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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LittleChocos kleine Büchse der Pandora (neu: The Cruel King and the Great Hero / Call of the Sea)



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Liferipper
22.03.2026, 10:44
DAS ist eine echt schlüssige Erklärung! ‚Attack‘, ‚Magic‘ und ‚Defense‘ schwirrte mir auch schon im Kopf rum, aber auf ‚Healing‘ bin ich irgendwie nicht gekommen.
Gewundert hat es mich extrem in den Fällen, in denen zwei Formationen exakt die gleiche Aufstellung verwendeten – nur eben mit einem anderen Buchstaben davor.

Spontaner Einfall: Möglicherweise ist das sogar der Grund für die suboptimale KI-Performance: Das Spiel erwartet, dass du deinen Mitstreitern über die verwendete Formation sagst, was du von ihnen willst.
Zu schade, dass mich das Spiel nicht genug interessiert, um herauszufinden, ob an der Theorie etwas dran ist ;D.

Sylverthas
22.03.2026, 19:37
Wow, spannendes Spiel! Wie meine Vorredner hab ich von dem Ding bisher noch nix gehört, Du schaffst es aber auch immer diese Perlen und... "Perlen" aus Fernost zu holen :D

Das mit den Szenarien finde ich spannend, aber wenn sich dadurch einfach die gleichen Orte acht Mal wiederholen wirds echt lame. Wie ist das, gibt es am Ende noch ein neuntes Szenario was alles zusammenzieht? Oder kann man sich das wirklich eher mit diesen acht Stories vorstellen, die sich gegenseitig ausschließen, deren Erkenntnisse man aber zu einem Gesamtbild puzzlen muss? Hätten sie mehr verschiedene Gebiete gehabt oder hätten sich die vorhandenen stärker verändert pro Run, dann wäre das wirklich ein cooles Konzept.

Btw.

1995 von Enix
Es ist irgednwie insane, dass man sogar von solchen high profile Publishern Spiele findet, von denen man im Westen noch gar nix gehört hat :eek:
Wobei es nach Deinem Bericht auch nicht total unverständlich ist, wieso das nie hier rübergebracht wurde *g*

Die Bilder sehen aber echt gut aus. Kann schon erkennen, dass das gesamt Budget in die Optik ging und dann für den Rest nicht mehr so viel blieb *g*

LittleChoco
23.03.2026, 12:44
Spontaner Einfall: Möglicherweise ist das sogar der Grund für die suboptimale KI-Performance: Das Spiel erwartet, dass du deinen Mitstreitern über die verwendete Formation sagst, was du von ihnen willst.

Dann wäre ‘ne kleine Erklärung / Einführung aber nicht schlecht gewesen. Andererseits glaube ich nicht wirklich, dass das die Sache besser gemacht hätte.


Zu schade, dass mich das Spiel nicht genug interessiert, um herauszufinden, ob an der Theorie etwas dran ist ;D.

NICHT?! Versteh ich jetzt irgendwie nicht… :D :D



Wow, spannendes Spiel! Wie meine Vorredner hab ich von dem Ding bisher noch nix gehört, Du schaffst es aber auch immer diese Perlen und... "Perlen" aus Fernost zu holen :D

Die Trüffelsau hat wieder zugeschlagen! :hehe:


Das mit den Szenarien finde ich spannend, aber wenn sich dadurch einfach die gleichen Orte acht Mal wiederholen wirds echt lame. Wie ist das, gibt es am Ende noch ein neuntes Szenario was alles zusammenzieht?

Nope. Die einzige Belohnung ist das – meiner Meinung nach nur bedingt originalgetreue – Gruppenbild nach den letzten Credits. Mehr ist nicht drin – im wahrsten Sinne des Wortes.


Es ist irgednwie insane, dass man sogar von solchen high profile Publishern Spiele findet, von denen man im Westen noch gar nix gehört hat :eek:
Wobei es nach Deinem Bericht auch nicht total unverständlich ist, wieso das nie hier rübergebracht wurde *g*

Wenn ich lästern wollen würde, könnte ich zur aktuellen Qualitätssituation bei Squenix ja so was wie „Back to the roots?“ sagen, aber ich lass es. ;)

LittleChoco
20.06.2026, 20:06
Lange terrorisierte der Dämonenkönig die Menschen, brannte ihre Dörfer nieder und versetzte sie in Angst und Schrecken. Doch schließlich erschien ein Held, der sich ihm entgegenstellte und ihn vernichtend schlug.
Durch den Verlust seiner Macht geläutert, entstand eine zarte Freundschaft zwischen dem jetzigen Drachenkönig und dem Helden und als letzterer starb, zog der Drachenkönig dessen Kind an seiner statt auf.
Allabendlich erzählte er dem Mädchen Yuu von den Heldentaten seines Papas ohne auf seine eigene Rolle hinzuweisen. Mit der Zeit entbrannte in Yuu der Wunsch ebenfalls ein Held zu werden und ihr Ziehvater bestärkte sie darin und unterstützte sie nach Leibeskräften. Nur eines verschwieg er ihr: Wer er früher war und dass sie ihn eines Tages würde endgültig besiegen müssen…


The Cruel King and the Great Hero ist ein 2D-JRPG aus dem Jahre 2022, das - wahlweise auf der Switch oder der PS4 - mit einer charmanten, märchenhaften Atmosphäre in pastelligen, gedeckten Farben besticht.
Dieser Eindruck wird massiv durch die Tatsache verstärkt, dass man das ganze Spiel quasi als Bilderbuch erlebt: Die komplette Handlung wird - je nachdem, ob man sich für die japanische oder die englische Synchro entschieden hat - von einer einzigen Frau vorgelesen, die allein in sämtliche Rollen schlüpft und sie mit unterschiedlichen Stimmen zum Leben erweckt. Zusätzlich dazu starten die Kämpfe mit einer Animation, die das Blättern von Buchseiten simuliert, wodurch man sozusagen mit jedem Gefecht das Vorantreiben der Geschichte selbst bestimmt.

Doch trotz seiner augenscheinlichen Leichtigkeit ist The Cruel King and the Great Hero – zumindest in meinen Augen - kein ‚Kinderspiel‘. Der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe ist moderat: Viele gehen recht leicht von der Hand, während einige der späteren Konfrontationen (speziell im Kapitel, in dem sich Yuu ihren Ängsten stellen muss) durchaus eine Herausforderung sein können - vor allen Dingen, wenn sie mit nur einer Attacke sofortigen Tod verursachen.
Aber auch die Begegnungen mit den Bewohnern der verschiedenen Orte und die daraus resultierenden Sidequests bzw. Nebenhandlungen servieren nicht immer leichte Kost, denn es werden u. a. auf erlittene Traumata, Gedächtnis- und Identitätsverluste, entgegengebrachten Hass und Gewalt, nahenden Tod und damit verbundene Trauer der Hinterbliebenen eingegangen. Hier und da war ich ziemlich perplex ob der Schwere der Themen.
Dem gegenüber stehen allerdings viele aufbauende und mutmachende Begebenheiten, wenn etwa Monster und Menschen sich durch gegenseitige Pflege oder den Austausch von Nachrichten näherkommen, die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt werden, um anderen zu helfen, grabenfördernde Missverständnisse aufgeklärt werden etc.
Passend dazu werden die Sidequests als ‚Akte der Güte‘ (Acts of Kindness) bezeichnet, was wunderbar verdeutlicht, dass es als Held eben nicht nur darauf ankommt Monster zu plätten. Der Lohn für die kleineren und größeren Aufgaben äußert sich nicht nur in den - mal mehr, mal weniger - ergreifenden Geschichten der Leute, sondern auch in Barem, Ausrüstung, Gegenständen und ‚Punkten‘, mit denen man Bonusskizzen freischalten kann. :herz:

Auf ihrer Reise zum Heldentum (die sie jeden Abend wieder in die schuppige Umarmung ihres Ziehvaters führt), wird Yuu von insgesamt drei Gefährten unterstützt. Je nach besuchtem Gebiet begleitet sie der vage fuchsähnliche Rocky, der fledermausartige Cybat oder die Menschenprinzessin Flora. Zum Ende des Spiels hin erhält man die Möglichkeit frei zwischen ihnen zu wählen, wobei jedoch wie gehabt neben Yuu nur Platz für einen Charakter in der Party bleibt.
Einen weiteren - heimlichen - Helfer stellt der Drachenkönig selbst dar, der lange Zeit aus dem (Bild-)Hintergrund heraus verfolgt, wie sein Töchterchen sich schlägt und ihr bisweilen dezent unter die Arme greift. Dies äußert sich vorrangig in den Kämpfen durch einen gezielten Feuerstoß auf ihre Waffe, wodurch Yuu einen kraftvollen Hieb ausführt. Dieser kann außerhalb von Kämpfen zusätzlich an bestimmten Stellen verwendet werden, um Felsen aus dem Weg zu räumen, was Yuu später sogar allein bewerkstelligt.
Doch auch die anderen drei verfügen über nützliche Fähigkeiten abseits von Gefechten: Rocky kann Dinge aus der Erde buddeln und sich zu versteckten Abschnitten auf der Karte graben, Cybats Messerwürfe bringen schwebende Kisten und / oder Äste, die als Brücken fungieren, auf den Boden der Tatsachen und mittels Floras Sonnenschirm lassen sich windumtoste Abgründe überwinden. Dass man allerdings zwecks Fortbewegung immer wieder exakt diesen oder jenen Begleiter dabeihaben muss (weil beispielsweise die Äste nicht einfach liegenbleiben), empfand ich manchmal als unnötig nervtötend.

The Cruel King and the Great Hero strotzt nur so vor liebevollen Details. Seien es die kontinuierliche unterschiedliche Bezeichnung der Väter (‚Papa‘ aka der leibliche und ‚Otosan‘ / ‚Dad‘ aka der Ziehvater), die skurrilen Namen und das Aussehen der Gegner (mein Favorit ist der fliegende Hunee Pot :D), die fantasievollen Bildhintergründe (Hunee Crystal Woods in seiner allumfassenden honigtriefenden Klebrigkeit ist der Knaller! :hehe: ) oder schlicht der Umstand, dass, wenn man die Feuerattacke an Orten oder zu Zeitpunkten nutzt, an bzw. zu denen der Drachenkönig nicht anwesend ist, ein perplexes Fragezeichen über Yuus Kopf erscheint und sie den Angriff ohne Flammen ausführt. :herz:

Musikalisch weiß das Spiel ebenfalls zu überzeugen und obwohl mir nicht alle Stücke gleich gefallen haben (das Theme der Fountain World etwa finde ich unglaublich tranig), hebe ich dieses Mal meine zwei absoluten Lieblinge gesondert hervor: The Great Hero (https://www.youtube.com/watch?v=F9hcO_BbUDk&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es&index=18), weil es eine ungewöhnlich fröhliche Musik für einen (End-)Bosskampf mit dennoch bittersüßer Note ist und Hunee Crystal Spoor (https://www.youtube.com/watch?v=hU44I5v46NU&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es&index=10), das für mich irgendwie einen beschwingt-lässigen ‚Anden‘-Touch (blöde Beschreibung ;p) verströmt. Darüberhinaus mag ich A Formidable Foe (https://www.youtube.com/watch?v=sk4ykpiWaWI&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es&index=15), Adventures Afoot (https://www.youtube.com/watch?v=ZOkqivAhmgo&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es&index=3), Fruits of Training (https://www.youtube.com/watch?v=3lTpswZpFeI&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es&index=4), Solace in the Stars (https://www.youtube.com/watch?v=l27xYAlySEk&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es), Txilrcka (https://www.youtube.com/watch?v=Zet_j-ULH4A&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es&index=22), Welcome to the Monster Village! (https://www.youtube.com/watch?v=Lhzx_dZSsLk&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es&index=8) und Yuu’s Resolve (https://www.youtube.com/watch?v=k_vvrFfJqUE&list=PLWdUkdaN3GL3inZVMkaJ8TlYc3x5En-es&index=14).

Das Spiel ist leider nicht frei von kleineren Bugs bzw. Glitches, die jedoch für mich ohne größere Auswirkungen blieben. Mir ist folgendes untergekommen:

- Wenn ich an Stellen gespeichert habe, an denen ich Kisten geöffnet oder einmalige Fragezeichen-Aktionen ausgelöst habe, und das Spiel dort beendete, musste ich beim nächsten Starten diese Sachen erneut erledigen.
- Der Gegner ‚Gloomy Racoon‘ wurde trotz mehrfachem Scannen im Monsterindex weiterhin mit verschlüsselnden Fragezeichen aufgeführt. Erst nach einem Neustart konnte ich die entsprechenden Informationen einsehen.
- Eines der Monster aus dem letzten Dungeon tauchte bereits zu einem Zeitpunkt in meiner Liste auf, als ich noch keinen Fuß dorthin gesetzt hatte.
- Info aus dem Netz: Es kann wohl auch passieren, dass verdiente Kindness-Punkte im Nirvana verschwinden und sich somit nicht alle Belohnungen freischalten lassen. Das hatte ich glücklicherweise nicht.


Und dann war da noch:

- Beide Sprachausgaben hatten so ihre Probleme mit der Textgeschwindigkeit: Die japanische Synchro war ständig langsamer als die erscheinenden Zeilen, die englische dafür immer schneller. Ich hab mich schließlich für die japanische Variante entschieden und immer geraten, wann die Sprecherin wohl mit der Seite fertig ist. :D

- Ab einem gewissen Moment im Spiel kann man auf Warps zurückgreifen und die Laufwege ein wenig abkürzen. Nimmt man jeden Sidequest mit, hat man trotzdem einiges an Kilometern abzurennen, da es fast immer pro Gebiet nur einen einzigen Start- bzw. Landepunkt gibt. :|

- Es ist möglich einen ganzen Schwung an Nebenaufgaben gleichzeitig anzunehmen und in beliebiger Reihenfolge abzuarbeiten.

- Wofür ist die ‚Dreamy Gold Coin‘ gut, von der ich insgesamt drei Exemplare gefunden habe? In ihrer Beschreibung steht, dass sich Händler für sie interessieren würden, aber abgesehen davon, dass ich sie für gutes Geld verkaufen konnte, ist niemand explizit auf sie eingegangen.

- Mir fehlten zum Schluss drei Gegner, die ich nicht getroffen habe. Nach einer kurzen Internet-Recherche bin ich darauf gestoßen, dass man - wenn man noch einmal die Fountain World bis zum Ende durchquert - erneut Yuus Alptraumwelt betreten kann. Wäre ich ehrlich gesagt nicht darauf gekommen und macht für mich nur bedingt Sinn, weil es sich für mich anfühlte, als wäre diese Prüfung eine einmalige Sache.


The Cruel King and the Great Hero ist eine bezaubernde, kleine JRPG-Perle, die dank kindgerechter Aufmachung und Graphik, stimmiger Musik, charmanten Details und überraschender Storytiefe (sowohl in der Haupt- als auch in den Nebenhandlungen) auf ganzer Linie überzeugt. Hat definitiv das Zeug zum Jahres-Highlight! :A

LittleChoco
20.06.2026, 20:13
Seit der Beerdigung ihrer Mutter scheint deren mysteriöse Krankheit auf Norah übergesprungen zu sein: seltsame, dunkle Flecken erscheinen auf ihren Händen und sie wird von einer schmerzhaften Schwäche erfasst, die sie in schlechten Zeiten ans Bett fesselt oder nur auf einen Stock gestützt gehen lässt. Norahs Ehemann Harry kann nicht länger tatenlos zusehen und macht sich 1934 zu einer Expedition auf, um ein Heilmittel für sie zu finden.
Als Norah nicht nur ein Paket mit Informationen und Gegenständen bezüglich der Expedition erhält, sondern auch noch erfährt, dass die Teilnehmer als vermisst gelten, nutzt sie eine gute gesundheitliche Phase, um Harry zu folgen. Ihre Reise führt sie auf eine geheimnisvolle Insel im Südpazifik, wo es nicht allzu lange dauert, bis ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf gestellt wird…


Call of the Sea ist ein spanisches Adventure, das 2020 und 2021 für den PC und verschiedene Konsolen erschien – ich selbst habe es auf der PS4 gespielt. Die Handlung erstreckt sich über einen Prolog und sechs ‚vollwertige‘ Kapitel, die zwar von H. P. Lovecraft inspiriert wurden, aber dankenswerterweise außer einigen Schreckmomenten nichts offerieren, das tatsächlich in Richtung Horror geht. (Nicht mal erwähnenswerte Tentakelsichtungen… :D)

Gesteuert wird Norah aus der Egoperspektive – man sieht also allenthalben ihre Arme und Hände, wenn sie schwimmt oder Leitern hinauf- oder hinunterklettert. Da sie nicht in dem Sinne über ihre Füße stolpern oder irgendwo herunterfallen kann, lässt es sich mit dieser Art der Navigation grundsätzlich gut leben. Allerdings kann es durchaus passieren, dass man an Unebenheiten hängenbleibt, die man - verständlicherweise – nicht im Blick hatte, weshalb bei meiner Schwester und mir der Wunsch nach einer Ganzkörperansicht hin und wieder auftauchte.

Ansonsten gestaltet sich die Handhabung erfreulich unkompliziert:
- Es gibt kein Inventar, da gefundene Gegenstände ohne vorherige Rumbastelei prompt dort eingesetzt werden, wo sie vonnöten sind.
- Das ganze Spiel kommt komplett ohne Kämpfe aus.
- Durch die Verwendung diverser Aktionssymbole (Auge, Lupe, Hand, Leiter und Zahnrad) wird die Aufmerksamkeit an und für sich auf wichtige Objekte gelenkt, allerdings fallen diese ziemlich klein aus, was eventuell dazu führen kann, dass man manches nicht für voll nimmt, wenn man nicht sehr nah an die betreffende Stelle herangeht.
- Norah schreibt nicht nur alles auf, was sie erlebt, sondern notiert auch auffällige Markierungen und andere Hinweise, die für spätere Knobeleien relevant werden, wodurch man als Spieler durchaus noch selbst gefordert wird, aber nicht Unmengen an Schmierpapier am Mann haben muss.
- Die Rätsel an sich haben durch die Bank weg ihre Daseinsberechtigung, fügen sich stimmig und logisch in das Gesamtgeschehen ein und dienen stets dem Voranschreiten in der Handlung. Das macht sie nicht zwangsläufig einfach – im Gegenteil: Manche von ihnen empfanden wir als dermaßen knifflig, dass wir mal wieder froh darüber waren uns gemeinsam der Sache angenommen zu haben. Hilfreich war dabei auf jeden Fall die Tatsache, dass bis auf wenige Ausnahmen auf Zeitdruck verzichtet wird.

Call of the Sea läuft flüssig und ohne nennenswerte Einschränkungen. Einzig der Startbildschirm erfordert ein gewisses Maß an Geduld, da es ein wenig dauert, bis sich die einzelnen Menüpunkte auswählen lassen.

Die stimmungsvolle Atmosphäre wird durch eine sehr gute Synchro sowie kräftige Umgebungsfarben unterstrichen, die jedoch in den Nacht- und Unterwasserszenen ein wenig zu düster ausgefallen sind und auf Grund dessen hier und da die Orientierung erschweren.

Das Spiel gipfelt in zwei verschiedenen Enden, zwischen denen man recht einfach binnen weniger Minuten wechseln kann.
Beinahe ebenso mühelos gestaltet sich das Zurückkehren in frühere Kapitel, um etwa unvollständige Tagebucheinträge, nicht entdeckte Wandmalereien oder gut versteckte Cameos aufzuspüren.

Insgesamt hat uns Call of the Sea durch seine spannende Handlung und den unterschiedlich schweren, aber immer fairen Rätseln, an denen wir teils ordentlich zu knabbern hatten, ziemlichen Spaß gemacht. Nach einiger Zeit zeichnete sich recht offensichtlich ab, wohin Norahs (innere) Reise gehen wird, doch das tat dem positiven Gesamtergebnis keinen Abbruch.
Behalten werden wir das Spiel vermutlich nicht, da der Wiederspielwert leider gegen null geht, aber es war nichtsdestotrotz eine angenehm kurzweilige Erfahrung.

La Cipolla
22.06.2026, 05:59
The Cruel King and the Great Hero ist ein sehr hübsches Spiel! :3 Kann mir vorstellen, dass es sich als "Baby's first RPG" eignet, wenn die Eltern danebensitzen und helfen.

Sylverthas
22.06.2026, 18:38
Das Spiel klingt ja echt niedlich. Hätte es fast übersehen, weil ich nur den neuesten Beitrag gelesen hatte. Der Soundtrack gefällt mir soweit auch. Und ein Dämonenvater mit einer Heldentochter... da kann ja praktisch nichts schiefgehen, oder? :|
Vor allem diese Unterstützung aus dem Off klingt witzig. Definitiv vorgemerkt, danke!

LittleChoco
24.06.2026, 18:10
Kann mir vorstellen, dass es sich als "Baby's first RPG" eignet, wenn die Eltern danebensitzen und helfen.

Würde ich - wie bereits erwähnt - nur bedingt zustimmen. Von der Optik her überwiegend ja (auch wenn einige der Monster - Stichwort Alptraumwelt - ziemlich gruselig aussehen), aber von der Handlung her eher nicht. Speziell die Sidequests empfinde ich dafür z. T. zu heftig.
Ein weiteres 'Gegenargument' (zumindest in unseren Breitengraden) wäre die Verwendung englischer Sprache.



Das Spiel klingt ja echt niedlich. Hätte es fast übersehen, weil ich nur den neuesten Beitrag gelesen hatte. Der Soundtrack gefällt mir soweit auch. Und ein Dämonenvater mit einer Heldentochter... da kann ja praktisch nichts schiefgehen, oder? :|
Vor allem diese Unterstützung aus dem Off klingt witzig. Definitiv vorgemerkt, danke!

Wow, ich hätte ja eher vermutet, dass es hier im Forum kein unbekanntes Spiel ist und ich nur wieder die letzte bin, die es gezockt hat. ;)
Auf den indirekten ‚Vorgänger‘ The Liar Princess and the Blind Prince bin ich auch noch scharf, auch wenn ich letztens erst darüber gestolpert bin, dass das gar kein RPG, sondern eher ein Puzzle-Adventure ist. Reizen würde es mich trotzdem - ich mag diese Graphik total...

Ὀρφεύς
24.06.2026, 21:45
Call of the Sea nehme ich mir nun schon seit Jahren vor.
Wirkt auf mich auch wie ein gemütliches Spiel, perfekt für den Sommer mit seinem Insel-Setting.
Das Ende kann ich mir allerdings schon denken, was mich aber aufhorchen lässt, sind die Rätsel.
Bin von einem simplen Walking-Simulator ausgegangen, die ich allmählich nicht mehr sehen kann.
Passend zum Spiel ist letztens auch der Nachfolger Call of the Elder Gods erschienen, welches in den Trailern ein wenig mysteriöser erscheint.

Also, :A für diesen Eindruck.

Lynx
24.06.2026, 22:14
Wow, ich hätte ja eher vermutet, dass es hier im Forum kein unbekanntes Spiel ist und ich nur wieder die letzte bin, die es gezockt hat. ;)
Auf den indirekten ‚Vorgänger‘ The Liar Princess and the Blind Prince bin ich auch noch scharf, auch wenn ich letztens erst darüber gestolpert bin, dass das gar kein RPG, sondern eher ein Puzzle-Adventure ist. Reizen würde es mich trotzdem - ich mag diese Graphik total...

Ich war damals vermutlich zumindest die erste, die es im Forum gespielt hat und seitdem sah es eher mau damit aus. :P Hatte es direkt nach Release gekauft wegen der hübschen Grafik und eben weil The Liar Princess, das mir damals schon ein Begriff war, ein Puzzle...hm, Platformer? ist. Ein Genre, zu dem ich selten gern greife.^^ Kann es dir aber, nachdem ich es inzwischen trotzdem gespielt habe, wirklich wärmstens empfehlen. Ich mochte Liar Princess insgesamt dann lieber, vor allem weil es sich nicht so in die Länge zieht wie Cruel King (ich meine vorrangig mit den Laufwegen, mich haben die leider oft schon demotiviert) und dabei trotzdem diese ganz eigene Atmosphäre sehr toll trabsportiert.

Stimme aber zu, über die Sidequests und deren Düsterheit habe ich öfter mal gestaunt, die können schon recht harter Tobak sein.