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Ergebnis 501 bis 504 von 504

Thema: MSD#1 - Der News-Thread

  1. #501
    Zitat Zitat von Mordechaj Beitrag anzeigen
    Das jetzt in diesem Kontext anzubringen holt die Kirche aber genauso aus dem Dorf wie die Nazi-Vergleiche der AKP ...
    ´Das hat zwar damals auch zu Verstimmungen und Verrenkungen mit und bei Frau Merkel geführt, aber ich glaube auch nicht, dass das für die aktuelle Problematik von Belang ist. Aber an der Stelle haben die Erbosmanen auch da ebenfalls noch einige Leichen im Keller, die im Gegensatz zu unseren noch nicht mal ansatzweise bestattet sind, weshalb es schon ein bisschen ist wie im Glashaus zu sitzen und mit Steinen zu werfen. Allerdings tut das die türkische Regierung mit Verweis auf ihre türkischen migrierten Bevölkerungsanteile in Westeuropa eben mit nationaler Begründung, und missachtet aber den Claim der Kurden auf ihre Autonomie ebenfalls. Aber ich sag ja. Erdogan benutzt Nationalismus auch nur als Mittel nicht als Zweck, entsprechend kann man da auch keine konsequente nationalistische Politik, die die Kurden angemessen berücksichtigen würde erwarten. Da ist dann die pragmatische Staatspolitik wichtiger.

  2. #502
    https://www.welt.de/debatte/kommenta...n-muesste.html

    Interessanter Artikel. Gut geschrieben!

  3. #503
    Ich bin total fasziniert davon, wie man ohne Konzept zum Merkelherausforderer werden kann. Naja, Ideale ohne Konzept gegen Pragmatismus ohne Ideale.

  4. #504
    Zitat Zitat von Haudrauf Beitrag anzeigen
    https://www.welt.de/debatte/kommenta...n-muesste.html

    Interessanter Artikel. Gut geschrieben!
    Gut geschrieben, nachvollziehbare Grundaussage, aber auch deutlich politisch geprägt, obwohl er versucht, alles faktisch klingen zu lassen – Springer Verlag, btw! Ich bin durchaus jemand, der die Vorteile von Schröders Sichtweise und seinen Reformen anerkennt (vor allem aus historischer Sicht), aber dieser Artikel übergeht die doch sehr breite Kritik, die aus derselben Ecke kam, aus der heraus jetzt auch Schulz spricht. Dass es heute allen besser geht als vor 100 Jahren, heißt nicht, dass es nicht immer noch große Ungleichheiten zwischen Mitte und Oben gibt, gegen die eine Mitte-links-Partei und ihr Kandidat argumentieren können, vor allem weil die Mitte heute breiter als das Unten ist.

    Im Zweifelsfall einfach noch mal den letzten Absatz lesen. Ich sage nicht, dass das alles falsch ist, aber er macht die Prägung des Artikels doch ziemlich deutlich.

    Zitat Zitat
    Die Mitte ist immer noch stabil

    Zwar gelingt es mittlerweile auch in Deutschland rechten Populisten, Fuß zu fassen. Doch Umfragen zeigen, dass die AfD keineswegs vor allem von sozial Abgehängten gewählt wird. Die meiste Zustimmung kommt vielmehr von Personen mit mittlerer Bildung und überdurchschnittlichen Einkommen, die sich weniger um die persönliche Situation als um die Zukunft des Landes angesichts der hohen Zuwanderung sorgen. Mehr Sozialleistungen scheinen somit kaum ein probates Mittel gegen Rechtspopulismus zu sein.

    Schulz will der Mittelschicht mehr Sicherheit vermitteln, indem er ihr mehr staatliche Leistungen verspricht. Dass der treu sorgende Vater Staat ihr dafür jedoch auch immer mehr Geld abnehmen will, verschweigt der Sozialdemokrat.

    Dabei ist gerade die bürgerliche Mitte zur Eigenverantwortung fähig, schließlich handelt es sich hier eben nicht um „kleine Leute“. Den einzigen Schutz, den diese Wähler wahrlich nötig haben, ist ein Bollwerk gegen eine immer weiter steigende Steuer- und Abgabenlast. Denn nur der eigene Verdienst gibt ihnen die Freiheit, ihr Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten.
    Ich bin momentan allerdings auch nicht sonderlich überzeugt von Schulz. Klingt alles mehr nach klassischen linken Ideen, nicht nach dem frischen Wind, den es brauchen würde, damit ich mich gegen Merkels funktionale Pragmatik (und ihre Wirkung im Ausland) entscheide.
    Trotzdem gut, dass wir einen ernst zu nehmenden Kontrahenten haben, der nicht aus irgendeiner hart zweifelhaften Ecke kommt. Merkel mag nicht grundlos "alternativlos" gewesen sein, aber ich bevorzuge meine Demokratie mit Alternativen.

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