vorm Ende empfand ich als unpassend - ich sage nur mal "Pflanzen". Was umso überraschender ist, weil ein paar der effektivsten Szenen des Spiels direkt davor und danach sind.


https://i.imgur.com/vgemCMU.jpg https://i.imgur.com/YEGr6pB.jpg

Die späteren Ereignisse und das Ende lassen einen mit einer Vielzahl emotionaler Eindrücken zurück. Eine der Stärken des Spiel sind die Implikationen, die man aus der Handlung ziehen kann, wenn man sich an Johns Geschichte zurückerinnert und den vollen Kontext hat. Auch die Frage, ob die Manipulation von Erinnerungen es wirklich wert ist, ist hier zentral. So ist das Ende meiner Meinung nach ziemlich gelungen und abhängig von der Perspektive kann man es als mehr oder weniger positiv deuten.

Während der Geschichte hätte ich gern mehr Informationen zu Eva und Neil bekommen. Beide haben im späterem Spielverlauf gute Szenen für den Charakteraufbau, aber erst in den beiden DLC Minisodes erfährt man mehr. Diese spielen beide im Sigmund Office und man bekommt einen besseren Eindruck von der Spielwelt und von den Mitarbeitern der beiden. Man erhält auch einen kleinen Einblick in das Familienleben von Eva. Beide Episoden sind gesondert zur Handlung des Spiels und dienen eher dazu, die Welt auszubauen und für eine Katharsis für Eva und Neil nach Johns Geschichte zu sorgen.

Gameplay:
Man läuft rum und liest Texte. Wahlweise kann man dies mit Tastatur und Maus oder Gamepad machen. Keine der Steuerungsmöglichkeiten empfand ich als optimal. Die Maus ist etwas ungenau, was vermutlich auf die RPG Maker Engine zurückzuführen ist. Beim Gamepad fehlt einem aber das Hervorheben der Interaktionsmöglichkeiten.

In Johns Vergangenheit ist das Ziel in der Regel, fünf spezielle Erinnerungen zu finden und die Schutzbarriere um das Memento zu zerstören. Hat man dies getan, darf man ein kleines Puzzle lösen und gelangt dann in den nächsten Zeitabschnitt. Es gibt kleinere Minispiele, z.B. Reiten von Pferden oder Whack-a-Mole, deren Implementierung manchmal zu wünschen übrig lässt. Man sammelt auch ein paar Notizen im Spielverlauf, welche Zusatzinformationen über Personen und Ereignisse enthalten.
Auch wenn das Gameplay größtenteils minimalistisch ist, wäre weniger vielleicht sogar besser gewesen. Das Sammeln der fünf Erinnerungen geschieht öfter automatisch, das Memento Puzzle trägt nicht wirklich zum Spiel bei und die Steuerung mancher Minispiele ist nicht gut.


https://i.imgur.com/wvCoxZU.jpg https://i.imgur.com/UZQ9x8O.jpg

In den Minisodes gibt es dann noch ein etwas langwierigeres Minispiel, welches komplexer als die anderen ist. Man manövriert durch ein Labyrinth, das thematisch an die Erinnerungen aus dem Hauptspiel angelehnt ist. Es ist ok, aber - ironischerweise - nicht besonders erinnerungswürdig.

Präsentation:
Das Spiel ist in der RPG Maker Engine entwickelt und das sieht man auch. Es ist grafisch sicherlich nicht das anspruchvollste Game, aber die Entwickler haben auf viele Details geachtet, welche sicherlich bei Produktionen mit höherem Budget unter den Tisch fallen würden.
So gibt es zwar nicht viele Umgebungen, aber die, die da sind, sind detailiert und liebevoll gestaltet. Das ist besonders beeindruckend wenn man bedenkt, dass manche dieser Orte für vielleicht fünf Minuten genutzt werden. Auch die zeitliche Veränderung von Locations wurde mit viel Aufmerksamkeit umgesetzt. Besonders hervorzuheben sind die Character Sprites bzw. deren Animationen. Viele spezielle Bewegungen wurden einzeln animiert, selbst wenn diese nur wenig Verwendung finden (z.B. Liegestütze, Papierfalten). Gestik und Mimik, z.B. Animationen der Augen, wurden auch eingebaut. Gerade die Augenbewegungen sind thematisch relevant, denn ein Problem von Leuten mit Asperger kann sein, dass sie Blickkontakt nur schwer halten können.


https://i.imgur.com/95HeZJb.jpg https://i.imgur.com/tfnRgRz.jpg

Das Highlight des Spiels ist aber sicherlich die musikalische Untermalung. Direkt beim Titelbildschirm wird man begrüßt von einem wunderschönen Piano-Track. Der Song To the Moon wird während des Spielverlaufs in mehreren Variationen sehr effektiv genutzt. Die Entwickler wissen definitiv, dass man durch die Bindung an Melodien emotionale Momente noch viel effektiver gestalten kann. Der OST hat aber noch mehr drauf und bietet auch düstere Tracks wie Lament of a Stranger und Uncharted Realms oder nostalgische wie Having Lived. Und wer könnte das Battle Theme, Teddy, je vergessen?

Der Song Everything's Alright sticht besonders hervor. Nicht nur besitzt er Vocals, welche die Beziehung von John und River in wenigen Worten komplett auf den Punkt bringen. Er wird auch in genau dem richtigen Kontext gespielt, um ordentlich reinzuhauen. Das Lied ist auch für sich genommen großartig.



https://www.youtube.com/watch?v=OkvVr6n1cGk

Fazit:
Wenn man über ein Spiel noch Tage nach dem Durchspielen nachdenkt, so ist das häufig ein sehr gutes Zeichen. Wenn einem dann beim Anhören der Musik noch die Tränen kommen ist das exzellent. Ich glaube nicht, dass meine Beschreibungen oben nur ansatzweise wiedergeben können, wie stark das Spiel ist. To the Moon ist eines der bewegendsten Spiele, das ich gespielt habe.

Es ist beeindruckend, was Freebird hier auf die Beine gestellt hat. Das Spiel zeigt ohne Zweifel, dass es keiner komplexen Grafik bedarf, um eine extrem bewegende Geschichte zu erzählen. Und wie viel man mit Details und einem großartigen Soundtrack in den passenden Situationen erreichen kann. Der OST des Spiels hat es schon in meine Favoriten geschafft. Auch wenn ich Everything's Alright wohl besser nur höre, wenn ich alleine bin.

Autismus als Thema findet nicht oft den Weg in Spiele. Das Schöne an der Darstellung hier ist, dass sicher viele Menschen irgendwelche ihrer eigenen Probleme wiederfinden können (wenn wohl auch in einer schwächeren Form), was die Thematik so viel nachvollziehbarer macht. Als jemand, der selber häufig Kommunikationsprobleme hat (nicht so hart wie hier dargestellt, natürlich), hat mich das Spiel auf einer persönlichen Ebene angesprochen.
Auch wird hier niemand als Supergenie dargestellt, wie es bei den bekannteren Filmen (oder Serien) mit dem Thema häufig der Fall ist.


Wertung: 10/10

Sylverthas
04.02.2018, 12:46
Ein kürzerer Berichte für ein Zusatzgame - aber selbstverständlich immer noch über 900 Wörter ^_O




https://www.youtube.com/watch?v=CcsGpGXg5QY



System: PC
Entwickler: Freebird
Spielzeit: 1.5h
Angefangen: 03.02.
Beendet: 03.02.

Warum dieses Spiel?
Jack :D

Kontext:
A Bird Story erschien im November 2014. Es ist ein Prequel von Finding Paradise. Das Spiel wurde im RPG Maker XP entwickelt.

Story/Charaktere:
Auf dem Heimweg bemerkt ein Junge wie ein kleiner Vogel von einem Dachs angegriffen und am Flügel verletzt wird. Während er den Dachs vertreibt macht es sich der Vogel in seinem Rucksack gemütlich. Der Junge nimmt das Tier mit nach Hause und kümmert sich darum.


https://i.imgur.com/nwTwupZ.jpg https://i.imgur.com/E1Ymqbc.jpg


A Bird Story ist eine Geschichte über Freundschaft und Trennung. Darüber, wie sehr man ein Tier in sein Herz schließen kann und was man tut um es zu beschützen. Über einen einsamen Jungen, der gerne Spielkameraden hätte. Das Spiel zeigt dies in einem surrealen Stil, bei dem verschiedene Orte miteinander verschmelzen und es wirkt zu großen Teilen eher wie ein Traum. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion - so sehr, dass ich nicht mal weiß, ob der Vogel eigentlich nur eine Metapher sein soll und gar nicht existiert hat. Nimmt man die Ereignisse des Spiels, die einem präsentiert werden, hingegen als bare Münze, dann sind es eher inkohärente Fantasien.

Glücklicherweise hat das Spiel aber auch viel Herz, was es davon abhält, zu pretentious zu werden. Junge und Vogel freunden sich erstaunlich schnell an und unternehmen dann Dinge... welche ein Junge und ein Vogel wohl nie unternehmen würden? Dabei kommt es zu ein paar skurilen Szenen, welche zwar nicht unbedingt für Lacher, aber zumindest ein Schmunzeln gut sind. Wer wusste schon, wie gut Vögel apportieren können? *g*
Einige Szenen sind recht abstrakt, was zum übrigen Ton des Spiels passt. Alle NPCs werden gesichtslos dargestellt und es wird komplett auf Dialoge verzichtet.


https://i.imgur.com/EPjDN0w.jpg https://i.imgur.com/7LzWD0e.jpg


Da ich Finding Paradise noch nicht gespielt habe, kann ich nicht sagen, wie relevant die Geschichte dort ist. Aber zumindest teased das Spiel am Ende, dass der Junge (als alter Mann) der nächste Patient von Eva und Neil sein wird.

Gameplay:
Man läuft rum und ... eigentlich läuft man nur rum. Manchmal. Ein wenig. Ehrlich gesagt ist das hier eher ein interaktiver Film? Man hat enttäuschend wenig Interaktionsmöglichkeiten, obwohl die Orte durch ihren Detailreichtum den Eindruck machen, man könnte mit viel interagieren. Zumindest für ein paar spaßige Szenen wäre das wirklich gut gewesen. Daher hab ich es mir zum Vorsatz gemacht, jedes Mal das Licht im Zimmer der Eltern anzuschalten, um die wenige Interaktion auszukosten ^_O
Manchmal gibt einem das Spiel Spezialaktionen, beispielsweise das Werfen eines Papierflugzeuges oder Springen in Pfützen. In einer Sequenz muss man Vogelnester finden.


https://i.imgur.com/xRg8yfe.jpg https://i.imgur.com/B8tgFhF.jpg

Präsentation:
Wie schon bei To the Moon wird die RPGMaker Engine verwendet und man sieht das. Der Detailgrad der Umgebungen wurde noch mal ordentlich angehoben. Besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass manche dieser Orte vielleicht für ne Minute relevant sind. Es werden auch einige richtig schöne Panoramabilder im Spiel verwendet. Charaktere haben deutlich mehr Animationen als in To the Moon, darunter auch viele, die nur ein einziges Mal Anwendung finden (z.B. Betthüpfen, das Reiben der Nase nach einem Sturz,...).

Das Highlight sind die tollen Szenenübergänge. In einem Waldstück findet man auf einmal die Einrichtung des Wohnzimmers wieder, setzt sich und danach materialisiert sich der gesamte Raum. Umgekehrt fängt es im Zimmer zu regnen an und der Übergang nach draussen erfolgt. Oder die Bäume entlang des Weges bewegen sich, um einen anderen Pfad freizumachen. Hier wurde sich ausgetobt und die traumähnliche Darstellung gut ausgenutzt.


https://i.imgur.com/JnigCBM.jpg https://i.imgur.com/WSQZeZn.jpg

Die musikalische Untermalung ist wieder schön, hatte aber (auf mich) nicht ansatzweise die Wirkung die sie bei To the Moon hatte. Glaube das liegt hier daran, dass ich den Kontext einfach nicht so gut greifen konnte und mir die Musik daher die Szenen nicht wirklich emotional verstärkt hat. Hervorzuheben sind das Title Theme, aber auch die schweren, traurigen Stücke wie Heavy Rain oder das dramatischere Thunder Chase.

Fazit:
Man hats sicher gemerkt: mich hat A Bird Story nicht überzeugt. Es ist artsy und leicht pretentious, beides Elemente, die ich nicht besonders schätze. Es hat aber auch viel Herz, was man gerade bei den humorvolleren Szenen merkt und das Ende war schön und hat mir ein Lächeln entlockt.
Ich bin ein eher text- als bildorientierter Mensch. Daher waren mir - aus Mangel an Dialogen und Charakterisierung - der Junge und Vogel am Ende recht egal. Das Spiel macht (vermutlich) stärker als To the Moon die Annahme, dass man sich selber in die Geschichte projizieren kann - z.B. durch die enge Beziehung zu eigenen Haustieren - um den emotionalen Effekt zu entfalten.

Dann noch der Punkt, den ich bei To the Moon ein wenig unter den Tisch fallen gelassen habe: ist die Interaktion hier relevant? Bei letzterem würde ich das definitiv bejahen. Dadurch, dass man Player Agency hat, steckt man viel tiefer in der Geschichte drin. Selbst wenn die Aktionsvielfalt relativ gering ist. A Bird Story streicht diese bis auf ein paar Szenen komplett. Ich würde sagen, dass mehr Interaktion der Geschichte definitiv gut getan hätte. Aber die Szenen, die da sind, sorgen für eine stärkere Bindung an den Vogel. Für mich waren es nur nicht genug, um tiefer rein zu kommen.

Zumindest die audiovisuellen Aspekte dieses Spiels konnten mich voll überzeugen. Für den Rest bin ich vermutlich die falsche Person, um so ein experimentelles Projekt zu bewerten. Das Spiel hat mich jedenfalls nicht so berührt, wie es To the Moon geschafft hat.


Wertung: :confused:/10

~Jack~
04.02.2018, 13:00
Zum Glück hat Finding Paradise wieder Dialoge zu bieten! :bogart: Dass A Bird Story keine hatte, hat mich aber nie in irgendeiner Art und Weise gestört. Ich fand die Story aufgrund ihrer liebevollen Präsentation auch so effektiv genug. Aber ja, es ist halt nur ein interaktiver Film der quasi auch komplett alleine hätte ablaufen kann, also wird es sicherlich nicht jedem gefallen. In Verbindung mit Finding Paradise ist es aber durchaus ganz nett, weil auf diesen Abschnitt seines Lebens natürlich nicht in diesem Umfang eingegangen wird.

Lynx
04.02.2018, 13:34
Mir hat A Bird Story damals, als ich es gespielt habe, schon gefallen, aber es hat mich jetzt auch nicht total beeindruckt hinterlassen.
Nachdem ich vorgestern und gestern Finding Paradise gespielt habe würde ich aber sagen, dass es schon seinen Teil dazu beiträgt, da eine (noch) bessere Bindung zum Geschehen aufzubauen. Gerade die musikalische Untermalung - da auch Musik aus A Bird Story vorkommt - erzeugt da immer genau an den richtigen Stellen ein vertrautes Gefühl.

Ich denke Finding Paradise wird dir auch definitiv wieder besser gefallen als diese Zwischenepisode. Das solltest du auf jeden Fall auch spielen, so lange die Erinnerung noch frisch ist. :p
(aber vielleicht nicht sofort, damit alles etwas sacken kann und man dann wieder frisch und nicht emotional ausgelaugt ans Werk gehen kann ;D)

Sylverthas
04.02.2018, 21:55
Zum Glück hat Finding Paradise wieder Dialoge zu bieten! :bogart:
Der Punkt klang vermutlich übertrieben - aber ist ne Erklärung, warum mir z.B. auch Spiele wie Ico, Journey, Brothers - A Tale of Two Sons, usw. nicht gefallen. Vielleicht liegts daran, dass ich absolut kein Bilderdenken habe?
Der Punkt bei der Bird Story ist ja auch, dass Dialoge *eigentlich* nicht mal viel beigetragen hätten, weil es zu 90% um den Jungen und den Vogel geht. Kann die Entscheidung daher verstehen, einfach komplett darauf zu verzichten. Aber mir hätte es vermutlich ne Menge gegeben, wenn der Junge mal was zum Vogel gesagt hätte, oder die Lehrerin / Tierarzt oder so.


Nachdem ich vorgestern und gestern Finding Paradise gespielt habe würde ich aber sagen, dass es schon seinen Teil dazu beiträgt, da eine (noch) bessere Bindung zum Geschehen aufzubauen. Gerade die musikalische Untermalung - da auch Musik aus A Bird Story vorkommt - erzeugt da immer genau an den richtigen Stellen ein vertrautes Gefühl.
Das klingt doch ganz gut. Ist auch schön zu lesen, dass Finding Paradise noch Sachen aus A Bird Story aufgreift. Und vielleicht hat die Musik dann auch diese nostalgische Wirkung - was sicherlich viel beitragen kann. Werde Deinen Rat aber erstmal annehmen und etwas Zeit vergehen lassen. Vielleicht hat mich die Vogelgeschichte auch so wenig berührt, weil To the Moon einfach nen ziemlich hohen Maßstab gelegt hat, und man da einfach schwer gegen konkurrieren kann?

Die Geschichte von To the Moon ist stellenweise sicherlich kitschig, aber gerade die (IMO) Vielschichtigkeit des Endes mit den verschiedenen Sachen, die man daraus ziehen kann, war großartig. Aber, wie das bei mir nun mal so ist - ich sehe eher die negative Seite der Ereignisse. Während ich auch von anderen gehört habe, dass sie die Szene bei welcher John und River am Ende zum Mond fliegen als ziemlich positiv gedeutet haben.

~Jack~
05.02.2018, 05:41
Der Punkt klang vermutlich übertrieben - aber ist ne Erklärung, warum mir z.B. auch Spiele wie Ico, Journey, Brothers - A Tale of Two Sons, usw. nicht gefallen. Vielleicht liegts daran, dass ich absolut kein Bilderdenken habe?
Der Punkt bei der Bird Story ist ja auch, dass Dialoge *eigentlich* nicht mal viel beigetragen hätten, weil es zu 90% um den Jungen und den Vogel geht. Kann die Entscheidung daher verstehen, einfach komplett darauf zu verzichten. Aber mir hätte es vermutlich ne Menge gegeben, wenn der Junge mal was zum Vogel gesagt hätte, oder die Lehrerin / Tierarzt oder so.
Brothers - A Tale of Two Sons ist für mich in dieser Hinsicht sogar ein Negativ-Beispiel, weil es benutzt ja Worte ... nur welche die man selber nicht verstehen kann. Dementsprechend fand ich zwar das Gameplay zwar ganz nett, auf emotionaler Basis hat es mich aber komplett kalt gelassen. Und mir würde außer A Bird Story auch sonst kein Spiel einfallen dass ich komplett ohne Worte so effektiv fand. Die sind dann vielleicht hübsch und atmosphärisch oder haben gutes Gameplay zu bieten, geben aber kein so wundervolles Gesamtbild an. So ist Wanda (http://store.steampowered.com/app/386490/Wanda__A_Beautiful_Apocalypse/) zum Beispiel auch ein hübsches RPG-Maker Spiel mit einem guten Soundtrack, hat aber das selbe Problem wie Brothers, sprich Charaktere die ständig miteinander reden, nur auf eine Weise die man selber nicht versteht. Und Dropsy (http://store.steampowered.com/app/274350/Dropsy/) ist eigentlich ein sehr liebevoll gemachtes Adventure, aber komplett ohne Worte leider etwas kryptisch was die Rätsel angeht.

Rusk
05.02.2018, 13:19
Was steht denn jetzt bei dir an Sylverthas? Spielst ja aktuell noch Lost Sphear oder?

Sylverthas
05.02.2018, 16:03
@Jack:
Ja, Brothers war vielleicht kein Idealbeispiel, aber Spiele, die eine nicht verständliche Sprache benutzen, versuchen IMO was ähnliches. Wobei sowas im Zweifelsfall problematischer sein kann als gar keine Dialoge, weil die Charaktere ja sprechen - aber da es keine echte Sprache ist wird die Betonung wahrscheinlich schiefgehen und sowas kann eher stören. Durch die mangelnden Dialoge (und vielleicht auch einfach fehlenden Details in der Darstellung) ist der Junge in A Bird Story IMO kein wirklicher Charakter, sondern eher eine Ansammlung von Ideen, die man dann selber füllen kann. Passt gut zum Ansatz vom Game, aber ist nicht mein Ding.
Stimme Dir zu, dass das Spiel einen sehr stimmigen Gesamteindruck macht - viele Elemente sind aufeinander abgestimmt - aber bei mir ists nicht angekommen. Hoffe der Bericht hat meine Punkte trotzdem einigermaßen rüberbringen können, auch wenn die Sache mit den "Dialogen" vielleicht erstmal für Stirnrunzeln gesorgt hat *g*

Bei der Sache mit dem interaktiven Film ist noch anzumerken, dass das Spiel ja das Potential hatte, mehr daraus zu machen. Z.B. gabs ja manchmal Zusatzszenen, wie das Betreten des Schlafzimmers der Eltern am Anfang - wo der Junge dann auf dem Bett hüpft (zumindest vermute ich dass das optional war^^). Man hätte mehr Interaktionsmöglichkeiten einbauen können - auf die dann der Vogel vielleicht auch irgendwie reagieren könnte. Denke das hätte dem Spiel nicht geschadet. Es ist halt so, dass visuell auf so viele Details in der Gestaltung geachtet wurde, aber die gleiche Sorgfalt dann nicht in das Gameplay geflossen ist.

@Rusk:
Das ist echt ne gute Frage. Da es ja, wenn Narcissu fertig damit ist, bald drei qualitativ hochwertige Berichte zu dem Spiel gibt, bin ich nicht sicher, ob ich da noch irgendwas mit nem vierten beitragen kann. Wenn ich durch bin lese ich mir eure noch mal durch und entscheide dann. Vielleicht beteilige ich mich auch einfach nur an den Diskussionen in euren Threads dazu :)
Ansonsten wird bald einfach wieder gewürfelt und geschaut, was diesmal schönes bei rumkommt. Und das ist nicht mal ironisch gemeint, bei den Berichten, die ich bisher verfasst habe - aber das kommt halt davon, wenn man größtenteils nur Sachen auf die Liste nimmt, die man spielen wollte *g*

edit: Was ich noch mal fragen wollte: sind die etwas abstrakteren Beschreibungen in den Berichten eigentlich in Ordnung für euch? Eigentlich mach ich das, um einerseits Spoiler zu vermeiden und andererseits, um Kernzkonzepte der Spiele anzusprechen. Wenn das aber nicht so gefällt, dann werd ich beim nächsten Spiel versuchen ein wenig konkreter zu schreiben.

La Cipolla
05.02.2018, 16:25
Ich denke, gerade bei bekannteren Spielen sind abstrakte und persönlichere Kommentare wertvoller; alles andere kriegt man ja auch auf Wikipedia und Co. Wenn es etwas abgefahrener wird, kann man ja am Anfang kurz spezifisch erzählen, was Sache ist.

Insgesamt finde ich es erheblich interessanter, über Konzepte und Eindrücke zu reden als über, äh, Fakten? Details können ja auch schon wieder interessant sein.


To the Moon hat die seltsame Rolle, mein Go-To-Spiel zu sein, wenn ich erkläre, warum ich PC-Gaming meganervig finde, weil ich das Spiel auf den letzten beiden PCs, die ich hatte, nicht zum Laufen kriegen konnte. :D Wird aber bald mal wieder Zeit, irgendwann werde ich es noch spielen.

Lynx
05.02.2018, 19:13
Sunshine Show. :D


Werde Deinen Rat aber erstmal annehmen und etwas Zeit vergehen lassen. Vielleicht hat mich die Vogelgeschichte auch so wenig berührt, weil To the Moon einfach nen ziemlich hohen Maßstab gelegt hat, und man da einfach schwer gegen konkurrieren kann?

Ja, genau daran dachte ich auch. Bestimmt würde dir Finding Paradise immer noch deutlich besser gefallen als A Bird Story, aber ein bisschen Zeit schadet sicher nicht, damit es seinen eigenständigen Effekt entfalten kann.


Die Geschichte von To the Moon ist stellenweise sicherlich kitschig, aber gerade die (IMO) Vielschichtigkeit des Endes mit den verschiedenen Sachen, die man daraus ziehen kann, war großartig. Aber, wie das bei mir nun mal so ist - ich sehe eher die negative Seite der Ereignisse. Während ich auch von anderen gehört habe, dass sie die Szene bei welcher John und River am Ende zum Mond fliegen als ziemlich positiv gedeutet haben.[/COLOR]

Ich war auch extrem fasziniert, wie mir das Ende als kitschig schön präsentiert wurde, obwohl es doch so bitter war. Die Tatsache, dass diese Erinnerungen für River niemals Wahrheit werden konnten und sie nun mal das Leben bis zu ihrem Tod so geführt hat, wie wir es zuerst gesehen haben, hat mir echt das Herz gebrochen. Aber gleichzeitig ist es eben irgendwie auch ein Happy End, bzw. kann man ja auch was daraus ziehen, dass Johnny und River sich in unterschiedlichen Varianten des Lebens immer gefunden haben und ihre Bindung demnach stärker war als viele Unannehmlichkeiten. Also ja, da gibt es viel worüber man da nachdenken kann.^^

Ich lese btw. sowieso hauptsächlich nur Berichte zu Spielen, die ich bereits kenne, um mich eben nicht zu spoilern.^^ Da sind die abstrakteren Beschreibungen sowieso in Ordnung, weil man es als Kenner ja irgendwo versteht.
Mir wäre allerdings auch bei Berseria (das ich nicht kenne aber auch höchstwahrscheinlich nicht spielen will) nichts Negatives an dem Bericht aufgefallen.

Sylverthas
05.02.2018, 22:56
Danke euch beiden für das Feedback. War mir da nicht so sicher, weil ich immer das Gefühl bei den Berichten habe, dass der Schreibstil recht "steif" und abstrakt ist - was in Kombination ziemlich mies werden kann^^

@Cipo: Ja, die RPG Maker Engine kann ein wenig haklig sein. Zum Laufen hab ich sie zwar gekriegt, aber minimieren und solche Späße bergen schon ein gewisses Risiko - war nicht so richtig stabil. Würde Dir absolut empfehlen, dem Spiel ne Chance zu geben, auch wenns für Dich ne technische Katastrophe ist *g*


Ich war auch extrem fasziniert, wie mir das Ende als kitschig schön präsentiert wurde, obwohl es doch so bitter war. Die Tatsache, dass diese Erinnerungen für River niemals Wahrheit werden konnten und sie nun mal das Leben bis zu ihrem Tod so geführt hat, wie wir es zuerst gesehen haben, hat mir echt das Herz gebrochen. Aber gleichzeitig ist es eben irgendwie auch ein Happy End, bzw. kann man ja auch was daraus ziehen, dass Johnny und River sich in unterschiedlichen Varianten des Lebens immer gefunden haben und ihre Bindung demnach stärker war als viele Unannehmlichkeiten. Also ja, da gibt es viel worüber man da nachdenken kann.^^
Gerade der vorletzte Satz von Dir wird ja doch auch recht gut im Song Everything's Alright wiedergegeben. Finde halt auch die Tatsache, dass
es für River eben nicht alles so toll lief, und er am Ende halt einfach die Zeit mit ihr komplett vergisst - ersetzt durch diese falschen Erinnerungen - ziemlich hart. Aber gut, zumindest erinnert er sich wohl wieder an das Versprechen vor seinem Tod. Auch wenn das River nicht so viel hilft. Ich denke, wie positiv/negativ man das Ende ansieht hängt auch davon ab, ob man das lieber aus Johns oder Rivers Perspektive betrachten möchte. Da ich River für die interessantere Person in der Geschichte halte nehme ich da wohl ihren Standpunkt ein - und sie ist halt einfach gestorben ohne ihn daran erinnern zu können.

Ich bin immer noch beeindruckt, wie sehr mich die Szene getroffen hat, als die Vergangenheit der beiden ausgelöscht wurde - der Song trägt da halt auch immens viel bei, weil der einfach so... naja, eigentlich gar nicht passt, aber dann doch irgendwie exakt. Dabei war schon klar, dass John und River sich beide am Ende doch nochmal wiedersehen werden. Das interessante hier ist ja auch - obwohl es kitschig ist - ist das sogar einer der nachvollziehbarsten "Zufälle". Denn es ist ja nun mal so, dass alles auf Johns Erinnerungen und Vorstellungen basiert. Und er will, dass River wieder in sein Leben kommt.

Ist halt auch eine recht unkonventionelle Liebesgeschichte, weil man sich die meiste Zeit über nicht sicher sein konnte, wie sehr die beiden sich überhaupt mögen. Das Ende zeigt das dann aber durchaus und Everything's Alright bestätigt das noch mal.
Glaube das Game hat mich irgendwie gebrochen. Eigentlich gushe ich ja nicht so über Games ab, selbst wenn sie mir gefallen haben :\

~Jack~
05.02.2018, 23:22
Glaube das Game hat mich irgendwie gebrochen. Eigentlich gushe ich ja nicht so über Games ab, selbst wenn sie mir gefallen haben :\
Ich sehe das Problem nicht :o Dafür bin ich aber froh, dass Laura Shigihara auch für Finding Paradise noch dazu gekommen ist einen Song zu komponieren. Den hat sie nämlich erst Anfang Dezember fertiggestellt, also kurz vor Release des Spiels. Er fasst die Story aber auch sehr schön zusammen, was das Ende natürlich nochmal ein ganzes Stück emotionaler macht. Es gibt zwar auch einen anderen Song der eventuell hätte genutzt werden können und der nur auf dem Soundtrack zu finden ist, aber ich weiß nicht ob der ganz so effektiv gewesen wäre. Ein Grund mehr Rakuen zu spielen xP Auch wenn sie da nicht alle Stücke selber singt.

Narcissu
06.02.2018, 00:53
Was den abstrakten Spiel betrifft: Das Thema hatte ich ja auch schon in Kaels Thread angesprochen und ich war mir auch immer unsicher, wie das von Leuten empfunden wird, die das Spiel nicht kennen. Ich selbst bevorzuge aber so einen Stil. Konkrete Infos, die zu sehr ins Detail gehen, finde ich meist eher langweilig, außer es geht um was richtig Spannendes – aber dann will ich es meist vorher gar nicht wissen. ^^ Aus diesem Grund schreibe ich auch lieber, ohne zu sehr auf konkrete Inhalte einzugehen, wobei hin und wieder konkrete Beispiele natürlich hilfreich sind. Dein Berseria-Eintrag las sich für mich auch gut verständlich, obwohl ich das Spiel nicht kannte. Also passt, würde ich sagen. :)

Rusk
06.02.2018, 12:36
@Rusk:
Das ist echt ne gute Frage. Da es ja, wenn Narcissu fertig damit ist, bald drei qualitativ hochwertige Berichte zu dem Spiel gibt, bin ich nicht sicher, ob ich da noch irgendwas mit nem vierten beitragen kann. Wenn ich durch bin lese ich mir eure noch mal durch und entscheide dann. Vielleicht beteilige ich mich auch einfach nur an den Diskussionen in euren Threads dazu :)
Ansonsten wird bald einfach wieder gewürfelt und geschaut, was diesmal schönes bei rumkommt. Und das ist nicht mal ironisch gemeint, bei den Berichten, die ich bisher verfasst habe - aber das kommt halt davon, wenn man größtenteils nur Sachen auf die Liste nimmt, die man spielen wollte *g*

Hoffentlich lässt dich der Zufall nicht auf die Nase fallen, denn ich sehe du hast bspw. Tales of Zestiria und I am Setsuna in deiner Liste. Da du ja bereits Tales of Berseria durch und ja auch einiges in Lost Sphear gesehen hast, hast du in meinen Augen die eindeutig besseren Nachfolger gespielt. Da dürftest du doch hier und da etwas mit der Qualität der Vorgänger zu kämpfen haben - besonders bei Zestiria. Natürlich lasse ich mir gern eines Besseren belehren, Geschmäcker sind ja verschieden. Und die Lust möchte ich dir ja auch nicht nehmen. ;)

Sylverthas
07.02.2018, 00:07
@Jack:
Ja, Du hast Recht. Ihre Performance hat zumindest bei To the Moon ne Menge rausgeholt :A
Werd Rakuen dann wohl mal mit auf die Liste an Games nehmen, die ich in Zukunft plane zu spielen - das ist auch eher ein Tearjerker?

@Narcissu:
OK, das liest man doch ganz gerne. Problem mit solchen Berichten ist ja, dass es immer so ne Gratwanderung ist - was für einen kein sonderlicher Spoiler ist, ist für den anderen schon viel zu viel. Manche wollen sicher auch nicht, dass man ihnen Konzepte von Spielen erzählt - aber bei manchen Spielen (wie z.B. To the Moon) kommt man da eigentlich nicht drum rum, weil so ein Bericht sonst IMO ein wesentliches und interessantes Kernthema verschweigt. Bei Berseria hingegen fand ich, dass man schlecht erklären kann, wieso die Story / das Spiel überhaupt interessant ist, ohne darauf einzugehen. Am Ende kann so ein Wissen das Spiel ja gegebenenfalls auch interessanter machen für Leute, denen es vorher am Arsch vorbeiging.

@Rusk:
Ja, das ist so das Ding mit Zufall. Aber für mich war das eine gute Wahl, weil ich mich immer schwer entscheiden kann. Und wenn man sich am Anfang den Vorsatz macht, dass man würfelt und das Ergebnis akzeptiert, dann fällt das zumindest mir einfacher. Btw. hab ich viel mehr Angst vor "Perlen" wie Valkyria Revolution. Wenn das kommt, wird der Threadtitel aber schleunigst wieder umbenannt ^_O


Btw. habe ich nen Kumpel schon würfeln lassen. Die bisherigen Titel aus der Reihe, aus der das Game kommt und die ich gespielt habe, hatten nen echt fetten Soundtrack - hoffe das ist hier ebenso. Soweit ich das mitbekommen habe, spielt man hier aber nicht mit dem selben Charakter aus den mir bekannten Teilen. Denke das sollten genug Infos sein *g*

~Jack~
07.02.2018, 00:21
@Jack:
Ja, Du hast Recht. Ihre Performance hat zumindest bei To the Moon ne Menge rausgeholt :A
Werd Rakuen dann wohl mal mit auf die Liste an Games nehmen, die ich in Zukunft plane zu spielen - das ist auch eher ein Tearjerker?
Ja, da sind mir auch ein paar Mal die Tränen gekommen :o Auch wenn es bis dahin ein bisschen länger gedauert hat, schon weil es in Sachen Gameplay ein bisschen mehr zu tun gibt (Rätsel lösen, zum Beispiel) und ich die späteren Stories trauriger fand als die ersten beiden. Das einzige was mich, außer einer kleinen storytechnischen Sache, etwas gestört hat ist die langsame Laufgeschwindigkeit. Weiß nicht ob da noch was dran geändert wurde, aber ich vermute mal nicht.


Btw. habe ich nen Kumpel schon würfeln lassen. Die bisherigen Titel aus der Reihe, aus der das Game kommt und die ich gespielt habe, hatten nen echt fetten Soundtrack - hoffe das ist hier ebenso. Soweit ich das mitbekommen habe, spielt man hier aber nicht mit dem selben Charakter aus den mir bekannten Teilen. Denke das sollten genug Infos sein *g*
Ys Origin! (nicht Origins, wie in deiner Liste :-O) Müsste ich eigentlich auch nochmal spielen weil ich erst zwei der drei Routen durchgespielt habe. Irgendwann mal :D

Sylverthas
13.02.2018, 23:18
Nicht, dass ich so lange warten wollte um das Offensichtliche zu enthüllen, aber....

Ys Origin! (nicht Origins, wie in deiner Liste :-O) Müsste ich eigentlich auch nochmal spielen weil ich erst zwei der drei Routen durchgespielt habe. Irgendwann mal :D
Jack hat natürlich Recht! Und daraus, wie oft ich den Namen des Games falsch schreiben werde, kann man nun wohl ein Trinkspiel machen ^_O

Habe gerade mal den Selection Screen aufgemacht, und man muss sich ja am Anfang entscheiden. Sind das nur Gameplay Unterschiede, oder sollte man für die volle Story mit beiden durchspielen? Gibts ne bevorzugte Reihenfolge, damit die Story besser "fließt", wies z.B. bei Xilia war? Würde sonst erst mal den Typen wählen, weil das Mädel mir nach dem eher klassischen Ys Gameplay aussieht und ich mir das daher "aufheben" möchte. Außer, da gibts halt größere Einwände.

Btw. die Optionen sind auch schick. Minimum Frame Rate? Falls die FPS mal zu tief fallen, ja? Nicht, dass ich ein Spiel je auf 12 FPS zocken wollen würde, aber hey... to each their own?
Und irgendwie ist ne Checkbox für 32-bit Textures ja fast schon süß.

~Jack~
14.02.2018, 01:01
Sind das nur Gameplay Unterschiede, oder sollte man für die volle Story mit beiden durchspielen? Gibts ne bevorzugte Reihenfolge, damit die Story besser "fließt", wies z.B. bei Xilia war? Würde sonst erst mal den Typen wählen, weil das Mädel mir nach dem eher klassischen Ys Gameplay aussieht und ich mir das daher "aufheben" möchte. Außer, da gibts halt größere Einwände.
Die haben allesamt eine andere Story zu bieten und es gibt dadurch auch ein paar Änderungen wie das Spiel an sich abläuft, aber insgesamt machen sie trotzdem größtenteils das selbe, weswegen es etwas anstrengend sein kann sie direkt hintereinander zu spielen. Theoretisch müsstest du das aber auf jeden Fall zweimal machen, weil es gibt einen Charakter der erst bei zweitem Mal verfügbar wird, und nur mit dem kannst du den wahren Endboss bekämpfen, wodurch dessen Route schlussendlich das Canon Ending für Ys 1+2 darstellt. Von daher dürfte egal sein ob du erst Hugo oder Yunica spielst. Aber wie du schon bemerkt hast spielt Yunica sich halt eher wie Adol. Von daher wäre Hugo halt ein bisschen anders und scheinbar auch leichter, wobei mir sein Kampfstil persönlich nicht so zugesagt hat.

Klunky
14.02.2018, 06:37
Ich hatte auch wenig Spaß mit dem Kampfstil von Hugo. Ich hatte den zuerst genommen, bin dann aber nach dem 1. Dungeon umgeswitched, passt wie ich finde überhaupt nicht zum YS Gameplay die Gegner Tod zu ballern und viele Bosse spielen sich im Nahkampf einfach befriedigender. Mein Tipp wäre daher Hugo auszulassen und das Spiel im Nachhinein noch mal mit dem 3. Charakter zu spielen. Da sein Durchgang letztendlich von allen 3 der kanonische ist und es eine kleine Überraschung am Ende gibt.

Nayuta
14.02.2018, 11:15
Hugo ballert halt seine Energiebälle und spielt sich daher mit einer höheren Reichweite als Yunica, ansonsten unterscheiden sich die Charaktere gar nicht mal sooo stark voneinander, da sie z.B. auch recht ähnliche Skills bekommen.

Wenn es dir ums Gameplay geht würde ich Yunica > Hugo > dritter Charakter vorschlagen, einfach weil sich Yunica und der dritte Charakter gameplaymäßig kaum unterscheiden. Zumindest wenn du alles vom Spiel sehen möchtest, ein gewisses Interesse für die Vorgeschichte zu Ys 1 und 2 sollte aber schon vorhanden sein, da man im Grunde dreimal das gleiche macht. Hugo würde ich auch nicht auslassen, da er ein wichtiges Bindeglied für die Hauptakteure im Spiel ist, wichtiger noch als Yunica. Und wenn du das Dungeon Layout und die Boss-Strategien kennst geht ein Durchgang sowieso nur ein paar Stunden.

Was den Ablauf betrifft so kann es sein dass Charakter A und B sich im Spiel begegnen und Charakter B ihm einen Gegenstand zum Weiterkommen gibt. An diesen Stellen ergänzen sie sich da man dann später mit Charakter B sehen kann wie er an diesen gekommen ist. An anderen Stellen aber widersprechen sie sich, z.B. wenn man mit allen die gleichen Fallen entschärfen und die gleichen Hauptbosse bekämpfen muss.

Sylverthas
16.02.2018, 23:43
Wenn es dir ums Gameplay geht würde ich Yunica > Hugo > dritter Charakter vorschlagen, einfach weil sich Yunica und der dritte Charakter gameplaymäßig kaum unterscheiden. Zumindest wenn du alles vom Spiel sehen möchtest, ein gewisses Interesse für die Vorgeschichte zu Ys 1 und 2 sollte aber schon vorhanden sein, da man im Grunde dreimal das gleiche macht. Hugo würde ich auch nicht auslassen, da er ein wichtiges Bindeglied für die Hauptakteure im Spiel ist, wichtiger noch als Yunica. Und wenn du das Dungeon Layout und die Boss-Strategien kennst geht ein Durchgang sowieso nur ein paar Stunden.
Interesse an der Vorgeschichte ist definitiv da, ich muss dann einfach mal sehen, wie es motivationstechnisch am Ende aussieht. Wobei ich nun durchaus die drei Durchgänge anpeilen werde und das hoffentlich auch packe.

Btw. mein erster Eindruck als ich das Spiel angefangen habe:


https://i.imgur.com/zVlANdH.jpg

Ist Ys jetzt ein Theaterstück, oder doch einfach etwas mit der Skybox schiefgelaufen? :D

Habe jetzt erstmal mit den beiden Chars den ersten Boss geplättet. Mit Yunica interessanterweise viel weniger Probleme gehabt. Bei Hugo kommt bei mir wohl die Panik dazu, wenn man nen Fernkämpfer spielt und der Gegner die halbe Zeit in your face ist. Yunicas Gameplay fühlt sich hier auch viel wuchtiger an, was ein wenig schade ist - man kann auch Fernkämpfer so designen, dass sich die Angriffe gut anfühlen, aber das ist bei Hugo momentan noch nicht der Fall. Irgendwie ist das so ein "pew pew", während Yunica halt schon den schönen Whirlwind bekommt und auch mit den Sprungangriffen was hermacht.


https://i.imgur.com/VgQK0DR.jpg https://i.imgur.com/M4A2m1v.jpg

Auch schön, dass man mit Hugo gegen diese "Epona" kämpft, welche in beiden Stories vermutlich relevant ist, während Yunica gegen... irgendeinen Dämonen kämpft? Zugegeben, das Design vom Dämon ist ganz in Ordnung, aber... echt? Naja, immerhin musste Yunica nicht so lange in diese seltsamen, toten Augen blicken, welche die NPC Sprites hier haben


https://i.imgur.com/Ea93mkh.jpg

Btw. interessant, dass Hugo als erste Fähigkeit nen Schild bekommt, während Yunica rumwirbeln kann. Glaube nicht, dass ich die beiden Handlungen weiter parallel spiele, weil das Game dann wohl doch etwas monoton werden könnte. Da mir Hugo derzeit nicht so gut gefällt wird Yunica wohl weiter verfolgt. Auch wenn ich sie von ihrer Art nicht so sehr mag, aber Hugo ist bisher auch kein herausragender Char, also... who cares. Und am Ende kommts eh größtenteils darauf an, dass die Mucke rockt und das Blut (^_O) fließt...


https://i.imgur.com/Ti3jVgO.jpg

... was mit Yunica definitiv spektakulärer ist ^_^

Sylverthas
18.02.2018, 23:43
Das ganze Game findet in diesem Turm statt, oder?

Eigentlich fand ichs bei den Ys Spielen (also Teil 1 und 2, mehr hab ich nicht gespielt^^) ja immer ganz nett, dass sie IMO recht gutes Worldbuilding (gerade für die Zeit, zu der sie raus kamen) betrieben haben. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass die Welt der Spiele so viel größer ist - was natürlich durch die Tatsache, dass es mittlerweile haufenweise Teile gibt, welche in vielen Ländern der Welt spielen, bekräftigt wird. Daher ein wenig schade, dass hier wohl alles in dem Turm stattfindet.

Am Anfang fand ich ja die Außenansichten relativ unspektakulär. Mittlerweile ists aber schon interessant, wie einem dadurch die Höhe vermittelt wird, auf welcher man sich gerade befindet


https://i.imgur.com/qEF6XE8.jpg https://i.imgur.com/JfjPJ9w.jpg

Bin jetzt bei Rado's Annex angekommen. Nicht zu überraschend, dass der Turm, den man in Ys I besucht, der gleiche ist, den man hier erklimmt - auch wenn sich das Innenleben leicht verändert hat. Die ersten beiden Ys Teile fand ich damals, als ich sie durchgespielt habe, recht spannend. Gerade wenn man sie im zeitlichen Kontext betrachtet ist die Geschichte der Spiele schon ganz ordentlich, auch wenn viele Leute die Games wohl eher mit dem Action-Anteil in Verbindung bringen. Und eigentlich erzählt einem Ys II ja schon im Wesentlichen, was in Ys Origin passieren wird *g*

Werde jetzt keine großen Vergleiche beim Gameplay zwischen Ys I/II und Origin anstellen, weil das doch schon ne ganz andere Nummer ist. Hier ists halt ein ordentliches A-RPG mit dedizierten Angriffsknopf. Weiß gar nicht, ob das Gameplay aus I und II überhaupt in einem weiteren Ys Teil noch mal verwendet wurde, oder Ys III bereits zu dem eher gewöhnlicheren Layout übergegangen ist, bei dem man nicht wie ein Depp in die Gegner reinrennt :D
Wobei die ersten beiden Teile auch ohne nen Angriffsknopf durchaus harte Bosskämpfe liefern konnten. Welche auch in Origin die Highlights sind. Unter den normalen Mobs hab ich aber auch bereits meine Hassgegner in Form von Kakerlaken gefunden


https://i.imgur.com/jzbluQm.jpg

Und immer überlebt eine davon, welche ich erst bemerke, wenn die HP von Yunica immer weiter sinken >_>

Die Bossfights sind bisher echt spaßig und abwechslungsreich. Es scheinen sich immer "kleinere" Bosse mit den großen Dämonen abzuwechseln. Letztere sind auch immer richtig schön bildschirmfüllend und imposant


https://i.imgur.com/lWjFnzM.jpg


Mehrere "Phasen" dürfen auch nicht fehlen, wobei das bisher eher so ist, dass die Gegner ab 50% der HP neue Angriffsmuster bekommen und nicht komplett digitieren oder sowas. Die Mucke in den Bossfights hyped einen selbstverständlich auch ziemlich hoch. Gutes Zeug. Frag mich ein wenig, ob Bosse hier auf höheren Schwierigkeitsgraden auch neue Moves bekommen. Spiele, wie häufig, auf normal. Das bisherige Highlight war wohl der Tausendfüßler, weil die Arena selbst auch interessant war. Nebenbei kann man da die Kampflänge ziemlich gut durchs eigene Tempo beeinflussen, was nicht bei allen Bossen der Fall ist (z.B. der Lavadämon... ziemlich langer Kampf).

Wenn ich gerade von Bossen spreche... bei dem Kampf, bevor man das Feuerschwert bekommt, gegen den Typen, der immer mit Epona zusammen ist - konnte man den gewinnen? Irgendwie hat er mich so schnell plattgemacht und danach ging das Spiel auch normal weiter. Aber der Kampf kam mir dennoch nicht so vor, als wäre es komplett unmöglich. Häufig sind diese "supposed to lose fights" ja so gebalanced, dass man sofort merkt, dass man gar keine Chance hat - das war hier nicht so.

Um noch mal zum Turm zurückzukommen: Eigentlich bin ich kein Fan von RPGs, die sich im wesentlichen auf eine Location beschränken. In dem Sinne wird Ys Origin wohl auch langfristig kein Favorit von mir werden, aber zumindest haben sie sich bemüht die einzelnen Abschnitte des Turms divers genug zu gestalten. So muss man im Wasserteil beispielsweise schwimmen und aufpassen, dass man nicht SCHON WIEDER in Stacheln reinknallt (^_O). Am Besten haben mir bisher die Sandebenen gefallen, weil es dort auch ein paar kleinere Sprungpassagen und Fallen gab und die Manövrierfähigkeiten etwas mehr gefordert werden. Aber gut, die Fallen kann man mit einem Upgrade so ziemlich aushebeln. Leider gibts dort vermehrt Gegner, die nervig zu bekämpfen sind, weil sie sich z.B. teleportieren oder eingraben.

Glaube Yunicas Moveset ist jetzt im Wesentlichen vollständig (bis auf Supportitems), und das fetzt schon ganz ordentlich. Gerade der Feuerangriff mit ihrem Schwert ist nicht ohne. Aber auch herumwirbeln macht Laune - lediglich den Blitzangriff verwende ich recht selten. Eigentlich nur für Gegner, die sonst zu nervig zu treffen sind - was vielleicht auch die Intention war? Muss das Spiel insgesamt dafür loben, dass es mit relativ wenig Gameplayelementen durchaus für einige interessante Sachen sorgt. Aber - zumindest von Teil I, II und Origin ausgehend - scheint das so ziemlich das Motto der Ys-Reihe zu sein *g*

Die Story: Es wird zwar ganz gut gelabert, dafür, dass es im Herzen ein Dungeoncrawler ist. Aber so richtig spannend ists bisher dann auch noch nicht gewesen. Yunica hatte zwischendurch ne kurze Depri-Episode, die mich ziemlich überrascht hat. Generell scheint das Selbstbewusstsein von dem Mädel so ungefähr auf meinem Niveau zu (also praktisch nicht vorhanden ^_O). Sie findet als eines der tollen Artefakte im Turm das Schwert ihres Vaters, bei dem ich mich gefragt habe, ob die Dämonen so zum Spaß ihre "Errungenschaften" dort aufstellen - vermutlich sind die anderen beiden Elementarwaffen, die man gefunden hat, auch aus deren Beutezügen?

Irgendwie ist die Story bisher auch schwer ernst zu nehmen. Yunica wird von allen immer wie eine Anfängerin behandelt, obwohl sie die einzige ist, die so richtig was reißt und einen großen Dämon nach dem anderen wegkloppt. Und auf ihrem Streifzug haufenweise mächtige Artefakte einsammelt. Generell scheinen sich die ganzen NPCs die Eier zu schaukeln und es kommt nie so richtig rüber, *was* die jetzt eigentlich da tun. Manchmal begegnet man denen, aber wenn man sie nicht gerade retten muss, dann stehen die einfach irgendwo in der Kante rum und trauen sich nicht weiter, wie z.B. jetzt vor dem , Annex wo man Hugo trifft. Was hat der denn bisher gemacht?
Wär ganz gut gewesen, wenn man dem Spieler besser verkaufen würde, dass die NPCs auch irgendwie nützlich sind. Sonst lässt das alle anderen des Rettungsteams wie total unfähige Trottel dastehen, wenn eine angebliche Anfängerin denen den Rang abläuft.

Glaube für die Mucke muss ich mir noch mal ein paar Stücke von Ys I und II reinziehen. Bisher gefällt mir der OST hier ganz gut. Glaube aber, dass der von den ersten beiden Teilen noch etwas mehr gepumpt hat. Nicht ganz sicher. Vor dem Abschlussbericht werde ich mir das definitiv noch mal aufs Ohr geben.

Narcissu
19.02.2018, 10:53
Jap, das ganze Spiel findet in dem Turm statt. Ist leider etwas abwechslungsarm, aber für die Länge fand ich es noch okay.

Das Bump-System wurde sogar bis Teil 4 verwendet, wobei III es afaik nicht auf die Weise hatte, da es ja eher das Zelda II unter den Ys-Spielen ist. Mag das Bump-System eigentlich auch ganz gerne und finde es sogar recht gut gealtert, auch wenn man damit natürlich letztlich weniger anstellen kann und es gut ist, dass die Serie in den 3D-Teilen ein "Hack'n'Slashigeres" System hat.

Ich hatte das Spiel übrigens nur mit dem Mädel gespielt. 15 Stunden (wobei man es sicher auch in 10 durchspielen kann) mal drei war mir dann doch zu viel. Und jup, fand auch einige Bosskämpfe ziemlich gut (besonders das Insekt vom Screenshot).

Hast du Felghana schon gespielt? Das hat imo die besten Bosskämpfe der Serie.

Das Ending ist übrigens sehr schön, wenn man Ys I & II kennt.
Und wo du die Musik erwähnst: Sehe gerade, dass Ys Origin der einzige OST von den gespielten Spielen ist, den ich gar nicht in meiner Bibliothek habe. Kann mich rückblickend auch nicht mehr an viel verändern. Mochte an Ys aber auch oft die Stücke, die nicht in den Dungeons spielen, sondern in den Dörfern oder Szenen, wovon man in Origin natürlich weniger hat.

Sylverthas
22.02.2018, 22:12
So, bin jetzt mit Yunica durch, die ingame Spielzeit beträgt etwa 8:15 (wegen Save vorm Bosskampf + Abschlusssequenz nur etwa) - meine Steam Zeit ist bei 20h, aber da ich Spiele sehr häufig im Hintergrund habe während ich was anderes mache ziehe ich die mal nicht als die "wahre" Zeit ran *g*


@Narcissu: Ja, für die Spielzeit ist der Turm schon in Ordnung. Hätte aber dennoch ein paar andere Locations auf der Oberwelt noch gern gesehen - hätte man auch recht viele "Erinnerungen" zu Ys I nutzen können. Naja, an sich ist der Turm ja schon irgendwie abwechslungsreich. Wäre halt ganz cool gewesen, wenn das Design irgendwie doch noch mehr abgewichen wäre - bei Diablo 1 hatte man unter den Katakomben ja auch noch ganz andere Gewölbe und das hat ja auch nur an einer Location gespielt.

Das Insekt war ziemlich cool. War für mich auch der schwerste Kampf (mit Yunica - mit Hugo war das Vieh ne Lachnummer^^) neben dem Endboss. Ansonsten würde ich Normal als etwas leicht bezeichnen - bei normalen Gegnern glaube ich nie gestorben, kein Boss ein wirklicher Roadblock und der Endboss hat ein wenig angezogen. Hoffe, dass die höheren Schwierigkeitsgrade auch gut sind, für die Leute, die daran Spaß haben. Aber da ich das Game drei Mal durchspielen werde musste das hier nicht unbedingt sein.

Und Felghana habe ich nur mal angefangen gehabt, nachdem Ys I und II durch waren. Aber recht schnell aufgehört - wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt Ys über gehabt. Glaube nur den ersten Boss besiegt, also noch nicht viel erlebt von den coolen Bossen. Das Ending von Origins ist eine gute Überleitung zu den Ereignissen von Ys I und II - auch wenn ich nicht sicher bin, ob Yunica, Hugo und co. da noch Relevanz hatten (wohl keiner mehr am Leben, aber referenzieren die beiden Spiele da irgendwas? Kann ich mich echt nicht erinnern. Vielleicht irgendwo in Nachnamen von NPCs oder so? Aber zumindest kommen ein paar der Bösen in Ys II wieder *g*)


Der Abschlussbericht kommt dann, wenn ich mit den anderen beiden Chars durch bin. Ganz nett ist ja, dass man deutlich andere Dialoge mit Yunica und Hugo bei den Bossen und NPCs hat. Man erfährt auch mehr von z.B. Epona und andere Facetten von The Claw. Denke, da das Spiel recht kurz ist, lohnen sich die mehreren Durchgänge schon durchaus. Zusätzlich haben Hugo und Yunica ja auch stark unterschiedliches Gameplay, was zumindest für mich noch genug Abwechslung bringt.

Ansonsten hätte ich ehrlich gesagt erwartet, dass sich die Pfade der Charaktere doch noch ne ganze Ecke mehr kreuzen, als sie es hier tun. Die Suchparty ist IMO auch viel zu groß, dafür, dass jeder Char vielleicht 1-3 Szenen bekommt und kaum ausgefleischt wird. Und dass ich sie für fast gänzlich nutzlos halte hab ich im vorherigen Beitrag schon erwähnt. Irgendwie hab ich bei der Szene, in der Yunica zum Ritter gemacht wird lachen müssen, weil alle so tun, als wäre das zu früh - HOLY FUCK, sie hat bis zu dem Zeitpunkt als einzige in dem Turm richtig was gerissen. Was wollt ihr denn noch mehr? Selbst das "Rätsel" mit dem Dämonenring hat das Mädchen, was immer als irgendwie auf den Kopf gefallen abgetan wird, gerockt - und die Magier haben sich vor der Tür nur den Kopf gekratzt. Hier eine kleine Gallerie für Charaktere und Aussagen, die ein FU verdienen:


https://i.imgur.com/gbyp7kJ.jpg https://i.imgur.com/9ezlAq7.jpg
https://i.imgur.com/SIi72Jv.jpg https://i.imgur.com/pflmGn5.jpg

Klar, trashtalked die arme Yunica nur... sie haut euch "erfahrene" Ritter und Magier trotzdem alle im Dämonenkillen weg >_>

Dann die Bösen... dunno, einfach nur massiv blass. Das war vielleicht in Ordnung für Ys I und II, welche vor Ewigkeiten rauskamen, aber für ein Spiel von 2006 erwarte ich doch irgendwo mehr - vor allem, wenn es gar nicht mal so wenig Dialoge hat. Manche "Motivationen" kamen mir fast so vor, als würden die Entwickler das selber nicht so ernst nehmen, z.B.


https://i.imgur.com/wV7oujp.jpg https://i.imgur.com/ycNKA2B.jpg
https://i.imgur.com/gnlRBOb.jpg


Bei dem Kampfsystem hat sich dann am Ende nicht mehr viel verändert. Es kommt noch ein Burst Move dazu, der sehr gut im Aufräumen von kleinen Gegnern ist. Hab das Gefühl, dass der Feuerangriff irgendwie zu stark ist. Hab den zu 90% benutzt, außer halt bei Gegnern, die dagegen nicht empfindlich waren.


https://i.imgur.com/EbQZQEo.jpg

Dass er ein Distanzangriff ist, die aufgeladene Form eine hohe Spannweite hat und Gegner zurück stößt macht ihn ziemlich mächtig. Das Feuerschwert ist auch eine ganz gute Waffe, aber da hab ich die Axt wegen der Geschwindigkeit doch irgendwie bevorzugt.

Kurzes Wort zum UI: Ich mag es, dass alle relevanten Infos so kompakt an eine Stelle platziert wurden. Manche J-RPGs tun sich da schwer und platzieren diese an allen Ecken des Bildschirms, aber so wie hier muss das IMO aussehen - mit einem Blick hat man die wesentlichen Infos über seinen Charakter. Eine grafische Anzeige für die Bonuseffekte wäre vielleicht noch gut gewesen, weil man den Text eben nicht so schnell parsen kann und die Anzeige der angerüsteten Items ist irgendwie redundant.


Bei Hugo bin ich auch bereits an den ersten beiden großen Dämonen vorbei, welche sehr einfach waren und bereits im Feuerabschnitt. Bin am Überlegen, ob ich den Kampf gegen The Claw mal versuchen sollte zu gewinnen - sollte möglich sein, auf etwa 2/3 hatte ich ihn bereits beim ersten Versuch.

Ὀρφεύς
22.02.2018, 22:20
Hervorzuheben ist hier die von Velvet, Phi und Eleanor. Phi macht das meiste (persönliche) Wachstum während der Reise durch und hat einige starke Szenen im späteren Spielverlauf. Das Banter zwischen Velvet und Magilou ist erstklassig, denn letztere sorgt in der ernsten Gruppe für die nötige Zynik um Velvets einfältiges Verhalten zu kommentieren.

Kleines Problem, welches ich mit Phi und Eleanor hatte, die drängen sich ein wenig zu sehr in den Mittelpunkt.
Phi ist oft der kleine Junge der von jeden umsorgt wird und Eleanor stellt wohl die gute Seele im Team da.
Beides ist verzeihbar, nur an einigen wenigen Stellen im Spiel hätte man die zurückpfeifen müssen.
Phi z.B. rennt SO oft immer drauflos, will helfen und muss anschließend gerettet werden und Eleanor kommentiert dabei alles in ihrer über fürsorglichen Art und 1x musste ich mir echt am Kopf packen.
Dann, zum Ende hin, wurden am Anfang erwähnte Kleinigkeiten oft hervorgeholt, wo ich mich gerade in den letzten Stunden gefragt habe, woher plötzlich dieses Interesse kommt Dinge immer wieder erwähnen zu müssen?

Beispiele:

- Velvet und ihre Quiche.
- Teresa und ihre Quiche (1x reichte wohl nicht).
- Phi und sein Kompass.
- Phi und sein Mabo-Curry.
- Phi und sein Ruder.
- Phi und die Frauen (Gott, der Junge ist knappe 12 bzw. 3).
- Bienfu und die Frauen.
- Eizen und sein Kredo.
- Zaveid und sein Kredo.
- Rokurou und seine Schwerter.
- Rokurou und sein Alkohol.
- Eleanor und ja... ihre Art halt.

Nicht falsch verstehen, jeder Charakter hat seine Eigenarten und fallen die nicht groß ins Gewicht und im direkten Vergleich mit vielen anderen JRPGs ist das in Berseria noch human, aber gerade in den letzten Stunden hat man das alles ein klein wenig übertrieben.
Aber zu Magilou ist mir nichts eingefallen.:D

Und Velvet nicht mitgezählt war Eizen mein liebster Charakter, dicht gefolgt von Magilou.
Dabei war der mir ganz am Anfang nicht sonderlich sympathisch.
Außerdem ist mir erst jetzt aufgefallen, das Zaveid in Zestiria vorkommt und hätte schon Lust das jetzt nach Berseria eine zweite Chance zu geben, wenn der Anfang bloß nicht so mies gewesen wäre.

Klunky
22.02.2018, 22:36
Also den Schwertkämpfer konnte man mit Yunica schon besiegen, ist allerdings wie du wohl selbst schon gemerkt hast sehr schwer und man hat sogesehen nur einen Versuch wenn man nicht wieder durch die Cutscene möchte beim neu laden.
Gibt als Belohnung eine veränderte Sequenz und.... ein Achievment.

Die Bösen werden in Toals Storypfad ein bisschen besser charakterisiert.

Sylverthas
22.02.2018, 23:13
Kleines Problem, welches ich mit Phi und Eleanor hatte, die drängen sich ein wenig zu sehr in den Mittelpunkt.
Phi ist oft der kleine Junge der von jeden umsorgt wird und Eleanor stellt wohl die gute Seele im Team da.
Beides ist verzeihbar, nur an einigen wenigen Stellen im Spiel hätte man die zurückpfeifen müssen.
Phi z.B. rennt SO oft immer drauflos, will helfen und muss anschließend gerettet werden und Eleanor kommentiert dabei alles in ihrer über fürsorglichen Art und 1x musste ich mir echt am Kopf packen.
Ja, das meinte ich auch damit, dass das Spiel "nie subtil" ist. Fand die Vernetzung der Charaktere trotzdem deutlich besser als eben die von Rokurou und Eizen, welche mir immer ein wenig "zusätzlich" vorkamen. Besonders Rokurou. Eizen ist wegen seinen Verbindungen zu Zestiria relevanter. Noch mal zur Betonung: beide keine schlechten Charaktere. Aber auch bei der Gruppendynamik kamen mir die beiden nicht besonders relevant vor. Selbst Magilou ist für mich durch ihre vielen großartigen Szenen mit Velvet viel integrierter, auch wenn sie eigentlich der Fußabtreter und Troll der Gruppe ist.

Schließlich: Velvet und Phi sind aus recht offensichtlichen Gründen ziemlich zentral, und Eleanor wird storytechnisch relevant gemacht. Aber auch durch ihre Beziehung zur Abbey. Denke, der größere Fokus auf diese drei Charaktere macht durchaus Sinn.



Dann, zum Ende hin, wurden am Anfang erwähnte Kleinigkeiten oft hervorgeholt, wo ich mich gerade in den letzten Stunden gefragt habe, woher plötzlich dieses Interesse kommt Dinge immer wieder erwähnen zu müssen?
Ein paar Sachen Deiner Liste würde ich damit erklären, dass Berseria eine Reise darstellt, welche für viele Charaktere eine gewisse Nostalgie hat - im Sinne der Erinnerungen, welche sie von früher haben und was sie verloren haben. Insbesondere natürlich Velvet, daher fand ich ihre Momente passend (wird ja auch gut durch die Szene in ihrem Heimatdorf, welche Melchior inszeniert, hervorgeholt). Das Spiel ist da auch nie subtil, aber schließt IMO bei seinen Charakteren einen guten Kreis. Bei Phi kann man wohl kritisieren, dass die Parallelen zu Velvets Bruder viel zu dick aufgetragen werden - durch so ziemlich jedes Interesse was er hat; andererseits ist ja ein Teil seiner Geschichte auch, dass er davon loskommt und seine eigene Persönlichkeit wird.

Wie gesagt, ich habe das Gefühl, dass Berseria am Ende ein sehr rundes und irgendwie dichtes Erlebnis war, auch wenn es das eigentlich gar nicht unbedingt war (so einiges an Filler Content). Und man manchmal daran ersticken könnte, wie sehr es einem bestimmte Sachen reinwürgt *g*

Wie fandest Du eigentlich die Mindbreak Szenen von Velvet? Sind natürlich auch recht dick aufgetragen und die Auflösung kam ein wenig schnell, aber irgendwie haben die mir unheimlich gut gefallen^^


Aber zu Magilou ist mir nichts eingefallen.:D
Sie ist ja auch der beste Charakter in der Tales Reihe! :D
...

Und Velvet nicht mitgezählt war Eizen mein liebster Charakter, dicht gefolgt von Magilou.
>:(



Die Bösen werden in Toals Storypfad ein bisschen besser charakterisiert.
Ah, das ist gut. Vielleicht wandelt sich mein Bild dann doch noch ein wenig bis ich mit dem Bericht anfange :D

Was den Boss angeht... ja, das mit der Sequenz davor ist das wohl das größte Problem, wenn man es immer wieder versuchen will. Muss ich mal schauen, vielleicht klappts ja^^

Winyett Grayanus
23.02.2018, 08:48
Sie ist ja auch der beste Charakter in der Tales Reihe! :D


Geht nicht - der Platz wurde schon vor Ewigkeiten an Jade vergeben (als Tales-Spiele noch gut waren).8-)

Narcissu
23.02.2018, 10:27
Ist Magilou nicht die Waifu-Version von Jade? :D

Sylverthas
23.02.2018, 11:05
Ist Magilou nicht die Waifu-Version von Jade? :D
Ist vermutlich mehr dran als es erst den Anschein macht *g*

Also, beide erfüllen IMO ähnliche Rollen in den Gruppen, weil sie konsequent die Hauptcharaktere bashen und somit deren Handlungen (auch für die Spieler) relativieren. Quasi ein wenig das Augenzwinkern der Entwickler :D

Sylverthas
25.02.2018, 20:39
Hugos Story jetzt auch beendet, hat auch nur etwa 6h (ingame Timer) gedauert - also gar nicht so viel schneller damit durch als mit Yunicas :/

Insgesamt spielt man hier natürlich den selben Käse wie mit Yunica. Ist etwas schade, dass so wenig Variation drin ist bis auf wenige Bosse, die anders sind. Hugo kam mir irgendwie overpowered vor - er hat ne große Reichweite, sein Pew-Pew-Angriff macht gerade später recht viel Schaden und ich hab selten andere Zauber außer Schutzschild verwendet - was ganz witzig ist, weil er ja ein mächtiger Magier sein soll *g*
Aber die übrigen Zauber fand ich nicht so heiß. Die Bomben sind (gerade in der aufgeladenen Form) sehr zeitabhängig und saugen sau schnell die Magie leer, und die Feuerkugeln sind eher für den Nahkampf da. In dem Sinne ists umgekehrt zu Yunica: sie hat mit dem Feuervogel nen Fernangriff bekommen, Hugo kriegt nen Nahangriff. Wobei die aufgeladene Feuerform zumindest noch Strahlen schießt. Da Hugo seine schwebenden Augen für die Zauber verwenden muss schränkt man damit gleichzeitig sein Pew-Pew-Potential ein. Hat sich für mich nur manchmal gelohnt. Rumballern und Schutzschild waren meistens ausreichend. Wobei gerade das Hämmern auf den "X"-Knopf massiv auf die Finger geht und man was Gutes fürs eigene Karpaltunnelsyndrom tut :D


https://i.imgur.com/qMevfR0.jpg https://i.imgur.com/hcgdIQu.jpg


Insgesamt macht Yunica IMO viel mehr her, was das Gameplay angeht. Selbst die Effekte ihrer Spezialangriffe fand ich viel cooler als die von Hugo, neben dem offensichtlich anderen Gameplay. Hugo bekommt auch keine weitere Waffe. Und da man alles schnell totschießt muss man sich auch kaum mit den Fähigkeiten der Gegner auseinandersetzen, wie man es manchmal bei Yunica musste. Nicht wirklich ein Fan.

Aber dafür ist seine Story besser als die von Yunica. Fast, als hätte man es trennen wollen: Hugo kriegt bessere Charakterisierung und Story, Yunica kriegt besseres Gameplay.
Hugo macht sogar eine relevante Charakterentwicklung durch, auch wenn ich seinen Deppenmoment, bei dem er dem Bösen auf den Leim geht und die Dämonenkräfte nimmt recht unglaubwürdig fand. Der Background von Yunica mit den beiden Göttinnen war IMO nicht sehr spannend, und Roy ist ja mal einfach nur lahm gewesen. Da ist Hugos Arc mit Epona, zu der er sogar eine IMO nachvollziehbare Beziehung entwickelt, besser. Auch ihre Todesszene war effektiver als die von Roy - unter Anderem, weil Hugo es selber verschuldet hatte. Auch der ganze Hintergrund mit seinem Bruder Toal, der ja in Yunicas Arc nur manchmal auftaucht und man nie so richtig weiß, was mit dem eigentlich abgeht, wird hier ausgebaut. Leitet wohl auch ganz gut zur dritten Charakterstory über.

Es kommt mir so vor, als könne man Yunica storytechnisch sehr gut skippen. Hugos Story ist hier die relevantere (sowas in der Art hatte Nayuta auch am Anfang angesprochen) und bin dann doch recht froh, dass ich den noch mitgenommen habe, auch wenn das Gameplay eher monoton ist. Nebenbei ist er auch so ein herrlich stereotyper Arsch.



https://i.imgur.com/nqNSUvd.jpg https://i.imgur.com/QZbZ5WM.jpg


Dann steht jetzt wohl der letzte Durchgang mit Toal an. Hab den Anfang schon gespielt, und da scheints dann doch ein paar Diskrepanzen zu geben. Z.B. siehts so aus, als würden bei ihm das gesamte Suchteam den Turm abklappern, denn wenn man ins Erdgeschoss geht befindet sich dort keiner. Auch scheint man einige Items nicht finden zu müssen, so wie die Maske. Gleichzeitig gibts wohl auch weniger Gespräche, weil man eben nicht mal schnell zu den anderen gehen und mit denen über aktuelle Ereignisse quatschen kann. Irgendwie ists auch recht konfus, was denn jetzt die "wahre" Story ist, weil alle drei Geschichten nicht wirklich miteinander harmonieren und nur an ein paar Schlüsselstellen, an denen sie sich kreuzen, konsistent sind.

~Jack~
25.02.2018, 20:52
Hugos Story jetzt auch beendet, hat auch nur etwa 6h (ingame Timer) gedauert - also gar nicht so viel schneller damit durch als mit Yunicas :/
Warum hätte sie auch schneller sein sollen? Man übernimmt von Charakter zu Charakter ja nichts das einem das Spiel erleichtern würde.


Es kommt mir so vor, als könne man Yunica storytechnisch sehr gut skippen.
Geht allerdings nicht in allen Fassungen des Spiels. Bei der PC Fassung muss man ja nur eine Route beenden um den dritten Charakter freizuschalten. Bei anderen Fassungen muss man aber sowohl Hugos und Yunicas Route für beenden.
Werde Yunicas Route aber trotzdem irgendwann mal spielen, einfach um alle einmal durchgespielt zu haben.


Irgendwie ists auch recht diffus, was denn jetzt die "wahre" Story ist, weil alle drei Geschichten nicht wirklich miteinander harmonieren und nur an ein paar Schlüsselstellen, an denen sie sich kreuzen, konsistent sind.
Die Route die du gerade spielst :D

Sylverthas
27.02.2018, 17:04
Warum hätte sie auch schneller sein sollen? Man übernimmt von Charakter zu Charakter ja nichts das einem das Spiel erleichtern würde.
Das stimmt zwar, aber man kann ja doch irgendwie hoffen, dass man mit mehr Wissen vielleicht nen leicht schnelleren Run macht *g*
Bin auch ein wenig skeptisch, wie richtig die ingame Anzeige ist - denn für Toals Run hab ich anscheinend nur ~5h gebraucht - was ich mir gerade kaum vorstellen kann, auch wenn der nur so durch Gegner durchgeht wie ein heißes Messer durch Butter.

Und, was soll ich sagen - damit ist Ys Origins endlich durch. Haben sich die drei Durchgänge gelohnt? Schwer einzuschätzen, gameplaytechnisch sicherlich nicht. Die Story fand ich bei Hugo und gerade Toal aber schon in Ordnung. Auch einige Charaktere wachsen einem doch ans Herz - vielleicht aber auch nur sowas wie Stockholm-Syndrom ^_O

Es ist auch irgendwie nett, dass Toals Story dann für Yunica und Hugo in gewisser Weise ein Happy End darstellt. Btw. verliert ja sonst jeder in seiner eigenen Story den/die jeweilige/n Love Interest - aber Toal dann entgültig, da sein Run ja der kanonische ist und Reah ja erst in ein paar hundert Jahren aufwachen wird.

Dass Cain Fact der Drahtzieher ist konnte man kommen sehen, weil in Hugos Story Arc Feena bereits anteased, dass wohl einer vom Rat der Böse ist und sie daher nicht mit den Priestern gesprochen haben. Nebenbei war Cain AFAIR der einzige von den Priestern, der regelmäßig Erwähnung fand - jeder andere hätte *noch mehr* aus der Luft gegriffen gewirkt. Denn immerhin wird der Typ ja erst 5 Minuten vor Ende wirklich eingeführt. Und hier wird dann auch erst richtig erklärt, wie das Ganze mit den Darklings überhaupt funktioniert hat, wo diese herkommen, etc.

Sind Darklings eigentlich auch in anderen Spielen relevant, außer Ys I, II und Origin? Klingt zumindest nicht unwahrscheinlich.

Also ja - eigentlich muss man das Spiel mindestens zwei Mal durchspielen um einen Großteil der Story zu erfahren. Dass man in der PC Version nur Hugo oder Yunica durchspielen muss ist gut. Leider wird das wohl auch dazu führen, dass die meisten Yunica wählen und nicht die interessantere Geschichte von Hugo bekommen, welche dann in Toals Story noch mal aufgegriffen wird. Andererseits weiß ich gar nicht, wie wichtig den meisten Leuten die Charaktere und Story von Ys überhaupt sind *g*

Ich war positiv überrascht, dass Toal keinen Fernkampfmove hat. Das unterscheidet das Gameplay dann schon sehr von der Art, wie ich Yunica gespielt habe. Ab dem Zeitpunkt, an dem man den Feuerangriff bekommt, hab ich doch ziemlich viel auf Distanz gekämpft. Generell hat Toal ein noch rasanteres Gameplay und macht wirklich Bock. Im Mittelteil hatte ich mit ihm die meisten Probleme, gegen Ende war er dann der wohl mächtigste Charakter von den dreien, so schnell, wie alles zu Boden ging (insbesondere auch die Bosse). Der finale Bosskampf kommt auch eher wie ne Formalität rüber.

Hab mir noch mal den Ys Chronicles OST gegeben, und irgendwie finde ich die meisten Tracks aus dem Game besser als die (vergleichbaren) Versionen aus Origin. Ys I und II hatten nen rockigeren OST, was bei Origin teilweise verloren gegangen ist. Dunno, vielleicht mag ich auch das arcadigere Feeling von Ys I und II mehr?

Bei Toal bekommt man auch weitere Überleitungen zu Ys I und II, was mich zur momentanen Überlegung führt, die Games vielleicht noch mal zu zocken, um die gesamte Story "schätzen zu lernen". Mal schauen, ob ich mich bald durch ein paar Feinde bumpe :D

Der Abschlussbericht wird dann in ein paar Tagen folgen. Meine Wertung ist auch immer noch nicht sicher, weil das Spiel einerseits echt Spaß gemacht hat. Andererseits ist die Anforderung des 2-3- maligen Durchspielens für die volle Story und Charaktere ein echt fettes Negativkriterium für mich.

Klunky
27.02.2018, 17:26
Das Hugos Story Arc besser ist war mir nicht bewusst, er ist der einzige Charakter der mir noch fehlt und ich konnte mich nie überwinden mit ihm vollständig zu spielen. Mir kommt das Spiel so gar nicht für diesen Charakter als geeignet vor, an mehreren Stellen muss man auf dem Boss klettern und dann auf den Schwachpunkt einschlagen, mit "pew pew" wirkt das irgendwie... falsch.

Ich kann gut nachvollziehen dass das mehrmalige Durchspielen des selben Spielablaufs auf Dauer ermüdend ist, zwischen Toal und Yunica hattte ich circa 1 Jahr Pause gemacht und das Spiel hatte sich so angefühlt als würde ich es das erste Mal spielen. ^^"
Dementsprechend überrascht war ich wie gut das Spiel wieder geflutscht ist, so nach dem einmaligen Durchspielen hatte mir dazu einfach die Muße gefehlt. Da hilft es dann auch ungemein dass der Spielfluss mit Toal der dynamischste ist, da zieht einem das ultra schnelle Pacing von YS wieder voll in seinem Bann.
Auch ein nettes Detail war dass man lesen konnte was diese Ronoa Viecher sagen, wenn man sie in der Dämonenform anspricht.

Den Endboss emfpand ich übrigens gar nicht als eine Formalität, habe da sicherlich die meisten Versuche für gebraucht. D:
Da hatte mich Dallas irgendwie immer viel weniger Probleme. Mich hatte auch ein wenig die Trägheit des gesamten Kampfes gestört und ich glaube auch dass ich eine Weile gebraucht habe bis ich die erste(?) Phase verstanden haben, auf jeden Fall war das was, durch dass sich der Kampf sehr geschlaucht hat und bei dem ich dann meistens auf lange Sicht einfach zu viel Schaden kassiert habe.

(Naja gut bei dem Spiel hängts halt dann letztlich auch stark davon ab welches Level, man auf welchen Schwierigkeitsgrad war, man kann bei dem doch sehr archaischen Scaling eigentlich schon eine Excel Tabelle dazu erstellen)

Ὀρφεύς
27.02.2018, 17:35
Wie gesagt, ich habe das Gefühl, dass Berseria am Ende ein sehr rundes und irgendwie dichtes Erlebnis war, auch wenn es das eigentlich gar nicht unbedingt war (so einiges an Filler Content). Und man manchmal daran ersticken könnte, wie sehr es einem bestimmte Sachen reinwürgt *g*

Wie fandest Du eigentlich die Mindbreak Szenen von Velvet? Sind natürlich auch recht dick aufgetragen und die Auflösung kam ein wenig schnell, aber irgendwie haben die mir unheimlich gut gefallen^^

Berseria macht seine Sache schon gut.
Klar ist es nicht perfekt noch revolutioniert es das Genre.
Trotzdem hat man ein gutes Abenteuer kreiert, was ein lange bei Laune hält und innerhalb der Reihe dürfte Berseria der Ausnahmetitel schlechthin sein.

Du meinst vermutlich den gesamten Part ab der Invasion bis zur Hexeninsel?
Hat mir richtig gut gefallen und da durfte man ruhig dick auftragen.
An Velvets Stelle wäre wohl jeder leicht durchgedreht und sogar Phi hat in den Szenen einen guten Eindruck hinterlassen.
Alleine die Szene wo Magilou sich mit Melchior anlegt und Phi gegen Innominat ausholt gehören für mich zu den stärksten Szenen der gesamten Reihe, da so schön direkt und ehrlich.:D
So präsentiert mag ich JRPGs, selbst wenn die das Rad nicht neu erfinden.


Sie ist ja auch der beste Charakter in der Tales Reihe! :D
...

>:(

Zieh nicht solch ein Gesicht, sonst kriegst du Falten.:p

~Jack~
27.02.2018, 17:36
Sind Darklings eigentlich auch in anderen Spielen relevant, außer Ys I, II und Origin? Klingt zumindest nicht unwahrscheinlich.

Es gibt auf jeden Fall noch drei Spiele in denen sie mehr oder weniger relevant sind. Beziehungsweise fünf oder sechs wenn man auch die Titel mit einbezieht die nicht mehr zum Kanon der Reihe gehören.


Andererseits weiß ich gar nicht, wie wichtig den meisten Leuten die Charaktere und Story von Ys überhaupt sind *g*
Gegen eine umfangreiche Story hätte ich persönlich zumindest nichts einzuwenden, auch wenn gutes Gameplay über eine mangelhafte Story ein bisschen hinweghelfen kann. In Dawn of Ys fand ich aber zum Beispiel die Antagonisten richtig dumm, was echt nicht hätte sein müssen. Gibt ansonsten aber keinen Teil wo ich sagen würde, dass ich die Story wirklich gut gefunden hätte. Und dementsprechend stört es mich auch nicht, dass man Origin theoretisch mehrfach durchspielen müsste um alles zu sehen zu bekommen. Dass man dabei mehr oder weniger immer das selbe macht, wäre da schon problematischer. Aber deswegen hätte ich auch nicht empfohlen alle Routen hintereinander zu spielen :D Hab ich selbst ja auch nicht gemacht.

Sylverthas
27.02.2018, 17:56
Das Hugos Story Arc besser ist war mir nicht bewusst, er ist der einzige Charakter der mir noch fehlt und ich konnte mich nie überwinden mit ihm vollständig zu spielen. Mir kommt das Spiel so gar nicht für diesen Charakter als geeignet vor, an mehreren Stellen muss man auf dem Boss klettern und dann auf den Schwachpunkt einschlagen, mit "pew pew" wirkt das irgendwie... falsch.
Ja, Hugo ist echt nicht so interessant zu spielen. Und seine "verbesserte Story" (auch recht subjektiv, aber Yunica hatte IMO charakterlich und von ihrem Hintergrund fast nix zu bieten und war bis auf ihren Vater kaum in die Geschichte involviert) gleicht wahrscheinlich nicht sein Gameplay aus, wenn man damit nix anfangen kann. Nebenbei erfährt man vieles dann ohnehin in Toals Arc, so dass auch Hugos am Ende vielleicht nur seinen Übergang zur Dark Side, seine Beziehung zu Epona und den Konflikt zwischen ihm und Toal verständlicher macht.


Den Endboss emfpand ich übrigens gar nicht als eine Formalität, habe da sicherlich die meisten Versuche für gebraucht. D:
Da hatte mich Dallas irgendwie immer viel weniger Probleme. Mich hatte auch ein wenig die Trägheit des gesamten Kampfes gestört und ich glaube auch dass ich eine Weile gebraucht habe bis ich die erste(?) Phase verstanden haben, auf jeden Fall war das was, durch dass sich der Kampf sehr geschlaucht hat und bei dem ich dann meistens auf lange Sicht einfach zu viel Schaden kassiert habe.

(Naja gut bei dem Spiel hängts halt dann letztlich auch stark davon ab welches Level, man auf welchen Schwierigkeitsgrad war, man kann bei dem doch sehr archaischen Scaling eigentlich schon eine Excel Tabelle dazu erstellen)
Yo, der letzte Satz ist wohl der Knackpunkt. War am Ende mit jedem Char auf Level 50 (man, scheine echt ziemlich homogen zu spielen xD) und mit allen auf Normal. Du hast sicher auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt.
Auf Normal ists so, dass Toal am Ende extrem stark ist - Dalles war eine totale Formsache, wenn man den mit einem der anderen Chars schon gekillt hat - der zieht einem fast gar nichts ab. Und auch der finale Boss hat kaum Schaden gemacht, stand wirklich in vielen seiner Angriffe nur drin, weil ich teilweise nicht mal gesehen habe, was da passiert. Bin auch zwei Mal von der Plattform gefallen. Kann man sicher als Problem auslegen, denn bei den anderen Bossen musste ich mich auch auf Normal mit den Angriffen auseinandersetzen, den Endboss mit Toal hab ich größtenteils mit Brute Force gekriegt.



edit: Hui, zu lange zum Posten gebraucht :(

@Orpheus:
Ja, prinzipiell meine ich die Szenen. Hatte das in meiner Beschreibung auch mal als Suffer Porn beschrieben, was natürlich leicht übertrieben ist, aber was da so alles abgeht war schon nicht ohne. Für Leute, die Velvet nicht mögen, sicher auch ein Spaß^^


Es gibt auf jeden Fall noch drei Spiele in denen sie mehr oder weniger relevant sind. Beziehungsweise fünf oder sechs wenn man auch die Titel mit einbezieht die nicht mehr zum Kanon der Reihe gehören.
Oh, sollte mich vielleicht mal mit der Struktur der Reihe befassen. Also, wusste bis eben nicht mal, dass es Titel gibt, die nicht kanonisch sind. Sind das dann Spiele, die ohne Adol sind (und nicht Origin heißen *g*)? Oder sind auch einige Reisen von Adol nicht Kanon?

Und ich stimme zu, dass zumindest die Story der 3 Spiele, die ich kenne, nicht besonders nennenswert ist. Wie gesagt, gerade Ys I und II hatten ganz gutes Worldbuilding, vielleicht auch durch den Ansatz, dass man sich selber ein paar Sachen zusammenpuzzlen musste. Und es ja, verglichen mit anderen A-RPGs, schon recht viele Dialoge gibt.

Was die drei Durchgänge anging... ja, das war persönliche Dummheit bzw. meine Veranlagung? Ist nicht so, dass mich nicht mehrere Leute vorher gewarnt hätten :D

~Jack~
27.02.2018, 18:05
Also, wusste bis eben nicht mal, dass es Titel gibt, die nicht kanonisch sind. Sind das dann Spiele, die ohne Adol sind (und nicht Origin heißen *g*)? Oder sind auch einige Reisen von Adol nicht Kanon?
Ne, Adol ist da schon mit drin, aber es gibt zum Beispiel drei verschiedene Versionen von Ys 4 (Dawn of Ys, Mask of the Sun [und das hat sogar noch ein Remake...], sowie Memories of Celceta) die alle mehr oder weniger auf dem selben Konzept basieren, von denen aber nur die aktuellste Fassung tatsächlich von Falcom entwickelt wurde. Beim Rest der Reihe gibt es sowas zwar nicht, aber da zum Beispiel Oath in Felghana ein Remake von Ys 3 ist, kann letzteres auch nicht mehr wirklich zum Kanon gezählt werden. Das Original habe ich allerdings schnell abgebrochen weil dieses Sideview Gameplay keinen wirklichen Spaß gemacht hat. Dawn of Ys ist da schon spielenswerter. Mag zwar dumme Antagonisten haben, aber das Gameplay von Mask of the Sun fand ich schlimmer.
Ys 5 müssten sie irgendwann aber auch mal remaken. Das passt storytechnisch glaube ich auch nicht mehr ganz zum Rest der Reihe.

Kynero
27.02.2018, 22:58
Hatte Origin bisher eigentlich nicht weiter beachtet, aber wenn man das hier so liest, kriegt man schon Lust auf das Spiel. :p Wusste auch gar nichts von den verschiedenen Durchgängen.

one-cool
28.02.2018, 11:01
Ich hatte da letztes Jahr ne Menge Spaß mit dem Spiel.
Wobei mir das mit allen drei charakteren in kurzer Zeit zu repetitiv war. Und leider erinner ich mich nur schwammig an die Story, weshalb ich es wohl gar nimmer so die Zusammenhänge sehen werde.

Wie hängen die drei denn zusammen? Lohnt sich das, das nochmal anzugehen?

Ὀρφεύς
28.02.2018, 19:14
@Sylverthas

Wann wolltest du Zestiria in Angriff nehmen?
Vergleiche nämlich selber bereits die Preise und wäre für einen zweiten Versuch offen (also diesmal mindestens eine Chance bis Stunde 10), weil mich besonders die Handlung jetzt ausreichend motivieren könnte.^^

Sylverthas
28.02.2018, 20:38
Wie hängen die drei denn zusammen? Lohnt sich das, das nochmal anzugehen?
Wenn Du Bock auf das Gameplay hast sicherlich. Ansonsten sind Yunica und Hugos Stories relativ ähnlich, nur dass Hugo halt mehr mit dem 3. Charakter zu tun hat. Und IMO der interessantere der beiden Charaktere ist, auch wenn das nicht zu viel aussagen muss - Ys Origin hat jetzt keinen Char, der bahnbrechend spannend ist. Der beste ist vermutlich noch der 3., den man nach dem Durchspielen freischaltet, und der im Prinzip die ganzen Hintergründe der Geschichte aufdeckt. Also wenn Du es jetzt noch einmal spielen willst, dann nimm einfach den 3. Char - hat auch das rasanteste Gameplay.

@Orpheus: Zestiria hab ich schon länger gekauft (im Winter Sale zusammen mit Berseria^^) und kann die Frage nicht beantworten, weil ich ja immer auswürfle^^
Hoffe aber, dass noch ein wenig Zeit verstreicht, bevor ein weiteres Tales kommt. Die Spiele haben mir einfach ne zu hohe Anzahl an Kämpfen, die ich auf Dauer ziemlich auslaugend finde (was irgendwie bekloppt klingt, nachdem ich gerade ein Spiel drei Mal durchgezockt habe xD). Gegen Ende von Berseria und gerade im Enddungeon bin ich - uncharakteristisch für mich - doch fast allem aus dem Weg gegangen. Aber zumindest nach dem Bericht von Jeidist kann man ja in Dungeons sogar ein paar Abilities benutzen - was ne Steigerung *g*
Story klang nicht prall und vermute, dass man sich die halbe Zeit wünscht, dass man doch Berseria lieber ein zweites Mal spielt oder nur in Erinnerungen an letzteres schwelgt^^

edit: Wobei ich ja sagen muss, dass das Opening von Zestiria ganz geil ist - speziell die Mucke



https://www.youtube.com/watch?v=ViQbt0vxn1A

Ὀρφεύς
28.02.2018, 21:17
In den ersten beiden Stunden hatte ich damals viel Freude mit Zestiria und das tolle Opening war daran nicht ganz unschuldig.
Ab der ersten Stadt zog sich dann jede Quest wie Kaugummi und schon folgte der erste hässliche Dungeon.
Habe dann ganz abgebrochen und das man zum Hirten wird, klang nicht sonderlich spannend, was mich jetzt nach Berseria wiederum aufhorchen lässt.

Und die vielen Kämpfe bin ich später umgangen, da schon keine Herausforderung mehr.:|

Kynero
01.03.2018, 11:09
Es sieht wirklich besser aus, als es eigentlich ist. ;D
Gerade der Protagonist war echt eine Pfeife und ich fand es immer lustig, dass alle Charaktere einfach so akzeptieren, dass der Typ sich da quasi mit der Luft unterhält. Schizophrenie wird in Tales of Zestiria einfach so akzeptiert. :D Aber das ist ja... auch schon was? :p

Nayuta
07.03.2018, 15:59
Der Abschlussbericht wird dann in ein paar Tagen folgen. Meine Wertung ist auch immer noch nicht sicher, weil das Spiel einerseits echt Spaß gemacht hat. Andererseits ist die Anforderung des 2-3- maligen Durchspielens für die volle Story und Charaktere ein echt fettes Negativkriterium für mich.
Das kann ich nachvollziehen, für mich stellte das aber gar kein großes Problem dar, da ich einerseits das Ys 6-artige Gameplay liebe und ein Durchgang andererseits so kurz ist dass es für mich nicht sonderlich negativ ins Gewicht gefallen ist. :)


Sind das dann Spiele, die ohne Adol sind (und nicht Origin heißen *g*)? Oder sind auch einige Reisen von Adol nicht Kanon?
Es geht wohl eher darum dass die Geschichte mit den geflügelten Göttern nur einen Teil von Ys ausmacht und sie nicht in allen Ablegern präsent ist. Manchmal rettet er eine Region auch einfach nur vorm lokal marodierenden Dämonen.^^ Und um ehrlich zu sein wurde die Göttergeschichte mit Ys 8 auch leider etwas entwertet.


Ys 5 müssten sie irgendwann aber auch mal remaken. Das passt storytechnisch glaube ich auch nicht mehr ganz zum Rest der Reihe.
Eigentlich gibt es in dem Spiel nicht sonderlich viel was auf andere Teile Bezug nimmt bzw. umgekehrt. Xandria ist zu weit weg vom Schuss und hat eine in sich geschlossene Handlung, ganz ohne die geflügelten Götter oder romunische Präsenz. Lediglich mit Terra gibt es in Ys 6 ein Wiedersehen und am Anfang von Ys 8 verliert Adol die Waffe die er in Teil 5 bekommt.




@Orpheus: Zestiria hab ich schon länger gekauft (im Winter Sale zusammen mit Berseria^^) und kann die Frage nicht beantworten, weil ich ja immer auswürfle^^
Hoffe aber, dass noch ein wenig Zeit verstreicht, bevor ein weiteres Tales kommt.
Da sprichst du was an. Berseria ist jetzt schon ne ganze Weile draußen und zu einem neuen Teil gibts noch immer keinerlei Infos. Sonst kamen die immer im Jahresrhythmus raus, teilweise sogar zwei in einem Jahr wenn man diverse Remakes und Handheld-Teile mit einberechnet, aber die derzeitige Stille ist schon recht ungewöhnlich... wenn man mal von irgendwelchen Smartphone Dingern oder Anime absieht. Vielleicht bekommen wir ja bald einen Teil der grafisch nicht wie Playstation 2 in HD aussieht. :D ... Obwohl... es besteht immer noch die "Switch" Gefahr. :D Bleibt wohl nichts anderes als abzuwarten ob es auf dem nächstes Tales Of Festival im Juni etwas Neues zu berichten gibt.