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Alt 29.07.2010, 13:39   #541
 
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Ianus
Kein Leben

Klar, aber bisher dachte ich immer, das sei blos einer von tausenden bescheuerten Turning-tests, die man über sich ergehen lassen muss.

Kann nur gratulieren, dass Google einen Doppelnutzen darin gefunden hat.
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Alt 04.08.2010, 17:42   #542
 
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Liferipper
Legende

Zitat
Wikileaks - Todesstrafe für Informanten?

Wikileaks hat mit der Veröffentlichung geheimer Dokumente über den Krieg in Afghanistan viele US-Politiker gegen sich aufgebracht.

Mike Rodgers, ein republikanischer Kongress-Abgeordneter, hat gegenüber dem US.-Radiosender WHMI 93.5 sogar die Todesstrafe für den mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten Bradley Manning gefordert, sollte der Soldat in einem Prozess schuldig gesprochen werden.

Rodgers ist Mitglied des Geheimdienst-Ausschusses und der Meinung, dass das Weiterleiten der Dokumente an Wikileaks Hochverrat in Kriegszeiten entspricht und damit unter Todesstrafe steht. Außerdem kritisierte der Abgeordnete, dass es inzwischen eine »Kultur des Enthüllung« gäbe, die dafür sorge, dass jemand wie Manning die Weitergabe vertraulicher Dokumente für eine gute Sache halte. Das sei aber nicht der Fall, denn die Veröffentlichung habe viele Afghanen, die den USA geholfen hätten, quasi zum Tode verurteilt.
Dazu passend schreibt Marc A. Thiessen, der ehemalige Redenschreiber von Ex-Präsident George W. Bush, dass WikiLeaks durch seine Existenz höchstwahrscheinlich den Terrorismus unterstütze und daher von Netz genommen werden müsse. Julien Assange, der Kopf von WikiLeaks, der langsam zum Staatsfeind Nr. 1 der USA zu werden scheint, darf laut Thiessens Ansicht von den USA überall auf der Welt festgenommen werden, auch ohne Zustimmung des jeweiligen Aufenthaltslandes und der dortigen Gesetzeslage. Das sei aber nicht genug, auch alle Dokumente müssten beschlagnahmt und das gesamte Netzwerk von WikiLeaks zerschlagen werden.
Kein Wunder also, dass Wikileaks vor zwei Tagen eine 1,4 GByte große und anscheinend mit dem bisher ungeknackten AES256 verschlüsselte Datei veröffentlicht hat, die den Titel »Insurance« (Versicherung) trägt. Es wird vermutet, dass der passende Schlüssel veröffentlicht wird, sollte Assange oder einem anderen Wikileaks-Mitarbeiter etwas »zustoßen«. Dann würden bisher unveröffentlichte, noch brisantere Informationen ans Tageslicht kommen.
Fast könnte man glauben, es handle sich um einen arg klischeehaften Agentenfilm. Das Unheimliche ist allerdings, dass es in der Realität keine Zuschauer, sondern nur Mitwirkende und Betroffene gibt.

Quelle
[...]
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Alt 05.08.2010, 13:54   #543
 
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Freierfall
Moderator

Das problem ist: Es gibt parktisch kein Bewusstsein in den Medien dafür. Die meisten Leute mit denen ich gesprochen habe, interessieren sich kein stück dafür...
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Alt 05.08.2010, 15:05   #544
 
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Mivey
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Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
Das problem ist: Es gibt parktisch kein Bewusstsein in den Medien dafür. Die meisten Leute mit denen ich gesprochen habe, interessieren sich kein stück dafür...[...]
Wobei das Video über "Collateral Murder" im Irak schon Aufsehen erregt hatte, wenn man aber speziell über die Berichte über den Afghanistankrieg redet und nicht über Wikileaks insgesamt hast du natürlich Recht.
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Alt 05.08.2010, 15:33   #545
 
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Ianus
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ATM warte ich auf einen Wikileak bezüglich der Haider-Geschichte.
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Alt 05.08.2010, 17:34   #546
 
Mordechaj
Ritter

Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
Das problem ist: Es gibt parktisch kein Bewusstsein in den Medien dafür. Die meisten Leute mit denen ich gesprochen habe, interessieren sich kein stück dafür...[...]
Wann hat denn irgendwas, was wirklich wichtig wäre, mal Anklang in den Medien gefunden? Berichtet wurde darüber, aber da es schon ne Weile her ist, isses auch schon wieder Schnee von gestern und interessiert keinen. Mit dem Libanon war's genauso, mit Afrika war's schon immer so, das wird nur als Tränendrücker immer mal wieder rausgeholt, wenn RTL einen F-Promi dafür entschuldigt, dass er nich ins Dschungelcamp durfte und ihn dafür analphabetische, hungernde Kinder halten lässt, oder wenn's dort unten mal wieder ein Massaker gab, und über Tibet haben wir auch nur ne Woche gesprochen, dann war wieder Ruhe. So ist das immer, eine Woche drüber sprechen und dann ist es auch schon wieder aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht.

Was interessieren uns dann die Kriegsverbrechen der Amerikaner und die Gefahren für ihre Aufdecker? Das ist doch nichts Brisantes mehr und darum geht es doch aber, Brisanz.
Mordechaj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2010, 19:05   #547
 
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Mivey
Ehrengarde

Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
ATM warte ich auf einen Wikileak bezüglich der Haider-Geschichte.[...]
Zitat
"ÖSTERREICHISCHER POLITIKER HANDELTE MIT SADDAM"[...]
So etwas in der Art meinst du?
Mivey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2010, 19:19   #548
 
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Ianus
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Nee, eher ist da eine massive Steuerhinterziehung, die Vertuschung von mindestens einem Todesfall, Bestechung mehrerer Beamten, mehr oder weniger illegale Geldgeschäfte mit dem Geld, dass Ghadaffi von seinem Volk gestohlen hat und ein recht großer, sich über mehrere Jahrzehnte ziehender Korruptionsfall.

Mit Saddam ham wir alle gehandelt.
Ianus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2010, 19:32   #549
 
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Freierfall
Moderator

Ich finde die Dokumente auch Historisch *sehr* Bedeutsam, weil ich nicht glaube, dass es je so viele Details und Geheime Informationen zu irgend einem Krieg gab, vom 2WK vllt abgesehen, dort aber auch nur wegen der Intensiven aufarbeitung.
Freierfall ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2010, 19:45   #550
 
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Lucian der Graue
RPG² News Staff

Ich will noch mehr Geschichten von Neuzeit-Nazis hören, die ihre Gelder unversteuert in's Ausland geschafft haben ... pls wikileaks.
Lucian der Graue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2010, 19:56   #551
 
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Ianus
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War nicht nur sein Geld. Er hat auch Geld von Leuten gewaschen, die mehr oder weniger Kriminelle sind.

Jaja, Korruption, die schlussendlich ein ganzes Land betrifft ist total uninteressant. Lieber sehn wir uns an, wie Leute in einem Kriegsgebiet wie Leute in einem Kriegsgebiet reagieren.

Die ganzen intelligenten Bomben, die irgendwelche Familienhäuser getroffen haben geben ja leider, leider keine guten Videos ab.
Ianus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2010, 20:06   #552
 
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Lucian der Graue
RPG² News Staff

Wenn der Fall wirklich ein so großes Ausmaß umspannt, wäre es natürlich interessant zu wissen, wer da noch alles mit drin steckt. Und wenn von den Geldern auch Waffen gekauft wurden, wäre deren Herkunft und heutige Verwendung nicht minder interessant. Mal sehen, was daraus wird ...
Lucian der Graue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2010, 16:00   #553
 
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Sh@de
Lehrling

Als ich davon zum ersten Mal las wusste ich nicht was ich davon halten sollte. Natürlich ist es für uns interessant Kriegsinformationen zu bekommen, jedoch sollte man bedenken das in den Dokumenten die Namen afgahnischer Informanten der NATO-Truppen offen und für jedermann einzulesen sind, auch für Taliban. In welch großer Gefahr diese Leute nun schweben ist wohl jedem klar. wikileaks stellt es außerdem so dar als ob die NATO-Truppen die Kriegstreibende Instanz ist, aber man darf nicht vergessen das die Taliban Krieg gegen die Afghanen führen und die Truppen dort sind um diesen Krieg zu beenden, egal ob da noch andere Gründe sind. Wenn die NATO-Truppen sich zurückziehen endet der Krieg dadurch nicht, es wird bloß keine deutschen Opfer mehr geben (vorerst). Nicht das ihr mich falsch versteht ich bin ebenso gegen den Einsatz aber der Rückzug hat eben auch negative Auswirkungen die bedacht werden sollten.
Sh@de ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2010, 16:48   #554
 
Mordechaj
Ritter

Das Problem ist eben, dass allein schon die Anwesenheit der Nato schwerwiegend eskalierende Folgen hat, ganz unabhängig davon, was ihre Ziele sind. Weiterhin ist zu bedenken, dass die Taliban vom Westen im Kampf gegen den Sowjet militärisch befördert wurden, was ihnen vermutetermaßen erst die Lage gab, Afghanistan für sich zu beansprungen. Nach 9/11 haben die Amis auch lustig Bomben auf die Taliban-Hochburgen geworfen, was die schlimme Lebensqualität für die Einwohner alles andere als verbessert hat.

Der nun weiterhin herrschende Krieg wird nicht von der Nato geführt, das ist richtig, aber die ISAF schützt die aus dem Konflikt hervorgegangene Interimsregierung unter Annahme ihrer Legitimität und tritt auch in anderen Belangen parteilisch in Erscheinung. Das macht sie noch nicht zu Kriegstreibern, wohl aber zu Partizipienten im Krieg, das nicht zuletzt auch wegen der ständigen Kampfhandlungen, in die sie verwickelt ist, was sehr gern von Seiten der Nato-Staaten verleugnet wird.

Ich würde übrigens nicht sagen, dass die Taliban Krieg gegen die Afghanen führen. Es ist ein Krieg zwischen der VF und den Taliban. Interessanterweise übrigens machen die USA hier jetzt wieder genau das gleiche wie vor über 30 Jahren, sie sichern einer Konfliktpartei die Vorherrschaft und überlassen den Rest dann ... irgendwem. Das hat immer super geklappt, sowohl in Afghanistan, als auch im Irak.
Mordechaj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2010, 19:47   #555
 
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Ianus
Kein Leben

Zitat
Ich würde übrigens nicht sagen, dass die Taliban Krieg gegen die Afghanen führen.[...]
Eine Patschunische (40% der Bevölkerung) Sekte (kleiner Anteil der religiösen Überzeugung) unterstützt von einigen Stämmen (kleiner Anteil der Patschunen) führt einen Krieg, der ultimativ dazu führt, dass eine Mischung aus ihrer Interpretation der Sharia und des patschunischen Stammesgesetzes auf ganz Afghanistan angewandt wird....
Ianus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2010, 17:19   #556
 
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Liferipper
Legende

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Wirbel um WikiLeaks-Boss Assange

Doppelter Ärger für WikiLeaks-Chef Assange: Einem Bericht zufolge soll das von ihm gegründete Enthüller-Portal dem Pentagon Zugriff auf die bisher unveröffentlichten Afghanistan-Dokumente gewährt haben - und in Schweden wurde ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt. Es geht um Vergewaltigung.

Die Nachricht war ein Knaller. Am Freitagabend berichtete " Newsweek", das Enthüllungsportal WikiLeaks habe dem Pentagon vollen Zugriff auf die rund 15.000 bisher noch nicht veröffentlichen Geheimdokumente zum Afghanistan-Feldzug gewährt. Über durch Passworte gesichert Kanäle hätten US-Offizielle nun Zugriff auf das gesamte Datenmaterial. Die Information stamme von einem US-Anwalt, der sagt, dass er für WikiLeaks spreche, heißt es in der Zeitung.

Das Dementi ließ nicht lange auf sich warten. Noch in der Nacht zum Samstag erklärte WikiLeaks über einen seiner bevorzugten Nachrichtenkanäle, den Kurznachrichtendienst Twitter: " Newsweek schreibt, wir hätten dem US-Verteidigungsministerium unsere Dateien zugänglich gemacht. Unwahr. Es ist ein beschränkter Zugriff angeboten worden, um Vorschläge zu machen."

Unstrittig dürfte dagegen sein, dass WikiLeaks seit Wochen tatsächlich versucht, das Pentagon zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Über eben jenen Anwalt, der jetzt von Newsweek zitiert wird, hat das Whistleblower-Portal versucht Kontakt zum Pentagon aufzunehmen. Der Vorschlag: Die Militärs erhalten Einblick in die verbliebenen Dokumente und sollen dabei helfen, darin jene Passagen unkenntlich zu machen, die dazu führen könnten, dass afghanischen Zivilisten, die den US-Militärs geholfen haben, in Gefahr geraten.

WikiLeaks-Helfer im Visier der Staatsanwälte

Das Pentagon reagierte, indem es abstritt, überhaupt über offizielle Kanäle kontaktiert worden zu sein. Und selbst wenn, wäre man zu einer Zusammenarbeit mit WikiLeaks nicht bereit. Schließlich sei es im allerhöchsten Maße strafbar, was die Online-Aktivisten mit der Veröffentlichung geheimer Militärakten treiben. WikiLeaks solle die Dokumente umgehend zurückgeben und alle Aufzeichnungen davon löschen.

Zu dieser Haltung passt ein Bericht des " Wall Street Journal" ("WSJ"), wonach US-Staatsanwälte mögliche Strafanzeigen gegen WikiLeaks prüfen. WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist vom US-Geheimdienst FBI bislang nicht zum Ziel weiterer Untersuchungen erhoben worden. Dennoch, schreibt das "WSJ" mit Bezug auf Regierungsmitarbeiter, würden Verteidigungs- und Justizministerium nach Möglichkeiten suchen, Assange und andere WikiLeaks-Helfer wegen Anstiftung zum Diebstahl von Regierungseigentum zu belangen.

Dazu werde untersucht, ob WikiLeaks den US-Soldaten Bradley Manning dazu getrieben oder ermutigt habe, die Geheimdokumente weiterzugeben. Manning steht bereits unter Militärarrest. Ihm wird vorgeworfen ein Video an WikiLeaks geschickt zu haben, auf dem ein US-Hubschrauberangriffs in Bagdad zu sehen ist, bei dem mehrere Zivilisten erschossen wurden. Der Mitschnitt erregte im April vor allem wegen der sarkastischen Kommentare der Hubschrauberbesatzungen großes Aufsehen.

Geheimdokumente zur Katastrophe bei der Loveparade

Vor allem in Schweden erregt dagegen ein ganz anderes Verfahren Aufsehen, das am Freitag gegen Julian Assange eröffnet wurde. Die Staatsanwaltschaft in Stockholm habe gegen den WikiLeaks-Chef in Abwesenheit einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung erlassen, berichtet " Expressen". Assange soll demzufolge während einer Vortragsreise nach Schweden zwei Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren vergewaltigt haben. Genauere Angaben zu den Vorwürfen teilte die zuständige Staatsanwaltschaft nicht mit. WikiLeaks kommentierte die Vorgänge in Schweden wiederum via Twitter, schrieb dort mit einem Link auf die Berichterstattung im "Expressen": " Wir sind vor schmutzigen Tricks gewarnt worden. Jetzt sehen wir den ersten."

Die Betreiber des Enthüllungsportals ließen sich durch die Vorgänge in den USA und Schweden allerdings nicht davon abbringen, ihrem selbst definierten Zweck weiter nachzugehen und erneut Dokumente zu veröffentlichen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren. Am Freitagabend erschien als neuester Eintrag auf WikiLeaks eine Sammlung von Aufzeichnungen, welche die Planungs- und Genehmigungsprozesse, die zur Duisburger Loveparade am 24. Juli 2010 führten, dokumentieren. Während der Veranstaltung hatte es eine Massenpanik gegeben bei der 21 Menschen starben und 511 verletzt wurden. SPIEGEL ONLINE hatte bereits am 9. August anhand eines Teils dieser vertraulichen Dokumente die Vorgänge nachgezeichnet, die letztlich zu der Katastrophe auf dem Veranstaltungsgelände führten.

Quelle
[...]
Frei nach dem Motto "Frechheit siegt".
Liferipper ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2010, 19:16   #557
 
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Liferipper
Legende

Hach ja, wenn man den Meldungen nicht ständig hinterherrennt...

Zitat
Haftbefehl gegen Wikileaks-Chef Assange aufgehoben

Schwedens Justiz hat den Vergewaltigungsverdacht gegen den Gründer des Internet-Portals Wikileaks, Julian Assange, zurückgenommen.

Mysteriöser Justiz-Wirbel um den Chef des Enthüllungsportals Wikileaks: Gegen den Australier Julian Assange wurde in Schweden ein Haftbefehl wegen Vergewaltigung erlassen und kurze Zeit später wieder aufgehoben. Auslöser waren die Aussagen zweier Schwedinnen, die Assange Vergewaltigung sowie sexuelle Nötigung vorwarfen. Assanges Internetportal hatte im Juli mit der Veröffentlichung Zehntausender geheimer US-Dokumente zum Krieg in Afghanistan weltweit Aufsehen erregt und damit den Zorn der US- Geheimdienste auf sich gezogen.

Die Stockholmer Staatsanwaltschaft hob den Haftbefehl nach wenigen Stunden wieder auf. Die beiden Frauen hatten jeweils berichtet, zunächst freiwillig Sex mit dem 39-jährigen Australier gehabt zu haben. Dabei sei Assange in beiden Fällen gewalttätig worden. Beide Frauen gingen damit zur Polizei, erstatteten aber keine Anzeige.

Die Nachricht vom Haftbefehl gegen den Australier schlug weltweit in den Medien sowie bei Internet-Bloggern, der Twitter-Gemeinde und Internet-Foren wie eine Bombe ein. Hinzu kam, dass in dem Fall auch der Name des Verdächtigen genannt wurde, was in Schweden extrem ungewöhnlich ist.

Zur gleichen Zeit, als im Internet zahlreiche Verschwörungstheorien über mögliche politische Hintergründe für den Vergewaltigungsverdacht verbreitet wurden, ermittelte die Stockholmer Staatsanwaltschaft zu den Angaben der beiden Frauen. Danach erklärte die Stockholmer Justizsprecherin Eva Finné: „Es gibt für mich keinen Grund zu dem Verdacht mehr, dass er eine Vergewaltigung begangen hat.“

Assange selbst wies die Beschuldigung in Mails an führende Stockholmer Medien zurück. Immer wieder hatte es Gerüchte gegeben, dass US-Geheimdienste dem Australier und seinen Mitstreitern nachstellen. Auch in Europa fühlt sich Assange nach eigenen Angaben unter Beobachtung: „Wir haben hier in den letzten Monaten einige Vorfälle entdeckt“, sagte der Wikileaks-Chef vor einigen Wochen.

Im offiziellen Wikileaks-Blog (http://dpaq.de/FyMJB) stellten sich die Mitarbeiter hinter ihren Kollegen: „Wir sind zutiefst beunruhigt über die Schwere der Vorwürfe. Wir, die Leute hinter Wikileaks, empfinden starken Respekt für Julian. Er hat unsere volle Unterstützung.“

"Wir sind vor schmutzigen Tricks gewarnt worden"

Zu der für Schweden extrem ungewöhnlichen Veröffentlichung seines Namens im Zusammenhang mit dem Vergewaltigungsverdacht schrieb Assange in einer weiteren Twitter-Mitteilung: „Wir sind vor „schmutzigen Tricks“ gewarnt worden. Jetzt erleben wir den ersten.“

Der Wikileaks-Chef hatte bei seinem Besuch in Stockholm unter anderem eine Zusammenarbeit mit der schwedischen Piratenpartei vereinbart. Sie will Wikileaks kostenfrei Server zur Verfügung stellen.

Die Zeitung „Expressen“, die den Namen des Wikileaks-Chefs als erstes Medium veröffentlicht hatte, begründete den Schritt trotz der sehr frühen Phase bei den Ermittlungen damit, dass es sich um einen „außergewöhnlichen Fall“ gehandelt habe.

Nach einem Bericht des US-Magazins „Newsweek“ soll Wikileaks der US-Regierung Online-Zugang zu bislang unveröffentlichten Dokumenten gewährt haben. Regierungsbeamte könnten dabei über einen passwortgeschützten, „sicheren Kanal“ die Papiere einsehen, meldet das Blatt unter Berufung auf einen Anwalt, der nach eigener Aussage das Enthüllungsportal vertritt. Er stehe mit Assange sowie mindestens einem Ermittler gegen das Portal in Kontakt. Der Regierung solle so ermöglicht werden, aus den Dokumenten ihrer Ansicht nach sensible Informationen zu streichen, wird Anwalt Timothy Matusheski weiter zitiert. Er wisse allerdings nicht, ob die US-Regierung den Zugang zu den Dokumenten auch wirklich nutze.

Assange hatte vor einer guten Woche die Veröffentlichung von 15.000 weiteren Dokumenten angekündigt, nachdem das Portal bereits Ende Juli mehr als 76.000 Seiten geheimer Kriegsaufzeichnungen aus Afghanistan publik gemacht hatte. Man habe schon etwa die Hälfte dieser Papiere gesichtet, erklärte der Portal-Gründer seinerzeit. Wann die Akten ins Netz gestellt werden sollen, sagte Assange nicht. Das Pentagon warnte vor einer Veröffentlichung. Ein solcher Schritt wäre der „Gipfel der Verantwortungslosigkeit“, sagte ein Sprecher.

Das Verteidigungsministerium hatte Wikilieaks und Assange nach der ersten Veröffentlichung scharf angegangen. US-Generalstabschef Michael Mullen sagte damals: „Aber die Wahrheit ist, dass sie schon das Blut eines jungen Soldaten oder einer afghanischen Familie an ihren Händen kleben haben könnten.“ Pentagon-Chef Robert Gates kündigte eine „aggressive“ Untersuchung der Veröffentlichung an.

Quelle
[...]
Liferipper ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2010, 20:05   #558
 
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Mivey
Ehrengarde

Zitat
US-Generalstabschef Michael Mullen sagte damals: „Aber die Wahrheit ist, dass sie schon das Blut eines jungen Soldaten oder einer afghanischen Familie an ihren Händen kleben haben könnten.“[...]
Ja, und wenn es jemanden gibt, der das sagen sollte, dann jemand vom US-Millitär, denn die haben bestimmt kein Blut von irgendwelchen "jungen Soldaten oder afghanischen Familien an ihren Händen kleben".
Mivey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2010, 20:25   #559
 
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Ianus
Kein Leben

Nee, wenn das Heer das macht, ist das Legitim. Soldaten sind niemals Mörder.
Ianus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2010, 21:44   #560
 
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Mivey
Ehrengarde

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Nee, wenn das Heer das macht, ist das Legitim. Soldaten sind niemals Mörder.[...]
Legitim? Vermutlich. Moralisch? Nope.
Mivey ist offline   Mit Zitat antworten
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