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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Sky] Charaktervorstellungen



KingPaddy
15.04.2013, 01:13
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In diesen Thread werden alle Charaktervorstellungen geschrieben. Die Charaktervorstellungen werden von KingPaddy oder Van Tommels gelesen und nur wir können das zugelassen unter den Post editieren. Zusammen mit der Zulassung werden sie hier entsprechend verlinkt. Erst wenn die Zulassung erfolgt ist, kann der Charakter am RPG teilnehmen.

Ihr könnt euch die aktuelle Liste an dieser Stelle auch als PDF-Datei herunterladen: Klick mich! (http://theelderscrolls.info/images/toft/3_Orga/TofT-Charaktere%20Skyrim.pdf)

Die aktiven RPG-Teilnehmer im Überblick:

Djure Tyrex (http://www.multimediaxis.de/threads/138198-Sky-Charaktervorstellungen?p=3322683&viewfull=1#post3322683) - weuze
Revan Azarius (http://www.multimediaxis.de/threads/138198-Sky-Charaktervorstellungen?p=3077235&viewfull=1#post3077235) - Skyter 21
Vesana Calvianus (http://www.multimediaxis.de/threads/138198-Sky-Charaktervorstellungen?p=3071120&viewfull=1#post3071120) - Bahaar
Kayét Chievas (http://www.multimediaxis.de/threads/138198-Sky-Charaktervorstellungen?p=3338870&viewfull=1#post3338870) - Van Tommels
Neria Eraishah (http://www.multimediaxis.de/threads/138198-Sky-Charaktervorstellungen?p=3338872&viewfull=1#post3338872) - Glannaragh
Ferrendes Maraude (http://www.multimediaxis.de/threads/138198-Sky-Charaktervorstellungen?p=3339838&viewfull=1#post3339838) - Kampfkatze


Mit Stand vom 16.03.2017 haben wir damit 6 aktive Charaktere in Skyrim.

Anmerkung zu den Inaktiven
Sollte ihr mit eurem inaktiven Char wieder weiterposten wollen, so könnt ihr das tun. Wenn ihr das tut hinterlasst aber bitte eine Nachricht diesbezüglich im Vorbesprechungsthread oder wendet euch direkt an die oben genannten Moderatoren, damit er wieder zu den Aktiven verschoben werdet. Die inaktiven Charaktere findet ihr hier (http://www.multimediaxis.de/threads/93101-Charakter-Vorstellungen-Inaktive).

KingPaddy
15.04.2013, 01:13
Besetzte Positionen im RPG

Die folgende Liste gibt eine Übersicht über die von den Charakteren der Spieler besetzten Ränge in den Gilden.

Ihr könnt euch die Liste auch an dieser Stelle als PDF-Datei herunterladen: Klick mich! (http://theelderscrolls.info/images/toft/3_Orga/Gildenliste%20Skyrim.pdf)

Anmerkung: Je niedriger der Rang, desto mehr Leute können ihn natürlich bekleiden, genau wie im Spiel. Führer des Hauses und einer Gilde gibt es daher verständlicherweise nur einmalig.

Gefährten

Vesana Calvianus ( Bahaar ) - Zirkelmitglied

Kriegergilde

Vesana Calvianus ( Bahaar ) - Geselle a.D.

Dunkle Bruderschaft

Neria Eraishah ( Glannaragh ) - Mörderin
Kayét Chievas ( Van Tommels ) - Mörder

Bahaar
15.04.2013, 03:51
http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/vesananah04ga2x6zypuh_thumb.jpg (http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/vesananah04ga2x6zypuh.jpg)
http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/vesanamitjackb20wdgje6y_thumb.jpg (http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/vesanamitjackb20wdgje6y.jpg)
http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/vesanamitjacktmi5zgfpx7_thumb.jpg (http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/vesanamitjacktmi5zgfpx7.jpg)


http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/vesanamitvilko5bfcxnh3s_thumb.jpg (http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/vesanamitvilko5bfcxnh3s.jpg)
http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/vesanamitzielpfgzm1ts9o_thumb.jpg (http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/vesanamitzielpfgzm1ts9o.jpg)
http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/vesanakampfmi54k6epfha2_thumb.jpg (http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/vesanakampfmi54k6epfha2.jpg)
(Bilder als Links)

Name: Vesana Calvianus
von Freunden oft „Vesa“ genannt
reist meist unter dem Decknamen: Nevara Cassidian Geburtsjahr: 4Ä 177
Geburtstag: 17. des Herzfeuers
Geburtsort: Skingrad
Sternzeichen: Die Fürstin
Rasse: Kaiservolk

Familie:
Vater: Magnus Calvianus
Mutter: Nevara Calvianus (tot)
Schwester: Emilia Calvianus (verschwunden)Alter: 23/24 Jahre
Größe: ~162 cm
Gewicht: 52-54 kg

Gildenmitgliedschaft:
(ehemals) Kämpfergilde (Geselle)
Die Gefährten (Zirkelmitglied)Beruf:
Jägerin
Aufträge für Die Gefährten
Gelegentlich externe AufträgeLehrmeisterin für Klingen im RPG:
Kurzwaffen (Lehrling bis Experte)
Langwaffen, einhändig (Lehrling bis Experte)
Zwei Einhändige (Lehrling bis Experte)
Aussehen:
Ein Nord würde Vesana wohl am ehesten als zierlich beschreiben. Von schlanker Statur und klein, wirkt sie nicht unbedingt sehr stark. Nur über dezent ausgeformte Muskulatur, dafür gut erkennbare weibliche Formen verfügend, mag sie manch einer deshalb schnell unterschätzen. Helle, reine Haut und dunkles, schulter- bis brustlanges Haar in Verbindung mit einem fein konturierten Gesicht runden die Illusion ab. Nur die dunklen, graugrünen Augen mit leichtem, gelben Schimmer, die wach und hin und wieder auch ein bisschen wild dreinblicken, sowie das gelegentliche spitze Lächeln auf den schmalen Lippen verraten dem aufmerksamen Beobachter im Alltag, dass mehr dahintersteckt und sich der eine oder andere Unvorsichtige schnell die Finger an ihr verbrennen mag.
Je nach Wetter und Klima in Tuniken, Hosen und Mäntel gehüllt, trägt sie auch eher mehr, als weniger aktiv zu ihrer Illusion bei. Nur auf Reisen und im Wald trägt sie offen zur Schau, was sie eigentlich ist: Eine Jägerin durch und durch. Ein leichter Lederharnisch, Stiefel, fingerlose Handschuhe, Schwert, Bogen oder Armbrust verstecken dann ihre zarte Erscheinung.

Aussehen – Stichwortform:
Schlanke Statur
Dezent muskulöser, trainierter Körper, aber weiblich geformt
Helle Haut
Fein geschnittenes Gesicht
Dunkelbraune, fast schwarze Haare; schulter- bis brustlang
Dunkle, graugrüne Augen mit gelbem Schimmer

Trägt i.d.R. Tuniken, je nach Klima mit Hose, Jacke, u./o. Mantel
Charakter:
Der unwissende Beobachter auf der Straße würde Vesana wohl am ehesten als stolze, mitunter auch arrogante und überhebliche Person bezeichnen, die sich ihrer selbst ausgesprochen sicher ist und von ihren Stärken Gebrauch zu machen weiß. Vielleicht fiele ihm noch auf, dass sie auch in so mancher brenzliger Situation noch einen kühlen Kopf zu bewahren weiß und sich kaum Vorschriften machen lässt.
Freunde würden sie wohl aber eher als treue und verlässliche Person mit hohen Ansprüchen an sich und andere beschreiben, die sich nicht scheut Wahres kundzugeben.
Vielleicht ist es auch ein bisschen von Allem, das sie auszeichnet, oder auch nichts davon. Sicher sein können sich hier die wenigsten. Aber wehe dem, der sich anmaßt zu glauben, sie einschätzen zu können – er mag vielleicht so manche Überraschung erleben.

Charakter – Stichwortform:
Verschlossen
Höflich, aber hochnäsig; gelegentlich arrogant und überheblich
Kühl, ernst
Beherrscht
Misstrauisch
Spitzfindig
Verlässlich
Ausrüstung:
Vesana führt einen Handkarren mit sich, um ihre Ausrüstung zu transportieren. Nachfolgend eine Auswahl dieser:

Waffen:
Stahlschwerter von der Himmelsschmiede(aktualisiert)
Jagdbogen mit Eisenpfeilen
Einfache Armbrust mit Stahlbolzen
Verschiedene Stahldolche
Langer Speer mit StahlspitzeSonstiges:
Werkzeuge
Zelt, Schlafutensilien
Kleidung, Schmuck
Lederrüstung
Landkarten
Zahlreiche Leder- und Trinkbeutel, zwei Tornister
Fertigkeiten:
Formidable Bogen- & Armbrustschützin, gewandte Schwertkämpferin, geübt mit dem Speer
Flexibel im Tragen von leichten Rüstungen
Geübt im Aufstellen und Anfertigen von Fallen
Geübt im Schleichen
Grundlegende Kenntnisse in Alchemie (Heilkunst)
Grundlegende Kenntnisse in Schmiedekunst
Beidhänderin
Vorgeschichte:
---

Anm. d. Verf.: Auf die Vorgeschichte soll an dieser Stelle verzichtet werden. Sie wird im Rahmen des RPGs intensiv eingebunden und würde zu diesem Zeitpunkt Pointen, Wendungen, Aha-Effekte und anderweitig sensible Informationen vorweggreifen. Stattdessen wird hier im Anschluss ein Einstieg in die Geschichte als erster Beitrag außerhalb des Rollenspielthreads mitgegeben.

Als Maßstab der Welt werden für die Geschichte diese (http://img189.imageshack.us/img189/3340/ta18jq.jpg) und diese (http://elderlore.files.wordpress.com/2012/01/map_arthmodeus.jpg) Karte verwendet.


Geistermeer, Solstheim, Rabenfels

Frische, salzige Seeluft, sanftes Schaukeln im leichten Seegang und das Knarren der Spanten und Planken mit den Bewegungen des Schiffsrumpfes. Eine entspannende Kombination, die zum allseitigen Wohlbefinden beitrug, den Kopf freiräumte und eine Verschnaufpause ermöglichte. Vesana stellte da keine Ausnahme und erholte sich von den heftigen, endlich nachlassenden Kopfschmerzen der vergangenen Tage, wenngleich die Erleichterung über das friedlich daliegende Geistermeer bei Gjalund und seinen Matrosen wesentlich stärker zu spüren war – gerade und vor allem nach dem brachialen Sturm des letzten Tages. Seine Spuren zeichneten die Nordmaid. Nägel und Eisenklammern, die das arbeitende Holz herausgetrieben hatte, ein eingerissenes Segel und ein paar über Bord gegangene Fässer – an sich nichts Weltbewegendes, aber für einen einfachen Mann wie Gjalund, für den es auf jeden Septim ankam, eine mittelschwere Katastrophe.
Die junge Kaiserliche, die am Bug des Schiffes zwischen einigen Kisten großteilig verborgen an einem Fass lehnte, rieb sich erst die Augen und dann die Schläfen, bevor sie lange hinter einer Hand verborgen gähnte. Sie hob das in den Nacken und gegen das Fass gestützte Haupt und richtete den Blick gerade aus auf den Horizont, wo sie das Ziel der Reise bereits deutlich erkennen konnte: Solstheim. Es würde nicht mehr lange dauern, bis sie im Hafen von Rabenfels einliefen. In dieser Gewissheit genoss Vesana die letzten Sonnenstrahlen, ihr wärmendes Prickeln auf der Haut und die tiefenwirksame Erholung, die auch die letzten schmerzhaften Stiche aus ihrem Kopf vertrieb, denn über der Insel im Norden Morrowinds hingen dunkle Wolken, die ihren Ursprung leicht erkennbar am Roten Berg nahmen. Sie griff noch einmal den kleinen Beutel mit Tagebuch, Tintenfässchen und Federkiel auf und ging ihre Finanzen durch. Eigentlich zahlte sie schon genug für die Überfahrt von Windhelm nach Rabenfels, aber Gjalund schien eine aufrichtige Seele zu sein und von Luft leben konnte auch er nicht. Vielleicht würde sie ihm einen kleinen Obolus für die Gastfreundschaft und Sturmschäden geben. Vielleicht aber auch nicht. Sie wusste es noch nicht.
Gerade als sie ihr ledergebundenes Büchlein wieder wegsteckte, schlug der Wind um. Statt frischer Luft aus dem Nordwesten, trieb er ihr nun rauchig-trockene Luft mit einer Note von Schwefel aus dem Südosten zu. Die Nordmaid, ihre Besatzung und Passagiere befanden sich nun im Wirkungsbereich des Roten Berges und keinem gefiel das sonderlich. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis die Aschwolken die Sonne zu einer orange-roten Scheibe am Himmel verdunkelten und die Idylle an Deck in eine ungemütliche Vorhölle verwandelten. Zwar war es nicht unbedingt heiß, aber die Luft biss in den Lungen und Augen. Das reichte schon. Keiner der wenigen Gäste an Bord des Kahns wollte nun noch draußen sein, und so verschwand auch Vesana flink zurück unter Deck.

Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis sie die Insel erreichten und im Hafen der kleinen Stadt Rabenfels festmachten. Vesana schnürte gerade ihren zweiten Stiefel nach, als der letzte Ruck durch den Rumpf fuhr und sie still am Anlegesteg lagen. Sie ging hinauf an Deck und wurde sofort von beißender, rauch- und aschegeschwängerter Luft begrüßt. Ein Husten ließ sich kaum unterdrücken. Den anderen Reisenden auf Gjalunds Schiff, die nach ihr hinauf kamen, erging es nicht viel anders. Alles erstickte im Grau der Asche. Wie Schnee lag sie auf den Dächern, den Wegen, den Kisten und Fässern am Kai, ja sogar auf den Helmen und Rüstungen der dunmerischen Wachen des Hauses Redoran. Sie verklebte Haare, verunzierte die Haut mit schwarzen Schlieren und Flecken und reizte die Nase bis zum Niesen. Ungemütlich, war noch eine ausgesprochen beschönigende Beschreibung des Ganzen. Nur gut, dass Vesana nicht vorhatte, lange im Süden der Insel zu bleiben. Im Norden sollte das Wetter zwar wesentlich kälter, dafür aber nicht ganz so trist und trostlos sein. Zumindest den Beschreibungen nach, die ihr Gjalund unterwegs gegeben hatte. Sie würde es bald selbst sehen.
„Scheint hier jemals die Sonne?“, wollte einer der anderen Passagiere wissen. Auch ein Kaiserlicher – und so wie er aussah, ein Stadtmensch direkt aus Cyrodiil, wenn jemand Vesana nach ihrer Meinung gefragt hätte. Was er hier wollte, blieb ein Rätsel.
„Im Winter, wenn der Wind dauerhaft aus dem Norden weht. Aber dann friert Ihr Euch dafür vermutlich zu Tode“, erwiderte einer der Matrosen.
„Hmpf“, schnaufte der Kaiserliche nur.
Vor dem Verlassen des Schiffes musste jeder der überfahrenden Gäste die zweite Hälfte der Fährgebühr zahlen. Gjalund machte sich die Mühe und zählte von jedem einzelnen das Geld nach. Er war vielleicht einfach und genügsam gestrickt, aber auf keinen Fall dumm. Als letzte kam Vesana an die Reihe. Der seefahrende Nord zählte auch ihren Betrag durch und blickte schließlich zu ihr auf. „Das ist zu viel, meine Liebe!“
„Für die Sturmschäden“, entgegnete sie und setzte ein schmales, eher gezwungenes Lächeln auf.
„Seid Ihr sicher?“
„Natürlich.“
„Habt Dank!“ Sein gegerbtes Gesicht nahm freundliche, freudige Züge an. „Wenn ich irgendetwas für Euch tun kann …“
„Das könnt Ihr“, sagte sie, bevor der Seemann seinen Satz beenden konnte.
„So sprecht!“
„Ihr könnt mir sagen, wo ich möglicherweise meinen Reisekarren für die Dauer meines Aufenthaltes auf Solstheim unterstellen kann – auch gegen eine kleine Gebühr, wenn nötig“, erklärte sie ihr Anliegen. „Und mir dabei helfen, ihn dorthin zu bringen.“
„Hm, lasst mich überlegen … Vielleicht in der Ebenerzmine. Der Besitzer ist ein alter Kaiserlicher aus Cyrodiil. Ich bin sicher, dass er einer jungen Frau wie Euch behilflich sein wird.“ Er stand auf und steckte ihre Septime zum restlichen Geld. „Männer!“, pfiff er seine beiden Matrosen zu sich, „helft doch mal einer freundlichen Dame mit ihrem Karren!“ Zusammen hievten die drei Nord den Wagen aus dem Unterdeck und von Bord auf den Anlegesteg. „Lyrgleid, bring‘ sie doch zur alten Mine!“
„Aye, mach‘ ich“, erwiderte dieser.
„Danke.“ Vesana nickte Gjalund zum Abschied zu und wandte sich zum Gehen.
„Oh, eines noch!“, warf ihr der Nord hinterher. „Hier.“ Er reichte der Kaiserlichen ein größeres, beiges Stofftuch. „Wickelt es Euch um Mund und Nase, gegen die Asche in der Luft. Die kann üble Sachen mit einem machen, wenn man nicht vorsichtig ist.“
„Abermals, vielen Dank. Wann fahrt Ihr das nächste Mal nach Windhelm?“
„In fünf Tagen. Aber im Grunde immer abwechselnd einmal nach Schwarzlicht und einmal nach Windhelm. Die Leute hier wissen das schon, wenn Ihr sie fragt.“ Vesana nickte zum Abschied und verschwand mit Lyrgleid, der ihren kleinen Karren zog, zwischen den Häusern am Ufer. Sobald sie einen Platz für ihren Wagen und ihr Gepäck fand und sich für die Reise fertig kleiden konnte, würde sie endlich nach Norden weiterreisen und die schon jetzt unerträgliche Aschewüste hinter sich lassen.

zugelassen by KingPaddy


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Skyter 21
09.05.2013, 22:46
Name: Revan Azarius (viele kennen ihn nur unter seinem Decknamen „Golion“)
Rasse: Dunmer
Geschlecht: männlich
Alter: 71 (4Ä 201)
Sternzeichen: Die Diebin
Beruf: -

Aussehen:
1,80m groß; drahtig; abgemagert; rote Augen; strähnige, schwarze Haare.
Narben im Gesicht, an den Händen, auf dem Rücken.
Charakter:
Misstrauisch gegenüber anderen Personen, geduldig, starker Überlebenswille, Improvisationskünstler, Loyalität gegenüber anderen Personen besteht nur so lange wie es ihm zu Vorteil gereicht.

Fertigkeiten:
Athletik (Experte)
Taschendiebstahl (Experte)
Schleichen (Experte)
Akrobatik (Geselle)
Nahkampf (Geselle)
Klingen (Geselle; gilt nur für Dolche und Kurzschwerter)
Schütze (Geselle; gilt für sämtliche (improvisierte) Wurfwaffen die sich gut verbergen lassen)
Schlösser knacken (Geselle)
Wortgewandtheit (Lehrling)
Feilschen (Lehrling)
Blocken (Lehrling)

Rest: Novize


Geschichte:
Revan wuchs in der Kaiserstadt als Sohn einer Hure mit Unbekanntem, jedoch mit Sicherheit nicht-elfischem Vater, auf. Er hatte 3 Geschwister, die geprägt durch ihre Umgebung, auf kriminellem Weg ihren Lebensunterhalt bestritten. Revan war da keine Ausnahme. Sobald er laufen konnte wurde er tagsüber auf die Straße zum Betteln geschickt. Zwar verdiente seine Mutter nicht wenig, jedoch wurde das Geld meist für Alkohol und Drogen ausgegeben bzw. verlangte der jeweilige Freier seinen Anteil. So viel musste man der Frau lassen, sie konnte ihre Freier wechseln wie sie wollte und jedes mal überredete sie betreffende Person, so dass ihr keine Nachteile entstanden.
Revan dagegen hatte mit Betteln sehr wenig Erfolg. Die Konkurrenz war groß und oft kam er mit leeren Händen nach Hause, was ihn meist um die einzige Mahlzeit des Tages brachte. Der Dunmer lernte schnell das ihm niemand etwas umsonst geben würde und die Güte von fremden Menschen ein Traum war. Daher versuchte er es mit Taschendiebstahl und dem Stehlen von Essen. Anfangs wurde er oft erwischt und musste weglaufen. Aber er war langsam und bekam im Gegenzug Schläge und Tritte. Selbst die Wachen machten sich oft nicht die Mühe ihn ins Gefängnis zu werfen, eine Tracht Prügel würde es schon richten. Wenn der Hunger zu groß war, wurden entweder Ratten gejagt, die in den Gossen der Stadt ein alltäglicher Anblick waren, oder er aß weggeworfene, manchmal halb verfaulte Lebensmittel.
Krankheiten wie Pocken, Braune Fäule oder Sumpffieber rafften regelmäßig viele Bewohner der Gossen und des Hafenviertels dahin. Auch Revan stand mehr als einmal kurz vor dem Tod, aber irgendwie überlebte er, im Gegensatz zu vielen Anderen. Sein zweitältester Bruder starb an einer Lungenentzündung.
[...]
Mit der Zeit wurde der Dunmer immer besser im Taschendiebstahl und Weglaufen. Der Hunger quälte ihn nun nicht mehr ganz so oft wie früher. Gerade als es ein wenig besser für ihn lief wurde er von anderen Jugendlichen oder Erwachsenen angegriffen, wenn er gerade etwas Geld oder Essen geklaut hatte. Wenn es nur ein oder zwei waren, konnte er ihnen noch davonlaufen. Das half jedoch nur selten, viel öfter musste er kämpfen. Anfangs verlor er, da aufgeben aber nicht zu seinen Prinzipien gehörte, begann Revan sich zu wehren. Dabei lernte er alles als Waffe zu benutzen, was in greifbarer Nähe war, völlig egal ob es sich dabei um Sand, Dreck, Scherben, Steine oder Knochen handelte. Solange er mit seine Beute danach noch in Händen hielt, war alles in Ordnung. Das Leben war ein ständiger Kampf um die besten Bettelplätze, Gold , Essen und Gefälligkeiten geworden. Die Sieger erhöhten ihre Chancen ein wenig länger zu leben, die Verlierer starben vielleicht früher. Gefälligkeiten waren mitunter wertvoller als Gold, da man als Schuldner nie wissen konnte, wann eine Gefälligkeit eingefordert wurde und vergessen wurden sie nie.
Zu etwa der gleichen Zeit begann Revan seine Gewinne nicht mehr bei seiner Mutter, oder viel mehr der Hure wo er wohnte, abzugeben, da er mittlerweile herausgefunden hatte, wozu sie das Geld benutzte. Ihrerseits fing sie an den „ungezogenen Jungen“ Manieren beizubringen. Das schlug komplett fehl, da Revan sich verteidigen konnte. Zum Schein gab er ihr danach wieder das Geld und stahl ihre Drogen und den Alkohol um ihn auf der Straße wiederum zu verkaufen. Nachdem sie das bemerkte, warf sie ihn endgültig aus dem Zimmer das sie bewohnte. Leider schloss sie Nachts die Tür ab, sonst hätte Revan sie weiterhin um das wertvolle Zeug erleichtert. Wenn er sie jedoch auf der Straße entdeckte und ihre Tür nicht verschlossen war, lohnte sich meist ein Blick in ihr Zimmer um ein paar zusätzliche Septime einzustreichen. So konnte Revan später seine ersten Gefälligkeiten, meist gegenüber Süchtigen, einfordern und er wurde nie enttäuscht. Wenig später fand der Dunmer seine einzige Schwester tot in der Gosse. Allem Anschein nach wurde ihr, wie so vielen Anderen auch, die Skoomasucht zum Verhängnis.
[...]
Jahre später versteckte Revan sich im Schatten einer kleinen Gasse und beobachtete das früh abendliche Treiben auf der Straße vor ihm. Er hatte ein Talent entwickelt gleichzeitig da zu sein, aber von den Leuten nicht wahrgenommen zu werden. Es war ungewöhnlich kalt, obwohl der Frühling bereits begonnen hatte. Der Dunmer hüllte sich noch mehr in seinen ausgefransten, löchrigen Mantel. Geduldig verfolgte er seit Stunden die Passanten und schenkte vor allem ihren Gürteln Beachtung. Ein gefüllter Beutel am Gürtel eines vermummten Mannes interessierte ihn besonders. Das versprach eine guter Fang zu werden. Möglichst unauffällig ging er in die Menge und folgte seinem Ziel. Langsam kam er näher, mit jedem Schritt wurde die Beute greifbarer. Der Dunmer nahm die angeschliffene Münze aus seiner Manteltasche zwischen Zeige- und Ringfinger und beschleunigte seine Schritte. Mit einer einzigen Bewegung durchtrennte er die Schnur, welche den Beutel am Gürtel hielt und bekam seine Beute zu fassen. Schnell verschwand beides wieder in der Manteltasche. Sein Opfer hatte nichts bemerkt. Die nächste Gasse zu seiner linken sollte ihn von der belebten Straße bringen, damit er in Ruhe seine Beute begutachten konnte.
Kurz nachdem er in den Schatten der Gasse getreten war, spürte er eine Dolch am Hals und eine raue Männerstimme hinter ihm erklang: „Du hast da etwas, das mir gehört.“
„Ich weiß nicht....“, begann Revan aber ein leicht erhöhter Druck auf die Klinge an seinem Hals ließ ihn sofort verstummen. Stattdessen wanderte eine Hand in seine rechte Manteltasche und förderte den soeben gestohlenen Beutel zu Tage. „Du weißt sehr wohl. Aber du bist gut, besser wie alle vor dir. Mal sehen ob du auch klüger bist als die Anderen.“ Die Klinge verschwand von seiner Kehle und der Dunmer überlegte einen Moment ob er davonlaufen sollte. Eine echte Chance rechnete er sich nicht aus. Stattdessen ging er zwei Schritte nach vorn, drehte sich langsam um, griff währenddessen in seinen Manteltasche und nahm ein kleines Päckchen heraus, welches er in seiner Rechten verbarg. Erstaunlicherweise war sein Gegenüber ein Waldelf. „Was wollt ihr?“ fragte Revan unsicher. Der Bosmer grinste. „Das Päckchen in deiner Rechten kannst du gleich wieder wegstecken. Wenn ich dich töten wollte, hätte ich es bereits getan.“ Der Dunmer konnte seine Überraschung nicht verbergen, was dem Waldelf ein leises Lachen entlockte. „Hör zu Junge: Du hast Talent und du bist nicht auf den Kopf gefallen. Ich mache dir ein Angebot.“ Der Bosmer legte eine Kunstpause ein um Revans Reaktion zu beobachten, dann fuhr er fort: „Was hältst du davon, wenn ich dich ausbilde?“ Die Augen des Dunmers wurden schmal. „Wo ist der Haken?“
Wieder lachte der Bosmer. „ Kein Haken. Ich bilde dich aus und du hilfst mir bei meinen Aufträgen. Später bekomme ich dann einen Teil deiner Beute wenn du kleinere Aufträge alleine erledigst. Was sagst du?“ Revans Augen wurden noch ein wenig schmaler. „Was für Aufträge? Seid ihr ein Schläger oder ein Meuchler?“ Der Waldelf schien ernsthaft empört. „Willst du mich beleidigen? Nein, ich bin weder Schläger noch Meuchler. Ich bin ein König unter den Dieben. Ich kann dich die hohe Kunst des Diebeshandwerks lehren. Wie du bei Karten-und Würfelspielen betrügst, Leuten mit illegalem Glücksspiel das Geld aus den Taschen ziehst, ihnen ihre Börsen stiehlst ohne das sie etwas merken. Schlösser werden kein Hindernis mehr für dich sein, ich lehre dich wie du die Ware zu einem guten Preis verkaufst und noch einiges mehr. Bist du interessiert oder willst du den Rest deines Lebens in diesem Loch leben?“
Revan war zwar misstrauisch aber dieses Angebot klang zu verlockend. Vielleicht war es seine einzige Chance irgendwann aus dieser Gosse raus zukommen. Auf die Diebesgilde hatte er aufgehört zu hoffen. Er seufzte. „In Ordnung, bildet mich aus.“
Der Bosmer lachte. „Wie heißt du, mein Junge?“ „Revan Azarius“, antwortete der Dunmer. Der Waldelf musterte ihn eindringlich. „Du brauchst einen Decknamen wenn du arbeitest. Ich bin Faldil. Die meisten nennen mich aber Cale.“ Nach einem kurzen Blick hinter sich fügte er hinzu: „Folge mir, wir stehen hier schon zu lange.“ Schweigend folgte Revan diesem seltsamen Elfen, obwohl sein Instinkt ihn eindringlich warnte dass er gut daran täte, zu laufen.
[...]
Die Ausbildung wurde anstrengender, wie Faldil gedacht hatte. Im ersten Moment war er gegenüber sich selbst erstaunt dass er einen völlig ungebildeten Mer zu seinem Schüler gemacht hatte. Im zweiten Moment schalt er sich einen Narren. Wie sollte ein Straßenkind denn auch lesen oder schreiben können wenn es ihm niemand lehrte. Also verwendete der Bosmer die ersten Monate darauf dem Dunmer den, seiner Meinung nach, wichtigsten Schlüssel in die Hand zu geben: Lesen, Schreiben und Rechnen. Dies würde er später noch sehr oft brauchen, öfter wie er in dem Moment ahnen würde. Zum Glück war Revan wissbegierig und nachdem er lesen konnte, verschlang er ein Buch nach dem Anderen. Seine Schrift war noch recht grob und es fehlte eindeutig an Übung, aber es war ein Anfang. Ein netter Nebeneffekt der ganzen Sache war, dass dem Dunmer nie langweilig wurde, da Faldil genug Bücher gesammelt hatte. So konnte der Bosmer seine Wohnung auch ein paar Stunden verlassen ohne das Revan auf dumme Gedanken kam. Aber es kam der Punkt an dem Faldil klar wurde, dass er jetzt mit der eigentlichen Ausbildung beginnen musste, wenn er seinen Schüler halten wollte.
„Nun gut, höre mir genau zu. Ich werde dich vom heutigen Tag an in die Geheimnisse des Diebeshandwerks einweisen. Vieles was ich dir erzählen werde, sage ich nur einmal. Denn zu oft ausgesprochen ist ein Geheimnis seines Namens nicht mehr würdig.“
[...]
Eine ausgesprochen dämliche Idee, diesem jungen Adeligen die Börse klauen zu wollen. Leider hatte dessen Geliebte den Dunmer bemerkt und nach einem spitzen Schrei ihrerseits wusste wirklich jeder im gesamten Bezirk was gerade passierte. Zumindest fühlte es sich so an, wenn viele hundert Augenpaare einen anstarrten und die Wachen zielsicher zu einem führten. Schneller als er laufen konnte, hatten 2 Soldaten der kaiserlichen Legion ihn verhaftet und zum Gefängnisbezirk geschleift. Dieser Weg war mit eine der größten Erniedrigungen die Revan bis zu diesem Zeitpunkt über sich ergehen lassen musste. Die wohlhabenderen Einwohner tuschelten verhalten miteinander, während die ärmeren Leute Grimassen schnitten und verfaultes Obst nach ihm warfen. Einzig die Tatsache das er von 2 Legionären flankiert wurde, ersparte ihm eine Dusche mit menschlichen Exkrementen.
Einmal in seinem Leben hatte Revan einen anderen Pechvogel gesehen der auch quer durch die Stadt geschleift wurde, weil er ein Mitglied des Ältestenrats bestehlen wollte. Er kam nie im Gefängnis an. Der Dunmer jedoch erreichte das Gefängnis und wusste nicht ob er erleichtert sein sollte. Er wurde in eine Zelle mit 2 anderen Insassen gesteckt. Dann hieß es warten. Obwohl die Familie des Adeligen vermutlich alles daran gesetzt hatte, das Revan die höchstmögliche Strafe bekam, so war es doch nur ein Gefängnisaufenthalt.
Vermutlich keinen Tag zu früh wurde er wieder aus dem Gefängnis entlassen und zu seiner großen Überraschung hatte Faldil auf seine Rückkehr gewartet. Bevor jedoch weitere Raubzüge geplant werden konnten, wurde die Kaiserstadt von den Truppen des Aldmeri Bundes erobert. Das nachfolgende Morden und Brandschatzen der Eroberer sollte sich tief in Revans Gedächtnis brennen.
Die Zeit während des großen Krieges war anfangs sehr gut, vor allem der Schwarzmarkt florierte und erreichte nie gekannte Ausmaße. Allerdings wurden mit jedem Tag die Preise ein wenig teurer und irgendwann war das Wachstum wie ein Geschwür das die Kaiserstadt von innen heraus tötete. Der Unterschied bestand lediglich darin, das der Tod am Ende in Form der aldmerischen Truppen kam. Die Rückeroberung durch das Kaiserreich war nicht weniger blutig, jedoch blieb diesmal die Bevölkerung verschont.
Danach dauerte es ein paar Jahre bis die Kaiserstadt wieder wie der Phönix aus der Asche stieg und bald ging alles wieder seinen gewohnten Gang. Mit dem Unterschied das sich die Bündnisse und Verträge der Diebe untereinander gravierend geändert hatten. Selbiges galt für das Verhältnis der verschiedenen Kräfte untereinander.
Neue Bedingungen, die große Chancen boten, einem jedoch genau so schnell das Genick brechen konnten. Diese Erfahrung machten viele und manchmal verging keine Nacht, an dem nicht eine weitere Leiche im Hafen der Kaiserstadt versenkt wurde. Vor allem die Einmischung der Thalmor barg neue Gefahren, da man nie wusste, wer jetzt für sie arbeitet. Die Kollaborateure hatten keinen leichten Stand und mussten permanent um ihr Leben fürchten, da niemand die Greuel des großen Krieges vergessen hatte.
[…]
Die Kunde von der Ermordung des Großkönigs von Himmelsrand verbreitete sich so schnell wie die alljährlichen Krankheitswellen im Herbst. Und sofort wurden wieder Pläne geschmiedet wie man aus diesem Ereignis vielleicht in Zukunft profitieren könnte.
Für Revan war das jedoch nicht von belang. Seit einiger Zeit hatte er das Gefühl das seine Lehre bei Faldil bald vorüber sein würde. Viel hatte er in den letzten Monaten nicht mehr gelernt. Sein Mentor hatte dies auch selbst zugegeben, allerdings wollte er ihn ein letztes Mal prüfen. Leider mangelte es an Gelegenheiten und Revan hatte sich mit kleineren Gaunereien über Wasser gehalten. Das gute an der Sache war, das die Stadtwache ihn nicht aktiv suchte. Dadurch konnte er sich freier bewegen und hatte mehr Möglichkeiten seinen Unterhalt zu sichern.
Eines Abends fand er einen Brief seines Mentors in seiner Wohnung. Der Dunmer brach das Siegel und las die Nachricht:

Golion,
der Adler ist aus dem Horst geflogen und die Ratten werden leichtsinnig.
Triff mich morgen Abend im aufgetriebenen Floß.

Cale

Revan lächelte, endlich war es soweit.

"Zugelassen" by KingPaddy

Bahaar(iger_ZA)
06.02.2015, 15:02
[Bilder und Skizzen am Ende des Beitrags]

Name: Amelia Melina Yoni Val Nevenas
Von der Familie und Freunden oft einfach »Lia« genanntGeburtsjahr: 4Ä 181
Geburtstag: 8. des Morgensterns
Geburtsort: Neven (Städtchen nahe Dwynnen)
Provinz: Hochfels
Sternzeichen: »Das Ritual«
Rasse: Bretonin (Reinblut)

Familie (Auswahl):
Vater: Vlado Damon Anto Val Nevenas
Mutter: Marina Ralena Thao Val Nevenas (ehem. Val Nurinia)
Onkel: Natalios Gael Belton Val Nurinia
Bruder: Jendrik Malo Ludark Val Nevenas
Bruder: Tarkon Ilan Rade Val Nevenas
Schwester: Elisa Jasna Sophi Val Nevenas
Hund: RasvanAlter: 20
Größe: ~1,60 m
Gewicht: 51-53 kg

Gildenmitgliedschaft:
keineBeruf:
Im Dienst der Familie
Forscht mit ihrem Onkel an neuen Zaubern
Angehende Historikerin
Aussehen:
Selbst für eine Bretonin würde jeder sie als klein und zerbrechlich beschreiben. Schlank, feminin und typisch adelig ohne größere körperliche Konditionierung. Obwohl dem jugendlichen Alter inzwischen entwachsen, ist ihr die Jugend noch in Spuren anzusehen. Von den weichen, ansehnlichen Rundungen des Gesichtes und dem bauchnabel- bis hüftlangen, nahezu pechschwarzen Haar einmal abgesehen, liegt ihr herausstechendes Merkmal wohl in den gletscherblauen Augen.
Dunkler Lidschatten, schwach gerötete Wangen und Lippen, häufig mit Silberspangen verziertes Haar, edle Ringe, Armreifen, Halsketten und Ohrringe, oft genug auch schmale Diademe – zusammen mit aufwändig geschnittener Kleidung aus edlen Stoffen sind ihre hohe Geburt und reiches Elternhaus nur schwer zu verkennen. Dass sie dies so zur Schau trägt, mag oft genug und vor allem bei jenen, die von weit weniger leben müssen, zum Anschein von standestypischer Hochnäsig- und Überheblichkeit beitragen. Aufrechte Körperhaltung und öfter leicht gehobenes Kinn tragen zu dem ebenfalls bei. Das häufig zu beobachtende freundliche, milde Lächeln stört dieses Bild jedoch.

Aussehen – Stichwortform:
Klein, schlank, regelrecht zerbrechlich, feminin
Bauchnabel- bis hüftlanges Haar; ebenerzfarben bis pechschwarz; häufig in einem dicken Zopf zusammengeflochen
Helle, reine, gepflegte Haut; schwach geschminkt
Gletscherblaue Augen
Weiches, sanftes Gesicht; häufig von einem freundlichen Lächeln geziert
Trägt viel Schmuck und aufwändige Gewänder aus edlen Stoffen
Charakter:
Wer sich vom äußeren Schein Amelias jedoch nicht abschrecken lässt, ob nun aufgrund der adeligen Wurzeln und hochnäsigen Erscheinung, oder wegen anderer Barrieren, stellt allerdings schnell fest, dass hinter dem Schein der hochnäsigen Bretonin ein sanftes, freundliches Gemüt mit großem Herz und viel Wohlwollen verborgen liegt. Es mag verwundern, dass eine zweifelsfrei hübsche, sicherlich von anderen adeligen Söhnen umschwärmte junge Frau nicht zum Opfer ihres eigenen Standes geworden und verdorben ist – doch auch den Belangen der Mitglieder der einfachen Stände mit offenen Ohren begegnend, scheint ihr dieses Schicksal zumindest an ihren vielen guten Tagen erspart geblieben zu sein.

Charakter – Stichwortform:
Freundlich, warm
Standesbewusst, aber offen; höflich
Aufmerksam, neugierig
Verlässlich
Manchmal etwas störrig und stur, eitel
Ausrüstung:
Führt eine Vielzahl von Gegenständen und Habseligkeiten mit sich, über die sie jedoch selbst keinen genauen Überblick hat. Ihr Onkel, ihre Zofe und die Soldaten ihres Vaters sorgen sich für sie darum.
Magischer Stab der Frostwand
Kleidung, Schmuck, Kosmetik
Bücher
Fertigkeiten:
Geschickt im Umgang mit Zerstörungsmagie und magischen Stäben (Eis- und Schockmagie)
Geübt mit Mystikzaubern
Geübt mit Illusionszaubern
Grundlegende Kenntnisse in Veränderungsmagie
Gewandte Rednerin
Linkshänderin
Vorgeschichte:
---

Anm. d. Verf.: Auf die Vorgeschichte soll an dieser Stelle verzichtet werden. Sie wird im Rahmen des RPGs intensiv eingebunden und würde zu diesem Zeitpunkt Pointen, Wendungen, Aha-Effekte und anderweitig sensible Informationen vorweggreifen. Stattdessen wird ein Einstieg in die Geschichte als erster Beitrag außerhalb des Rollenspielthreads mitgegeben.

Als Maßstab der Welt werden für die Geschichte diese (http://img189.imageshack.us/img189/3340/ta18jq.jpg) und diese (http://elderlore.files.wordpress.com/2012/01/map_arthmodeus.jpg) Karte verwendet.


Geistermeer, Herz des Gerechten

Salzige Gischt, von dunkelgrauen Wolken verhangener Himmel, böiger Wind, unruhige See – und das seit Tagen. Warum genau fiel Amelia schwer zu sagen, aber die Reise mit dem Schiff ihres Vaters von Camlorn aus hatte sie sich irgendwie angenehmer ausgemalt. Ebenso wohl auch ihr Magen, der sich nur erbärmlich frierend mit Blick auf die schwarzen, weißschäumenden Wellen weit vor dem Bug der Herz des Gerechten befrieden ließ. Die in samtenen, fuchsbraunen Handschuhen steckenden Finger krallten sich zitternd am von eisigem Sprühnebel überfrorenen Schiffsgeländer fest, die Füße in den hohen Stiefeln stemmte sie leicht versetzt gegen die Planken, vermied es jedoch sich zu weit niederzubeugen. Bei der Höhe der Wellen, der aalglatten Brüstung und dem schmierigen Deck mochte sie zu schnell abgleiten und sich das tiefgefrorene Holz noch gegen die Unterarme – oder noch schlimmer: die Ellbogen – schlagen. Blaue Flecken, schmerzende Glieder und singende Knochen fehlten ihr gerade noch.
Bei strahlendem Sonnenschein waren sie vor knapp einer Woche aufgebrochen, ruhige See und Rückenwind verhießen eine schnelle Reise. Doch in der ersten Nach tauchten sie in Väterchen Frosts Domäne ein. Peitschende Windstöße sandte er ihnen zum Empfang entgegen, die seither nicht mehr abgerissen hatten und ihre Reise verlangsamten. Scharfe Flocken fegten durch die klirrende Luft, schnitten unangenehm über die empfindliche Haut auf den Wangen. Mühevoll versuchte die Bretonin sich davon abzulenken und die Augen zurück auf die in diffusem Grau verschwimmende Horizontlinie zu richten. Alles andere hätte den Kloß in ihrem Hals derart groß werden lassen, dass ihre Reflexe übernommen hätten, um ihn pumpend loszuwerden. Das Spiel kannte sie bereits und wollte es nicht wiederholen.
Vom tamrielischen Festland, das sich stets zu ihrer Rechten befinden musste, hatte Amelia seit dem Tag des Aufbruchs nichts mehr gesehen. Zwar waren sie an den Inseln vor der Küste um Nordpunkt und Farrun vorbeigekommen, aber selbst wenn sie es wollten, wäre bei der rauen See an ein Anlegen nicht zu denken gewesen. Und auch jetzt noch, obwohl sie sich – so versicherte Domek ihr Kapitän – längst auf das Festland zubewegten und die Bucht von Einsamkeit suchten, versteckte sich die Küste hinter dichten Schleiern. Ein tristes Bild, das schwer auf den Gemütern an Bord lastete und der adeligen Passagierin ein sehnsüchtiges, verträumtes Lächeln abrang.
Im nächsten Moment hob sich der Schiffsrumpf von einer großen Welle getragen näher zum getriebenen Himmel, die Spanten knarzten und ächzten unter der Belastung, wehrten sich jedoch so gut sie konnten gegen die Naturgewalten. Gleich darauf senkte sich der Bug des Kahns rasch dem Wasser entgegen und brach jäh die nächste Schaumkrone in seinem Abstieg. Die Wucht des Aufpralls raubte Amelia den Halt der Füße und noch ehe sie sich versah, rutschte sie aus. Schmerzhaft hieb sie sich das Geländer von unten gegen den Oberarm, als sie sich im Fallen verdrehte. Ein schrilles Quieken entwand sich ihrer Kehle bevor der Schmerz aus dem geprellten Glied ihren Verstand erreichte und sie zu mürrischem Stöhnen veranlasste. Erst als sie auf den schmierigen Brettern des Decks halb kniete, halb saß, schaffte sie es die freie Hand vor den Mund zu heben und sich selbst zum Schweigen zu bringen. Der dichte Sprühnebel, der sich um das Schiff verteilte, wirkte in diesem Moment sogar mehr lindernd, als dass er sie störte.
Hastig schaute sie sich um, am dichten Fellsaum ihrer weiten Kapuze vorbei und soweit, wie das großes Seidentuch, das sich mit dem dicken Zopf um ihren Hals wickelte, ihr die nötige Bewegungsfreiheit einräumten. Niemand hatte ihr Malheur gesehen, im Gegenteil: Nur wenige hielten sich an Deck auf. Domek steuerte sein Boot in der rauen See lieber selbst und hatte dabei alle Hände voll zu tun. Die restlichen Matrosen kämpften völlig vereinnahmt mit der Takelage, niemand gönnte ihr auch nur einen noch so kurzen Blick. Möglichst schnell erhob sich die Adelige, rieb sich den angeschlagenen, heiß pochenden Arm und krallte sich anschließend wieder am Geländer fest.
Klamm von der aufstiebenden Brandung, zog sie den dunkelbraunen, mit warmem Samtfutter versehenen Umhang aus schwerer, verfilzter Wolle enger, wickelte sich regelrecht ein. Es half nichts. Das Zittern wollte nicht verschwinden, fuhr ihr bis in die Knochen und zwickte in der Nase und Haut des Gesichts. Die Lippen bebten. Vermutlich wäre es eine gute Idee gewesen, unter Deck zu verschwinden, wo sich die Mehrheit der Besatzung tummelte, sich somit gegenseitig wärmte und auch nicht über Bord gehen konnte. Aber dann müsste sie wieder in Mitten eines Rings aus Eimern sitzen, damit sie sich auch ja in jede Richtung sicher übergeben konnte, ohne anschließend einen armen Matrosen zum Wischen abzustellen. Nein, lieber hier vorn dem Wetter trotzen und dafür nicht die Schmach und Demütigung der Übelkeit erleiden.
»Hier seid Ihr!«, rief plötzlich eine tiefe Männerstimme dicht hinter ihr. Im nächsten Moment trat ein hochgeschossener, kräftiger Soldat in glänzender Stahlrüstung und schwerem, königsblauem Umhang neben sie. Seine dicken Lederhandschuhe spannten sich, als die kräftigen Pranken das Holz des Schiffsgeländers umgriffen. »Dies ist kein Ort für Euch, Herrin!«, kämpfte Kolja gegen den fauchenden Wind an, seine dunklen, schulterlangen Haare und der dichte Vollbart flatterten und wogten mit den Böen. Das raue, wuchtige Gesicht legte sich in Falten und tiefe Gräben zeichneten seine Stirn, als er aus sorgenvollen, dunklen Augen zu ihr hinabblickte. »Ihr könntet von einer der Wellen in die Fluten gewaschen werden!«, offenbarte er den Grund, weshalb er sie offenkundig schon eine Weile suchte. »Davon, dass Ihr krank werden könntet, ganz zu schweigen.«
»Danke für Deine Sorge, Kolja«, entgegnete Amelia, wusste aber selbst, dass ihre Stimme kaum gegen das Brüllen der Böen ankam. »Aber hier an Deck ist der einzige richtige Ort für mich in diesem Wetter!«, versuchte sie zu erklären und beobachtete den Hauptmann der Wachen ihres Vaters dabei, wie er ihr angestrengt eines der Ohren zuwandte. Ob es half, sie besser zu verstehen, mochte sie nicht einschätzen können.
»Euer Onkel sorgt sich und bat mich, Euch zu ihm zu bringen, Herrin«, erwiderte der größere und ältere Mann nachdem er kurz über die aufgeschnappten Wortfetzen gebrütet hatte.
»Sag ihm, dass es mir gut geht und er sich nicht mehr sorgen soll!« Obgleich die Herzlichkeit und das Bemühen um ihr Wohlergehen gewöhnlich ein dankbares und liebevolles Lächeln auf ihre Lippen zauberten, in diesem Moment verhinderte deren Zittern jede andere Regung.
»Ich gab ihm mein Wort!«, widersprach er. »Und Ihr friert, Herrin. Kommt mit mir und wärmt Euch auf«, versuchte er sie umzustimmen. »Hier am Bug ist es zu gefährlich!« Wie ein göttliches Zeichen rüttelte eine weitere, große Welle den Rumpf und beinahe wäre die Bretonin erneut ausgerutscht. Doch Kolja, ein für sein sonst eher kleines Volk erstaunlich massiger Kerl, stützte sie rechtzeitig, eine Hand an der Brüstung, die andere unter ihrem Arm. Gleichzeitig mit dem Kahn hob sich auch ihr Magen erneut und stieß ihr sauer auf. Nur mit größter Mühe schluckte sie die Übelkeit ein weiteres Mal hinunter und japste anschließend nach Luft.
Als sie nicht auf seine Worte einging, senkte der Hauptmann resignierend das Haupt und ließ sie wieder los, nachdem die Adelige ihren Stand zurückgewonnen hatte. »Ich schlage Euch einen Kompromiss vor«, begann er in einem kurzen Moment des abgeschwächten Windes. Hellhörig und interessiert wandte sie ihm das Gesicht zu. »Ich bringe Euch eine Decke gegen die Kälte, wenn Ihr Euch im Gegenzug bei Domek niederlasst.«
Amelia überlegte nicht sehr lang und nickte wortlos. Ein Öffnen des Mundes hätte wohl nur dazu geführt, dass sich die noch immer irgendwo im Hals steckende Übelkeit Bahn bräche. Seine Erleichterung zeichnete sich deutlich auf den rauen Lippen im Bart und um die Augen ab. Schnell ging er an ihr vorüber, legte eine Hand auf das Schiffsgeländer und hielt ihr den anderen Arm hin. Kurzerhand hakte sie sich unter, krallte sich mit den freien Fingern der anderen Hand an seinem kräftigen Oberarm fest, der zu weiten Teilen noch von einem Kettenhemd und der glänzenden Schulterplatte verdeckt wurde, und ließ sich vom erhöhten Bug hinab über das Hauptdeck und ans andere Ende des Boots führen. Eine kurze Treppe überbrückten sie vorsichtig ob des deutlich schimmernden Eises auf den Stufen und letztlich übergab Kolja sie der Obhut ihres schlaksigen Kapitäns. »Ich komme gleich wieder«, bekräftige er und verschwand, während sie sich an der Brüstung oberhalb des Hauptdecks und mit Domeks Steuerrad im Rücken festhielt.
»Dieses Wetter is‘ Eurer Gegenwart unwürdig, gnäd‘ges Fräulein«, rief ihr der Bootsführer hinter ihr zu. »Dass Ihr sei‘m Zorn trotzt, is‘ b‘wundernswert.«
»Es ist nicht so, als hätte ich eine Wahl«, entgegnete sie ihm ohne sich ihm zuzuwenden.
»Die ha‘n wir immer!«, gab Domek zurück. »Ihr habt Euch nur für‘s gering‘re Übel entschie‘n.« Wenn es doch nur so einfach wäre, obgleich er im Grunde wohl Recht behalten sollte.
»Wie lange dauert es noch, bis wir in Einsamkeit ankommen?«, wollte sie wissen, um ihre Gedanken auf etwas anderes zu lenken. Mit der Kälte allmählich durch die Stirn in das Haupt fahrend, wollte sie sich über die philosophischen Gedankenspiele des kauzigen Kapitäns in diesem Moment nicht den Kopf zerbrechen.
»Schwer zu sa‘n, aber ein paar Stund‘n wird‘s schon noch dauern.« Dass er eine solche Aussage in diesem Wetter überhaupt treffen konnte, beeindruckte schon genug, um die Bedeutung und Konsequenzen von ein paar Stunden erfolgreich zu verdrängen.
Bevor sie aber doch noch einzusinken vermochten, kehrte Kolja mit großen Schritten zu ihr zurück. In den behandschuhten Händen hielt er eine raue Wolldecke, die er noch im Gehen auseinanderzufalten begann. Neben ihr angekommen hielt er sie mit weiten Armen auf und forderte die Bretonin so dazu auf, ihm den Rücken zuzuwenden. Sie kam dem nach und er legte ihr den schweren Stoff um die Schultern, hielt ihn fest bis sie ihn vor der Brust mit einer Hand griff und zusammenhielt. »Danke«, lächelte sie ihn so gut es ihr gelang an und genoss die erste Woge aufsteigender Wärme. Nicht, weil die Decke so schnell wirkte, sondern weil ihr die ehrlich gemeinte, freundliche Geste das Herz in der Brust aufgehen ließ. Kolja nickte nur und legte die Hände auf das nahe Geländer. »Du bleibst?«, fragte sie daher.
»Ich habe es Eurem Onkel zugesichert, dass ich ein Auge auf Euch haben werde, solange Ihr in solchem Wetter an Deck seid«, erklärte er. Kurz hüllte er sich in Schweigen, dann setzte er nach: »Meint Ihr nicht auch, dass es hier hinten angenehmer ist? Immerhin entgeht Ihr hier der Gischt«, sinnierte er im Anschluss, nicht wissend, welchen Schaden er damit gerade anrichtete. Denn obgleich die feinen Sprühwolken nun tatsächlich fehlen, so war auch ihr Fixpunkt am Horizont verschwunden.
Abermals hob sich der Schiffsrumpf, von ihrer Position aus deutlich zu erkennen noch ehe sie es spürten. Dann sank Amelia auch schon der Magen, drehte und wandte sich, als hielt ihn eine kalte Hand umschlossen. Erst heiß, dann kalt, dann brennend stieg ihre Magensäure auf, brandete in Mengen in den Mund, die sich nicht mehr zurückhalten ließen. Gerade noch rechtzeitig vermochte es die Adelige sich zur Seite zu drehen und vorzubeugen. Gleich darauf übergab sie sich auch schon auf die Planken, verfehlte nur um Haaresbreite ihre spitzen Stiefel und den Saum ihres Umhangs.

"Zugelassen" by KingPaddy


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weuze
17.09.2016, 19:55
Name: Djure Tyrex
Geschlecht: männlich
Sternzeichen: Der Magier
Rasse: Ork
Geburtsjahr: 4Ä 133
Geburtstag: 17. des Sonnenaufgangs
Alter: 68 (4Ä 201)


Größe: 2,04m
Statur: Djure überragt die meisten Personen, denen er begegnet. Seine Schultern sind sehr breit und ergeben ein imposantes Gesamtbild. Der Ork besitzt eine für Orks typisch sehr ausgeprägte Muskulatur. Seine Gliedmaßen sind massiv und vor allem die Füße sehr stabil gebaut. Die typischen Hauer sind bei ihm allerdings weniger extrem. Auch die goblinähnliche Schnauze ist erkennbar aber insgesamt hatte er relativ menschliche Züge. Der breite Nacken trägt den massiven Schädel, dessen auffälligste Ausprägung wohl die Augenparty ist. Wie man es sonst noch von Nords kennt, sind die Augenwülste sehr ausgeprägt, was dem Antlitz einen finsteren Blick verlieh und die Augen stets im Schatten lagen selbst wenn Djure jeden Muskel locker ließ. Das Alter des Orks könnte man höchstens anhand seiner Haarfarbe erahnen, jedoch nicht an Haltung oder der Zahl der Falten, insgesamt wirkt er eher wie ein Mensch anfang 30.
Haare: Die Haare waren dank des hohen Alters schneeweiß und trotz ihrer Länge erstaunlich borstig und stohig. Sie waren zu einem Irokesenschnitt rasiert, sodass die Seiten des Kopfes stehts frei blieben. Der Irokesenkamm verbreiterte sich zum Haaransatz im Nacken. Links und rechts fielen die Haare zum größten Teil nach vorn über seine Schultern und rahmten seinen Kopf somit ein, wie die Mähne eines Löwen.
Augen: Anstatt der reptilienartigen Augen besitzt Djure wegen seiner Herkunft menschliche Augen mit intensiv blauer Iris.
Besonderheiten: Auf der rechten rasierten Seite des Kopfes ist eine graue, stilisierte Schneeflicke auf die grüne Haut tatowiert.


Beruf: Druide (nicht klassisch von Beruf)
Gruppierung und Rang: -
Wohnsitz: Reisender
Hobbys: -
Vorlieben: Natur, Ruhe, Kälte, Frauen jüngeren Alters
Abneigungen: Große Städte


Fähigkeiten:
Zerstörung (Meister)
Wiederherstellung (Experte)
Unbewaffnet/Stumpfe Waffe (Experte) (Nahkampf Box-und Stabkombination; besitzt keine erweiterten Kenntnisse im Umgang mit Äxten/Hämmer/Kolben)

Leichte Rüstung (Geselle)
Blocken (Geselle)
Alchemie (Geselle)
Schleichen (Geselle)

Ohne Rüstung (Lehrling)

Talente
Überragende Geographiekenntnisse über Himmelsrand
Kann gut mit Tieren umgehen
Beeindruckender Sprinter über kurze Distanz
Kreativer Jäger

Ausrüstung/Kleidung
Djure trägt einen weiten Umhang aus Ziegenfell (hauptsächlich weiß). Auf dem Kopf sitzt ein innen gepolsterter Ziegenschädelknochen (ohne Unterkiefer) mit Hörner (einfach gedreht). Der Kopfschmuck ist im Nacken mit zwei Ziegenfellen verbunden, welche über die Schulterpartie links und rechts fallen wie unförmige Schulterpanzer. Unter dem Umhang trägt der Ork eine wollene Tunika mit Mustern aus verschiedensten Blaustufen. Handgelenke und Unterarme werden von grau gefärbten Armschienen aus Chitin eingefasst. An den Füßen trägt er einfach konstruierte, aber sehr wuchtige Stiefel aus Leder und Ziegenfell. Seine Beine sind von einer Lederhose bedeckt, wobei in den Schritt soetwas wie ein Suspensorium aus Horkerstoßzähnen eingearbeitet ist und seine Knie ebenfalls durch Chitin gepanzert sind. Um seinen Hals hängt eine Kette, deren Glieder alles hätten sein können, aber am ehesten noch an Raubtierzähne erinnerten. In einem Beutel am Gürtel trägt der Ork nützliche Gegenstände wie etwa Phiolen für Tränke oder einen kleinen Mörser mit sich. Auf der anderen Seite steckt ein Dolch in einer Lederscheide. Der Dolch ist allerdings weniger für den Kampf gedacht, sondern eher ein Allzweckwerkzeug. Ebenfalls am Gürtel befestigt: Ein Beutel mit Trockennahrung und ein Wasserschlauch. Als Waffe erster Art dient dem Ork ein etwa zweieinhalb Meter langer Stab (rund drei Fingerbreit im Durchmesser) aus einem Holz, das dem Ork gänzlich unbekannt war. Er hatte den Stab selbst mühsam aus einem Stamm Treibholz geschnitzt, den er vor rund 20 Jahren an der Küste gefunden hatte. Es stellte sich heraus, dass das Holz schier unglaublich massiv war und sich dadurch mehr als ausgezeichnet zum Kämpfen mit brachialer Gewalt eignete. Die Waffe glänzte in mattem Braun, Djure glaubt, dass es sich um irgendein sehr exotisches Gehölz handelte. eine Handbreit unter dem einen Ende des Stabes baumelt ein bemerkenswert großer Büschel Federn von allen in Himmelsrand heimischen Vögeln.


Vorgeschichte:
Djure hatte ein relativ unspektakuläres Leben. Meistens wanderte er in den Gebieten der bewaldeten Hjallmarch umher. Er ist das Ergebnis einer bizarren Beziehung: Seine Mutter war eine Kaiserliche und sein Vater ein Ork. Wobei sich seine Mutter in Hochfels schwängern ließ und dann aus einer nicht nachvollziehbaren Laune heraus nach Himmelsrand kam. Djure war bereits als Kind oft von Solitude fortgelaufen. er war kein Freund der großen Stadt mit den engen Mauern und großen Häusern. Doch seine Mutter zerrte ihn immer wieder zurück und versuchte ihn zum Mensch zu erziehen, steckte ihn in hübsche Kleider und brachte ihm bei mit Messer und Gabel gesittet bei Tisch zu essen. Djure hasste es.

Als er 14 Jahre zählte erkrankte seine Mutter altersbedingt schwer. Es dauerte nicht lange bis sie starb und er von den Priestern der Kirche aufgenommen wurde. Er übernahm viele ihrer Ansichten über ein einfaches Leben, das nicht an weltlichem Besitz gemessen wurde, sondern mehr an Taten. Ebenfalls lernte er von ihnen sehr viel über die Schule der Wiederherstellung, auch wenn es dauerte, bis er als Ork mit der Kompetenz der Priester mithalten konnte. Mit 22 jahren verließ er Solitude und begann sich voll auf die Ansicht der Priester zu fokusieren. Von so manchem Reisenden lernte er ebenfalls das eine oder andere.

Djure hatte hin und wieder Kontakt zu den verstreuten Clans in Himmelsrand, jedoch war er kein Freund deren festen und gezwungenen Hierarchien, weswegen er nie die Ambition hatte, sich in einen einzugliedern, wenngleich er wusste, dass seine Talente durchaus gefragt gewesen wären. Aber nur der Häupling durfte Frauen haben und diese Sache war überhaupt nicht nach Djures Sinn - manche Wochen in der Wildnis konnten lang und einsam sein, das Lager teilen zu können stand den kirlich geprägten Ansichten des Orks nicht entgegen.

Djure hatte sich bereits über einige Jahre an die Wilndis gewohn, was er aber noch nicht kannte waren die Eingeschworenen im Südwesten des Landes. Auf einer Reise Querfeldein stolperte er über eines ihrer Lager. Wegen des Fellmantels, den er damals schon trug, erkannten die wilden Krieger ihn zunächst nicht als einen typischen Feind. Nach groben Verständigungsschwierigkeiten entwickelte sich daraus eine sehr geladene Beziehung. Doch Djure erschlich sich nach einer schieren Ewigkeit ein bisschen Vertrauen und gelangte somit an Wissen zur Manipulation der Elemente. Er baute dieses Wissen schnell und stetig aus und bald konnte er sich ein Leben ohne Zerstörungszauber nur noch schwerlich vorstellen. Es zeigte sich, dass Djure besonders talentiert im Umgang mit Eismagie war. Die Eingeschworenen ehrten ihn mit einer Tatowierung auf der rechten Kopfseite in Form einer Schneeflocke.

Seit der Bürgerkrieg ausgebrochen war, wurde Djure aber recht oft gezwungen seinen Aufenthaltsort zu wechseln um Schlachten und Lagern aus dem Weg zu gehen. Er verhielt sich so neutral wie das möglich war, allerdings hatte er schon den einen oder anderen Sturmmantel auf dem Gewissen. Er brachte den Legionen durchaus einiges an Sympathie entgegen, seine Mutter war Kaiservolk gewesen, die Priester in der Kirche ebenfalls. Außerdem liebte er Ruhe und Frieden. Das hatte so lange Bestand, bis der Dickschädel in Windhelm beschloss einen unnötigen Krieg vom zaun zu brechen. Djure arbeitete nicht aktiv gegen die Sturmmäntel, wurde er allerdings von Kundschaftern oder ähnlichem Bedrängt griff er recht schnell zur Waffe wohingegen er bei kaiserlichen Kontrollen mehr oder weniger entspannt blieb.

"Zugelassen" by KingPaddy

Van Tommels
06.03.2017, 16:56
Name: Kayét Chievas [stummes t]
Geschlecht: männlich
Alter: 27
Größe: 1.88m
Rasse: Redguard
Sternzeichen: The Lord

Aussehen:

Statur: Athletisch, Gewandt
Haare: schwarz
Augen: grau
Besonderheiten: diverse Tattoos (siehe Bilder)
- linker Arm: Drache & gekreuzte Säbel
- Bauch: Tribal
- Rücken: Skorpion
Ausrüstung: Leichte Rüstung der Dunklen Bruderschaft, zwei nordische Dolche (Gürtel), Katana (Rücken), Seil & Enterhaken, Dietriche en masse,* abgenutztes & mit gravierten Metalleinsätzen verziertes Lederband am linken Handgelenk

*noch nicht erhalten

Bilder:
https://thumb.ibb.co/cGmQLw/hwjh7m45.jpg (https://ibb.co/cGmQLw) https://thumb.ibb.co/e1U1tG/fkojx6ou.jpg (https://ibb.co/e1U1tG) https://thumb.ibb.co/cX4jDG/ohlzd3fs.jpg (https://ibb.co/cX4jDG) https://thumb.ibb.co/gLg9fw/tsu7es8o.jpg (https://ibb.co/gLg9fw) https://thumb.ibb.co/mWdY7b/ya95sg9e.jpg (https://ibb.co/mWdY7b)
https://thumb.ibb.co/eFNMtG/ebgfr96i.jpg (https://ibb.co/eFNMtG) https://thumb.ibb.co/iJeO7b/i29bspnt.jpg (https://ibb.co/iJeO7b) https://thumb.ibb.co/muOcYG/qb5l6lkp.jpg (https://ibb.co/muOcYG)

Weitere Informationen:

Profession: Mitglied der Dunklen Bruderschaft
Gruppierung und Rang: Dunkle Bruderschaft, Mörder
Wohnsitz: Dark Brotherhood Sanctuary westlich von Falkreath
Besonderheit:
- Besitzt den Säbelzahntiger Scimitar, welcher ihm auf's Wort gehorcht und über die Niederlassung wacht, in welcher sich Kayét gerade aufhält; dieser ist zahm gegenüber den Mitgliedern der Dark Brotherhood & nur selten bei Kayéts Aufträgen dabei (weil zu auffällig)
- Ohne Waffen nicht minder gefährlich aufgrund körperlicher Stärke & Schnelligkeit, Nahkampf-Ausbildung & fundierter anatomischer Kenntnisse (meist basierend auf 'Wie bringe ich jemanden möglichst lautlos, schnell und effektiv um?')




Skills:


One-handed [Adept] Einhändig
Light Armor [Adept] Leichte Rüstung
Sneak [Adept] Schleichen
Lockpicking [Adept] Schlossknacken
Alchemy [Apprentice] Alchemie
Block [Apprentice] Blocken
Pickpocket [Apprentice] Taschendiebstahl
Archery [Novice] Schießkunst
Two-handed [Novice] Zweihändig
Heavy Armor [Novice] Schwere Rüstung
Smithing [Novice] Schmiedekunst
Speech [Novice] Redekunst
Alteration [Novice] Veränderung
Illusion [Novice] Illusion
Destruction [Novice] Zerstörung
Restoration [Novice] Wiederherstellung
Enchanting [Novice] Verzauberung
Conjuration [Novice] Beschwörung





Kayéts Geschichte
Geboren wurde Kayét in Hammerfell als Sohn einer Heilerin/Alchemistin und eines Soldaten. Wie für die Rothwardonen üblich orientieren sich die männlichen Nachkommen mehr an dem Tun ihrer Väter, so auch bei Kayét, der noch vor dem jugendlichen Alter unter die Fittiche seines in der Armee Hammerfells angesehenen Vorbilds genommen wurde. Von seinem Vater lernte der junge Redguard allerlei Kampftechniken, den Umgang mit leichten Klingen aller Art und welch wichtigen Stellenwert die Physis für den Kampf einnahm. Das taktische Denken lag Kayét im Blut, und so wusste er auch das Wissen seiner Mutter für seine Zwecke einzusetzen, lehrte sie ihm neben der grundlegenden Pflanzenheilkunde auch die Anatomie der unterschiedlichen Rassen und damit ganz nebenbei deren unterschiedlichen und vielseitigen Schwachstellen. Irgendwann in ferner Zukunft stand eine Laufbahn als Befehlshaber in der hammerfellschen Armee in Aussicht, und Kayét brachte sowohl die körperlichen als auch geistigen Voraussetzungen mit, ganz zu schweigen von der positiven Reputation seines Vaters...doch es kam alles anders.

Mit Anfang zwanzig kam Kayét mit seiner Mutter nach Skyrim in die Stadt Solitude. Oftmals fragte sich der junge Mann wie er in dieser ihm so verhasste Provinz enden konnte; jene Provinz, welche seinen Vater auf dem Gewissen hatte.
Es war vor zirka einem halben Jahr; ein Routineeinsatz, eine Patrouille im Hammerfell-Skyrim-Grenzgebiet in einer eigentlich friedlichen Gegend. Und dann kamen die Guerilla. Nordische Barbaren, die für irgendwas kämpften. War es Freiheit? Oder Geld? Ruhm & Ehre keinesfalls, denn die Spuren des Angriffs glichen der massenhaften Schlachtung einer Viehherde, so asymmetrisch hatte sich ganz offensichtlich das Kräfteverhältnis dargeboten. Kayét hatte die Überreste seines Vaters mit eigenen Augen gesehen, welche er einzig und allein anhand seiner prägnanten Lederarmbänder am Handgelenk identifizieren konnte. Eines davon war intakt gewesen, und es begleitete den jungen Redguard bis zum heutigen Tag. Was also hatte er in Skyrim zu schaffen? Hauptverantwortlich dafür war seine Mutter, welche den Tod ihres Mannes nicht verkraften konnte. Sie gab der hammerfellschen Armee die Schuld, wobei Kayét entschieden widersprach. Nicht einmal ein ganzes Bataillon hätte dem Angriff widerstehen können - doch alle logischen Schlussfolgerungen halfen nichts. Alles im militärisch angehauchten Hammerfell erinnerte die trauernde Ehefrau an ihren getöteten Mann, und so sah die Witwe keinen anderen Ausweg als das Weite zu suchen - und was machte Kayét? Er reiste mit ihr. Was für eine Wahl hatte er denn auch? Die Aufgabe eines Soldaten war zwar der Schutz seiner Provinz, aber auch der seiner Familie. Also gab er seine vielversprechende Laufbahn in der Armee auf um seine Mutter, dem einzig verbliebenen Elternteil, nicht auch noch zu verlieren. Warum es ausgerechnet Skyrim sein musste und nicht etwa Cyrodiil oder High Rock, verdammt er wäre sogar lieber nach Summerset gegangen, diese Antwort blieb ihm seine Mutter schuldig. Vielleicht waren Heiler in dieser Region am gefragtesten, oder vielleicht war sie der Meinung dass man hier als letztes nach ihnen suchen würde und man so am Besten ein neues Leben aufbauen konnte. Kayét bemühte sich, seiner Mutter die entsprechende Unterstützung zu geben, verbrachte Zeit mit ihr und ließ sich von ihr unterrichten, wenn er nicht gerade am Fluss seinem Training nachging oder sich in zwielichtigen Kneipen angetrunken mit ebenso besoffenen Nord herumprügelte. Zu diesem Zeitpunkt war der junge Redguard fest der Meinung, die Talsohle erreicht zu haben. Schlimmer konnte es nicht mehr werden. Aber er sollte irren.

Jahre später fand sich Kayét am Hafen wieder. Er hatte einen 'Job' (wollte man das Schleppen von Kisten von A nach B so bezeichnen), trug sich in dröger Monotonie von Tag zu Tag, einzig sein Training am Fluss war noch das Selbe wie vor einigen Jahren. Wie war es soweit gekommen? Der Auslöser dürfte der Überfall auf seine Mutter inmitten ihres Alchemiegeschäftes gewesen sein. Ein aufbrausender Kunde, genauer gesagt eines dieser abstoßenden Echsenviecher, hatte ihr Betrug vorgeworfen und ihr einfach das Genick gebrochen. Kayét war an diesem Tag aus Zufall etwas früher von seinem Besuch am Markt zurück, und hätten die Stadtwachen aufgrund des Lärms nicht eingegriffen, es wäre noch mehr zu Bruch gegangen außer der Einrichtung und dem Rückgrat des Argoniers. Rückblickend betrachtet war diese Verletzung die 'bessere' Strafe für den Mörder seiner Mutter, aber oftmals stellte sich Kayét vor, dass die Geräusche vom Brechen der Halswirbel die größere Genugtuung gewesen wären - Auge um Auge, Zahn um Zahn. Einige Wochen musste er im Verlies von Solitude zubringen (zwei der Wachen hatte er die ersten Kampfspuren ihres Lebens in Form einer gebrochenen Nase & Wangenknochens zugefügt), und als er nach seiner Freilassung den Laden seiner Mutter bereits geräumt und versiegelt vorfand, musste Kayét sich umorientieren. Der Job am Hafen sollte dabei nur eine Übergangslösung sein, und nun machte er ihn bereits seit Jahren - immerhin, er hielt ihn körperlich auf Trab, aber er war stumpfsinnig und eintönig. Was aber sollte er sonst tun? Gelernt hatte Kayét keinen Beruf außer den des Soldaten, und hier als solcher in Skyrim Fuß zu fassen in einer Horde Nords, das schien ebenso unrealistisch wie die Möglichkeit in seine Heimat zurückzukehren als gescheitertes Individuum. Hätte dieser schmierige, adlige Kerl ihn nicht heimlich beim Training am Fluss beobachtet, der Redguard würde heute noch Kisten am Hafen schleppen. Von A nach B. Und zurück.

[...]

Die Ellenbogen auf den hölzernen Tresen und den Kopf auf die Hände gestützt betrachtete Kayét das Bier vor sich in dem gläsernen Humpen. Der Schaum hatte sich inzwischen längst verflüchtigt und zurück blieb ein schon im Ansatz schaler Gerstensaft, so lang stand das Getränk bereits. Ein schales Getränk für einen dummen Mann – das passte. Hatte er gedacht dass die Arbeit am Hafen bereits den Tiefpunkt seines Lebens darstellte, so war diese Situation jetzt nochmal eine Ebene weiter unten anzusiedeln.
Er hatte einen Mord begangen.
An sich war das in dieser brutalen Welt nichts Ungewöhnliches, jedoch hatte er dies für Geld getan.
Geld, welches er nie erhalten hatte.
Es schien der letzte Ausweg, der Kerl hatte ihm geschmeichelt wie fähig und kräftig er doch sei, und dass eine kleine Gefälligkeit für eine beträchtliche Menge Münzen ihm keinerlei Schwierigkeiten bereiten würde. Machte sie auch nicht, im Gegenteil, der ganze Auftrag war beinahe zu einfach gewesen; bis auf die Tatsache dass der Mistkerl nun so tat als ob er Kayét nicht kennen würde. Im Normalfall hätte er diesem reichen Hund nun den Hals umgedreht, aber der Einfluss dieses Adligen reichte einfach zu weit als dass Kayét ihn hätte einfach auf offener Straße lynchen können. Wobei, was hielt Kayét davon ab, indirekten Selbstmord zu begehen? Sein Leben war sowieso inzwischen nichts mehr wert, warum es sich also nicht einfach machen und anderen die Drecksarbeit überlassen...?

Die Neuankömmlinge im The Winking Skeever hatte Kayét nicht bemerkt, und dementsprechend auch nicht das Zurückweichen der hiesigen Gäste, welche ganz offensichtlich Respekt oder gar Angst vor den beiden doch recht kleinen Personen in den schwarzen Rüstungen mit den tief ins Gesicht gezogenen Kapuzen verspürten. Zielstrebig gingen diese auf den Redguard zu und ließ sich jeweils zu seinen beiden Seiten auf den Hockern nieder. Der Wirt eilte herbei, aber mit einer kurzen und prägnanten Handbewegung wischte einer der Fremden jegliche Bestellwünsche beiseite und der Besitzer des Gasthauses zog sich in den Hintergrund zurück.
"Ich hätte gedacht ein Mord macht durstiger, Kayét?", flötete es leise mit der sanften und zugleich bedrohlich-wissenden Stimme einer Frau unter der Kapuze zu seiner Rechten hervor. Kayét merkte sogleich auf, zog die Augenbrauen zusammen und wollte sich seiner Gesprächspartnerin wider Willen zuwenden als er plötzlich einen stechenden Schmerz in seiner linken Seite spürte - genau da, wo die Spitze des silbernen Stiletts sich wenige Millimeter durch die Lederrüstung in die Haut zwischen seinen Rippen bohrte.
"Langsam, mein Süßer", drang die gleiche, zuckersüße Stimme plötzlich von der linken Seite an sein Ohr, und er erstarrte in der Bewegung und sah sich gezwungen, zurück in seine ursprüngliche Sitzhaltung zu verfallen. War das ein fauler Zauber? Spielte ihm sein Gehirn einen bösen Streich? Zierliche Finger schoben sich wiederum von rechts in sein Blickfeld, berührten den Bierhumpen und zogen ihn zu sich heran. Kayét wagte nicht, ihnen mit dem Blick zu folgen und schaute stattdessen lediglich stur nach unten auf den Tresen - nur keine falsche Bewegung, das war nun wichtig. Das Mitglied der dunklen Bruderschaft zur Rechten des Redguards nahm einen Schluck von dem Bier, setzte das Glas lautlos wieder auf dem groben Holz der Theke ab und schob es sacht durch Kayéts Blickfeld zu seiner Linken, wo es erneut von zierlichen Fingern aufgenommen wurde. Von identischen Fingern. Wie war das möglich? Abermals verschwand das Glas, und die Frau zu Kayéts Linken nahm ebenfalls einen Schluck, stellte das Bier ebenso lautlos wie ihre Begleiterin auf den Tresen und schob es schließlich wieder dahin, wo es ursprünglich stand. Schwarzer Lippenstift zeichnete sich am Rand des Humpens in doppelter Ausführung ab, und endlich durchbrach eine der Frauen das beängstigende Schweigen, während Kayét die Schweißperlen über den Rücken liefen und ein unangenehmes Brennen in der hauchzarten Stichwunde verursachten.
"Hatte schon bessere, was meinst du?", fragte die Frau mit dem Stilett, woraufhin die andere antwortete: "In der Tat, Schwesterherz".
Schwestern? Wo war er hier hineingeraten? Die Gedanken in Kayéts Kopf rasten, überschlugen sich und wurden jäh unterbrochen als eine Hand sich von rechts auf seinen Oberschenkel legte, sanft darüber und schließlich höher strich.
"Nun, Kayét...euer dilettantischer Mord am Hafen wäre uns vollkommen gleich, wäre da nicht Karius...", und eine kleine Pause folgte.
Karius, das war der adlige Mistkerl, der ihn gelinkt hatte.
"Er hat ein Abkommen mit unserer Mutter", sprachs plötzlich von Kayéts linker Seite, während die Hand auf seinem Bein gar keine Anstalten machte, zu verschwinden, ganz im Gegenteil. "Indem er auf Euch zurückgegriffen hat, wurde dieses Abkommen nichtig; ebenso wie er selbst. Normalerweise läge es nun an uns, ihn den Händen von Sithis zuzuführen, jedoch haben wir eine bessere Idee...oder vielmehr ein Angebot an euch, Kayét...nicht wahr, Schwesterherz...?", und wie zur Bestätigung verstärkte sich leicht der Druck der Hand auf seinem Oberschenkel und sie rutschte in Richtung Innenseite.
"Erledigt Karius und werdet teil unserer Familie - die Wahl ist euer und die Welt steht euch offen. Unsere Mutter ist immer auf der Suche nach Potential und sehr, sehr dankbar...ebenso wie wir...", und nach einer neuerlichen, eindeutig zweideutigen Geste der zierlichen Finger zogen sie sich schließlich von seinem Bein zurück; Kayét konnte förmlich spüren, wie die beiden Frauen lächelten als sie sich erhoben und der Schmerz in seiner Rippengegend abrupt schwächer wurde.
"Bis bald, Kayét" flüsterte eine der beiden zum Abschied, wer genau konnte der Redguard nicht sagen, und damit wandten sich die beiden schwarzen Gestalten ab und verließen das Wirtshaus.
"Das nächste Mal bin ich aber dran...".
Und damit: Stille.
Kayét konnte die skeptischen Blicke der restlichen Gäste in seinem Rücken förmlich spüren, und doch wagte niemand, ihn anzusprechen. Irritiert musterte er den Lippenstift am halb geleerten Bierglas und rieb sich dabei abwesend über die linke Seite, welche nun kaum noch merklich schmerzte. Eingebildet hatte er sich das alles nicht. Oder doch? Aus dem Augenwinkel erregte etwas seine Aufmerksamkeit, und wie in Zeitlupe nahm Kayét den auf dem Tresen liegenden goldenen Siegelring auf und hielt ihn sich nahe vors Gesicht - das Wappen von Falkreath.
Einbildung? Mitnichten.
Er beschloss, nachzudenken.
Lange nachzudenken.
Und doch wusste Kayét in seinem tiefsten Inneren, dass er bereits beim ersten Schritt über die Schwelle des Wirtshauses eine Entscheidung getroffen hatte.
Eine Entscheidung, welche unumkehrbar war.
Die Entscheidung für ein neues Leben.

[...]

"Silence, my Brother".
Diese Worte waren neben dem Säbelzahntiger Scimitar Teil von Kayéts Leben geworden. Hier, in der Zuflucht der Dunklen Bruderschaft in der Nähe von Falkreath, fühlte er sich zuhause. Mehr noch, obwohl er erst wenige Monate ein Teil dieser dunklen Gemeinschaft geworden war, kam es ihm so vor schon jahrelang hier zu leben. Man sorgte füreinander. Hörte zu. Kümmerte sich um einen. Löste Probleme gemeinsam. Jahrelang hatte er nicht mehr dieses Gefühl der Zugehörigkeit und Wärme verspürt, und auch wenn Mord und Tod hier alltäglich waren und zu ihrem Leben dazugehörten, so fühlte sich Kayét dennoch auf eine unergründliche Art und Weise...geborgen und sicher. Wie in einer Familie. Und nichts und niemand würde ihm jetzt noch dieses Gefühl nehmen können.
"Hail Sithis".
Er würde die Bruderschaft verteidigen, wenn nötig bis auf's Blut. Sie war seine Familie. Seine Heimat. Sein Leben.


Eine schicksalhafte Begegnung (Die Story um Scimitar)
Tagelang hatte Kayét sich auf diese Reise vorbereitet, schließlich musste alles ziemlich schnell gehen. Nach dem Mord an Karius, welcher ihm die Mitgliedschaft der Dark Brotherhood eingebracht hatte, stand nun der Weg nach Falkreath an, und dafür war eine einfache Handelskarawane die beste Wahl gewesen: Unauffällig, umsonst und sie fuhr stets pünktlich ab. Sicherlich hätte Kayét auch allein reisen können, aber der Weg zur Niederlassung war weit, und man konnte nur vermuten, was für Gefahren ihm auflauern würden...

Immerhin: Nun wusste er es.

Der Pfeil in der Schulter schmerzte höllisch als Kayét sich durch den tiefen Schnee kämpfte, dabei feine Bluttropfen seinen Weg markierten und die Verfolger auf die richtige Spur brachten.
Es war gerade mal ein paar Minuten her dass der Konvoi überfallen wurde, und dennoch kam es dem Rothwardonen vor als wäre er schon Stunden in dieser eisigen Winterlandschaft unterwegs. Nicht einmal den Hauch einer Chance hatte der Händlerzug, bestehend aus zwei großen Wagen, gehabt, denn die Banditen wussten ganz genau welche Personen sie zuerst aus dem Hinterhalt attackieren mussten um im Anschluss leichtes Spiel zu haben. So fielen dem ersten Pfeilhagel drei der vier mitgereisten Söldner zum Opfer, und der verbleibende Wächter hatte gegen die zahlmäßig überlegene Übermacht nicht den Hauch einer Chance. Kayét sah, wie dieser kapitulierte und die Waffe zu Boden fallen ließ, aber die Angreifer scherten sich nicht darum und metzelten ihn ohne Gnade nieder; dies war der Zeitpunkt, als er sich zur Flucht entschloss. Blieb er, würde er genauso hingerichtet werden, und beinahe hätte er es auch unbeschadet zum Waldrand geschafft, als ihn ein Pfeil ins Schulterblatt traf. Seine schäbige Lederrüstung hatte zwar den Großteil des Aufschlags absorbiert, aber dennoch spürte Kayét die im Fleisch steckende Pfeilspitze bei jeder kleinen Bewegung als er sich von puren Überlebensdrang getrieben durch den schneebedeckten Wald schleppte und dabei hoffte, dass die Pfeile der Wegelagerer nicht vergiftet waren.

Kayét stolperte und schlug der Länge nach in den Schnee, und einen Moment lang blieb er regungslos liegen. Spontane Müdigkeit überfiel ihn. Bleib einfach liegen, dann ist es gleich vorbei. Dann aber hörte er in weiter Entfernung Geräusche. Die Stimmen der Banditen. Wieviele verfolgten ihn? Zwei? Oder drei? Warum taten sie das? Hier mitten in der Wildnis war er verloren und würde so oder so sterben. Dann aber wurde dem Redguard bewusst, dass pure Mordgier diese Dreckskerle trieb, warum sonst würden sie einen mittellosen Mann verfolgen, bei dem es nichts zu holen gab und welcher freiwillig das Weite gesucht hatte? Nein, sie würden ihn nicht kriegen. Er würde sich nicht ergeben - die Soldatenehre in seinem Innersten war stärker. Mit aller Kraft rappelte sich Kayét auf und torkelte weiter, die Wunde in seiner Schulter pochte unaufhörlich, und mit letzter Kraft schaffte er es hinter einen großen, haushohen Felsen. Es kostete ihn Überwindung, an den Pfeilschaft zu greifen, welcher aus seiner Schulter ragte, aber mit Willen und dem Adrenalin in seinen Adern zog er den Pfeil mit einem Ruck heraus und torkelte aufgrund der Schmerzen rückwärts gegen den harten, eiskalten Granit. Die frostige Kühle tat gut, und langsam rutschte Kayét, eine Blutspur hinterlassend, mit dem Rücken zum Felsen daran hinab und blieb einfach im Schnee sitzen. An der Wunde würde er nicht sterben, brauchte ganz einfach nur Ruhe; jedoch hatte er aber keine Kraft mehr zum Kämpfen. Das wurmte ihn, und krampfhaft umklammerte der das Holz des blutigen Geschosses während er darauf wartete, dass jeden Moment seine Verfolger ihn entdeckten und kurzen Prozess machen würden.

Aber niemand kam.
Stattdessen diese Schreie. Die von Todeskampf durchsetzten Schreie, welche lang....sehr lang durch Kayéts Kopf hallten.
Und dann Stille.
Eisige Stille.

Was war passiert?
Kayét dachte, sein Gehirn würde ihm einen Streich spielen, ihn mit schmerzbedingten Halluzinationen hinters Licht führen. Jeden Moment rechnete er mit dem Erscheinen einer Schwertklinge am Rande seines Blickfeldes, aber dies geschah einfach nicht - stattdessen noch immer beängstigende Stille. Von Neugier getrieben zog sich der Redguard an dem massiven Gestein empor, bis er wieder auf wackeligen Beinen stand, und schwer atmend sch ob er sich um den Felsen herum.
Und im darauffolgenden Moment die Szene vor sich zunächst für eine Ausgeburt seines von der Verletzung verwirrten Verstandes zu halten.
Zwei leblose Körper lagen zerfetzt im Schnee, ihre Waffen meterweit entfernt, dafür direkt um sie herum eine riesige Blutlache. Das monströse Geschöpf, welches über einer der beiden Leichen thronte, nahm von dem Redguard erst einmal gar keine Notiz, sondern war vollkommen mit der Witterung des aus echten Fell bestehenden Umhangs unter sich beschäftigt, welcher dieselbe Farbe wie das Tier besaß. Der mächtige weiße Säbelzahntiger, welcher Kayét geschätzt bis knapp über die Hüfte ging, hatte eine blutverschmierte Schnauze und war zweifellos die Ursache des plötzlichen Todes der beiden Banditen. Der Gedanke der Rettung durchschoss Kayéts Gedanken, aber dann erreichte ihn die Realität. Dies war ein wildes Tier im Blutrausch, wie würde es reagieren wenn es ihn entdeckte? Er selbst war verwundet, roch nach Blut.
In diesem Moment schaute die weiße Raubkatze auf und blickte Kayét direkt in die Augen...und der Rothwardon erkannte...seine Augen.

Lang musste Scimitars Familie hungern, und das war nicht in seinem Sinne. Aber endlich konnte er eine stattliche Beute sein Eigen nennen. Zugegeben, den Bock, welchen er soeben nach langer Jagd erlegt hatte, war schon älteren Kalibers, aber Fleisch war Fleisch, und dieses würde ihn & seine Familie wieder eine zeitlang versorgen können. Die langen Fangzähne in den noch warmen Körper geschlagen schleppte der weiße Säbelzahntiger den Hirsch durch den Tiefschnee in Richtung seiner Höhle, doch bereits hunderte Meter davor stutze das erhabene Tier, ließ die Beute achtlos fallen und sprang mit großen Sprüngen voran.
Blutgeruch erfüllte die Höhle, und Scimitars einfach gestrickter Verstand brauchte Sekunden, um die Bilder zu verarbeiten. Dort lagen seine Gefährtin, seine Kinder. Ihre Gesichter schienen, als würden sie schlafen, doch fehlten das Fell am Körper. Langsam kam Scimitar näher, roch an dem noch frischen Blut, welches zentimetertief den Höhlenboden bedeckte. Nur allmählig drang zu ihm durch, dass seine Familie ausgelöscht worden war. Tot. Ermordet von einem Rudel Menschen, welches einzig und allein das Fell seiner Gefährtin als Kleidungsstück tragen wollten. Den Sinn dahinter verstand Scimitar nicht, aber dies war auch nicht nötig. Er würde sie finden. Er würde sie finden und töten. So wie es seine Natur war.

Hass und Verlust war das, was beide Lebewesen in den Augen ihres Gegenübers erblickten; so unterschiedlich sie auch waren, dieses Schicksal teilten und verband sie - Einsamkeit. Unbewusst ließ Kayét jegliche Bedenken fallen und schlurfte auf den riesigen Säbelzahntiger zu, und dieser ließ den Menschen gewähren und rührte sich nicht vom Fleck, keine Regung zeigte das Tier; noch nicht einmal als die blutverschmierten Finger seine Stirn berührten. Die Berührung war ungewohnt und hatte doch etwas befriedigendes. Dieser Mensch würde ihm nichts tun, im Gegenteil, er war auf seiner Seite, hatte dasselbe durchgemacht wie er selbst. Und Kayét? Er hatte das erste Mal seit langer Zeit wieder das Gefühl, jemanden gegenüber zu stehen, mit dem er sich identifizieren konnte. Dieses wilde Tier war...wie Heimat. Hatte ihn gerettet und war ihm verbunden wie die Waffe eines Soldaten. Eine Waffe? Wie ein...Krummsäbel. Oder ein...Scimitar!


"Zugelassen" by KingPaddy

Glannaragh
06.03.2017, 17:13
Geschlecht: weiblich
Alter: 24
Größe: 1,65 m
Rasse: Dunmer
Haare: schwarz
Augen: rot
Aussehen: schlank, zierlich
Sternzeichen: Atronarch

Skills:
One-handed: Adept
Archery: Adept
Sneak: Adept
Alchemy: Adept

Light Armor: Apprentice
Destruction: Apprentice
Restoration: Apprentice

Rest: Novice

Spells:
Healing
Healing Hands

Flames
Frost Rune

Geschichte:
Der Abend dämmerte, als Neria zusammen mit Jofnir, dem Schäfer, und ihrer Herde blökender Schützlinge den Gutshof erreichten. Beide waren erschöpft und froh, sich bald den Staub von der Haut waschen zu können und außerdem froh, dass sie all ihre Tiere heil und gesund wieder mitgebracht hatten. Jofnir hatte vor ein paar Tagen einige Wölfe gesehen und vielleicht (aber da war er sich nicht sicher) auch einen Kobold, als er die Schafe auf den Weidegrund am Waldrand getrieben hatte, und so war sie mitgeschickt worden, um sich im Zweifelsfalle der Sache anzunehmen.
„Soll sich das Aschlandmädchen drum kümmern“, hatte die alte Hlan nur gesagt. Das Aschlandmädchen: das war sie, Neria, und die abfällige Bezeichnung verdankte sie ihrem Nachnamen: Eraishah, der tatsächlich von irgendwelchen nomadischen Vorfahren stammte. Als spiele das heute noch eine Rolle. Ganz Morrowind war nichts mehr als Asche. Asche, in der man erstickte.

Aber es gab Leute, die fielen immer wieder auf die Füße. Hier in und um Cheydinhal handelte es sich dabei zumeist um Leute, deren Sippen sich im Dunstkreis des alten Fürstenhauses Hlaalu bewegten, und eine davon war Vidresi Hlan. Neria hielt sie für eine verbitterte alte Vettel, die bis heute in der dritten Ära feststeckte und der Welt im allgemeinen den Verlust ihrer früheren Privilegien nicht verzeihen konnte, nachdem Azura, das Schicksal oder schlicht ein beleidigter Meteorit beschlossen hatte, die große Zivilisation der Dunmer (jedenfalls sagte Hlan, dass sie groß gewesen sei) ohne viel Federlesens umzuhusten.
Dabei bist du ganz schön weich gefallen, überlegte das 'Aschlandmädchen' und ließ den Blick kurz über das ordentlich gekalkte Gefache des Haupthauses schweifen, während sie Jofnir dabei half, die Schafe im Pferch zu verstauen.

Neria selbst hätte gern so gelebt. Oft wünschte sie sich, die Muße zu haben, ihren eigenen Interessen nachgehen zu können. Mehr zu lesen. Zu reisen. Neues zu sehen und vor allem: zu einem Ort zurückkehren zu können, an den sie hingehörte.
Aber das sollte wohl nicht sein. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, da lagen die Prioritäten anders. Also hing sie auf Hlans Hof fest, und es wäre falsch zu behaupten, dass es ihr schlecht erginge. Das Essen war anständig, die Unterkunft auch. Die Bezahlung... na ja. Dafür, dass sie ihre Tage hauptsächlich damit verbrachte, mit einem Bogen in der Hand in der Botanik herumzustehen, war die Bezahlung vermutlich auch anständig.
Kurzum: Sie hatte eine gewisse Sicherheit an diesem Ort. Aber manchmal, und das empfand sie als durchaus paradox, wuchs auf diesem sicheren Grund die Saat der Angst.
Immer öfter ertappte sich Neria dabei, wie sie sich mit ihrem Leben arrangierte, wie sie dieses Gefühl, dass dies nicht alles gewesen sein konnte, ein ums andere Mal energisch beiseite schob.
Zumeist gestand Neria es sich nicht ein, aber die Wahrheit war: Sie fürchtete sich, ihr Stückchen Sicherheit zu verlieren, und genau deshalb klammerte sie sich an die Abhängigkeit zu Vidresi Hlan.
Und Vidresi sorgte dafür, dass ihre Angestellten es immer spürten, wie sehr sie sie in der Hand hatte. Wie ein kratziges Kleidungsstück drängte sich dieses Wissen immer wieder ins Bewusstsein. Die verdrießliche Alte zog ihre Lebenskraft daraus wie ein Vampir aus dem Blut seines Opfers.

Neria selbst konnte sich dem noch relativ gut entziehen. Ihre Pflichten führten sie häufig weg aus Vidresis direktem Blickfeld, wenn sie auf den Koppeln und Feldern nach dem Rechten sah.
Andere hatten weniger Glück, und so kam es, dass das Gespräch auch an diesem Abend irgendwann auf ihre launische Herrin kam, als die Bediensteten nach getanem Tagwerk im Gesindehaus beisammen saßen. Heute war Junia an der Reihe gewesen, wieder einmal. Da sie für den Haushalt im Herrenhaus zuständig war, geriet die junge Kaiserliche übermäßig oft in die Schusslinie, einfach dadurch, dass sie am ehesten greifbar war.

So war es oft abends. Alle beklagten sich, wie Personal das nun mal so tut, aber nichts änderte sich jemals. Das war der Lauf der Dinge. Schon immer.
Bis es aus Junia schließlich herausplatzte: „Ich wünschte, jemand würde der alten Hexe endlich das Maul stopfen. Für immer! Ich würde wirklich viel dafür geben...“
Die anderen sahen sie erschrocken an und beeilten sich, die Lautstärke des Gesprächs zu dämpfen.
„Junia! Das kannst du doch nicht sagen!“ entsetzte sich Jofnir in heiserem Flüsterton.

Nach einem Moment der peinlichen Stille lebte das Gespräch wieder auf, dieses mal mit unverfänglicheren Themen. Neria beteiligte sich nicht daran. Ihr Blick blieb aber noch lange auf Junia ruhen, und nahm nach dem ersten Erschrecken einen zusehends nachdenklichen Ausdruck an. Sie hatte nicht vorgehabt, in diese Richtung zu denken, aber je länger sie es tat, umso... interessanter wurde die Überlegung. Vielleicht floss ja doch schwarzes Aschlandblut durch ihre Adern.

In der Nacht hörte die Dunkelelfin, wie sich Junia auf ihrem Lager hin und her warf, und schließlich aufstand und die Hütte verließ. Das Mädchen war noch immer so aufgebracht, dass es keine Ruhe fand. Neria sah ihr schweigend nach, dann drehte sie sich mit dem Gesicht zur Wand. Junia blieb nichts anderes übrig, als sich so herumschubsen zu lassen, weil sie nicht wusste, wohin sie sonst gehen sollte. Neria selbst wusste es auch nicht, aber sie sagte sich, dass sie trotzdem von hier verschwinden würde.
Sie sagte es sich immer wieder, ohne, dass sie irgendetwas tat, um das Vorhaben wirklich umzusetzen.

Ein paar Wochen später stand Neria mit versteinertem Gesicht in Vidresi Hlans Arbeitszimmer und ließ das Donnerwetter über sich ergehen. Goblins hatten es tatsächlich geschafft, einige Schafe aus der Herde zu stehlen, während Neria eine andere Stelle der Ländereien überprüft hatte. Daraufhin hatte sie tagelang nach dem Bau der grünen Mistviecher gesucht, nur um jetzt zugeben zu müssen, dass sie nicht mehr genug Spuren hatte finden können.
Jetzt war sie also hier und ließ sich von Vidresi als Nichtsnutz beschimpfen. Um die Schafe ging es schon lange nicht mehr. Die grässliche Alte hatte einen Grund gefunden, Neria zu demütigen, und tat das jetzt eben, weil sie es für ihr Recht hielt.

Ich muss hier weg, dachte sie nur, ich muss endlich hier weg, für immer! Weg von diesem Hof und von diesem verfluchten, dummen Miststück! Weg von diesem...
Und wenn sie dann weg war? Vidresi würde das sicher nicht kümmern. Sie würde weitermachen wie bisher, aber für Neria würde es keine Gerechtigkeit geben. Sie konnte nur weglaufen.
Plötzlich sah sie rot. Du hast uns alle jetzt lange genug gequält.
Die Alte hatte sich abgewandt und die Arme zu einer theatralischen Geste erhoben, um zu einer neuen Tirade anzusetzen, als Neria nach einer schweren, steinernen Statuette griff und sie Vidresi ohne weiteres Zögern über den Schädel zog.
Die Stille, die auf das Knacken der alten Knochen folgte, dehnte sich, bis der tote Körper dumpf auf dem Boden aufschlug.
Ruhe. Endlich Ruhe, war alles, was Neria in dem Moment einfiel.

Sie musste verschwinden, und zwar schnell. Was auch immer sie bisher davon abgehalten hatte, die Fäden waren radikal und endgültig durchtrennt. Sie warf die Statuette zur Seite und öffnete die Tür... nur, um in Junias entgeistertes Gesicht zu starren. Die Kaiserliche musste an der Tür gelauscht haben (als sei es eine Herausforderung gewesen, das Gebrüll der Alten zu verstehen), und sie erfasste jetzt mit einem Blick die Szenerie. Sie starrte Neria an, und Neria starrte zurück. Kreidebleich und mit zitternden Lippen brachte Junia schließlich heraus: „Du musst abhauen. Sofort!“
Neria nickte nur, und machte Anstalten, sich wortlos an der Dienstmagd vorbeizuschieben.
„Warte“, rief Junia. Sie kramte tief in ihrem Beutel und förderte ein kleines, in ein Stück Stoff eingeschlagenes Objekt zutage, dass sie der Dunmer in die Hand drückte: „Viel Glück.“

Einem Impuls folgend, drückte Neria sie kurz und wortlos an sich, dann machte sie, dass sie davonkam. Ohne noch einmal zurückzublicken lief sie, bis sie sich tief in den Wäldern wiederfand.
Ihr war klar, dass sie Cyrodiil am besten verließ. Morrowind war keine Option, und um die Kerngebiete des Dominions zu erreichen, hätte sie erst noch die komplette Provinz durchqueren müssen. Zu gefährlich. Sie überlegte. Himmelsrand schien ihr die beste Möglichkeit.

Neria lief, bis es schließlich dämmerte, und die ganze Zeit fühlte sie sich seltsam leicht. Sie empfand keine Reue, noch nicht einmal echte Schuld. Eher... Euphorie. Es war so leicht gewesen, und wenn sie es nur schaffte, nicht geschnappt zu werden, dann hatte sie sich in einem kurzen Augenblick so ziemlich jeden Ärgers entledigt, den sie überhaupt hatte. Natürlich tauchten jetzt neue Probleme auf, zum Beispiel, wie sie es nur mit den Kleidern, die sie am Leibe trug, über einen
frostigen Pass nach Himmelsrand schaffen sollte. Wie sie die Grenzpatrouillen umgehen könnte. Und wo sie eigentlich unterkommen sollte.
Es ist mir fast schon gleichgültig. Wenn es so weit ist, wird sich schon eine Lösung finden.

Für die Nacht richtete sich Neria in einem hohlen Baumstamm ein, den sie mit Tannenreisig und etwas Moos gegen die Kälte ausstopfte. Erst jetzt, verkrochen in ihrem Bau wie ein Fuchs nach einem erfolgreichen Raubzug, fiel ihr das kleine Paket wieder ein, das Junia ihr bei ihrem überhasteten Abgang noch zugesteckt hatte. Neria wickelte es vorsichtig aus und war überrascht, darin einen schweren, granatbesetzten Goldring zu finden. Er sah alt aus. Wie ein Familienerbstück oder so etwas. Jedenfalls nichts, das ein junges Mädchen wie Junia am Finger tragen würde, und tatsächlich hatte sie bis heute vormittag nicht gewusst, dass sich so etwas in Junias Besitz befand.
Jetzt war es jedenfalls ihrer. Sie lächelte unwillkürlich. Wurde sie überhaupt gejagt? Suchte man bereits nach ihr? Mochte sein, dass sie doch noch erwischt wurde, aber bisher hatte es ihr mehr Lohn als Strafe eingebracht, diese alte Rabenvettel zu erschlagen.

Neria war so aufgekratzt, dass es noch eine ganze Weile dauerte, bis sie schließlich einschlief. Mit einem Ohr lauschte sie stets auf ihre Umgebung, fragte sich, ob es ihr gelungen war, ihre Fährte gut genug zu verwischen. Ihr Schlaf währte auch nicht lange – als sie die Augen aufschlug, schlängelte sich gerade die erste Dämmerung durch das Blätterdach des Waldes.
Noch etwas desorientiert setze sie sich auf. Dann erst bemerkte sie ein kleines Stück Papier, das in ihrer Hand lag. Sie stoppte mitten in der Bewegung und starrte den Zettel an, als könne er sie jederzeit anspringen und beißen.
Gestern Abend war er noch nicht dagewesen, dessen war Neria sich sicher. Sie hatte kein Papier gehabt, auch in Junias Päckchen war keines dabei gewesen.
Ganz langsam, all ihren Mut zusammennehmend, faltete sie es auseinander. Fünf Worte standen darauf, und jedes davon dröhnte in ihrem Hirn nach, als sie sie las: Wir wissen, wer du bist.

Sie flüsterte den Satz mehrmals leise vor sich hin, während sie versuchte, sich wieder zu beruhigen. Sie musste nachdenken: Offenbar war jemand hier gewesen, während sie geschlafen hatte, hatte ihr dieses Papier in die Hand gedrückt und war wieder gegangen. Jemand spielte mit ihr, und so lange sie nicht mehr wusste, gab es nur eine sinnvolle Sache, die sie tun konnte: In Bewegung bleiben.

Neria krabbelte aus ihrem Baumstamm, fest entschlossen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, jedoch kam sie kaum zwei Schritte weit, bis jemand sie von hinten packte und ihr ein stinkendes Tuch auf Mund und Nase drückte. Die Dunkelelfin hatte nicht einmal mehr die Gelegenheit, sich wirklich zu erschrecken, bevor sie ohnmächtig wurde.


Etwas kitzelte ihre Nase. Neria schlug die Augen auf und lag still, während sie darauf wartete, dass ihr verschwommener Blick sich klärte. Ihr Gesicht lag in weichem Moos, ein paar niedrige Tannen und etwas Gestrüpp wuchsen hier und dort, ein paar Schritte weiter konnte sie bearbeitete Steine ausmachen, ähnlich wie Menhire, aber nicht ganz. Aber alles in allem wirkte es wie eine alte, verfallene Kultstätte. Nerias Blick fiel schließlich auf ein kleines Objekt, das sich viel näher befand: In Reichweite steckte ein Dolch vor ihr im Boden, die Klinge vielleicht zu zwei Dritteln in der Erde vergraben. Sie musste nur die Hand ausstrecken, um ihn zu erreichen.
Genau das tat sie. Zunächst etwas zittrig, dann mit Entschlossenheit legten sich ihre Finger um den lederumwickelten Griff, und sie zog die Waffe aus dem Boden. Die Klinge war leicht gebogen, scharf geschliffen und von gutem Stahl. Nicht zu schwer. Neria richtete sich mit einer fließenden Bewegung in die Hocke auf und musste kurz innehalten, als ihr noch einmal schwarz vor Augen wurde. Dann stand sie auf und sah sich um. Sie befand sich tatsächlich in einer Art kreisförmigem Raum, oder mehr in einem Atrium. Es gab keine Decke, und der Blick auf den Nachmittagshimmel war frei. Sie packte den Dolch fester, als eine Gestalt sich hinter einer Dornenhecke aufrichtete und aus den Schatten ins Licht trat.
„Ihr seid endlich wach. Gut.“
Eine einfache Feststellung. Neria starrte die Gestalt an, deren Gesicht hinter einer ausladenden Kapuze verborgen blieb. Misstrauisch folgte die Elfin jeder Bewegung, die der vermummte Mann machte, sagte jedoch nichts.
„Wachsam wie eine Schneekatze, das gefällt mir“, fuhr die Gestalt fort, und Neria glaubte, so etwas wie ein Lächeln in der Stimme auszumachen. „Ihr wisst, warum Ihr hier seid?“
„Ihr werdet es mir sicherlich gleich sagen“, fauchte sie, aber ihre Gedanken rasten. Wer würde ihr das antun? Wenn er einfach ein kaiserlicher Häscher war, der sie für den begangenen Mord zur Strecke bringen sollte, dann würde er wohl kaum so ein Schauspiel abziehen. Vielleicht ein Söldner. Einer von den Leuten, die zu irre und unberechenbar für die Legion waren.
Sie spannte sich, bereit, den Unbekannten in dem Moment anzuspringen, in dem er eine falsche Bewegung machte.
„Oh... nein. Nicht doch“, sagte der Kapuzenmann mit gespieltem Tadel in der Stimme und deutete auf eine Stelle, die halb im Schatten lag. Neria wurde einer weiteren Person gewahr, die dort lag. Ein Mensch, der gefesselt und geknebelt war. Diesen kurzen Augenblick der Ablenkung nutzte der Unbekannte, und plötzlich war er hinter ihr, hatte einen Arm um ihren Hals geschlungen und die andere Hand wie einen Schraubstock um ihre Finger gelegt, die den Dolch hielten. „Sieh genau hin. Sieh ihn dir an. Willst du auch so enden?“ Neria wand sich, was dazu führte, dass der Fremde ihr den Fuß in ihre Kniekehle trieb. Sie stürzte schwer auf die Knie.
„Ganz ruhig, Schneekatze.“ Er veränderte seinen Griff um ihren Hals, packte ihr Kinn und zwang ihren Kopf wieder herum, so dass sie den Gefesselten ansehen musste. „Wir wissen, wer du bist“, wiederholte er die Worte, die sie auf dem Papier gelesen hatte.
Das alles führte dazu, dass Neria ihre Gegenwehr für einen perplexen Moment lang aufgab. „Was wollt Ihr?“, spuckte sie.
„Nur, was uns zusteht.“
„Uns?“
„Ja, uns, Schneekatze.“ Er machte eine Pause, und als die Dunkelelfin keine Anstalten machte, wieder das Wort zu ergreifen, fuhr er fort: „Du hast getötet. Oh, keine Sorge. Ich verurteile dich nicht. Es war krude, das wohl. Nicht sehr elegant, aber effektiv. Aber... eigentlich war es nicht deine Angelegenheit. Der Tod von Vidresi Hlan gehörte uns, und du hast ihn gestohlen. Dieses süße Bauernmädchen wollte, dass die Alte stirbt, aber sie hat uns darum gebeten, nicht dich.“
Neria bäumte sich auf, als sie begriff, von wem der Fremde sprach: „Junia? Lasst sie in Ruhe! Sie hat mit all dem nichts zu tun!“
„An diesem Punkt“, antwortete der Mann, „irrt Ihr Euch. Eure teure Junia hat uns gerufen. Sie hat unsere Mutter angefleht, ihr Leiden zu beenden. Meine Familie sollte die Matrone Hlan töten. Aber dazu kam es nicht, denn Ihr seid uns zuvorgekommen.“
„Eure... Familie? Was soll das alles? Wer seid Ihr?“ Neria kämpfte darum, die Ruhe zu bewahren, aber dieser Irre hinter ihr machte das nicht gerade leicht.
„Habt Ihr denn noch nie von der Dunklen Bruderschaft gehört?“, fragte ihr Entführer mit leichtem Unglauben in der Stimme, „Von denen, die man ruft, wenn sonst kein Ausweg mehr möglich scheint?“ Er machte eine Pause. „Nein, sorgt Euch nicht um Junia. Sie hat den Auftrag gegeben, und sie hat die vereinbarte Bezahlung geleistet. Nur... nicht an uns.“
Neria spürte, wie alle Kraft sie plötzlich verließ, und wurde vom Griff des Assassinen aufgefangen, als sie in sich zusammensackte.
„Ich sehe, Ihr beginnt zu begreifen. Kluge Schneekatze, aber daran hatte ich auch keinen Zweifel. Das Problem ist... Ihr schuldet uns einen Tod. Die Bruderschaft verlangt Wiedergutmachung.“
Die Dunkelelfin sammelte sich wieder ein bisschen. „Was also wollt Ihr dann von mir?“
„Die Frage ist eher: Was willst du? Willst du weiter weglaufen, gejagt wie ein Tier? Oh, und sorge dich nicht um die Legion oder sonstige kaiserliche Häscher. Ich lasse dich laufen, wenn du willst. Ich gebe dir sogar einen Vorsprung. Und dann folge ich dir. Du wirst laufen, du wirst bei jedem knackenden Ast über deine Schulter schauen, du wirst keinen Moment des Friedens mehr haben. Und dann, am Ende, werde ich dich stellen – wenn du halb verrückt vor Angst und Paranoia bist, und vielleicht werde ich dein Leid dann schnell beenden. Vielleicht, wenn ich gerade in gnädiger Stimmung bin. Oder...“ Er machte eine Kunstpause, während der seine Worte einsinken konnten „...oder du hörst dir mein Angebot an. Willst du es hören?“
Eine Pause entstand, als Neria versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. „Sprecht“, brachte sie schließlich heraus.
„Du tötest für mich. Für die Bruderschaft. Heute noch. Du könntest ein Teil von uns sein, hättest einen Platz, an dem du willkommen bist, und musst nie wieder weglaufen. Du willst doch eine Familie haben, Schneekatze. Einen Ort, an den du gehörst. Wir bilden dich aus, machen dich schneller, stärker und besser.“
Schneller, stärker und besser. Neria atmete tief durch, spürte mit einem Mal sehr intensiv den Körper, der sie im Klammergriff hielt. So voller Leben, voller Kontrolle, und hart wie Stein. Eine Ahnung von dem, was sie sein könnte. Einen Platz, an dem du willkommen bist.
Augenblicke dehnten sich zu Zeitaltern, aber Neria wog in diesen Momenten nicht einmal mehr die beiden Optionen ab. Sie war nur überwältigt von der Möglichkeit, welche der Fremde ihr bot. „Ihn dort?“
„Ganz recht, Schneekätzchen.“ Der Bruder festigte noch einmal kurz seinen Griff, bevor er sie losließ. „Wir wussten bereits, wer du bist, Neria.“

Sie lächelte, als sie den Dolch hob und auf den Gefesselten im Schatten zuging. Wer er war? Was er getan hatte, um hier zu enden? Gleichgültig.


Nicht einmal eine halbe Stunde war vergangen, nachdem sie ihr Werk vollbracht und der Unbekannte sie verlassen hatte, bis sie vor der Dunklen Tür stand und die rituellen Worte sprach, die zu sagen er ihr aufgetragen hatte. Als sie die Pforte durchschritt, hatte sie endlich das Gefühl, zu Hause angekommen zu sein. Ob dem tatsächlich so war, das musste die Zeit zeigen. Aber endlich hatte Neria Hoffnung, und diese Hoffnung war so rot wie Blut.

"Zugelassen" by KingPaddy

Kampfkatze2
16.03.2017, 01:52
Generelles:


Name: Ferrendes „Ferren“ Maraude
Geschlecht: Männlich
Rasse: Bretone
Sternzeichen: Die Diebin
Alter: 27 (Stand 4Ä 201)
Geboren: 23. des Monats Abendstern, 4Ä 174


Aussehen:


~1.80m Größe
Helle Hautfarbe
Leichtgewichtige, untrainierte Figur
Kastanienbraune Haare, zwischen Besuchen in Städten meist mit dazu passendem zerzausten Bart
Grünbraune Augen


Ausrüstung:


Einfache, an mehreren Stellen geflickte und ausfransende dunkelbraune Robe mit Kapuze
Stumpfer Stahldolch
Großer Rucksack
Rudimentäre alchemistische Apparaturen von geringer Größe und robuster Machart, dazu einige kleine Messer zur Verarbeitung von Zutaten
Ein mit handgeschriebenen Notizen ergänztes Buch mit alchemistischen Formeln
Ein abgegriffenes kleines Buch; eine Abhandlung zum Thema Nekromantie
Bettrolle
Kleine Zeltplane
Einige Seelensteine und alchemische Zutaten
Nähnadel und eine Rolle Faden


Fertigkeiten:
Ferren ist in allen magischen Disziplinen bewandert, würde in den meisten von ihnen einem spezialisierten Magier jedoch nie das Wasser reichen können.
Sein Fokus liegt eher auf der Alchemie und der Beschwörung: In der ersteren ist er ausgebildet, die letztere der Grundstein für seine Passion: Die Nekromantie
Die Beschwörungsmagie ist auch der Grundstein (oder eher Auslöser) für eine weitere Fertigkeit: Langstreckensprint, gewöhnlich auf der Flucht vor wütenden Dorfbewohnern

Sonstiges:


Verdient seinen Lebensunterhalt als wandernder Alchemist
Ehemaliges mittelrangiges Mitglied der Synode



Vorgeschichte:
Ferrendes ging die ganze Prozedur noch einmal im Kopf durch. War der angenähte Kopf der Fehler gewesen? Bestimmt. Und jetzt stapfte er wieder die Straße entlang, schon wieder einer guten Mütze schlaf beraubt.
Der Bretone warf einen kurzen Blick über die Schulter, dann blieb sein Blick an einem Adler kleben, der weit über ihm faul durch die Bergluft segelte.
Wenigstens hatte er die wütende Menge abgehengt, ebenso wie die Legionäre. Das war mal wieder typisch: Ein Untoter taucht im Dorf auf, stöhnt ein bisschen herum bevor er von den lokalen Muskelprotzen mit Heugabeln niedergemacht wird, und dann wird natürlich sofort der eine wandernde Arkanist im Dorf fürs wirken dunkler und unheiliger Magie beschuldigt.
Dass die Dorfbewohner direkt den richtigen gefunden hatten, war nur reiner Zufall gewesen, und es hielt Ferrendes nicht davon ab, sich über die ignorante Einstellung der ländlichen Bevölkerung gegenüber Magier zu empören.
Verdammte Größenwahnsinnige wie Mannimarco hatten es für sie alle verdorben.
Und jetzt taten ihm die Füße weh.
Wäre er doch nur in Evermore geblieben. Wo seine Familie ihre eigene Schreinerwerkstatt hatte, und er als kompetenter Alchemist angesehen war.
Doch die Synode verteufelte Nekromantie, und das Kolleg des Flüsterns war einfach nur… unheimlich. Wie eine Gesellschaft politisch korrekter Assassinen. Der Abschied hatte weh getan, aber irgendwie musste er seinen Wissensdurst stillen. Irgendwo musste er seine Faszination befriedigen. Irgendwo musste er es lernen. Und zwar richtig, von jemandem, der seine Fragen beantworten konnte. Nicht von verrückten Schwarzmagiern, die in Höhlen hausten und Reisende ihren Göttern des Todes opferten. Nicht nur aus alten Wälzern, die nicht antworteten, egal, wie laut er sie anschrie.
Der angenähte Kopf, zum Beispiel:
Die Leiche hatte er in der Nähe des nächsten Dorfes neben der Straße gefunden. Schleifspuren an den Gelenken, womöglich Bretonin oder Waldelfin. Aber er hatte sich nicht zu viele Fragen gestellt. Sie war doch tot, oder? Für den Fortschritt eines Novizen mit den besten Absichten eingesetzt zu werden war doch wünschenswerter, als einfach nackt am Straßenrand zu vergammeln, oder?
Doch ihr hatte ein Kopf gefehlt, in seinen Augen die wahrscheinlichste Todesursache. Das stoppte die meisten Leute. Ihr Kopf war nirgends zu finden.
Der Bretone hatte gewusst, dass das Haupt nicht zwingend notwendig war. Aber irgendwie hatte es auf ihn anzüglich gewirkt: Ein wandelnder Leichnam ohne Kopf passte einfach nicht.
Und so hatte er die arme Frau aus der Sonne geschliffen und sie an einem schattigen Plätzchen gegen einen Baum gelehnt, um später an ihr zu arbeiten, wenn er keine passende Alternative finden würde. Als Nachgedanke hatte er noch den entblößten Körper mit seiner Zeltplane bedeckt und sich eine mentale Notiz gemacht, den Stoff vor erneutem Benutzen mit krankheitsabweisender Tinktur und heißem Wasser zu waschen.
Zu seinem Glück hatte das nahegelegene Dorf Gäste: Soldaten der kaiserlichen Legion, die eine Gruppe von Schmugglern gefasst hatte, und stolz deren Köpfe auf Spießen präsentierten. Er hatte sich gefühlt wie ein Hund, der von den Göttern selbst einen Knochen zugeworfen bekam.
Ferren hatte sich ein Zimmer in der Taverne gemietet, Nähzeug gekauft und sich dann in der Nacht weggeschlichen. Einen Kopf von vielen würde schon niemand vermissen.
Nachdem er den verdammten Fuchs verscheucht hatte - Aasfresser, die natürlichen Feinde des angehenden Nekromanten - konnte er mit dem Ritual beginnen. Alles hatte funktioniert, wie es sollte, auch wenn der bärtige Kopf mit dem grobschlächtigem Gesicht auf dem zierlichen Frauenkörper ein flaues Gefühl in Ferrendes‘ Magen hinterlassen hatte, als der Nähten-Hybrid dem Willen des Bretonen folgend im Kreis herum torkelte, wie eine entartete Perversion einer Puppe. Irgendwann würde er seinen Untoten eleganteres Gehen beibringen.
Dann hatte er die beiden von einer Hasenseele angetriebenen Verstorbenen entlassen und in einem seichten Grab beerdigt, wo sie auch bleiben würden.
Hatte er zumindest gedacht. Am nächsten Morgen hatte der Zombie in der Mitte des Dorfes gestanden, und die Dinge hatten ihren Lauf genommen.

Es war das erste Mal gewesen, dass er eine aus zwei Leichen zusammengesetzte Gestalt zu Leben erweckt hatte, und natürlich war es schief gegangen. Das Buch lieferte keine Antworten, und die alte Tinte starrte ihm jedes Mal höhnisch von ihrem Platz auf dem vergilbten Papier entgegen, schweigend.
Aber aller Anfang ist schwer. Der Anfang seiner Laufbahn als unausgebildeter Nekromant hatte in einem Keller und mit einer Ratte angefangen. Den Anweisungen genau folgend hatte er das kleine Nagetier wieder zum Leben erweckt. Leben aus dem Tod. Dort, wo vorher nichts war, nur eine verlöschte Kerze, die Erinnerung an Existenz, hatte er wieder eine Flamme entzündet.
Es war kein echtes Leben, das war ihm bewusst. Doch er war sich sicher, dass er mit genug Zeit einen Weg finden würde. Schließlich waren Vampire doch auch Untote, die ihren eigenen Willen beibehielten.
Mit entschlossener, aber vor allem müder Miene blickte er nun dem Grenzposten zwischen High Rock und Skyrim entgegen. Vielleicht würde er hier endlich einen Lehrmeister finden, der sich nicht als wahnsinniger alter Kauz entpuppte.

"Zugelassen" by Van Tommels