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Thema: OT-Geplauder CI - Es begrüßen sie Mr. Bitcher und Frau Koma

  1. #81
    Zitat Zitat
    und bei Paddy frage ich mich, welches Thema du hast. ;-)
    ebenso ungewiss. Da habe ich auch noch keine Idee Ich denke über das nach, was ich so kenne und schaue ob ich zu irgendetwas eine Frage formulieren kann. Entsprechend hängt das Thema also maßgeblich davon ab, ob mir dazu ein Untersuchungsgegenstand einfällt oder nicht. So als übergeordnete Thematik: Es geht um Textanalye. Sprich wir sollen einen Text als Thema nehmen und daran dann irgendeine Frage in einer Analyse zugrunde richten.

  2. #82
    Klingt nach "Einführung in die Literaturwissenschaft" oder "Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens".

    Gibt es wenigstens eine grobe Richtung, in die die Texte gehen sollen? Und welche Texte und Themen habt ihr im Seminar wenn bisher besprochen? Daran (und den vermittelten Methoden) würde ich mich dann erstmal entlanghangeln.

  3. #83
    "Einführung in die Textanalyse" heißt das Seminar... Bisher Euripides und Grillparzer "Medea" nur Medea bisher. Wir können aber jeden beliebigen Text unter jeder beliebigen Fragestellung untersuchen bzw. sollen das auch tun. Der Sinn des Seminars ist es ja uns auf das "wissenschaftliche Arbeiten vorzubereiten" und uns dabei anzuleiten wie man eine Hausarbeit anfertigt. Allerdings hat sie eben auch gesagt, dass die Themen- und Fragenfindung nichts ist, was sie uns abnehmen kann. Sie kann uns wenn wir was gefunden haben, dabei helfen die Frage zu optimieren oder den Gegenstand einzugrenzen, wenn er für eine vernünftige arbeit zu groß ist, aber ansonsten müssen wir das selbst bewerkstelligen können was zu finden. Es geht also nicht darum, dass sie uns was vorgibt.

  4. #84

    Kaffeesüchtiger Wintergeneralissimo
    stars_mod
    Morgähn...
    *Kaffee und Tee koch*

    Zitat Zitat von BIT Beitrag anzeigen
    Glückwunsch an sims
    Danke.
    Aber noch steht der Plan nicht 100%. Es gibt noch 2 massive Schwachstellen und der Plan ist noch gar nicht Bautechnisch, Statisch, Behördlich und Finanziell geprüft.
    Trotzdem bin ich froh das wir endlich eine Lösung für 95% der Probleme gefunden haben.

    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    jeden beliebigen Text unter jeder beliebigen Fragestellung
    Ich hab keine Ahnung ob das passt aber wie wär es mit dem Text der Nationalhymne (wobei ich euren nicht kenne) und der Frage: Wieviel davon hat zur Zeit noch Gültigkeit?

    *Couch*

  5. #85
    Zitat Zitat
    Ich hab keine Ahnung ob das passt aber wie wär es mit dem Text der Nationalhymne (wobei ich euren nicht kenne) und der Frage: Wieviel davon hat zur Zeit noch Gültigkeit?
    Einigkeit und Recht und Freiheit
    Für das deutsche Vaterland!
    Danach lasst uns alle streben
    Brüderlich mit Herz und Hand!
    Einigkeit und Recht und Freiheit
    Sind des Glückes Unterpfand –
    Blüh im Glanze dieses Glückes,
    Blühe, deutsches Vaterland!

    Das ist sie sims. Aus meiner Sicht nicht gerade etwas, dass man untersuchen müsste. Rechtsstaat und Demokratie sind wir. Ein Sozialstaat sind wir im Vergleich auch noch und wirtschaftlich geht es uns verglichen mit anderen Teilen der Welt auch ganz gut. Naja und einig sind wir seit mehr als 20 Jahren, wenn gleich die Bayern das immer weniger so sehen wollen. Wobei ich auch fast befürchten würde, generell und an dieser Uni besonders auf vermintes Territorium zu gehen, wenn ich mich mit der Nationalhymne befasste.

  6. #86
    Paddy, du bist doch Erstsemester, oder? Wenn ich deine Ausführungen jedenfalls lese, weiss ich nämlich wieder, warum ich irgendwann nur noch aus dem Wahnsinn der Universität raus wollte. Das didaktische Konzept des Kurses scheint mir nämlich (so es vorhanden ist) etwas unausgegoren. Aber das soll ja nicht dein Problem sein.

    Zum Thema Nationalhymne kriege ich sogar ziemlich fix ein Thema zusammen, das allerdings für einen Erstsemesterkurs vielleicht schon etwas zu abgehoben ist: "Enigkeit und Recht und Freiheit? - Bürgertums- und Nationalsstaatsgedanke als Teil des sozialpolitischen Konzepts der Epoche des Vormärz am Beispiel von von Fallerslebens "Deutschlandlied"".

  7. #87
    Regel Nummer eins für Themenfindung, plustern jeden Pups so groß auf wie du nur kannst. Pluspunkte innerhalb der Hausarbeiten gibt es wenn Nicht-Akademiker mehrfach Sätze nachlesen müssen, weil sie nicht verstehen was um Himmels Willen der Schreiberling da denn nun von einem will.

    Wissenschaftlichkeit... eine Sache für sich. Immer wenn BlackRose Hausarbeiten abgeben muss, lässt sie mich probelesen. Wenn ich auf den ersten Anhieb verstehe was sie ausdrücken möchte, dann ist es nicht wissenschaftlich genug .
    Hab ich schonmal erwähnt, dass mir dieser Elitarismus in dieser Form auf den Senkel geht? Auch wenn ich den Sinn dahinter sehe, präzise Genauigkeit der Ausdrucksweise ist für die Wissenschaft wichtig. Trotzdem... :/.
    Geändert von Gendrek (13.11.2013 um 10:55 Uhr)

  8. #88
    Meine Erfahrung zeigt eher, dass man die Satzstrukturen möglichst einfach halten sollte, gemäß dem Motto: "Soviel Fachsprache wie nötig, so wenig wie möglich." Tendenziell hassen Leute mit Titeln vor den Namen volle Scgreibtische und wenn Sie mehrmals über etwas drüberlesen müssen, stimmt es sie nicht gerade gnädig.

    Einzige Ausnahme dabei Wind im Prinzip wirklich die Themenformulierungen, die sich im Prinzip immer aus einer Leitfrage zum Thema und dann der genaueren Themeneingrenzung mit dem Gegenstand, der Eingrenzung und meist der Methode zusammensetzt ... und dann solche Monster wie oben ergibt.

  9. #89
    Vermutlich handhabt es da jeder Dozent anders . Ich kenne das ständige Gefluche über die Ansprüche des höchsten Tieres der TU Dresden für Kommunikationswissenschaften. Der liebt das. Heiß und innig .

    Aber der ist allgemein eine Nummer für sich. Während Kommunikationswissenschaften an anderen Unis tatsächlich Kommunikationswissenschaften umfasst, wird an der TU Dresden was anderes gelehrt. Der dreht sich seit Jahren um sich selbst und 95% der Pflichtliteratur stammt von ihm. Der behandelt im Grunde einzig und allein sich selbst ^^.

    Aber... so sehr ich dieses rumgereite auf der Fachsprache nicht mag, es ist immer wieder ein tolles Gefühl wenn man tatsächlich versteht und begreift, was behandelt wird .

  10. #90
    Ach, die Pflichtliteratur setzt sich eigentlich überall aus den eigenen Büchern sowie denjenigen der eigenen Leibeigenenen ... ähm, ich meine Wissenschaftlichen Mitarbeiter und befreundeten Professoren zusammen. Das ist eine Vetternwirtschaft, die echt nicht feierlich ist. Mal ganz abgesehen vom wissenschaftlichen Grabenkrieg, der da teilweise zwischen den Unis geführt wird (ich erwähne da mal nur Münster und Bielefeld). ;-)

  11. #91
    @ Paddy: Habt ihr eine Eingrenzung auf eine bestimmte Epoche oder Textsorte? Über wie viele Seiten sollst du das auswalzen?

  12. #92
    Zitat Zitat
    @ Paddy: Habt ihr eine Eingrenzung auf eine bestimmte Epoche oder Textsorte? Über wie viele Seiten sollst du das auswalzen?
    Keinerlei Eingrenzung. Textsorte: egal. Epoche: egal. Thema: egal. Fragestellung: egal soweit es eine textanalytische ist. Es wird wohl aber wohl wert draufgelegt, dass es ein nativ deutscher Text ist logischerweise. Ich hatte Goethes Faust vorgeschlagen: 1. Aufzug der niedergeschmetterte Faust der langsam seinen Anspruch auf ein gewisses Schöpferideal aushaucht und das wollte ich in verbindung mit Goethes Prometheus stellen. Wurde mir von abgeraten. Goethe generell ist ein bereits zu Tode gerittenes Thema in dem man in Sekundärliteratur erstickt. Vielleicht bin ich einfach ungeeignet für dieses Fach. Mir war gar nicht bewusst, dass es schon Literatur zu genau diesem Zusammenhang gibt, obwohl mir das im Nachhinein jetzt logisch erscheint. Die Frage ist aber worüber man dann überhaupt noch schreiben soll? Ich hab auch so ein generelles Problem, dass ich mich für sprachliche Mittel und son Zeug gar nicht interessiere. Mein Hauptinteresse gebührt mehr dem Inhalt. Das Wie geht mir eigentlich völlig ab. Ich verfluche das Deutschstudium jetzt schon...

  13. #93
    Laaangsam. Ganz ruhig.

    Nimm 'ne Kurzgeschichte. Fragestellung fürs erste Semester: Mit welchen sprachlichen Mitteln setzt der Autor den Text in Bezug zu seiner Zeit / Lebenswirklichkeit? Oder: Welche Rückschlüsse läßt die Erzählung unter Berücksichtigung der sprachlichen Mittel auf das Milieu des Autors zu?

    Eigentlich müßte es eine Parallelvorlesung zur Einführung in die LitWiss geben, wo euch sprachliche Mittel beigebracht werden. Ansonsten beim Dozenten nachfragen oder selbst in der Bibliothek schauen, es sollte einiges an Material darüber geben.

    edit:
    Abgesehen davon find ich es ziemlich scheiße, euch da so schwimmen zu lassen vonwegen: "Macht doch, was ihr wollt, wir sagen euch schon, wenns kacke ist." Normalerweise würde ich sagen, nimm dir ein Stück aus einem Text, den ihr bereits behandelt habt und schau, ob es da Literatur zu gibt, auf die du aufbauen kannst. Da es bisher aber wohl nur ein einziger Text war, wenn ich das richtig verstanden habe, ist das wohl Makulatur. Überblicksveranstaltungen sind normalerweise nicht dafür da, ein Werk von vorne bis hinten durchzukauen, sondern... nuja. Einen Überblick zu verschaffen. Wahrscheinlich liegst nicht an dir, sondern das Veranstaltungskonzept ist einfach Müll. Kann passieren. Ist natürlich blöd, wenn einem das gerade im ersten Semester passiert .
    Geändert von Glannaragh (13.11.2013 um 19:09 Uhr)

  14. #94
    Das ganze ist ein Seminar. Die Seminarleiterin will mit uns Textanalyse an Texten aus verschiedenen Epochen und an verschiedenen Textsorten durchexerzieren. Sie hat dafür den Medea-Stoff gewählt. Der wurde von unterschiedlichen Autoren von der Antike bis in die Neuzeit immer wieder bearbeitet. Und das Seminar wird also beispielhaft an diesem Stoff mit der Zeit alles abschreiten also an Lyrik, Prosa und Dramen angefangen bei Euripides bis hin zu einem Autor der Moderne, dessen Name mir jetzt nicht einfallen mag, den ich aber nicht einmal kannte.

    Die parallele Vorlesung dazu nennt sich Einführung in die Neuere Deutsche Literatur. Dort referiert unser Dozent im Moment über Gattungen, jede Sitzung eine. Morgen kommt die letzte zur Lyrik dran und dann pro Vorlesung zwei ausgewählte Werke für jede Epoche. Das ist also die Überblicksveranstaltung.

    Der Sinn des Seminars ist es uns beizubringen wie man eine Hausarbeit schreibt und wissenschaftlich-methodisch arbeitet. Aber zurecht gehört dazu natürlich das man ein Thema für eine Hausarbeit selbstständig findet und eine Fragestellung formuliert. Die Hausarbeit soll auch erst zum Semesterende abgegeben werden, aber da uns die Dozentin im Laufe des Semesters auf das Schreiben vorbereiten will, wäre es hilfreich, wenn wir bis Mitte Dezember dann eine Thema und eine Fragestellung benennen können, weil uns sonst die anderen methodischen sachen weniger direkt nutzen, weil wir sie nicht direkt auf unsere Hausarbeit als Übung anwenden können, ansonsten würde sie uns halt zur Übung irgendwelche Themen geben, aber das ist nicht im Sinn der Sache. Ich selbst halte es auch für sinnvoll, dass wir uns selbst was suchen sollen, schließlich ist das der Kern der Wissenschaft eigene Fragestellungen zu selbstgesuchten THemen zu entwickeln. Es ist vielmehr ein generelles Problem für mich, da ich mehr der Mensch für das Darstellen weniger für das Untersuchen bin. Ich kann Themen, auch komplexe erfassen und wiedergeben, aber ich tue mich sehr schwer damit selbst Fragestellungen zu entwickeln, weil das für mich nicht die eigentliche Rolle spielt. Ich sauge Wissen auf und formuliere eigene Gedanken aber nicht unbedingt zielgerichtet oder darauf ausgerichtet eine Frage oder dergleichen zu stellen oder zu erörtern. Vielmehr ist Wissen für mich Selbstzweck... Der wissenschaftliche Betrieb erscheint mir doch recht fremd.

    Zitat Zitat
    Nimm 'ne Kurzgeschichte. Fragestellung fürs erste Semester: Mit welchen sprachlichen Mitteln setzt der Autor den Text in Bezug zu seiner Zeit / Lebenswirklichkeit? Oder: Welche Rückschlüsse läßt die Erzählung unter Berücksichtigung der sprachlichen Mittel auf das Milieu des Autors zu?
    Was sie betont hat. Das die moderne Literaturwissenschaft eigentlich weg soll vom Autor. Untersuchungsgegenstand ist der Text und nicht die Befindlichkeit des Autors. Und das Problem der sprachlichen Mittel ist kein Problem der Nicht-Vermittlung und des Nicht-Aneignen-Könnens. Wie gesagt ich halte es für unsinnig einen Text anhand seiner sprachlichen Mittel zu analysieren. Der Inhalt und die Handlung sind zentraler. Das Was ist entscheidend das Wie nur, sofern es Auswirkung auf das Was hat. Aus meiner Sicht. Ich kann deshalb auch wenig mit diesem Geseiere von wegen Sprachbildern usw. anfangen, die da alle Nase lang in irgendwelchen Musterinterpretationen auftauchen. Tatsächlich ist das auch das erste, was ich nach den ersten paar Sätzen überlese...

    Die Dozentin klebte bisher zum Glück auch nicht so sehr formalistisch an den sprachlichen Mitteln sondern hat auch eher den praktischen Ansatz die nur zu beachten,wenn es für die Aussagekraft eine größere Relevanz besitzt. Aber ich schweife ab. Bleibt das Problem ich hab kein Thema und keine Fragestellung.

  15. #95
    Oh je, das klingt nach einer Dozentin, die a) für Erstsemester ein didaktisches Konzept verfolgt, das überhaupt nicht tragbar ist (Es geht überhaupt nicht, dass ihr da, wie Glan schon angemerkt hat, ohne Vorerfahrungen und nach knapp vier Wochen völlig frei schwimmt; Üben muss vom Kleinen ins große gehen) und b) eine Verfechterin vom Tod des Autors ist.

    Zu Punkt a) kann ich nur anmerken, dass es ein Unding ist, dass Leute ohne fachdidaktische und nur mit fachwissenschaftlicher Ausbildung immer noch so unterrichten dürfen und zu Punkt b), dass dieser Ansatz so schön lange wieder in der "modernen Literaturwissenschaft" überholt ist, da man so regelmässig an die Grenzen der Möglichkeiten eines Textes kommt, der ja immer in einem bestimmten gesellschaftlichen Diskurs entsteht, bei dem man ja gar nicht darumkommt, die Positionen des Autors zu bestimmen. Gerade Autoren wie Remarque, Kafka oder auch Thomas Mann lassen sich so nur kaum erklären, da die ja auch mit Umgebungserfahrungen arbeiten. Und gerade die werden dann auch bei der Aussagekraft eines Textes relevant.

  16. #96
    Zitat Zitat
    Oh je, das klingt nach einer Dozentin, die a) für Erstsemester ein didaktisches Konzept verfolgt, das überhaupt nicht tragbar ist (Es geht überhaupt nicht, dass ihr da, wie Glan schon angemerkt hat, ohne Vorerfahrungen und nach knapp vier Wochen völlig frei schwimmt; Üben muss vom Kleinen ins große gehen)
    Der Plan sieht es vor, dass wir in dem Seminar im ersten Semester eine Hausarbeit schreiben müssen, also was bliebt uns anderes übrig, als uns da heranzuführen? Wie gesagt sie macht mit uns methodische Übungen zu Recherche, zum Finden von Informationen in Nachschlagewerken und ab Dezember will sie dann das konkrete Schreiben der Hausarbeit in mehreren Sitzungen behandeln. Deshalb würde sie es gerne sehen, wenn wir bis dahin THema und Fragestellung schon haben, weil wir dann eben gleich für die Hausarbeit die wir schreiben müssen, vorarbeiten können.

    Und wie gesagt: Was hätten wir davon wenn sie uns Thema und Frage vorgibt? Sie hat uns letztens mehrere Themen und Fragestellungen auch schon Einleitungen älterer Hausarbeiten vorgestellt gelungene und nicht gelungene und mit uns darüber diskutiert, was daran gut oder nicht so gut gewesen ist oder bei welcher Fragestellung es dann Probleme dabei gab die Aufgabe auf zehn Seiten die das Ding umfassen sollten abzuhandeln. Einmal war das Thema zu weit da reichten die zehn Seiten nicht aus. An anderer Stelle war das ganze derart profan das der betreffende Student nur 5 Seiten brauchte aber auch mehr eine Darstellung als einer tatsächlichen ANalyse fabriziert hat. Es ist also nicht so, dass sie uns allein ließe. Dennoch müssen wir natürlich das Thema und die Fragestellung selbst finden. Das kann sie uns eben nicht abnehmen und sollte sie auch nicht. Das ich offensichtlich nicht damit zurechtkomme einen Text im Lichte einer Frage zu betrachten, kann ich ihr ja nicht ankreiden.

  17. #97
    Es geht auch nicht darum, dass ihr nicht selbst das Thema findet. Da macht eine Vorgabe ja auch schon aus der intrinsischen Motivation heraus Sinn. Was mich ganz extrem stört, ist allerdings der Faktor, wie sie euch daranführt. Um es so zu sagen, die Aussage "nehmt irgendeinen Text aus irgendeiner Epoche" ist aus didaktischer Sicht für das Niveau der meisten Erstsemester einfach nur Müll. Ihr sollt da an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt werden und das passiert hier trotz aller Ergänzungen nur mässig ... wenn man es freundlich ausdrückt. Generell geht man da nämlich normalerweise den Weg mit kleinen Beispielen aus kleinen Themenbereichen (sei es eine Textsorte, eine Epoche oder ein Autor) anzufangen. Selbst da gibt es dann noch genug Themen, die man nach einer gemeinsamen Einarbeitung, in der man auch die Methoden gemeinsam durchgeht, selbstständig benennen und erarbeiten kann. Dieses Prinzip des Exemplarischen nach Klafki ist dabei eigentlich allgemein anerkannt und steht der Selbsständugkeit nicht im Wege, sondern fördert sie sogar bei richtiger Umsetzung.

  18. #98
    Zitat Zitat
    die Aussage "nehmt irgendeinen Text aus irgendeiner Epoche"
    so hat sie es natürlich nicht ausgedrückt Der Tenor ihrer Aussage war, dass wir einen Text nehmen sollen, mit dem wir arbeiten können und wollen, sprich der uns auch interessiert.

    Beispielhaft exerzieren wir das ja am Medea-Stoff durch. Das Seminar ist ja zweigeteilt von je 1,5 Stunden pro Sitzung in dem Methodik wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt wird als ein Bestandteil und im anderen machen wir Textarbeit eben an Medea-Texten. Begonnen haben wir mit Euripides. Das Thema der letzten Sitzungen war Grillparzers Medea-Interpretation. Nächste Woche kommt eine Autorin dran, die den Stoff statt als Drama als Prosa verarbeitet hat, wenn ich den Seminarplan noch im Kopf habe. Ich finde ihr Konzept durchaus schlüssig. Wir diskutieren ja nicht nur den konkreten Text selbst, sondern auch die Unterschiede zwischen Grillparzer und Euripides bspw. gleicher Stoff, gleiche Gattung aber verschiedene Herangehensweise und Darstellung. Das Konzept halte ich für gut.

    Was sie, denke ich voraussetzt, was vermutlich auch der Grund ist, warum sie uns freigestellt hat, welchen Text wir nehmen sollen, ist, dass sie wohl annimmt das jeder für einen Text, der ihn interessiert schon irgendetwas hat/ findet, das er gerne untersuchen und vorstellen möchte. Wir unsere Feministin im Kurs sich sicher irgendein schönes Stück raussuchen wird, um das Frauenbild und die Konstellation Mann-Frau darin zu sezieren. Vermutlich erwartet sie gar nicht, dass es jemanden wie mich geben könnte, den kein besonderes Untersuchungsinteresse in irgendeiner Hinsicht antreibt. Ich könnte jetzt selbst deutsche Fantasy nehmen. Ein Werk von Holbein, dass ich sehr schätze und wüsste dennoch nicht, was sich da untersuchen ließe. Höchstens eine handlungsinterne Fragestellung, die aber wohl textanalytisch keine Relevanz besitzt.

  19. #99
    Germanisten.
    Sorry, BIT. Ich weiß, ich weiß... Aber das hier ist gerade echt zum Schreien.

    @ Paddy: Such dir mal einen Text, der dich interessiert, und dann exerzieren wir das meinetwegen per PN oder icq durch, was man daraus machen kann bezüglich Fragestellung. Wäre zwar eigentlich Aufgabe der Dozentin, aber so lange die euch im Trüben fischen läßt und nur sagt, was nicht gut ist (statt was man daraus machen könnte), ist das nicht so fruchtbar.
    Ich bin, auch ohne pädagogische Ausbildung, grad genauso entsetzt wie BIT .

  20. #100
    @Paddy:
    Ich bin kein Literaturkritiker und kenne mich in dem Bereich nicht sonderlich aus, aber: Meiner Meinung nach kommt der Wille zur Interpretation von ganz allein, wenn der Text es erfordert. Wenn irgendein Geheimnis bestehen bleibt, wenn Motivationen unklar sind... dass Hohlbein wenig Interpretationsmöglichkeiten übrig lässt, überrascht mich wenig. Der schreibt eben Geschichten, sicherlich irgendwo gekonnt, aber vielleicht ohne größere Aussage.

    Kurzgeschichten sind gut, weil sie oft nur einen Einblick in ein Geschehen geben und vieles nicht erwähnen. Modern ist gut, weil die Moderne generell etwas abstrakter ist. (Also: gut, um sich mit Interpretation vertraut zu machen.)
    Wir haben in der Schule bei einem sehr tollen Lehrer damals eine Kurzgeschichte von Judith Hermann gelesen: "Die Bali-Frau" aus der Sammlung "Sommerhaus, später". Meiner Meinung nach ist die Geschichte der Wahnsinn (sowieso das ganze Buch) - und ich komme immer automatisch in diesen Interpretiermodus. Ich will wissen, wohin diese offen gelassenen Fragen führen. Ich untersuche die Geschichte nach Hinweisen und will ganz von allein mehr wissen.

    Also mein Laientipp wäre, dir so etwas rauszusuchen. Eine moderne Kurzgeschichte, die trotzdem einfach gut ist und Spaß macht. (Ob "Bali-Frau" jetzt das richtige für dich ist, weiß ich nicht - aber ich glaube, ich lese gleich mal rein.)

    Ach ja, und die "Brüderlichkeit" in der Nationalhymne ist ja auch etwas, das man unter heutigen Genderaspekten zumindest mal anklagen könnte.
    Geändert von Schattenläufer (13.11.2013 um 21:58 Uhr)

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