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Thema: OT-Geplauder LXXXIX - Organspenden und Maibäume

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Hallo Community,

    @Organspende: Ich habe keinen Organspendeausweis, was zunächst daran liegt, das ich noch nicht volljährig bin und daran kaum einen Gedanken verschwendet habe. Ich glaube aber nicht, dass ich jemals einen derartigen Ausweis ausfüllen werde. Irgendwie finde ich den Gedanken, dass nach meinem Tod Teile von mir herausgeschnippelt werden und in einen anderen Menschen eingesetzt werden, unnatürlich und dementsprechend negativ. Mag sein, dass es an meinem christlichen Glauben liegt oder an der eher konservativen Erziehungm aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich so etwas will. Stellt euch mal vor, es GIBT einen Gott und einen Himmel, in den man kommt. Also ihc hab keinen Bock, mit nem Loch in Herzhöhe vor den Allmächtigen zu treten, während alle Anwesenden mitleidig nicken und murmeln: "Ah, ein Organspender" .
    Ich finde es toll, dass es Menschen gibt, die sich dafür bereit erklären, Teile ihres Körpers nach Ableben (bzw. bei einer Niere auch vor dem Ableben) an bedürftige Mitmenschen zu spenden. Ich werde da aber nicht mitmachen. Sorry.
    Aber wer weiß, vielleicht gibt es demnächst ein einschneidendes Erlebnis in meinem Leben, das mich meine Meinung ändern lässt.

  2. #2
    @Ardam:
    Wenn du da nicht "mitmachst", wäre es aber sinnvoll, es wie Andromeda zu halten und auszufüllen, dass du gar nichts spenden willst, denn sonst haben bei deinem "ungeplanten" Ableben deine Verwandten dieses Problem. Daher würde es sich wenigstens lohnen, dies irgendwo niederzuschreiben dass du nichts spenden möchtest. Rein theoretisch reicht da ein einfaches Blatt Papier mit deiner Unterschrift, wenn du auf Numemr sicher gehen willst, gehst du zum Anwalt/Notar und lässt das beglaubigen.
    Ich zum Beispiel habe mir jetzt ein Testament aufgesetzt; klingt zynisch, in Anbetracht meiner baldigen zweirädrigen Motorisierung ist das aber denke ich mal angebracht. Der Anwalt wird mich nun aller paar Jahre anschreiben und sich erkundigen, ob Punkte gestrichen werden sollen oder eingefügt werden müssen; sehr praktisch

    Ach ja, und um die Frage auch noch zu beantworten: Nein, ich spende ebenfalls nichts, was ich auch in oben erwähnten Dokument hab festhalten lassen. Warum? Privatangelegenheit.
    Gegen das Spenden an sich habe ich jedoch nichts, wer meint es tun zu müssen, bitte sehr

  3. #3
    Zitat Zitat von Van Tommels Beitrag anzeigen
    Ich zum Beispiel habe mir jetzt ein Testament aufgesetzt; klingt zynisch, in Anbetracht meiner baldigen zweirädrigen Motorisierung ist das aber denke ich mal angebracht. Der Anwalt wird mich nun aller paar Jahre anschreiben und sich erkundigen, ob Punkte gestrichen werden sollen oder eingefügt werden müssen; sehr praktisch
    Sowas machen die Typen? ... Das finde ich spontan doch grademal sehr praktisch

  4. #4
    Zitat Zitat von weuze Beitrag anzeigen
    Sowas machen die Typen? ... Das finde ich spontan doch grademal sehr praktisch
    Es gibt wenig was diese Typen nicht machen, sofern die Gage stimmt.

  5. #5
    Zitat Zitat von Samuel Beitrag anzeigen
    Es gibt wenig was diese Typen nicht machen, sofern die Gage stimmt.
    Naja ich kenn nur zwei Notare bis jetzt und die sind auch bei hoher Gage stinkend faul und würden grade sowas nur mit großer Unlust und Widerwillen machen ^^

  6. #6
    Zitat Zitat von Glannaragh Beitrag anzeigen
    Darüber hinaus möchte ich eh nach meinem Tod gerne verbrannt werden - ich will nicht, daß meine Verwandten noch Unmengen Geld für einen Sarg und ein Grab bezahlen müssen, aus dem meine Überreste nach 25 Jahren eh wieder ausgebuddelt und sonstwo hingekippt werden. Da ist mir ein anonymes Urnengrab lieber. Gern auch irgendwo in einem Friedwald.
    Naja, einen Sarg brauchts trotzdem, und sei er nur aus Pappe. Meine Mutter habe ich gerade anonym in einer Urne beerdigt. Auf einem Friedhof, da dort auch mein Vater liegt. Ebenfalls anonym, allerdings noch im Sarg, damals waren noch keine anonymen Urnenbestattungen möglich. Bei mir hier kostet ein Urnengrab etwa die Hälfte eines Sarggrabes. Allerdings wirklich nur das Grab, die gesamten Bestattungskosten halbieren sich dadurch bei weitem nicht.

    Auch rein aus ökologischen Gesichtspunkten halte ich eine Verbrennung für die deutlich sauberere Lösung. Friedwald klingt gut, muss ich mich mal mit beschäftigen.

    Zitat Zitat von weuze Beitrag anzeigen
    Naja ich kenn nur zwei Notare bis jetzt und die sind auch bei hoher Gage stinkend faul und würden grade sowas nur mit großer Unlust und Widerwillen machen ^^
    Dann haben sie zuviel Geld oder das Gebot ist zu niedrig.

  7. #7
    Also ob sie das mit Unlust und Wiederwillen machen ist mir ehrlich gesagt egal, hauptsache sie machen es Und wenn man sie dafür bezahlt bleibt ihnen kaum was anderes übrig.

  8. #8
    Zitat Zitat von Van Tommels Beitrag anzeigen
    Ich zum Beispiel habe mir jetzt ein Testament aufgesetzt; klingt zynisch, in Anbetracht meiner baldigen zweirädrigen Motorisierung ist das aber denke ich mal angebracht. Der Anwalt wird mich nun aller paar Jahre anschreiben und sich erkundigen, ob Punkte gestrichen werden sollen oder eingefügt werden müssen; sehr praktisch
    Ich finde da nichts zynisches dran. Darüber, ein Testament aufzusetzen, habe ich auch schon öfter nachgedacht, andererseits habe ich eh nix zu vererben. Ich könnte allenfalls reinschreiben, wie ich beerdigt zu werden wünsche. Andererseits: Vielleicht sieht meine Familie das ganz anders als ich und hätte lieber ein normales Grab mit Stein und Namen drauf. Wenn es ihnen damit besser geht, dann sollen sies halt so machen. Mich interessiert das zu dem Zeitpunkt eh nicht mehr .

    Zitat Zitat von Samuel Beitrag anzeigen
    Naja, einen Sarg brauchts trotzdem, und sei er nur aus Pappe. Meine Mutter habe ich gerade anonym in einer Urne beerdigt. Auf einem Friedhof, da dort auch mein Vater liegt. Ebenfalls anonym, allerdings noch im Sarg, damals waren noch keine anonymen Urnenbestattungen möglich. Bei mir hier kostet ein Urnengrab etwa die Hälfte eines Sarggrabes. Allerdings wirklich nur das Grab, die gesamten Bestattungskosten halbieren sich dadurch bei weitem nicht.
    Ja, ok. Da bin ich bei meinen Überlegungen eben einfach drüber weggegangen. Wie das so ganz genau läuft, weiß ich auch nicht - ich sollte mich mal konkreter damit beschäftigen.

  9. #9
    @Samuel
    Wahrscheinlich ersteres... ^^

    @Andromeda
    Ja, das ist eh klar, aber ich hätte und habe keine Lust, mich mit einem abzugeben, der trotz angemessener Bezahlung mit jeder noch so kleinen Geste zeigt, wie wenig Bock er grade auf mich und oder seine Arbeit hat ^^ Aber man wird wohl so irgendwann, wenn man zu viel Geld oder zu viel Zeit nebenher hat *shrug*

    @Bestattung
    Ich will auch verbrannt werden. Das hat zwei eigentlich sehr einfache Gründe. Erstens ist es sauber und billiger, zweitens will ich nicht irgendwo vor mich hinoxidieren ^^ Ob Anonym oder mit Platte, ist mir jetzt mal ganz egoistisch gesprochen egal. Wenn ich sage anonym würde man als allererstes mal damit kommen, dass das nicht gehe, weil das nicht gehe, man wurde in der Familie schon immer mit Platte begraben. Wenn ich damit ankomme, dass ich ne Platte haben will, würde man direkt erstmal wild irgendwelche Preise verschiedener Steinmetze zusammentragen und auf den Cent genau vergleichen...

  10. #10
    Zitat Zitat von Samuel Beitrag anzeigen
    Es gibt wenig was diese Typen nicht machen, sofern die Gage stimmt.
    Dasselbe könnte man auch über mich sagen

  11. #11
    Zitat Zitat von Van Tommels Beitrag anzeigen
    Dasselbe könnte man auch über mich sagen



    Guten Morgen, Taverne .
    *Kaffee koch*

    Ich finds ja gar nicht in Ordnung, heute Morgen um halb 6 ausm Bett gefallen zu sein, obwohl ich erst um 10 in der Uni sein muß. Mittlerweile bin ich schon wieder müde, aber für anderthalb Stunden lohnt es sich echt nicht mehr, nochmal schlafen zu gehen.
    Geändert von Glannaragh (25.04.2012 um 08:13 Uhr)

  12. #12
    Guten Morgen Taverne ^^

    *Kaffee nehm*

    Alter Schwede, das war heut morgen schon hardcore Oo Ich bin irgendwie falsch gelegen und kann den Kopf kaum nach links drehen, geschweigedenn die Schulter auf der Seite heben Außerdem schein ich mir am Sonntagabend nen üblen Zug eingefangen zu haben, meine Nieren schmerzen seit Montag, das ist grade echt nicht mehr lustig Oo

    Zitat Zitat von Glannaragh Beitrag anzeigen
    Ich finds ja gar nicht in Ordnung, heute Morgen um halb 6 ausm Bett gefallen zu sein, obwohl ich erst um 10 in der Uni sein muß. Mittlerweile bin ich schon wieder müde, aber für anderthalb Stunden lohnt es sich echt nicht mehr, nochmal schlafen zu gehen.
    Dito... Die zwei Stunden Chemie heut morgen waren echt mal komplett fürn Arsch, ich hab glaub gar nichts mitgenommen davon...

  13. #13

    Kaffeesüchtiger Wintergeneralissimo
    stars5
    Morgähn...
    *Kaffee schnapp*

    Tja weuze, alt werden ist nicht gut.

    @Bestattung, Organspende und Testament.
    Ich hab mich noch nicht damit beschäftigt aber im Grunde sieht es so aus:
    Bestattung wahrscheinlich klassisch mit Musik, Sarg, Erdloch, Essen und allem drum und dran was sich meine Verbliebenen noch so wünschen. Hey, das ist deren Party - nicht meine.
    Organspende - ja. Wenn ich tot bin dann können die mich ruhig ausschlachten. Wieso auch nicht? Ich finde den Gedanken das meine Pumpe einem Menschen noch zig Jahre schenken kann sehr schön.
    Ein Testament werde ich spätestens dann aufsetzen wenn ich einen Kredit für unser Haus aufnehmen muss oder wenn das erste Kind da ist - je nachdem was vorher kommt.

    *Couch!*

  14. #14
    'nabbend !

    @ Organspende:
    Interessant, daß das Thema gerade jetzt aufkommt, ich hab erst vor kurzem schonmal darüber diskutiert . Ja, ich habe einen Organspendeausweis, die Gründe dafür sind... vielfältig.
    Einige wissen, daß ich ursprünglich aus christlichem Umfeld komme. Vor fast 10 Jahren haben wir in unserer Jugendgruppe darüber gesprochen, sind da aber auch zu keinem einhelligen Ergebnis gekommen. Manche sahen es so wie Ardam, andere, unter anderem ich, haben überlegt, daß es nach christlichem Verständnis nicht verkehrt sein kann zu geben, was man entbehren kann. Sprich, wenn ich tot bin, brauche ich meine Organe nicht mehr, leibliche Auferstehung hin oder her.
    Mittlerweile hab ich mich vom christlichen Glauben ziemlich distanziert (das ist aber nochmal nen ganz anderes Faß und ich hab nicht vor, das hier genauer zu erklären ), von daher hab ich jetzt erst recht keine Zweifel mehr, was Organspende betrifft.
    Darüber hinaus möchte ich eh nach meinem Tod gerne verbrannt werden - ich will nicht, daß meine Verwandten noch Unmengen Geld für einen Sarg und ein Grab bezahlen müssen, aus dem meine Überreste nach 25 Jahren eh wieder ausgebuddelt und sonstwo hingekippt werden. Da ist mir ein anonymes Urnengrab lieber. Gern auch irgendwo in einem Friedwald.

    Was die Auseinandersetzung mit meiner eigenen Sterblichkeit betrifft: Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich mich nicht damit auseinandergesetzt hätte. Seit ich in der Lage bin, das Konzept "Sterben" zu begreifen, gehört das einfach zu meinem Leben und meinem Bewußtsein. Es schreckt mich auch nicht, darüber nachzudenken oder zu sprechen. Wovor ich mich fürchte ist eher der Prozeß des Sterbens, bzw. daß das schmerzhaft sein könnte.

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